Was ist eigentlich gutes Pferdefutter?

Gutes Pferdefutter ist für die Gesundheit Deines Pferdes das A und O
Was gehört zur richtigen Ernährung Deines Pferdes? Wir verraten es Dir.

Manch einer füttert seinem Pferd Müsli, ein anderer schwört auf einen eigen kreierten Getreidemix und ein dritter lässt sein Pferd einfach den ganzen Tag auf der Weide grasen. Egal welche Methode du für dein Pferd wählst, es gibt einiges zu beachten.

Was macht gutes Pferdefutter aus?

Eine ausgewogene Ernährung ist einer der Grundbausteine für ein gesundes und glückliches Pferd (Schau Dir dazu gerne auch nochmal meinen Artikel Pferde richtig füttern an). Die meiste Zeit ernähren sich unsere Vierbeiner von Heu, Gras oder Stroh. Doch auch Kraftfutter gehört zum täglich Brot deines Pferdes. Worauf du achten solltest, erfährst du hier:

Raufutter

Dein Pferd nimmt den ganzen Tag über Raufutter, also Heu und Stroh, zu sich. Es ist also auch bei dem auf den ersten Blick unscheinbaren Heu wichtig, dass du ein qualitativ hochwertiges Produkt kaufst. Denn Heu ist nicht gleich Heu: Auch bei der Verarbeitung des Raufutters kann noch einiges schief gehen – zu tief geschnittenes Heu kann Erdverunreinigung enthalten und zu spät geschnittenes enthält oft Pilzspuren. Unter schlechten Lagerbedingungen, wie zum Beispiel einer zu feuchte Lagerung, kann Schimmel entstehen. Und wenn das Heu nicht regelmäßig kontrolliert wird, könnten sich giftige Pflanzen und Unkraut in ihm befinden. Dein Pferd könnte Lungenkrankheiten und andere gesundheitliche Schäden davon tragen, wenn das Heu eine minderwertige Qualität hat.
Laut dem Pferdeforum Barnboxx kann man die Qualität des Heus selbst testen:

  • Wie fühlt sich das Heu an? Gutes Heu sollte nicht in die Handflächen stechen, wenn du es zusammendrückt.
  • Auch sollte es leicht aufzuschütteln sein. Fällt dir Erde auf? Moos? Kleine Krabbeltiere oder gar Giftpflanzen? Dann ist Obacht geboten.
  • Es sollte frisch und aromatisch riechen und nicht geruchlos oder muffig.
  • Dabei sollte es ein intensives oder leicht ausgeblichenes Grün haben.

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob du gutes Heu verfütterst, kannst du das Heu auch professionell testen lassen.

Heu, das Winterfutter für Pferde
So erkennst Du die Qualität des Heus für Deine Pferde.

Kraftfutter

Neben Raufutter füttert man seinem Pferd vor allem Kraftfutter. Hier gibt es eine Vielzahl an Herstellern. Und die meisten haben auch ihre Daseinsberechtigung. Man kann nicht pauschal sagen, welches Futter das Beste sei. Es kommt dabei auf viele verschiedene Aspekte an:

  • Sucht man ein Rund-um-Sorglos-Paket, bei dem man sich um nichts mehr kümmern muss?
  • Oder eher eine Futterbasis, die man selbst erweitert?
  • Reitet man sein Pferd professionell?
  • Oder macht man nur gelegentliche Ausritte?

Pauschal kann man kaum sagen, welches Pferdefutter besonders gut ist.

Dennoch gibt es ein paar Grundregeln, die dabei helfen, gutes Pferdefutter zu erkennen:

Die Zutaten sollten nicht verschlüsselt aufgeführt werden. Versucht ein Hersteller die Inhalte zu verstecken ist dies meist kein gutes Zeichen. Naturbelassene Produkte sprechen dagegen meist für das Produkt.

Pellets sind zwar nicht zwangsläufig schlecht, jedoch sollte beachtet werden, dass Pellets unter hohem Druck gepresst werden. Das bedeutet, dass man sie unter einer Wärme von 60 bis 80 Grad herstellt, wodurch einige Vitamine nicht mehr im Endprodukt enthalten sind. Zudem kann man nicht sicher sagen, ob die Pellets noch aufquellen. Gerade wenn ein Pferd zum hastigen Fressen neigt, kann es passieren, dass die Pellets erst im Magen aufquellen, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass der Magen platzt. Dennoch ist von Pellets nicht direkt abzuraten.

Du solltest dich nur genau mit dem Produkt, welches du deinem Pferd verfütterst, auseinandersetzen.

So findet ihr das richtige Kraftfutter für eurer Pferde
Kraftfutter für Pferde, auf diese Zusammensetzung solltet ihr achten:

Gutes Pferdefutter zeichnet sich vor allem durch naturbelassene Zutaten aus. Welches Kraftfutter sich nun für dein Pferd am besten eignet, ist stark von seinen Bedürfnissen abhängig.

Jedes Getreide hat seine Vorteile. So hat Gerste zum Beispiel viel Eiweiß und eignet sich somit für Sportpferde. Wichtig ist, dass auf der Verpackung angegeben ist, wie viel Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche, Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium im Futter enthalten ist. Protein ist vor allem für Sportpferde wichtig, während Rohfaser viele Ballaststoffe enthält, dafür weniger Eiweiß. Generell ist es so, dass auch Pferdefutter den gesetzlichen Bestimmungen der Lebensmittelüberwachung unterliegt, die Hersteller werden also regelmäßig überprüft.

Ob du deinem Pferd nun Getreide, einen Getreidemix oder ein Müsli fütterst, ist dir überlassen. Für das perfekte Pferdefutter gibt es keine Anleitung, die man so einfach befolgen kann.

Dick vs. Fett

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein dickes Pferd gleich ein fettes Pferd ist. Pferde mit einem dicken Bauch sind nicht zwangsläufig fett. Durch die hohen Raufuttermengen, die Pferde über den Tag zu sich nehmen, entstehen Gase im Dickdarm, die das Pferd wiederum aufblähen. So kommt es auch, dass du dein Pferd beim Reiten nach einer halben Stunde nachgurtest – viele Gase sind inzwischen ausgewichen und der Bauchumfang hat sich verringert.

Rundes Pferd bedeutet nicht gleich dickes Pferd
Nur weil ein Pferd einen runden Bauch hat, bedeutet es noch lange nicht, dass es auch fett ist. Häufig ist das Raufutter schuld.

Viele Menschen unterliegen dem Irrtum, ihrem Pferd weniger Kraftfutter füttern zu müssen, da es einen dicken Bauch hat. Wenn das Pferd aber weniger Kraftfutter bekommt, möchte es den Energiebedarf durch das Raufutter decken und ist demnach mehr Heu, weshalb wieder mehr Gase entstehen. Einem bauchigen Pferd musst du also nicht zwangsläufig das Futter kürzen.

Wie merke ich meinem Pferd an, ob das Futter gut ist?

Das Erscheinungsbild deines Pferdes kann schon viel verraten – glänzt das Fell, sind die Augen klar und die Hufen gesund? Dann sollte auch das Futter nicht zu schlecht sein.

Das falsche Pferdefutter kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen: Über- und Untergewicht können ein Anzeichen für falsches Pferdefutter oder richtiges Pferdefutter in falscher Menge sein. Zudem gibt es zahlreiche Krankheiten, die durch falsches Futter und der damit verbundenen Nährstoffversorgung verschlimmert oder gar ausgelöst werden können. Hufrehe, Atemwegsprobleme, Ekzeme, Allergien, Verdauungsprobleme und Konzentrationsschwäche sind nur einige der Krankheiten, die durch falsches Pferdefutter gefördert werden können.

Lange Pferdegesundheit durch ausgewogene Fütterung
Durch eine ausgewogene Fütterung bleibt Dein Pferd lange gesund

Sollte dein Pferd also Erkrankungen aufweisen, kann es mit dem Pferdefutter zusammenhängen. Doch bevor du den Speiseplan änderst, solltest du erst mit einem Tierarzt sprechen, dieser weiß im Zweifelsfall, ob das Futter Einfluss auf die Krankheit haben könnte

Gutes Pferdefutter Empfehlung

Die hier vorgestellten Futtermarken sind solche, die wir ruhigen Gewissens empfehlen können.
Jedoch kommt es beim Futter immer stark auf das jeweilige Tier an, ob ein Futter geeignet ist oder nicht: Ist das Pferd gesund? Gibt es Unverträglichkeiten oder Allergien? Wie alt ist es? Wie stark wird es gefordert?
All das sind Fragen, die du dir stellen solltest, wenn es um die Auswahl des Futters geht.
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass du dein Pferd am besten beobachtest und schaust, wie gut es ihm mit dem Futter geht. Ist dein Pferd munter, hat es glänzendes Fell und gesunde Hufe, benutzt du vermutlich auch gutes Futter. Am besten wird dein Pferd dir zeigen können, welches Futter ihm gut tut.

Die richtige Ernährung deines Pferdes siehst Du ihm an
Beobachte Dein Pferd und Du wirst sehen welches Futter ihm am besten bekommt.

Wie fütterst du dein Pferd?

Hattest du schon Probleme mit bestimmten Futtersorten?

Hast du Tipps für andere?

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Quellen und weiterführende Links:

Bildcredit: (c) Edoma - Fotolia.com

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Über Louisa Wittek 6 Artikel
Ich bin als freie Journalistin tätig und freue mich sehr darüber hier über Themen rund ums Tier schreiben zu können. Seit ich denken kann beschäftige ich mich mit Tieren und hatte schon einige als Mitbewohner. Meine Leidenschaft für Tiere habe ich auch in meinem Philosophie-Studium verfolgt und mich umfassend mit dem Thema Tierethik beschäftigt.

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