Pferde kaufen – Was ist zu beachten?

Die Beziehung zu einem Pferd kann etwas ganz besonderes werden und das Leben verändern.
Ein eigenes Pferd kann zum besten Freund werden.

Der Wunsch, ein eigenes Pferd zu haben, kommt gerade bei jungen Reitern schnell auf. Kaum sitzt man sicher im Sattle, möchte man, seinen eigenen besten Freund auf vier Beinen. Doch die Anschaffung sollte gut überlegt sein, ein Pferd ist sowohl kosten-, wie auch Zeit intensiv. Und hast du dich erstmal dazu entschieden, ein eigenes Pferd zu haben, bist du die nächsten 20 Jahre für das Lebewesen verantwortlich. Wenn du trotz der Verpflichtung und Verantwortung ein Pferd haben möchtest, kannst du in folgendem Artikel erfahren, was man beim Kauf beachten muss, was sich in deinem Leben verändert und wie du deinen Eltern vermittelst, dass ein eigenes Pferd eine wirklich gute Idee ist.

 

Was man vor der Anschaffung eines Pferdes beachten muss

Welches Pferd passt zu mir

Bevor du dich für ein Pferd entscheidest, solltest du dir überlegen, welches Pferd zu dir passt. Hierbei sind drei wichtige Faktoren zu beachten: Die Größe, das Alter und die Rasse.

Pferde gibt es in unterschiedlichsten Variationen
Pferde gibt es in den verschiedensten Größen, Farben und Rassen

 

Die Größe

Die Größe des Pferdes sollte gerade bei Teenagern und Kindern bedacht werden. Ein Pferd, auf das du heute noch perfekt passt, könnte dich schon in einem Jahr nicht mehr tragen können. Schaue beim Kauf deines Pferdes also auch in die Zukunft: Wie lange passt du noch auf den Rücken deines Pferdes?

Das Alter und der Ausbildungsstand

Je nachdem, wie erfahren du bist, spielt natürlich auch das Alter des Pferdes eine wichtige Rolle. Kannst du dein Pferd selbst ausbilden und willst ihm noch eigenhändig viel beibringen? Dann solltest du dir ein sehr junges Pferd zulegen. Junge Pferde, die noch nicht fertig eingeritten sind, können noch viel von dir beeinflusst werden. Du kannst das junge Tier dann bestens auf dich abstimmen.

Um ein Pferd aber selbst einzureiten, muss man ein wirklicher Reit-Experte sein. Gerade beim ersten Pferd ist dies selten der Fall und es lohnt sich, etwas mehr Geld in ein gut ausgebildetes Pferd zu investieren. Ein Pferd, welches schon länger ausgebildet wurden und mit dem Gefühl eines Menschen auf seinem Rücken sehr vertraut ist, wird auch dir eine gewisse Sicherheit geben. Und von einem Pferd, dem du voll und ganz vertraust, kannst du noch viel lernen.

Auch ältere Pferden freuen sich über Aufmerksamkeit und Beschäftigung
Ein älteres Pferd freut sich, wenn es noch einen Besitzer findet, mit dem es seinen Lebensabend verbringen darf

 

Solltest du ein sehr ruhiges Pferd suchen, mit dem du gemütliche Ausritte durch die umliegenden Wälder machen kannst, könntest du dir natürlich auch ein älteres Pferd zulegen. Natürlich sind die Lebenserwartungen nicht mehr so lange, wie bei seinen jungen Artgenossen, doch kann es auch schön sein, einem Pferd, dass seine besten Tage schon
gesehen hat, einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Und auch aus alten Pferden können noch gute Freunde werden.

Die Rasse

Das Aussehen sollte nicht der entscheidende Faktor sein: Araber sind zum Beispiel sehr schöne Pferde. Wenn du aber noch kein Reit-Profi bist, solltest du dich erstmal nach einer Pferderasse mit etwas weniger Temperament umsehen. Du solltest dir also erstmal klar darüber werden, was du dir von deinem Pferd erwartest. Möchtest du mit einem Pferd professionellen Sport betreiben oder eher einen Freizeitbegleiter haben, der mit dir über Felder und Wiesen jagt?
Bist du eher ruhig und vielleicht etwas ängstlich? Dann suche dir ein ruhiges entspanntes Pferd wie einen Haflinger. Willst du ein schnelles und wendiges Pferd, wäre ein Araber nicht schlecht. Möchtest du komplexe Dressuraufgaben mit deinem Pferd lernen, ist ein Andalusier geeignet. Für den Westernsport solltest du hingegen darauf achten, dir eher ein kleineres, dafür aber sehr wendiges Pferd zuzulegen, wie zum Beispiel der Appaloosa. Bedenke aber, dass die typischen Rasseeigenschaften nicht immer zutreffen. Es gibt ruhige Vollblüter und sehr temperamentvolle Fjordpferde. Dennoch lohnt es sich, sich vor dem Kauf über die verschiedenen Pferderassen und ihr Wesen zu informieren.

Haflinger sind tolle Pferde für lange Ausritte im Gelände
Dein Pferd sollte zu deinen Wünschen passen: Du möchtest viel Ausreiten, auch über unebene Gelände? Dann wäre der trittsichere Haflinger vielleicht die richtige Pferderasse für dich

Natürlich muss es nicht immer ein reinrassiges Pferd sein, ein Mix ist ein ebenso guter Begleiter, wie seine reinrassigen Artgenossen. Der Pluspunkt für die Mix: Nicht reinrassige Pferde sind oft günstiger, deshalb aber nicht schlechter.

Das A und O bei einer guten Pferd-Mensch-Beziehung ist aber, dass ihr euch gut versteht. Unabhängig von Rasse, Größe und Alter muss der Charakter deines Pferdes zu dir passen. Nichts ist wichtiger, als dass sich eure Wesen ergänzen.

Die Kosten eines Pferdes

Ein Pferd zu besitzen ist nicht günstig. Vor allem die laufenden Kosten schlagen mit der Zeit ins Gewicht. Dein Pferd braucht täglich Futter, ungefähr alle acht Wochen einen Hufschmied und alle sechs Monate eine Wurmkur und Impfungen. All das kostet. Hinzu kommt, solltest du kein eigenes Gelände haben, die Stallmiete.

Wie hoch die genauen Kosten ausfallen werden, ist schwer vorherzusagen, da die Preise der Ställe stark variieren. In der Stadt ist die Stallmiete oft höher als auf dem Land und ein Bauer, bei dem du dein Pferd auf der Weide unterstellst, ist günstiger als ein Reithof mit Springplatz und Reithalle. Im Schnitt kannst du mit ca. 150 – 200 Euro für die Stallmiete rechnen. Hinzu kommen nochmal ca. 50 für Pferdefutter.

Welcher Pferdestall passt hängt von ganz persönlichen Vorstellungen ab
Die Stallmiete kann stark variieren.

Auch die Preise des Hufschmieds variieren. Ist dein Pferd beschlagen oder braucht es keine Eisen? Oder hat es eine Fehlstellung und braucht spezielle Hufeisen? Zwischen 20 und 100
Euro musst du pro Sitzung einberechnen. Die Tierarztkosten liegen bei ca. 180 Euro, was zwei Impfungen pro Jahr und vier Wurmkuren enthält. Auch eine Pferdehaftpflichtversicherung sollte abgeschlossen werden. Mit ca. 90 Euro im Jahr sollte diese abgedeckt sein.

Die ungefähren monatlichen Kosten betragen also ca. 320 Euro. Zudem musst du immer damit rechnen, dass dein Pferd krank wird. Es können unerwartet sehr hohe Tierarztkosten auf dich zukommen. Auch sowas muss immer mit einkalkuliert werden.

Und vergiss nicht, dass du trotz eigenem Pferd auch immer wieder Reitstunden nehmen solltest. Ein professioneller Reitlehrer kann dich auf Fehler aufmerksam machen und dir helfen, mit deinem Pferd die perfekte Balance zu finden.

Wo stelle ich das Pferd unter

Anders als bei Hunden oder Katzen hält man Pferde selten bei sich zu Hause. Du musst dir also überlegen, wo du dein Pferd unterstellst. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Lebst du auf dem Land, ist es etwas einfacher, ein naheliegendes gutes Zuhause für dein Pferd zu finden. Wenn du aber in der Stadt wohnst, sieht das meist schon etwas schwerer aus.

Jeses Pferd hat ganz individuelle Bedürfnisse
Die Bedürfnisse des Pferdes sollten in dem Stall der Wahl erfüllt werden.

Setze dich damit auseinander, was du von einer Unterkunft erwartest. Wenn du mit einem Pferd springen willst, ist es natürlich wichtig, dass der Reitstall einen geeigneten Springplatz hat. Willst du lieber viele Ausritte machen, sollte die Umgebung des Reitstalls dafür geeignet und möglichst abwechslungsreich sein.

Schau dir mehrere Ställe an, bevor du dich für einen entscheidest. Und achte bei deinen Besichtigungen auf verschiedene Dinge:

– Ist der Stall sauber? Sind die Stallungen in einem guten Zustand?

– Wie geht das Personal mit den Pferden um? Sind sie freundlich und hilfsbereit?

– Sehen die anderen Pferde gut gepflegt und zufrieden aus?

– Wenn es sich um Boxenhaltung handelt: Gibt es genug Weide und Paddocks, damit dein Pferd sich auch ohne Reiter frei bewegen kann?

– Gibt es in naher Umgebung Möglichkeiten für Ausritte?

– Wie ist die allgemeine Atmosphäre in dem Reitstall? Könntest du dich hier wohlfühlen?

Es muss natürlich nicht immer ein großer Reitstall sein. Auch auf einer großen Weide eines Bauern kann es deinem Pferd gut gehen. Wichtig ist, dass dein Pferd nicht nur in einer Box steht, sondern die Möglichkeit hat, sich frei zu bewegen und dabei Kontakt zu anderen Pferden haben kann. Im Idealfall lebt dein Pferd in einer kleinen festen Herde auf einer Weide. Das kommt den natürlichen Lebensumständen eines Pferdes am nächsten. Hier findest Du noch weitere Infos zu diesem Thema: Pferdehaltung – aber richtig!

Ein Pferd verändert das Leben seines Besitzers

Ein eigenes Pferd bedeutet Verantwortung. Viel Verantwortung! Zwar wohnt ein Pferd, anders als Hunde oder Katzen, in der Regel nicht bei dir zuhause, dich täglich drum kümmern musst du aber dennoch. Dein Pferd muss täglich Futter und Auslauf bekommen, der Stall muss gesäubert werden und es muss täglich geguckt werden, ob es dem Pferd gut geht und ob es gepflegt ist. Das alles ist eine Menge Arbeit. Und auch wenn einige Aufgaben oftmals vom Stallpersonal übernommen werden, musst du dennoch viel Zeit in deinen vierbeinigen Freund investieren.

Bedenke, dass du die nächsten 20 Jahre die Verantwortung trägst, für ein anderes Lebewesen zu sorgen. Bei Wind und Wetter muss dein Pferd gepflegt und geritten werden. Wenn du in den Urlaub fahren möchtest oder einfach mal ein paar Tage ohne Pferd entspannen willst, musst du dafür sorgen, dass jemand anders sich angemessen um dein Pferd kümmert.

Ältere Tiere möchten auch beschäftigt werden, z.B. mit einem Spaziergang
Auch wenn dein Pferd irgendwann zu alt ist, um noch geritten zu werden, braucht es Pflege, Spaziergänge und dich an seiner Seite

Dein eigenes Pferd sollte für dich mehr sein, als nur ein Reitmittel. Irgendwann wird es alt werden und du wirst es dann nicht mehr reiten können. Bist du bereit, dich dennoch um dein Pferd zu kümmern? Es zu pflegen? Mit ihm spazieren zu gehen? Wenn du dich für ein eigenes Pferd entscheidest, solltest du dir darüber bewusst sein, dass du dir einen Freund für die nächsten 20 Jahre zulegst, der dich braucht.

 

Der Kauf des Pferdes

Wann ist man bereit für ein eigenes Pferd?

Bevor man sich ein eigenes Pferd zulegt, sollte man reiten können. Du musst kein Profi sein, aber du solltest über die Grundkenntnisse verfügen und dich auf Pferden wohl fühlen. Zudem ist es wichtig, dass du viel Zeit und Lust darauf hast, dich um dein Pferd zu kümmern, dabei solltest du auch in die Zukunft schauen, ob das auch so bleibt. Ferner solltest du viel über Pferde, ihre Pflege und typische Krankheiten wissen. Immerhin übernimmst du die volle Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Und das bedeutet auch, die Verpflichtung nicht auf die leichte Schulter zunehmen. Eine gewisse Reife solltest du also auch besitzen.

Für unvorhergesehene Ereignisse müssen finanzielle Rücklagen vorhanden sein
Wenn der Tierarzt unerwartet kommen muss, kann es teuer werden

Neben dem zeitlichen und theoretischen Aspekt ist es auch wichtig, dass du über genügend finanzielle Mittel verfügst. Auch wenn Pferde günstig gehalten werden können, kann es immer wieder zu unerwarteten Kosten kommen. Dein Pferd könnte krank werden oder sogar eine Operation benötigen. Bist du in der Lage das im Notfall zu bezahlen? Besonders wenn dein Pferd älter wird, kann es immer wieder zu solchen Kosten kommen, die du dann stemmen musst. Das Pferd sollte dich nicht in den finanziellen Ruin treiben, wenn es mal krank ist.

Wo kauft man ein Pferd?

Um ein Pferd zu kaufen, gibt es verschiedene Anlaufstellen: Händler, Züchter, Privatpersonen und Pferdemärkte sind die gängigen Möglichkeiten. Wobei sich besonders unerfahrene Menschen von Pferdemärkten fernhalten sollten. Überhaupt ist es wichtig, ein Pferd nicht spontan zu kaufen, sondern sich mit einem Pferdeexperten gemeinsam Pferde anzusehen und in Ruhe zu entscheiden, welches Pferd es werden soll.

Sobald die Entscheidung gefallen ist, sich ein Pferd zuzulegen, möchte man den Vierbeiner am besten schon am nächsten Tag haben. Dennoch sollte man sich etwas Zeit lassen, eine gründliche Auswahl und etwas Ruhe bei der Überlegung beugen spontanen Fehlentscheidungen vor.

Händler, Züchter und Privatpersonen, die ihren Liebling verkaufen wollen, findet man heutzutage zu genüge im Internet. Sowohl beim Züchter, wie auch bei einer Privatperson solltest du darauf achten, dass der Verkäufer dich ebenso beäugt, wie du ihn. Ein guter Züchter verkauft das Pferd nicht nur des Geldes wegen, sondern achtet darauf, dass es auch in gute Hände kommt. Auch wird ein guter Züchter oder Händler dich nicht unter Druck setzen, sondern dir Zeit geben, die Entscheidung in Ruhe zu treffen und das Pferd auch ausgiebig zu betrachten und Probe zureiten.

Gesunde Pferde kann man schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen
Das Pferd sollte gesund aussehen: Glänzendes Fell, klare Augen und ein guter Körperbau sprechen dafür.

Was muss man beim Pferdekauf beachten

Neben der Tatsache, dass eure Wesen gut zueinander passen sollten und du das richtige Pferd für dich gefunden hast, solltest das Pferd natürlich auch gesund sein. Neben dem Experten, der dich beim Pferdekauf beraten sollte, ist es auch sehr wichtig, das Pferd von einem Tierarzt checken zu lassen, bevor du es kaufst. Dieser kann Krankheiten feststellen, die dein Experte nicht so einfach erkennen konnte. Auch hier ist es wichtig, lieber etwas mehr Geld zu investieren, als später auf teuren Rechnungen sitzen zu bleiben.

Wenn das Pferd gesundheitlich fit ist und ihr euch gut versteht, ist der erste Schritt getan. Nun solltest du das Pferd auf jeden Fall Probereiten. Stimmt auch hier die Chemie? Kannst du dir vorstellen, dich um dieses Pferd die nächsten 20 Jahre zu kümmern?

Weiter solltest du bei dem Pferd auf folgende Punkte achten:

– Wie reagiert das Pferd auf Menschen? Hat es Angst oder schreckt zurück?

– Ist das Pferd entspannt im Umgang mit Putzzeug, dem Sattel und anderen Tieren?

– Wie reagiert das Pferd im Gelände?

– Sieht das Pferd gepflegt aus?

– Lässt es sich gut reiten und reagiert auf alle Hilfen?

 

Eine entspannte Pferd/ Mensch Beziehung ist wichtig
Es ist ein gutes Zeichen, wenn das Pferd entspannt auf Menschen reagiert und neugierig ist

All die Punkte sollten zu deiner Zufriedenheit beantwortet werden. Das Pferd sollte keine Angst vor Menschen haben und einen guten Allgemeinzustand aufweisen. Wenn du ein gutes Gefühl mit dem Pferd hast und weder Tierarzt noch Experte etwas an dem Tier auszusetzen haben, steht dem Kauf nichts mehr im Wege.

Der Kaufvertrag

Zwar musst du keinen schriftlichen Kaufvertrag abschließen, aber es empfiehlt sich. Online findet man einige Vordrucke, die man nur ausfüllen muss. Gerade von einem Züchter oder einem Händler solltest du neben eine Kaufvertrag auch die Papiere für dein Pferd beim Kauf erhalten.

Zu einem Pferdekauf gehört auch, dass man eine Probezeit hat. Wenn man in den ersten Tagen merkt, dass mit dem Pferd etwas nicht stimmt, sollte man es zurück geben können. Verweigert ein Verkäufer diese Option ist Vorsicht geboten. Oft weiß er, dass das Pferd gesundheitliche oder charakteristische Probleme hat.

 

Die Anschaffungskosten

Das Pferd

Wie teuer ein Pferd ist, variiert stark. Bei perfekt ausgebildeten Pferden, die schon erfolgreich Turniere gewonnen haben, gehen die Preise sogar in die Millionenhöhe. Das ist aber eher die Ausnahme und wird nur sehr selten für ein Pferd gezahlt.

Eine gute Pferdeausbildung kostet viel Geld
Je besser ausgebildet ein Pferd ist, desto teurer wird es meist.

Ein Freizeitpferd bekommt man natürlich schon deutlich günstiger. Aber auch hier kommt es auf die Ausbildung und die Rasse an. Jüngere Pferde sind teurer, als ältere. Rohe Pferde, also welche, die noch nicht ausgebildet sind, sind günstiger als eingerittene Pferde. Ponys sind oft günstiger als Warmblüter.

In der Regel kann man sagen, dass man ein Warmblüter ab ca. 1.500 Euro bekommt. Nach oben hin kann es aber in die Zehntausender gehen. Ponys bekommt man, je nach Rasse, schon für wenige hundert Euro, doch auch hier ist die Grenze nach oben weitestgehend offen.
Du musst überlegen, was du für ein Pferd möchtest, was es können sollte und welches Alter es haben sollte. Wenn du dir darüber bewusst bist, kannst du im Internet recherchieren, was so ein Pferd kosten sollte und dich danach richten. Wenn du ein passendes Pferd gefunden hast, dass nach einem echten Schnäppchen klingt, solltest du stutzig werden. Meist hat es einen Grund, warum ein scheinbar tolles Pferd sehr günstig abgeben wird.

Das Zubehör

Sattel, Trense, Satteldecke, Gebiss, Halfter, Führstrick, Decke und Putzzeug gehören zur Grundausstattung eines Pferdes. Je nach Qualität sind die Preise hier sehr verschieden.

Jeder Sattel muss zu Reiter und Pferd passen!
Es ist wichtig, den richtigen Sattel für sein Pferd zu finden

Einen Vielseitigkeitssattel bekommt man ab 200 Euro aufwärts. Professionelle Dressur- oder Springsättel können schonmal zwei- bis dreitausend Euro kosten. Eine Trense mit Gebiss bekommt man ab ca. 100 Euro. Auch hier kann man aber auch deutlich mehr zahlen. Je nachdem, was man für seine Zwecke braucht. Für die kleineren Anschaffungen, wie Halfter und Putzzeug, zahlt man insgesamt nochmal um die 100 Euro, wenn man sich nicht die luxuriöseste Version zulegt. Bei den Anschaffungskosten kann man also mit ca. 500 Euro rechnen. Ohne Pferd versteht sich.

Unabhängig vom Preis ist es gerade bei Sattel und Trense wichtig, darauf zu achten, dass sie bei deinem Pferd gut sitzen. Zahl lieber ein paar Euro mehr und kaufe den perfekten Sattel, als später auf Tierarztkosten und einem Pferd mit Schmerzen sitzen zu bleiben.

 

Die Alternativen

Wenn du merkst, dass es für dich noch etwas zu früh ist, ein eigenes Pferd zu besitzen, oder vielleicht deine Eltern es dir nicht erlauben, gibt es noch Alternativen: Du könntest dir eine Reitbeteiligung oder ein Pflegepferd suchen.

Bei einer Reitbeteiligung beteiligst du dich an dem Pferd einer anderen Person. Du reitest das Pferd, pflegst es und kümmerst dich darum, als wäre es dein eigenes. Nur eben nicht jeden Tag, sondern, je nach Absprach, an ein paar Tagen in der Woche. Im Gegenzug zahlst du der Besitzerin einen gewissen monatlichen Betrag, über den ihr euch einigt. Eine Reitbeteiligung kommt einem eigenen Pferd schon sehr nahe und du kannst schonmal ein Gefühl dafür bekommen, ob du wirklich mal ein eigenes Pferd haben möchtest.

Eine Reitbeteiligung kann eine tolle Möglichkeit sein
Nicht dein eigenes Pferd, aber fast: Die Reitbeteiligung

 

Wenn es dir nicht ums Reiten geht und du eher ein Pferd möchtest, um das du dich kümmerst, kannst du dir auch ein Pflegepferd suchen. Bei Pflegepferden bezahlt man meist nichts, reitet das Pferd aber auch nicht. Vielmehr kümmerst du dich um das Pferd, gehst mit ihm spazieren, putzt es und lässt es grasen. Wenn man wenig Geld hat oder nicht unbedingt reiten möchte ist ein Pflegepferd eine gute Alternative zum eigenen Pferd.

 

Warum ein eigenes Pferd? Die Pro-Argumente für Eltern

Ist der Wunsch erstmal da, ein Pferd zu haben, kommt die größte Hürde noch auf einen zu: Die eignen Eltern! Die wenigste Eltern sind so überzeugt von der Idee des eigenen Pferdes, wie ihre Kinder, deshalb habe ich hier drei Tipps zusammengestellt, die dir helfen könnten, deinen Eltern die Vorzüge eines eigenen Pferdes näherzubringen.

1) Du lernst, mit einer großen Verantwortung umzugehen. Ein eigenes Pferd bringt dir automatisch bei, verantwortungsvoll und bedacht mit neuen Situationen umzugehen. Du lernst, auf ein anderen Lebewesen zu achten und es in deine Plaungen mit einzubeziehen und wirst somit selbstständiger, empathischer und bedachter.

2) Du bist viel an der frischen Luft. Was wünschen sich Eltern mehr, als dass ihr Kind draußen ist und sich bewegt? Reiten ist ein Sport, es ist gesund und du bist durchgehend draußen. Eigentlich verbindet es all das, was die meisten Eltern sich für ihr Kind wünschen: Sich sportlich in der Natur zu betätigen.

Als Reiter ist man viel an der frischen Luft, bei Sonne UND Regen
Wer sich mit Pferden beschäftigt, ist fast durchgehend an der frischen Luft

3) Der erste Schritt in eine berufliche Karriere?

Es gibt viele Berufe, die mit Pferden zutun haben. Man kann sogar Studiengänge rund ums Pferd belegen und sich eine Karriere aus dem Hobby aufbauen. Ob Tierarzt, Züchter, Reitlehrer und Pferdepfleger, der erste Schritt zum Traumjob könnte mit dem eigenen Pferd beginnen. Schon als junger Mensch zu wissen, was man in Zukunft machen will, kann einem so manche Tür öffnen.

 

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Bildcredit: (c) Nadine Haase - Fotolia.com

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Über Louisa Wittek 14 Artikel
Ich bin als freie Journalistin tätig und freue mich sehr darüber hier über Themen rund ums Tier schreiben zu können. Seit ich denken kann beschäftige ich mich mit Tieren und hatte schon einige als Mitbewohner. Meine Leidenschaft für Tiere habe ich auch in meinem Philosophie-Studium verfolgt und mich umfassend mit dem Thema Tierethik beschäftigt.

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