Katzen kaufen – was ist zu beachten?

Katzen kaufen – was ist zu beachten?

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Du möchtest eine Katze kaufen? Dabei handelt es sich um eine weitreichende Entscheidung, die wohlüberlegt sein darf. Du solltest dir im Vorfeld einige Gedanken machen, zu dem Alter, Geschlecht und der Rasse der Katze. Je nachdem wie du dich entscheidest, kannst du nach deinem neuen Mitbewohner im Tierheim oder bei einem Züchter suchen. Vor der Entscheidung für eine Katze gibt es jedoch noch einiges zu beachten. Was alles, kannst Du hier nachlesen.

Was du vor der Anschaffung einer Katze bedenken musst

Die Anschaffung einer Katze oder eines kleinen Kittens wird leider häufig aus einer falschen Erwartungshaltung heraus getroffen. Ja, Kätzchen sind total süß und das Leben mit einer Katze kann unglaublich schön und entspannend sein. Aber Katzen machen auch Arbeit und verursachen Kosten. Besonders, wenn du noch nie eine Katze hattest, solltest du dich genau erkundigen, was da auf dich zukommt bzw. zukommen kann. Denn es gibt schon eine hohe Zahl von Katzen, die im Tierheim gelandet sind, weil die Besitzer unterschätzt haben, was da auf sie zukam. Lass deine Katze nicht die nächste sein, sondern beachte die folgenden wichtigen Punkte.

Die Folgekosten mit einrechnen!

Die Erstanschaffungskosten einer Katze lassen sich leicht ausrechnen. Du kennst den Preis für das Tier und kannst dich bequem online nach dem nötigen Zubehör umsehen. Eine Katze braucht mindestens einen Kratzbaum, eine Katzentoilette, ein wenig Spielzeug und selbstverständlich Näpfe für Futter und Wasser.

Hier geht es direkt zur Erstaustattung für Katzen

Die Unterhaltskosten für Futter und Katzenstreu sind nicht besonders hoch, müssen aber fest eingeplant werden. Es ist durchaus möglich, eine Katze mit 40 Euro pro Monat zu versorgen. Es bleibt aber zu bedenken, dass es jederzeit vorkommen kann, dass der Katze etwas passiert und du zum Tierarzt musst. Es reicht bereits, dass sie Durchfall bekommt, weil sie ein Futter nicht verträgt. Höher sind die Kosten, wenn sie sich bei einem Sprung verschätzt und sich verletzt, in eine Scherbe tritt oder etwas Giftiges frisst. Für diesen Fall solltest du entweder ein finanzielles Polster haben oder eine Katzenversicherung, damit derartige Fälle nicht in einer Katastrophe enden.

Zusätzlich braucht ein junges Kätzchen mehrere Entwurmungen und diverse Impfungen, die regelmäßig aufgefrischt werden sollten. Soll die Katze ein Freigänger sein, ist mit noch höheren Kosten zu rechnen, da sie Impfungen gegen Krankheiten braucht, die ein Stubentiger für gewöhnlich nicht bekommt. Außerdem ist das Verletzungs- oder Vergiftungsrisiko draußen auch noch deutlich höher, als in der eigenen Wohnung.

Mögliche anfallende Erstanschaffungskosten

  • Katze aus dem Tierschutz 150 - 250 €

  • Rassekatzen 500 - 2000 €

  • Futternapf ab 5 €

  • Wassernapf ab 5 €

  • Katzentoilette ab 15 €

  • Einstreu Katzentoilette ab 8 €

  • Kratzbaum ab 35 €

  • Transportbox ab 15 €

  • Kastration Kater ab 90 €, Katzen ab 130 €

  • Chippen 30 - 50 €

  • gutes Trockenfutter ab 20 €

  • gutes Nassfutter ab 30 €

Mögliche anfallende Folgekosten

  • Einstreu Katzentoilette ab 8 € pro Sack

  • Futter 50 - 100 € pro Monat

  • Impfen 40 - 130 € im Jahr

  • Entwurmen ab 10 € pro Entwurmung (4 Mal im Jahr)

  • Trinkbrunnen ab 30 €

  • Futterautomat ab 40 €

  • Spielzeug ab 5 €

  • sonstige Tierarztkosten ab 20 €

Eine Katze verändert das Leben des Halters

Es ist nicht damit getan, sich eine Katze zu kaufen, einfach nur, weil sie süß ist und der Unterhalt des Tieres finanziell kein Problem darstellt. Der Hauptgrund dafür, dass viele Katzen schon nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden, ist, dass die Halter nicht bedacht haben, was es bedeutet, wenn ein kleines Raubtier bei ihnen wohnt.

Katzen lieben Kisten
Katzen entdecken gerne die Wohnung und können auch allerlei Unsinn anstellen.

Die Katze ist allgegenwärtig. Du musst damit rechnen, dass die Katze sich als vollwertiges Mitglied der Familie betrachtet und einen ganz eigenen Kopf hat. Es ist absolut unvermeidbar, dass überall Katzenhaare sein werden, was den Reinigungsaufwand der Wohnung und der eigenen Kleidung erhöht. Es gibt zwar durchaus Katzenrassen, wie die meisten orientalischen Katzenrassen (Siamkatze, Orientalisch Kurzhaar, Cornish Rex), die sehr wenig Unterfell haben und daher weniger haaren als andere. Dasselbe gilt auch für die Katzen mit sehr dichtem Fell wie Russisch Blau. Wie auch bei Hunden sind bei den langhaarigen Rassen (Perser, Türkisch Angora) die Haare leichter zu entfernen und es wirkt dann so, als ob sie insgesamt weniger haaren würden. Aber alle Katzen bleiben Fellnasen und Katzenhaare damit mehr oder weniger allgegenwärtig.

Die ganze Wohnung gehört zum Revier der Katze. Gerade bei reinen Wohnungskatzen ist es unabdingbar, dass sie zu jedem Raum Zutritt hat, um ihren Platz nicht weiter zu minimieren. Katzen sind unheimlich neugierig und müssen alles ganz genau auskundschaften und beobachten. Die Erziehung ist nicht so einfach wie die eines Hundes und erfordert sehr viel Geduld. Sie ist aber möglich.

Katzen haben Eigenarten

Es muss dir trotzdem vorher klar sein, dass die Katze jederzeit auf oder in Regale oder Schränke klettert. Dabei kann es passieren, dass gerne auch mal kleinere Gegenstände entführt oder heruntergeworfen werden. Wie auch bei Kindern gilt es, sich Gedanken um eine katzensichere Wohnung zu machen. Lieblingsgegenstände solltest du gerade bei kleinen Katzen lieber sicher verwahren. Das erspart dir und dem Stubentiger viel Ärger.

Frei nach dem Motto "Hunde haben Herrchen, Katzen Personal" bist du zwar nur der Dosenöffner, aber trotzdem ist das Spielen mit dir deiner Katze sehr wichtig. Sie braucht gerade als reine Wohnungskatze jeden Tag Aufmerksamkeit, sei es zum ausgiebigen Spielen oder für vehement eingeforderte Schmuseeinheiten. Auch an stressigen Tagen kannst du deine Katze nicht einfach ignorieren. Denn sobald sie anfängt, sich zu langweilen, wird sie sich eine Beschäftigung suchen. Und dabei kann durchaus etwas kaputtgehen.

Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Wohnung für die Katze sicher ist. Das bedeutet, dass du giftige Pflanzen aus der Wohnung entfernst, für Katzen giftige Lebensmittel unzugänglich und die Fenster katzensicher machst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die kleinen Tiger auch aus großen Höhen aus dem Fenster springen. Dabei können sie sich nicht nur verletzen, sondern finden vermutlich ihren Weg nicht mehr zurück. Daher solltest du die Fenster mindestens mit einem Fliegengitter versehen. Möchtest du deine Fenster regelmäßig kippen, solltest du sie mit einem Fenstergitter versehen.

Dieses verhindert, dass die Katze in das gekippte Fenster rutscht und dort stranguliert wird, wenn keiner in der Nähe ist, um sie zu retten.

Weitere Vorbereitungen einer guten Katzenhaltung

Neben der täglichen Zeit, die du für die Katze aufbringen musst, solltest du im Vorfeld nicht nur die Umgebung katzengerecht gestalten, sondern dich auch weiter mit den speziellen Eigenarten und Bedürfnissen deines neuen Mitbewohners beschäftigen.

Die Körpersprache

Es ist wichtig, die Körpersprache einer Katze zu verstehen. Katzen können sich dem Menschen schließlich nicht direkt mitteilen. Unterschiedliche Haltung von Schwanz oder Ohren haben bestimmte Bedeutungen. Mit ein bisschen Übung kannst du deiner Katze schon aus der Entfernung ansehen, was sie von dir möchte. Für den Anfang hilft unser Ratgeber "Wörterbuch für Dosenöffner". Vieles andere wirst du im Laufe der Zeit selbst lernen.

Katzen liegt auf dem Rücken und genießt Streicheleinheiten
Diese Katze genießt die Streicheleinheiten. Wenn du aufmerksam bist, wirst du durch ihre Körpersprache merken, wann sie genug hat.

Katzen sind Raubtiere, weswegen sie aus ihrer Natur heraus keinerlei Schwächen zeigen. Hat eine Katze Schmerzen, egal ob durch innerliche oder äußerliche Verletzungen, zeigt sie das selten direkt. Es hilft nur die Beobachtung. Zieht sich die Katze vermehrt zurück oder verhält sie sich bei bestimmten Bewegungen oder Berührungen anders als sonst, ist der Gang zum Tierarzt nötig, denn das Tier wird sein Leid so gut und so lange es geht unterdrücken.

Die Ernährung

Im Vorfeld solltest du dich auch mit der richtigen Ernährung beschäftigen. Der Magen eines nur wenige Wochen alten Kätzchens ist in etwa so groß wie ein Daumennagel beim Menschen. Daher braucht ein Kitten regelmäßig viele kleine Mahlzeiten. Sowohl die idealen Fütterungsintervalle, als auch die Menge und die zuzuführenden Nährstoffe ändern sich im Laufe eines Katzenlebens. Das Angebot an verschiedenen Nass- und Trockenfuttersorten ist riesengroß und es ist nicht einfach, das richtige herauszufinden. Dieser Artikel über gutes Katzenfutter gibt dir einen kleinen Anhaltspunkt, welches Futter, du relativ bedenkenlos füttern kannst. Im Zweifel hilft allerdings nur Ausprobieren. Der vierbeinige Mitbewohner wird dir sehr deutlich machen, wenn ihm etwas nicht schmeckt. Und das solltest du auch respektieren.Denn Katzen verhungern lieber, als Futter zu fressen, was ihnen nicht zusagt. Manchmal helfen kleine Tricks, manchmal nur der Wechsel des Futters. Abwechslung ist aber bei jedem Katzenfutter oberstes Gebot. Wir Menschen wollen ja auch nicht jeden Tag das Gleiche essen!

Die Wahl der Katze

Hast du alles bedacht, kannst du dich an die konkrete Entscheidungsfindung machen. Einen letzten Punkt gilt es bei seiner Entscheidung aber noch zu prüfen: denn wenn du noch nie eine Katze hattest und sonst nur wenig Kontakt mit welchen, solltest du vorher durch Katzenkontakt oder einen Allergietest beim Arzt testen, ob du eine Katzenhaarallergie hast. Nichts wäre schlimmer als sich ein niedliches Kätzchen anzuschaffen, die Wohnung herzurichten, sich in das Tier zu verlieben und es kurz darauf wieder abgeben zu müssen, weil du in seiner Gegenwart nicht mehr atmen kannst.

Hier gibt es einen ausführlichen Ratgeber, wie du die passende Katze findest.

Eine Katze oder mehrere?

Herbstzeit ist Kuschelzeit
Es gibt auch für Katzen nichts Schöneres, als gemeinsam zu kuscheln!

Im ersten Moment scheint es doppelten Aufwand und höhere Kosten zu bedeuten, wenn du mehr als eine Katze bei dir aufnimmst. Aber es sprechen eindeutig mehr Argumente für zwei (oder mehr) Katzen als dagegen! In der freien Natur gehören Katzen zwar zu den einzelgängerisch lebenden Tieren, das schließt aber den regelmäßigen Kontakt zu anderen Artgenossen nicht aus. Arbeitest du nur halbtags oder von zu Hause aus und hast viel Zeit für deinen Stubentiger oder entscheidest dich für einen reinen Freigänger, dann kannst du eine Katze auch alleine halten.

Es gibt auch für Katzen nichts Schöneres, als gemeinsam zu kuscheln!

In allen anderen Fällen und spätestens wenn du Vollzeit außer Haus arbeitest und es eine reine Wohnungskatze wird, dann solltest du unbedingt noch eine zweite Katze aufnehmen! Hat das Fellbündel einen Spielgefährten, können sich die beiden gegenseitig unterhalten und Langeweile oder Einsamkeit und deren unangenehme Auswirkungen (Unsauberkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit) treten nicht so schnell auf. Dabei solltest du beachten, dass es nicht immer einfach ist, einer Katze ein anderes Wesen in ihr Revier zu setzen. Ideal ist es, wenn du gleich zwei Kitten oder Geschwister zu dir holst. Denn wachsen sie gemeinsam auf, ist die Chance auf eine innige Katzenfreundschaft sehr groß. Im Tierheim gibt es oft auch Katzenpaare, die sich blendend verstehen. Oder du nimmst zu einer älteren Katze ein Kitten dazu. Dieses hat in der ersten Zeit Welpenschutz und nach einer Zeit gewöhnt sich die Katze dann an den neuen Mitbewohner.

Die Annahme, dass zwei Katzen doppelt so viel Arbeit machen ist dabei falsch. Ja, du hast ein Katzenklo mehr zu machen und einen Napf mehr zu füllen. Aber schließlich macht es noch mehr Arbeit, wenn du jedes Mal beim Nach-Hause-kommen die Wohnung nach Schäden überprüfen musst. Und das kann bei einer einzelnen, einsamen und gelangweilten Katze durchaus passieren. Die Unterhaltskosten für Futter und Impfungen verdoppeln sich zwar, aber dafür werden die anderen Tierarztkosten eher sinken. Und Kratzbaum und Spielzeug brauchst du auch nur einmal anzuschaffen.

Freigänger oder Stubentiger

Die Entscheidung an sich kannst nur du alleine treffen. Und neben der Wohnsituation und der Katzenrasse, ist es auch eine Einstellungssache. Es gibt auf jeden Fall sowohl Argumente für als auch gegen eine Wohnungskatze oder einen Freigänger.

Nur du weißt beispielsweise um deine Wohnsituation. Auf dem Land ist es für eine Katze mit Freigang oftmals wesentlich ungefährlicher als in der Stadt mit viel Beton, noch mehr Autos und nur wenig Platz zum Herumstreunen. Allerdings gibt es auf dem Land andere Gefahren, wie Jäger oder wild lebende Tiere. Entscheidest du dich für einen Freigänger, solltest du auch bedenken, dass es Menschen gibt, die generell keine Katzen mögen. Es ist nicht so selten, dass Katzen vergiftet werden. Die Gefahr, dass dein Liebling irgendwann nicht mehr nach Hause kommt, ist da und sollte dir bewusst sein.

Eine Europäisch Kurzhaar im Freigang
Freigänger, Wohnungskatze oder doch katzensicherer Garten? Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab.

Auf der anderen Seite sind Katzen domestizierte Raubtiere. Entscheidest du dich für eine Wohnungskatze, musst du dir bewusst machen, dass du ihr natürliches Verhalten einschränkst. Dem solltest du durch Kreativität und viel Aufmerksamkeit entgegenwirken. Katzen langweilen sich schnell und werden gerne melancholisch oder aggressiv, wenn sie jeden Tag stundenlang alleine sind. Das kann so weit gehen, dass die Katze krank oder unrein wird und aus Protest ihre Notdurft überall verrichtet, nur nicht auf dem Katzenklo. Dem kannst du mit einer zweiten Katze und ausreichender und sinnvoller Beschäftigung entgegenwirken. Dabei gehen die Beschäftigungsmöglichkeiten für Katzen weit über Mäuschen oder Bänder hinaus.

Ja, viele Wohnungen sind kleiner als das natürliche Revier einer frei herumstreunenden Katze, aber du kannst den kleinen Stubentigern mit einfachen Mitteln mehrere Ebenen erschließen. Große Kratzbäume, Bretter, die auf Schränke und Regale führen, ermöglichen sozusagen eine dreidimensionale Bewegung im Raum. Auch Plätze auf der Fensterbank oder dem Balkon sind gern genommene Abwechslungsmöglichkeiten. Du kannst deinen Balkon für deine Katze toll gestalten. Beides sollte nur katzensicher sein (Kippschutz und Fliegengitter im Fenster, Katzennetz oder Ähnliches auf dem Balkon), damit deine Fellnase nicht in einem unachtsamen Moment verunfallt.

Und wer sagt, dass es immer eine Entweder-oder-Entscheidung sein muss? Es gibt tolle Möglichkeiten, den eigenen Garten katzensicher zu gestalten. Dann kann sich die Samtpfote frischen Wind um die Nase wehen lassen und das eine oder andere Insekt fangen, ist aber vor der Gefahr, vom Auto überfahren oder durch Unmenschen verletzt oder getötet zu werden, sicher. Hier findest du einen ersten Anhaltspunkt, was damit gemeint ist: Katzensicherer Garten.

Katze oder Kater

Ob es ein Männlein oder ein Weiblein werden soll, ist die nächste Frage. Generell gelten die meisten Katzen als pflegeleichter als unkastrierte Kater. Männchen sind vorwiegend in der Wachstumsphase oft wilder und verspielter. Nach der Kastration werden aber sowohl Katzen als auch Kater meistens entspannter und verschmuster. Es gibt nicht zu Unrecht den Begriff des Schmusekaters. Auch gelten Kater als etwas charakterstärker und eigensinniger als Katzen, aber das kann nicht pauschalisiert werden. Denn Katzendamen können auch gerade untereinander sehr zickig reagieren.

Die Wahl zwischen Rassekatzen und Mischling

Zunächst musst du dich zwischen diesen Möglichkeiten entscheiden. Rassekatzen sind Katzen einer bestimmten Rasse mit charakteristischem Aussehen und einem möglichst reinen Stammbaum. Diese gelten als berechenbarer, denn ähnlich wie bei Hunden gibt es bestimmte Grundcharakteristika nach der die einzelnen Katzenrassen gezüchtet werden. Insofern kannst du dir schon eine ruhigere Rasse wie die Birma oder Kartäuser aussuchen und solltest Norwegische Waldkatzen meiden, wenn du weißt, dass es eine reine Wohnungskatze wird. Rassekatzen sind allerdings meistens kostenintensiv und teilweise so überzüchtet, dass sie häufiger gesundheitliche Probleme bekommen als Mischlinge. Außerdem ist eine Rassekatze kein Garant für bestimmte Charaktereigenschaften. Du solltest also auf keinen Fall enttäuscht sein, wenn du statt einem lebhaften, unternehmungslustigen Norwegischen Waldkater einen absoluten Couchhocker und Schmusekater bekommst.

Maine Coon Kitten in verschiedenen Farben sitzen vor einem blauen Hintergrund
Rassekatzen gibt es viele, wie diese Maine Coon Kitten.

Bei den meisten Hauskatzen handelt es sich um Mischlinge, wo die Eltern nicht beide derselben Katzenrasse angehören. Ihnen wird nachgesagt, dass sich ihr Verhalten weniger vorhersagen lässt, selbst wenn die Eltern der Kitten bekannt sind. Das schließt aber nicht aus, dass es auch unter den gewöhnlichen Hauskatzen ruhige, verschmuste oder freiheitsliebende Tiere gibt. Außerdem sind sie meist gesundheitlich solider und werden älter als die Rassekatzen. Es gibt auch bei den Hauskatzen wunderschöne Exemplare. Durch die freie Kombination der Gene entwickeln sich manchmal außergewöhnliche Farbmuster etc., was sie einzigartiger macht als eine durchschnittliche Rassekatze.

Dabei bedeutet es nicht automatisch, dass du Rassekatzen nur vom Züchter und Mischlinge aus dem Tierheim bekommst. Es gibt auch in den Tierheimen eine Menge Rassekatzen, die auf ein neues Zuhause warten. Die haben dann sicherlich keinen ausgewiesenen Stammbaum, aber wer außer einem Züchter braucht den schon?

Kitten oder ausgewachsene Katze

Beide Alternativen haben verschiedene Vor- und Nachteile:

Ausgewachsene Katze

Häufig wird für ausgewachsene Katzen ein neues Zuhause gesucht, da entweder der Halter eine Allergie bekommen hat, sich nicht mehr um das Tier kümmern kann, oder es aus einem anderen Grund abgeben muss. In so einem Fall kannst du die Katze davor beschützen, ausgesetzt oder in ein Heim gegeben zu werden. Im Tierheim hast du zudem die Möglichkeit, bei vorherigen Besuchen das Tier kennenzulernen. Oder von deinem zukünftigen Mitbewohner ausgesucht zu werden. Denn die Katze muss auch das neue Herrchen oder Frauchen mögen. Ausgewachsene Katzen aus dem Tierheim können unter Umständen Marotten entwickelt haben, die du ihnen nur schwer wieder abtrainieren kannst. Dafür sind diese Katzen nach dem ersten Eingewöhnen oftmals sehr anhänglich und dankbar für das neue Zuhause.

Kitten

Kleine Kätzchen machen am Anfang mehr Arbeit als ausgewachsene Katzen. Sie sind zwar unglaublich niedlich anzusehen, brauchen aber mehr Pflege und Zuwendungen, da sie ähnlich wie Kinder alles wissen und ausprobieren müssen. Und du musst sie in der Regel erst stubenrein bekommen. Außerdem musst du damit rechnen, dass du häufiger zum Tierarzt musst, weil sich das Kätzchen verletzt hat oder Durchfall oder Magenkrämpfe bekommt. Dafür sind kleine Katzen anfälliger als erwachsene. Auch Entwurmungen und Impfungen müssen durchgeführt werden, was zusätzlich ins Geld gehen kann. Dafür lassen sich Kitten im Gegensatz zu ausgewachsenen Katzen einfacher erziehen. Mit der nötigen Geduld kannst du dem Kitten Verhaltensmuster abgewöhnen, die sich sonst vielleicht schon manifestiert haben, wie das Kratzen an Möbeln oder das Benutzen der Krallen beim Spielen.

Rotgetigerte Katzenmutter mit Kitten , das nach ihr tappst
Sowohl die Entscheidung für eine erwachsene Katze als auch für ein Kätzchen bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Was allgemein beachtet werden sollte

Die Herkunft der Katze, egal ob es sich um eine reinrassige oder einen Mischling handelt, ist durchaus wichtig. Du solltest nur Katzen kaufen, die nachweislich gesund und geimpft sind. Entwurmungen und Impfungen lassen sich durch Rechnungen des Tierarztes und den Impfpass der Katze belegen.

Auch solltest du die Katze beim bisherigen Besitzer abholen, um zu sehen, unter welchen Bedingungen das Tier aufgewachsen ist. Denn auch der Zustand des früheren Umfelds lässt Rückschlüsse darauf zu, ob das Tier wirklich gesund oder vermutlich doch krank oder verhaltensauffällig sein könnte. Wenn es irgendwie möglich ist, solltest du dir auch die Katzeneltern ansehen. Sehen diese gepflegt und gesund aus, ist das auch ein Anzeichen dafür, dass sie sich bis dahin gut um den Nachwuchs gekümmert haben. Wenn du irgendwelche Zweifel daran hast, dass die Katze bisher gut versorgt worden ist, dann nimm Abstand davon, sie mitzunehmen. Katzen aus schlechten Verhältnissen verursachen nicht nur dir in der Regel höhere Kosten. Es ist auch so, dass je mehr Menschen aus Mitleid solche Kitten oder Katzen bei sich aufnehmen, desto häufiger werden diese Menschen Katzennachwuchs erzeugen, um noch mehr Geld zu verdienen. Du hilfst den armen Katzen dieser Welt also mehr, wenn du solche Vermehrer beim Tierschutz anzeigst und selber Katzen aus guten Verhältnissen oder Tierheimen aufnimmst.

Ein Kitten darf nicht zu früh von der Mutter getrennt werden. Am Anfang ist es absolut hilflos und auf die Mutter angewiesen. Diese bringt ihr nach dem Säugen das selbstständige Fressen bei und sorgt in der Regel dafür, dass der Nachwuchs schon weiß, wie man ein Katzenklo benutzt. Das aller früheste Abgabealter einer kleinen Katze beträgt 10 Wochen. Viel besser ist ein Alter von 12 Wochen oder älter. Denn da ist der Nachwuchs ausreichend sozialisiert und beginnt richtig selbstständig zu werden. Erst dann kann er von seiner Familie und dem vertrauten Revier in eine neue Umgebung gebracht werden.

Wurde ein Kitten zu früh von der Mutter getrennt, gibt es noch die Möglichkeit der Flaschenaufzucht. Wie das geht, erfährst du hier: Aufzucht von Katzenbabys ohne Mutter - Flaschenaufzucht von Katzenwaisen

2 spielende Kitten Türkischer Angorakatzen
Kleine Kitten wie diese beiden gehören zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Du solltest sie erst mit 12 Wochen zu dir holen.

Erstausstattung für den neuen felligen Mitbewohner

Die Katze wird sich in ihrem neuen Heim erst einmal umsehen. Wie Du dabei am besten vorgehst, haben wir Dir weiter unten beschrieben. Damit sie sich wohlfühlt, sollten ihr unterschiedliche Schlafplätze angeboten und auch Rückzugsorte geschaffen werden.

Im Folgenden haben wir dir aufgelistet, was du unbedingt als Erstausstattung für deine Katze brauchst:

Transportbox

Um dein neues tierisches Familienmitglied nach Hause zu transportieren, brauchst du als allererstes eine Katzentransportbox. Diese kannst (und solltest) du anfangs als Rückzugsmöglichkeit für deinen neuen Stubentiger stehen lassen. Falls du eine Stelle in deiner Wohnung hast, in der die Transportbox nicht stört, kannst du sie auch grundsätzlich als Schlafstelle mit anbieten. Das erhöht die Akzeptanz für kommende Arztbesuche ;-) Was bei einer Transportbox wichtig ist und worauf du beim Kauf achten solltest, kannst du hier nachlesen: Kaufratgeber: Transportboxen für Katzen – sicher ans Ziel kommen

Katzenklo und Zubehör

Du solltest mindestens ein Katzenklo besitzen. Besser ist es eins mehr als die Anzahl der Katzen aufzustellen (also bei zwei Katzen drei Katzenklos). Es gibt sie ohne Deckel oder mit, in länglich oder als Ecktoilette, in verschiedenen Farben, in Schlicht oder Stylisch.

Zu den Katzenklos gehört auch das notwendige Zubehör: eine Katzenstreuschaufel, Vorlegematte und Katzenstreu. Letzteres gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Klumpstreu eignet sich gut zum Reinigen und wird im Allgemeinen auch von den Katzen gut angenommen. Hat man eine empfindliche Katze, lohnt es sich verschiedene Streuarten auszuprobieren oder nach Möglichkeit das Streu zu benutzen, das auch der Vorbesitzer benutzt hat. Weitere Informationen zu Katzentoiletten und Katzenstreu findest du in unserem Artikel zu unsauberen Katzen.

Futter- und Wassernäpfe

Neben einer ersten Auswahl an Katzenfutter darfst du den Futter- und Wassernapf nicht vergessen. Hier ist die Auswahl ebenfalls groß: Von schlicht bis stylish in Keramik oder Metall ist für jeden etwas dabei. Beim Futter lohnt es sich zu schauen, was die Katze schon gewöhnt ist und ihr verschiedene Futtersorten anzubieten, bis das Lieblingsfutter gefunden wurde. Manche Katze trinkt nicht gerne aus einem Wassernapf, sondern lieber aus bewegtem Wasser. Möchtest du nicht immer den Wasserhahn laufen lassen, kannst du einen Zimmerbrunnen ausprobieren. Und für die verfressenen Katzentiere gibt es auch programmierbare Futterautomaten, die zu bestimmten Zeiten immer nur eine begrenzte Menge an Futter freigeben.

Kratzbaum und Schlafgelegenheiten

Auch wenn deine Katze die ersten Tage vielleicht noch keinen Gebrauch davon macht, solltest du schon alles da haben, damit sie sich auch gleich an den Geruch gewöhnen kann. Das erhöht die Chance, dass sowohl der Kratzbaum als auch die Schlafgelegenheit genutzt wird. Von den Kratzbäumen gibt es unzählige Varianten in verschiedenen Farben, Höhen und Materialien. Bei allen solltest du darauf achten, dass sie stabil stehen. Oft haben sie auch schon Höhlen oder Kuhlen, in denen die Katzen schlafen können. Dennoch wird dein vierbeiniger Freund mit der Zeit wahrscheinlich da am liebsten liegen, wo du gerade selber liegst.

Spielzeug

Nach Fressen und Kuscheln ist Spielen für die meisten Katzen die drittliebste Beschäftigung. Gerade junge Katzen oder Einzelgänger brauchen regelmäßige Abwechslung. Das Angebot reicht von einfachen Bällchen oder Mäusen, über Katzenangeln bis hin zu Spielsystemen. Auch hier ist Ausprobieren und Austauschen gefragt.

Sehr beliebt bei allen Katzen sind auch Laserpointer. Beim Spielen damit musst du nur aufpassen, dass du deiner Katze nicht direkt in die Augen leuchtest, denn das schadet ihr genauso wie dir selber.

Insbesondere beim Spielen und Kuscheln mit deinem neuen Mitbewohner wirst du mit der Zeit feststellen, dass eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Aus den einfachsten Dingen wird sich deine Katze das aufregendste Spielzeug basteln. Und dir wird es Spaß machen, dir immer neue Dinge einfallen zu lassen und deine Zeit mit dem Fellknäuel zu genießen!

Eingewöhnung des neuen Mitbewohners

Nun hast du dir eine Katze ausgesucht, ihre Erstausstattung besorgt, da kann das neue tierische Familienmitglied einziehen.

Egal, wo du sie abholst, es ist erst einmal eine große Umstellung für den Stubentiger. Je nach Charakter können Katzen das mehr oder weniger gut verkraften. Die wenigsten Katzen werden diese Veränderung begeistert begrüßen.

Erste Schritte im neuen Zuhause

Ob deine Katze nun mutig oder eher ängstlich ist, weißt du in der Regel am Anfang noch nicht. Daher geh einfach Schritt für Schritt vor: Wenn ihr Zuhause ankommt, stell die Transportbox als Erstes in das Zimmer, in dem auch das Katzenklo steht. Schließe die Zimmertür und öffne dann erst die Tür der Transportbox. Dann lass deinem neuen Mitbewohner genug Zeit, um von selber aus der Box herauszukommen. Erst wenn deine Katze nicht mehr mit eingeklemmtem Schwanz durch den Raum kriecht, kannst du sie das nächste Zimmer erkunden lassen. Hier gehst du genauso behutsam vor.

Kater hockt unterm Bett
Katzen sollten langsam an das neue Zuhause gewöhnt werden.

Gerade den älteren und anfangs schüchternen und ängstlichen Katzen solltest du Zeit und Ruhe gönnen, damit sie sich alleine eingewöhnen können. Für so eine Katze, mit ihren viel empfindlicheren Sinnen, sind die neuen Gerüche und Geräusche schlicht überwältigend.

Das bedeutet auch, dass du deinen Kindern, Freunden und Verwandten klarmachen solltest, dass sich der neue Mitbewohner erst eingewöhnen muss, bevor sie ihn bewundern und mit ihm spielen können. Das kann für alle ein Geduldsspiel bedeuten, ist aber zum Wohl des Stubentigers. Schließlich möchtest du verhindern, dass es zu traumatischen Begebenheiten kommt, die vielleicht eine Unsauberkeit hervorrufen.

Und keine Sorge, wenn sich der Neuling erst einmal ein paar Tage verkriecht und nicht fressen will. Es ist normal, dass die Gewöhnung an die neue Umgebung eine Weile dauern kann. Versuch es dem neuen Mitbewohner so gemütlich wie möglich zu machen. Meistens fressen die sensibleren unter den Stubentigern nachts, wenn alles ruhig ist.

Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder

Genauso langsam, wie die Eingewöhnung im neuen Zuhause, sollte die Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder vonstattengehen. Bei einem Mehrkatzenhaushalt solltest du sicherstellen, dass von allem jeweils eins mehr als die Anzahl der Katzen vorhanden ist, um Ressourcenverteidigung zu vermeiden. Das bedeutet bei zwei Katzen drei Katzenklos, drei Schlafplätze und mindestens zwei Trink- und Fressnäpfe.

Anfangs sollte die schon im Haushalt lebende Katze nicht in das Zimmer gelassen werden, in dem sich die neue Katze gerade eingewöhnt. Idealerweise steht dort ein neues Katzenklo und Bettchen für die neue Katze und eine Decke. Die Decke kann dann nach 1-2 Tagen mit der Decke der "alten" Katze ausgetauscht werden, sodass sich die beiden an den Geruch der anderen Katze gewöhnen können. Wenn es machbar ist, sollten sich die beiden erst nur hören, dann hören und sehen und erst dann auch berühren können. Immer unter dem Aspekt, dass sie sich jederzeit aus dem Weg gehen können, wenn es ihnen zu viel wird.

Eine Katze sitzt im Haus auf einem Kissen, ein Hund steht vor der Glastür. Beide sehen angespannt aus
Damit die Zusammenführung von Hund und Katze problemlos verläuft, ist Geduld und Umsicht gefragt

Auch an Hunde oder andere tierische Familienmitglieder sollte die neue Katze langsam gewöhnt werden. Schließlich müssen jetzt alle miteinander auskommen, ob sie es wollen oder nicht. Daher ist es Aufgabe von uns Dosenöffnern das Aufeinandertreffen so entspannt wie möglich zu gestalten.

Ab nach draußen - aber wann?

Wenn du dich dafür entschieden hast, dass deine Katze ein Freigänger werden soll, musst du sie langsam daran gewöhnen. Denn wenn du einfach gleich die Terrassentür öffnest, ist die Gefahr groß, dass deine Katze verschwindet und nicht wieder zurückkommt.

Um das zu vermeiden, solltest du frühestens nach 6 Wochen langsam anfangen das Revier deiner Katze auch um den Außenbereich zu erweitern. Der Zeitpunkt hängt davon ab, wann deine Katze sich wirklich frei von Angst in der Wohnung/dem Haus bewegt. Dabei gehst du am Anfang nur für kurze Zeit und gemeinsam mit der Katze nach draußen. Nach und nach kannst du dann die Zeit ausweiten. Ideal ist es, wenn du deiner Katze von Anfang an beibringst, dass sie auf ein bestimmtes Signal wieder hineinkommt. So kannst du sicher sein, dass sie kommt, wenn du sie einmal hereinrufen musst.

Planst du, dir eine Mieze anzuschaffen?

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Bild: (c) Cherry-Merry - Fotolia.com

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132 Kommentare

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  1. SteffiRedaktion
    Hallo Lisa, vielen Dank für Dein Lob! Ich freue mich immer, wenn ich auch mal solche Erfolgserlebnisse lesen kann (vom positiven Feedback ganz zu schweigen). Tatsächlich bin auch ich überzeugt, dass es mit zwei Katzen/Katern immer weniger Probleme gibt als mit einer. Vorausgesetzt, man lässt ihnen ihre Freiheiten und sie haben genügend Rückzugsmöglichkeiten. Ich glaube diese Ruhe ist für Katzen enorm wichtig, da sie ja grundsätzlich eher Einzelgänger sind. Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Freude an Deinen Fellnasen und danke Dir für diesen Erfahrungsbericht. Steffi
  2. SteffiRedaktion
    Hallo Andrea, erst einmal mein herzliches Beileid zum Unfalltod Deiner Katze. Ich weiß, wie schwer es ist, ein tierisches Familienmitglied zu verlieren. Nun zu Deinen Fragen: 40qm sind tatsächlich nicht sehr viel selbst wenn es mit zahlreichen Podesten und Klettermöglichkeiten ausgeweitet wird. Für ein artgerechtes Katzenleben gerade einer Einzelkatze stellt sich nicht nur die Frage nach der Fläche, sondern auch nach der Zeit, die Du außer Haus bist. Wie lange wäre die Katze alleine? Denn wenn Du mehrmals am Tag mit ihr Spaziergänge machst, sie wenig alleine lässt und Dich wirklich intensiv um sie kümmerst, dann würde ich sagen: Ja, es ist nicht optimal, aber für einen begrenzten Zeitraum geht das schon mal. Wenn Du allerdings jeden Tag für mehrere Stunden das Haus verlässt und auch sonst viel mit Studieren beschäftigt bist und wenig Zeit für Dein Kätzchen hättest, dann würde ich Dir abraten. So schwer es auch fallen mag, aber dann solltest Du Dir erst wieder eine Katze zulegen, wenn die Umstände artgerechter sind. Vielleicht magst Du ja auch darüber nachdenken, Dir keine junge und sehr aktive Katze zu holen, sondern einem ruhigen Katzensenioren ein neues Zuhause für seinen Lebensabend zu bieten. Der freut sich sicherlich erst recht, wenn er ein neues Zuhause bekommt und braucht nicht ganz so viel Beschäftigung und Platz. Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Steffi
  3. SteffiRedaktion
    Hallo Ali, wenn Du fest entschlossen bist, dass es ein Russisch blau-Kitten werden soll, dann wirst Du vermutlich im Tierheim nicht weiter kommen und müsstest Dich an einen Züchter wenden. Adressen findest Du sicherlich beim Tierarzt - der Dir in der Regel auch sagen kann, welche Züchter zu empfehlen sind - oder in den Zeitungen oder dem Internet. Ich würde Dir nicht empfehlen, Dein Kätzchen mit in die Uni zu nehmen. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen reisen Katzen nicht sehr gerne und sind ortsgebunden. Das heißt, es bedeutet für das Kleine mehr Stress, wenn Du es mitnimmst als wenn Du es für ein paar Stunden alleine zu Hause lässt. Und mit einem steigenden Stresslevel erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit für Verhaltensauffälligkeiten und Probleme. Ganz viel Spaß mit Deinem neuen Schmusetiger wünscht Steffi
  4. Ali
    Hallo Steffi, danke für die Antwort. Ja ich habe mir alle Arten angeschaut und bin fest entschlossen, dass es russisch blau werden soll, da diese mir persönlich sehr gefällt und zudem ein Kitten, da ich den Willen habe dieses auch selbst groß zu ziehen. Ich bin meist nur einige Stunden in der Uni und den Rest der Zeit zu Hause. Kann sogar das Kitten immer mitnehmen, stellt keine Einwände dar. MfG Ali
  5. SteffiRedaktion
    Hallo Ali, ob Deine Katze gut erzogen ist oder einen "Tick" annimmt, das hast Du selber mit viel Geduld und Training in der Hand. Je mehr der Stubentiger sich langweilt, desto eher eignet er sich Unarten an. Warum soll es denn unbedingt ein Russisch blau-Kitten sein? Bist Du auf die Rasse festgelegt? Oder darauf, dass es ein Kitten sein muss? Diese sind zwar niedlich, machen am Anfang aber auch eine Menge Arbeit. Meine erste Anlaufstelle wären immer die örtlichen Tierheime. Denn dort bekommst Du auf jeden Fall eine Katze, die sehr dankbar sein wird, dass Du ihr ein liebevolles Zuhause bietest. In der Regel sind diese dort auch schon durchgeimpft und entwurmt, so dass Du nicht sofort zum Tierarzt musst. Zum Thema Futter kannst Du in unseren Ratgebern Ernährung für Katzen und Was ist eigentlich gutes Katzenfutter nachlesen. Wenn dann noch fragen sind, stell sie gerne. Liebe Grüße von Steffi
  6. Ali
    Hallo Steffi, meine Eltern und ich hatten vor 15 Jahren eine Katze, die Leider verstorben ist. Ich wohne seit neustem alleine und überlege mir nun ein Kittie russisch blau anzueignen. Nur habe ich kein schimmer, wo ich am besten anfangen soll. Was wäre dein Tipp? Wann muss ich zum Arzt, wo melde ich mich am besten, wieviel Futter zu welchen Abständen? Ich möchte auf jeden Fall sehr, dass es eine gut erzogene Katze wird, die schon etwas mehr hört, als verrückt zu sein. MfG
  7. SteffiRedaktion
    Hallo Martin, danke für das Lob! Es freut mich sehr, wenn ich helfen kann. Viel Spaß mit den kleinen Stubentigern. Und falls es noch Fragen gibt, dann wisst ihr ja, wo ihr mich findet ;-) Herzliche Grüße von Steffi
  8. Martin
    Hallo Steffi, vielen Dank für diese tolle Info-Seite. Meine Verlobte hat sich endlich durchgesetzt und wir bekommen in 2 Wochen zwei kleine Katzen. Ich hab' mir hier viele Tip(p)s geholt - danke! Alles Gute, Martin
  9. SteffiRedaktion
    Hallo Yannick, zu erst einmal würde ich Dir raten, Dich in den Tierheimen in Deiner Nähe umzuhören. Es gibt so viele heimatlose Katzen und Kitten, die auf ein neues, liebevolles Zuhause hoffen. Da müssen meiner Meinung nach keine Züchter unterstützt werden. Dort bekommst Du vielleicht keine Bengalen, aber mit etwas Glück und Geduld sicherlich Mischlinge oder andere zauberhafte Kitten und sie sind wesentlich günstiger in der Anschaffung. Euer Haus scheint groß genug für zwei Kätzchen zu sein. Und ja, ich würde vor allem bei reinen Wohnungskatzen immer zu mindestens zwei Katzen raten. Es scheint zwar im ersten Moment wie mehr Arbeit, aber es gibt unterm Strich in der Regel weniger Probleme und Verhaltensauffälligkeiten. Zu zweit wird einem halt nicht so schnell langweilig wie alleine ;-) Die Kosten für die Erstausstattung kannst Du in diesem Artikel nachrechnen. Zu den Kosten pro Monat lässt sich ganz schwer was sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab: - Was wird gefüttert? - Wie viel wird gefressen? - Wie hoch sind die Tierarztkosten? In unseren Artikeln zum Thema Katzenernährung und Gutes Futter kannst Du eine Menge über Futter und Preise nachlesen. Und in dem Ratgeber zum Thema Katzenversicherungen zum Thema Tierarztkosten. Wenn Du danach noch Fragen hast, dann melde Dich gerne noch einmal. Liebe Grüße von Steffi
  10. Yannick
    Hallo Steffi, Ich möchte 2 Kitten ( am besten bengal oder bengalmischlinge ) Wo kriege ich die her ? Wieviel kostet die Verpflegung impfung und alles pro monat und wielange muss ich anfangs zuhause sein um mich um sie zu kümmern ?