Katzen kaufen – was ist zu beachten?

Katzen kaufen – was ist zu beachten?

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Du möchtest eine Katze kaufen? Dabei handelt es sich um eine weitreichende Entscheidung, die wohlüberlegt sein darf. Du solltest dir im Vorfeld einige Gedanken machen, zu dem Alter, Geschlecht und der Rasse der Katze. Je nachdem wie du dich entscheidest, kannst du nach deinem neuen Mitbewohner im Tierheim oder bei einem Züchter suchen. Vor der Entscheidung für eine Katze gibt es jedoch noch einiges zu beachten. Was alles, kannst Du hier nachlesen.

Was du vor der Anschaffung einer Katze bedenken musst

Die Anschaffung einer Katze oder eines kleinen Kittens wird leider häufig aus einer falschen Erwartungshaltung heraus getroffen. Ja, Kätzchen sind total süß und das Leben mit einer Katze kann unglaublich schön und entspannend sein. Aber Katzen machen auch Arbeit und verursachen Kosten. Besonders, wenn du noch nie eine Katze hattest, solltest du dich genau erkundigen, was da auf dich zukommt bzw. zukommen kann. Denn es gibt schon eine hohe Zahl von Katzen, die im Tierheim gelandet sind, weil die Besitzer unterschätzt haben, was da auf sie zukam. Lass deine Katze nicht die nächste sein, sondern beachte die folgenden wichtigen Punkte.

Die Folgekosten mit einrechnen!

Die Erstanschaffungskosten einer Katze lassen sich leicht ausrechnen. Du kennst den Preis für das Tier und kannst dich bequem online nach dem nötigen Zubehör umsehen. Eine Katze braucht mindestens einen Kratzbaum, eine Katzentoilette, ein wenig Spielzeug und selbstverständlich Näpfe für Futter und Wasser.

Hier geht es direkt zur Erstaustattung für Katzen

Die Unterhaltskosten für Futter und Katzenstreu sind nicht besonders hoch, müssen aber fest eingeplant werden. Es ist durchaus möglich, eine Katze mit 40 Euro pro Monat zu versorgen. Es bleibt aber zu bedenken, dass es jederzeit vorkommen kann, dass der Katze etwas passiert und du zum Tierarzt musst. Es reicht bereits, dass sie Durchfall bekommt, weil sie ein Futter nicht verträgt. Höher sind die Kosten, wenn sie sich bei einem Sprung verschätzt und sich verletzt, in eine Scherbe tritt oder etwas Giftiges frisst. Für diesen Fall solltest du entweder ein finanzielles Polster haben oder eine Katzenversicherung, damit derartige Fälle nicht in einer Katastrophe enden.

Zusätzlich braucht ein junges Kätzchen mehrere Entwurmungen und diverse Impfungen, die regelmäßig aufgefrischt werden sollten. Soll die Katze ein Freigänger sein, ist mit noch höheren Kosten zu rechnen, da sie Impfungen gegen Krankheiten braucht, die ein Stubentiger für gewöhnlich nicht bekommt. Außerdem ist das Verletzungs- oder Vergiftungsrisiko draußen auch noch deutlich höher, als in der eigenen Wohnung.

Mögliche anfallende Erstanschaffungskosten

  • Katze aus dem Tierschutz 150 - 250 €

  • Rassekatzen 500 - 2000 €

  • Futternapf ab 5 €

  • Wassernapf ab 5 €

  • Katzentoilette ab 15 €

  • Einstreu Katzentoilette ab 8 €

  • Kratzbaum ab 35 €

  • Transportbox ab 15 €

  • Kastration Kater ab 90 €, Katzen ab 130 €

  • Chippen 30 - 50 €

  • gutes Trockenfutter ab 20 €

  • gutes Nassfutter ab 30 €

Mögliche anfallende Folgekosten

  • Einstreu Katzentoilette ab 8 € pro Sack

  • Futter 50 - 100 € pro Monat

  • Impfen 40 - 130 € im Jahr

  • Entwurmen ab 10 € pro Entwurmung (4 Mal im Jahr)

  • Trinkbrunnen ab 30 €

  • Futterautomat ab 40 €

  • Spielzeug ab 5 €

  • sonstige Tierarztkosten ab 20 €

Eine Katze verändert das Leben des Halters

Es ist nicht damit getan, sich eine Katze zu kaufen, einfach nur, weil sie süß ist und der Unterhalt des Tieres finanziell kein Problem darstellt. Der Hauptgrund dafür, dass viele Katzen schon nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden, ist, dass die Halter nicht bedacht haben, was es bedeutet, wenn ein kleines Raubtier bei ihnen wohnt.

Katzen lieben Kisten
Katzen entdecken gerne die Wohnung und können auch allerlei Unsinn anstellen.

Die Katze ist allgegenwärtig. Du musst damit rechnen, dass die Katze sich als vollwertiges Mitglied der Familie betrachtet und einen ganz eigenen Kopf hat. Es ist absolut unvermeidbar, dass überall Katzenhaare sein werden, was den Reinigungsaufwand der Wohnung und der eigenen Kleidung erhöht. Es gibt zwar durchaus Katzenrassen, wie die meisten orientalischen Katzenrassen (Siamkatze, Orientalisch Kurzhaar, Cornish Rex), die sehr wenig Unterfell haben und daher weniger haaren als andere. Dasselbe gilt auch für die Katzen mit sehr dichtem Fell wie Russisch Blau. Wie auch bei Hunden sind bei den langhaarigen Rassen (Perser, Türkisch Angora) die Haare leichter zu entfernen und es wirkt dann so, als ob sie insgesamt weniger haaren würden. Aber alle Katzen bleiben Fellnasen und Katzenhaare damit mehr oder weniger allgegenwärtig.

Die ganze Wohnung gehört zum Revier der Katze. Gerade bei reinen Wohnungskatzen ist es unabdingbar, dass sie zu jedem Raum Zutritt hat, um ihren Platz nicht weiter zu minimieren. Katzen sind unheimlich neugierig und müssen alles ganz genau auskundschaften und beobachten. Die Erziehung ist nicht so einfach wie die eines Hundes und erfordert sehr viel Geduld. Sie ist aber möglich.

Katzen haben Eigenarten

Es muss dir trotzdem vorher klar sein, dass die Katze jederzeit auf oder in Regale oder Schränke klettert. Dabei kann es passieren, dass gerne auch mal kleinere Gegenstände entführt oder heruntergeworfen werden. Wie auch bei Kindern gilt es, sich Gedanken um eine katzensichere Wohnung zu machen. Lieblingsgegenstände solltest du gerade bei kleinen Katzen lieber sicher verwahren. Das erspart dir und dem Stubentiger viel Ärger.

Frei nach dem Motto "Hunde haben Herrchen, Katzen Personal" bist du zwar nur der Dosenöffner, aber trotzdem ist das Spielen mit dir deiner Katze sehr wichtig. Sie braucht gerade als reine Wohnungskatze jeden Tag Aufmerksamkeit, sei es zum ausgiebigen Spielen oder für vehement eingeforderte Schmuseeinheiten. Auch an stressigen Tagen kannst du deine Katze nicht einfach ignorieren. Denn sobald sie anfängt, sich zu langweilen, wird sie sich eine Beschäftigung suchen. Und dabei kann durchaus etwas kaputtgehen.

Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Wohnung für die Katze sicher ist. Das bedeutet, dass du giftige Pflanzen aus der Wohnung entfernst, für Katzen giftige Lebensmittel unzugänglich und die Fenster katzensicher machst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die kleinen Tiger auch aus großen Höhen aus dem Fenster springen. Dabei können sie sich nicht nur verletzen, sondern finden vermutlich ihren Weg nicht mehr zurück. Daher solltest du die Fenster mindestens mit einem Fliegengitter versehen. Möchtest du deine Fenster regelmäßig kippen, solltest du sie mit einem Fenstergitter versehen.

Dieses verhindert, dass die Katze in das gekippte Fenster rutscht und dort stranguliert wird, wenn keiner in der Nähe ist, um sie zu retten.

Weitere Vorbereitungen einer guten Katzenhaltung

Neben der täglichen Zeit, die du für die Katze aufbringen musst, solltest du im Vorfeld nicht nur die Umgebung katzengerecht gestalten, sondern dich auch weiter mit den speziellen Eigenarten und Bedürfnissen deines neuen Mitbewohners beschäftigen.

Die Körpersprache

Es ist wichtig, die Körpersprache einer Katze zu verstehen. Katzen können sich dem Menschen schließlich nicht direkt mitteilen. Unterschiedliche Haltung von Schwanz oder Ohren haben bestimmte Bedeutungen. Mit ein bisschen Übung kannst du deiner Katze schon aus der Entfernung ansehen, was sie von dir möchte. Für den Anfang hilft unser Ratgeber "Wörterbuch für Dosenöffner". Vieles andere wirst du im Laufe der Zeit selbst lernen.

Katzen liegt auf dem Rücken und genießt Streicheleinheiten
Diese Katze genießt die Streicheleinheiten. Wenn du aufmerksam bist, wirst du durch ihre Körpersprache merken, wann sie genug hat.

Katzen sind Raubtiere, weswegen sie aus ihrer Natur heraus keinerlei Schwächen zeigen. Hat eine Katze Schmerzen, egal ob durch innerliche oder äußerliche Verletzungen, zeigt sie das selten direkt. Es hilft nur die Beobachtung. Zieht sich die Katze vermehrt zurück oder verhält sie sich bei bestimmten Bewegungen oder Berührungen anders als sonst, ist der Gang zum Tierarzt nötig, denn das Tier wird sein Leid so gut und so lange es geht unterdrücken.

Die Ernährung

Im Vorfeld solltest du dich auch mit der richtigen Ernährung beschäftigen. Der Magen eines nur wenige Wochen alten Kätzchens ist in etwa so groß wie ein Daumennagel beim Menschen. Daher braucht ein Kitten regelmäßig viele kleine Mahlzeiten. Sowohl die idealen Fütterungsintervalle, als auch die Menge und die zuzuführenden Nährstoffe ändern sich im Laufe eines Katzenlebens. Das Angebot an verschiedenen Nass- und Trockenfuttersorten ist riesengroß und es ist nicht einfach, das richtige herauszufinden. Dieser Artikel über gutes Katzenfutter gibt dir einen kleinen Anhaltspunkt, welches Futter, du relativ bedenkenlos füttern kannst. Im Zweifel hilft allerdings nur Ausprobieren. Der vierbeinige Mitbewohner wird dir sehr deutlich machen, wenn ihm etwas nicht schmeckt. Und das solltest du auch respektieren.Denn Katzen verhungern lieber, als Futter zu fressen, was ihnen nicht zusagt. Manchmal helfen kleine Tricks, manchmal nur der Wechsel des Futters. Abwechslung ist aber bei jedem Katzenfutter oberstes Gebot. Wir Menschen wollen ja auch nicht jeden Tag das Gleiche essen!

Die Wahl der Katze

Hast du alles bedacht, kannst du dich an die konkrete Entscheidungsfindung machen. Einen letzten Punkt gilt es bei seiner Entscheidung aber noch zu prüfen: denn wenn du noch nie eine Katze hattest und sonst nur wenig Kontakt mit welchen, solltest du vorher durch Katzenkontakt oder einen Allergietest beim Arzt testen, ob du eine Katzenhaarallergie hast. Nichts wäre schlimmer als sich ein niedliches Kätzchen anzuschaffen, die Wohnung herzurichten, sich in das Tier zu verlieben und es kurz darauf wieder abgeben zu müssen, weil du in seiner Gegenwart nicht mehr atmen kannst.

Hier gibt es einen ausführlichen Ratgeber, wie du die passende Katze findest.

Eine Katze oder mehrere?

Herbstzeit ist Kuschelzeit
Es gibt auch für Katzen nichts Schöneres, als gemeinsam zu kuscheln!

Im ersten Moment scheint es doppelten Aufwand und höhere Kosten zu bedeuten, wenn du mehr als eine Katze bei dir aufnimmst. Aber es sprechen eindeutig mehr Argumente für zwei (oder mehr) Katzen als dagegen! In der freien Natur gehören Katzen zwar zu den einzelgängerisch lebenden Tieren, das schließt aber den regelmäßigen Kontakt zu anderen Artgenossen nicht aus. Arbeitest du nur halbtags oder von zu Hause aus und hast viel Zeit für deinen Stubentiger oder entscheidest dich für einen reinen Freigänger, dann kannst du eine Katze auch alleine halten.

Es gibt auch für Katzen nichts Schöneres, als gemeinsam zu kuscheln!

In allen anderen Fällen und spätestens wenn du Vollzeit außer Haus arbeitest und es eine reine Wohnungskatze wird, dann solltest du unbedingt noch eine zweite Katze aufnehmen! Hat das Fellbündel einen Spielgefährten, können sich die beiden gegenseitig unterhalten und Langeweile oder Einsamkeit und deren unangenehme Auswirkungen (Unsauberkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit) treten nicht so schnell auf. Dabei solltest du beachten, dass es nicht immer einfach ist, einer Katze ein anderes Wesen in ihr Revier zu setzen. Ideal ist es, wenn du gleich zwei Kitten oder Geschwister zu dir holst. Denn wachsen sie gemeinsam auf, ist die Chance auf eine innige Katzenfreundschaft sehr groß. Im Tierheim gibt es oft auch Katzenpaare, die sich blendend verstehen. Oder du nimmst zu einer älteren Katze ein Kitten dazu. Dieses hat in der ersten Zeit Welpenschutz und nach einer Zeit gewöhnt sich die Katze dann an den neuen Mitbewohner.

Die Annahme, dass zwei Katzen doppelt so viel Arbeit machen ist dabei falsch. Ja, du hast ein Katzenklo mehr zu machen und einen Napf mehr zu füllen. Aber schließlich macht es noch mehr Arbeit, wenn du jedes Mal beim Nach-Hause-kommen die Wohnung nach Schäden überprüfen musst. Und das kann bei einer einzelnen, einsamen und gelangweilten Katze durchaus passieren. Die Unterhaltskosten für Futter und Impfungen verdoppeln sich zwar, aber dafür werden die anderen Tierarztkosten eher sinken. Und Kratzbaum und Spielzeug brauchst du auch nur einmal anzuschaffen.

Freigänger oder Stubentiger

Die Entscheidung an sich kannst nur du alleine treffen. Und neben der Wohnsituation und der Katzenrasse, ist es auch eine Einstellungssache. Es gibt auf jeden Fall sowohl Argumente für als auch gegen eine Wohnungskatze oder einen Freigänger.

Nur du weißt beispielsweise um deine Wohnsituation. Auf dem Land ist es für eine Katze mit Freigang oftmals wesentlich ungefährlicher als in der Stadt mit viel Beton, noch mehr Autos und nur wenig Platz zum Herumstreunen. Allerdings gibt es auf dem Land andere Gefahren, wie Jäger oder wild lebende Tiere. Entscheidest du dich für einen Freigänger, solltest du auch bedenken, dass es Menschen gibt, die generell keine Katzen mögen. Es ist nicht so selten, dass Katzen vergiftet werden. Die Gefahr, dass dein Liebling irgendwann nicht mehr nach Hause kommt, ist da und sollte dir bewusst sein.

Eine Europäisch Kurzhaar im Freigang
Freigänger, Wohnungskatze oder doch katzensicherer Garten? Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab.

Auf der anderen Seite sind Katzen domestizierte Raubtiere. Entscheidest du dich für eine Wohnungskatze, musst du dir bewusst machen, dass du ihr natürliches Verhalten einschränkst. Dem solltest du durch Kreativität und viel Aufmerksamkeit entgegenwirken. Katzen langweilen sich schnell und werden gerne melancholisch oder aggressiv, wenn sie jeden Tag stundenlang alleine sind. Das kann so weit gehen, dass die Katze krank oder unrein wird und aus Protest ihre Notdurft überall verrichtet, nur nicht auf dem Katzenklo. Dem kannst du mit einer zweiten Katze und ausreichender und sinnvoller Beschäftigung entgegenwirken. Dabei gehen die Beschäftigungsmöglichkeiten für Katzen weit über Mäuschen oder Bänder hinaus.

Ja, viele Wohnungen sind kleiner als das natürliche Revier einer frei herumstreunenden Katze, aber du kannst den kleinen Stubentigern mit einfachen Mitteln mehrere Ebenen erschließen. Große Kratzbäume, Bretter, die auf Schränke und Regale führen, ermöglichen sozusagen eine dreidimensionale Bewegung im Raum. Auch Plätze auf der Fensterbank oder dem Balkon sind gern genommene Abwechslungsmöglichkeiten. Du kannst deinen Balkon für deine Katze toll gestalten. Beides sollte nur katzensicher sein (Kippschutz und Fliegengitter im Fenster, Katzennetz oder Ähnliches auf dem Balkon), damit deine Fellnase nicht in einem unachtsamen Moment verunfallt.

Und wer sagt, dass es immer eine Entweder-oder-Entscheidung sein muss? Es gibt tolle Möglichkeiten, den eigenen Garten katzensicher zu gestalten. Dann kann sich die Samtpfote frischen Wind um die Nase wehen lassen und das eine oder andere Insekt fangen, ist aber vor der Gefahr, vom Auto überfahren oder durch Unmenschen verletzt oder getötet zu werden, sicher. Hier findest du einen ersten Anhaltspunkt, was damit gemeint ist: Katzensicherer Garten.

Katze oder Kater

Ob es ein Männlein oder ein Weiblein werden soll, ist die nächste Frage. Generell gelten die meisten Katzen als pflegeleichter als unkastrierte Kater. Männchen sind vorwiegend in der Wachstumsphase oft wilder und verspielter. Nach der Kastration werden aber sowohl Katzen als auch Kater meistens entspannter und verschmuster. Es gibt nicht zu Unrecht den Begriff des Schmusekaters. Auch gelten Kater als etwas charakterstärker und eigensinniger als Katzen, aber das kann nicht pauschalisiert werden. Denn Katzendamen können auch gerade untereinander sehr zickig reagieren.

Die Wahl zwischen Rassekatzen und Mischling

Zunächst musst du dich zwischen diesen Möglichkeiten entscheiden. Rassekatzen sind Katzen einer bestimmten Rasse mit charakteristischem Aussehen und einem möglichst reinen Stammbaum. Diese gelten als berechenbarer, denn ähnlich wie bei Hunden gibt es bestimmte Grundcharakteristika nach der die einzelnen Katzenrassen gezüchtet werden. Insofern kannst du dir schon eine ruhigere Rasse wie die Birma oder Kartäuser aussuchen und solltest Norwegische Waldkatzen meiden, wenn du weißt, dass es eine reine Wohnungskatze wird. Rassekatzen sind allerdings meistens kostenintensiv und teilweise so überzüchtet, dass sie häufiger gesundheitliche Probleme bekommen als Mischlinge. Außerdem ist eine Rassekatze kein Garant für bestimmte Charaktereigenschaften. Du solltest also auf keinen Fall enttäuscht sein, wenn du statt einem lebhaften, unternehmungslustigen Norwegischen Waldkater einen absoluten Couchhocker und Schmusekater bekommst.

Maine Coon Kitten in verschiedenen Farben sitzen vor einem blauen Hintergrund
Rassekatzen gibt es viele, wie diese Maine Coon Kitten.

Bei den meisten Hauskatzen handelt es sich um Mischlinge, wo die Eltern nicht beide derselben Katzenrasse angehören. Ihnen wird nachgesagt, dass sich ihr Verhalten weniger vorhersagen lässt, selbst wenn die Eltern der Kitten bekannt sind. Das schließt aber nicht aus, dass es auch unter den gewöhnlichen Hauskatzen ruhige, verschmuste oder freiheitsliebende Tiere gibt. Außerdem sind sie meist gesundheitlich solider und werden älter als die Rassekatzen. Es gibt auch bei den Hauskatzen wunderschöne Exemplare. Durch die freie Kombination der Gene entwickeln sich manchmal außergewöhnliche Farbmuster etc., was sie einzigartiger macht als eine durchschnittliche Rassekatze.

Dabei bedeutet es nicht automatisch, dass du Rassekatzen nur vom Züchter und Mischlinge aus dem Tierheim bekommst. Es gibt auch in den Tierheimen eine Menge Rassekatzen, die auf ein neues Zuhause warten. Die haben dann sicherlich keinen ausgewiesenen Stammbaum, aber wer außer einem Züchter braucht den schon?

Kitten oder ausgewachsene Katze

Beide Alternativen haben verschiedene Vor- und Nachteile:

Ausgewachsene Katze

Häufig wird für ausgewachsene Katzen ein neues Zuhause gesucht, da entweder der Halter eine Allergie bekommen hat, sich nicht mehr um das Tier kümmern kann, oder es aus einem anderen Grund abgeben muss. In so einem Fall kannst du die Katze davor beschützen, ausgesetzt oder in ein Heim gegeben zu werden. Im Tierheim hast du zudem die Möglichkeit, bei vorherigen Besuchen das Tier kennenzulernen. Oder von deinem zukünftigen Mitbewohner ausgesucht zu werden. Denn die Katze muss auch das neue Herrchen oder Frauchen mögen. Ausgewachsene Katzen aus dem Tierheim können unter Umständen Marotten entwickelt haben, die du ihnen nur schwer wieder abtrainieren kannst. Dafür sind diese Katzen nach dem ersten Eingewöhnen oftmals sehr anhänglich und dankbar für das neue Zuhause.

Kitten

Kleine Kätzchen machen am Anfang mehr Arbeit als ausgewachsene Katzen. Sie sind zwar unglaublich niedlich anzusehen, brauchen aber mehr Pflege und Zuwendungen, da sie ähnlich wie Kinder alles wissen und ausprobieren müssen. Und du musst sie in der Regel erst stubenrein bekommen. Außerdem musst du damit rechnen, dass du häufiger zum Tierarzt musst, weil sich das Kätzchen verletzt hat oder Durchfall oder Magenkrämpfe bekommt. Dafür sind kleine Katzen anfälliger als erwachsene. Auch Entwurmungen und Impfungen müssen durchgeführt werden, was zusätzlich ins Geld gehen kann. Dafür lassen sich Kitten im Gegensatz zu ausgewachsenen Katzen einfacher erziehen. Mit der nötigen Geduld kannst du dem Kitten Verhaltensmuster abgewöhnen, die sich sonst vielleicht schon manifestiert haben, wie das Kratzen an Möbeln oder das Benutzen der Krallen beim Spielen.

Rotgetigerte Katzenmutter mit Kitten , das nach ihr tappst
Sowohl die Entscheidung für eine erwachsene Katze als auch für ein Kätzchen bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Was allgemein beachtet werden sollte

Die Herkunft der Katze, egal ob es sich um eine reinrassige oder einen Mischling handelt, ist durchaus wichtig. Du solltest nur Katzen kaufen, die nachweislich gesund und geimpft sind. Entwurmungen und Impfungen lassen sich durch Rechnungen des Tierarztes und den Impfpass der Katze belegen.

Auch solltest du die Katze beim bisherigen Besitzer abholen, um zu sehen, unter welchen Bedingungen das Tier aufgewachsen ist. Denn auch der Zustand des früheren Umfelds lässt Rückschlüsse darauf zu, ob das Tier wirklich gesund oder vermutlich doch krank oder verhaltensauffällig sein könnte. Wenn es irgendwie möglich ist, solltest du dir auch die Katzeneltern ansehen. Sehen diese gepflegt und gesund aus, ist das auch ein Anzeichen dafür, dass sie sich bis dahin gut um den Nachwuchs gekümmert haben. Wenn du irgendwelche Zweifel daran hast, dass die Katze bisher gut versorgt worden ist, dann nimm Abstand davon, sie mitzunehmen. Katzen aus schlechten Verhältnissen verursachen nicht nur dir in der Regel höhere Kosten. Es ist auch so, dass je mehr Menschen aus Mitleid solche Kitten oder Katzen bei sich aufnehmen, desto häufiger werden diese Menschen Katzennachwuchs erzeugen, um noch mehr Geld zu verdienen. Du hilfst den armen Katzen dieser Welt also mehr, wenn du solche Vermehrer beim Tierschutz anzeigst und selber Katzen aus guten Verhältnissen oder Tierheimen aufnimmst.

Ein Kitten darf nicht zu früh von der Mutter getrennt werden. Am Anfang ist es absolut hilflos und auf die Mutter angewiesen. Diese bringt ihr nach dem Säugen das selbstständige Fressen bei und sorgt in der Regel dafür, dass der Nachwuchs schon weiß, wie man ein Katzenklo benutzt. Das aller früheste Abgabealter einer kleinen Katze beträgt 10 Wochen. Viel besser ist ein Alter von 12 Wochen oder älter. Denn da ist der Nachwuchs ausreichend sozialisiert und beginnt richtig selbstständig zu werden. Erst dann kann er von seiner Familie und dem vertrauten Revier in eine neue Umgebung gebracht werden.

Wurde ein Kitten zu früh von der Mutter getrennt, gibt es noch die Möglichkeit der Flaschenaufzucht. Wie das geht, erfährst du hier: Aufzucht von Katzenbabys ohne Mutter - Flaschenaufzucht von Katzenwaisen

2 spielende Kitten Türkischer Angorakatzen
Kleine Kitten wie diese beiden gehören zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Du solltest sie erst mit 12 Wochen zu dir holen.

Erstausstattung für den neuen felligen Mitbewohner

Die Katze wird sich in ihrem neuen Heim erst einmal umsehen. Wie Du dabei am besten vorgehst, haben wir Dir weiter unten beschrieben. Damit sie sich wohlfühlt, sollten ihr unterschiedliche Schlafplätze angeboten und auch Rückzugsorte geschaffen werden.

Im Folgenden haben wir dir aufgelistet, was du unbedingt als Erstausstattung für deine Katze brauchst:

Transportbox

Um dein neues tierisches Familienmitglied nach Hause zu transportieren, brauchst du als allererstes eine Katzentransportbox. Diese kannst (und solltest) du anfangs als Rückzugsmöglichkeit für deinen neuen Stubentiger stehen lassen. Falls du eine Stelle in deiner Wohnung hast, in der die Transportbox nicht stört, kannst du sie auch grundsätzlich als Schlafstelle mit anbieten. Das erhöht die Akzeptanz für kommende Arztbesuche ;-) Was bei einer Transportbox wichtig ist und worauf du beim Kauf achten solltest, kannst du hier nachlesen: Kaufratgeber: Transportboxen für Katzen – sicher ans Ziel kommen

Katzenklo und Zubehör

Du solltest mindestens ein Katzenklo besitzen. Besser ist es eins mehr als die Anzahl der Katzen aufzustellen (also bei zwei Katzen drei Katzenklos). Es gibt sie ohne Deckel oder mit, in länglich oder als Ecktoilette, in verschiedenen Farben, in Schlicht oder Stylisch.

Zu den Katzenklos gehört auch das notwendige Zubehör: eine Katzenstreuschaufel, Vorlegematte und Katzenstreu. Letzteres gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Klumpstreu eignet sich gut zum Reinigen und wird im Allgemeinen auch von den Katzen gut angenommen. Hat man eine empfindliche Katze, lohnt es sich verschiedene Streuarten auszuprobieren oder nach Möglichkeit das Streu zu benutzen, das auch der Vorbesitzer benutzt hat. Weitere Informationen zu Katzentoiletten und Katzenstreu findest du in unserem Artikel zu unsauberen Katzen.

Futter- und Wassernäpfe

Neben einer ersten Auswahl an Katzenfutter darfst du den Futter- und Wassernapf nicht vergessen. Hier ist die Auswahl ebenfalls groß: Von schlicht bis stylish in Keramik oder Metall ist für jeden etwas dabei. Beim Futter lohnt es sich zu schauen, was die Katze schon gewöhnt ist und ihr verschiedene Futtersorten anzubieten, bis das Lieblingsfutter gefunden wurde. Manche Katze trinkt nicht gerne aus einem Wassernapf, sondern lieber aus bewegtem Wasser. Möchtest du nicht immer den Wasserhahn laufen lassen, kannst du einen Zimmerbrunnen ausprobieren. Und für die verfressenen Katzentiere gibt es auch programmierbare Futterautomaten, die zu bestimmten Zeiten immer nur eine begrenzte Menge an Futter freigeben.

Kratzbaum und Schlafgelegenheiten

Auch wenn deine Katze die ersten Tage vielleicht noch keinen Gebrauch davon macht, solltest du schon alles da haben, damit sie sich auch gleich an den Geruch gewöhnen kann. Das erhöht die Chance, dass sowohl der Kratzbaum als auch die Schlafgelegenheit genutzt wird. Von den Kratzbäumen gibt es unzählige Varianten in verschiedenen Farben, Höhen und Materialien. Bei allen solltest du darauf achten, dass sie stabil stehen. Oft haben sie auch schon Höhlen oder Kuhlen, in denen die Katzen schlafen können. Dennoch wird dein vierbeiniger Freund mit der Zeit wahrscheinlich da am liebsten liegen, wo du gerade selber liegst.

Spielzeug

Nach Fressen und Kuscheln ist Spielen für die meisten Katzen die drittliebste Beschäftigung. Gerade junge Katzen oder Einzelgänger brauchen regelmäßige Abwechslung. Das Angebot reicht von einfachen Bällchen oder Mäusen, über Katzenangeln bis hin zu Spielsystemen. Auch hier ist Ausprobieren und Austauschen gefragt.

Sehr beliebt bei allen Katzen sind auch Laserpointer. Beim Spielen damit musst du nur aufpassen, dass du deiner Katze nicht direkt in die Augen leuchtest, denn das schadet ihr genauso wie dir selber.

Insbesondere beim Spielen und Kuscheln mit deinem neuen Mitbewohner wirst du mit der Zeit feststellen, dass eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Aus den einfachsten Dingen wird sich deine Katze das aufregendste Spielzeug basteln. Und dir wird es Spaß machen, dir immer neue Dinge einfallen zu lassen und deine Zeit mit dem Fellknäuel zu genießen!

Eingewöhnung des neuen Mitbewohners

Nun hast du dir eine Katze ausgesucht, ihre Erstausstattung besorgt, da kann das neue tierische Familienmitglied einziehen.

Egal, wo du sie abholst, es ist erst einmal eine große Umstellung für den Stubentiger. Je nach Charakter können Katzen das mehr oder weniger gut verkraften. Die wenigsten Katzen werden diese Veränderung begeistert begrüßen.

Erste Schritte im neuen Zuhause

Ob deine Katze nun mutig oder eher ängstlich ist, weißt du in der Regel am Anfang noch nicht. Daher geh einfach Schritt für Schritt vor: Wenn ihr Zuhause ankommt, stell die Transportbox als Erstes in das Zimmer, in dem auch das Katzenklo steht. Schließe die Zimmertür und öffne dann erst die Tür der Transportbox. Dann lass deinem neuen Mitbewohner genug Zeit, um von selber aus der Box herauszukommen. Erst wenn deine Katze nicht mehr mit eingeklemmtem Schwanz durch den Raum kriecht, kannst du sie das nächste Zimmer erkunden lassen. Hier gehst du genauso behutsam vor.

Kater hockt unterm Bett
Katzen sollten langsam an das neue Zuhause gewöhnt werden.

Gerade den älteren und anfangs schüchternen und ängstlichen Katzen solltest du Zeit und Ruhe gönnen, damit sie sich alleine eingewöhnen können. Für so eine Katze, mit ihren viel empfindlicheren Sinnen, sind die neuen Gerüche und Geräusche schlicht überwältigend.

Das bedeutet auch, dass du deinen Kindern, Freunden und Verwandten klarmachen solltest, dass sich der neue Mitbewohner erst eingewöhnen muss, bevor sie ihn bewundern und mit ihm spielen können. Das kann für alle ein Geduldsspiel bedeuten, ist aber zum Wohl des Stubentigers. Schließlich möchtest du verhindern, dass es zu traumatischen Begebenheiten kommt, die vielleicht eine Unsauberkeit hervorrufen.

Und keine Sorge, wenn sich der Neuling erst einmal ein paar Tage verkriecht und nicht fressen will. Es ist normal, dass die Gewöhnung an die neue Umgebung eine Weile dauern kann. Versuch es dem neuen Mitbewohner so gemütlich wie möglich zu machen. Meistens fressen die sensibleren unter den Stubentigern nachts, wenn alles ruhig ist.

Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder

Genauso langsam, wie die Eingewöhnung im neuen Zuhause, sollte die Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder vonstattengehen. Bei einem Mehrkatzenhaushalt solltest du sicherstellen, dass von allem jeweils eins mehr als die Anzahl der Katzen vorhanden ist, um Ressourcenverteidigung zu vermeiden. Das bedeutet bei zwei Katzen drei Katzenklos, drei Schlafplätze und mindestens zwei Trink- und Fressnäpfe.

Anfangs sollte die schon im Haushalt lebende Katze nicht in das Zimmer gelassen werden, in dem sich die neue Katze gerade eingewöhnt. Idealerweise steht dort ein neues Katzenklo und Bettchen für die neue Katze und eine Decke. Die Decke kann dann nach 1-2 Tagen mit der Decke der "alten" Katze ausgetauscht werden, sodass sich die beiden an den Geruch der anderen Katze gewöhnen können. Wenn es machbar ist, sollten sich die beiden erst nur hören, dann hören und sehen und erst dann auch berühren können. Immer unter dem Aspekt, dass sie sich jederzeit aus dem Weg gehen können, wenn es ihnen zu viel wird.

Eine Katze sitzt im Haus auf einem Kissen, ein Hund steht vor der Glastür. Beide sehen angespannt aus
Damit die Zusammenführung von Hund und Katze problemlos verläuft, ist Geduld und Umsicht gefragt

Auch an Hunde oder andere tierische Familienmitglieder sollte die neue Katze langsam gewöhnt werden. Schließlich müssen jetzt alle miteinander auskommen, ob sie es wollen oder nicht. Daher ist es Aufgabe von uns Dosenöffnern das Aufeinandertreffen so entspannt wie möglich zu gestalten.

Ab nach draußen - aber wann?

Wenn du dich dafür entschieden hast, dass deine Katze ein Freigänger werden soll, musst du sie langsam daran gewöhnen. Denn wenn du einfach gleich die Terrassentür öffnest, ist die Gefahr groß, dass deine Katze verschwindet und nicht wieder zurückkommt.

Um das zu vermeiden, solltest du frühestens nach 6 Wochen langsam anfangen das Revier deiner Katze auch um den Außenbereich zu erweitern. Der Zeitpunkt hängt davon ab, wann deine Katze sich wirklich frei von Angst in der Wohnung/dem Haus bewegt. Dabei gehst du am Anfang nur für kurze Zeit und gemeinsam mit der Katze nach draußen. Nach und nach kannst du dann die Zeit ausweiten. Ideal ist es, wenn du deiner Katze von Anfang an beibringst, dass sie auf ein bestimmtes Signal wieder hineinkommt. So kannst du sicher sein, dass sie kommt, wenn du sie einmal hereinrufen musst.

Planst du, dir eine Mieze anzuschaffen?

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Bild: (c) Cherry-Merry - Fotolia.com

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132 Kommentare

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  1. SteffiRedaktion
    Hallo, es freut mich, dass Sie sich so viele Gedanken machen BEVOR sie Katzen bei sich aufnehmen. Das ist schon mal ein sehr guter Anfang! Bei einer reinen Wohnungskatze und Vollzeitarbeit ist es tatsächlich für alle Beteiligten einfacher, wenn Sie gleich von Anfang an zwei Kätzchen ein neues Zuhause geben. Dann wird den beiden nicht so schnell langweilig, wenn sie alleine zu Hause sind. Wenn Sie beachten, dass - wie auch bei kleinen Kindern, wenn sie unbeaufsichtigt sind - Sie alles, was kaputt gehen könnte gut wegräumen und die Kleinen genügend zu fressen, Wasser und Zugang zum Katzenklo haben sowie einen (tollen) Kratzbaum und vielleicht etwas anderes zum Spielen, dann sollte es kein Problem sein, sie nach der Eingewöhnungsphase den Tag über alleine zu lassen. Ihre 2. Frage kann durchaus zu einem Problem werden, wenn Sie nicht das eine oder andere beachten: 1. Katzen sind Gewohnheitstiere und passen sich sehr gut an den Rhythmus ihres Dosenöffners an. Allerdings versuchen Sie natürlich immer mal ihren eigenen Rhythmus durchzusetzen ;-) Sonst wären es ja keine Katzen... Das heißt, wenn ihre Kätzchen sie anfangs nachts wach machen, dürfen Sie diesem niemals nie nicht nachgeben! Wenn Sie auch nur einmal nachts aufstehen, weil ihre Stubentiger maunzen, übers Bett springen oder sie zur Beruhigung streicheln oder was auch immer, dann haben Sie tatsächlich verloren. Denn das merkt sich Miezi für immer und ewig! Also so sehr sie vielleicht auch am Anfang maunzen und es Ihnen das Herz zerreisst: sein sie konsequent! Ich persönlich habe nichts gegen Katzen im Bett (es gibt nichts entspannenderes!), aber ich habe immer versucht sie an meinen Tag- und Nachtrhythmus zu gewöhnen (was zwischendurch durch Schichtdienst nicht ganz einfach war) und sie, wenn sie zu früh wach waren aus dem Schlafzimmer verbannt. Dann haben sie oftmals eine Weile vor der Tür gemaunzt, sind dann aber irgendwann schlafen gegangen. 2. Sorgen Sie dafür, dass ihre Kätzchen auch nachts schlafen wollen. Damit meine ich beschäftigen Sie sich abends ausgiebig mit ihnen. Spielen Sie sie müde, machen Sie Klickertraining, nutzen Sie Intelligenzspielzeug, aber sorgen Sie dafür, dass gerade wenn sie noch jung sind, die Stubentiger sich austoben können. Vielleicht können Sie Ihren Garten ja auch Katzensicher machen und ein abendliches Raus-geh-Ritual schaffen. Alles was die Sinne Ihrer Katzen stimuliert, sorgt danach dafür, dass sie müde sind und schlafen wollen. 3. Schaffen Sie eine "Zu-Bett-geh-Routine". Es ist tatsächlich auch und gerade bei kleinen Katzen ein bisschen wie bei Kindern: sie brauchen eine feste Routine. Also planen Sie sich nach der Zeit zum Spielen eine Kuschelzeit ein und füttern Sie noch einmal bevor Sie ins Bett gehen. Wenn Sie vor dem Zu-Bett-gehen noch einmal Futter, Wasser und das Katzenklo überprüfen, dann können Sie nachts sicher sein, dass es nicht das ist, was das Kätzchen geweckt hat oder braucht. Und gerade junge Katzen bis ein Jahr haben ständig Hunger und dürfen sich auch immer satt essen. Also so lange können Sie auch gerne über Nacht Futter stehen lassen. Ich hoffe sehr, dass Sie das jetzt nicht zu sehr abgeschreckt sondern eher beruhigt hat. Ich hatte bis auf die Umstellungsphasen nach meinem Schichtdienst und gegen Ende, als meine Schmusetiger krank waren, sehr selten Nächte, in denen mir durch die Katzen der Schlaf geraubt wurde. Und die wenigen wurden durch die vielen schönen Momente mehr als wett gemacht! Wagen Sie es ruhig. Sie werden es nicht bereuen und danach ein Leben ohne Katzen sinnlos finden ;-)
  2. Diana
    Hallo, wir, das sind mein Mann, ich und unsere 5 1/2-jährige Tochter spielen schon länger mit dem Gedanken, bei uns eine Katze aufzunehmen. Wir haben ein Haus mit Garten, aber eine sehr befahrene Straße vor der Tür. Deshalb tendieren wir eher zu einer Wohnungskatze. Da mein Mann und ich beide Vollzeit arbeiten, können wir uns vorstellen, auch 2 Katzen aufzunehmen. Mein Mann möchte gern möglichst noch junge Katzen, um auch noch ein paar Erziehungsmöglichkeiten zu haben. Mich beschäftigen nach langem Lesen nun noch besonders folgende 2 Fragen: 1. Kann man junge Katzen, wenn sie zu zweit sind, denn schon so lange alleine lassen? Wir würden natürlich die ersten 2 bis 3 Wochen frei nehmen, um die Kleinen einzugewöhnen. Aber danach müssen wir nun mal wieder arbeiten. Und wir haben auch keine Familie um die Ecke, die tagsüber regelmäßig bei uns vorbeischauen könnte. 2. Ich habe auch sehr viel darüber gelesen, dass Katzen ja nachtaktiv sind und dass das vielen Katzenbesitzern den Schlaf raubt. Offen gestanden mache ich mir nun etwas Sorgen, dass wir dann als Katzenbesitzer ständig zwischen 4 und 5 Uhr aufgeweckt werden. Können Sie zu diesem Thema etwas sagen?
  3. SteffiRedaktion
    Hallo Charlotte, Glückwunsch zum Entschluss mit einer Katze leben zu wollen! Nun zu Deinen Fragen: Warum ist denn Dein Partner gegen einen Zweitkater? Im Grunde genommen könnten Dir damit nämlich viele Deiner Ängste genommen werden: eurem neuen Stubentiger wäre nicht so schnell langweilig, er würde sich nicht einsam fühlen und hätte immer jemanden zum Kuscheln. Zwei Kater bedeuten eigentlich immer weniger Stress für die Dosenöffner. Das einzige was sich verdoppelt sind die Anzahl der Katzenklos und des Futters. Aber wenn Du dafür einen ausgeglicheneren Schmusetiger bekommst, dann ist es das wert. Vielleicht kannst Du Deinen Partner ja noch überzeugen. Abgesehen davon denke ich nicht, dass Du Dir große Sorgen machen musst. Katzen mögen zwar ab und an auch gerne etwas Action, sind aber eigentlich die überwiegende Zeit des Tages mit Schlafen beschäftigt. Am Anfang wird es vielleicht etwas ungewohnt für ihn sein, aber mit der Zeit wird er sich an euren Rhythmus anpassen und schlafen, wenn ihr weg seid und seine Wachphasen haben, wenn ihr da seid. Wichtig ist, gerade wenn er der einzige Kater bleiben wird, dass ihr ihn ausreichend beschäftigt. Also regelmäßige und ausdauernde Spielzeiten einrichten, vielleicht sogar mit Klickertraining anfangen, wenn er so ein schlaues Kerlchen ist. Für die Zeiten, wenn ihr unterwegs seid, könntet ihr ihm ein Spiel- oder Activitiy-Brett kaufen. Die gibt es zum Beispiel von Trixie: [apn typ="template" template="tpl-2s" asin="B001O8L2UO" tag="htm-kommentar-21" tpl-infobox="1" tpl-stars="1" false=""] Dort kannst Du verschieden Leckerchen oder Trockenfutter einfüllen und er kann sich damit beschäftigen sie rauszuholen. Du kannst auch Futter oder Leckerlies in der Wohnung verstecken, dann kann er sich auch damit beschäftigen. Sei einfach ein bisschen kreativ. Dann wird das für euch alle toll werden! Gegen Langeweile helfen auch Schlaf- oder Liegeplätze mit Aussicht also zum Beispiel auf der Fensterbank, so dass er beobachten kann, was draußen so passiert. Bei Deinen Wohnungspflanzen musst Du unbedingt vorher abklären, welche davon für Katzen giftig sind. Auch wenn viele Katzen gar nicht an die Pflanzen gehen, kannst Du nie sicher sein. Und wer will schon seine Katze vergiften. Um zu verhindern, dass er überhaupt an die Pflanzen geht, solltest Du ihm immer frisches Katzengras hinstellen. Unsere haben immer nur an den Drachenbäumen geknabbert, wenn sie kein Katzengras hatten. Und sie mochten auch nur ein ganz bestimmtes Katzengras. Aber das musst Du einfach ausprobieren, denn da ist jede Katze anders. Ich wünsche euch ganz viel Spaß miteinander! Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich einfach noch einmal :-) Liebe Grüße Steffi
  4. Charlotte
    Hallo Steffi, Ich hoffe du kannst mich beraten. Mein Freund und ich würden gern einen Stubenkater adoptieren. Wir wohnen in der Großstadt, haben eine Wohnung mit etwa 90 qm aber leider ohne Balkon. wir arbeiten beide. Ich muss 2-3 Tage die Woche pendeln, und bin in der Zeit nicht Zuhause. Mein Freund schreibt gerade seine Diplomarbeit, arbeitet 3 Tage die Woche Vollzeit. Ansonsten sind wir aber häufig und gern Zuhause. Nun haben wir das Angebot bekommen einen 1 1/2 jährigen Kater zu übernehmen. Er kommt aus einer Familie mit zwei Kleinkindern und muss abgegeben werden, weil es für den Kater einfach zu stressig ist mit den Kleinen. Er ist ein reiner Wohnungskater und kastriert. Ich habe aber natürlich schon Bendenken ob es ihm bei uns auch wirklich gefällt. Meine größte Sorge ist dass er einsam sein könnte, weil er aus seiner alten Familie gewöhnt ist, das ständig Menschen um ihn herum toben. Auf der anderen Seite ist mein Partner erstmal gegen eine Zweitkatze. Ich habe den Kater schon einmal kennen lernen können, er wirkt sehr schlau und aufgeweckt und hat mich ganz offen empfangen an mir geschnuppert und sich streicheln lassen. Ich will dass er sich bei uns rundum wohlfühlt. Muss ich mir da Sorgen machen? Und gibt es Tricks dem Kater die Langeweile während der Abwesenheit zu vertreiben? Ach und gibt es ein bewährtes Mittel um den Kater davon abzuhalten unsere Pflanzen aufzufressen? Lieben Dank Charlotte
  5. SteffiRedaktion
    Hallo Anna, seid ihr mit eurem Katerchen schon beim Tierarzt gewesen? Bei tagelangem Durchfall liegt der Verdacht nahe, dass er krank ist! Das solltet ihr auf jeden Fall abklären. Der kann euch dann auch sagen, ob das Katerchen vielleicht irgendeine Allergie hat und welches Futter das richtige für ihn ist. Oder ob der Durchfall nur durch die Umstellung auf eine neues Zuhause und Futter verursacht wurde. Also mein Tipp: Ab zum Tierarzt! Ich drücke die Daumen, dass es eurem Katerchen schnell besser geht. Steffi
  6. anna
    Hallo Ich bin schon am verzweifeln . Deshalb wende ich mich an sie. Mein Katerchen , den wir seid kurzem haben , ist ein echtes sorgen kind . Seid wir ihn haben hat er durchfall ivh glaub bei den besitzern hate er festen kot . Als wir gesehen haben das unser simba durch fall wir schnell gehandelt uns neues futter angeschafft.Dies war wiskas junior Futter. Seine kot war immernoch nicht hard .Wir haben wieder etwas neues probiert, doch dieses mal war sein kot hell und wei Ch und es stak säuerlich und fürchterlich. Was soll ich tun is es wegen der futteranderung oder hat er einen empfindlichen Magen? Noch dazu kommt dass um seinen after die flüssige kake ist.Immer wenn er er aus der Toilette kommt wird alles schmutzig wenn er sich hinsetz deshalb mussen wir dein arsch putzen .Doch so kann das nicht weiter gehen ! Bitte helfen sie uns .Soll ich es wieder mit dem wishkas junior futter wieder versuchen ?
  7. SteffiRedaktion
    Hallo, ich hoffe, ihr habt die Feiertage mit eurem neuen Familienmitglied gut überstanden! Bei einem Kitten sollte es eigentlich wenig Probleme mit dem Hund geben. Das Katerchen genießt noch Welpenschutz und fängt so von klein auf an "hündisch" zu lernen. Ihr solltet nur gerade in der ersten Zeit etwas aufmerksam sein, dass es eurem Hund nicht zu viel wird mit so einem kleinen Energiebündel. Gerade falls es schon ein älterer Hund ist, dann könnte ein junger und damit quicklebendiger Kater schon etwas anstrengend für ihn werden. Gönnt dem Hund dann zwischendurch auch mal eine katerfreie Zeit, indem ihr lange Spaziergänge unternehmt oder das Katerchen in einem anderen Raum beschäftigt! Krallenspuren in der Ledercouch werden grundsätzlich schwer zu verhindern sein, da das Katerchen nun einmal Krallen hat, de beim Herauf- oder Herumspringen auf der Couch zum Einsatz kommen. Das Schärfen und Wetzen der Krallen an der Couch ist dabei ein anderes Thema. Das verhindert ihr durch genügend andere und attraktivere Kratzmöglichkeiten. Hier findest Du dazu einen ausführlichen Artikel: Kratzbäume. Solltest Du dann noch Fragen haben, immer gerne her damit! Einen guten Jahreswechsel mit dem neuen Familienmitglied wünscht Steffi
  8. Bina
    Hallo morgen zieht unser 12 Wochen alter Kater ein, wir besitzen schon ein kleinen Hund deswegen wollte ich wissen wie man die am besten aneinander gewöhnt da die Körpersprache ja sehr unterschiedlich ist... mein mann hat angst das der Kater sich an unserer teils leder couch zu schaffen macht also kratzt, wie kann man das am besten von vorderrein verhindern ? Lg :)
  9. SteffiRedaktion
    Hallo Lucie, schön, dass Sie einem herrenlosen Kater ein neues Zuhause gebt! Ich denke, dass wird für alle ein Gewinn werden! Haben Sie unseren Beitrag mit Tipps bei unsauberen Katzen schon gelesen? Diesen finden sie hier. Dort finden Sie auch einige Ratschläge für Ihre Situation. Gerade wenn der Kater vielleicht eine Weile im Freien gelebt hat, dann kann es durchaus sein, dass er sich erst wieder daran gewöhnen muss, ein Katzenklo zu benutzen. Haben Sie Geduld mit ihm und versuchen Sie unsere Tipps (beispielsweise mehr Katzenklos, Alufolie oder Zitronenduft auf die Stelle, an der er gepinkelt hat), dann werden Sie gewiss zu einem harmonischen Miteinander finden. Sollten noch Fragen auftreten, können Sie sie gerne stellen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein besinnliches Weihnachtsfest mit Ihrem vierbeinigen Familienmitglied!
  10. Lucie
    Hallo, vor ca. drei Wochen ist uns ein Kater zugelaufen. Zuerst hat er immer vor unserer Haustür geschlafen, ist aber weggelaufen, wenn wir gegangen oder gekommen sind. Nach einer Woche ist er sitzen geblieben und hat miaut. Niemand in der Umgebung vermisst eine Katze, oder hat eine Suchanzeige aufgegeben. Nach einem Besuch beim Tierarzt und einer Gabe Floh- und Wurm-frei geben wir ihr nun zu fressen und sie darf, wenn wir zu Hause sind, mit ins Haus. Gestern aber, setzte sie sich auf den Teppich und pullerte auf ihn. Dabei schaute sie uns mit großen Augen an. Wir haben sie sofort nach draußen geschickt und sind jetzt ein wenig ratlos, wie wir ihr das abgewöhnen können. Laut Tierarzt ist die Katze männlich, kastriert, zwischen 4 und 8 Jahren alt. Sie hat ein sehr, sehr dichtes Unterfell und ist ein wenig mager. Haben Sie vielleicht einen Tipp für uns, was wir machen können oder wie wir uns verhalten sollen. Vielen Dank