Haustiere

Haustiere – Hund, Katze, Maus...

Als vor rund 30 000 Jahren der erste Wolf und vor 9000 Jahren die erste Katze domestiziert wurden, glaubte wohl niemand daran, dass damit der Grundstein für eine liebevolle Haustier-Mensch-Beziehung gelegt wurde. Der Hund sollte lediglich beim Erjagen der Beute helfen und damit als Nahrungs-Rivale  ausgeschaltet werden. Die Katze im fernen Ägypten war gut genug, um die Mäuse aus den Getreidekammern zu holen.

Vom Nutztier zum Haustier

Doch aus diesen anfänglichen Nutz-Beziehungen wurde über Generationen hinweg eine tiefe Bindung zwischen Mensch und Tier entwickelt. Heute ist es uns als Haustierbesitzer weitgehend egal, ob unser Hund gut jagen kann oder ob unsere Katze die Mäuse vom Dachboden fernhält. Die Nutztiere von einst sind zu lieb gewonnenen Mitbewohnern geworden – und das nicht ohne Grund.

Pferde gehören zu den beliebtesten Haustieren weltweit
Pferde gehören zu den beliebtesten Haustieren weltweit

Studien beweisen: Haustiere machen glücklich. Derzeit gibt es rund 22 Millionen Haustiere allein in Deutschland. Katzen, Hunde, Nager, Bartagmanen und Co. leben bei und mit den Menschen. Sie sind als Trostspender und Therapeut, als bester Freund, Kind- oder Partnerersatz für uns da und können uns nachgewiesenermaßen sogar Verantwortungsgefühl lehren. Wir als ihre zweibeinigen Besitzer wiederum teilen gern Zeit, Geld und Leben mit den vier- bis achtbeinigen, gefiederten oder geschuppten Weggefährten.Doch welche Haustierarten gibt es eigentlich? Wie sollten sie behandelt und gehalten werden, um ihren Bedürfnissen so gut wie möglich gerecht zu werden? Und welche Spezifika weisen die unterschiedlichen Arten und Rassen auf?

Diese Seite stellt Haustierarten mit ihren Merkmalen, Besonderheiten und Eigenarten vor. Hinter den verschiedenen Links verbergen sich ausführliche Informationen zu den jeweiligen Haustier-Arten und -Rassen.

7 Kommentare

  1. Hallo. Ich hoffe Sie können mir helfen. Es geht um unseren Kater Tiger. Er ist ein Jahr alt. Mit ca. 8 Wochen wurde er unser geliebtes neues Familienmitglied. Bis vor etwa 1 Monat war er total lieb. Verschmust. Normal verspielt. Sauber. Dann ging es von heut auf morgen los. Tiger uriniert überall hin. Jedes Zimmer. In die Betten von uns Eltern und der Kinder. Ins Bad. Auf das Sofa usw. Und zu dem ist er aggressiv geworden. Es fängt mit einem intensiven gefährlich klingendem miauen an mit nach hinten gelegten Ohren an. Spricht man ruhig auf ihn ein dann faucht er. Geht man beiseite verfolgt er einen und springt einen an. Mit zu beißen und krallen ausfahren. Bleibt man weiter ruhig und geht um ihm Ruhe zu gewähren macht er weiter. Sagt man deutlich nein, ändert sich nichts. Verläßt man dann den Raum und kommt nach kurzer Zeit wieder hat er sich etwas beruhigt. Aber wehe man setzt sich auf das Sofa oder Stuhl oder ähnlich ruhiges. Dann springt er kurze Zeit später wieder einen an. Allerdings macht er es komischer weise nur bei mir. Bei meinem Mann nicht. Und bei den Kindern gott sei dank auch noch nicht. Meine Beine und Arme sehen schon schlimm aus und es tut auch sehr weh. Vor allem im Herzen. Weil ich den kleinen Kerl trotzdem sehr lieb habe. Was kann ich tun? Wie bekomme ich das überall hin pinkeln und das aggressive in den Griff? Bitte helfen Sie mir! Vielen Dank.

    • Hallo Ines,

      das ist wirklich eine belastende Situation für Sie und Ihre menschliche und tierische Familie. Es ist natürlich immer ein wenig schwierig aus der Ferne bei einer so starken Wesensveränderung einen sinnvollen Rat zu geben.
      Mir fallen aber drei sehr wichtige Fragen ein:

      1. Ist der Kater kastriert?
      2. Sind Sie mit dem Kater schon beim Tierarzt gewesen?
      3. Hat sich irgendetwas verändert bzw. ist etwas passiert, bevor sich sein Verhalten so geändert hat?

      Denn im Grunde genommen zeigt sein gesamtes Verhalten (die Unsauberkeit und die Aggression), dass ihn irgendetwas sehr verstört und/oder verängstigt hat. Und wenn Sie diese Ursache finden, dann können Sie auch sinnvoll etwas dagegen tun.

      Ich hoffe, dass Sie die Ursache schnell finden und Tiger wieder weniger gestresst ist und mehr zur Ruhe kommt.
      Liebe Grüße Steffi

  2. Ich finde auch, dass Haustiere das Leben enorm verschönern können. Natürlich kosten sie auch viel Geld, Zeit und Nerven, aber dafür bescheren sie uns sehr schöne Momente, an die man sich gern zurückerinnern wird. Hunde sind meine absoluten Lieblingstiere, aber auch die Terraristik fasziniert mich sehr. Obwohl „normale“ Haustiere wie Hunde, Katzen und Nager leider auch oft falsch gehalten werden, fällt es mir besonders bei Terrarientieren auf. Oftmals werden Reptilien und andere Tiere in viel zu kleinen Behausungen gesteckt und das Terrarium völlig falsch eingerichtet.

    • Hallo,
      das stimmt schon. Viele Menschen beschäftigen sich vor der Aufnahme eines Tieres in den Haushalt nicht ausreichend mit der artgerechten Haltung. Glücklicherweise gibt es ja mittlerweile im Internet eine ganze Menge Informationen zu finden, die den menschlichen und tierischen Familienmitgliedern helfen.

      Liebe Grüße von Steffi

  3. Die Studie, das Haustiere glücklich machen kann ich voll und ganz bestätigen. Ich habe das sogar 1 zu 1 an mir selbst beobachtet! Bevor ich mir vor einem Jahr einen Hund zugelegt hatte, war ich sehr oft traurig bzw. nahezu depressiv, aber seitdem ich mit meinem kleinen Labrador zusammen lebe, erfahre ich wieder viel mehr Glücksmomente! 🙂

    Sehr guter Artikel und weiter so 🙂

  4. Wir haben vor gut zwei Jahre unsere Katzev(w/10j) aus dem Tierheim geholt. Uns wurde dazumal unfairerweise nicht offen kommuniziert, weshalb die Katze so schwer vermittelbar ist, bzw. im Tierheim gelandet ist.
    Uns wurde gesagt, dass sich die Katze überhaupt nicht mit anderen Tieren oder gar Kinder vertragen würde, dazu ist es eine Hauskatze. Da mein Partner und ich an unterschiedlichen Tagen frei haben und somit häufiger zu Hause sind wie andere Personen, dachten wir, das würde klappen mit einer reinen Hauskatze.
    Da mein Partner an einer leichten Allergie leidet darf die Katze nicht ins Schlafzimmer, sonst ist jeder Raum unserer 100m2 grossen Wohnung für sie offen.
    Leider können wir unserer Katze, trotz den vielen Stunden in denen wir zu Hause sind, anscheinend nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Sobald man sich einmal nicht um sie kümmert, beginnt sie an Türen zu kratzen oder macht in die Wohnung. Auch wenn wir nur eine Kleinigkeit verändern (zbs. den Wäschekorb an einen anderen Ort hinstellen, etwas stehen lassen etc. macht sie in die Wohnung). Mein Partner und ich sind sehr geduldige Personen, die auch nie laut gegenüber der Katze werden, da dies so oder so nichts bringt. Aber wir sind langsam am Ende. Seit zwei Jahren schlafen wir sehr, sehr schlecht (sie kommt ständig an die Schlafzimmertür, kratz, hämmert dagegen und miaut lautstark), gehen nicht mehr zusammen in die Ferien und sind dauernd damit beschäftig, Urin aufzuwischen.
    Wenn wir Zeit für sie haben scheint die Katze sehr glücklich und zufrieden – aber sobald man sich nicht um sie kümmert, artet die Situation aus – zum Teil auch nur, wenn man kurz in die Waschküche geht. Mein Partner und ich sind psychisch sowie physisch am Ende und sehr erschöpft – wenn ich aber daran denke, die Katze wegzugeben werde ich wahnsinnig traurig, da ich sie trotz allem sehr mag und Angst habe, sie könnte zu jemandem kommen, der nicht so geduldig mit ihr ist oder dass sie gar nicht mehr vermittelt werden könnte aufgrund von Verhalten und Alter. Hätten Sie uns hierfür einen Rat oder Tipp?
    Ps: was noch anzumerken ist, dass die Katze, egal ob sie in der Wohnung oder im Klo uriniert, den Schwanz immer steil nach oben hält und dieser zittert – was auf markieren hinweist – aber sie geht nur so auf die Toilette.

    • Hallo,
      ich kann verstehen, dass die Situation für Euch alle (Mensch und Tier) belastend ist.
      Habt ihr Eure Katze mal gründlich beim Tierarzt durchchecken lassen? Ein so unsicheres nahezu ängstliches Verhalten kann ein Hinweis auf eine Erkrankung (Stoffwechsel-
      oder Hormonstörung? Schilddrüse?) sein oder natürlich auf sehr schlechte Erfahrungen in ihrem vorherigen Leben. Aus der Ferne ist es unmöglich zu beurteilen, ob Eure Katze unter Trennungsangst leidet oder unausgeglichen ist und inwieweit sich das Verhalten beeinflussen lässt. Denn auch Katzen können in einem gewissen Maße erzogen werden.
      Wenn gesundheitlich alles in bester Ordnung ist, könnte Euch daher sicherlich eine Tiertrainerin / Tierverhaltenstherapeutin / Tierheilpraktikerin helfen. Sie kann vor Ort die Situation begutachten und Euch auf Eure Bedürfnisse angepasste Ratschläge geben.
      Ich glaube ganz sicher, dass ihr Euer Zusammenleben verbessern könnt und die Katze nicht abgeben müsst.
      Wir drücken alle Daumen und Pfoten.
      Steffi

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