Pinkeln oder Markieren - warum ist meine Katze unsauber?

Pinkeln oder Markieren - warum ist meine Katze unsauber?

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In diesem Ratgeber soll es um unsaubere Katzen und die Unterscheidung zwischen Harnmarkieren und Pinkeln gehen. Wir beantworten dabei die Fragen: Warum muss ich beides unterscheiden? Wie mache ich das? Und was kann ich gegen beides tun?

Schwarze Katze auf einem Katzenklo mit Deckel
Normalerweise sind Katzen sehr reinliche Tiere und nutzen ihr Katzenklo. Aber was, wenn irgend etwas der Katze stinkt?

Nahezu bei jedem Katzenbesitzer kommt irgendwann in seinem Leben als Dosenöffner der Punkt, an dem die so entspannte Beziehung zwischen ihm und seinem Schmusetiger empfindlich gestört wird: die Katze pinkelt überall hin oder der Kater markiert. Manchmal handelt es sich um ein einmaliges Ereignis, manchmal verschwindet dieses Verhalten von alleine oder ist Ausdruck einer Erkrankung. Aber manchmal ist die Lösung nicht so einfach zu finden. Dann ist der menschliche Spürsinn gefragt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Warum muss ich unterscheiden, ob meine Katze pinkelt oder mein Kater markiert?

Zu erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass du beides unterscheiden solltest, weil es verschiedene Probleme sind, die ganz unterschiedliche Lösungen erfordern!

Das Harnmarkieren ist an sich eine vollkommen natürliche Verhaltensweise für eine Katze. Sie kommunizieren nicht nur über Laute und Körpersprache sondern eben auch über Markierungen und damit verbundene Gerüche. Markierungen erfolgen dabei durch Berührungen, also das Köpfeln oder Entlangstreichen mit dem Körper, das Reiben des Gesichtes insbesondere der Partie um den Mund oder auch das Verteilen von Duftstoffen durch die Pfoten und durch das Setzen von Harn- und seltener Kotmarkierungen. Dadurch teilen die Katzen sich untereinander mit, wer sie sind und wie es ihnen geht. Unkastrierte Kater markieren dabei meistens mehr als unkastrierte Katzen und erheblich mehr als kastrierte Katzen oder Kater. Aber ja: auch kastrierte Katzen und Kater können markieren! Das kommt nicht so sehr oft vor, ist aber nicht ausgeschlossen. Es handelt sich beim Harnmarkieren also um eine natürliche Verhaltensweise und keine Verhaltensauffälligkeit.

Katze markiert mit der Schnauze
Markieren durch Berührungen mit Schnauze, Pfoten und Körper sowie durch Urin gehören zur normalen Katzen-Kommunikation dazu.

Anders sieht das aus, wenn es sich um eine klassische unsaubere Katze handelt. Denn das normale, natürlich Verhalten einer Katze sieht feste Orte für ihr kleines und großes Geschäft vor. Katzen sind sehr reinliche Tiere und trennen zwar oftmals die Orte für kleines und großes Geschäft (daher auch die Faustformel: Anzahl der Katzen +1 ergibt die benötigte Anzahl der Katzenklos), pinkeln aber nicht grundlos irgendwo hin. Das heißt der Unsauberkeit einer Katze liegt ein Problem zu Grunde, das es zu lösen gilt. Welche Gründe diese Unsauberkeit haben kann, kannst du hier in unserem Ratgeber zu unsauberen Katzen nachlesen.

Wie unterscheide ich Harnmarkieren und Unsauberkeit bei Katzen

Es ist am einfachsten das Harnmarkieren vom Pinkeln zu unterscheiden, wenn du deine Katze dabei beobachtest.

Das Pinkeln läuft in der Regel so ab, dass sowohl Katze als auch Kater versuchen eine Kuhle scharren, sich dann in diese Kuhle hocken und nach dem Geschäft dieses versuchen (mit mehr oder weniger großem Erfolg ;-) ) zu verscharren.

Das Markieren erfolgt nach einem anderen Schema: Erst riecht der Kater oder auch die Katze an der Stelle, die sich üblicherweise etwa auf Katzennasenhöhe befindet. Danach drehen sie sich um, strecken das Hinterteil nach oben wobei der Schwanz steil nach oben gerichtet ist und mehr oder weniger wild zuckt und markieren senkrecht nach hinten. Anschließend wird die Stelle noch einmal ausgiebig beschnuppert.

Katze markiert an einer Säule
Um Harnmarkierungen zu setzen, richten Katzen sich auf und strecken ihren zitternden Schwanz in die Höhe.

Wenn du keine Gelegenheit hast Deinen Stubentiger dabei zu beobachten, dann kannst du die folgenden Tipps versuchen:

- Befindet sich die Pfütze eher am Boden (Teppich, Bett, Sofa, auf dem Boden liegende Kleidung)? Dann handelt es sich eher um eine Unsauberkeit.

- Befindet sich die Pfütze am Boden an markanten Stellen in der Wohnung (Schränke, Türen oder auch Wände) und findet sich auch Urin in Höhe des Hinterns deiner Katze? Dann ist es wahrscheinlich ein Markieren. (Manchmal ist das schwierig herauszufinden, weil der Urin am Schrank/ an der Tür schon getrocknet ist und nur noch die Pfütze am Boden zu sehen ist, aber mit Schwarzlicht kannst du auch getrockneten Urin erkennen)

Die Menge des Urins also die Größe der Pfütze ist dabei nicht sehr aussagekräftig. Denn auch beim Harnmarkieren können große Mengen an Urin abgegeben werden.

Was kann ich tun, wenn meine Katze markiert?

Die allererste Möglichkeit, die sich ergibt, ist die Kastration von Katzen und Katern. In einem hohen Prozentsatz aller Fälle verhindert dies ein weiteres Harnmarkieren.

Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein oder tritt das Markieren durch Urin erst nach einer Kastration auf, so gilt es herauszufinden, was die Katze stresst. Denn üblicherweise markieren Katzen nur in Situationen, in denen sie das Gefühl haben ihr Revier sei bedroht.

Doch wodurch können Stubentiger sich bedroht fühlen und was kannst du dagegen tun?

- Ein neues Familienmitglied greift in das Revier der Fellnase ein. Das kann ein Baby sein, das beginnt zu krabbeln oder eine zweite Katze, die erwachsen geworden ist und ausprobieren möchte, wer der stärkere ist. In beiden Fällen ist es wichtig, dem Stubentiger Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Am liebsten haben Katzen dabei hoch liegende Plätze, von denen sie einen guten Überblick über das Geschehen haben und die gut zu verteidigen sind. Das muss nicht immer ein großer Kratzbaum sein, sondern kann auch ein Platz auf einem Schrank oder Regal sein. Sieh dir deine Wohnung  ganz bewusst an und überlege, ob dies gegeben ist. Und dabei ist es gerade bei zwei Katzen wichtig, dass jeder die Möglichkeit für seinen eigenen Rückzug hat - auch wenn sie sich sonst noch so gut verstehen. Wenn du mit deinem besten Kumpel oder einer guten Freundin zusammenleben würdest, möchtest du ja auch nicht auf Dauer dein Bett mit ihr teilen, oder?

Eine Katze sitzt im Katzenklo, eine andere steht böse aussehend daneben
Wenn zwischen zwei Katzen Revierstreitigkeiten ausbrechen, kann das die Ursache für sowohl Unsauberkeit als auch Harnmarkieren sein.

- Du hast neue Möbel, ein anderes Deo oder ein neues Waschpulver, das dafür sorgt, dass das Revier deiner Katze (also deine Wohnung) nicht mehr so riecht wie gewohnt. Wenn deine Fellnase sehr sensibel ist oder die Veränderungen sehr groß sind, dann kann das dazu führen, dass das normale Markieren durch Körperkontakt nicht mehr ausreicht. Deiner Katze stinkt es sozusagen und dagegen setzt sie ihren eigenen Geruch um sich wieder heimisch zu fühlen. Vielleicht kennst du das Gefühl ja auch, wenn du in eine neue Wohnung ziehst oder ein neues Möbelstück aufstellst. Es dauert eine Weile bis es wie Zuhause riecht. Und nun überleg dir, wie viel besser unsere Katzen riechen können!

- In der Nachbarschaft ist eine neue Katze eingezogen, die ihr Geschäft direkt vor eurem Wohnzimmerfenster verrichtet oder dort markiert oder regelmäßig rollig ist oder auch ein neuer, lauter Hund wohnt nun nebenan. Das sind alles Gründe, die auch dazu führen können, dass dein Stubentiger, obwohl er eine reine Wohnungskatze ist, sich so beunruhigt fühlt, dass er sein Revier durch Markieren verteidigen muss. Die gleiche oder eine ähnliche Situation kann die Ursache sein, wenn du einen Freigänger hast, der auf einmal anfängt in der Wohnung zu markieren. Nun kannst du natürlich kaum deine Nachbarn bitten auszuziehen oder ihre Haustiere abzuschaffen. Aber du kannst deiner Katze helfen, sich zu entspannen und wieder sicher in den eigenen vier Wänden zu fühlen. Dazu solltest du unbedingt vermeiden, dass fremde Hunde oder Katzen in deine Wohnung und damit in das Revier deiner Katze kommen. Urinflecken anderer Katzen an deiner Hauswand solltest du gründlich entfernen, damit dein Stubentiger sie nicht riechen muss. (Die besten Methoden zu diesem Thema findest du hier in unserem Ratgeber zum Entfernen von Katzenurin.) Sollte es nötig sein, könntest du das Fenster durch das sich dein Stubentiger und der freche Eindringling angiften mit einer blickundurchlässigen Folie bekleben. Diese lässt zwar Sonne herein, verhindert aber, dass die beiden sich sehen und kann so helfen den Stress deiner Fellnase zu verringern.

Hangover cat
Eine entspannte und nicht gestresste Katze hat keinen Grund Harnmarkierungen zu setzen.

In allen angesprochenen Fällen (und natürlich auch in allen anderen Fällen) geht es immer darum, deiner Katze das Gefühl der Sicherheit wiederzugeben, dass sie verloren hat. Dabei hilft neben den katzengerechten Rückzugsmöglichkeiten auch ganz viel Aufmerksamkeit und Liebe. Eine ausgelastete Wohnungskatze, die du durch regelmäßige Katzenbeschäftigung forderst, wird seltener so verunsichert werden, dass sie ihr Revier durch Urin markieren muss, als eine gelangweilte Fellnase. Daher lies dir unbedingt auch unseren Ratgeber zur Katzenbeschäftigung durch. Möglicherweise bekommst du dort auch noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp.

Was kann ich tun, wenn meine Katze unsauber ist?

Eine klassische Unsauberkeit bei Katzen ist in sehr vielen Fällen Ausdruck einer Erkrankung. Katzen sind wahre Meister darin ihre Krankheiten zu verstecken. Es liegt in ihrer Natur, dass sie Schwäche möglichst lange verstecken, um nicht ihrerseits Opfer von Räubern zu werden.

Oder auch große Veränderungen wie die Ankunft eines Baby können zu Unsauberkeit führen. Schließlich bringt das nicht nur den gesamten Tagesrhythmus durcheinander, sondern erfordert auch viel Aufmerksamkeit der frisch gebackenen Eltern und steigert den Geräuschpegel erheblich. Schließlich finden schon wir Menschen das Geschrei manches Mal als sehr laut und Babywindeln riechen auch nicht immer wie eine Blumenwiese. Wie viel extremer muss dies da erst für unsere Schmusetiger mit ihren so viel sensibleren und stärkeren Sinnen sein?

Katze in einem Katzenklo mit Ohren
Manchmal sind nicht die großen Veränderungen die ausschlaggebende Ursache für Unsauberkeit sondern ein kleiner Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ich weiß, dass du als frisch gebackener Elternteil gerade andere Sorgen hast als dich auch noch um deine unsaubere Katze zu kümmern. Ich plädiere ja auch nur für etwas Verständnis. Schließlich tut Frau Miez dies nicht aus Protest. Ja, sie möchte darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht stimmt und ihr gegen den Strich geht. Aber es ist kein Protestpinkeln im Sinne von „Oh jetzt kümmern sich meine Dosenöffner gar nicht mehr um mich, da pinkle ich ihnen zur Strafe auf den Teppich.“ Denn zu solchen abstrakten Denkweisen sind Katzen nicht fähig. Vielmehr ist es vergleichbar mit dem Erbrechen nach einer Lebensmittelvergiftung. Du möchtest das nicht, musst es aber trotzdem tun. So geht es Katzen, wenn sie unsauber sind.  Sie möchten auch lieber ihr friedliches, ruhiges Zuhause mit den liebevollen, entspannten Dosenöffnern wieder haben. Also bitte - so schwer es auch fällt - bleib ruhig. Deine Fellnase möchte dich nicht ärgern. Es geht ihr nur einfach nicht gut.

Weitere Ursachen für Unsauberkeit bei Katzen und was du dagegen tun kannst, haben wir in diesem Ratgeber zu unsauberen Katzen aufgeschrieben.

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Bild: (c) hemlep - Fotolia.com

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165 Kommentare

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  1. SteffiRedaktion
    Hallo, ich würde als allererstes die Ursache in der fehlenden Kastration suchen. Denn mit 6 Monaten können Kater anfangen geschlechtsreif zu werden. Und zur beginnenden Geschlechtsreife gehört auch Harnmarkierungen zu setzen. Das ist ein ganz natürliches - wenn auch für uns Menschen unerfreuliches - Verhalten. Das kannst Du verhindern, indem Du die zwei kastrieren lässt. Liebe Grüße Steffi
  2. Mai
    Hallo ich habe zwei unkastrierte 6 Monate Kater die noch sehr schüchtern sind. Sie kamen aus Mallorca und wohnten dort mit einem Hund zusammen. Nun leben Sie mit zwei Kindern zusammen. Seit kurzem pullert der eine auf Sachen von die auf dem Boden liegen und pullert auch in den Blumentopf mit Palme? Was soll ich nur machen? Lg
  3. Stefanie Klinke
    Hallo alle zusammen, ich bin zu meiner besten Freundin gezogen und leben jetzt in einer WG. Sie hat zwei Hunde und eine Bengalkatze unkastriert. Sie ist jetzt 2 1/2 Jahre alt und fängt an überall hinzupullern auf den Boden. Sie hat 2 Katzenklos die sie nutzen kann, aber seit ein paar Tagen benutzt sie sie nicht. Die Streumarke ist nicht gewechselt worden und ich verstehe mich mit der Katze besser als meine Freundin, woran kann es liegen und was kann man tun das sie wieder das Katzenklo benutzt?
  4. Manuel
    Halli Hallo! Erstmal viiielen Dank für diesen Beitrag und die Mühen, die vielen Fragen hier zu beantworten. Leider muss ich dich aber auch noch etwas fragen.. und zwar habe ich nun seit 7 Jahren meinen Kater (Tiger) und seit 2 Titus aka Puschel. Puschel ist Taub, hat zwei verschiedene Augenfarben und mein Tierarzt sagte mir, er wird geistig nie das Welpenalter verlassen. (:D) Beides super tolle Tiere, nur ist vor 4 Wochen meine Freundin bei mir eingezogen und Tiger (inzwischen 9 Jahre alt) liebt es seit dem in ihre von Zuhause mitgebrachte Decke zu pinkeln. Das führt leider zu Streit und als meine Freundin sagte er muss weg und ich entgegnete, dass Tiger schon länger hier lebt als sie, nahm ich mich der Findung einer Lösung für dieses Problem an und bin auf diese Seite gestoßen. Zu beginn fand er es super in ihren BH zu pinkeln, da lebten wir noch nicht zusammen. Später war es dann ihr Schuh (an ihrem ersten Arbeitstag) und nun ist es chronisch die Decke. Er hat diesen Tick immer schon gehabt, irgendwann und niemand kann sagen wann, macht er sich über einen Wäscheberg her oder ein Handtuch und pinkelt es voll. Er ist kastriert, ziemlich dick und ein absoluter Schmusekater. Es gibt 2 Katzenklos und zumindest von meiner Freundin, zur Zeit auch eine Menge Schmuseeinheiten. Hast du eine Idee was wir tun können oder warum er das tut? Über das Dach kommen 2 Nachbarkatzen regelmäßig zu uns rüber, eine davon gefühlt dauer-rollig. Mit Puschel sind sie befreundet, Tiger ist eher so ein Garfield und liebt niemanden außer mir haha. Da er das vorher schon getan hat sah ich da nicht den Zusammehang, allerdings bin ich mir jetzt wo ich diesen Beitrag gelesen habe nicht mehr so sicher .. Vielen Dank für deine Zeit und liebe Grüße aus Bochum, Manuel
  5. Sabrina
    Hallo Steffi, wir haben vor 5 Tagen ein 1,5 Jahre altes Geschwisterpärchen von jemandem übernommen, der keine Zeit mehr für die Katzen hatte. Es ist ein kastrierter Kater und eine unkastrierte Katze. Beide sind Wohnungskatzen, wobei sie deutliche Anzeichen zeigen, nach draußen zu wollen. Der Jagdinstinkt ist zu 100% vorhanden. Deshalb werden wir sie nach ein paar Wochen auch raus lassen. Quälen möchten wir sie nicht. Für den ehemaligen Besitzer war es wichtig zu wissen, dass wir sie weiter als Wohnungskatzen halten. Unsere Wohnung ist groß und offen geschnitten. Sie haben viele Rückzugsmöglichkeiten. Wir haben das komplette Inventar der Vorbesitzerin übernommen (inkl. großer Kratzbaum, Futter, Streu, Spielzeug, Decken, Katzenklo). Es sollte sich um "liebe" Katzen handeln, was sie auch sind. Allerdings zerlegen sie uns unsere Wohnung aufgrund mangelnder Erziehung. Sie durften mit ins Bett, alle Oberflächen betreten und alles bekratzen. Dies tuen sie bei uns nun auch. Meine Couch hat bereits Löcher. Wir arbeiten viel mit Lob, Tadel und Leckerlie um das Problem irgendwann in den Griff zu bekommen. Allerdings sind wir tagsüber nicht zu Hause. In dieser Zeit werden sie sicherlich auf den Tischen tanzen. Leider hat sich jetzt ein größeres Problem eingestellt. Der kastrierte Kater pinkelt an die Wohnungstür. Wir haben ihn einmal auf frischer Tat ertappt. Aufgrunddessen haben wir ein zweites identisches Katzenklo gekauft und an eine andere Stelle gestellt. Beide Katzenklos werden genutzt. Das Pinkeln hat er im Sitzen aber ohne Buddeln erledigt. Ob der Schwanz oben war können wir nicht mehr sagen. Der Vorbesitzer sagte sie hätten mitunter alles "vollgesch*****". Dieser war aber die Woche über nicht zu Hause. Der Besitzer sagte auch, dass dem Kater das Katzenklo öfters nicht "gefallen" hat...!? Sobald die Tür auf geht möchte er raus. Gleiches gilt für bodentiefe und normale Fenster. Es ist eine Qual ihn ersteinmal in der Wohnung zu halten um ihn an uns zu gewöhnen. Beide Katzen sind bereits aufgetaut und sehr zugänglich. Er ist auch schon einmal in den Flur gehuscht...Gott sei Dank nicht ganz raus. Woran kann dieses Verhalten liegen und wie können wir dem Vorbeugen? Vielen Dank für deinen Rat! Sabrina
  6. SteffiRedaktion
    Hallo, es ist natürlich schwierig aus der Entfernung eine Entscheidung beurteilen zu können, ohne tatsächlich dabei gewesen zu sein. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, eines meiner Haustiere abzugeben, weil sie nun einmal ein Teil der Familie sind. Allerdings weiß ich aus der Erfahrung mit alten, nierenkranken Katern auch, wie belastend eine solche Situation sein kann und dass man irgendwann einfach an seine eigenen Grenzen kommt. Was ich sagen kann ist, dass die Beschreibung der Situation darauf hindeutet, dass die Katze sehr gestresst gewesen ist. Denn eine gesunde Katze, die sich wohl fühlt, hat nicht das dringende Bedürfnis alles zu markieren. Da hat die Dame im Tierheim also schon Recht. Was nur Du selber beurteilen kannst, ist wieviel ihr im Stande seid an der Situation zu ändern und sie für die abgegebene Katze erträglicher zu machen. D.h. in wie weit gibt es Möglichkeiten, den Alltag zu beruhigen, der Katze mehr Rückzugsmöglichkeiten, mehr Sicherheit, mehr Aufmerksamkeit zu schenken? Wenn ihr ihr wirklich helfen wollt, kann eine Tierverhaltenstherapeutin vor Ort helfen, die Situation einzuschätzen und euch zu helfen. Was die richtige Entscheidung ist, kann ich unmöglich beurteilen. Ich wünsche Euch aber allen ein Happy End. Steffi
  7. Melanie
    Guten Abend, meine beiden Katzen sind 13 Jahre alt. Die eine habe ich aufgenommen als sie 1 war, die andere mit 10 Wochen. Kira (die 2.) war immer schon schnell eifersüchtig. Sie haben sich immer akzeptiert waren aber noch nie ein Herz und eine Seele. Früher habe ich in einer kleinen Wohnung gewohnt, dann in einer größeren. Vor 5 Jahren sind wir in ein Haus gezogen. Danach wurden unsere Kinder geboren. Kira war immer schon sehr stressanfällig, wenn Besuch da war, wenn Krach war. Ich konnte es eigentlich immer mit Feliway gut in den Griff bekommen. Dann als mein 2. Sohn auf die Welt kam wurde es immer schlimmer mit ihr, sie hat ständig markiert. Fast überall hin, vor den Kühlschrank, vor alle Kommoden, auf der Arbeitsplatte, und teilweise auch auf Spielsachen der Kinder, drinnen und draußen Wir haben immer alles normal gereinigt. Katzenklos hatten wir schon immer 3 Stück. In den letzten Wochen wurde es noch schlimmer, sie hat eigentlich täglich markiert, wenn ich länger unterwegs war als sonst, wenn sie nicht sofort wieder aus dem Garten reingelassen wurde... Sie bekam von mir immer die Zuwendung, meistens wenn die Kinder im Bett waren und sie dann mauzend vor mir stand. Sie wirkte auch immer gestresst. Natürlich hat sich zwischendurch mal was verändert, es wurde ein bisschen umgeräumt. Aber ihre Sachen hatten immer ihren Platz. Ich konnte die Situation nicht mehr ertragen, und habe sie ins Tierheim gebracht, es ist eine lange Geschichte.(vor 4 Wochen) Seitdem denke ich nur daran, dass es die falsche Entscheidung war. Es ist so das die verbliebene Katze seitdem viel weint (vor allem nachts) und sie auch vermisst. Aber die Situation war so schlimm, dass ich nicht mehr konnte. Jetzt mache ich mir aber auch Vorwürfe und Gedanken, ob es meine Schuld war, dass sie so geworden ist. Ich habe gerade mehrere Beiträge gelesen und weiss nun nicht mehr weiter. Ich hatte am Anfang schon überlegt sie wieder zurückzuholen, aber die Dame im Tierheim meinte, dass sich die Situation bei uns ja nicht geändert hat und die Eifersucht und der Stress ja immer noch da ist (die Kinder und die andere Katze). Meinen Sie es gibt eine Möglichkeit dieses Verhalten noch in den Griff zu bekommen. Oder ist es überhaupt ratsam die Katze wieder zurückzuholen und wieder Stress auszusetzen, obwohl es im Tierheim natürlich Stress pur bedeutet. Sie ist ja schon alt und hat ein schönes ruhiges Leben verdient. Es ist so schwierig, einerseits ist es für die ganze Familie eine Erleichterung dass man nicht mehr überall schauen muss, ob wieder irgendwo Katzenpipi ist und auch mal was liegenlassen zu können wie auch Spielsachen der Kinder ohne Angst haben zu müssen dass Sie stinken und kaputt sind. Andererseits vermisse ich sie und bin unendlich traurig, dass sie in einem Tierheim sitzt und auch traurig ist und überhaupt nicht versteht warum. Oder hat sie sich hier gar nicht mehr wohlgefühlt. LG
  8. SteffiRedaktion
    Hallo Drea, ich würde nach dem, was Du geschrieben hast, davon ausgehen, dass es Stress ist. Du hattest geschrieben, dass der Kater kastriert ist. Die Katzen nicht? Evtl. könnte das etwas Ruhe in die Gruppe bringen. Außerdem ist es natürlich wichtig herauszufinden, wer von den Dreien markiert. Und insbesondere denjenigen dann bestärken, dass er sich sicherer fühlt. Bei einem so explosiven Dreiergespann ist es ganz besonders wichtig, dass genügend Plätze und Katzenklos zur Verfügung stehen, so dass sich die drei aus dem Weg gehen können. Ich hoffe, ihr findet einen Weg damit es wieder entspannter unter den Vierbeinern zugeht. Pfoten drückende Grüße Steffi
  9. Andrea
    Hallo. Könnt ihr mir evtl helfen? Ich habe drei Maine Coons. Sheela 2,5jahre, Annika 2,5 jahre Shirkan 1,5 Jahre Der Kater kastriert ist der Sohn von Sheela.und Annika die Schwester von Sheela. Wir hatten das Problem das die zwei Damen einen bis aufs Blut Kampf hatten wie Annika junge bekommen hatte. Sheela ist aber eigentlich die Revier Herrin. Auch noch nach dem Kampf. Jetzt fiel mir auf das an manchen Stellen in der Wohnung Urin Flecken sind. Was nur da sind wenn die Damen wieder miteinander stressen und aber sich der Sohn mit seiner Tante gegen seine Mutter stellt. Was vorher keiner der beiden wagte. Kann das Stress sein? Und ein Zeichen von ihr "hey ich bin chef"? Ich liebe alle drei abgöttisch nur was machen? Feliway? Ich weiß nicht mehr weiter. Vielen Dank für eure Hilfe Gruß Drea
  10. SteffiRedaktion
    Hallo Jenny, bei einem so starken Problem und insbesondere, wenn die zweite Katze dies tut seit sie bei Euch eingezogen ist, würde ich immer einen Experten vor Ort zu Rate ziehen. Denn aus der Ferne kann ich einfach nicht beurteilen, ob die Katze verängstigt ist und es deshalb tut oder ob sie verhaltensauffällig ist, ob die Kastration vielleicht nicht komplett durchgeführt worden ist oder wie ihre Vorgeschichte ist oder oder oder. Daher mein Rat: Such Dir über die Tierärzte oder Tierheime vor Ort einen Experten für Katzenverhalten, der Dir helfen kann! Weil sie wegzugeben, hilft zwar Euch, aber sicher nicht der Katze. Ich drücke Euch die Daumen für eine tolle Lösung für Euch alle. Steffi