Agility Training für den Hund

Ein roter Border Collie saust durch en Slalom-Hindernis beim Agility

Agility ist eine Hundesportart, die ursprünglich aus England stammt und mit der Zeit nach Deutschland überschwappte. Der Sport besteht darin, dass die Hunde unterschiedliche Hindernisse und ständig wechselnde Reihenfolgen überwinden müssen. Der Sinn besteht darin, die Geschicklichkeit, Schnelligkeit, aber auch die Führigkeit zu verbessern.

Spaß für den Hund beim Agility Training

Dabei ist stets darauf zu achten, dass der Hund seinen Spaß hat und nicht überfordert wird. Es muss unbedingt zwischen dem Hundeführer und dem Tier eine gewisse Harmonie zum Vorschein kommen. Für das Tier gilt, es soll bestimmte Hürden überwinden. Dazu gehören unter anderem:

  • Buschhürde
  • Viadukt
  • Laufsteg
  • Tisch
  • Mauer
  • Wippe
  • Fester Tunnel
  • Ein Reifen
  • Weitsprung
  • Schrägwand

Natürlich muss der Hund zuerst an den entsprechenden Geräten und Hindernissen lernen und sich an die Ausführungen gewönnen. Zum Agility gehört ebenfalls eine Art Schiedsrichter, der auch den entsprechenden Parcour festlegt. Dieser sollte nach Möglichkeit zwischen 100 und 200 Meter lang sein.

Dabei ist das Training so ausgelegt, dass Agility nicht nur die Konzentration und Kondition des Vierbeiners fördert. Sondern es kommt auch der Beziehung zwischen Tier und Besitzer zu gute.

Die ersten Schritte

Zunächst muss sich der Hund langsam an das Training gewöhnen. Das geht im eigenen Garten am besten. Zudem macht sich keine Anschaffung von teurem Equipment erforderlich. Dienlich sind Dinge, die zu Hause auffindbar sind. So können es Kartons oder eine Stange sein, die dem Hund helfen, die ersten Hürden zu nehmen.

Als Hindernis kann ein Bachlauf weiterhelfen oder auch ein Baumstamm. Wichtig hierbei ist, der Hund darf auf keinen Fall Angst vor dem Hindernis haben, sondern sollte langsam daran gewöhnt werden.

Hunde sind Bewegungs-Fanatiker und können abhängig von der Rasse bis zu 20 Kilometer am Tag zurücklegen. Spaß ist natürlich auch wichtig – und das alles wird mit Agility zusammengeführt. Dabei ist der Hundesport nichts Anderes, als dass der Hund bis zu 22 Hürden meistern sollte. Der Besitzer sollte hierbei in der Lage sein, dem Hund durch Körpersprache und Stimme die nötigen Befehle zu erteilen.

Vorrausetzungen für das Agility Training

Eine der wichtigsten Voraussetzung besteht darin, dass der Hund alltägliche Grundkommandos ausführen kann. Agility selber ist für jeden Vierbeiner eine willkommene Abwechslung, die Sport in den Alltag bringt.

Natürlich dürfen Tiere, die gesundheitlich eingeschränkt sind, nicht an diesem Sport teilnehmen. Dazu gehören unter anderem Tiere, die mit Gelenkproblemen zu kämpfen haben oder einer sehr großen Rasse angehören. Auch das Gewicht sollte Beachtung finden. Denn manche Einheiten können bei zu schweren Hunden dazu führen, dass Gelenkprobleme auftreten. Der Besitzer sollte also gut abwägen oder sich mit seinem Tierarzt beraten, ob Agility ausgeführt werden darf.

Ältere Hunde oder noch sehr junge Vierbeiner haben andere körperliche Voraussetzungen und können manche Hindernisse noch nicht oder nicht mehr bewältigen. Auch das muss gründlich bedacht werden. Weiterhin stellt Agility einen Leistungssport dar, so dass darauf geachtet werden muss, dass der Hund nicht überanstrengt wird. Damit keine Verletzungsgefahr besteht, sollte dem eigentlichen Training eine Aufwärmphase vorausgehen.

Zudem hat das Tier einen erhöhten Nährstoffbedarf. Es empfiehlt sich, die in Frage kommende Futtermenge mit dem Tierarzt abzusprechen. Wasser ist während des Trainings bereit zu stellen, eine Fütterung nach dem Training ist empfehlenswert.

Den Spaßfaktor nicht vergessen

Ein Hund darf nie zu etwas gezwungen werden, was er nicht möchte. Das ist auch bei Agility nicht anders. Motivation ist erlaubt, aber alles in einem angemessenen Rahmen. Dazu gehören unbedingt auch Leckerlis, die ein Lob darstellen.

Nach dem langsamen Eingewöhnen in vertrauter Umgebung kann nach einiger Zeit das Training in einem Hundesportverein folgen. Hier sollte auf die Gruppengröße geachtet werden. Denn zu große Gruppen schaden nicht nur der Konzentration, sondern auch die Wartezeiten sind zu lange. Diese dazwischen liegenden Zeiten sind besonders in der kalten Jahreszeit ein Risiko. Denn Hunde kühlen schnell aus, was sich auf die Gesundheit niederschlagen könnte.

Wenn der Hund keinen Spaß hat

Jeder Hund ist anders und ein Individuum für sich selbst. Diejenigen, die meinen, jeder Hund könnte den Sport ausüben, befinden sich im Irrtum. Denn nicht jeder Vierbeiner kann sich für Agility begeistern. Will der Hund auf gar keinen Fall mitmachen, ist vielleicht eine andere Beschäftigung mehr in seinem Sinn.

In erster Linie steht Agility für Geschicklichkeit. Es sollte ein kontrolliertes Spiel sein, bei dem das Tier seine Leichtigkeit unter Beweis stellen kann. Ohne den Besitzer gibt es auch keinen Hundesport. Denn beide müssen hierbei lernen, so gut wie möglich zusammen zu arbeiten.

Zum zweiten steht Agility für Beweglichkeit, denn das Tier muss Zeichen des Herrn schnell befolgen können. Es gibt jedoch noch einen wichtigen Punkt: nicht nur der Hund, sondern auch sein Mensch muss gute Laune haben. Das wohl wichtigste Wort bei diesem Sport ist „Einfühlsamkeit“. Beide müssen optimal zusammenarbeiten.

Der Besitzer steht in der Pflicht, Geduld an den Tag zu legen. Kommt es zu Fehlern, sollte er diese bei sich selbst zuerst suchen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Hund intensiv gelobt wird. Das kann mit Worten sein, aber auch mit Leckerlis oder einem neuen Spielzeug. Zudem muss der Halter in der Lage sein zu erkennen, ob er sein Tier überfordert. Ansonsten ist schnell Schluss mit dem Hundesport Agility.

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Für mehr Informationen schau doch auch mal in unserer Rubrik „Sponsored by Haustiermagazin“ vorbei, in der wir die Nova Scotia Duck Tolling Retriever Hündin Mila mit ihrem Frauchen beim Agility begleiten und unterstützen!

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Bildcredit: (c) Mayalain - Depositphotos.com


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Über Sebastian 20 Artikel
Ich bin der IT-Fuzzi im Team. Ich kümmere mich um die Technik und dass die Webseite läuft. Ich hatte selber schon immer Haustiere. Ob Vögel, Katzen oder aktuell einen Hund, den wir in Portugal adoptiert haben. Ich beschäftige mich derzeit intensiv mit der Hundeerziehung.

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