Mein Hund hört nicht – warum nur?

Ein Boxer schaut aufmerksam auf den erhobenen Zeigefinger seines Herrchen
Dein Hund versteht nicht, warum du mit ihm schimpfst, wenn er weggelaufen war und nun wieder da ist.

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Kennst du das auch, dass dein Hund nicht kommt, obwohl du lauthals rufst? Oder dass er sich nicht setzt, obwohl er dich genau gehört hat?

Das sind die Momente, in denen sich wohl jeder Hundebesitzer fragt: Wieso hört mein Hund nicht? Kann er nicht oder will er nicht?

Mein Hund hört nicht – woran liegt das?

Es kann viele verschiedene Ursachen haben, dass dein Hund nicht hört.

In den seltensten Fällen liegt es daran, dass ich zu weit weg bin von meiner Hündin oder zu leise rufe. Also muss es einen anderen Grund dafür geben, dass Luna das Kommando nicht ausführt.

Gesundheitliche Ursachen

Der offensichtlichste Grund, weshalb ein Hund nicht hört, ist der hier: Er ist taub oder schwerhörig.

Bei alten Hunden kann die Hörkraft stark nachlassen und sie nehmen uns akkustisch schlechter wahr. Damit mich meine 12 Jahre alte Luna hört, muss ich inzwischen viel lauter rufen und körpersprachlich auf mich aufmerksam machen.

Ein älterer Hund sitzt mit dem Rücken zum Betrachter
Wenn dein Wuffel nicht hört, kann es auch einfach daran liegen, dass er Probleme mit den Ohren hat.

Und auch junge Hunde können durch verschiedenste Ursachen schwerhörig oder taub werden. Das merkst du recht schnell, wenn dein Vierbeiner kaum noch oder gar nicht mehr auf Geräusche reagiert.

Andere Ursachen

Aber wieso hört dein Welpe oder dein erwachsener Hund nicht, obwohl seine Ohren funktionieren?

Das liegt an einem dieser Faktoren:

  • Er hat nicht ausreichend gelernt, was er tun soll.
  • Er ist zu stark abgelenkt.
  • Er befindet in einem Konflikt und kann dein Kommando nicht ausführen.
  • Dein Kommando war nicht eindeutig.

Viele Hundebesitzer überfordern ihre Hunde schlichtweg. Sie üben Zuhause viermal das Sitz und wundern sich dann, dass es draußen nicht klappt. Dabei braucht es zig Wiederholungen unter möglichst vielen Ablenkungen, bis dein Hund ein Signal richtig gelernt hat. (Auf unserer Übersichtsseite zum Thema Hundeerziehung findest du ganz viele Tipps zum Training mit deinem Hund.)

Aber er lernt ja nicht nur eines, sondern ganz viele. Sitz, Komm, Bleib und Aus sind nur ein paar davon.

4 Tipps, damit dein Hund besser auf dich hört

1. Tipp: Wenn dein Hund nicht hört, frage dich zuerst: Habe ich dieses Signal schon ausreichend mit ihm geübt und ihn dafür intensiv belohnt?

Für deinen Hund muss es sich nämlich rentieren, auf dich zu hören. Deshalb solltest du ihn keinesfalls bestrafen, wenn etwas nicht funktioniert.

Es kann auch sein, dass er gerade zu stark abgelenkt ist und dich wirklich nicht wahrnimmt. Ich versinke auch manchmal so tief in ein Buch, dass ich es nicht höre, wenn mich jemand anspricht. So geht es auch unseren Hunden, wenn sie gerade einer Hasenspur folgen. Das ist keine böse Absicht.

Ein Hund steckt mit dem Kopf in einem Mauseloch
Wenn dein Hund nach Mäusen oder Maulwürfen buddelt, wird er dich nur schwer hören.

2. Tipp: Übe mit ihm, dass er dich auf Signal anschaut.

Ein Hund, der dich ansieht, ist nämlich ansprechbarer als einer, der mit dem Kopf in der Erde steckt und nach Mäusen buddelt.

3. Tipp: Beobachte genau, ob dein Hund das Signal gerade ausführen kann.

Manchmal hört dein Hund auch nicht, weil er sich in einem Konflikt befindet. Er würde sich zwar setzen, aber ein kalter, nasser Boden hält ihn davon ab. Er möchte gerne zu dir kommen, wird aber von einem anderen Hund bedroht.

Du musst ein Kommando nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen. Manchmal braucht dein Hund vielmehr dein Verständnis oder sogar deine Hilfe.

4. Tipp: Sei eindeutig und verwende immer das gleiche Signal.

So hilfst du deinem Hund, dich richtig zu verstehen.

Es kann nämlich auch sein, dass dein Hund nicht weiß, was du von ihm möchtest.
Mal rufst du für seinen Rückruf „komm her“, mal „hierhin jetzt“ oder bloß seinen Namen. Woher soll er wissen, was du von ihm erwartest?

In den meisten Fällen hört dich dein Hund wahrscheinlich sehr gut. Dass er nicht wie gewünscht reagiert, hat andere Ursachen, an denen du zum Beispiel mit Hilfe des Online Hundetrainings arbeiten kannst.

 

Und denk immer daran: Je mehr Spaß du mit deinem Hund hast, umso besser hört er auch.

Um einen Hundetrainer sitzen aufmerksam drei Hunde
Damit dein Hund immer auf dich hört, müsst ihr viel trainieren. Und damit er gerne auf dich hört, sollte es Spaß machen!
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Bildcredit: (c) Jana Behr - Fotolia.com


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Über Nima 47 Artikel
Ich bin Nima und lebe zusammen mit drei liebenswerten Hunde-Mädels. Als ausgebildete Hundetrainerin liegt mir ein respektvoller Umgang mit unseren Vierbeinern sehr am Herzen.

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