Rasseportrait Chartreux

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Die Chartreux ist eine sehr intelligente und freundliche Katze, die eine enge Bindung zu ihrem Menschen aufbaut. Ist sie mit einer Person vertraut, wird sie anhänglich und lässt sich auch Kunststücke beibringen. Erfahre in diesem Beitrag alles über die Geschichte, das Wesen und viele weitere interessante Facts rund um die Katzenrasse Chartreux.

Steckbrief Chartreux

Einzelheiten zur Chartreux
Größe mittelgroß bis groß
Gewicht Katze/ Kater 4-5 kg / 6-7 kg
Lebenserwartung bis zu 18 Jahre
Körperbau kräftiger und muskulöser Körper, der dennoch elegante Züge hat
Fellfarben Alle Blautöne, immer ohne Fellzeichnungen
Besonderheiten im Erscheinungsbild Das bläuliche Fell und die bernseinfarbenen Augen
Rassetyp Kurzhaarrasse
Herkunftsland mittlerer Osten (vermutlich Syrien oder Türkei)
Anerkannte Katzenrasse von FIFE, WCF, GCCF, TICA, CFA
Typische Rassekrankheiten Keine bekannten Gendefkte

Das Wesen der Chartreux

Die Chartreux ist eine sehr intelligente und freundliche Katze, die eine enge Bindung zu ihrem Menschen aufbaut. Ist sie mit einer Person vertraut, wird sie anhänglich und lässt sich auch Kunststücke beibringen. Der friedliche und entspannten Charakter der Chartreux macht sie zu einer geeigneten Familienkatze, die auch mit Kindern geduldig umgeht und gerne spielt, solange sie auch eine Rückzugsmöglichkeit hat. Wegen ihrer menschenbezogenen Art und ihrem Apportierverhalten wird die Chartreux auch als Hund unter den Katzen bezeichnet.

Trotz ihres anhänglichen Wesens ist sie dennoch selbstständig und weiß sich auch allein zu beschäftigen. Ihr robustes Wesen macht sie zu einer idealen Freigängerkatze, die ebenso gern auf dem Schloss ihres Menschen liegt, wie stundenlang durch die umliegende Natur zu streifen. Dabei ist sie sehr pflegeleicht und umgänglich.

Ob in der Wohnung oder im Wald, die Chartreux ist sehr ruhig und zurückhaltend, dabei aber immer graziös und elegant.

Bilder von Chartreux

 

Geschichte und Herkunft

Woher die Chartreux ursprünglich kommt, ist bis heute nicht sicher geklärt. Vermutlich stammt sie aber aus dem Mittleren Osten, genauer den Bergregionen Syriens. Ebenso ist der Ursprung in den Felsgebirgen zwischen der Türkei und dem Iran denkbar. Durch die Handelsbewegung fand die intelligente Katzenrasse ihren Weg aus dem Mittleren Osten nach Europa, wo sie vor allem wegen ihres Pelzes beliebt war.

Die Zucht der Chartreux begann 1925 in Frankreich auf der Insel Belle-Île. Wenig später reduzierte sich die Zahl der eleganten Katzen aber drastisch, sodass sich Züchter während des Zweiten Weltkriegs gezwungen sahen, die British Kurzhaar mit der Chatreux zu kreuzen, um Inzucht zu vermeiden. Anfang der 70er wurde eine weitere Katzenrasse bei der Chatreux- Zucht verwendet: Die Perserkatze. Beide Einkreuzungen sind inzwischen nicht mehr erlaubt, denn 1977 wurde die Chartreux von der FIFe als eigenständige Rasse anerkannt, nachdem Jean Simonnet sich um das Bestehen der Rasse und ihrer rassetypischen Merkmale bemüht hatte.

In Frankreich, den Niederlanden und Belgien wurde die Chartreux auch während und nach dem Zweiten Weltkrieg ohne die Einkreuzung der British Kurzhaar und der Perserkatze gezüchtet, wodurch die Merkmale der Chartreux hier deutlicher erkennbar sind.

Ihren Namen hat die Chartreux vermutlich von der blaugrauen Wollsortr Pile des Chartreux, die eine auffallend ähnliche Färbung hat, wie das Fell der Katzen. In Deutschland und Österreich ist die Charteux auch unter dem Namen Kartäuser bekannt. Obwohl der Name nur für die Chartreux verwendet werden darf, gibt es einige Züchter, die die British Kurzhaar Blau ebenfalls mit diesem Namen betiteln.

Rassestandarts der Züchtervereine:

Interessantes und Wissenswertes

Chatreux bekannt aus Film und Fernsehen

Auf der Leinwand konnte man die elegante Katzenrasse bereits beobachten: In dem Kinderfilm Stuart Little, adoptiert die Familie Little den Mäusejungen Stuart. Die Katze des Hauses Snowball ist davon aber überhaupt nicht begeistert und bittet den Anführer der Katzen-Mafia Smokey, gespielt von einer Chatreux-Katze, Stuart aus dem Weg zu räumen. Doch zwischen Snowball und Stuart entsteht eine Freundschaft und nun müssen sich die beiden gemeinsam gegen Smokey und die Katzen-Mafia stellen.

Die bekannte französische Schriftstellerin Colette soll ein großer Liebhaber der eleganten Katzen gewesen sein und selbst einige besessen haben. Auch ihre Geschichte La Chatte aus dem Jahr 1933 soll sich um die schlauen Vierbeiner drehen.

Zwar kein Film, aber dennoch erwähnenswert: In dem Gemälde Magdaleine Pinceloup de la Grange von Jean-Baptiste Perronneau aus dem Jahr 1747 ist eine Chatreux auf dem Arm der porträtierten Dame zusehen.

Züchterverzeichnis Chartreux

Literaturtipps Chartreux

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3,5 von 5 Sternen
Stand der Daten: 10. Dezember 2018 9:06

 

Hinweise zur Haltung der Chartreux

Katzenhaltung

Manch einer würde vielleicht glauben, Katze wäre gleich Katze und das Zusammenleben mit diesen selbständigen Raubtieren leicht, solange sie genügend zu fressen und ein paar Streicheleinheiten und Freigang bekommen. Doch auch bei den Katzenrassen gibt es viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind freiheitsliebender als andere und brauchen unbedingt Freigang, manche sind eher gemütliche Einzelgänger.
Es kommt also auch bei unseren Stubentigern auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle rotgetigerten Katzen sind wilde freiheitsliebende Rabauken und nicht jede Maine Coon ist freundlich und verspielt. Bei einer reinen Wohnungshaltung sollte unbedingt für ausreichend Abwechslung gesorgt werden. Wenn es irgendwie möglich ist, ist es für fast jede Katze besser, wenn ein weiterer tierischer Spielgefährte aufgenommen wird.
Damit es harmonisch zugeht und Probleme wie die einer Unsauberkeit gar nicht erst entstehen, solltest du vor der Anschaffung einer Katze diesen Ratgeber lesen:

 

Außerdem haben wir in der Rubrik „Zusammenleben mit Katzen“ viele Artikel und Ratgeber gesammelt, die dir bei verschiedenen Fragestellungen helfen können.

Gesundheit und Pflege

Je nachdem, ob dein Stubentiger ein kurzes oder langes Fell hat, unterscheidet sich natürlich auch der Aufwand der Pflege. In diesen beiden Artikeln findest du alle Hinweise rund um die Fellpflege von Kurz- und Langhaarkatzen:

 

Während der Fellwechselzeit sollte die Fellpflege intensiviert werden. Dabei werden abgestorbene Haare zeitnah entfernt und können nicht mehr von der Katze selbst verschluckt werden (beugt Haarballen vor). Damit das Fell seine seidige Struktur behält, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Mangelernährte Katzen entwickeln oft stumpfes Fell, welches zu Knoten und Verfilzungen neigt. Sollten sich trotz guter Pflege doch einmal Knoten bilden, dann dürfen diese keinesfalls mit einer handelsüblichen Schere herausgeschnitten werden – viel zu groß wäre die Verletzungsgefahr. Empfehlenswert sind spezielle Entfilzungskämme mit integrierten Klingen, die den Knoten behutsam und sicher lösen.

Wichtig für ein kraftvolles Immunsystem und ein langes und zufriedenes Katzenleben ist eine artgerechte und ausgewogene Ernährung der Katze. Fettleibigkeit gilt dabei als die größte und gefährlichste Folge falscher Ernährung. Wichtig ist auch die jährliche Kontrolle beim Tierarzt und die damit verbundenen Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Freigänger-Katzen sollten zudem Tollwut und Leukose geimpft werden.

Versicherungen

Katzen sagt man nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Es mag auch stimmen, dass der Großteil unserer Stubentiger sehr robust ist. Dennoch kommen auch auf Katzenbesitzer regelmäßige Kosten für Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern zu. Und auch wenn Knochenbrüche vielleicht seltener zu behandeln sind als bei einem Hund, können Katzen krank werden. Ob sich eine Krankenversicherung für deine Fellnase lohnt, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Solltest du dir doch Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Liebling machen, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 

QUELLEN:

Bildcredit: (c) Hetizia - Fotolia.com

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