Ernährung für Katzen

Ernährung für Katzen

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Es ranken sich viele Mythen um die richtige Ernährung für Katzen. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengetragen. Denn eine ausgewogene und gesunde Ernährung deiner Katze sicherzustellen, ist gar nicht so schwer.

Je mehr du liest und je mehr Leute du fragst, desto mehr Meinungen wirst du bekommen. Manche Menschen schwören auf Trockenfutter, andere auf bestimmtes Nassfutter oder versuchen, die Katze nur mit Frischfleisch zu ernähren. Wenn du nur ein paar Ernährungsratschläge für deine Katze beachtest, kannst du sicher sein, dass dein Liebling ein langes und vor allem gesundes Leben vor sich hat.

Allgemeines zur Ernährung

Drei Kater fressen auf weißem Fliesenboden aus drei einzelnen Näpfen
Katzen zu ernähren, muss nicht schwer sein.

Von ihrer Natur her sind Katzen Karnivoren, also Fleischfresser, weshalb Fleisch den Großteil der Nahrung ausmachen sollte. Als Raubtier ist sie, wie ihre großen Verwandten auch, optimal eingestellt, protein- und fettreiche Kost zu verdauen. Schlecht verdauen kann sie dagegen Nahrung, die reich an Stärke ist, wie Reis oder Kartoffeln.

Katzen benötigen auch dringend die Aminosäuren Taurin und Arginin, Vitamin A und B, sowie Arachidonsäure aus der Klasse der Fettsäuren. Besonders das Taurin ist lebenswichtig für die Katze. Häufig hört man Sätze wie „Tierfutter besteht sowieso immer aus dem gleichen Zeug, ob für Hund oder Katze drauf steht, ist im Endeffekt doch egal“. Das stimmt so nicht, denn Hundefutter enthält beispielsweise kein Taurin und ist generell stärkehaltiger als Katzenfutter. Das heißt, eine Katze mag vielleicht Hundefutter vom Geschmack, aber auf Dauer würde sie dadurch Mangelerscheinungen bekommen.

Das richtige Futter – die Qual der Wahl

Du musst dich nicht für ein "entweder, oder" entscheiden, wenn es um das richtige Futter deiner Katze geht. Alle Futtersorten haben ein paar Vor- oder Nachteile, aber wenn du ein paar einfache Dinge beachtest, dann kannst du nichts falsch machen.

Nass- oder Dosenfutter

Nassfutter bildet in vielen Katzenhaushalten die Grundlage einer gesunden Katzenernährung. Es dient nicht nur der Versorgung mit den elementaren Nährstoffen, sondern auch mit Flüssigkeit. Katzen trinken für gewöhnlich kaum etwas, sondern decken ihren Flüssigkeitsbedarf über ihre Nahrung. Nassfutter hat im Schnitt einen Wasseranteil von 80 Prozent, was den Flüssigkeitsbedarf der Katze in der Regel deckt.

Nassfutter ist aber nicht gleich Nassfutter und auch nicht alles, was die Industrie als wichtig und gesund für das Tier anpreist, ist es auch. Welches Fleisch verarbeitet ist, ist bei einer gesunden Katze egal – so lange es nicht nur tierische Nebenprodukte (also Schlachtabfälle sind). Es kommt nicht unbedingt an, dass die Katze abwechselnd Huhn, Rind oder Fisch bekommt. Natürlich ist es gut, wenn die Sorte häufiger gewechselt wird, damit der Katze nicht langweilig wird und du sie nicht zu einem verwöhnten Fresser erziehst. In der Natur bekommen Katzen allerdings auch nicht so viel Abwechslung. Mancher Katze gefällt es daher immer die gleiche Fleischsorte zu essen. Durch regelmäßige Abwechslung hast du allerdings weniger Futterprobleme durch eine allzu mäkelige Katze.

Es gibt aber auch Allesfresser unter den Fellknäueln, denen es egal ist, was in den Napf kommt. Neben der Fleischsorte kann die Abwechslung beim Nassfutter auch über die Zubereitungsart kommen: Es gibt Nassfutter mit größeren Stücken, mit oder ohne Soße, Gelee oder Paté.

Verschiedene Katzenfuttersorten mit und ohne Soße oder als Paté.
Verschiedene Katzenfuttersorten mit und ohne Soße oder als Paté.

Manche Katze mag alles, manche schleckt nur das Nassfutter mit Soße. Du wirst es nicht herausbekommen, bevor du es nicht versuchst.

Wichtiger als auf die Zubereitungsart oder die Fleischsorte zu achten, ist es, die Zusatzstoffe im Blick zu behalten. Industriell hergestelltes Katzenfutter enthält häufiger als man denkt Inhaltsstoffe, die sogar schädlich sein können. Man sollte daher darauf achten, dass die Nahrung keine Konservierungsstoffe oder künstliche Antioxidantien enthält. Derartige Stoffe werden häufig beigemischt, damit das Futter für den Menschen besser aussieht. Der Katze dagegen ist das vollkommen egal, wie es aussieht, solange es schmeckt. Und riecht. Dabei solltest du nicht von deiner eigenen, relativ beschränkten Nase ausgehen. Etwas, das für uns stark riecht, kann für eine Katze wohlriechend sein. Jedoch kann etwas, das für uns keinen messbaren Geruch hat, für eine Katze unerträglich stinken.

Viele Hersteller mischen auch Geschmacks-verbessernde Mittel in ihr Futter wie Zucker, entweder in reiner oder karamellisierter Form. Obwohl Katzen erstaunlich wenig Geschmacksnerven haben, fressen sie Futter mit Zucker meist sehr gerne. Hier bietet sich der Vergleich mit Kindern an, die sich auch nur von süßen Sachen ernähren könnten. Die Folgeprobleme, wie Übergewicht oder Zahnerkrankungen, sind bei Mensch und Katze gleich.

Ein sehr hochwertiges Katzenfutter in Lebensmittelqualität findest du beispielsweise bei Terra Faelis, die eine eigene Metzgerei betreiben und so möglichst frisches und gesundes Dosenfutter zubereiten.

Zusätzlich kann gesagt werden, dass Markenfutter nicht immer besser ist als die Billigprodukte von Discountern. 2020 testete die Stiftung Warentest diverse Sorten Nassfutter, mit dem Ergebnis, dass Futter, welches pro Tagesration etwa 22 Cent kostet, teils ebenso hochwertig ist wie eine Ernährung für über 2,50 EUR. Hier findest du das Ergebnis: Stiftung Warentest Katzenfutter im Test 2020.

Der Vergleich lohnt sich also, denn teuer ist nicht immer auch besser oder gesünder. Und erst recht nicht wohlschmeckender für die Mieze.

Die beste Vorgehensweise ist es, sich zu informieren, welches Nassfutter keine schädlichen Inhaltsstoffe enthält und anschließend auszuprobieren, was die Katze gerne frisst. Dabei findest du in diesem Artikel über gutes Katzenfutter weiterführende Informationen rund um gutes und günstiges Dosenfutter.

Das richtige Trockenfutter

Das richtige Trockenfutter
Das richtige Trockenfutter

Trockenfutter ist meist preiswerter als Nassfutter und führt der Katze auch alle benötigten Nährstoffe zu. Auch hier gibt es große Spannen zwischen günstigem Discountfutter und teurem Premiumfutter, welches nicht zwangsläufig auch das bessere Futter sein muss. Hochwertiges Trockenfutter ist im Grunde auch als alleiniges Futter geeignet. Es enthält alle notwendigen Inhaltsstoffe, die deine Katze benötigt und keine schädlichen Zusatz- oder Farbstoffe.

Im April 2023 hat Stiftung Warentest herausgefunden, dass das beste Katzen-Trockenfutter ein Schnäppchen ist.

Allerdings musst du bei Trockenfutter beachten, dass dessen Wasseranteil im Schnitt zwischen acht und zehn Prozent liegt. Da Katzen ihren Wasserbedarf zum überwiegenden Teil aus ihrem Futter stillen, ist Trockenfutter hierzu nicht geeignet. Deswegen sollte bei Gabe von Trockenfutter immer mindestens ein Napf mit Wasser vorhanden sein. Besser noch ist es in der ganzen Wohnung verschiedene Möglichkeiten der Wasseraufnahme zu verteilen. Das meint etwa Zimmerbrunnen, verschiedene Arten von Näpfen mit frischem oder älterem Wasser.

Da Katzen normalerweise nicht gewohnt sind regelmäßig zu trinken, solltest du sie bei der Fütterung mit Trockenfutter dazu animieren. Denn ein Wassermangel kann sich schädigend auf die Nierenfunktion auswirken oder Steinerkrankungen fördern. Gerade bei älteren Katzen, bei denen die Nierenfunktion nachlässt, ist es noch wichtiger, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Ein hervorragender Tipp ist es, ein bisschen Hühnchen einfach in Wasser zu kochen und das so entstandene Hühnchenwasser in den Trinknapf zu geben.

Vorsicht: Wenn du statt Hühnchenwasser Joghurt, Milch oder Sahne verdünnst, solltest du vorher getestet haben, ob dein Stubentiger dies verträgt.

Hühnchenwasser oder auch ein Schluck Yoghurt, Milch oder Sahne können deine Katze zum trinken animieren.
Hühnchenwasser oder auch ein Schluck Joghurt, Milch oder Sahne können deine Katze zum Trinken animieren.

Ist Trockenfutter artgerecht?

Trockenfutter ist im Prinzip keine natürliche Nahrungsquelle für Katzen. In der Natur ernähren sich die Tiere nur von Mäusen und Vögeln, die mit Trockenfutter wenig gemein haben. Mittlerweile gibt es aber auch einige Futtermittelhersteller wie Terra Faelis, die sich bemühen möglichst artgerechtes Trockenfutter herzustellen. Viele Sorten beinhalten zusätzliche Nähr- und Wirkstoffe, die beispielsweise der Bildung von Haarbällen im Darm der Katze entgegenwirken oder speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Rassen zugeschnitten ist.

Mitunter wird auch angeführt, dass Trockenfutter gut für die Zähne des kleinen Raubtieres sei. Bröckchen-Nassfutter braucht deine Katze nur wenig zu kauen. Die natürlichen Futtertiere wie Mäuse und Vögel werden mit Haut und Haaren und Knochen gefressen und fungieren so wie eine Art Zahnbürste. Da Trockenfutter deutlich härter in der Konsistenz ist, muss es besser gekaut werden und dadurch werden andere Essensreste und Beläge durch die Reibung der Zähne entfernt. Das gilt allerdings nur für Trockenfutter mit großen Stückchen und Katzen, die ihr Futter nicht im Ganzen herunterschlingen.

Futterautomaten für Katzen

Der größte Vorteil an Trockenfutter ist die relativ lange Haltbarkeit. Du kannst es in einem Futterautomaten deponieren und entweder kann dein Stubentiger sich das Futter als Beschäftigungstrick selbst holen oder der Automat wird zu bestimmten Zeiten geöffnet. Ideal, falls du doch mal länger aus dem Haus sein solltest.

Die Automaten reichen von einfachen mit Trockenfutterreservoir hin zu Futterschalen mit Bewegungssensor, die Nassfutter vor Fliegen oder Austrocknen schützen sollen. Einige Automaten haben Zeitschaltuhren und können sogar mit Nassfutter gefüllt werden, da sie ein Reservoir für Coolpacks unter der Schale haben.

Hier findest du unseren Kaufratgeber rund um Futterautomaten für Katzen.

Mit solchen Lösungen ist also auch für die Stubentiger gesorgt, die tagsüber lange allein zu Hause sind. Und die Bastler unter den Katzenbesitzern finden hier einen selbst gebauten Futterautomaten, der deinen Stubentiger sogar jagen lässt: Futter- und Jagdautomat

Richtige Ernährung mit Frischfutter

Wenn man nicht vergisst, die notwendigen Zusätze beizumengen, ist die Gabe von Frischfutter eine natürliche und gesunde Ernährungsweise. Katzen essen nicht nur gerne Nassfutter, sondern noch lieber richtig frisches Fleisch.

Die Sorte ist nicht so wichtig, nur Schwein sollte es nicht sein, denn rohes Schweinefleisch könnte Aujeszky-Viren enthalten, die für die Katze tödlich sein können. Es handelt sich dabei um ein Herpes-Virus, das bei Hunden und Katzen einen tödlichen Krankheitsverlauf verursacht. In Europa gilt das Virus bei Hausschweinen als ausgerottet, kommt aber bei Wildschweinen noch vor und kann sich so verbreiten. Durch Temperaturen über 60 Grad Celsius wird es inaktiviert.

Eine Katze versucht Mett von einem Holzbrettchen zu klauen. Beschriftung lautet: Beim Barfen musst du auf eine ausreichende Nährstoffzusammensetzung achten und solltest Schweinefleisch vermeiden.
Beim Barfen musst du auf eine ausreichende Nährstoffzusammensetzung achten und solltest Schweinefleisch vermeiden.

Die Angst vor dieser Erkrankung ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass Hersteller kaum Katzenfutter mit reinem Schweinefleisch produzieren. Wer genauer hinschaut, wird es aber als Nebenprodukt finden.

Ansonsten sind Fisch, Rind und Geflügel äußerst beliebt. Frisches Geflügel sollte wirklich sehr frisch sein und vor dem Füttern gründlich gewaschen werden. Auch Innereien wie Hühnerherzen können gefüttert werden. Herzen bestehen aus reinem Muskelfleisch und sind für das Tier auch noch eine kleine Herausforderung, da es doch einiges mehr zu kauen hat als bei den kleinen Fleischstückchen aus der Dose.

Solltest du deiner Katze zum ersten Mal frisches Fleisch geben, dann wirst du das kleine Raubtier in ihr wecken und bewundern können. Wenn du ausschließlich rohes Fleisch füttern, also BARFen möchtest, musst du einiges beachten, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Ratgeber rund um BARF für Katzen

Die wichtigsten Informationen zum BARFen haben wir hier für dich zusammengestellt:

Kurz zusammengefasst: BARF steht im Deutschen für "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter" und im Englischen für "Born-Again Raw Feeders“ (wiedergeborene Rohfütterer) oder „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter). Für den Anfang solltest du nicht nur Frischfutter anbieten, sondern es mal als Abwechslung geben oder dem Nassfutter immer wieder mal ein paar Stückchen untermischen. Nur Fleisch reicht allerdings nicht. Zusätzlich müssen Öle gegeben werden. Lass dir von einem/einer Ernährungsberater/in die richtige Ration berechnen.

Was die Katze noch braucht

Drei Katzen strecken sich nach einem Topf mit Gras
Katzen benötigen zum Erbrechen ihrer verschluckten Haare Katzengras.

Neben einer ausgewogenen Ernährung braucht eine reine Wohnungskatze auch die Möglichkeit, ihre beim Putzen aufgenommenen Haare ausscheiden zu können. Dafür nutzen sie in der Natur Gras, das man ihnen auch in die Wohnung stellen kann. Ersatzweise bedienen sich unterversorgte Katzen auch gerne an Drachenbäumen oder Farnen. Wenn du nicht möchtest, dass deine Katze ihre Haarballen auswürgt, dann kannst du ihr jeden Tag eine Anti-Haarball-Paste zu fressen geben. Diese gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und sorgt dafür, dass die Haare am anderen Ende die Katze verlassen.

Nassfutter, rohes Fleisch und auch Gras versorgen deine Katze mit Flüssigkeit. Aber nicht nur, wenn du deinem Stubentiger Trockenfutter fütterst, solltest du ihm ermöglichen, frisches Wasser zu trinken. Wobei frisches Wasser für Katzen relativ ist. Manch eine mag sprudelndes Wasser aus einem Zimmerbrunnen, manch eine trinkt nur frisch aus dem Hahn und manch eine andere bevorzugt abgestandenes Gießkannenwasser. Anbieten solltest du ihr immer möglichst alles.

Katzen und Trinken

Alles Weitere zum Trinkverhalten von Katzen liest du hier:

Was Katzen nicht essen sollten

Leider werden Katzen, meist aus Unwissenheit oder aufgrund falscher Mythen, mit Nahrung gefüttert, die ihr gar nicht guttun. Ein Beispiel ist die klassische Verbindung zwischen Katze und Milch. Katzen trinken tatsächlich gerne Milch. Das Problem dabei ist, dass Katzen die enthaltene Laktose nur schwer verdauen können, was meist zu Durchfall führt. Es gibt jedoch spezielle Katzenmilch, die noch ein paar zusätzliche Nährstoffe enthält und laktosefrei ist. Herkömmliche laktosefreie Milch ist aber auch ein preiswerter und günstiger Ersatz.

Du solltest auch „nichts vom Tisch fallen lassen“, wenn deine Katze bettelt oder ihr die Reste vom Mittagessen geben. Einerseits erziehst du deinen Stubentiger damit zu einer Bettelkatze. Das mag am Anfang noch sehr niedlich sein, aber kann mit der Zeit anstrengend werden. Sei dir bewusst, dass einmal "immer" bedeutet und nicht "keinmal".

Andererseits ist die für den Menschen zubereitete Nahrung oftmals stark gewürzt. Das vertragen viele Katzen nicht und reagieren mit Durchfall. Eine alleinige Ernährung mit den Resten vom Tisch enthält nicht alle nötigen Nährstoffe für deine Katze und ist außerdem meist zu fettreich.

Katzenfutter umstellen

Entscheidest du dich, die Ernährung deiner Katze umzustellen, solltest du das nicht von heute auf morgen tun. Die Katze ist eine bestimmte Ernährung gewohnt und ihr Verdauungstrakt hat sich darauf eingestellt. Kommt nun nur noch ganz anderes Futter hinein, kann das zu Durchfall oder anderen unschönen Erscheinungen führen. Die Ernährungsumstellung einer Katze sollte daher schrittweise erfolgen, indem nach und nach immer mehr vom neuen Futter unter das alte gemischt wird, bis es das komplett ersetzt hat.

Das richtige Futter für das richtige Alter

Je nachdem, wie alt dein Stubentiger ist, sind seine Bedürfnisse andere.

Was Kitten und junge Katzen fressen sollten

Maunzende Katze
Maunzendes Kitten

Kleine Kitten benötigen eine besondere Ernährung. Immerhin wachsen sie rasch, tollen wild herum und müssen sich zusätzlich auch noch von der Muttermilch lossagen und auf normales Katzenfutter umsteigen.

Ist das Kätzchen frisch geboren, ernährt es sich zunächst allein durch die Muttermilch. Ab der vierten Lebenswoche lassen die Milchproduktion der Mutter und die Zahl der Saugakte des Kittens stark nach. Nun sollte mit der Gewöhnung an Katzenfutter begonnen werden. Es bietet sich hier an, zunächst mit einer breiigen Nahrung zu beginnen, vorzugsweise mit Kittenaufzuchtmilch, geschabtem Fleisch oder verdünntem Nassfutter für Kitten.

Du kannst bis zur Geschlechtsreife deinem Kätzchen Kittenfutter geben, da die Wirkstoffzusammensetzung auf die Bedürfnisse des rapide wachsenden Körpers zugeschnitten sein soll. Die Fleischstückchen im Kittenfutter sind besonders klein, damit das Jungtier es mit den Milchzähnen gut essen kann. Allerdings ist Kittenfutter kein Muss. Du kannst dein Kätzchen ebenso gut mit normalem Katzenfutter groß bekommen, das du beispielsweise zerkleinerst.

Kitten sollten rund um die Uhr Zugang zu ihrem Futter haben. Der kleine Körper wächst rasant und hat anfangs einen Magen in der Größe eines menschlichen Daumennagels. Da Katzen im Gegensatz zu Hunden nicht auf Vorrat fressen, sollte das Kitten immer fressen können, wenn es Hunger entwickelt. Im ersten Lebensjahr gibt es kein Zuviel an Futter. Vielmehr haben Kitten wie kleine Kinder bestimmte Phasen, in denen sie mehr oder weniger aktiv sind und daher auch mehr oder weniger fressen. Hat dein Kätzchen beim Erwachsen werden die Chance immer seinen Hunger zu stillen, wird es auch im späteren Leben in der Regel weniger anfällig für Übergewicht durch unkontrolliertes Fressen sein.

Wie die Aufzucht von Katzenwaisen möglich ist, liest du in diesem Beitrag: Aufzucht von Katzenbabies ohne Mutter – Flaschenaufzucht von Katzenwaisen

Die richtige Ernährung für erwachsene Katzen

Drei Kater fressen auf einem grauen Boden jeder aus einem Napf
Für ein entspanntes Fressen braucht es nicht viel.

Die Ernährung einer erwachsenen Katze sollte ausreichend und abwechslungsreich sein. Wie bereits erwähnt, musst du bei einer alleinigen Fütterung mit Frischfleisch oder Trockenfutter das eine oder andere beachten. Das Füttern mit Nassfutter ist relativ unkompliziert. Hat man sich für ein qualitativ gutes Nassfutter entschieden, geht es hauptsächlich um die Menge. Jeder Katzenorganismus ist natürlich anders, aber als Faustformel gilt, dass eine Katze pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag 50 Gramm Nassfutter bekommen sollte. Bei einer durchschnittlichen Katze von vier Kilogramm macht das folglich 200 Gramm pro Tag.

Die Nahrung sollte idealerweise auf mindestens drei Mahlzeiten verteilt werden. Je mehr Mahlzeiten du realisieren kannst, desto näher kommst du an das natürliche Fressverhalten deiner Katze heran. Bist du tagsüber nicht daheim, sollte deine Katze vor Verlassen der Wohnung und nach dem Nach-Hause-kommen eine Mahlzeit bekommen und anschließend noch einmal vor dem Schlafengehen. Wenn du magst, kann eine Mahlzeit auch durch eine Handvoll Trockenfutter ersetzt werden.

Die Angabe zur Futtermenge ist natürlich nur ein Richtwert. Manche Katzen benötigen weniger Futter, sehr aktive Tiere natürlich mehr. Einen Unterschied macht auch, ob die Katze ein reiner Stubentiger oder Freigänger ist. Beide bekommen zwar das gleiche Futter, aber bei Freigängern sollte man verstärkt auf das Gewicht achten. Man hat keine richtige Kontrolle über die Ernährung, da man nie weiß, ob und wie viel die Katze draußen gejagt und gefressen hat. Oder ob sie sich noch ein zweites Frühstück bei einem Nachbarn genehmigt.

Besonderheiten bei Katzen-Senioren

Ein weißer Kater trinkt aus einem erhöhten Napf
Erhöhte Näpfe erleichtern Katzensenioren das Fressen.

Ältere Katzen benötigen ebenfalls eine andere Ernährung als Katzen in ihren besten Jahren. Ab der Zeit zwischen dem zehnten bis zwölften Lebensjahr gilt eine Katze als Senior. Der Stoffwechsel verändert sich und häufig kann es zu Problemen mit Leber und Niere kommen. Genau wie bei Menschen werden die Katzensenioren auch gemütlicher und bewegen sich weniger.

Um den Problemen des Alters vorzubeugen und dem Körper der älteren Katze zu geben, was er am meisten benötigt, kannst du auf spezielles Seniorenfutter zurückgreifen. Dieses enthält mehr Vitamine und Spurenelemente und weniger Nährstoffe. Denn auch alte Katzen brauchen aufgrund des sich verlangsamenden Stoffwechsels nicht mehr so viele Nährstoffe, dafür mehr Zusatzstoffe zur Unterstützung des Immunsystems und anderer Körperfunktionen.

Katzen in gehobenem Alter essen prinzipiell nicht besonders viel auf einmal. Deshalb sollte die Nahrungsmenge, sofern möglich, auf mehrere kleine Portionen aufgeteilt werden sollte, sodass immer wieder eine kleine Menge frisches Futter vorhanden ist. Auch kleine Zwischenhäppchen wie Frischkäse oder Naturjoghurt sind dabei zu empfehlen und kommen bei der Katze hervorragend an. Im Alter darf man sich auch mal etwas gönnen. Vorausgesetzt, deine Katze verträgt Milchprodukte.

Wenn die Katze nicht fressen will

Deine Katze gesund und ausgewogen zu ernähren ist also nicht schwer und gutes Futter muss auch nicht teuer sein. Es kann aber auch beim besten Futter immer wieder vorkommen, dass die Katze einfach nicht fressen will. Sei es wegen einer neuen Marke, einer unbekannten Sorte oder einfach aus Protest, weil es schon wieder nur das übliche Futter gibt. Ein einmaliges Verweigern des Fressens ist kein Grund zur Panik.

Du solltest als Erstes darauf achten, ob die Katze Anzeichen jeglicher Art für eine Krankheit hat. Wenn sie einen gesunden und fitten Eindruck macht und auch der Stuhlgang regelmäßig ist, hast du vermutlich lediglich mit einer Laune der Katze zu kämpfen. Versuche herauszubekommen, was deine Katze stört.

  • Hast du das Futter gewechselt?

  • Den Fressnapf?

  • Oder steht er an einer anderen Stelle?

  • Vielleicht hast du in der Küche, wo Miezies Napf steht, auch ein anderes Putzmittel genommen und sie mag den Geruch nicht?

Wenn du all das ausgeschlossen hast, dann wird es wohl am Futter liegen.

Du kannst das Fressen eine kleine Weile stehen lassen und schauen, ob sie es später in Ruhe fressen möchte. Katzen sind gut darin, ihre Dosenöffner zu erziehen. Allerdings sollte das Futter nicht zu lange stehen bleiben. Denn wenn du dich auf ein Kräftemessen mit ihr einlassen möchtest, wirst du verlieren. Katzen sterben lieber, als Futter zu fressen, was sie nicht mögen. Und da sie Jäger sind, die nicht auf Vorrat fressen, kann es nach wenigen Tagen gesundheitliche Folgen haben, wenn deine Katze das Futter verweigert.

Was kannst du also tun, wenn deine Katze nicht frisst?

Kater frisst erhöht mit einem Napf auf einem flachen Heizkörper
Manchmal hilft es, den Futterort zu wechseln – so wie bei Kindern, die vor dem Fernseher essen dürfen.
  • Versuch, das Futter gegen eine neue Portion des gleichen Futters auszutauschen.

  • Manchmal hilft es auch, einfach ein Leckerchen unterzuheben oder im Futter herumzurühren, damit die Katze es für etwas Neues hält.

  • Es kann hilfreich sein, wenn du der Katze das Futter in einem anderen Futternapf oder auf einem flachen Teller serviert oder es mit einem Löffel zum Mäulchen führst.

Hilft das alles nichts, dann probier ein anderes Futter!

Ist sie neuem Futter gegenüber skeptisch, kannst du deinen Liebling auch ganz einfach überlisten, indem du ihm ein wenig von der Soße auf ein Pfötchen schmierst. Der natürliche Putztrieb der Katze sorgt dann von ganz allein dafür, dass sie das Futter zumindest probiert. Dadurch kommst sie vielleicht auf den Geschmack.

Klappt das nicht und du möchtest oder musst das Futter wechseln, dann gib es löffelchenweise und nach und nach dem üblichen Futter zu, bis es schließlich vollständig ersetzt worden ist.

Egal, mit welchen Schwierigkeiten du auch immer mit deiner Katze zu kämpfen hast, bedenke, dass es besser ist, wenn sie irgendetwas frisst, bevor sie gar nichts frisst!

Was hast Du so für Erfahrungen mit der Ernährung Deines Stubentigers gemacht? 

Wir freuen uns über Deine Erfahrungen.

Weitere Tipps und Tricks findest Du auch in den Kommentaren.

Rund um die richtige Katzenernährung

Mehr Informationen zur richtigen Ernährung für Katzen sowie hilfreiche Tipps und Kaufratgeber zum Zubehör findest du hier:

Bild: (c) absolutimages - Fotolia.com

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182 Kommentare

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  1. SteffiRedaktion
    Hallo Angie, es kann schon sein, dass Dein Kater jetzt im Alter nachts wach wird. Das ist ja auch bei alten Menschen so. Die können nur sagen, was sie brauchen und müssen nicht an der Tür kratzen ;-) Ich finde es gut, wenn Du das Trockenfutter reduzierst und mehr Nassfutter füttern willst. Gerade wenn der Kater unter Verstopfungen leidet, ist Nassfutter doch besser bekömmlich. Ich würde an Deiner Stelle allerdings nicht die Portion vom Abend erhöhen, sondern kurz bevor Du ins Bett gehst noch eine weitere Portion füttern. Idealerweise nach einer aufregenden Spielstunde. Dann ist die Chance, dass Dein Kater durchschläft, vermutlich am höchsten. Denn in der Natur fressen Katzen auch viele kleine Portionen über den Tag verteilt und logischerweise jede nach einer aufregenden Jagd. Gerade bei alten oder jungen Katzen sollte man versuchen, dieses Verhalten zu unterstützen. Das sorgt für viel Ausgeglichenheit. Sollte das nicht funktionieren oder aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, könntest Du alternativ einen Futterautomaten anschaffen, den Du abends bestückst und der nachts auf geht. Ich wünsche Dir einen bald möglichst wieder ruhigen Schlaf! Steffi
  2. SteffiRedaktion
    Hallo Petra, ich hätte Dir auch geraten, Eurem Tiger Schmerzmittel zu geben. Auf Dauer können diese zwar die Leber schädigen, aber ganz ehrlich? Es ist doch besser ein vielleicht etwas kürzeres Leben ohne Schmerzen zu verbringen als ein längeres mit Schmerzen. Wir haben uns bei einem unserer Kater auch dafür entschieden. Er hatte vermutlich altersbedingt und durch ein paar Stürze in jungen Jahren Arthrose oder etwas ähnliches. Ohne Schmerzmittel hat er sich kaum bewegt und sich nicht geputzt. So hatte er noch 3 tolle Jahre - und ist dann leider wirklich an einem Leberversagen gestorben. Aber ich bin fest überzeugt nach einem zufriedenen Katzenleben. Am Ende hat er auch lieber vom Boden gefressen. Unser Tierarzt hat uns damals gesagt, dass bei kranken Katzen die Barthaare sehr empfindlich werden und es ihnen dann unangenehm ist, wenn diese beim Fressen den Teller berühren. Also habe ich so ein Plastik-Set auf den Boden gelegt und er hat dort sein Fressen bekommen. Ein anderer unserer Kater hat sein Fressen immer von einem kleinen Tritt bekommen, weil er im Alter lieber im Stehen gefressen hat anstatt sich hinzuhocken. Das kannst Du ja noch mal ausprobieren. Oder versuchen sein Futter mit etwas Sahne zu musen. Sozusagen altersgerecht. Könnte bei einem Kater mit Zahnsteinproblemen an schlechten Tagen auch helfen. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt und Deinen Kater nicht aufgibst! Sie danken es uns, unsere Stubentiger! Ich wünsche euch noch eine lange, gute, erfinderische Zeit ;-) Steffi
  3. Angie
    Hallo, mein kater, main coon, wird im januar 17. er ist für sein alter relativ fit (laut TA) und weiß, was er will. vor allem nachts - er schläft mit meiner 2. katze nicht im schlafzimmer und das schon seit jahren. aber seit einigen monaten kratzt er nachts immer wieder und ausdauernd an der tür. da er recht groß ist (wenn er auf den hinterbeinen steht, geht er mir (bin 1,72 groß) bis zur hüfte und wiegt so ca 9 kilo) wird man von dem kratzen zwangsweise wach. habs auch schon mit ignorieren versucht, und das klappt nicht immer. wir möchten ja auch nachts mal schlafen ;) er und die kleine katze (norwegische waldkatze, wird 15, wiegt ca 4 kilo) bekommen zusammen 100g NF morgen und abends und TF steht auch bereit. da der große mit seinen gelenken probleme hat und auch eher unter verstopfungen leidet, habe ich verschiedene marken zu hause. wasser trinkt er schon immer sehr gut und kuschelt regelrecht mit dem wassernapf. nun meine frage: ich würde das TF reduzieren und mehr NF geben. scheinbar mögen sie das lieber und stürzen sich beide drauf. ich gebe bisher senior futter von whiskas, felix, ab und zu royal canin +12, purina one, hills gegen übergewicht. ich hoffe, wenn ich whiskas und felix reduziere und besonders abends eher gutes NF füttere, dass wir alle deutlich entspannter sind. was wäre denn eine gute menge? ich habe hier schon gesehen, dass es keine genaue antwort darauf gibt. leckerlies gibts nur in der woche morgens und auch nur eine kleine menge - wo aber eher die kleine rangeht. er ist in dem alter eher ruhig, schläft viel und fordert seine streicheleinheiten ein. man merkt halt, dass er älter ist. aber wenns ums fressen geht, dann ist er der erste, der in der küche ist. viell gibt es ja noch andere ideen, wie ich ihn nachts zum schlafen bringen kann - aber ich denke, dass es eher am futter liegt, da er immer in die küche rennt und schaut, ob ich hinterherkomme. lieben dank und grüße angie
  4. Petra Wiese
    Hallo, Es ist interessant die Beiträge durchzustöbern. Und alles was hier so steht hat mich ermutigt auch was zu schreiben. Gestoßen bin ich auf die Seite, weil ich mich zu der Ernährung von Katzen informieren wollte, da ich mit meinem Tiger gerade ein paar Fressprobleme habe. Unser Tiger ist 14 Jahre und seit 3 Jahren wissen wir dass er Katzenaids hat. Damit lebt er aber gut. Hat ne Augenentzündung gegen die es täglich Augentropfen gibt (wegen der er von der Ärztin in der Tierklinik eingeschläfert werden sollte - soviel auch zu guten und schlechten Tierärzten). Nun hatte er wegen Zahnstein ne ziemlich starke Zahnfleischentzündung. Wegen der Erkrankung hatten wir die Zahnsteinentfernung in Abstimmung mit der Tierärztin (die aus meiner Sicht zu den guten ihrer Zunft gehört) bisher nicht vorgenommen. Da er aber nun offensichtlich Schmerzen beim fressen hatte mussten wir das machen lassen. Nach dem Eingriff unter der Schmerzmitteln fraß er wieder richtig gut. Nachdem die Schmerzmittel abgesetzt waren hatte er wohl wieder Schmerzen beim Fressen. Und dann ging es los, jedes Mal wenn beim Fressen Schmerzen auftraten wurde das Futter nicht mehr angesehen. Irgendwann hat man kein Futter was er noch nicht gefressen hatte. Alle Tips die hier auch gegeben wurden halfen nicht. Ich war ratlos und sauer. Auf Rat der Tierärztin geben wir jetzt erst mal wieder Schmerzmittel. Mit dem Fressen bleibt es aber schwierig. Er hat offensichtlich zwar keine Schmerzen aber frisst sehr ausgesucht. Generell nicht mehr aus einem Napf, an einem guten Tag vom Teller aber am liebsten vom Laminat Fussboden. Tja und was.... Lachs geht, am nächsten Tag auch wieder nicht, Seelachs wurde missachtet, Hähnchnebrustfilet gern, Hühnerherzen klein geschnitten sind offensichtlich lecker und untergemischt wurde auch das Dosenfutter aus Thunfisch mit verspeist. Mal sehen ob Hähnchenleber heute abend seinen Gaumen erfreut. ? Laktosefreie Milch gibts immer als Nachtisch. Ja ich werde sehen wie es sich weiterentwickelt. Vielleicht schaffen wir es ja, dass er wieder Dosenfutter frisst?..... Wenn nicht wird er eben weiter verwöhnt. Wir freuen uns ja über jeden Tag den er bei uns ist. Denn er ist soweit topfit. Er ist eben nicht nur unser Prinz sonder der König im Haus. Es ist eben oft nicht so einfach herauszubekommen was unseren Lieblingen den Appetit verschlägt, aber dass sie lieber verhungern als gegen ihren Willen zu fressen kann ich nur unterschreiben. Da müssen wir Dosenöffner manchmal sehr erfinderisch sein. Ich kann nur jeden ermutigen erfinderisch zu bleiben. Liebe Grüße von Petra
  5. SteffiRedaktion
    Hallo Alexandra, warum sollte ich auch mit dem Finger auf jemanden zeigen? Ich gehe davon aus, dass jeder, der hier schreibt nur das Beste für sein tierisches Familienmitglied möchte! Und wenn ich das unterstützen kann, gewinnen wir alle :-) Es klingt sehr vernünftig, wie Du mit Deinen Katzen umgehst und sie ernährst. Ich bin auch immer für Abwechslung. Sowohl was mich betrifft, als auch bei meinen Tieren. Nun zu Deinem Anliegen: Es ist manchmal tatsächlich sehr schwierig Katzen miteinander zu vergesellschaften. Entweder weil sie sich vielleicht wirklich nicht riechen mögen oder weil sich das Leben und der Alltag der alteingesessenen Katze dadurch sehr ändert, was zu Eifersucht führen kann. Bei Dir vermute ich letzteres. Denn Du schreibst, dass Deine Mausi eine alte Dame ist. Sie wird also vermutlich ihren festen Tagesrhythmus haben und das vielleicht sogar schon seit Jahren. Dann stirbst zuerst euer Kater und damit fehlt ihr natürlich auch etwas in ihrem Alltag. Und dann kommen so zwei kleine Würmer, um die sicherlich erst einmal viel Aufhebens gemacht wurde. Vollkommen verständlich für Dich und mich, aber natürlich nicht für sie. Wir können ihr ja nicht begreiflich machen, dass die Kleinen jetzt unsere Hilfe und Fürsorge brauchen und es auch wieder ruhigere Zeiten geben wird. Bei allem Verständnis für die alte Lady, was kannst Du tun?
    1. Zu aller erst einmal genau das: Verständnis und Geduld haben! Also nicht mit ihr schimpfen, wenn sie die Kleinen haut. Dafür aber, wenn sie sie toleriert ganz viel kuscheln und gut zureden. Sie muss positive Assoziationen mit ihnen verbinden. Im Moment ist das vermutlich eher weniger der Fall. Also gib ihr beispielsweise jedes Mal ihr Lieblings-Leckerlie, wenn sie das nächste Mal dazu kommt. Am Besten hast Du diese immer griffbereit in der Nähe, so dass sie die Leckerlies bald wirklich mit den Kitten in Verbindung bringt.
    2. Achte darauf, dass Deine Mausi genügend Rückzugsmöglichkeiten hat, wo die Kleinen nicht hinkommen. Und dass Du ihr genügend Aufmerksamkeit schenkst ohne dass die Kleinen dabei sind.
    3. Vielleicht hilft es euch auch, das Füttern räumlich und zeitlich zu trennen, so dass ein weiterer Stresspunkt für Mausi weg fällt.
    Und zu guter Letzt: Katzen sind wirklich hart im Nehmen. Und oftmals sieht es viel schlimmer aus, als es eigentlich ist. Daher hab Geduld und Verständnis für Deine alte Dame, dann wird sie auch lernen die Kitten zu tolerieren. Und wer weiß, vielleicht lernt sie sie auch irgendwann zu lieben. Ich drücke euch dafür ganz fest die Daumen! Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne. Steffi
  6. Alexandra
    Hi steffi, auch von mir ein Riesen Lob für deine mühen die du dir hier machst und auf alles eingehst ohne mit dem Finger auf wen zu zeigen. Tja so sind unsere monster....liebenswerte tyrannen...?ich halte mein lebenslang schon Katzen und hatte Gott sei dank immer Glück keine diven dabei zu haben. Macken haben alle genauso wie wir Menschen das macht das zusammen leben mit ihnen ja auch interessant. Ich halte bei Varianten. ..Stuben und Freitiger jeder darf bei mir wie er will und brauch. Einer fängt Mäuse und Vögel und frisst sie bekommt dadurch weniger an Futter von mir der andere spielt nur mit dem lebenden und mag lieber aus dem napf. Ich bin auch ein wechsler was das fertigfutter betrifft nicht weil ich glaube das er interessant für die Katze ist , nein so alles gute bei sammeln liegt☺ und wer das eine nicht mag frisst beim nächsten mal wieder das andere. Ich fütter aber auch gerne Fleisch Fisch ei jughurt und Quark was immer gerne angenommen wird. Einmal die Woche bleibt das also immer ein Highlight. Zur Zeit habe ich wieder 2 Neuankömmlinge aus einem auffanglager da uns nach dem Ableben unseres Katers letztes jahr etwas fehlte. Es sind Geschwister Mädchen und junge. Meine mausi die fast ein Jahr alleine war ist davon nicht begeistert. Erst dachte ich das sie mit den 5 Wochen alten Würmchen nichts anzufangen weiß und deswegen ablehnend ist. Nun sind die Monster aber schon 16 Wochen alt und sie mag noch immer keine Freundlichkeiten austauschen. Der Arzt sagt immer ich soll Geduld zeigen aber die alte Dame haut manchmal ordentlich zu , vorallem hat unser kleines Mädchen sehr unter ihr zu leiden und solangsam bin ich auch mit meinen versuchen am ende. Ich möchte aber keinen abgeben oder die kitten trennen hast du vlt einen Rat für mich?
  7. SteffiRedaktion
    Hallo Nici, bitte, gern geschehen. Dieses Mal hat es dafür ein bisschen länger gedauert ;-) Siehst Du, wenn sie es so offensichtlich mögen, dann ist doch alles in Ordnung. Wie gesagt, würde ich mir da keinen Kopf machen. Und auch wegen des Fressens nicht. Denn ja: wie bei fast allen Tieren sind die Männchen auch bei Katzen meistens deutlich größer und schwerer als die Weibchen. Und für dieses Mehr an Wachstum brauchen sie auch ein Mehr an Futter. Insofern ist alles in Ordnung. Als letzten Tipp: Auch wenn die zwei sich gut verstehen, füttere sie lieber aus zwei Näpfen. Denn mit steigendem Alter kann es unter Umständen durchaus zu ernsthaften Unstimmigkeiten kommen. In der Regel mögen Katzen nämlich einen "Sicherheitsabstand" von mind. 1 m um sich herum. Und mit zwei Näpfen kannst Du Streitereien von vorne herein aus dem Weg gehen. Viel Spaß noch mit Deinen Fellnasen :-) Steffi
  8. Nici
    Danke für die schnelle Antwort :-) Beide lieben es total u sind nur am schnurren u gurren,wenn sie denn dabei sind lassen sie sich auch von nichts stören oder aus der Ruhe bringen :-) Mit dem fressen denke ich auch, obwohl mein Floki doch schon relativ groß u kräftig wirkt.Meine Helga dagegen is eher n ziemlich schmal.Sie frisst auch um einiges weniger als er. Aber ich denke das Männchen u Weibchen sich eh bissel unterscheiden was Gewicht und Größe angeht oder? Sie fressen beide von Anfang an aus dem selben Napf, nur wenn es Frischfleisch gibt muss ich es ihnen entweder so aus der Hand füttern oder zwei Tellerchen hinstellen, weil Floki gleich knurrt wenn Helga "seinem" Frischfleisch-Teller zu Nahe kommt :-D
  9. SteffiRedaktion
    Hallo Nici, ich gebe ehrlich zu, dass ich mit so jungen Findelkindern noch kaum Erfahrung habe. Ich könnte mir aber tatsächlich vorstellen, dass das ein Instinkt ist, dem sie immer noch nachgehen, weil er vorher nicht ausgelebt werden konnte. So lange die beiden das gegenseitig tolerieren und sich nicht verletzen, würde ich sie machen lassen. Vermutlich legt es sich mit der Zeit von alleine - und wenn nicht, hast Du halt zwei ganz besondere Katzen :-) Und ja, in ihrem ersten Lebensjahr sollten Kätzchen so viel fressen, wie sie wollen. Da gibt es kein Zu viel und man muss sich auch keine Gedanken machen, dass sie dadurch übergewichtig werden. Sie sind ja im Wachstum! Ich hoffe das beruhigt Dich! Du kannst Dich sonst gerne noch mal melden. Steffi
  10. Nici
    Hallo Ihr Lieben, ich habe zwei Kitten im Alter von ca 14 wochen. Ein Kater u ein Kätzchen.Sie sind Findelkinder, wurden vorm Tierheim abgestellt als sie ca ne Woche alt waren...(Schätzung vom Tierheim) Meine Frage: die kleinen putzen sich ja gegenseitig, nur bei meinen beiden is es so das sie regelrecht aneinander saugen. Dabei schmatzen, knurren u schnurren sie. Wenn Sie fertig sind, is das Fell an der Stelle Tropfnass... Das ganze machen sie regelmäßig u bestimmt so fünf sechs mal am Tag für etwa 20 Minuten.Is das bei Findelkindern normal? Da sie kaum bis garnich von der Mutter gesäugt wurden... Ansonsten toben sie normal durch die Wohnung, Fressen normal, also kittenfutter, manchmal auch schon was für "große" u sie fressen regelmäßig Frischfleisch. Im Moment lass ich sie auch noch fressen soviel sie wollen da sie ja noch sehr jung sind.