An alles gedacht?! Unsere Tipps für Häuslebauende Tierbesitzer

Dieffenbachie "Schweigrohr" in verschiedenen Größen vor einem Haus
Beim Hausbau gibt es auch für Haustierbesitzer einiges zu bedenken.

Egal ob du stolzer Besitzer eines Hundes, einer Katze oder eines Nagetiers bist – du wirst in vielen Lebenssituationen an das Wohl deines Lieblings denken. Eine solche Situation ist auch der Hausbau. Sicher hast du in dieser Zeit eine Menge Dinge zu tun und an einen Haufen Sachen zu denken. Aber wenn du dir frühzeitig Gedanken darüber machst, was du im Hinblick auf dein Haustier beachten solltest, sparst du Geld, Zeit und Nerven. Denn das Meiste davon spielt bereits während der Planung eine Rolle. Was du als Haustierbesitzer beim Hausbau unbedingt beachten solltest, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.

Grundlegende Tipps beim Hausbau – so gestaltest du deinen Wohnraum haustiergerecht

Im Grunde gibt es gar nicht genug, was du für das Wohl deines Haustiers tun kannst. Schließlich ist es ein tierisches Familienmitglied. Im Endeffekt reichen aber bereits einige grundlegende Dinge aus, um eine haustiergerechte Umgebung zu schaffen.

Drüber oder drunter? Der richtige Zaun

Eines der wichtigsten davon ist der Bau eines Zauns. Ein Zaun ist unabdingbar, um die Ausbruchssicherheit deines tierischen Familienmitglied zu gewährleisten auch wenn du mal gerade nicht aufpassen kannst. Andernfalls kann es passieren, dass dein Haustier die Welt erkunden möchte und verloren geht. Das will niemand.

Hohe Kosten durch Schäden durch Pferde
Der richtige Zaun möchte wohl überlegt sein.

Was für ein Zaun letztendlich nötig ist, hängt vom jeweiligen Haustier ab.

  • Bei Hunden ist es wichtig, dass der Zaun hoch genug ist. Ansonsten kann der Hund einfach drüber springen.
  • Bei Katzen ist das nicht genug, da die Höhe allein noch kein Hindernis darstellt. Hier ist zusätzlich ein Überhang nötig.
  • Bei Nagetieren hingegen solltest du einen anderen Ansatz verfolgen. Hier geht es weniger um die Höhe des Zauns. Stattdessen musst du darauf achten, dass der Zaun tief genug versenkt und nicht unterbuddelbar ist.

Im Prinzip kann ein versenkter Zaun auch bei manchen Hunden sinnvoll sein. Nicht jeder aber manch eine hündische Fellnase lieben es zu buddeln und könnten sich so einen Weg nach draußen kreieren.

Der tiergerechte Garten

Damit wäre ich auch schon beim zweiten wichtigen Punkt. Da Hunde und Nager gerne buddeln, solltest du ihnen diese Möglichkeit geben. Allerdings hast du bestimmt kein Interesse daran, dass dafür dein gesamter Garten genutzt wird. Aus diesem Grund raten wir dir dazu extra Buddelstellen einzurichten. So können die Tiere ihrer Buddelvorliebe nachgehen, ohne deinen Garten in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Du kannst dazu entweder einen Bereich absperren oder mit ihnen das Buddeln genau dort trainieren.

Nachteile des Julius K9 Geschirrs
Du kannst mit deinem Hund trainieren, dass Buddeln nur an bestimmten Stellen erlaubt ist.

Kleiner Tipp: von Hunden umgegrabene Erde ist schön locker und viele Gemüsepflanzen wachsen dort besonders gut. Vielleicht magst du ja deinen Hund als Gartenhilfe engagieren und ihm beibringen auf ein Wort hin zu buddeln? Mehr Spaß für ihn und mehr Ertrag für dich!

Katzen buddeln zwar nicht so gerne, doch auch sie haben nichts gegen etwas Entertainment. Aus diesem Grund kannst du beispielsweise eine Vogeltränke im Garten aufstellen. Damit hilfst du den Vögeln und unterhältst deine Katze.

Zu einem tiergerechten Garten gehört auch die Überlegung ob und wenn ja wo deine Haustiere ihre Notdurft verrichten sollen. Für Katzen kannst du drinnen wie draußen Katzenklos aufstellen oder sie an bestimmte Stellen gewöhnen. Auch Nagern lässt sich die Benutzung eines „Katzenklos“ beibringen. Wenn sie überall hinmachen ist das in der Regel ein Hinweis für zu wenig Platz oder eine nicht sauber genug gehaltene Behausung.

Selbstverständlich kannst du einfach mit deinem Hund Gassi gehen. Doch auch hier gibt es die Möglichkeit ihm eine bestimmte Stelle im Garten einzurichten, an der er seine Notdurft verrichtet. Es ist alles eine Frage der Gewöhnung.

Wenn du an die genannten Dinge gedacht hast, bist du schon einen großen Schritt weiter. Nun denk nur bei der Bepflanzung daran, dass es einen Haufen giftige Pflanzen gibt, die eine echte Gefahr für deine vierbeinigen Lieblinge darstellen.

Rein und raus auch ohne deine Hilfe

Dass du an Fenster und Türen für dich denkst, ist vermutlich selbstverständlich. Aber was ist mit deinen tierischen Familienmitgliedern? Sollen sie nur gemeinsam mit dir das Haus verlassen können? Oder möchtest du ihnen freien Zugang zum Garten verschaffen? Dann solltest du schon beim Hausbau an tiergerechte Eingänge denken.

Norwegische Waldkatze auf halbem Weg nach draußen durch eine Katzenklappe in einer Holztür.
Katzenklappen oder Hundetüren helfen dir dabei nicht immer die Tür öffnen zu müssen, wenn Herr Wuff oder Frau Mietz nach draußen wollen.

Eine Katzenklappe kennt wohl jeder. Aber auch für große Hunde gibt es mittlerweile Türen in den Türen, die sich öffnen, wenn der Hund einen Schalter betätigt oder sogar mit einem Bewegungsmelder.

Mittlerweile gibt es sowohl für Hunde als auch Katzen Eingänge, die über Mikrochips funktionieren. Dadurch kannst du sicherstellen, dass wirklich nur dein Haustier in euer Haus hinein kann. Andernfalls hast du vielleicht eines Tages die Katze deines Nachbarn in der Küche stehen. Oder den hungrigen Waschbär…

Bedenke im Fall einer Hunde- oder Katzentür, dass deine Vierbeiner sicherlich nicht dein Verständnis von Sauberkeit haben. Bei Regen oder Schnee tragen sie dadurch also gerne Schlamm ins Haus. Du solltest also nicht gerade einen weißen Teppich vor den Eingängen verlegen. Sinnvoller wäre sicherlich ein leicht zu reinigender Boden oder eine Matte, die dem Auffangen von Dreck dient.

Wichtiger Tipp: Gerade für Katzen sind gekippte Fenster oder Türen eine potentiell tödliche Gefahr. Achte daher darauf, dass du diese Gefahrenquelle entsprechend sicherst.

Alles für die Katz? Worauf du beim Hausbau sonst noch achten solltest

Klar denken wir Haustierbesitzer immer als erstes an unsere tierischen Familienmitglieder. Haben wir ja auch bis hierher gemacht. Doch damit das neue Haus nicht nur ihnen sondern auch uns menschlichen Familienmitgliedern gefällt, kommen hier noch ein paar Tipps aus der Redaktion für Häuslebauer.

Ein wichtiger Punkt ist die Finanzierung. In jedem Fall solltest du dich über alles rund um das Thema Baufinanzierung informieren. Und dabei nicht mit zu spitzer Feder kalkulieren. Denn die Erfahrung zeigt: es wird eher teurer als günstiger.

Plane genug Zeit ein. So wie alles teurer wird, dauert auch oft alles etwas länger als geplant. Und was du keineswegs vergessen solltest, sind die Bauordnungen der jeweiligen Kommunen. Solltest du diesen Aspekt nicht von Vornherein einbeziehen, kann es im späteren Verlauf zu erheblichen Verzögerungen kommen.

Die Punkte sind vielleicht ziemlich offensichtlich. Aber was ist mit Steckdosen? Und – heutzutage fast noch wichtiger – hast du an genügend USB-Dosen gedacht? Das ist nämlich etwas, was viele Hausbesitzer beim Bau vergessen. Ein nachträglicher Einbau ist jedoch oft mit einigen Komplikationen verbunden und wesentlich teurer als wenn du gleich am Anfang daran denkst.

Und als letztes noch ein kleiner Tipp vom Sparfuchs: bau Zeitschalter in Verteilerdosen ein, an der Geräte hängen, die sich im Standby-Modus befinden. Denn wenn du nicht zu Hause bist, dann braucht der Fernseher nicht im Standby-Modus sein und Strom verbrauchen. Oder nachts die Stereoanlage. Oder was auch immer du für Geräte betreibst. Ob das nun Amazons Alexa regelt, ein anderes SmartHome-System oder eben eine klassische Zeitschaltuhr, nur damit stellst du sicher, dass die Geräte wirklich keinen Strom verbrauchen, wenn sie nicht genutzt werden. Und auch wenn das vielleicht nur kleine Mengen sind. In Summe rechnet es sich dann eben doch.

Zwei Katzen liegen aus dem Sofa und beobachten den Laptop
Hast Du an alles gedacht? Super! Dann könnt ihr das neue Haus ja alle genießen!

Hast du an alles gedacht?

Für Finanzierungen gibt es Bankberater. Für den Hausbau bzw. die Planung Architekten. Aber nicht jeder Finanzberater oder Bauunternehmer hat eigene Haustiere und denkt an deren Bedürfnisse im neuen Haus. Doch ich bin sicher, wenn du dich an meine Tipps hältst und diese als Anregung nimmst, intensiv darüber nachzudenken, was du und deine tierischen Familienmitglieder brauchen, dann sollte auch diesbezüglich beim Hausbau alles nach Plan ablaufen. Und sowohl menschliche als auch tierische Familienmitglieder können dann das neue Zuhause und eine sichere Umgebung genießen.

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Ich freue mich über jeden weiteren Tipp!


Bildcredit: (c) photoweges-/ Depotisphotos.com


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Über Gastautor 16 Artikel
Unsere Gastautoren sind ebenfalls begeisterte Haustierbesitzer. Als solche setzen sie ihre Expertise dazu ein, unseren Lesern hilfreiche Tipps im Umgang mit ihren tierischen Familienmitgliedern an die Hand zu geben.

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