Labrador Erziehung leicht gemacht

Meine Erfahrungen mit einem Labrador

Mit ihrem dichten Fell sind diese drei unterschiedlich farbigen Labrador-Retriever auch für Schnee gut gerüstet.
Labrador Retriever sind freundliche Familienhunde, die trotzdem eine gute Erziehung brauchen.

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Wenn dich ein Labrador anschaut, dann fragt sich jeder: Können diese Augen trügen? Nein, können sie nicht. Genau das macht die Erziehung eines Labradors allerdings zu einer Herausforderung.

Wieso das so ist, das schauen wir uns gleich an. Vorher werfen wir einen Blick auf die Eigenarten eines Labradors, damit du ihn besser verstehst.
Bei der Erziehung musst du nämlich auf ganz andere Dinge achten, als du vielleicht gedacht hattest.

Der Labrador ist ein sehr lehrsamer und liebenswerter Familienhund. Die Rasse wurde dafür gezüchtet, das erlegte Wild zum Jäger zu apportieren (ohne dabei einen Happen davon zu nehmen). Das super freundliche Wesen des Labrador birgt jedoch seine Tücken in der Erziehung, die leicht übersehen werden können.

Der Labrador und seine Eigenarten

„Guck mal, wie sehr der sich freut!“

Wie sehr sich ein Labrador über deine Anwesenheit freuen kann, auch wenn du nur zweieinhalb Minuten aus dem Raum raus warst, weißt du vermutlich nur zu gut.  Bei deiner Rückkehr wedelt nicht nur der Schwanz, sondern direkt der ganze Hund. Seine Begeisterung ist so ansteckend, dass bestimmt du selber, aber auch deine Freunde darauf mit ausgiebigem Streicheln reagieren.

Nur allzu gerne lässt man einem Labrador einiges durchgehen, weil er einfach zu niedlich und freundlich ist.

Labrador Retriever sind sehr aufmerksame Tiere, die gerne arbeiten und gefordert werden. Auch im Urlaub am Strand.
Labrador Retriever sind sehr aufmerksame Tiere, die gerne arbeiten und gefordert werden. Auch im Urlaub am Strand.

Ich erinnere mich noch wie heute: Gaya und ich waren in der Welpenschule und mein supersüßer Welpe sprang vor lauter Überschwang an mir hoch. Wir beide hatten einfach Spaß. Meine Trainerin meinte damals, ich werde es bei der Erziehung mal richtig schwer haben.

Wenn Gaya an den Hosenbeinen hochgesprungen ist, fand das jeder witzig. Du kannst diesen netten Tieren einfach nichts übel nehmen. Und genau dies ist der Punkt, an dem es in der Erziehung knifflig wird. Du würdest nämlich gerne mitlachen, musst aber konsequent bleiben.
Meine Trainerin sagte darauf, „sagen Sie ihren Bekannten, dass sie das Hochspringen nicht mit Streicheln belohnen sollen. Wenn sie es doch tun, dann erinnere sie daran, dass dieser Hund irgendwann 30kg wiegt und im Herbst die weiße Hose dann nicht mehr weiß bleiben wird.“

Ich habe ihren Rat befolgt und natürlich gab es genug Freunde, die bloß abgewunken haben. Aber der nächste Herbst folgte und die Situation war wie im Lehrbuch! Aus einer weißen Hose wurde eine mit schlammbraunen Pfotenabdrücken.

Fußgänger weichen gerne mal aus, wenn sie einem Rottweiler begegnen, wobei diese genauso herzensgut sein können wie ein Labrador. Alt und Jung finden Labrador Retriever dagegen, trotz ihrer Größe, einfach nur knuffig. Und genau deshalb war es wirklich schwer, meiner Gaya das Hochspringen abzugewöhnen. Labradore haben einen hohen Sympathiefaktor, was dazu führt, dass man ihnen vieles durchgehen lässt.

Junge Labrador-Welpen sind wie alle Kinder sehr verspielt und verbringen ihre Zeit am liebsten draußen im Grünen
Junge Labrador-Welpen sind so süß! Doch auch aus ihnen wird irgendwann ein großer Hund.

Die besten Tipps zur Labrador Erziehung

Der Labrador ist sehr lehrsam und lässt sich mit Leckerli zu fast allem motivieren. Das solltest du für die Erziehung unbedingt nutzen.

Sitz, Platz, Fuß sind eine Kleinigkeit für ihn, das habt ihr ratzfatz drauf, wenn ihr regelmäßig übt. Denn so gerne ein Labrador auch lernt: Von nichts kommt nichts.

Die eigentliche Königs-Disziplin ist es für deinen Labrador, Fressen – oder vermeintliches Fressen – liegenzulassen und nicht alles runterzuschlucken wie ein Staubsauger.

Was sie nämlich besonders gut können, ist bis zum Platzen zu fressen.
So musste ich mit meinem 5 Monate alten Welpe tatsächlich zum Tierarzt, weil sie ein ganzes Bäckerblech Kuchen gefressen hat. Das richtige Training hilft dir, den Hund zu zügeln und zwar zu seiner eigenen Sicherheit. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass vergiftete Köder ausgelegt werden. Damit dein Labrador zuverlässig lernt, draußen Futter liegenzulassen, empfehle ich dir unbedingt das  Anti-Giftköder-Training zum Beispiel von Hey-Fiffi. Hier lernst du wie du deinem Labrador beibringst, Fressbares liegenzulassen.

 

Natürlich hat der Labrador Retriever neben seiner Verfressenheit noch andere Eigenarten, die ihn auszeichnen. Dazu zählt sein Spaß am Apportieren.
„To retrieve“ bedeutet in diesem Zusammenhang nämlich nichts anderes als „apportieren“. Das ermöglicht dir als Labrador-Herrchen oder Frauchen richtig schöne und spannende Möglichkeiten!

Hast Du die folgenden Dinge schon mit deiner Fellnase gemacht?

  • schwimmen
  • Apportieren von Gegenständen (dein Hund, nicht du!)
  • Apportieren von Gegenständen aus dem Wasser (ebenfalls dein Hund, nicht du!)
Spielen und Wasser - eine hervorragende Kombination für jeden Labrador!
Spielen und Wasser – eine hervorragende Kombination für jeden Labrador!

Wenn nicht, dann solltest du das unbedingt nachholen, denn ein Labrador ist der perfekte Hund dafür. Vielleicht hast du es schon daran bemerkt, dass dein Labrador deine Schuhe und deine Wäsche durch die Gegend trägt, ohne auch nur ein Kerbe in den Gegenständen zu hinterlassen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass auch du einen Hund hast, der unbedingt apportieren will. Er wird eine kindliche Freude daran haben, zu schwimmen und Gegenstände aus dem Wasser zu holen. Das ist sein Naturell. Dafür ist dein Labrador da.

Aber wie bei allem im Leben gibt es auch Ausnahmen. Ich habe auch schon Labradore getroffen, die keinen Zentimeter ins Wasser gehen wollten oder die keinen Spaß am Apportieren hatten.
Nur, weil dies Eigenarten dieser Rasse sind, muss das nicht auf deinen Labrador zutreffen.

Letztendlich ist jeder Hund ein Individuum und sollte auch so behandelt werden. Solltest du also einen Labrador haben, der seine Rassebeschreibung nicht gelesen hat, sei nicht traurig. Ihr findet auch andere tolle Beschäftigungsmöglichkeiten.

Fehler in der Erziehung eines Labrador

Sei es, dass dein Labrador deinen Garten umgraben möchte, dir das Essen vom Tisch klaut oder an Menschen hochspringt. Bei all diesen Verhaltensweisen ist eines ganz wichtig, nämlich deine Konsequenz.

Ein Fehler ist es also, dich vom zuckersüßen Blick deines Labradors um den Finger wickeln und ihm alles durchgehen zu lassen.

Ein Labrador braucht immer etwas zu tun. Und wenn es nur das Apportieren von Stöcken ist.
Ein Labrador mag Beschäftigung. Und wenn es nur das Apportieren von Stöcken ist.

 

Ein weiterer Fehler in der Erziehung eines Labrador ist die fehlende oder falsche Auslastung. Ein Labrador hat Spaß am Lernen und möchte gerne gefordert, aber nicht überfordert werden.
Lerne deinen Hund gut kennen und finde heraus, was ihm Spaß macht. Er wurde nämlich nicht zum Rumliegen gezüchtet, sondern zum Arbeiten.

Und dann ist da natürlich noch das überschwängliche Temperament eines Labrador, das du in angemessene Bahnen lenken solltest. So niedlich es sein mag, dass er sich über alles und jeden freut, so anstrengend kann genau das sein. Anstatt hinzunehmen, dass er gerne Menschen anspringt, solltest du mit ihm lieber Impulskontrolle üben. Das gilt auch für das Nicht-Aufnehmen von Fressbarem.

Ebenfalls vermeiden solltest du es, deinen Labrador nie alleine zu lassen. Am liebsten wäre er natürlich gerne immer in deiner Nähe, aber das Alleinbleiben gehört zum Alltag. Du möchtest schließlich auch mal in Ruhe auf die Toilette gehen können, ohne, dass du von deinem Hund verfolgt wirst.

Der größte Fehler überhaupt ist aber zu sagen „Der ist halt so, das ist ein Labrador“.
Jede Hunderasse verfügt über spezielle Eigenarten. Diese als Grund für angebliche Nicht-Erziehbarkeit zu nutzen, ist eine Ausrede. Löse daher deinen Blick von der Rassebeschreibung und nimm deinen Labrador einfach als das wahr, was er ist: Ein Hund!

Labrador-Welpen wie diese beiden hell und dunklen Exemplare sind verspielte aber auch schon sehr aufmerksame Hunde, die du schon sehr früh erziehen kannst.
Auch ein Labrador kann in seinem Verhalten von der typischen Rassebeschreibung abweichen.

Labrador-Welpen erziehen

Im Grunde sieht die Erziehung eines Labrador-Welpen genauso aus wie die anderer Hunde. Du solltest vom ersten Tag an wissen, was er darf und was nicht und diese Regeln konsequent einhalten. Dadurch, dass Labradore so gerne fressen, bietet es sich an, sein Futter als Belohnung zu nutzen.

Am Besten übst du mit ihm über positive Trainingsmethoden. So macht euch beiden das Lernen am meisten Spaß und es festigt eure Beziehung. Schließlich möchtest du ja, dass dein Welpe Vertrauen zu dir aufbaut und keine Angst vor dir hat.

Besonders wichtig für die Erziehung deines Labrador-Welpen ist, dass er Kontakt zu Hunden verschiedenster Rassen und Altersstufen hat. So lernt er am besten die Vielfalt hundlicher Kommunikation kennen und auch, sich angemessen zu verhalten.

Bleibt er jedoch nur unter seinesgleichen, also nur unter anderen Labradoren, kann es passieren, dass er später Probleme hat, mit anderen Hunden zu kommunizieren. Wie auch, wenn er es nicht gelernt hat?

Deshalb solltest du nicht an einem Welpenkurs teilnehmen, bei dem nur Labradore sind, sondern lieber an einem, bei dem die Gruppe bunt gemischt ist.

Mein Fazit für eine leichte Labrador-Erziehung:

  • So schwer es fällt: lass dich von der Liebenswürdigkeit deines Labbis nicht einwickeln, sondern bleibe in der Erziehung konsequent. Auch der niedlichste Welpe wird irgendwann ein großer Hund.
  • Lernt apportieren! Es ist jede Mühe wert. Denn ein Labrador ist geradezu begierig danach, dir zu gefallen. Du gibst ihm mit diesen Lektionen die Möglichkeit das zu tun, was er am besten kann. Das freut ihn und damit auch dich.

Hast du ähnliche Erfahrungen in der Labrador-Erziehung gemacht?

Warst du mit deinem Labbi schon mal schwimmen?

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Über Mignon 4 Artikel
Ich habe mein ganzes Leben mit Hunden verbracht und kann mir ein Leben ohne Hund gar nicht vorstellen. Mit meiner Labrador Hündin Gaja habe ich nicht nur Welpen- und Hundeschule besucht, sondern immer wieder Einzelunterricht genommen, wenn große Ereignisse ins Leben kamen, wie Schwangerschaft, Nachwuchs oder auch Unfälle, die das Leben verändern.

4 Kommentare

  1. Ich liebe meinen Anton über alles… aber er ist oftmals wirklich wirklich anstrengend. Inzwischen ist er 2 Jahre alt. Ich war mit ihm in der Hundeschule, dann bei einem Einzeltrainer, der auch Gruppenunterricht gegeben hat. Und ich habe konsequent jeden Tag mit ihm trainiert. Mache ich immer noch. Wie lange dauert es denn NOCH, bis er endlich komplett entspannt an der Leine ist? Auch, wenn ich mich nebenher unterhalte. Auch, wenn uns andere Hunde begegnen… Er ist niemals aggressiv. Aber extrem extrovertiert. Jeder andere Hund ist spannend und jedes Mal macht er Theater an der Leine. Ich habe schon eine chronische Sehnenscheidenentzündung deswegen :-(. Selbst, wenn ich mit ihm Ball im Park spiele (oder am/im Wasser), schaut er sich nebenbei ständig um, um ja nichts zu verpassen. Und rennt davon (also vom Spiel), sobald ein anderer Hund vorbeikommt. Ich kann ihn dann zwar wieder abrufen.. aber ich kann ihn nicht von Anfang an abhalten. Ich bin jeden Tag 1-2 Stunden mit ihm unterwegs. Aufgeteilt in 2 Spaziergänge. Ich biete ihm viel Abwechslung. Mal mit Spieleinheiten. Mal mit Trainingseinheiten. Mal „nur“ ein großer Spaziergang. Durch die Stadt, am Wasser entlang, durch einen Wald, über Felder. Meistens allein, aber oft auch mit anderen Hunden. Mal ohne Leine, meistens mit. Er darf NIE an der Leine ziehen. Wenn er das doch macht, habe ich schon diverse Dinge versucht. Richtungswechsel, Stop, kurzer Leinenruck, eng an der Wand laufen, damit er gezwungen ist, hinter mir zu bleiben. Auch die Stupfer in die Flanke habe ich schon probiert. Und all das nicht etwa nur 1-2 Mal! Sondern dieselbe Methode täglich und über Wochen!!!
    Bin echt verzweifelt, weil das so einfach keinen Spaß macht :-(((.

    • Hallo Claudia,

      ich kann so gut nachvollziehen, dass es Dir keinen Spaß macht mit so einem aufgedrehten Hampelmann an der Leine! Unser „Redaktions- und Testhund“ Chief hat leider in den ersten 9 Monaten seines Lebens gelernt, dass es von Erfolg gekrönt ist, wenn er nur lange und stark genug an der Leine zieht. Weil dann entweder das andere Ende der Leine entnervt aufgegeben hat oder er sich losreißen konnte. Er ist nun (in diesem Fall leider) kein Labrador und so konnte wir mit Leckerchen egal welcher Art gar nichts erreichen. Es war ein regelrechter Kampf!
      Mittlerweile haben wir den dritten Ansatz an unserer Leinenführigkeit zu trainieren und er ist chemisch kastriert. Da wird es langsam besser und von Erfolg gekrönt. Es ist einfach ein Gedulds- und Konsequenzspiel. Und was Dir jeder gute Trainer sagen wird: richtig trainieren kannst Du nur, wenn der Hund auch lernen kann, also nicht zu aufgeregt/abgelenkt ist.
      Wir haben von Anfang an ein Training über positive Verstärkung mit einem Marker aufgebaut, das keinerlei Form von Strafe wie Leinenrucke oder Flankenstupser beinhaltet (Artikel zum Clickertraining findest Du hier und eines zur Leinenführigkeit hier.). Wenn Du daran Interesse hast, kann ich Dir das „Trainieren statt Dominieren„-Netzwerk empfehlen.

      Mir hat besonders geholfen, Situationen zu meiden, von denen ich wusste, dass unser Chief noch nicht locker an der Leine gehen kann. Ich habe lieber Situationen gesucht, von denen ich wusste, dass sie uns gut tun.

      Halt durch, es wird besser und lohnt sich dann!
      Aber ein Wundermittel gibt es leider nicht.
      Liebe Grüße von Steffi

  2. Heute sagte eine Hundebekannte das mein brauner labbi dumm sei. Darauf antwortete,
    Es gibt auch dumme Menschen mit denen muss ich auch zurecht kommen. Ich liebe meinen Labbi auch mit seiner Eigenart. Konsequent und einen schärferen Ton von mir brauch er. Er würde mich sonst garnicht ernst nehmen. Wenn ich leise rede macht er gar nichts. An alle braunen Labbi Fans. Es sind die Besten.

  3. Liebe Claudia, ich kann verstehen das es so echt anstrengend ist, wenn man Vorallem sehr lange trainiert und sich dennoch irgendwie nichts so recht ändern mag. Leider ist es in den meisten Hundeschulen Gang und Gebe diesen „Stups in die Seite bzw in die Flanke“, an die Wand drücken an der Leine zurück ziehen. Und andere Grausame Methoden auszuüben. Es ist immer wieder fruchtbar und mir ein Anliegen, das solche Hundetrainer irgendwann ihre gerechte Strafe bekommen. Es ist ein ähnliches Prinzip wie bei Cecar Millan. Es ist schlichtweg Tierquälerei seelische Grausamkeit und dieser Mann hat ja dafür seine Strafe erhalten. Fakt ist ganz klar: Einen Hund sollte und kann man nur mit Liebe und Respekt vor seiner Selbst erziehen. Ich habe auch eine Labrador Hündin Lilly mittlerweile 8 Jahre alt. Sie kam aus einer schlechten Haltung bzw von einem angeblichem Züchter…sie hatte ständig Panik, schlimme Alpträume, Dauernd Angst zu fressen, hat die ersten 2 Tage fast gar nichts gefressen, an der Leine ziehen und zerren, Defensiv Aggressives Verhalten gezeigt, aber all das haben wir in 1 Jahr hingekriegt: für uns gab es immer zwei Grundlegende Dinge: 1. Der Hund ist ein vollwertiges Familienmitglied und wird dementsprechend immer mit überaus viel Liebe und Respekt behandelt, und 2. Es wird niemals an der Leine gezogen auch nicht wenn sie Zieht. Die Leine hängt immer durch. Und so haben wir es bis heute gemacht außer natürlich sie steht unmittelbar auf der Straße oder eine Gefahr droht dann muss man sie im Notfall weg ziehen, aber ansonsten auch wenn sie andere Hunde verbellt, es ist nur ihre Art zu kommunizieren auch das wird von uns immer toleriert, und wenn sie Theater macht auch an der Leine dann kurz stehen bleiben beruhigend einwirken und weitergehen. Nach 1 Jahr konnte man dabei zusehen wie aus diesem kleinen Häufchen Elend ein zufriedener freundlicher und ausgeglichener Hund wurde. Mit Dem Clicker kann man eine Menge machen, und bei Labbis mit Leckerlie sowieso, deshalb kann ich nur empfehlen niemals bestrafen sondern korrektes Verhalten belohnen und nicht korrektes Verhalten ignorieren. Und am wichtigsten sich zu verinnerlichen ist immer: Ein Hund egal welche Vorprägung oder Rasse reagiert immer auf Druck oder Berührungen. Das kann man beobachten wenn man den Hund rechts hinten am Po berührt, der Hund geht immer nach links in die Entgegengesetzte Richtung der Berührung bzw Druckeinwirkung, so auch beim an der Leine ziehen. Desto mehr man die Leine auf Spannung hat desto mehr wird der Hund ziehen, denn es ist ein Zugtier, also desto mehr Leinenzug desto mehr wird der Hund dagegen halten. Halsbänder verstärken diesen Instinkt des Hundes noch, deshalb immer ein Geschirr verwenden. Das erleichtert das Training ungemein. Und immer bei jedem Teilschritt und noch so kleinem Erfolg belohnen. Und auch mit der Stimme und den Worten überschwänglich sein und loben loben loben. Ich hoffe ich konnte etwas zur Hilfe beitragen. Liebe Grüße an Anton!;) und viel Erfolg beim Training?
    Es Grüßt Theresa mit Lilly

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