Steckbrief Perserkatze
Perserkatzen sind als die Diven unter den Katzen bekannt. Dabei wird ihnen die Bezeichnung aber nicht gerecht, denn Perser sind zwar recht dickköpfig, wenn sie ihren Menschen aber gut kennen sehr freundliche Katzen, die ihre Krallen nur selten ausfahren. Hier erfahrt ihr mehr zur Katzenrasse der Perser.

Steckbrief Perser

Einzelheiten zur Perser
GrößeMittelgroß
Gewicht Katze/ Kater3,5-7 kg / 6-9 kg
Lebenserwartungca. 15 Jahre
KörperbauKräftiger und eher gedrungener Körper, der aber gut proportioniert ist
FellfarbenAlle Farben sind möglich
Besonderheiten im ErscheinungsbildBreiter Kopf, kleine Ohren, flache Schnauze und ein sehr bauschiges, langes Fell
RassetypLanghaarrasse
HerkunftslandTürkei
Anerkannte Katzenrasse vonFIFE, WCF, GCCF, TICA, CFA
Typische RassekrankheitenAtembeschwerden, tränende Augen, PKD (Nierenzysten), weiße Perser können durch eine genetische Verknüpfung taub zur Welt kommen

Das Wesen der Perser

Perserkatzen sind als die Diven unter den Katzen bekannt. Dabei wird ihnen die Bezeichnung aber nicht gerecht, denn Perser sind zwar recht dickköpfig, wenn sie ihren Menschen aber gut kennen sehr freundliche Katzen, die ihre Krallen nur selten ausfahren. Fremden gegenüber sind sie hingegen eher zurückhaltend und lassen sich nicht unbedingt zum Kuscheln animieren. Durch ihr willensstarkes Wesen möchte die Perserkatze ihren Interessen nachgehen. Sie ist also sehr menschenbezogen, möchte aber auch ihren eigenen Weg gehen können.

Temperamentvoll ist die Perserkatze in der Regel aber nicht. Ihr ruhiges Wesen macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner, der sich gerne zu einem vertrauten Menschen gesellt, nicht aber stundenlang in der Natur herumschwirrt. Lieber genießt die Perserkatze die Ruhe und entspannt, weshalb sie sich auch als Wohnungskatze eignet. Vorausgesetzt natürlich, die Wohnung hat eine gewisse Größe.

Obwohl die Perserkatze nicht die abenteuerlustigste Katze ist, spielt sie in der Wohnung gerne mit ihrer Vertrauensperson. Dabei kann man ihr schon mal kleine Übungen und Herausforderungen bieten, denn Perserkatzen sind sehr intelligente und vor allem willensstarke Tiere.

Auch als Familienkatze eignet der Perser sich bestens. Denn trotz des eigenwilligen Wesens der Rasse ist sie bei „ihren“ Menschen sehr zutraulich. Ihr gelassener und entspannter Charakter macht sie zu einem angenehmen Familienmitglied und Kinder können mit einer Perserkatze jede Menge Spaß haben, solange sie ihr auch ihren Freiraum lassen.

Wenn du dich für eine Perserkatze entscheidest, solltest du dir bewusst darüber sein, dass der Perser einiges an Pflegeaufwand mit sich bringt: Denn das lange Fell muss fast täglich gekämmt werden, damit es nicht verfilzt.

Einen Artikel mit allen Tipps rund um die Pflege von Langhaarkatzen findest du hier.

Bilder von Perser Katzen

Geschichte und Herkunft

Trotz ihres Namens stammt die Perserkatze ursprünglich nicht aus Persien, sondern der Türkei. Hier wurde sie zufällig aus der Russischen Langhaarigen Hauskatze gezüchtet.

Um 1650 wurde die Perserkatze nach Europa eingeführt: Der französische Gelehrte Nicolas Claude Fabri de Peiresc brachte die Katzen nach Frankreich. Mit den heutigen Persern haben die damaligen Tiere nicht mehr viel gemein, denn als die gezielte Zucht der Perserkatze um 1850 in England begann, wurde sie immer mehr auf ihre Merkmale, die gedrungene Form und die platte Nase, gezüchtet, sodass diese immer deutlicher herausstachen. Besonders ca. 100 Jahre später, als Massenzüchtungen in Amerika moderner wurden, wurde die Modeerscheinung „Perserkatze“ immer extremer gezüchtet, was nicht ohne gesundheitliche Folgen blieb – viele Perser haben inzwischen Probleme mit der Atmung und der Nahrungsaufnahme.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden vom GCCF und WCF erstmals Zuchtstandards für die Perserkatze festgesetzt. 1949 wurde die Perserkatze von Fédération Internationale Féline (FIFe) anerkannt und als Rasse aufgenommen.

Erst seit rund 20 Jahren versucht man, die Perser wieder mehr auf ihre natürliche und deutlich tierfreundlichere Erscheinung zu züchten. Denn ähnlich wie bei der Hunderasse Mops haben Tierschützer große Bedenken und bezeichnen die Züchtung als Qualzüchtung, da die Tiere weder richtig atmen noch fressen können.

Rassestandards der Züchtervereine

Perser mit sehr kurzer Nase
Die aktuellen Rassestandards wollen gesunde Perser und nicht mehr solche mit sehr kurzer Nase.

Interessantes und Wissenswertes

Die Perser ist eine sehr bekannte und beliebte Katzenrasse. Da verwundert es nicht, dass sie in Film und Fernsehen mitgespielt hat und es zahlreiche Züchter gibt, die sich den majestätischen Langhaaren verschrieben haben.

Die Perser bekannt aus Film und Fernsehen

Eine der bekanntesten Perserkatzen ist wohl die weiße Katze aus einigen James-Bond- Filmen: Als Markenzeichen und treue Begleiterin von Bonds Feind Blofeld wurde die weiße Perserkatze berühmt. Sie lag stets auf den Armen des Bösewichts, während dieser sie entspannt streichelte. Blofeld ist ein wiederkehrender Feind Bonds, der nicht in jedem Film zu sehen ist: In „Liebesgrüße aus Moskau“ und „Feuerball“ sieht man lediglich den Oberkörper und die Arme des Schurken, wie sie die weiße Katze streicheln.

Eine weitere bekannte Perserkatze kennt man aus der Komödie Meine Braut, ihr Vater und ich. Mr. Jinx, so der Name des Katers, ist das Haustier des Brautvaters Jack Byrnes (gespielt von Robert De Niro), der sie militärisch trainierte, sodass sie sogar auf eine normale Toilette gehen kann. In der Fortsetzung des Films begegnet der arrogante Mr. Jinx Moses, dem Hund der Eltern des Bräutigams und beginnt einen kleinen „Krieg“. Gemeinsam sorgen sie für einige komödiantische Momente.

In der Familienkomödie Cats & Dogs geht es um einen geheimen Krieg zwischen Hunden und Katzen, indem die Katzen versuchen, die Macht an sich zu reißen, während die Hunde ihre Menschen verteidigen und zu ihrem Schutz da sind. Der Kampf der beiden Spezies findet im Untergrund statt und wird von den Menschen erstmal nicht bemerkt. Der Anführer der Katzen – wie sollte es anders sein – ist ein weißer Perser-Kater namens Mr. Tinkles, der dem weißen Perser aus den James-Bond-Filmen zum Verwechseln ähnlich sieht.

Neben zahlreichen Auftritten in der Film- und Fernsehlandschaft gibt es auch zwei Perser- Mixe, die anderweitig für Aufmerksamkeit gesorgt haben: Colonel Meow und Grumpy Cat. Colonel Meow ging als die Katze mit dem längsten Fell in das Guinessbuch der Rekorde ein. Der Mix aus einer Himalaya- und einer Perserkatze hatte Haare, die bis zu 23 cm lang waren. Durch ihr absurdes Aussehen bekam sie viel Aufmerksamkeit und wurde zu einem Internetphänomen. Leider verstarb Colonel Meow 2014 im Alter von nur zwei Jahren an Herzproblemen.

Ebenfalls im ganzen Internet bekannt ist die Grumpy Cat. Wegen ihres grimmigen und gelangweilten Gesichtsausdrucks wurde die kleinwüchsige Katze in zahlreichen Memes eingebaut und ist heute Kult. Grumpy Cats eigentlicher Name ist Tardar Sauce und sie ist ein Snowshoe, Ragdoll und Perser-Mix. Seit 2013 ist Grumpy Cat eine eigene Marke. Mit dem Merchandise rund um seine Katze soll der Besitzer Millionen eingenommen haben.

Züchterverzeichnis Perserkatzen

Die Perserkatze ist eine sehr beliebte Katzenrasse, wodurch es auch im deutschen Raum viele Züchter gibt.

Hier einige der deutschen Züchter:

Literaturtipps für Perser-Liebhaber

Da die Perserkatze sehr beliebt ist, gibt es rund um sie verschiedenste Literatur. Schöne Bücher sind beispielsweise diese:

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 Perser & Co.: Langhaarkatzen und Exotic Shorthair (Heimtiere)Perserkatzen: Anhängliche Samtpfoten. Mit der richtigen Pflege und genügend Beschäftigung geht es ihnen rundum gutIhr Hobby Perserkatzen
 
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Stand 19. November 2017 14:5819. November 2017 14:5819. November 2017 14:58

Hinweise zur Haltung von Perserkatzen

Manch einer würde vielleicht glauben, Katze wäre gleich Katze und das Zusammenleben mit diesen selbständigen Raubtieren leicht, solange sie genügend zu fressen und ein paar Streicheleinheiten und Freigang bekommen. Doch auch bei den Katzenrassen gibt es viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind freiheitsliebender als andere und brauchen unbedingt Freigang, manche sind eher gemütliche Einzelgänger.
Dennoch kommt es auch bei unseren Stubentigern auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle rotgetigerten Katzen sind wilde freiheitsliebende Rabauken und nicht jede Maine Coon ist freundlich und verspielt.
Damit es harmonisch zugeht und Probleme wie die einer Unsauberkeit gar nicht erst entstehen, solltest du vor der Anschaffung einer Katze diesen Ratgeber lesen:

 

Außerdem haben wir in der Rubrik „Zusammenleben mit Katzen“ viele verschiedene Artikel und Ratgeber gesammelt, die dir bei verschiedenen Fragestellungen helfen können.

Versicherungen

Katzen sagt man nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Es mag auch stimmen, dass der Großteil unserer Stubentiger sehr robust ist. Dennoch kommen auch auf Katzenbesitzer regelmäßige Kosten für Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern zu. Und auch wenn Knochenbrüche vielleicht seltener zu behandeln sind als bei einem Hund, können Katzen krank werden. Ob sich eine Krankenversicherung für deine Fellnase lohnt, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Solltest du dir doch Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Liebling machen, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 


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