Warum zieht mein Hund an der Leine?

Ein kleiner Hund zieht wie verrückt an der Leine zu einem Grasbüschel hin
Ein Hund, der dauernd an der Leine zieht, ist anstregend.

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Gehörst du zu den Hundebesitzern, die beim Gassi gehen von ihren Vierbeinern durch die Landschaft gezerrt werden und bist schon ganz genervt? Klar, ein Hund, der an der Leine zieht, ist anstrengend und kann den Spaß am Spazieren gehen deutlich einschränken. Für deinen Vierbeiner ist es bestimmt aber auch nicht schön, die ganze Zeit an einer straffen Leine zu laufen. Es stellt sich also die Frage, wieso er überhaupt so zieht.

Warum zieht mein Hund an der Leine?

Die Gründe, weshalb Hunde an der Leine ziehen, sind ganz verschieden. Grundsätzlich möchten sie entweder schnell vorankommen oder aber sich von etwas entfernen, das ihnen beispielsweise Angst macht.

Viele Hunde ziehen auch an der Leine, weil ihnen schlicht nicht beigebracht wurde, es nicht zu tun. Sie hatten also Erfolg und haben dadurch dieses Verhalten erlernt. Weitere Gründe, warum ein Hund an der Leine zieht, erfährst du jetzt. Dabei kann es durchaus sein, dass mehrere zusammenkommen.

Jagdverhalten

Einige Hunde ziehen an der Leine, wenn sie etwas zum Jagen entdeckt haben. Das kann ein Vogel, eine Katze, ein Eichhörnchen oder ein anderes Tier sein, bei dem dein Vierbeiner in helle Aufregung gerät und schnellstmöglich hinterherrennen möchte. Dabei kann es zu einem spontanen Ruck kommen, wenn dein Hund losrennt. Um ihn in solchen Situationen vor Verletzungen an der Halswirbelsäule zu schützen, sollte er lieber ein Geschirr statt ein Halsband tragen.

Reizüberflutung

Bei anderen Hunden liegt der Grund darin, dass sie durch zu viele Reize überfordert sind und sich nicht mehr konzentrieren können. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn du deinen Vierbeiner mit in die Stadt nimmst und er das nicht gewohnt ist. Wie hoch die Reizschwelle eines Hundes liegt, ist bei jedem Tier verschieden. Für manch einen Hund ist schon der Spaziergang im Wald mit seinen vielen Gerüchen eine wahre Sinnesüberflutung, durch die er überfordert ist.

Aufregung

Auch ein aufgeregter Hund kann sich nicht gut konzentrieren. Aufregung kann zum Beispiel beim Anleinen für den Spaziergang entstehen, weil sich dein Hund darauf freut, nun rauszukommen. Er kann aber auch aufgeregt sein, weil er etwas Tolles gerochen oder gesehen hat, wie zum Beispiel seinen liebsten Hundekumpel.

Erschöpfung

Neben Aufregung spielt auch Erschöpfung beim Ziehen an der Leine eine Rolle. Vielleicht war der Spaziergang sehr lang oder es waren damit viele Eindrücke verbunden. Und nun zieht der Hund, weil er schnell nach Hause in sein vertrauten Umfeld kommen möchte.

Ablenkung

Andere Hunde, viele optische Eindrücke, Lärm oder Gerüche sind nur ein paar Beispiele für Ablenkungen. Ist die Ablenkung zu hoch, wirkt sich das negativ auf die Konzentrationsfähigkeit des Hundes und somit das lockere Laufen an der Leine aus. Deshalb solltest du mit deinem Tier neue Sachen immer an Orten üben, an denen die Ablenkung möglichst gering ist.

Flucht

Hat dein Hund Angst, wird er dem Angstauslöser entkommen wollen. Er gerät in einen Fluchtmodus und sein gesamtes Verhalten ist darauf ausgelegt, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Auch in solchen Momenten wird ein Hund nicht mehr an der lockeren Leine laufen, sondern ziehen.

Angriff

Einige Hunde ziehen an der Leine, weil sie einen Erzfeind einen anderen Auslöser entdeckt haben, der bei ihnen Aggression hervorruft. Neben Fluchtverhalten spielt also auch Angriff beim Ziehen an der Leine eine Rolle.

Um mit deinem Hund das lockere Laufen an der Leine zu üben, kann es helfen, von einem Halsband auf ein Geschirr zu wechseln oder andersrum.

Du willst mehr wissen?

Wir haben dir hier eine Reihe weiterführender Informationen zu diesem Thema zusammengestellt. Klick dich gerne durch:

Zieht dein Hund auch an der Leine?
Wie habt ihr das trainiert?
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Bildcredit: © Csehak Szabolcs / Shutterstock.com


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Über Nima 235 Artikel
Ich bin Nima und lebe zusammen mit zwei liebenswerten Hunde-Mädels. Als ausgebildete Hundetrainerin liegt mir ein respektvoller Umgang mit unseren Vierbeinern sehr am Herzen.

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