Katzen kaufen – was ist zu beachten?

Tipps zur Vorbereitung auf den neuen Mitbewohner

Eine Katze kaufen ist einfach, aber was sollte man beachten?
Eine Katze kaufen ist einfach, aber was sollte man beachten?

Wenn du dich für den Kauf einer Katze entschieden hast, kannst du nicht einfach in den Supermarkt gehen und dir eine kaufen. Du musst dir im Vorfeld Gedanken machen, was für eine Katze du kaufen willst: Soll es ein kleines Kitten sein oder schon eine ausgewachsene Katze? Möchtest du einen Mischling, ist dir die Rasse egal oder soll es eine Rassekatze werden? Je nachdem wie du dich entscheidest, kannst du nach deinem neuen Mitbewohner im  Tierheim oder bei einem Züchter suchen oder sie aus einem privaten Wurf nehmen. Vor der Entscheidung für eine Katze gibt es einiges zu  beachten.

Was du vor der Anschaffung einer Katze bedenken musst

Die Anschaffung einer Katze oder eines kleinen Kittens wird leider häufig aus einer falschen Erwartungshaltung heraus getroffen. Ja, Kätzchen sind total süß und das Leben mit einer Katze kann unglaublich schön und entspannend sein. Aber Katzen machen auch Arbeit und verursachen Kosten. Besonders, wenn du noch nie eine Katze hattest, solltest du dich genau erkundigen, was da auf dich zukommt bzw. zukommen kann. Denn es gibt schon eine hohe Zahl von Katzen, die im Tierheim gelandet sind, weil die Besitzer unterschätzt haben, was da auf sie zu kam. Lass deine Katze nicht die nächste sein, sondern beachte die folgenden wichtigen Punkte.

Die Folgekosten

Die Erstanschaffungskosten einer Katze lassen sich leicht ausrechnen. Du kennst den Preis für das Tier und kannst dich bequem online nach dem nötigen Zubehör umsehen. Eine Katze braucht mindestens einen Kratzbaum, eine Katzentoilette, ein wenig Spielzeug und selbstverständlich Näpfe für Futter und Wasser.

 

Die Unterhaltskosten für Futter und Katzenstreu sind nicht besonders hoch, müssen aber fest eingeplant werden. (Eine beispielhafte Übersicht über die möglichen Kosten findest du in diesem Beitrag. Klick) Es ist durchaus möglich, eine Katze mit 40 Euro pro Monat zu versorgen. Es bleibt aber zu bedenken, dass es jederzeit vorkommen kann, dass der Katze etwas passiert und du zum Tierarzt musst. Es reicht bereits, dass sie Durchfall bekommt, weil sie ein Futter nicht verträgt. Höher sind die Kosten, wenn sie sich bei einem Sprung verschätzt und sich verletzt, in eine Scherbe tritt oder etwas Giftiges frisst. Für diesen Fall solltest du entweder ein finanzielles Polster haben oder eine Katzenversicherung, damit derartige Fälle nicht in einer Katastrophe enden.

Zusätzlich braucht ein junges Kätzchen mehrere Entwurmungen und diverse Impfungen, die regelmäßig aufgefrischt werden sollten. Soll die Katze ein Freigänger sein, ist mit noch höheren Kosten zu rechnen, da sie Impfungen gegen Krankheiten braucht, die ein Stubentiger für gewöhnlich nicht bekommt. Außerdem ist das Verletzungs- oder Vergiftungsrisiko  draußen auch noch deutlich höher, als in der eigenen Wohnung. (Alle notwendigen Informationen rund um das Thema OP- und Krankenversicherung für Katzen findest du hier auf unserer Katzenversicherungs-Seite.)

Eine Katze verändert das Leben des Halters

Es ist nicht damit getan, sich eine Katze zu kaufen, einfach nur, weil sie süß ist und der Unterhalt des Tieres finanziell kein Problem darstellt. Der Hauptgrund dafür, dass viele Katzen schon nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden, ist, dass die Halter nicht bedacht haben, was es bedeutet, wenn ein kleines Raubtier bei ihnen wohnt.

Katzen lieben Kisten
Katzen lieben Kisten

Die Katze ist allgegenwärtig. Du musst damit rechnen, dass die Katze sich als vollwertiges Mitglied der Familie betrachtet und einen ganz eigenen Kopf hat. Es ist absolut unvermeidbar, dass überall Katzenhaare sein werden, was den Reinigungsaufwand der Wohnung und der eigenen Kleidung erhöht. Es gibt zwar durchaus Katzenrassen, wie die meisten orientalischen Katzenrassen (Siamkatze, Orientalisch Kurzhaar, Cornish Rex), die sehr wenig Unterfell haben und daher weniger haaren als andere. Das selbe gilt auch für die Katzen mit sehr dichtem Fell wie Russisch Blau. Wie auch bei Hunden sind bei den langhaarigen Rassen (Perser, Türkisch Angora) die Haare leichter zu entfernen und es wirkt dann so, als ob sie insgesamt weniger haaren würden. Aber alle Katzen bleiben Fellnasen und Katzenhaare damit mehr oder weniger allgegenwärtig.

Die ganze Wohnung gehört zum Revier der Katze. Gerade bei reinen Wohnungskatzen ist es unabdingbar, dass sie zu jedem Raum Zutritt hat, um ihren Platz nicht weiter zu minimieren. Katzen sind unheimlich neugierig und müssen alles ganz genau auskundschaften und beobachten. Die Erziehung ist nicht so einfach wie die eines Hundes und erfordert sehr viel Geduld. Sie ist aber möglich. 

 

Es muss dir trotzdem vorher klar sein, dass die Katze jederzeit auf oder in Regale oder Schränke klettert.Dabei kann es passieren, dass gerne auch mal kleinere Gegenstände entführt oder runtergeworfen werden. Wie auch bei Kindern gilt es, sich Gedanken um eine katzensichere Wohnung zu machen. Lieblingsgegenstände solltest du gerade bei kleinen Katzen lieber sicher verwahren. Das erspart dir und dem Stubentiger viel Ärger.

Frei nach dem Motto „Hunde haben Herrchen, Katzen Personal“ bist du zwar nur der Dosenöffner, aber trotzdem ist das Spielen mit dir deiner Katze sehr wichtig. Sie braucht gerade als reine Wohnungskatze jeden Tag Aufmerksamkeit, sei es zum ausgiebigen Spielen oder für vehement eingeforderte Schmuseeinheiten. Auch an stressigen Tagen kannst du deine Katze nicht einfach ignorieren. Denn sobald sie anfängt sich zu langweilen, wird sie sich eine Beschäftigung suchen. Und dabei kann durchaus etwas kaputt gehen.

Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Wohnung für die Katze sicher ist. Das bedeutet, dass du giftige Pflanzen aus der Wohnung entfernst und die Fenster katzensicher machst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die kleinen Tiger auch aus großen Höhen aus dem Fenster springen. Dabei können sie sich nicht nur verletzen, sondern finden vermutlich ihren Weg nicht mehr zurück. Daher solltest du die Fenster mindestens mit einem Fliegengitter versehen. Möchte du deine Fenster regelmäßig kippen, solltest du sie mit einem Fenstergitter versehen. 

6,64 EUR 6,99 EUR
2,8 von 5 Sternen
Stand: 17. Oktober 2017 15:38 Uhr
Jetzt einkaufen

 

Dieses verhindert, dass die Katze in das gekippte Fenster rutscht und dort stranguliert wird, wenn keiner in der Nähe ist, um sie zu retten.

Weitere Vorbereitungen einer guten Katzenhaltung

Neben der täglichen Zeit, die du für die Katze aufbringen musst, solltest du im Vorfeld nicht nur die Umgebung katzengerecht gestalten, sondern dich auch weiter mit den speziellen Eigenarten und Bedürfnissen deines neuen Mitbewohners beschäftigen.

Die Körpersprache

Es ist wichtig, die Körpersprache einer Katze zu verstehen. Katzen können sich dem Menschen schließlich nicht direkt mitteilen. Unterschiedliche Haltung von Schwanz oder Ohren haben bestimmte Bedeutungen. Mit ein bisschen Übung kannst du deiner Katze schon aus der Entfernung ansehen, was sie von dir möchte. Für den Anfang hilft unser Ratgeber „Wörterbuch für Dosenöffner“. Vieles andere wirst du im Laufe der Zeit selbst lernen.

Katzen liegt auf dem Rücken und genießt Streicheleinheiten
Diese Katze genießt die Streicheleinheiten. Wenn du aufmerksam bist, wirst du durch ihre Körpersprache merken, wann sie genug hat.

Katzen sind Raubtiere, weswegen sie aus ihrer Natur heraus keinerlei Schwächen zeigen. Hat eine Katze Schmerzen, egal ob durch innerliche oder äußerliche Verletzungen, zeigt sie das selten direkt. Es hilft nur die Beobachtung. Zieht sich die Katze vermehrt zurück oder verhält sie sich bei bestimmten Bewegungen oder Berührungen anders als sonst, ist der Gang zum Tierarzt nötig, denn das Tier wird sein Leid so gut und so lange es geht unterdrücken.

Die Ernährung

Im Vorfeld solltest du dich auch mit der richtigen Ernährung beschäftigen. Der Magen eines nur wenige Wochen alten Kätzchens ist in etwa so groß wie ein Daumennagel beim Menschen. Daher braucht ein Kitten regelmäßig viele kleine Mahlzeiten. Sowohl die idealen Fütterungsintervalle, als auch die Menge und die zuzuführenden Nährstoffe ändern sich im Laufe eines Katzenlebens. Das Angebot an verschiedenen Nass- und Trockenfuttersorten ist riesengroß und es ist nicht einfach, das richtige herauszufinden. Dieser Artikel über gutes Katzenfutter gibt dir einen kleinen Anhaltspunkt, welches Futter, du relativ bedenkenlos füttern kannst. Im Zweifel hilft allerdings nur Ausprobieren. Der vierbeinige Mitbewohner wird dir sehr deutlich machen, wenn ihm etwas nicht schmeckt. Und das solltest du auch respektieren. Denn Katzen verhungern lieber als Futter zu fressen, was ihnen nicht zusagt. Manchmal helfen kleine Tricks, manchmal nur der Wechsel des Futters. Abwechslung ist aber bei jedem Katzenfutter oberstes Gebot. Wir Menschen wollen ja auch nicht jeden Tag das gleiche essen!

Die Wahl der Katze

Hast du alles bedacht, kannst du dich an die konkrete Entscheidungsfindung machen. Einen letzten Punkt gilt es bei seiner Entscheidung aber noch zu prüfen: denn wenn du noch nie eine Katze hattest und sonst nur wenig Kontakt mit welchen, solltest du vorher durch Katzenkontakt oder einen Allergietest beim Arzt testen, ob du eine Katzenallergie hast. Nichts wäre schlimmer als sich ein niedliches Kätzchen anzuschaffen, die Wohnung herzurichten, sich in das Tier zu verlieben und es kurz darauf wieder abgeben zu müssen, weil du in seiner Gegenwart nicht mehr atmen kannst.

Hier gibt es einen ausführlichen Ratgeber, wie du die passende Katze findest.

Eine Katze oder mehrere?

Im ersten Moment scheint es doppelten Aufwand und höhere Kosten zu bedeuten, wenn du mehr als eine Katze bei dir aufnimmst. Aber es sprechen eindeutig mehr Argumente für zwei (oder mehr) Katzen als dagegen! In der freien Natur gehören Katzen zwar zu den einzelgängerisch lebenden Tieren, das schließt aber den regelmäßigen Kontakt zu anderen Artgenossen nicht aus. Arbeitest du nur halbtags oder von zu Hause aus und hast viel Zeit für deinen Stubentiger oder entscheidest dich für einen reinen Freigänger, dann kannst du eine Katze auch alleine halten.

Herbstzeit ist Kuschelzeit
Es gibt nichts schöneres als gemeinsam zu kuscheln!

In allen anderen Fällen und spätestens wenn du Vollzeit außer Haus arbeitest und es eine reine Wohnungskatze wird, dann solltest du unbedingt noch eine zweite Katze aufnehmen. Hat das Fellbündel einen Spielgefährten, können sich die beiden gegenseitig unterhalten und Langeweile oder Einsamkeit und deren unangenehme Auswirkungen (Unsauberkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit) treten nicht so schnell auf. Dabei solltest du beachten, dass es nicht immer einfach ist, einer Katze ein anderes Wesen in ihr Revier zu setzen. Ideal ist es, wenn du gleich zwei Kitten oder Geschwister zu dir holst. Denn wachsen sie gemeinsam auf, ist die Chance auf eine innige Katzenfreundschaft sehr groß. Im Tierheim gibt es oft auch Katzenpaare, die sich blendend verstehen. Oder du nimmst zu einer älteren Katze ein Kitten dazu. Dieses hat in der ersten Zeit Welpenschutz und nach einer Zeit gewöhnt sich die Katze dann an den neuen Mitbewohner.

Die Annahme, dass zwei Katzen doppelt so viel Arbeit machen ist dabei falsch. Ja, du hast ein Katzenklo mehr zu machen und einen Napf mehr zu füllen. Aber schließlich macht es noch mehr Arbeit, wenn du jedes Mal beim Nach Hause kommen die Wohnung nach Schäden überprüfen musst. Und das kann bei einer einzelnen, einsamen und gelangweilten Katze durchaus passieren. Die Unterhaltskosten für Futter und Impfungen verdoppeln sich zwar, aber dafür werden die anderen Tierarztkosten eher sinken. Und Kratzbaum und Spielzeug brauchst du auch nur einmal anschaffen.

Freigänger oder Stubentiger

Die Entscheidung an sich kannst nur du alleine treffen. Und neben der Wohnsituation und der Katzenrasse ist es auch eine Einstellungssache. Es gibt auf jeden Fall sowohl Argumente für als auch gegen eine Wohnungskatze oder einen Freigänger.

Nur du weißt beispielsweise um deine Wohnsituation. Auf dem Land ist es für eine Katze mit Freigang oftmals wesentlich ungefährlicher als in der Stadt mit viel Beton, noch mehr Autos und nur wenig Platz zum Herumstreunen. Allerdings gibt es auf dem Land andere Gefahren wie Jäger oder wildlebende Tiere. Entscheidest du dich für einen Freigänger, solltest du auch bedenken, dass es Menschen gibt, die generell keine Katzen mögen. Es ist nicht so selten, dass Katzen vergiftet werden. Die Gefahr, dass dein Liebling irgendwann nicht mehr nach Hause kommt, ist da und sollte dir bewusst sein.

Freigänger oder Wohnungskatze oder doch der katzensichere Garten?
Freigänger, Wohnungskatze oder doch katzensicherer Garten? Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab.

Auf der anderen Seite sind Katzen domestizierte Raubtiere. Entscheidest du dich für eine Wohnungskatze, musst du dir bewusst machen, dass du ihr natürliches Verhalten einschränkst. Dem solltest du durch Kreativität und viel Aufmerksamkeit entgegen wirken. Katzen langweilen sich schnell und werden gerne melancholisch oder aggressiv, wenn sie jeden Tag stundenlang alleine sind. Das kann so weit gehen, dass die Katze krank oder unrein wird und aus Protest ihre Notdurft überall verrichtet, nur nicht auf dem Katzenklo. (Hier findest du Tipps gegen die Unsauberkeit deiner Katze.) Dem kannst du mit einer zweiten Katze und ausreichender und sinnvoller Beschäftigung entgegen wirken. Dabei gehen die Beschäftigungsmöglichkeiten für Katzen weit über Mäuschen oder Bänder hinaus. (Hier kannst du mehr zum Thema Katzenbeschäftigung lesen.)

Ja, viele Wohnungen sind kleiner als das natürliche Revier einer frei herumstreunenden Katze, aber du kannst den kleinen Stubentigern mit einfachen Mitteln mehrere Ebenen erschließen. Große Kratzbäume, Bretter, die auf Schränke und Regale führen ermöglichen sozusagen ein dreidimensionale Bewegung im Raum. Auch Plätze auf der Fensterbank oder dem Balkon sind gern genommene Abwechslungsmöglichkeiten. Beides sollte nur katzensicher sein (Kippschutz und Fliegengitter im Fenster, Katzennetz oder ähnliches auf dem Balkon), damit deine Fellnase nicht in einem unachtsamen Moment verunfallt.

Und wer sagt, dass es immer eine Entweder-Oder-Entscheidung sein muss? Es gibt tolle Möglichkeiten den eigenen Garten katzensicher zu gestalten. Dann kann sich die Samtpfote  frischen Wind um die Nase wehen lassen und das eine oder andere Insekt fangen, ist aber vor der Gefahr vom Auto überfahren oder durch Unmenschen verletzt oder getötet zu werden sicher. Hier findest du einen ersten Anhaltspunkt, was damit gemeint ist: Katzensicherer Garten.

Katze oder Kater

Ob es ein Männlein oder ein Weiblein werden soll ist die nächste Frage. Generell gelten die meisten Katzen als pflegeleichter als unkastrierte Kater. Männchen sind vor allem in der Wachstumsphase oft wilder und verspielter. Nach der Kastration werden aber sowohl Katzen als auch Kater meistens entspannter und verschmuster. Es gibt nicht zu Unrecht den Begriff des Schmusekaters. Auch gelten Kater als etwas charakterstärker und eigensinniger als Katzen, aber das lässt sich nicht pauschalisieren. Denn Katzendamen können auch gerade untereinander sehr zickig reagieren.

Die Wahl zwischen Rassekatzen und Mischling

Zunächst musst du dich zwischen diesen Möglichkeiten entscheiden. Rassekatzen sind Katzen einer bestimmten Rasse mit charakteristischem Aussehen und einem möglichst reinen Stammbaum. (Eine Übersicht über die Katzenrassen findest du hier.) Diese gelten als berechenbarer, denn ähnlich wie bei Hunden gibt es bestimmte Grundcharakteristika nach der die einzelnen Katzenrassen gezüchtet werden. Insofern kannst du dir schon eine ruhigere Rasse wie die Birma oder Kartäuser aussuchen und solltest Norwegische Waldkatzen meiden, wenn du weißt, dass es eine reine Wohnungskatze wird. Rassekatzen sind allerdings meistens sehr teuer und teilweise so überzüchtet, dass sie häufiger gesundheitliche Probleme bekommen als Mischlinge. Außerdem ist eine Rassekatze kein Garant für bestimmte Charaktereigenschaften. Du solltest also auf keinen Fall enttäuscht sein, wenn du statt einem lebhaften, unternehmungslustigen Norwegischen Waldkater einen absoluten Couchhocker und Schmusekater bekommst.

Maine Coon Kitten in verschiedenen Farben sitzen vor einem blauen Hintergrund
Rassekatzen wie beispielsweise diese Maine Coon Kitten

Bei den meisten Hauskatzen handelt es sich um Mischlinge, wo die Eltern nicht beide der selben Katzenrasse angehören. Ihnen wird nachgesagt, dass sich ihr Verhalten weniger vorhersagen lässt, selbst wenn die Eltern der Kitten bekannt sind. Das schließt aber nicht aus, dass es auch unter den gewöhnlichen Hauskatzen ruhige, verschmuste oder freiheitsliebende Tiere gibt. Außerdem sind sie meist gesundheitlich solider und werden älter als die Rassekatzen. Es gibt auch bei den Hauskatzen wunderschöne Exemplare. Durch die freie Kombination der Gene entwickeln sich manchmal außergewöhnliche Farbmuster etc., was sie einzigartiger macht als eine durchschnittliche Rassekatze.

Dabei bedeutet es nicht automatisch, dass du Rassekatzen nur vom Züchter und Mischlinge aus dem Tierheim bekommst. Es gibt auch in den Tierheimen eine Menge Rassekatzen, die auf ein neues Zuhause warten. Die haben dann sicherlich keinen ausgewiesenen Stammbaum, aber wer außer einem Züchter braucht den schon?

Kitten oder ausgewachsene Katze

Beide Alternativen haben verschiedene Vor- und Nachteile:

Häufig wird für ausgewachsene Katzen ein neues zu Hause gesucht, da entweder der Halter eine Allergie bekommen hat, sich nicht mehr um das Tier kümmern kann, oder es aus einem anderen Grund abgeben muss. In so einem Fall kannst du die Katze davor beschützen, ausgesetzt oder in ein Heim gegeben zu werden. Im Tierheim hat du zudem die Möglichkeit bei vorherigen Besuchen das Tier kennenzulernen. Oder von deinem zukünftigen Mitbewohner ausgesucht zu werden. Denn die Katze muss auch das neue Herrchen oder Frauchen mögen. Ausgewachsene Katzen aus dem Tierheim können unter Umständen Marotten entwickelt haben, die du ihnen nur schwer wieder abtrainieren kannst. Dafür sind diese Katzen nach dem ersten Eingewöhnen oftmals sehr anhänglich und dankbar für das neue Zuhause.

Kleine Kätzchen machen am Anfang mehr Arbeit als ausgewachsene Katzen. Sie sind zwar unglaublich niedlich anzusehen, brauchen aber mehr Pflege und Zuwendungen, da sie ähnlich wie Kinder alles wissen und ausprobieren müssen. Und du musst sie in der Regel erst stubenrein bekommen. Außerdem musst du damit rechnen, dass du häufiger zum Tierarzt musst, weil sich das Kätzchen verletzt hat oder Durchfall oder Magenkrämpfe bekommt. Dafür sind kleine Katzen anfälliger als erwachsene. Auch Entwurmungen und Impfungen müssen durchgeführt werden, was zusätzlich ins Geld gehen kann. Dafür lassen sich Kitten im Gegensatz zu ausgewachsenen Katzen einfacher erziehen. Mit der nötigen Geduld kannst du dem Kitten Verhaltensmuster abgewöhnen, die sich sonst vielleicht schon manifestiert haben, wie das Kratzen an Möbeln oder das Benutzen der Krallen beim Spielen.

Rotgetigerte Katzenmutter mit Kitten , das nach ihr tappst
Sowohl die Entscheidung für eine erwachsene Katze als auch für ein Kätzchen bringen Vor- und Nachteile mit sich.

Was allgemein beachtet werden sollte

Die Herkunft der Katze, egal ob es sich um eine reinrassige oder einen Mischling handelt, ist durchaus wichtig. Du solltest nur Katzen kaufen, die nachweislich gesund und geimpft sind. Entwurmungen und Impfungen lassen sich durch Rechnungen des Tierarztes und den Impfpass der Katze belegen.

Auch solltest du die Katze beim bisherigen Besitzer abholen, um zu sehen, unter welchen Bedingungen das Tier aufgewachsen ist. Denn auch der Zustand des früheren Umfelds lässt Rückschlüsse darauf zu, ob das Tier wirklich gesund oder vermutlich doch krank oder verhaltensauffällig sein könnte. Wenn es irgendwie möglich ist, solltest du dir auch die Katzeneltern ansehen. Sehen diese gepflegt und gesund aus, ist das auch ein Anzeichen dafür, dass sie sich bis dahin gut um den Nachwuchs gekümmert haben. Wenn du irgendwelche Zweifel daran hast, dass die Katze bisher gut versorgt worden ist, dann nimm Abstand davon, sie mitzunehmen. Katzen aus schlechten Verhältnissen verursachen nicht nur dir in der Regel höhere Kosten. Es ist auch so, dass je mehr Menschen aus Mitleid solche Kitten oder Katzen bei sich aufnehmen, desto häufiger werden diese Menschen Katzennachwuchs erzeugen, um noch mehr Geld zu verdienen. Du hilfst den armen Katzen dieser Welt also mehr, wenn du solche Vermehrer beim Tierschutz anzeigst und selber Katzen aus guten Verhältnissen oder Tierheimen aufnimmst.

Ein Kitten darf nicht zu früh von der Mutter getrennt werden. Am Anfang ist es absolut hilflos und auf die Mutter angewiesen. Diese bringt ihr nach dem Säugen das selbstständige Fressen bei und sorgt in der Regel dafür, dass der Nachwuchs schon weiß, wie man ein Katzenklo benutzt. Das allerfrüheste Abgabealter einer kleinen Katze beträgt 10 Wochen. Viel besser ist ein Alter von 12 Wochen oder älter. Denn da ist der Nachwuchs ausreichend sozialisiert und beginnt richtig selbstständig zu werden. Erst dann kann er von seiner Familie und dem vertrauten Revier in eine neue Umgebung gebracht werden.

2 spielende Kitten Türkischer Angorakatzen
Kleine Kitten wie diese beiden gehören zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Du solltest sie erst mit 12 Wochen zu dir holen.

Erstausstattung für den neuen felligen Mitbewohner

Die Katze wird sich in ihrem neuen Heim erst einmal umsehen. Wie Du dabei am Besten vorgehst, haben wir Dir weiter unten beschrieben. Damit sie sich wohl fühlt, sollten ihr unterschiedliche Schlafplätze angeboten und auch Rückzugsorte geschaffen werden.

Im Folgenden haben wir dir aufgelistet, was du unbedingt als Erstausstattung für deine Katze brauchst:

Transportbox

Um dein neues tierisches Familienmitglied nach Hause zu transportieren, brauchst du als allererstes eine Katzentransportbox. Diese kannst (und solltest) du anfangs als Rückzugsmöglichkeit für deinen neuen Stubentiger stehen lassen. Falls du eine Stelle in deiner Wohnung hast, in der die Transportbox nicht stört, kannst du sie auch grundsätzlich als Schlafstelle mit anbieten. Das erhöht die Akzeptanz für kommende Arztbesuche 😉

Trixie 39693 Transport-Hütte Twister, faltbar,...
Trixie 39693 Transport-Hütte Twister, faltbar, hellblau/dunkelblau, Größe M, 50 × 52 × 76 cm
25,99 EUR
34,99 EUR 
Rabatt: 9,00 EUR 
4,2 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Stefanplast GULLIVER 3 Transportbox 61 x 40 x 38 cm
Stefanplast  GULLIVER 3 Transportbox 61 x 40 x 38 cm
21,00 EUR
23,89 EUR 
Rabatt: 2,89 EUR 
4,2 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38

 

Katzenklo und Zubehör

Du solltest mindestens ein Katzenklos besitzen. Besser ist es eins mehr als die Anzahl der Katzen aufzustellen (also bei zwei Katzen drei Katzenklos). Es gibt sie ohne Deckel oder mit, in länglich oder als Ecktoilette, in verschiedenen Farben, in schlicht oder stylisch.

Karlie Simon's Cat Katzentoilette mit Rand, 43 cm x 32 cm...
Karlie Simon's Cat Katzentoilette mit Rand, 43 cm x 32 cm x 16 cm, grau
8,15 EUR
8,99 EUR 
Rabatt: 0,84 EUR 
3,9 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Curver Katzentoilette Sicherheit anthrazit
Curver Katzentoilette Sicherheit anthrazit
34,95 EUR
38,90 EUR 
Rabatt: 3,95 EUR 
4,2 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Ferplast 72039099W1 Katzentoilette DAMA, offene...
Ferplast 72039099W1 Katzentoilette DAMA, offene Katzentoilette, Maße: 57,5 x 51,5 x 22 cm, schwarz
20,90 EUR
 
 
4,5 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38

 

Zu dem Katzenklos gehört auch das notwendige Zubehör: eine Katzenstreuschaufel, Vorlegematte  und Katzenstreu. Letzteres gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Klumpstreu eignet sich gut zum Reinigen und wird im Allgemeinen auch von den Katzen gut angenommen. Hat man eine empfindliche Katze, lohnt es sich verschiedene Streuarten auszuprobieren oder nach Möglichkeit das Streu zu benutzen, das auch der Vorbesitzer benutzt hat. Weitere Informationen zu Katzentoiletten und Katzenstreu findest du in unserem Artikel zu unsauberen Katzen.

Karlie Kotschaufel Alu, 35 cm, grün
Karlie Kotschaufel Alu, 35 cm, grün
7,28 EUR
11,99 EUR 
Rabatt: 4,71 EUR 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Trixie Vorleger für Katzentoiletten, PVC, 40 × 60 cm,...
Trixie Vorleger für Katzentoiletten, PVC, 40 × 60 cm, anthrazit
6,79 EUR
9,38 EUR 
Rabatt: 2,59 EUR 
4,3 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Cat's Best 28441 Öko Plus Katzenstreu, 40 Liter
Cat's Best 28441 Öko Plus Katzenstreu, 40 Liter
20,99 EUR
 
 
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 1:21

 

Futternäpfe

Neben einer ersten Auswahl an Katzenfutter darfst du auch den Futter- und Wassernapf nicht vergessen. Hier ist die Auswahl ebenfalls groß: von schlicht bis stylisch in Keramik oder Metall ist für jeden etwas dabei. Beim Futter lohnt es sich zu schauen, was die Katze schon gewöhnt ist und ihr verschiedene Futtersorten anzubieten, bis das Lieblingsfutter gefunden wurde. Manche Katze trinkt nicht gerne aus einem Wassernapf sondern lieber aus bewegtem Wasser. Möchtest du nicht immer den Wasserhahn laufen lassen, kannst du einen Zimmerbrunnen ausprobieren. Und für die verfressenen Katzentiere gibt es auch programmierbare Futterautomaten, die zu bestimmten Zeiten immer nur eine begrenzte Menge an Futter freigeben.

AmazonBasics Hundenapf, Edelstahl, 2er Pack, 946ml
AmazonBasics Hundenapf, Edelstahl, 2er Pack, 946ml
12,99 EUR
 
 
4,7 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Hunter Melamin-Napf, 700 ml, weiß
Hunter Melamin-Napf, 700 ml, weiß
8,10 EUR
17,49 EUR 
Rabatt: 9,39 EUR 
4,9 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
HoneyGuaridan A25 Futterautomat, Automatischer...
HoneyGuaridan A25 Futterautomat, Automatischer Futterspender mit akustischer Benachrichtigung und Timer Funktion, 6 Mahlzeiten für Hunde ( Mittel und Klein ) und Katzen.
69,99 EUR
79,99 EUR 
Rabatt: 10,00 EUR 
4,8 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
PetMate 80850 Cat Mate Trinkbrunnen, 2l
PetMate 80850 Cat Mate Trinkbrunnen, 2l
24,99 EUR
44,99 EUR 
Rabatt: 20,00 EUR 
4,4 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
catit Flower Fountain Blumentrinkbrunnen 3L - immer...
catit Flower Fountain Blumentrinkbrunnen 3L - immer frisches Wasser für Ihre Katze, durch ständige Filterung
22,95 EUR
29,99 EUR 
Rabatt: 7,04 EUR 
4,0 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Lucky-Kitty Keramik Katzenbrunnen, weiß
Lucky-Kitty Keramik Katzenbrunnen, weiß
54,90 EUR
 
 
-
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38

 

Kratzbaum und Schlafgelegenheiten

Auch wenn deine Katze die ersten Tage vielleicht noch keinen Gebrauch davon macht, solltest du schon alles da haben, damit sie sich auch gleich an den Geruch gewöhnen kann. Das erhöht die Chance, dass sowohl der Kratzbaum als auch die Schlafgelegenheit genutzt wird. Von den Kratzbäumen gibt es unzählige Varianten in verschiedenen Farben, Höhen und Materialien. Bei allen solltest du darauf achten, dass sie stabil stehen. Oft haben sie auch schon Höhlen oder Kuhlen, in denen die Katzen schlafen können. Dennoch wird dein vierbeiniger Freund mit der Zeit wahrscheinlich da am liebsten liegen, wo du gerade selber liegst.

Productinformation not retrievable
false
-
 
 
-
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
SILVIO DESIGN, Katzen-Kletterwand 4-teilig beige-braun,...
SILVIO DESIGN, Katzen-Kletterwand 4-teilig beige-braun, 21877.000
28,89 EUR
31,32 EUR 
Rabatt: 2,43 EUR 
3,5 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Kerbl Kratzbaum CREATIV schwarz/weiß Höhe: 150 cm
Kerbl Kratzbaum CREATIV schwarz/weiß Höhe: 150 cm
105,66 EUR
 
 
3,8 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Kerbl Katzenhaus Lodge, 77 x 50 x 73 cm
Kerbl Katzenhaus Lodge, 77 x 50 x 73 cm
56,99 EUR
99,99 EUR 
Rabatt: 43,00 EUR 
4,4 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:38
Trixie 36282 Minou Kuschelhöhle, 41 × 30 × 50 cm,...
Trixie 36282 Minou Kuschelhöhle, 41 × 30 × 50 cm, beige/braun
21,87 EUR
34,99 EUR 
Rabatt: 13,12 EUR 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:39
Trixie 44090 Kuschelhöhle für Regal, 37T × 33B × 33H...
Trixie 44090 Kuschelhöhle für Regal, 37T × 33B × 33H cm, lichtgrau
21,99 EUR
29,99 EUR 
Rabatt: 8,00 EUR 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:39

 

Spielzeug

Nach Fressen und Kuscheln ist Spielen für die meisten Katzen die drittliebste Beschäftigung. Gerade junge Katzen oder Einzelgänger brauchen regelmäßige Abwechslung. Das Angebot reicht von einfachen Bällchen oder Mäusen, über Katzenangeln bis hin zu Spielsystemen. Auch hier ist Ausprobieren und Austauschen gefragt. Hier findest du weitere Tipps zur Katzenbeschäftigung.

Fashion 's Talk Katzenspielzeug Katze Toys Variety Pack...
Fashion 's Talk Katzenspielzeug Katze Toys Variety Pack zum Kitty 20 Stück
14,88 EUR
 
 
4,1 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:39
The Natural Pet Company Interaktives Katzenspielzeug mit...
The Natural Pet Company Interaktives Katzenspielzeug mit Federn, inkl. 2 Ersatzfedern
9,95 EUR
 
 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:39
Catit Play-n-Scratch, grün
Catit Play-n-Scratch, grün
11,60 EUR
17,49 EUR 
Rabatt: 5,89 EUR 
4,4 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 0:32
Trixie 4590 Cat Activity Fun Board, 30 × 40 cm, weiß
Trixie 4590 Cat Activity Fun Board, 30 × 40 cm, weiß
14,99 EUR
29,99 EUR 
Rabatt: 15,00 EUR 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 0:32
Catit Design Senses Super Roller Circuit Tempo-Spielschiene
Catit Design Senses Super Roller Circuit Tempo-Spielschiene
14,99 EUR
25,90 EUR 
Rabatt: 10,91 EUR 
4,4 von 5 Sternen
Stand der Daten: 17. Oktober 2017 15:39

 

Sehr beliebt bei allen Katzen sind auch Laserpointer. Beim Spielen damit musst du nur aufpassen, dass du deiner Katze nicht direkt in die Augen leuchtest, denn das schadet ihr genauso wie dir selber.

 

Insbesondere beim Spielen und Kuscheln mit deinem neuen Mitbewohner wirst du mit der Zeit feststellen, dass eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Aus den einfachsten Dingen wird sich deine Katze das aufregendste Spielzeug basteln. Und dir wird es Spaß machen, dir immer neue Dinge einfallen zu lassen und deine Zeit mit dem Fellknäuel zu genießen!

Eingewöhnung des neuen Mitbewohners

Nun hast du dir eine Katze ausgesucht, ihre Erstausstattung besorgt, da kann das neue tierische Familienmitglied einziehen.

Egal wo du sie abholst, es ist erst einmal eine große Umstellung für den Stubentiger. Je nach Charakter können Katzen das mehr oder weniger gut verkraften. Die wenigsten Katzen werden diese Veränderung begeistert begrüßen.

Erste Schritte im neuen Zuhause

Ob deine Katze nun mutig oder eher ängstlich ist, weißt du in der Regel am Anfang noch nicht. Daher geh einfach Schritt für Schritt vor: Wenn ihr zu Hause ankommt, stell die Transportbox als erstes in das Zimmer, in dem auch das Katzenklo steht. Schließe die Zimmertür und öffne dann erst die Tür der Transportbox. Dann lass deinem neuen Mitbewohner genug Zeit, um von selber aus der Box herauszukommen. Erst wenn deine Katze nicht mehr mit eingeklemmtem Schwanz durch den Raum kriecht, kannst du sie das nächste Zimmer erkunden lassen. Hier gehst du genauso behutsam vor.

Kater hockt unterm Bett
Katzen sollten langsam an das neue Zuhause gewöhnt werden.

Gerade den älteren und anfangs schüchternen und ängstlichen Katzen solltest du Zeit und Ruhe gönnen, damit sie sich alleine eingewöhnen können. Für so eine Katze mit ihren viel empfindlicheren Sinnen, sind die neuen Gerüche und Geräusche schlicht überwältigend.

Das bedeutet auch, dass du deinen Kindern, Freunden und Verwandten klar machen solltest, dass sich der neue Mitbewohner erst eingewöhnen muss, bevor sie ihn bewundern und mit ihm spielen können. Das kann für alle ein Geduldsspiel bedeuten, ist aber zum Wohl des Stubentigers. Schließlich möchtest du verhindern, dass es zu traumatischen Begebenheiten kommt, die vielleicht eine Unsauberkeit hervorrufen.

Und keine Sorge, wenn sich der Neuling erst einmal ein paar Tage verkriecht und nicht fressen will. Es ist durchaus normal, dass die Gewöhnung an die neue Umgebung eine Weile dauern kann. Versuch es dem neuen Mitbewohner so gemütlich wie möglich zu machen. Meistens fressen die sensibleren unter den Stubentigern nachts, wenn alles ruhig ist.

Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder

Genauso langsam wie die Eingewöhnung im neuen Zuhause sollte die Gewöhnung an andere tierische Familienmitglieder vonstatten gehen. Bei einem Mehrkatzenhaushalt solltest du sicherstellen, dass von allem jeweils eins mehr als die Anzahl der Katzen vorhanden ist, um Ressourcenverteidigung zu vermeiden. Das bedeutet bei zwei Katzen drei Katzenklos, drei Schlafplätze und mindestens zwei Trink- und Fressnäpfe.

Anfangs sollte die schon im Haushalt lebende Katze nicht in das Zimmer gelassen werden, in dem sich die neue Katze gerade eingewöhnt. Idealerweise steht dort ein neues Katzenklo und Bettchen für die neue Katze und eine Decke. Die Decke kann dann nach 1-2 Tagen mit der Decke der „alten“ Katze ausgetauscht werden, so dass sich die beiden an den Geruch der anderen Katze gewöhnen können. Wenn es machbar ist, sollten sich die beiden erst nur hören, dann hören und sehen und erst dann auch berühren können. Immer unter dem Aspekt, dass sie sich jederzeit aus dem Weg gehen können, wenn es ihnen zu viel wird.

Eine Katze sitzt im Haus auf einem Kissen, ein Hund steht vor der Glastür. Beide sehen angespannt aus
Damit die Zusammenführung von Hund und Katze problemlos verläuft ist Geduld und Umsicht gefragt

Auch an Hunde oder andere tierische Familienmitglieder sollte die neue Katze langsam gewöhnt werden. Schließlich müssen jetzt alle miteinander auskommen, ob sie es wollen oder nicht. Daher ist es Aufgabe von uns Dosenöffnern das Aufeinandertreffen so entspannt wie möglich zu gestalten.

Ab nach draußen – aber wann?

Wenn du dich dafür entschieden hast, dass deine Katze ein Freigänger werden soll, musst du sie langsam daran gewöhnen. Denn wenn du einfach gleich die Terrassentür öffnest, ist die Gefahr groß, dass deine Katze verschwindet und nicht wieder zurück kommt.

Um das zu vermeiden, solltest du frühestens nach 6 Wochen langsam anfangen das Revier deiner Katze auch um den Außenbereich zu erweitern. Der Zeitpunkt hängt davon ab, wann deine Katze sich wirklich frei von Angst in der Wohnung/dem Haus bewegt. Dabei gehst du am Anfang nur für kurze Zeit und gemeinsam mit der Katze nach draußen. Nach und nach kannst du dann die Zeit ausweiten. Ideal ist es, wenn du deiner Katze von Anfang an beibringst, dass sie auf ein bestimmtes Signal wieder hineinkommt. So kannst du sicher sein, dass sie kommt, wenn du sie einmal hereinrufen musst.

Hast du noch Fragen oder Anmerkungen?

Dann freue ich mich auf einen Kommentar! 


Hat dir der Inhalt gefallen oder weitergeholfen? Vielleicht kannst du damit auch einem Freund oder einer Freundin helfen. Teile Ihn einfach mit den Buttons in einem sozialen Netzwerk. Für uns ist das wie Applaus für unsere Arbeit. 🙂

Bildcredit: (c) Cherry-Merry - Fotolia.com

Tipps, Hilfe und Schnäppchen für dein Tier per Mail.

  • wertvolle Tipps und Hilfe
  • Infos bei aktuellen Schnäppchen
  • Infos, die nicht online erscheinen

Wir mögen keinen Spam und verschicken daher auch keinen. Du kannst dich in jeder Mail mit einem Klick austragen. Wir geben deine Daten nicht an andere weiter. Versprochen!

Über Steffi 84 Artikel
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

149 Kommentare

  1. Hallo
    Hab ein paar Fragen an dich Steffi. Wir hatten noch nie Katzen und bekommen zwei Babies 12 Wochen alt. Wir wohnen in einem Haus in einem Dorf. Als ich klein war hatten wir auch eine Katze. Die schlief draussen in einer Garage in einem Kinderwagen und bekam auch das Essen dort, konnte jedoch tagsüber immer auch ins Haus hinein kommen wenn sie wollte. Wir hatten kein Katzenklo das hat sie so erledigt aber nicht in unserem Garten. Wie bringt man das so kleinen bei, dass sie ausserhalb des Gartens ihr Geschäft erledigen oder was sind deine Erfahrungen damit? Gruss Dani

    • Hallo Dani,
      erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs 😉
      12 Wochen ist ein gutes Alter um die Kitten von ihrer Mama zu entwöhnen. Dann haben sie alles wichtige für ihr Leben gelernt, vor allem auch, wie und wo man sein Geschäft erledigt oder ein Katzenklo benutzt (wenn die Mutter denn eines benutzt hat). Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann möchtest Du im Haus kein Katzenklo aufstellen, sondern Dein tierischer Nachwuchs soll sein Geschäft im Freien, aber nicht in Deinem eigenen Garten erledigen. Richtig?
      Wahrscheinlich wird es sowieso so werden, dass Deine Kitties nicht in „ihren eigenen“ Garten machen. Dann hast Du Dir sozusagen im Vorfeld umsonst Gedanken gemacht.
      Denn grundsätzlich ist es bei Freigängern schwierig, sie an einen Ort für ihr Geschäft zu gewöhnen. Erziehen kannst Du Katzen nur, in dem Du das richtige Verhalten lobst, um es zu bestärken. Da Du ja aber Deinen Freigängern schlecht auf Schritt und Tritt folgen kannst, wird das in diesem Falle schwierig.
      Sollte es aber doch so kommen, dann hast Du folgende Möglichkeiten: die Stellen, an denen sie ihr Geschäft erledigt haben vorübergehend mit einer raschelnden Folie (Alufolie, Plastiktüte, …) oder Steinen oder ähnlichem bedecken. Katzen möchten ihr Geschäft in weicher Erde erledigen. Wenn man ihnen diese nimmt, meiden sie die Stelle. Sollte das nicht klappen, kannst Du es auch mit starken Gerüchen probieren: Knoblauch, Zwiebeln oder Zitrusgerüche. Entweder kannst Du ein Schälchen dort aufstellen oder sogar eine Pflanze an diese Stelle umsiedeln. Wenn Dir das alles zu unsicher ist und Deine Kitties von ihrer Mutter schon beigebracht bekommen haben, was ein Katzenklo ist und wie man dieses benutzt, dann kannst Du auch ein solches aufstellen. Es muss ja nicht notwendigerweise im Haus sein, sondern in einem für Katzen leicht zugänglichen, aber geschützten Ort wie einem Schuppen oder der Garage. Wenn Du sie gleich von Anfang an daran gewöhnst, dann werden sie das als ihren Ort für’s Geschäft ansehen und nicht Deinen Garten benutzen.
      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und wünsche Dir viel Freude mit Deinen kleinen Fellnasen!
      Viele Grüße Steffi

    • Hallo,
      habe eine Frage. Was man degegen machen könnte,wenn man eine 2 Monat alten Kater hat. Er hört manchmal nicht auf uns und macht was er will z.B. an die Wände kratzen auch ähnliche Sachen die er überhaupt nichtt darf. Was sollte man gegen machen möchten ihn ja natürlich weiter hin behalten. Haben auch einen Kater der schon 4 Jahre alt ist. Der kleine gibt dem älteren Kater auch mal keine ruhe. Bitte um Hilfe.

      • Hallo Deniz,

        ein 2 Monate alter Kater ist ein Baby und gehört zu seiner Mutter und seinen Geschwistern! Kitten sollten frühestens mit 12 Wochen (also 3 Monaten) von ihrer Mutter getrennt werden, da sie bis dahin all das lernen, was für eine gut sozialisierte Katze wichtig ist. Insofern wundert es mich nicht, dass der Kleine „nicht hört“.
        Das heißt, dass euer kleiner Kater sich jetzt einen Ersatz zum Lernen und Spielen suchen muss, da seine Mutter ja schon nicht mehr bei ihm ist. Da der ältere Kater der einzige Artgenosse ist, ist es dieser.
        Alles was ihr machen könnt, ist euch erkundigen, was so ein kleines Katerchen braucht und es ihm geben. Dazu zählen beispielsweise altersgerechte Kratzmöglichkeiten, damit die Wände geschont bleiben. Außerdem braucht ihr eine große Menge Geduld und ganz viel katzengerechte Beschäftigung. Mit den Jahren wird auch er ruhiger werden.
        Liebe Grüße von Steffi

  2. hallo,
    ich wohne allein in einem Haus und das noch ca. 5 Jahre bis zur Pension. Möchte mir aber nur (wieder) eine Katze anschaffen.
    Meine erste Katze ist im Mai mit 15 Jahren verstorben.
    Nachdem Freigang möglich ist, aber doch schlafen im Haus…denke ich, dass sie nicht zu einsam ist, bis zu der Zeit wo ich ganz daheim sein werde.
    Wie sehen Sie das?
    LG/Regina

    • Hallo Regina,
      bitte entschuldigen Sie erst einmal meine späte Antwort. Ihr Kommentar war bei mir untergegangen.
      Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Sie sich eine neue Katze anschaffen wollen. Nach 15 Jahren mit so einem Stubentiger ist es doch schrecklich leer in den eigenen vier Wänden. (Mein Beileid zu Ihrem Verlust.)
      Da Ihre neue Fellnase ja ein Freigänger werden wird, denke ich, dass sie sich tagsüber draußen nicht langweilen wird. Dort gibt es so viele Eindrücke und Gerüche mal abgesehen von den Nachbarskatzen, da fehlt es ihr an nichts. Und wenn sie nachts nach Hause zum Schlafen kommt, dann sind Sie ja da als Dosenöffner und Streicheleinheitenverteilerin!
      Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß mit dem neuen vierbeinigen Freund.
      Viele liebe Grüße von Stefanie

  3. Hallo
    Vor kurzen ist unser Kater Max überfahren worden. Wir hatten ihn 14 Jahre.Nun ist es so das wir bald umziehen und gerne wieder eine Katze haben würden. Das Problem dabei ist, das das Haus direkt an einer viel befahrenen Straße liegt, und wir auch nur eine Katze haben dürfen. Das heißt das es ein Stubentieger werden wird und er leider auch allein (also ohne Artgenossen) groß werden wird. Da unser Max ein Freigänger war habe ich jetzt eher ein schlechtes Gewissen dem Tier gegenüber. Meine Familie und ich haben uns entschieden eine Birma oder Karthäuser zu kaufen da diese Tiere sehr oft in Wohnungen gehalten werden.
    Wie ist Ihre Meinung zu der Situation
    LG Ute

    • Hallo Ute,
      das tut mir sehr leid mit Ihrem Kater Max. 14 gemeinsame Jahre sind eine lange Zeit! Ich kann verstehen, dass Sie auf jeden Fall gerne wieder eine neue Fellnase bei sich aufnehmen wollen. Eine einzelne Wohnungskatze ist zwar nicht perfekt, aber wenn Sie ein paar Dinge beachten, dann kann auch ein einzelner Schmusetiger bei Ihnen glücklich werden. Denn grundsätzlich sind Katzen Einzelgänger und schlafen sehr viel, so dass sie auch einen Arbeitstag alleine überstehen. Sie sollten nur beachten, dass Ihre Fellnase genügend Möglichkeiten zum Kratzen und Schlafen in der Wohnung hat, damit es ihr in Ihrer Abwesenheit nicht langweilig wird. Mit ein bisschen Kreativität können Sie Ihrer Katze wunderbar mehr Ebenen in der Wohnung zur Verfügung stellen (Regale, die sie besteigen kann, Kratzbäume, die so platziert sind, dass sie auf den Schrank klettern kann, …). Dann hat sie wesentlich mehr Platz als die reine Grundfläche der Wohnung. Und wenn sie dann vielleicht morgens noch ein paar Leckerchen verteilen, die sie sich erarbeiten muss oder einen Futterautomaten aufstellen, dann übersteht Ihr Schmusetiger den Tag ohne Sie bestimmt gut.
      All diese Dinge ersetzen dann aber nicht die ausführliche abendliche Beschäftigung mit Ihrem Liebling, die Kuscheln und Spielen einschließen sollte.
      Was Ihre Rasseauswahl angeht, so haben Sie Recht, dass beide Rassen geeignet sind als reine Wohnungskatzen gehalten zu werden. Sie sollten allerdings beachten, dass eine Birma überhaupt nicht gerne alleine ist. Das heißt, wenn Sie und Ihre Familie tagsüber lange Zeit aus dem Haus sind und die Birma stundenlang alleine ist, dann würde ich Ihnen von dieser Rasse abraten. Da ist eine Kartäuser (Chartreux) oder auch ein Britisch Kurzhaar (gibt es auch in der Farbe Kartäuser also blau-grau und wird daher verwirrenderweise auch oft so bezeichnet) eher geeignet.
      Generell sollten Sie, wenn Sie eher weniger Zeit haben, davon absehen sich eine junge Katze in die Wohnung zu holen. Diese brauchen gerade im ersten Jahr sehr viel Aufmerksamkeit und Zeit. Vielleicht mögen Sie ja auch im örtlichen Tierheim vorbeischauen. Dort gibt es mit Sicherheit reine Wohnungskatzen, die sich über ein neues Zuhause freuen.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
      Viele Grüße von Steffi

  4. Hallo zusammen, ich habe vor mir ein kleines kitten an zu schaffen. Ich selber bin 24 und wohne alleine. Wenn ich zur Arbeit gehe ist die kleine alleine für 8 bis 9 Stunden und ob das gut geht oder ist diese Zeit zu lange um sie alleine zu lassen?
    Eine weitere Frage ist gibt es auch Katzen die weniger Haare verlieren?

    • Hallo Michi!
      Gerade wenn du dir ein Kitten ins Haus holst, dann sind 8-9 Stunden Einsamkeit am Anfang definitiv zu viel. Es ist ja sozusagen ein Kleinkind, braucht dementsprechend oft kleine Portionen zu Essen und über den Tag verteilt immer wieder Aufmerksamkeit, da es wie alle jungen Lebewesen noch nicht unseren Schlaf-Wach-Rhythmus hat. Sondern es spielt eine kleine Weile mit großem Enthusiasmus, frisst dann und schläft eine Weile und dann geht das ganze von vorne los.
      Die Gefahr, dass du dir durch so langes Allein lassen ein „Problemkätzchen“ heranziehst, ist dabei groß.
      Hast du mal darüber nachgedacht, dir nicht ein einzelnes Kitten zu holen sondern zwei? Die beiden können sich dann miteinander beschäftigen und es wird ihnen nicht so schnell langweilig ohne dich. Im ersten Moment mag es wie doppelte Arbeit wirken, aber auf lange Sicht macht es dir und dem Kätzchen viele Dinge einfacher.
      Es gibt durchaus Katzenrassen, die scheinbar weniger Haare verlieren als andere. Die meisten orientalischen Katzenrassen wie Siamkatze, Orientalisch Kurzhaar, Cornish Rex Katze haben sehr wenig Unterfell und haaren daher weniger als andere. Das selbe gilt auch für die Katzen mit sehr dichtem Fell wie Russisch Blau. Wie auch bei Hunden sind bei den langhaarigen Rassen (Perser, Türkisch Angora) die Haare leichter zu entfernen und es wirkt dann so, als ob sie insgesamt weniger haaren würden.
      Vor allem ist es aber wichtig, deine Katze gesund zu ernähren, denn eine rundum gesunde Katze verliert immer weniger Haare als eine, der es nicht 100% gut geht – egal welcher Rasse sie angehört.
      Ich hoffe, meine Antwort konnte weiterhelfen.
      Viele Grüße von Steffi

  5. Hallo! Wir (mein Mann und meine 12-jährige Tochter) haben uns entschlossen, dass unser neues Haustier eine (oder zwei) Katzen sein werden. Wir hätten gerne Kitten. Wir sind uns noch unschlüssig ob es Rassekatzen werden sollen oder vielleicht doch zwei Kleine aus dem Tierheim. Freigänger ja oder nein und geht das überhaupt. Wir wohnen in einem Haus, wollen da die Katzen nicht grundsätzlich raus? Ich weiß, die Fragen sind etwas allgemein. Aber sie gehen mir im Moment durch den Kopf. Wir wollen uns auf jeden Fall gut auf die Katze(n) vorbereiten.
    VIelen Dank!

    • Hallo Katja,
      Glückwunsch zum Entschluss in Zukunft mit Katzen leben zu wollen 🙂 Ihr werdet es nicht bereuen! Zumal ihr euch im Vorfeld schon so viele Gedanken macht (sehr vorbildlich!). Ich versuche mal alle Fragen zu beantworten:
      Zwei Katzen wirken vielleicht im ersten Moment wie mehr Arbeit, aber im Grunde genommen stimmt das nicht. Denn Katzen schlafen zwar viel (und Kitten noch mehr), aber sie langweilen sich auch schnell, wenn sie ganz alleine sind. Und dann fangen sie unter Umständen an, Unsinn zu fabrizieren… Daher mein Rat: Nach Möglichkeit immer zwei Katzen und am besten Geschwister. So kennen sie sich von klein auf und können ein richtiges Kuschel-Dream-Team werden.
      Die Entscheidung ob Rasse- oder Tierheimkatze schließt sich nicht aus. Es gibt auch im Tierheim durchaus Rassekatzen abzugeben. Vielleicht nicht mit Stammbaum und Abstammungsurkunden, aber so lange Du nicht züchten möchtest, brauchst Du das auch nicht. Schau dort doch erst mal vorbei und mach Dir ein Bild. Und wenn Du ein gutes Tierheim hast, dann können die Mitarbeiter dort Dich auch beraten, welche Kitten zu euch passen würden. Und vielleicht hat sich die Frage dann schon entschieden, weil Deine neuen Kätzchen euch ausgesucht haben <3
      Die Frage Freigänger oder nicht ist manchmal eine Frage der Umstände und manchmal eine Frage der Einstellung. Natürlich sind Katzen von Natur aus gerne draußen. Sie sind nun mal Raubtiere, Domestizierung hin oder her. Allerdings musst Du Dir im Klaren sein, dass in der heutigen Zeit für Freigänger zahlreiche Gefahren drohen durch den Autoverkehr, Giftstoffe oder Nachbarn, die keine Tiere mögen. Ihr solltet in eure Überlegungen also euer Wohnumfeld mit einbeziehen (Straßen, Nachbarn, ...). Ich hatte nie die Möglichkeit aus meinen Katzen Freigänger zu machen, hatte aber auch nicht das Gefühl, dass ihnen etwas fehlte. Sie kannten es nicht anders und ich habe mir immer viel Zeit genommen und mich mit ihnen beschäftigt und sie hatten einen riesigen Kratzbaum und mehr Spielzeug als mein Neffe 😀
      Es gibt aber gerade bei Häusern mit Garten auch noch eine dritte Möglichkeit: Ihr könntet euren Garten auch katzensicher machen und den kleinen Stubentigern sozusagen begrenzten Freigang gewähren. Für den Anfang könntet ihr euch hier mal reinlesen: http://www.katzen-forum.net/freigaenger/10740-der-katzensichere-garten.html Dafür gibt es mit ein bisschen Kreativität und mehr oder weniger handwerklichem Geschick tolle Möglichkeiten, die den Fellnasen frische Luft ermöglichen, aber sie vor unliebsamen Gefahren schützen.
      Ich hoffe, ich konnte alle Fragen beantworten. Wenn nicht, frag einfach noch einmal 🙂
      Vorweihnachtliche Grüße von Steffi

  6. Hallo,
    wir haben uns entschieden ein Kitten in unsere Familie auf zu nehmen.Es wird wahrscheinlich ein Scottisch Fold Kater sein.Wir haben gehört das Kater agressiver und unreiner werden(auf die wände pisseln) wenn sie ihr Erwachsenenalter erreichen.Deshalb finden manche Besitzer,dass eine Kastration nötig ist.Was würden sie machen?Wir wohnen in einer Wohnung und deshalb ist der Freigang nicht möglich und eine zweite Katze können wir nicht aufnehmen.Ich arbeite vier stunden und wollte fragen ob man das kleine Kitten so lange alleine lassen kann?ich habe mich darüber informiert was man alles machen muss wenn man eine Katze aufnimmt.Trotzdem wollte ich sie noch fragen wie viel mal man den Kot und Pippi wegmachen muss und wann man das Katzenstreu ganz wechseln soll? Zur Aufnahme einer Katze gehört es zum Tierarzt zu gehen.Kätzchen mussen ja geimpft und entwurmt werden.Was sind die wichtigsten Impfungen? Wie oft muss das Kätzchen geimpft bzw. entwurmt werden?Wie viel würden die impfungen und entwurmungen kosten und der tierarztbesuch?Wir werden uns auf jenden Fall gut und liebevoll um das Kätzchen kümmern 🙂
    Vielen Dank!
    Lg Natalia

    • Hallo Natalia,
      auch Ihnen einen herzlichen Glückwunsch zu dem Entschluss zukünftig ein Dosenöffner sein zu wollen 🙂
      Nun zu Ihren Fragen:
      Ja, es kann durchaus vorkommen, dass erwachsene und unkastrierte Kater anfangen an die Wände zu pinkeln. Das hat weniger etwas mit unrein werden zu tun, sondern ist ein normales Revierverhalten. Zu dem natürlichen Verhalten von Katzen und insbesondere von Katern gehört es nun einmal, ihr Revier zu markieren. Und das tun sie durch das Reiben des Kopfes an Gegenständen und durch das Absetzen kleiner Mengen Urin. Ob Kater nun tatsächlich aggressiver sind, das mag ich bezweifeln. Es sind nun mal männliche Tiere und sie haben sicherlich ein anderes Verhalten als weibliche Tiere. Dieses würde ich aber nicht als aggressiv bezeichnen. Es stimmt aber, dass die meisten kastrierten Tiere gemütlicher werden (was für eine reine Wohnungskatze nicht das schlechteste ist). Bei ihnen spielen halt nicht mehr die Hormone verrückt. Das ist aber nicht der einzige Grund warum ich meine Samtpfoten, egal ob Kater oder Katze, immer kastrieren/sterilisieren lassen würde: Stellen Sie sich vor Ihr Kater ist nicht kastriert und vor Ihrer Wohnung läuft eine rollige Katze herum. In solch einem Moment wird ihr Kater definitiv aggressiv werden und mit allen Mitteln versuchen aus der Wohnung zu kommen. Der Ruf der Natur ist in diesem Fall stärker als alles andere. Dabei kann er nicht nur sich selbst verletzen oder verletzt werden, sondern er kann die Katze auch decken. Und schon sind weitere höchstwahrscheinlich ungewollte Katzenbabies auf der Welt, die im Tierheim landen oder getötet werden. Das ist der eigentliche Grund, warum ich IMMER für eine Kastration bin. Es ist nur ein kleiner Eingriff, der Ihnen und Ihrem Kater viel Stress erspart.
      Nun zu ihrer zweiten Frage, zu der ich gerne eine Gegenfrage stellen würde: Warum können Sie keine zweite Katze aufnehmen? Es ist tatsächlich so, dass das vieles einfacher macht. Bei zwei kleinen Kitten würde ich Ihnen die Frage, ob Sie sie vier Stunden alleine lassen können, mit einem „Ja, sobald sie sich eingewöhnt haben“ beantworten. Bei nur einem Kitten wird daraus ein: „Das kommt darauf an“. Wenn Sie das Kitten aufnehmen, sollten Sie schon ein paar Tage zu Hause sein, damit sich das Kleine an die neue Umgebung, die Gerüche, den Tagesablauf und an Sie gewöhnen kann. Mit einem Artgenossen ist dieser Schock (und das ist es. Versuchen Sie sich in seine Lage zu versetzen!) leichter zu verarbeiten. Sie müssen sich auf jeden Fall in der Zeit, in der Sie zu Hause sind, ausgiebig Zeit nehmen, um sich mit dem Kätzchen zu beschäftigen. Sonst wird ihm schnell langweilig und dann kann es durchaus sein, dass er Ihre Abwesenheit nutzt, um all die Dinge zu tun, die Sie ihm sonst verbieten. Dabei kann schnell etwas zu Bruch gehen! Wenn Sie Ihr Kitten allein lassen, sollten Sie dafür Sorge tragen, dass alles zerbrechliche weggeräumt worden ist und sämtliche Gefahrenquellen ausgeschlossen wurden (insbesondere gekippte Fenster sind eine tödliche Falle, wenn sie nicht entsprechend geschützt werden). Ich will Ihnen gar keine Angst machen. Ein Kitten im Haus ist eine wundervolle Sache 🙂 Aber wie auch bei einem Kind, muss man sich vorher Gedanken machen, was alles gefährlich werden könnte. Wenn Sie dann noch darauf achten, dass zumindest am Anfang ein Katzenklos immer schnell zu erreichen ist, dann sollte alles glatt gehen. Sein Sie nur bitte, bitte auf keinen Fall böse, wenn doch mal etwas kaputt oder daneben gegangen ist. Verbuchen Sie es unter „Ach, da hätte ich auch dran denken können“.
      Womit wir bei der nächsten Frage nach dem Katzenklo sind: Sie sollten ihr Katzenklo mindestens 1x am Tag von Kot und Urin reinigen. Vorzugsweise bevor Sie das Kitten alleine lassen. Komplett das Katzenstreu wechseln und die Toilette mit heißem Wasser reinigen, sollten Sie 1x in der Woche. Sollte ihr Kätzchen Durchfall bekommen oder krank werden, dann natürlich öfter! Die Regel lautet immer ein Katzenklo mehr als Katzen im Haus sind. Sollten Sie bemerken, dass ihr Katerchen, vielleicht sogar wenn Sie nicht zu Hause sind, öfter mal nicht in sein Klo pinkelt, dann sollten Sie für den Anfang in jedem Zimmer ein kleines Katzenklo haben. Es ist so wie bei Kindern, wenn die anfangen auf’s Töpfchen zu gehen. Da geht auch immer mal etwas daneben, weil sie gar nicht merken, wann sie müssen. SO ist das bei jungen Katzen im Grunde genommen auch. Bedenken Sie dabei auch bitte, dass ihr Kätzchen auch hineinkommen muss in seine Toilette. Lieber einmal mehr staubgesaugt, weil Streu daneben gefallen ist, als ein Katzenklo mit hohen Wänden, in das das Kitten kaum hineinkommt. Für den Anfang reichen ja auch flache Plastikwannen mit etwas Streu, die Sie dann nach und nach wieder einsammeln können.
      Wenn Sie ihr Kitten bekommen, dann sollte es schon seine ersten Impfungen und Entwurmung hinter sich haben! Dennoch haben Sie recht, dass ein regelmäßiger 1x jährlicher Besuch beim Tierarzt zur Aufnahme eines Tieres dazu gehört. Daher ist es auch wichtig, sich einen Tierarzt zu suchen, bei dem man sich wohl fühlt und dem Sie vertrauen. Da ihr Kater ein reiner Stubentiger wird, reicht es in der Regel aus, ihn gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (auch Katzenstaupe oder Feline Panleukopenie genannt) impfen und regelmäßig entwurmen zu lassen. Die Kosten variieren dabei je nach Region und Tierarzt, werden aber ca. bei 35-50 € pro Jahr liegen. Sollten Sie Ihren Kater in eine Katzenpension geben wollen, wenn Sie in Urlaub fahren, oder auch, wenn er anderweitig Kontakt zu Katzen oder Hunden hat, dann könnten weitere Impfungen gegen Leukose und Tollwut und die damit verbundenen Kosten dazu kommen. Sie sollten sich von Ihrem Tierarzt diesbezüglich beraten lassen! Er kennt auch die Infektionsrisiken der Region, in der Sie leben.
      Da Sie ein Kitten aufnehmen, kann es sehr sinnvoll sein, eine Katzenversicherung abzuschließen. Dazu können Sie hier weitere Informationen nachlesen.
      Ich hoffe, dass ich all Ihre Fragen beantworten konnte. Wenn nicht, einfach noch einmal fragen 😀
      Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Spaß mit Ihrem Kätzchen!
      Einen schönen dritten Advent wünscht
      Steffi

  7. Hallo, vor ca. drei Wochen ist uns ein Kater zugelaufen. Zuerst hat er immer vor unserer Haustür geschlafen, ist aber weggelaufen, wenn wir gegangen oder gekommen sind. Nach einer Woche ist er sitzen geblieben und hat miaut. Niemand in der Umgebung vermisst eine Katze, oder hat eine Suchanzeige aufgegeben. Nach einem Besuch beim Tierarzt und einer Gabe Floh- und Wurm-frei geben wir ihr nun zu fressen und sie darf, wenn wir zu Hause sind, mit ins Haus. Gestern aber, setzte sie sich auf den Teppich und pullerte auf ihn. Dabei schaute sie uns mit großen Augen an. Wir haben sie sofort nach draußen geschickt und sind jetzt ein wenig ratlos, wie wir ihr das abgewöhnen können. Laut Tierarzt ist die Katze männlich, kastriert, zwischen
    4 und 8 Jahren alt. Sie hat ein sehr, sehr dichtes Unterfell und ist ein wenig mager.
    Haben Sie vielleicht einen Tipp für uns, was wir machen können oder wie wir uns verhalten sollen.
    Vielen Dank

    • Hallo Lucie,
      schön, dass Sie einem herrenlosen Kater ein neues Zuhause gebt! Ich denke, dass wird für alle ein Gewinn werden!
      Haben Sie unseren Beitrag mit Tipps bei unsauberen Katzen schon gelesen? Diesen finden sie hier. Dort finden Sie auch einige Ratschläge für Ihre Situation. Gerade wenn der Kater vielleicht eine Weile im Freien gelebt hat, dann kann es durchaus sein, dass er sich erst wieder daran gewöhnen muss, ein Katzenklo zu benutzen. Haben Sie Geduld mit ihm und versuchen Sie unsere Tipps (beispielsweise mehr Katzenklos, Alufolie oder Zitronenduft auf die Stelle, an der er gepinkelt hat), dann werden Sie gewiss zu einem harmonischen Miteinander finden. Sollten noch Fragen auftreten, können Sie sie gerne stellen.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein besinnliches Weihnachtsfest mit Ihrem vierbeinigen Familienmitglied!

  8. Hallo morgen zieht unser 12 Wochen alter Kater ein, wir besitzen schon ein kleinen Hund deswegen wollte ich wissen wie man die am besten aneinander gewöhnt da die Körpersprache ja sehr unterschiedlich ist… mein mann hat angst das der Kater sich an unserer teils leder couch zu schaffen macht also kratzt, wie kann man das am besten von vorderrein verhindern ? Lg 🙂

    • Hallo,
      ich hoffe, ihr habt die Feiertage mit eurem neuen Familienmitglied gut überstanden!
      Bei einem Kitten sollte es eigentlich wenig Probleme mit dem Hund geben. Das Katerchen genießt noch Welpenschutz und fängt so von klein auf an „hündisch“ zu lernen. Ihr solltet nur gerade in der ersten Zeit etwas aufmerksam sein, dass es eurem Hund nicht zu viel wird mit so einem kleinen Energiebündel. Gerade falls es schon ein älterer Hund ist, dann könnte ein junger und damit quicklebendiger Kater schon etwas anstrengend für ihn werden. Gönnt dem Hund dann zwischendurch auch mal eine katerfreie Zeit, indem ihr lange Spaziergänge unternehmt oder das Katerchen in einem anderen Raum beschäftigt!
      Krallenspuren in der Ledercouch werden grundsätzlich schwer zu verhindern sein, da das Katerchen nun einmal Krallen hat, de beim Herauf- oder Herumspringen auf der Couch zum Einsatz kommen. Das Schärfen und Wetzen der Krallen an der Couch ist dabei ein anderes Thema. Das verhindert ihr durch genügend andere und attraktivere Kratzmöglichkeiten. Hier findest Du dazu einen ausführlichen Artikel: Kratzbäume. Solltest Du dann noch Fragen haben, immer gerne her damit!
      Einen guten Jahreswechsel mit dem neuen Familienmitglied wünscht Steffi

  9. Hallo
    Ich bin schon am verzweifeln . Deshalb wende ich mich an sie.
    Mein Katerchen , den wir seid kurzem haben , ist ein echtes sorgen kind .

    Seid wir ihn haben hat er durchfall ivh glaub bei den besitzern hate er festen kot .
    Als wir gesehen haben das unser simba durch fall wir schnell gehandelt uns neues futter angeschafft.Dies war wiskas junior Futter. Seine kot war immernoch nicht hard .Wir haben wieder etwas neues probiert, doch dieses mal war sein kot hell und wei Ch und es stak säuerlich und fürchterlich. Was soll ich tun is es wegen der futteranderung oder hat er einen empfindlichen Magen?
    Noch dazu kommt dass um seinen after die flüssige kake ist.Immer wenn er er aus der Toilette kommt wird alles schmutzig wenn er sich hinsetz deshalb mussen wir dein arsch putzen .Doch so kann das nicht weiter gehen ! Bitte helfen sie uns .Soll ich es wieder mit dem wishkas junior futter wieder versuchen ?

    • Hallo Anna,
      seid ihr mit eurem Katerchen schon beim Tierarzt gewesen? Bei tagelangem Durchfall liegt der Verdacht nahe, dass er krank ist! Das solltet ihr auf jeden Fall abklären. Der kann euch dann auch sagen, ob das Katerchen vielleicht irgendeine Allergie hat und welches Futter das richtige für ihn ist. Oder ob der Durchfall nur durch die Umstellung auf eine neues Zuhause und Futter verursacht wurde.
      Also mein Tipp: Ab zum Tierarzt!
      Ich drücke die Daumen, dass es eurem Katerchen schnell besser geht.
      Steffi

  10. Hallo Steffi,

    Ich hoffe du kannst mich beraten. Mein Freund und ich würden gern einen Stubenkater adoptieren. Wir wohnen in der Großstadt, haben eine Wohnung mit etwa 90 qm aber leider ohne Balkon. wir arbeiten beide. Ich muss 2-3 Tage die Woche pendeln, und bin in der Zeit nicht Zuhause. Mein Freund schreibt gerade seine Diplomarbeit, arbeitet 3 Tage die Woche Vollzeit. Ansonsten sind wir aber häufig und gern Zuhause. Nun haben wir das Angebot bekommen einen 1 1/2 jährigen Kater zu übernehmen. Er kommt aus einer Familie mit zwei Kleinkindern und muss abgegeben werden, weil es für den Kater einfach zu stressig ist mit den Kleinen. Er ist ein reiner Wohnungskater und kastriert. Ich habe aber natürlich schon Bendenken ob es ihm bei uns auch wirklich gefällt. Meine größte Sorge ist dass er einsam sein könnte, weil er aus seiner alten Familie gewöhnt ist, das ständig Menschen um ihn herum toben. Auf der anderen Seite ist mein Partner erstmal gegen eine Zweitkatze. Ich habe den Kater schon einmal kennen lernen können, er wirkt sehr schlau und aufgeweckt und hat mich ganz offen empfangen an mir geschnuppert und sich streicheln lassen. Ich will dass er sich bei uns rundum wohlfühlt. Muss ich mir da Sorgen machen? Und gibt es Tricks dem Kater die Langeweile während der Abwesenheit zu vertreiben? Ach und gibt es ein bewährtes Mittel um den Kater davon abzuhalten unsere Pflanzen aufzufressen? Lieben Dank
    Charlotte

    • Hallo Charlotte,
      Glückwunsch zum Entschluss mit einer Katze leben zu wollen! Nun zu Deinen Fragen:
      Warum ist denn Dein Partner gegen einen Zweitkater? Im Grunde genommen könnten Dir damit nämlich viele Deiner Ängste genommen werden: eurem neuen Stubentiger wäre nicht so schnell langweilig, er würde sich nicht einsam fühlen und hätte immer jemanden zum Kuscheln. Zwei Kater bedeuten eigentlich immer weniger Stress für die Dosenöffner. Das einzige was sich verdoppelt sind die Anzahl der Katzenklos und des Futters. Aber wenn Du dafür einen ausgeglicheneren Schmusetiger bekommst, dann ist es das wert. Vielleicht kannst Du Deinen Partner ja noch überzeugen.
      Abgesehen davon denke ich nicht, dass Du Dir große Sorgen machen musst. Katzen mögen zwar ab und an auch gerne etwas Action, sind aber eigentlich die überwiegende Zeit des Tages mit Schlafen beschäftigt. Am Anfang wird es vielleicht etwas ungewohnt für ihn sein, aber mit der Zeit wird er sich an euren Rhythmus anpassen und schlafen, wenn ihr weg seid und seine Wachphasen haben, wenn ihr da seid. Wichtig ist, gerade wenn er der einzige Kater bleiben wird, dass ihr ihn ausreichend beschäftigt. Also regelmäßige und ausdauernde Spielzeiten einrichten, vielleicht sogar mit Klickertraining anfangen, wenn er so ein schlaues Kerlchen ist. Für die Zeiten, wenn ihr unterwegs seid, könntet ihr ihm ein Spiel- oder Activitiy-Brett kaufen. Die gibt es zum Beispiel von Trixie:

      Amazon Prime14,99 EUR 29,99 EUR

      4,6 von 5 Sternen

      Stand: 17. Oktober 2017 0:32 Uhr

      Jetzt einkaufen

      Dort kannst Du verschieden Leckerchen oder Trockenfutter einfüllen und er kann sich damit beschäftigen sie rauszuholen. Du kannst auch Futter oder Leckerlies in der Wohnung verstecken, dann kann er sich auch damit beschäftigen. Sei einfach ein bisschen kreativ. Dann wird das für euch alle toll werden!
      Gegen Langeweile helfen auch Schlaf- oder Liegeplätze mit Aussicht also zum Beispiel auf der Fensterbank, so dass er beobachten kann, was draußen so passiert.
      Bei Deinen Wohnungspflanzen musst Du unbedingt vorher abklären, welche davon für Katzen giftig sind. Auch wenn viele Katzen gar nicht an die Pflanzen gehen, kannst Du nie sicher sein. Und wer will schon seine Katze vergiften. Um zu verhindern, dass er überhaupt an die Pflanzen geht, solltest Du ihm immer frisches Katzengras hinstellen. Unsere haben immer nur an den Drachenbäumen geknabbert, wenn sie kein Katzengras hatten. Und sie mochten auch nur ein ganz bestimmtes Katzengras. Aber das musst Du einfach ausprobieren, denn da ist jede Katze anders.
      Ich wünsche euch ganz viel Spaß miteinander!
      Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich einfach noch einmal 🙂
      Liebe Grüße
      Steffi

  11. Hallo,

    wir, das sind mein Mann, ich und unsere 5 1/2-jährige Tochter spielen schon länger mit dem Gedanken, bei uns eine Katze aufzunehmen. Wir haben ein Haus mit Garten, aber eine sehr befahrene Straße vor der Tür. Deshalb tendieren wir eher zu einer Wohnungskatze. Da mein Mann und ich beide Vollzeit arbeiten, können wir uns vorstellen, auch 2 Katzen aufzunehmen. Mein Mann möchte gern möglichst noch junge Katzen, um auch noch ein paar Erziehungsmöglichkeiten zu haben.
    Mich beschäftigen nach langem Lesen nun noch besonders folgende 2 Fragen:
    1. Kann man junge Katzen, wenn sie zu zweit sind, denn schon so lange alleine lassen? Wir würden natürlich die ersten 2 bis 3 Wochen frei nehmen, um die Kleinen einzugewöhnen. Aber danach müssen wir nun mal wieder arbeiten. Und wir haben auch keine Familie um die Ecke, die tagsüber regelmäßig bei uns vorbeischauen könnte.
    2. Ich habe auch sehr viel darüber gelesen, dass Katzen ja nachtaktiv sind und dass das vielen Katzenbesitzern den Schlaf raubt. Offen gestanden mache ich mir nun etwas Sorgen, dass wir dann als Katzenbesitzer ständig zwischen 4 und 5 Uhr aufgeweckt werden. Können Sie zu diesem Thema etwas sagen?

    • Hallo,
      es freut mich, dass Sie sich so viele Gedanken machen BEVOR sie Katzen bei sich aufnehmen. Das ist schon mal ein sehr guter Anfang!
      Bei einer reinen Wohnungskatze und Vollzeitarbeit ist es tatsächlich für alle Beteiligten einfacher, wenn Sie gleich von Anfang an zwei Kätzchen ein neues Zuhause geben. Dann wird den beiden nicht so schnell langweilig, wenn sie alleine zu Hause sind. Wenn Sie beachten, dass – wie auch bei kleinen Kindern, wenn sie unbeaufsichtigt sind – Sie alles, was kaputt gehen könnte gut wegräumen und die Kleinen genügend zu fressen, Wasser und Zugang zum Katzenklo haben sowie einen (tollen) Kratzbaum und vielleicht etwas anderes zum Spielen, dann sollte es kein Problem sein, sie nach der Eingewöhnungsphase den Tag über alleine zu lassen.
      Ihre 2. Frage kann durchaus zu einem Problem werden, wenn Sie nicht das eine oder andere beachten:
      1. Katzen sind Gewohnheitstiere und passen sich sehr gut an den Rhythmus ihres Dosenöffners an. Allerdings versuchen Sie natürlich immer mal ihren eigenen Rhythmus durchzusetzen 😉 Sonst wären es ja keine Katzen… Das heißt, wenn ihre Kätzchen sie anfangs nachts wach machen, dürfen Sie diesem niemals nie nicht nachgeben! Wenn Sie auch nur einmal nachts aufstehen, weil ihre Stubentiger maunzen, übers Bett springen oder sie zur Beruhigung streicheln oder was auch immer, dann haben Sie tatsächlich verloren. Denn das merkt sich Miezi für immer und ewig! Also so sehr sie vielleicht auch am Anfang maunzen und es Ihnen das Herz zerreisst: sein sie konsequent! Ich persönlich habe nichts gegen Katzen im Bett (es gibt nichts entspannenderes!), aber ich habe immer versucht sie an meinen Tag- und Nachtrhythmus zu gewöhnen (was zwischendurch durch Schichtdienst nicht ganz einfach war) und sie, wenn sie zu früh wach waren aus dem Schlafzimmer verbannt. Dann haben sie oftmals eine Weile vor der Tür gemaunzt, sind dann aber irgendwann schlafen gegangen.
      2. Sorgen Sie dafür, dass ihre Kätzchen auch nachts schlafen wollen. Damit meine ich beschäftigen Sie sich abends ausgiebig mit ihnen. Spielen Sie sie müde, machen Sie Klickertraining, nutzen Sie Intelligenzspielzeug, aber sorgen Sie dafür, dass gerade wenn sie noch jung sind, die Stubentiger sich austoben können. Vielleicht können Sie Ihren Garten ja auch Katzensicher machen und ein abendliches Raus-geh-Ritual schaffen. Alles was die Sinne Ihrer Katzen stimuliert, sorgt danach dafür, dass sie müde sind und schlafen wollen.
      3. Schaffen Sie eine „Zu-Bett-geh-Routine“. Es ist tatsächlich auch und gerade bei kleinen Katzen ein bisschen wie bei Kindern: sie brauchen eine feste Routine. Also planen Sie sich nach der Zeit zum Spielen eine Kuschelzeit ein und füttern Sie noch einmal bevor Sie ins Bett gehen. Wenn Sie vor dem Zu-Bett-gehen noch einmal Futter, Wasser und das Katzenklo überprüfen, dann können Sie nachts sicher sein, dass es nicht das ist, was das Kätzchen geweckt hat oder braucht. Und gerade junge Katzen bis ein Jahr haben ständig Hunger und dürfen sich auch immer satt essen. Also so lange können Sie auch gerne über Nacht Futter stehen lassen.

      Ich hoffe sehr, dass Sie das jetzt nicht zu sehr abgeschreckt sondern eher beruhigt hat. Ich hatte bis auf die Umstellungsphasen nach meinem Schichtdienst und gegen Ende, als meine Schmusetiger krank waren, sehr selten Nächte, in denen mir durch die Katzen der Schlaf geraubt wurde. Und die wenigen wurden durch die vielen schönen Momente mehr als wett gemacht!

      Wagen Sie es ruhig. Sie werden es nicht bereuen und danach ein Leben ohne Katzen sinnlos finden 😉

  12. Hallo Steffi,
    ich spiele seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, mir eine Katze anschaffen zu wollen und lese mich zwecks Informationen durch zig Internetseiten durch. So bin ich auch auf diese Seite hier gestoßen.

    Ich habe zwei Fragen, auf die ich keine Antworten gefunden habe und hoffe, dass Sie mir helfen können.

    Zuerst ein wenig Informationen über mich selbst:
    Ich wohne in einem Singlehaushalt im EG eines Wohnblocks, in unmittelbarer Nähe sind zwei Schulen, die Feuerwehr und ein Krankenhaus. Meine Wohnung hat ca. 44 m², hat keinen Garten oder Balkon, dafür ist hinter dem Haus eine große offene Grünfläche. Erfahrungen mit Katzen habe ich ein wenig, da wir in der Familie früher einen Kater hatten.

    1. Geplant ist, mir eine Wohnungskatze anzuschaffen. Durch die örtlichen Gegebenheiten traue ich mich einfach nicht, die Katze nach draußen zu lassen. Da ist schon morgens viel zu viel Trubel allein durch die Schulen und Parkplätze sucht man da schon vergeblich; also die Umgebung hat sehr viel Verkehr.
    Ich war bereits ein paar Male im örtlichen Tierheim, um mich daher zu informieren. Dort sagte man mir, reine Wohnungskatzen geben sie nur zu zweit ab. Kann ich auch verstehen, aber gleichzeitig sagte man mir, dass bei einer Wohnfläche von 44 qm meine Wohnung zu klein für zwei Katzen sei. Nach näherer Überlegung stimmt es auch, die Wohnung hat nicht genaug Platz für zwei Stubentiger. Aber was soll ich nun machen?

    2. Ich bin mir noch recht unsicher, welches Alter die Katze haben soll. Im Moment arbeite ich noch halbtags, habe aber in absehbarer Zeit (eventuell schon diesen Monat) die Möglichkeit auf eine Vollzeitstelle. Sollte ich da lieber ein erwachsenes Tier aufnehmen?

    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Hallo Sarah,
      44 qm sind für zwei Katzen tatsächlich nicht viel. Da haben die Mitarbeiter aus dem Tierheim Recht. (Ich finde es übrigens großartig, dass diese Wohnungskatzen nur zu zweit abgeben! Da haben sie ein wirklich gutes Tierheim bei sich.) Aber ich teile Ihre Bedenken in Bezug auf Freigänger in Ihrer Umgebung. Doch gerade wenn Sie in Zukunft ganztags arbeiten, würde ich Ihnen dringend zu zwei Katzen raten! Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Dinge, die sie tun können, um auch zwei Katzen in ihrer kleineren Wohnung ein angenehmes Leben zu ermöglichen:
      1. Nehmen Sie ein älteres Katzenpaar auf. Das ist eine WIn-Win-Situation für beide Seiten: ältere Katzen sind nicht mehr so gut vermittelbar wie junge. Sie tun ihnen also definitiv etwas gutes. Und ältere Katzen sind ruhiger als junge und haben nicht mehr einen solch starken Bewegungsdrang. Außerdem können Sie sich so auch Katzen aussuchen, die nicht so sehr groß sind. Ich würde ihnen unbedingt von jungen Katzen abraten! Für diese ist wirklich zu wenig Platz in Ihrer Wohnung.
      2. Machen Sie mit Ihren Katzen Klickertraining und/oder lehren Sie diese an der Leine zu laufen. So können Sie sie entweder mit oder ohne Leine auf der Grünfläche spazieren gehen und ihren Stubentigern so Auslauf gönnen. Das wird gerade am Anfang ein bisschen Arbeit sein, sorgt aber für geistige und körperliche Ausgeglichenheit bei ihren Fellnasen. Hier sind zwei empfehlenswerte Bücher:

      und

      0,00

      4,6 von 5 Sternen

      Stand: 17. Oktober 2017 15:53 Uhr

      Jetzt einkaufen

      3. Machen Sie mehr aus Ihren 44 qm, denn Katzen klettern gerne. Und wenn Sie Ihre Einrichtung dahingehend verändern, dass die beiden viele Möglichkeiten haben sozusagen auch die Wände für dich zu erobern, dann haben die beiden mehr als 44qm zur Verfügung. Sie können sich einige Anregungen dafür in dem Teil „Kratzbaum selber bauen“ hier in unserem Kratzbaum-Ratgeber holen.

      Mit ein bisschen Kreativität und viel Liebe und Aufmerksamkeit spricht in meinen Augen nichts dagegen, wenn Sie Ihr Leben in Zukunft mit zwei Stubentigern teilen. Ja, vielleicht sind es nicht ideale Bedingungen, aber meiner Meinung nach geht es manchem Tier durchaus schlechter. Und wenn Sie die Tipps beherzigen und sich viel Zeit für Ihre neuen Mitbewohner nehmen, dann werden diese ein schönes Leben haben – mit Sicherheit schöner als in einem Tierheim.

      Ich wünsche Ihnen viel Glück, Erfolg und Spaß 🙂
      Steffi

  13. Das Ende wurde abgeschnitten, wahrscheinlich wegen einem eingefügten Smiley:

    Hallo Steffi,
    erstmal Kompliment, super Artikel uns toll wie Sie hier bei Fragen helfen.
    Wir sind eine kleine aber feine Familie, mit einer 3 1/2 jährigen Tochter und würden uns sehr gern ein oder zwei Katzen anschaffen. Mein Mann hat bis 21 in einem Haushalt mit Katze gelebt, ich habe keine Katzenerfahrung (hatten früher einen Hund)
    Dabei stellen sich mir einige Fragen, da wir keinesfalls schlecht vorbereitet in dieses neue Abenteuer starten möchten.
    Wir haben ein Haus mit Garten am Stadtrand mit vielen Feldern dahinter, so dass es 1-2 Freigänger werden sollen.
    An drei Tagen in der Woche arbeite ich außer Haus, da wäre(n) sie max. 8h allein. Wenn wir im Urlaub sind ca. (2x im Jahr länger als 2-3 Tage) können meine Eltern oder Nachbarn füttern.
    Das sind quasi die Rahmenbedingungen.
    Nachdem was ich gelesen habe, tendiere ich zu 2 Katzen, sehen Sie das auch so?
    Habe gehört das zwei Kater (wir würden kastrieren) meist besser langfristig miteinander auskommen?
    Wegen des Alters, wir sind nicht unbedingt „heiss“ auf Kittens, aber vielleicht macht es doch eher Sinn. Ich befürchte das unsere Tochter in der Eingewöhnungszeit schwer zu bremsen ist und einer ausgewachsenen Katze nicht genug Ruhe läßt sich an das neue Zuhause zu gewöhnen.
    Zur Eingewöhnung hab ich gelesen das Katzen (besonders erwachsene) zunächst mehrere (5-6)Wochen im Haus bleiben sollen, auch wenn sie Freigänger werden sollen. Überlege wegen der Anschaffungszeitraums, da wäre es jetzt im Winter einfacher als im Frühling/Sommer wenn die Türen und Fenster eher mal offen stehen. Sehen Sie das auch so?
    Wir tendieren wir zu Hauskatzen aus dem Tierheim o.ä. es sei denn Sie empfehlen für unsere Situation eher charakterlich mehr einschätzbare Rassekatze oder Katzen von denen man genau die Vorgeschichte kennt.
    Wegen meiner fehlenden Erfahrung fände ich einen Rundgang durchs Haus mit einem Profi ganz toll, der uns sagt was wir am besten wo platzieren und ggf. besser wegräumen. Gibt es da einen Verband o.ä.?
    Wir würden uns auch über Literatur Tipps oder über Info ob/wo man eine persönliche Beratung bekommen kann. Im Internet habe ich schon viel gelesen, aber so ganz passt es irgendwie Hallo Steffi,
    erstmal Kompliment, super Artikel uns toll wie Sie hier bei Fragen helfen.
    Wir sind eine kleine aber feine Familie, mit einer 3 1/2 jährigen Tochter und würden uns sehr gern ein oder zwei Katzen anschaffen. Mein Mann hat bis 21 in einem Haushalt mit Katze gelebt, ich habe keine Katzenerfahrung (hatten früher einen Hund)
    Dabei stellen sich mir einige Fragen, da wir keinesfalls schlecht vorbereitet in dieses neue Abenteuer starten möchten.
    Wir haben ein Haus mit Garten am Stadtrand mit vielen Feldern dahinter, so dass es 1-2 Freigänger werden sollen.
    An drei Tagen in der Woche arbeite ich außer Haus, da wäre(n) sie max. 8h allein. Wenn wir im Urlaub sind ca. (2x im Jahr länger als 2-3 Tage) können meine Eltern oder Nachbarn füttern.
    Das sind quasi die Rahmenbedingungen.
    Nachdem was ich gelesen habe, tendiere ich zu 2 Katzen, sehen Sie das auch so?
    Habe gehört das zwei Kater (wir würden kastrieren) meist besser langfristig miteinander auskommen?
    Wegen des Alters, wir sind nicht unbedingt „heiss“ auf Kittens, aber vielleicht macht es doch eher Sinn. Ich befürchte das unsere Tochter in der Eingewöhnungszeit schwer zu bremsen ist und einer ausgewachsenen Katze nicht genug Ruhe läßt sich an das neue Zuhause zu gewöhnen.
    Zur Eingewöhnung hab ich gelesen das Katzen (besonders erwachsene) zunächst mehrere (5-6)Wochen im Haus bleiben sollen, auch wenn sie Freigänger werden sollen. Überlege wegen der Anschaffungszeitraums, da wäre es jetzt im Winter einfacher als im Frühling/Sommer wenn die Türen und Fenster eher mal offen stehen. Sehen Sie das auch so?
    Wir tendieren wir zu Hauskatzen aus dem Tierheim o.ä. es sei denn Sie empfehlen für unsere Situation eher charakterlich mehr einschätzbare Rassekatze oder Katzen von denen man genau die Vorgeschichte kennt.
    Wegen meiner fehlenden Erfahrung fände ich einen Rundgang durchs Haus mit einem Profi ganz toll, der uns sagt was wir am besten wo platzieren und ggf. besser wegräumen. Gibt es da einen Verband o.ä.?
    Wir würden uns auch über Literatur Tipps oder über Info ob/wo man eine persönliche Beratung bekommen kann. Im Internet habe ich schon viel gelesen, aber so ganz passt es irgendwie doch nicht so ganz auf unsere Situation (wie das halt so ist 😉 ).
    Hoffe es ist nicht zu viel auf einmal, bin ein Planer – die Lektion das es nicht immer funktioniert hat mir allerdings schon das Kind gelehrt…
    1.000 Dank für Ihre Gedanken dazu!
    Evelyn …nicht so ganz auf unsere Situation (wie das halt so ist 😉 )
    Hoffe es ist nicht zu viel auf einmal, bin ein Planer – die Lektion das es nicht immer funktioniert hat mir allerdings schon das Kind gelehrt…
    1.000 Dank für Ihre Gedanken dazu!
    Evelyn

    • Hallo Evelyn,
      vielen Dank für das Lob und den ausführlichen Kommentar! Es freut mich immer, wenn ich helfen kann!
      Glückwunsch zu dem Entschluss in Zukunft mit Katzen leben zu wollen 🙂 Ich finde es toll, wie viele Gedanken Sie sich im Vorfeld machen auch wenn einige vielleicht tatsächlich nicht so funktionieren werden wie geplant. Der Vergleich mit dem Kind trifft es schon. Katzen sind sehr eigenständige Persönlichkeiten und jede hat ihren eigenen Kopf. Das macht sie so bemerkenswert!
      Aber nun zu den Fragen und Tipps:
      Ja, ich tendiere auch immer zu zwei Katzen. Selbst wenn es bei Freigängern nicht ganz so wichtig ist, weil diese draußen andere Katzen treffen können. Aber wenn man den Platz hat, dann ist es doch einfach immer schöner sozusagen mit jemandem von seiner Art zusammenzuleben.
      Gerade bei Freigängern ist es enorm wichtig sowohl Katzen als auch Kater kastrieren zu lassen, um unerwünschtem Katzennachwuchs zu entgehen. Ja, es heißt, dass Kater auf Dauer ein bisschen besser miteinander auskommen als Katzen. Aber ich denke es macht keinen großen Unterschied. Wenn sie aneinander gewöhnt sind und sich kennen, dann klappt es in allen Kombinationen (Kater-Kater, Katze-Katze, Kater-Katze). Wichtig ist immer, dass – egal wie gewöhnt sie den Umgang miteinander sind – jede Katze im Haus eine eigene Rückzugsmöglichkeit hat, wo sie auch mal alleine in Ruhe abhängen kann. Insbesondere, wenn Ihre Tochter, wie Sie sagen, schwer zu bremsen sein wird. Es ist schwierig zu der Altersfrage einen guten Ratschlag zu geben, weil es sehr von der Persönlichkeit der Katzen abhängt. Manchmal ist es gar nicht schlecht ältere, erfahrenere Katzen mit Kindern zusammenzubringen, weil diese das Kind als solches erkennen und nachsichtiger sind. Auf der anderen Seit sind Kitten sicherlich etwas anpassungsfähiger. Ich würde Ihnen daher vorschlagen, sich dabei im Vorfeld nicht zu sehr auf das Alter festzulegen sondern eher auf die Katzenpersönlichkeit zu achten.
      Mit der Eingewöhnungsphase haben sie Recht. Sowohl, dass auch Freigänger erst einmal im Haus bleiben sollten (um das als IHR Revier kennenzulernen und mit ihrem Geruch kennzeichnen zu können und so „besser“ wieder nach Hause zu finden) als auch, dass es im Winter einfacher zu realisieren ist als im Sommer, wenn alle Türen offen stehen.
      Grundsätzlich finde ich Tierheimkatzen auch immer die bessere Alternative. Es gibt so viele von ihnen und es kann eine so tolle und dankbare Erfahrung für beide Seiten sein. In einem guten Tierheim kennen die Mitarbeiter die Katzen und können Ihnen empfehlen, welche zu Ihrer Situation passen und welche eher nicht. Doch es ist auch leider so, dass es durchaus auch nicht ganz so kompetente Tierheime gibt. Meine Empfehlung: schauen sie mal (ganz altmodisch 😉 ) in die gelben Seiten nach Tierheimen oder einem Tierschutzbund oder einem Verein für Tierfreunde oder ähnliches in Ihrer Nähe und besuchen Sie diese im Vorfeld. Da können Sie dann auch die Frage nach dem Rundgang in Ihrem Haus mit einem Profi stellen und werden ja bei der Antwort merken, wie die Einrichtung arbeitet. Ich bin für meine ersten Tierheimkatzen auch eine Weile gefahren, weil die Tierheime in meiner näheren Umgebung eher „Tierdurchschleus-Stationen“ gewesen sind. Ich verstehe durchaus, wenn die Mitarbeiter dort auf Grund der Umstände (wenig Geld, oft Arbeit auf freiwilliger Basis, viele bemitleidenswerte Tiere, …) teilweise frustriert sind, aber es hilft niemandem, wenn sie zukünftige Tierhalter vergraulen. Und dann habe ich ein Tierheim gefunden, das sich rein auf Katzen spezialisiert hatte und die Mitarbeiter dort konnten mir genau sagen, welche Katzen für mich in Frage kommen und welche für einen Anfänger, der ich damals war, nicht geeignet sind und haben mir wertvolle Tipps gegeben. So würde ich es an Ihrer Stelle machen. Es bedeutet vielleicht ein bisschen mehr Arbeit als zu einem Züchter zu fahren und sich Kitten auszusuchen, aber es gibt einem (mir zumindest) ein besseres Gefühl.
      Was den Rundgang durch Ihr Haus mit einem Profi angeht, so kenne ich einen solchen Service an sich nicht, würde mich aber, wie gesagt, an Tierheime oder auch an Tierpensionen oder Hundeschulen in Ihrer Nähe wenden. Manche Hundeschulen haben nicht nur reine Hundetrainer sondern allgemein Tiertrainer. Vielleicht bietet auch Tasso so etwas an, oder kennt jemanden, der das anbietet. Im Grunde genommen sind die Überlegungen bei Katzen aber ähnlich wie bei Kindern:
      – alles, was zerbrechlich ist, sollte von den Regalen weg in Schränken verstaut werden, so dass die Katzen keine Gelegenheit haben, es beim Regal-Rundgang vom Regal zu fegen.
      – Gekippte Fenster sollten unbedingt durch einen Schutz gesichert werden, denn wenn Katzen versuchen durch gekippte Fenster nach draußen zu kommen, können Sie hängen bleiben und sich erdrosseln!
      – das Katzenklo sollte an einer ruhigen, aber immer zugänglichen Stelle stehen nicht zu nah am Fressnapf (wir hatten immer eins im Bad und haben da bei Nichtbenutzung die Tür offen gelassen und eins auf dem Flur für die Zeit, in der unser Bad benutzt wurde)
      – Schlafstellen und Kratzbäume sollten über das Haus verteilt sein
      Mehr fällt mir spontan nicht ein, was ich beachtet habe.
      Aber falls Sie noch Fragen haben, stellen Sie diese!
      Liebe Grüße von Steffi

  14. Hallo Steffi,
    nach der letzten super Hilfestellung, frage ich mich ob ich noch einmal um Deine Einschätzung bitten darf.
    Wir sind kurz davor morgen zwei Katerchen zu uns zu holen. Die beiden sind 10 Monate alt und sollten eigentlich jetzt kastriert werden, aber die Besitzerin muss sie leider kurzfristig abgeben.
    Einer der beiden hat wohl bei ihr 1x markiert und die Kastration scheint recht dringend zu sein.
    Jetzt frage ich mich, ob es nicht vielleicht ein fürchterlich falscher Zeitpunkt ist sie umzusiedeln, nicht das sie/einer dann das Gefühl hat erstmal dieses neue Revier ausgiebig markieren zu müssen?!?
    Und falls man es riskiert, wie lange sollte man mindestens warten nach der Eingewöhnung bis man den Eingriff vornimmt?
    Danke für erneute Hilfe!
    Evelyn

    • Hallo Evelyn,
      danke für das Lob und natürlich helfe ich gerne.
      Das ist eine wirklich schwierige Frage und kniffelige Situation, die du da hast. Es kann im Grunde genommen alles richtig oder falsch sein.
      Ich denke der vermutlich beste und für die Katerchen am wenigsten belastende Weg wäre eine Kastration durch die jetzige Besitzerin und ein Umsiedeln sobald sie wieder ganz fit sind nach schätzungsweise 2-3 Wochen.
      Sollte das nicht möglich sein, weil sie wirklich dringend abgegeben werden müssen, dann würde ich die Katerchen abholen und direkt zum Tierarzt zur Kastration bringen und dann vom Tierarzt in das neue Zuhause. Wenn du sie dort dann mit ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit versorgst, dann könnte ich mir vorstellen, dass sie das neue Zuhause nicht so sehr traumatisch finden. Idealerweise kannst du von der jetzigen Besitzerin auch die momentanen Schlafplätze oder Decken oder ähnliches mitnehmen, so dass die Katerchen gleich einen bekannten Geruch vorfinden. Wenn du sie dann anfangs etwas verwöhnst, dann denke ich, dass alles gut gehen wird.
      Ich denke nämlich falls du sie erst zu dir holst, bis sie sich an das neue Zuhause gewöhnt haben, vergehen bestimmt 4-8 Wochen. Und wenn der eine Kater tatsächlich jetzt schon markiert, dann würde er das in der neuen Wohnung sicherlich auch machen. Das Risiko wäre mir zu hoch.
      Aber mit Sicherheit kann ich natürlich nicht sagen, ob das wirklich so funktioniert! Jede Katze ist anders und letztendlich sind es ja nur Vermutungen, weil uns die Fellnasen leider nicht sagen können, wie es ihnen tatsächlich geht.
      Das ist wie gesagt nur das, was ich machen würde.
      Ich drücke die Daumen, dass alles gut geht und ihr viel Spaß miteinander habt!
      Steffi

  15. …oder sollte die jetztige Besitzer kommende Woche lieber noch den Eingriff durchführen lassen und wir warten etwas ab danach? Wieviel Zeit müsste man da in etwa für einkalkulieren?
    Nochmal Danke!
    Evelyn

  16. Hey steffi!
    Ich bin claire und 14 jahre alt und besessen von katzen ^^ leider hab ich es noch nicht geschafft meine eltern zu überreden eine anzuschaffen. Ein kleines problem hab ich aber und zwar das ich eine kleine allergie habe. Das ist uns vor ca. 4 jahren aufgefallen das wenn ich bei verwandten katzen gestreichelt habe und danach an meine augen gekommen bin das es total gejuckt hat. Seitdem wasche ich mir die hände nach dem streicheln und das klappt perfekt. Sogar wenn ich sie mir nicht wasche ist fast garnichts mehr zu spüren. Meine frage wär also ob du es trotzdem empfehlen würdest sich eine katze trotz allergie zu holen. Und was ich noch fragen wollte ist, ob du ein paar gute argumente hast um meine eltern endlich zu überreden!
    Liebe grüße
    Claire

    • Hallo Claire,
      Katzen sind ja auch tolle Wesen. Da kann ich Deine Besessenheit schon verstehen.
      Allerdings sollte die nicht zu Lasten Deiner Gesundheit gehen! Daher solltest Du genau abwägen, ob Du trotz Katzenhaarallergie Deine Eltern überreden willst, ein oder zwei Katzen ein Zuhause zu geben. Es gibt zwar durchaus die Möglichkeit, dass Du Dich an Deine eigenen Katzen gewöhnst und auf sie mit der Zeit nicht mehr so allergisch reagierst (sozusagen eine Desensibilisierung eintritt) und es gibt auch Katzenrassen, die nicht so stark Allergieauslösend sind. Aber es kann auch genauso gut möglich sein, dass Du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen (Katze darf nicht in Dein Bett, sehr regelmäßiges Säubern der Wohnung und Wechsel der Bettwäsche, Händewaschen nach dem Kuscheln und möglichst eine extra Kuscheljacke, die nach Katzenkontakt ausgezogen wird) eine immer stärkere allergische Reaktion zeigst bis hin zum allergischen Asthma. Und möchtest Du wirklich in zwei oder drei oder vielleicht auch erst fünf Jahren Deine dann lieb gewonnene Katze wieder abgeben, weil sie akut Deine Gesundheit gefährdet? Ich würde das nicht wollen. Weder für mich noch für meine Katze.
      Du könntest ja alternativ ein Tierheim in Deiner Nähe suchen und dort Deine Mithilfe im Katzenhaus anbieten. Da kannst Du zum einen ausprobieren, ob Deine Katzenallergie schlimmer oder besser wird und Du könntest Deine Eltern damit überzeugen, dass Du verantwortungsbewusst bist und Dich gut um ein felliges Familienmitglied kümmern würdest. Und in einem halben Jahr oder Jahr weißt Du dann, wie sich regelmäßiger Kontakt mit Katzen auf Deine Allergie auswirkt und Du hast neue Argumente für Deine Eltern.
      Es ist zwar vielleicht nicht ganz die Antwort, die Du Dir erhofft hast, aber vielleicht ja ein Kompromiss, mit dem Du erst einmal leben kannst?
      Ich hoffe es sehr!
      Liebe Grüße von Steffi

  17. Hallo Steffi 😀
    Nachdem meine Tochter mich und meinen Mann lange daran gearbeitet hat, uns zum Katzenkauf zu überzeugen sind wir und nun einig: Wir wollen uns eine Katze kaufen!
    Die Voraussetzungen sind auch (fast) perfekt: Wir wohnen in einem großen Haus auf dem Land, die Katze wäre in der Woche drei Tage jeweils 5 Stunden alleine und könnte in der Zeit durch die Felder vor dem Haus und das kleine Wäldchen in der nähe streifen, wir sind keine Allergiker und Finanziell wäre das ganze auch kein Problem. In den Ferien sind wir jedoch sehr oft unterwegs und wir hätten einfach niemanden, der die Katze zu sich nehmen könnte.
    Weißt du, ob es da irgendwelche anderen Mölichkeiten gäbe? Und kann man eine Katze für einige Tage nur Füttern und ein-zwei Stunden bespielen lassen [immerhin wäre das arme Ding für den großteil des Tages allein] ?
    Denn mittlerweile fände es die ganze Familie schade, auf einen pelzigen Mitbewohner zu verzichten.

    • Hallo Eva!
      Glückwunsch zur Entscheidung, Dosenöffner werden zu wollen 😀
      Da euer zukünftiges felliges Familienmitglied ein Freigänger werde soll, sehe ich mit dem Urlaub keine großen Probleme. Sucht euch am Besten schon im Vorfeld einen Katzensitter, der 2x am Tag zu euch kommt und eure Katze raus bzw. rein lässt, füttert und kuschelt. (In unserem Artikel zu Urlaub mit Tieren gibt es dafür Beispiele.) Zusätzlich könntet ihr darüber nachdenken, gleich zwei Katzen ein neues Zuhause zu schenken. Dann sind sie auch nachts nicht so allein!
      Viel Spaß aneinander 🙂
      Liebe Grüße von Steffi

  18. Hallo Steffi,

    Nächste Woche wollen wir uns ein Kitten anschauen (Russisch Blau, Mädchen) da wollte ich dich gern fragen worauf wir achten sollen wenn wir die kleine das erste Mal besuchen. Sie kommt aus einer Hobbyzucht, beide Elterntiere sind vor Ort.
    Danke schon mal im Voraus.

    Liebe Grüße
    Natalie

    • Hallo Natalie,

      das Wichtigste ist eigentlich Dein (oder euer) Bauchgefühl: Habt ihr das Gefühl, die Hobbyzüchter behandeln ihre Katzen so, wie ihr das auch tun würdet?
      Und dann fragt euch: wie sieht die Wohnung aus? Ist alles sauber? Insbesondere die Katzenklos? Wie sehen die Tiere aus? Wirken sie wach, aufmerksam und gesund? Haben alle ein glänzendes Fell, keine tränenden Augen oder Nasen?
      Dann besprecht auf jeden Fall die Abgabemodalitäten also wann (auf keinen Fall vor der 12. Woche!) und wie (möglichst entwurmt, geimpft und kastriert) ihr die Kleine abholt.
      Das wären eigentlich erst einmal so alle Tipps, die mir einfallen.
      Ganz viel Spaß wünscht Steffi

  19. Ich habe mal eine frage ich habe eine schwiriege hündin möchte mir aber noch eine katze holen worauf muss ich achten habt ihr da vielleicht tipps für mich

    • Hallo Carina,
      was meinst Du denn mit „schwierige Hündin“? Das kann ja eine ganze Menge bedeuten und von daher ist es sehr schwer Dir Tipps zu geben.
      Was auf jeden Fall immer wichtig ist bei einer Zusammenführung von Hund und Katze ist es, der Katze Möglichkeiten zu bieten, sich außerhalb der Reichweite des Hundes zurückziehen zu können. Sprich ein hoher, sicher stehender Kratzbaum oder die Möglichkeit auf ein Regal oder einen Schrank zu klettern und dort sicher schlafen zu können. Außerdem sollte ein Katzenklo immer so erreichbar sein, dass der Hund nicht den Weg dorthin versperren kann. Das verhindert Unsauberkeit.
      Gerade für die Anfangszeit sollten beide nicht unbeaufsichtigt zusammen kommen und die Katze sollte die Möglichkeit haben, ohne Hund die neue Umgebung begutachten zu können. Das alleine ist ja schon aufregend genug: neues Zuhause mit neuen Gerüchen und Geräuschen. Die sollte sie möglichst ungestört als ihr Zuhause annehmen können.
      So weit die allgemeinen Tipps.
      Viel Erfolg mit den Fellnasen!
      Steffi

  20. Hallo Steffi,
    wir möchten uns gerne eine Freigängerkatze zutun. Ich und mein Mann haben früher mit Katzen gewohnt jedoch nie als Besitzer. Unser Sohn ist nun 7 und etwas tierscheu, das heisst, ihm gefallen und faszinieren Katzen sehr, aber ist noch unsicher im Umgang mit ihnen. Wäre da ein Kitten oder eine ausgewachsene Katze besser? Wie steht es bei Revieren aus? Im Quartier hat es schon einige Katzen oder Kater, welche auch in unseren Garten machen. Ist es dann einfacher mit für einen Kater oder eine Katze sich sein Revier zu erobern? Wir sind ihm ersten Stock mit ungedecktem Balkon. Da würden wir eine Katzenleiter hoch bauen, jedoch keine Katzentüre. Wenn sie heimkommen will und wir nicht da sind, würde da ein trockener Schlafplatz, z.B. ein Hüttchen, gehen? Herzlichen Dank für dein Feedback! Chris

    • Hallo Chris,
      erst einmal Glückwunsch zum Wunsch ein Dosenöffner zu werden 🙂
      Und dann zu euren Fragen: Im Grunde genommen könntet ihr euch sowohl ein Kitten als auch eine ausgewachsene Katze zu euch holen.
      Für ein Kitten spricht, dass es sozusagen mit eurem Sohn groß werden kann. Ihr müsst nur anfangs ziemlich viel Erziehungsarbeit leisten und es dauert ein wenig bis aus einem Kitten ein Freigänger wird – er hätte allerdings vielleicht einen „Kinder-Bonus“ bei den schon vor Ort befindlichen Katzen, was Revierkämpfe minimieren würde.
      Wenn ihr euch für eine ausgewachsene Katze entscheidet, dann müsst ihr unbedingt darauf achten, dass es ein sehr geduldiges Tier ist – und vielleicht würde eine Katze mit eurem Sohn geduldiger umgehen als ein Kater. Und ihr solltet darauf achten, dass – egal ob Katze oder Kater – sie genügend Rückzugsmöglichkeiten innerhalb der Wohnung hat (hoher Kratzbaum, Schrank o.ä.).
      Ob es eine Katze oder ein Kater in eurer Gegend einfacher hat, kann ich aus der Ferne ganz schlecht sagen. Grundsätzlich haben Katzen aber generell eher ein kleineres Revier als Kater. Zu Kämpfen wird es anfangs vermutlich so oder so kommen. Daher ist es auch hier wichtig, dass ihr auf eurem Balkon eine Rückzugsmöglichkeit für eure neue Fellnase schafft. Es gibt dafür extra Katzenhütten, die ihr kaufen könnt. Alternativ tut es auch ein großes Katzenklo, in das ihr eine Decke o.ä. legt und über das eine regendichte Plane gespannt wird. Im Grunde sind da der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es ist regendicht und ihr lasst es von eurem neuen tierischen Mitbewohner in seinem Revier – also eurer Wohnung – in Besitz nehmen. Nicht, dass ihr es kauft, gleich nach draußen stellt und schwupps eine neue Katze auf eurem Balkon wohnen habt 🙂
      Habe ich alle Fragen beantwortet? Wenn nicht, dann melde Dich gerne noch mal!
      Liebe Grüße von Steffi

  21. Hallo Steffi,

    ich habe mir jetzt deine ganze Seite durchgelesen und bin mir nun sehr unsicher….

    Ich bekomme in den nächsten Tagen auch einen kleinen Tiger. Einen Perser-Hauskatzen-Mix.
    Der Kleine wird bei Abgabe grade so 7 Wochen alt sein. Das ich ihn schon so ‚zeitig‘ beikomme hat folgenden Hintergrund.
    Die Mutterkatze(Perser) gehört einer Freundin von mir und hat jetzt bereits zum zweiten mal geworfen.
    Beim ersten Wurf war es leider so, dass die Mutterkatze die Kinder ab der ca. 6 Woche immer gebissen und verscheucht hat. Wir vermuten aus Eifersucht. Der aktuelle Wurf ist grade 6 Wochen alt und es fängt schon wieder an.. Die Mutter nimmt den kleinen das Futter weg, faucht und beißt die kleinen. Damit die kleinen keine Verletzungen davon tragen hat sie sich entschieden die kleinen schon eher abzugeben… Ist diese Entscheidung nun richtig oder falsch?
    Beim ersten Wurf hatte die Mutter ein kleines sogar Totgebissen. So weit will sie es jetzt nicht mehr kommen lassen…

    Liebe Grüße,
    Sara

    • Hallo Sara,
      das ist eine schwierige Situation, die ihr da habt. Und eine klare Antwort auf Deine Frage, ob die Entscheidung richtig oder falsch ist, kann ich Dir kaum geben.
      Eigentlich sollten Kitten 10-12 Wochen bei der Mutter bleiben, da sie erst dann vollkommen sozialisiert sind und sich nicht zu „Problemkätzchen“ entwickeln. Dazu kommt, dass Kitten zwischen der 4. und 8. von der Milch entwöhnt werden und dann auch erst langsam anfangen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Das heißt es kann mit 6 oder 7 Wochen noch nötig sein, ihnen Ersatzmilch zu geben.
      Ich vermute weniger, dass die Mutter aus Eifersucht ihre Babys vom Futter verdrängt, sondern dass dies entweder aus Erziehungsgründen passiert (Katzenerziehung sieht oftmals wesentlich „brutaler“ aus, als sie tatsächlich ist. Maunzen die Babys nur beim Beißen oder schreien sie richtiggehend? Danach könntet ihr beurteilen, wie stark die Bisse sind,) oder aber weil sie überfordert ist oder auch vielleicht selber nicht genug zu fressen bekommt. Gerade säugende Katzen brauchen sehr hochkalorisches Futter um genügend Milch produzieren zu können. Ungenügende Milchproduktion kann auch zu schmerzenden und entzündeten Zitzen führen.
      Kitten hingegen sollten leicht verdauliches Futter bekommen. Es könnte also helfen, Mutter und Kitten zwar in Sichtweise aber getrennt zu füttern. Säugt die Mutter ihre Kleinen noch? Und ist mit ihren Zitzen alles in Ordnung? Auch das könnte ein Grund für die Bisse sein.
      Bevor wieder ein Kitten getötet wird, würde ich die Kleinen auch abgeben. Allerdings sollte Deine Freundin die Mutterkatze dringend kastrieren lassen, damit es nicht zu noch mehr Nachwuchs kommt, mit dem die arme Mietze anscheinend irgendwie überfordert ist.
      Ich hoffe, meine Antwort hilft Dir (euch).
      Steffi

  22. Hallo Steffi,
    ich möchte auch gerne eine Katze zu mir holen, schon sehr lange. Nur bin ich mir nicht sicher und habe bedenken. Zuerst einmal meine Wohnsituation: Ich wohne seit ein paar Monaten mit meinem Freund zusammen in einer 70qm Wohnung direkt an einer Hauptstraße, weshalb Freigang nicht möglich ist. Auch haben wir nur einen „Raucherbalkon“. Ich weiß auch, dass es besser wäre, zwei Katzen aufzunehmen, nur kann ich die beiden nicht finanziell unterhalten, falls es mit meinem Freund doch nicht funktioniert und ich die beiden dann alleine halten muss.
    Eine einzelne Katze wäre, denke ich, kein Problem, obwohl wir beide Vollzeit arbeiten. Durch die Schichtarbeit meines Freundes wäre die Katze maximal ca. 5 Stunden allein zu Hause.
    Deshlab wollte ich hier mal fragen, was du darüber denkst, mir etwas raten und vielleicht auch meine Bedenken nehmen könntest.

    Liebe Grüße
    Edith

    • Hallo Edith,
      zu erst einmal finde ich es schön, dass Du Dir Gedanken machst, bevor Du „Dosenöffner“ wirst 🙂
      Nun zu Deinen Bedenken: Natürlich ist es für Katzen schöner, wenn sie möglichst natürlich leben. Aber wie Du schon sagst, geht das manchmal einfach nicht. Und so lange wie Menschen dann das eine oder andere bedenken, funktioniert das auch. Und ich kenne auch eine Menge glückliche Wohnungs-Einzelkatzen!
      Aus meiner Sicht spricht also nichts gegen Deinen Plan, wenn Du die folgenden Dinge beachtest:
      – Schaff Deinem neuen tierischen Mitbewohner möglichst viele Klettermöglichkeiten! So hat er oder sie mehr als 70qm und außerdem Möglichkeiten alles von oben zu beobachten. Vielleicht kannst Du ja auch einen Fensterplatz einrichten, für Katzenkino 😉 In diesem Artikel findest Du viele Tipps rund um Kratzbäume
      – Achte bei der Auswahl Deiner neuen Samtpfote darauf, dass es eher ein ruhiger Vertreter seiner Art ist! Also auf keinen Fall eine freiheitsliebende Rasse oder einen ehemaligen Freigänger aussuchen.
      – Beschäftige Deine Fellnase jeden Tag! Das heißt fordere ihn auch mental z.B. durch Klicker-training. Hier kannst Du noch andere Tipps zum Thema Katzenbeschäftigung nachlesen.

      Wenn Du das beachtest, dann kannst Du bedenkenlos auch auf 70qm eine Einzelkatze halten.

      Ich hoffe, ich konnte Deine Bedenken zerstreuen und wünsche Dir viel Spaß mit Deinem neuen tierischen Familienmitglied.
      Steffi

  23. Hallo Steffi,
    Ich bekomme eine kleine Katze die ca. 7 Wochen alt ist und ich hatte davor noch nie so eine kleine Katze. Die Katze hat 4 Geschwister und ist jetzt wenn sie zu mir kommt den ganzen Vormittag alleine zu Hause. Und deshalb habe ich das bedenken das sie alleine zu Hause nicht zurecht kommt und alles verunstaltet. Deshalb wollte ich fragen ob du vielleicht ein paar Tipps für mich hast die ich beachten sollte.
    Herzlichen Dank!
    Liebe Grüße Sabrina

    • Hallo Sabrina,

      warum bekommst Du das Kätzchen denn schon so früh? Mit 7 Wochen ist sie eigentlich viel zu klein, um von ihrer Mutter und den Geschwistern getrennt zu werden. Da ist ihre Sozialisation noch nicht abgeschlossen.
      Besteht die Möglichkeit, das Kätzchen noch länger bei der Mutter zu lassen? Oder zwei Kätzchen aufzunehmen? Denn ich teile Deine Bedenken, wenn ein so kleines Kätzchen auf einmal alleine zu Hause ist.
      Falls sich an dem frühen Zeitpunkt der Abgabe nichts ändern lässt, dann solltest Du auf jeden Fall darauf achten, dass Du die Wohnung kittensicher machst. Wie auch bei einem Kind, das anfängt zu laufen, solltest Du Dir überlegen, wo Gefahrenpunkte sind:
      – Räume zerbrechliche Dinge, Decken, an denen Du hängst und ähnliches in die Schränke hinein.
      – Stelle ausreichend Katzentoiletten auf. Gerade am Anfang können es nicht zu viele sein. Es brauchen ja keine großen Kisten zu sein. Kleine Kartons reichen auch. Hauptsache das Kitten kann sie jederzeit ohne große Probleme erreichen.
      – Richte dem Kätzchen genügend Kletter- und Schlafmöglichkeiten ein.
      – Sobald Du zu Hause bist beschäftige Dich ausreichend mit dem Kätzchen! Schmuse nicht nur, sondern spiel vor allem auch viel, damit auch in der Zeit alleine keine Langeweile aufkommt.
      – Und als allerwichtigster Tipp: Mach Dir bewusst, dass Du Dein Kätzchen ein Baby ist! Das heißt es wird etwas kaputt gehen, es wird sicherlich auch mal etwas neben das Katzenklo gehen. Solche Dinge passieren nun einmal bei so jungen Lebewesen. Stell Dich von vornherein darauf ein, dann ersparst Du euch eine Menge Stress.
      Viel Spaß mit dem Schmusetiger!
      Steffi

  24. Hallo Steffi.
    Ich habe derzeit folgendes Problemchen.
    Eigentlich bin ich recht Katzen Erfahren, und habe auch schon ein paar Katzenzusammenführungen hinter mir.
    Im Februar haben wir die Mia mit 10 Monaten bei uns aufgenommen.
    Die Vorbesitzer haben sie als Kitten aus dem Tierheim und haben sie als Zweitkatze mit einer weiteren Katze gehalten.
    Scheinbar wurde ihnen das Rollig sein zu mühsam und das kastrieren zu teuer, worauf sie die kleine abgaben und die große behielten.
    Bei uns fühlte sie sich von Anfang an sehr wohl und hat sich Prima eingelebt.
    Sie ist sehr verspielt und innerhalb der letzten 4 Monate stellten wir fest das sie sich wohl sehr alleine fühlt (lief mir überall hinterher, sogar wenn ich ins Bad ging, jaulte wenn ich das Haus verließ und warte vor der Haustür bis ich wieder kam).
    Daraufhin entschieden wir ein Kitten bei uns aufzunehmen damit sie nicht allein ist.
    Wir haben uns auch für eine Katze anstatt für einen Kater enschieden.
    Nun zum eigentlichen Problem:

    Am ersten Tag des zusammen treffens Fauchte und Knurrte die große fast durchgehend.
    Daraufhin entschieden wir sie zumindest über Nacht noch zu trennen.
    Am nächsten Tag hörte das Fauchen und Knurren auf, aber die große wurde sehr aufdringlich der kleinen gegenüber.
    Nahm ohne aufgeplusterten Schwanz anlauf und haut sie ständig mit den Pfoten.
    Wenn die kleine in einer Ecke sitzt versperrt sie ihr den Weg und haut immer wieder zu wenn sie durch möchte.
    Am Anfang war die kleine davon unbeeindruckt, nun ist es so das die Kleine die große anfaucht wenn sie ihr zu nahe kommt.
    Die große schreckt dann zwar zurück aber nimmt nach einem moment wieder anlauf und stürmt auf sie zu.
    Wenn die kleine aber frisst, trinkt oder schläft, lässt die große sie komplett in ruhe und legt sich selber schlafen.
    Ich mach mir nur sorgen das die Große sie verletzt, das sie ja kräftig zu langt (bis jetzt noch ohne Krallen).
    Dazu muss ich sagen das ich die kleine leider schon mit 8 Wochen zu mir nehmen musste.
    Die Dame die sie weg gegeben hat, wollte sie sonst ins Tierheim geben.
    Von daher ist sie noch sehr klein uns zierlich.
    Was meinst du?
    Soll ich die beiden trotzdem machen lassen oder da zwischen gehen?

    • Hallo Sabrina,

      eine schwierige Konstellation hast Du da. Eure große Katze ist mit ihren 10 Monaten ja selbst noch sehr jung und hat gerade eine Menge Veränderungen mitgemacht. Daher kann sie sicherlich auch ein wenig überfordert sein.
      Bisher hört es sich nach Deinen Schilderungen eher nach einem Spielen als nach ernsthaften Kämpfen an. Du würdest es hören, wenn euer kleiner Zuwachs wirklich verletzt wird. Da die Kleine sicherlich auch noch einen „Welpenschutz“ besitzt, würde ich wirklich erst dazwischen gehen, wenn Du merkst, dass es ernst wird und die Große sie nicht mehr in Ruhe fressen und schlafen lässt.
      Bis dahin lass die beiden miteinander toben und sich aneinander gewöhnen.
      Vorsichtshalber kannst Du ja noch einmal mit sehr wachem Blick durch Deine Wohnung gehen und sie im Hinblick auf die folgenden Punkte überprüfen:
      1. Haben beide die Möglichkeit sich unabhängig voneinander zurück zu ziehen?
      2. Können die zwei „überfallfrei“ vom Katzenklo kommen? (Zum Thema Katzenklo kannst Du auch sozusagen prophylaktisch unseren Ratgeber zum Thema unsaubere Katzen lesen.)

      Ich wünsche euch ganz viel Spaß miteinander und ein erfolgreiches Eingewöhnen!
      Steffi

  25. Hallo Steffi,

    ich habe mit großem Interesse Deine Seite gelesen und jetzt auch mal eine Frage. Ich hab seit zwei Tagen ein kleines Katzenmädchen und bin absolut verliebt in die Kleine. Sie hat sich schon gut eingelebt, frisst und trinkt ordentlich, benutzt ihr Katzenklo und ist sehr aktiv, wenn sie wach ist. Ich war die letzten Tage fast ununterbrochen zuhause und wir haben uns schon gut aneinander gewöhnt; ich würde sie nicht wieder hergeben wollen.
    Obwohl ich mich freue, dass sie so aktiv und verspielt ist, gibt es eine Sache, die mich etwas stört. Sobald ich durchs Zimmer laufe, galoppiert sie mir hinterher und „fängt“ meine Füße.Sie setzt sich darauf, versucht reinzubeißen und sich festzukrallen. Momentan geht das noch, weil sie sehr klein und zart ist und mir nicht wirklich weh tut aber ich möchte nicht, dass sie sich das angewöhnt. Meinst Du, das ist momentan einfach noch Verspieltheit oder kann ich irgendwas tun, um ihr das abzugewöhnen? Meine alte Katze hat das in dem Alter nur ganz selten mal in ihren „wilden 5 Minuten“ gemacht, später dann gar nicht mehr.
    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen! 🙂
    Liebe Grüße

    • Hallo Anna,
      es freut mich, dass Du Dich schon so gut mit Deinem Schmusetiger verstehst.
      Ja, ich denke, dass das im Moment noch ganz normale Verspieltheit ist. Schließlich ist das für Kitten und junge Katzen ein normales Verhalten die Erwachsenen zu überfallen. Das kannst Du auch bei anderen Katzenarten in der freien Wildbahn beobachten. Sie trainieren damit ihren Jagdtrieb. Mit der Zeit wird das automatisch weniger werden.
      Wenn es Dich sehr stört, dann kannst Du sie in solchen Momenten im Nacken packen und 1x laut und bestimmt „Nein“ sagen. Dann lernt sie, dass sie zu wild gewesen ist. Danach solltest Du aber sofort wieder mit ihr spielen. Überhaupt hilft es euch beiden sowohl jetzt als auch später, wenn die Kleine gut ausgelastet ist. Du kannst beispielsweise schon jetzt versuchen mit Klickertraining zu beginnen. Das macht nicht nur den Körper, sondern auch den Geist müde. Und je eher Du anfängst, desto bemerkenswertere Dinge kannst Du Deinem Schmusetiger beibringen.
      Viel Spaß miteinander! Und bei Fragen melde Dich einfach noch einmal.
      Steffi

  26. Hallo Steffi,

    So wie ich das hier lese scheinst Du Dich mit Katzen ja richtig auszukennen. Daher hätte ich jetzt auch noch ein paar wichtige Fragen:

    Meine Freundin und ich bekommen in 4 Wochen eine 10 Wochen alte Katze. Wir wohnen in einem 2 Familienhaus im EG mit großem Garten. Es ist geplant, dass die Katze eine Freigängerin wird da wir beide Vollzeit arbeiten. Unsere Nachbarn genau gegenüber bekommen das Schwesterlein der Katze welche genau so alt ist genau zur selben Zeit.

    Nun einmal meine Fragen:

    1. Wie genau muss die Eingewöhnungszeit ablaufen bzw. wann können wir sie alleine rauslassen – Bitte so detailliert wie möglich 🙂 Meine Freundin hat knappe 2 Wochen Urlaub. Reicht das ?

    2. Kann während der Eingewöhnung auch die Nachbarin mit dem Schwesterlein zu uns kommen oder anders herum? Kennen sich die beiden Geschwister auch nach ein paar Wochen noch und können die miteinander ?

    3. Kann man den Ort des Katzenklos nach 3 Wochen verändern oder von Anfang an am selben Platz lassen ?

    4. Ab wann kann die Katze denn wirklich 8 Stunden alleine lassen, draußen wie drinnen ?

    5. welches Futter sollte man den Katzen geben ( nass oder trocken oder beides) ?

    6. Wie bekommen wir die Katze am besten Stubenrein?

    7. Welche Erziehungstipps würdest Du uns geben?

    8. Stimmt es dass Kater verschmuster sind als Katzen?

    9. Wenn die Katze tagsüber draußen ist sollen wir dann fressen und trinken raus stellen?

    Ich hoffe ich habe keine Fragen vergessen aber auf sonstige Anmerkungen von Dir freue ich mich trotzdem.

    Lg Michi

    • Hallo Michael.

      keine Sorge, Dein Kommentar ist nicht untergegangen. Nur bei der Menge an Fragen wollte ich ganz in ruhe und ausführlich antworten. Und das brauchte in bisschen Zeit.
      Nun aber zu Deinen Fragen:

      1. Es ist sehr schwierig eine pauschale Aussage zu der Eingewöhnungszeit zu machen. Jede Katze ist ein bisschen anders. (Ich werde den Artikel dahingehend auch noch ergänzen.) Generell wird gesagt, dass das Kätzchen erst nach und nach Zimmer für Zimmer die Wohnung erkunden soll. Lasst ihm Zeit, sich sicher zu fühlen, bevor ein neuer Raum dazu kommt. Manche Katze ist aber auch sehr forsch und möchte gleich die ganze Wohnung in Beschlag nehmen. Aber lieber etwas vorsichtig sein, als dass das Kätzchen hinter der Waschmaschine verschwindet und tagelang nicht herauskommt, weil es völlig verängstigt ist. Alleine rauslassen solltet ihr euer Kätzchen erst, sobald es sich völlig sicher in eurer Wohnung fühlt. D.h. erst, wenn es normal frisst, sein Klo benutzt, nicht mehr bei jedem Geräusch zusammenzuckt. Die Empfehlung für den Zeitraum sind mindestens 6 Wochen. Sonst ist die Gefahr zu groß, dass der kleine Tiger nicht mehr nach Hause findet.

      2. In der ersten Zeit sollten sich beide Kätzchen an ihr eigenes Zuhause gewöhnen und das möglichst frei von Störungen und zusätzlichem Stress wie Besuch. Fühlen sich beide Kätzchen sichtbar heimisch, könnt ihr gerne auch mal den Garten besuchen und dabei das Geschwisterchen treffen. Ich denke schon, dass sich beide aneinander erinnern werden. Nur Streitigkeiten sind auch zwischen Geschwistern nicht ausgeschlossen 😉

      3. Verändern könnt ihr den Platz des Stillen Örtchens natürlich immer. Nur ob das eurem Kätzchen immer so schmeckt, steht auf einem anderen Blatt. Besser ist es, sich gleich von Anfang an einen Platz zu suchen, der jederzeit für das Kätzchen erreichbar ist, aber ruhig genug liegt, dass es sich nicht gestört fühlt. Tipps rund um das Katzenklo findest Du auch in unserem Ratgeber zum Thema Unsaubere Katzen.

      4. Auch das ist eine Frage, die sich pauschal nur mit „Es kommt drauf an“ beantworten lässt. Es kommt nämlich immer darauf an, dass euer Kätzchen sich heimisch und sicher fühlt, bevor ihr es so lange alleine lasst. Es geht sicherlich auch vorher und in vielen Fällen gut, aber die Gefahr von Problemen steigt je unsicher oder gelangweilt sich euer Kätzchen fühlt.

      5. Zum Thema Katzenfutter empfehle ich Dir unsere Artikel zur Ernährung von Katzen und zu gutem Katzenfutter. Falls danach noch Fragen sein sollen, melde Dich.

      6. Wenn Katzen aus einem guten Elternhaus kommen und nicht zu früh entwöhnt werden (10 Wochen sind viel besser als 8, allerdings wären 12 noch besser), dann haben sie gelernt auf ein Katzenklo zu gehen und sind im Grund genommen stubenrein. Wenn in der ersten Zeit doch etwas daneben geht, dann ist das auf die Eingewöhnungsphase zurück zu führen. Eine junges Kätzchen ist wie ein kleines Kind, das gerade trocken wird. Wenn aufregende Dinge geschehen (ein neues Zuhause mit neuen Gerüchen, Geräuschen, total spannendem Spielzeug…), dann kann man schon mal vergessen, rechtzeitig auf das Katzenklo zu gehen. Ihr könnt dem entgegen wirken, indem ihr in der ersten Zeit ein paar mehr Kistchen aufstellt. Einfach um die Wege kurz zu halten.

      7. Ach ja, Katzen und Erziehung 😉 Am besten liest Du mal hier unsere Artikel zum Thema Katzenerziehung und Katzenbeschäftigung durch. Du kannst mit Geduld eine Menge erreichen!

      8. Nein. Es gibt sowohl sehr verschmuste Katzen als auch gar nicht verschmuste Kater.

      9. Nein, das würde ich nicht machen. Zum einen könnt ihr natürlich nicht kontrollieren, ob es eure Katze ist, die dort frisst oder eine andere. Zum anderen entwöhnt ihr eure Katze nicht ganz aus eurer Wohnung, wenn ihr ihr dort zu fressen gebt. Und falls ihr euch einen festen Rhythmus angewöhnt (was ich euch empfehlen würde), so ist das am einfachsten über’s Fressen zu regeln.

      Ich hoffe sehr, dass ich alle Deine Fragen beantworten konnte.
      Viel mehr fällt mir auch nicht ein. Außer: Viel Freude mit dem neuen vierbeinigen Familienmitglied! Und denkt immer daran: Egal was die Katze anstellt, sie macht das nicht, um euch zu ärgern! Denn bei aller Liebe ist sie doch nach wie vor ein Tiger zum Streicheln 🙂
      Steffi

  27. Hallo steffi erstmal finde ich es toll das du allen hier antwortest:)
    Nun zu meiner Frage:
    Ich lebe mit meiner mutter und schwester zusammen.
    Wir ziehen in ein 3 stöckiges haus ohne garten aber dafür is das haus sehr groß.
    Wir möchten definitiv ein katzenbaby und ich werde mir viel zeit für das katzenbaby nehmen aber da wir tagsüber in der schule sind schätze ich mal das wir 2 katzenbabys haben wollen.
    Meine Frage ist jetzt wie Teuer sind katzenbabys pro monat?wo kann ich kitten herbekommen? wie Teuer ist die erstaustattung und dann halt weiterhin pro monat.
    Was muss ich beachten außer das man an einer straße keinen totalen freigänger kauft?

  28. Hallo Steffi,
    Ich möchte 2 Kitten ( am besten bengal oder bengalmischlinge )
    Wo kriege ich die her ? Wieviel kostet die Verpflegung impfung und alles pro monat und wielange muss ich anfangs zuhause sein um mich um sie zu kümmern ?

    • Hallo Yannick,
      zu erst einmal würde ich Dir raten, Dich in den Tierheimen in Deiner Nähe umzuhören. Es gibt so viele heimatlose Katzen und Kitten, die auf ein neues, liebevolles Zuhause hoffen. Da müssen meiner Meinung nach keine Züchter unterstützt werden. Dort bekommst Du vielleicht keine Bengalen, aber mit etwas Glück und Geduld sicherlich Mischlinge oder andere zauberhafte Kitten und sie sind wesentlich günstiger in der Anschaffung.
      Euer Haus scheint groß genug für zwei Kätzchen zu sein. Und ja, ich würde vor allem bei reinen Wohnungskatzen immer zu mindestens zwei Katzen raten. Es scheint zwar im ersten Moment wie mehr Arbeit, aber es gibt unterm Strich in der Regel weniger Probleme und Verhaltensauffälligkeiten. Zu zweit wird einem halt nicht so schnell langweilig wie alleine 😉
      Die Kosten für die Erstausstattung kannst Du in diesem Artikel nachrechnen.
      Zu den Kosten pro Monat lässt sich ganz schwer was sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab:
      – Was wird gefüttert?
      – Wie viel wird gefressen?
      – Wie hoch sind die Tierarztkosten?
      In unseren Artikeln zum Thema Katzenernährung und Gutes Futter kannst Du eine Menge über Futter und Preise nachlesen. Und in dem Ratgeber zum Thema Katzenversicherungen zum Thema Tierarztkosten.
      Wenn Du danach noch Fragen hast, dann melde Dich gerne noch einmal.
      Liebe Grüße von Steffi

  29. Hallo Steffi,

    vielen Dank für diese tolle Info-Seite. Meine Verlobte hat sich endlich durchgesetzt und wir bekommen in 2 Wochen zwei kleine Katzen.
    Ich hab‘ mir hier viele Tip(p)s geholt – danke!

    Alles Gute,
    Martin

    • Hallo Martin,

      danke für das Lob! Es freut mich sehr, wenn ich helfen kann.
      Viel Spaß mit den kleinen Stubentigern. Und falls es noch Fragen gibt, dann wisst ihr ja, wo ihr mich findet 😉

      Herzliche Grüße von Steffi

  30. Hallo Steffi,

    meine Eltern und ich hatten vor 15 Jahren eine Katze, die Leider verstorben ist. Ich wohne seit neustem alleine und überlege mir nun ein Kittie russisch blau anzueignen. Nur habe ich kein schimmer, wo ich am besten anfangen soll. Was wäre dein Tipp? Wann muss ich zum Arzt, wo melde ich mich am besten, wieviel Futter zu welchen Abständen? Ich möchte auf jeden Fall sehr, dass es eine gut erzogene Katze wird, die schon etwas mehr hört, als verrückt zu sein.

    MfG

    • Hallo Ali,

      ob Deine Katze gut erzogen ist oder einen „Tick“ annimmt, das hast Du selber mit viel Geduld und Training in der Hand. Je mehr der Stubentiger sich langweilt, desto eher eignet er sich Unarten an.
      Warum soll es denn unbedingt ein Russisch blau-Kitten sein? Bist Du auf die Rasse festgelegt? Oder darauf, dass es ein Kitten sein muss? Diese sind zwar niedlich, machen am Anfang aber auch eine Menge Arbeit.
      Meine erste Anlaufstelle wären immer die örtlichen Tierheime. Denn dort bekommst Du auf jeden Fall eine Katze, die sehr dankbar sein wird, dass Du ihr ein liebevolles Zuhause bietest. In der Regel sind diese dort auch schon durchgeimpft und entwurmt, so dass Du nicht sofort zum Tierarzt musst.
      Zum Thema Futter kannst Du in unseren Ratgebern Ernährung für Katzen und Was ist eigentlich gutes Katzenfutter nachlesen. Wenn dann noch fragen sind, stell sie gerne.
      Liebe Grüße von Steffi

      • Hallo Steffi,

        danke für die Antwort.
        Ja ich habe mir alle Arten angeschaut und bin fest entschlossen, dass es russisch blau werden soll, da diese mir persönlich sehr gefällt und zudem ein Kitten, da ich den Willen habe dieses auch selbst groß zu ziehen. Ich bin meist nur einige Stunden in der Uni und den Rest der Zeit zu Hause. Kann sogar das Kitten immer mitnehmen, stellt keine Einwände dar.

        MfG Ali

        • Hallo Ali,

          wenn Du fest entschlossen bist, dass es ein Russisch blau-Kitten werden soll, dann wirst Du vermutlich im Tierheim nicht weiter kommen und müsstest Dich an einen Züchter wenden. Adressen findest Du sicherlich beim Tierarzt – der Dir in der Regel auch sagen kann, welche Züchter zu empfehlen sind – oder in den Zeitungen oder dem Internet.
          Ich würde Dir nicht empfehlen, Dein Kätzchen mit in die Uni zu nehmen. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen reisen Katzen nicht sehr gerne und sind ortsgebunden. Das heißt, es bedeutet für das Kleine mehr Stress, wenn Du es mitnimmst als wenn Du es für ein paar Stunden alleine zu Hause lässt. Und mit einem steigenden Stresslevel erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit für Verhaltensauffälligkeiten und Probleme.

          Ganz viel Spaß mit Deinem neuen Schmusetiger
          wünscht Steffi

  31. Hallo Steffi,
    vor kurzer Zeit wurde meine erste 12jährige Katze Tiffany von einem Auto überfahren. Ich gedenke mir eine neue Katze zuzulegen, bin mir aber sehr unsicher, ob die Haltung artgerecht ist: ich lebe momentan in einer 40 Quadratmeter Wohnung, und habe hinten im Hof einen großen Garten. Damals hatte unsere Katze mehr Platz, doch bedingt durch das Studium musste ich in die kleinere Wohnung umziehen. Es bestünde die Möglichkeit, nach oben hin Podeste/Klettermöglichkeiten zu bauen, damit sich die Fläche vergrößert. Auch werde ich in dieser Wohnung nicht für alle Ewigkeiten leben. Ich könnte mir einen Freilauf nach der Erfahrung nicht mehr vorstellen, aber ein kontrollierter Freigang wäre machbar, d h ich würde mit ihr zusammen in den Garten gehen. Ich habe zudem gedacht, eine noch sehr junge Katze (12 Wochen) zu holen, in Einzelhaltung. Ist es möglich der Katze mit diesen Gegebenheiten, ein artgerechtes Leben zu bieten oder würdest du mir eher abraten?
    Katzige Grüße, Andrea

    • Hallo Andrea,

      erst einmal mein herzliches Beileid zum Unfalltod Deiner Katze. Ich weiß, wie schwer es ist, ein tierisches Familienmitglied zu verlieren.

      Nun zu Deinen Fragen: 40qm sind tatsächlich nicht sehr viel selbst wenn es mit zahlreichen Podesten und Klettermöglichkeiten ausgeweitet wird. Für ein artgerechtes Katzenleben gerade einer Einzelkatze stellt sich nicht nur die Frage nach der Fläche, sondern auch nach der Zeit, die Du außer Haus bist. Wie lange wäre die Katze alleine? Denn wenn Du mehrmals am Tag mit ihr Spaziergänge machst, sie wenig alleine lässt und Dich wirklich intensiv um sie kümmerst, dann würde ich sagen: Ja, es ist nicht optimal, aber für einen begrenzten Zeitraum geht das schon mal.
      Wenn Du allerdings jeden Tag für mehrere Stunden das Haus verlässt und auch sonst viel mit Studieren beschäftigt bist und wenig Zeit für Dein Kätzchen hättest, dann würde ich Dir abraten. So schwer es auch fallen mag, aber dann solltest Du Dir erst wieder eine Katze zulegen, wenn die Umstände artgerechter sind.
      Vielleicht magst Du ja auch darüber nachdenken, Dir keine junge und sehr aktive Katze zu holen, sondern einem ruhigen Katzensenioren ein neues Zuhause für seinen Lebensabend zu bieten. Der freut sich sicherlich erst recht, wenn er ein neues Zuhause bekommt und braucht nicht ganz so viel Beschäftigung und Platz.
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
      Steffi

  32. Hallo Steffi, grandios, wie Du Dich einsetzt, und das mit Empathie und Fachkompetenz! Ich habe nun keine Frage, aber einen kleinen Bericht. Ich habe mich nie für einen Katzenmenschen gehalten, bis die Katze meiner Nachbarin hier für sechs Wochen eingezogen ist, die Nachbarin musste ins Krankenhaus. Katze Paulina sollte für den Zeitraum in der Wohnung meiner Nachbarin versorgt werden, aber das habe ich abgelehnt; man kann ein Tier nicht dauernd alleine lassen. Ahnung von Katzen hatte ich null. Paulina kam aus dem Tierheim und ist vorher schwerstens misshandelt worden, man fand sie mit gebrochenem Kiefer am Straßenrand. Meine Nachbarin hat sie dann im Alter von 12 Jahren aufgenommen, aber Paulina war (wie zuvor im Tierheim) traumatisiert, aggressiv, hat geschlagen und gefaucht, und unsauber war sie auch. Und dann ist sie trotz Warnungen meiner Nachbarin hier eingezogen; diese fürchtete um meine Teppichböden. Ich habe der Katze gleich gezeigt, wo das Klo ist und sie ansonsten in Ruhe die Wohnung erkundigen lassen. Mein Bett hat sie sofort erobert und auch ihre Tage darauf verbracht. Ruhe war bei ihr überhaupt das grundsätzliche Thema, denn Katzen machen sich schon bemerkbar, wenn sie etwas möchten. Manchmal kam sie maunzend zu mir, aber anfassen war nicht, sie hatte Angst vor Händen. Unsauber ist sie hier allerdings kein einziges Mal gewesen, hat immer das Klo benutzt, und ich habe sehr geheult, als ich sie wieder hergeben musste.
    Einige Monate später ist hier dann ein bestens sozialisierter kleiner BKH-Kater im Alter von 16 Wochen eingezogen. Die Züchterin wusste um die reine Wohnungshaltung (geht mitten in der Stadt nicht anders, ohne Risiken einzugehen) und hat den Kleinen entsprechend im Vorfeld nicht nach draußen gelassen. Aber schon am ersten Tag war mir klar, dass er einen Spielgefährten braucht, der seine Sprache spricht. Ich bin zwar den ganzen Tag zu Hause (arbeite von hier aus), hatte aber die Befürchtung, dass der Kater neurotisch wird, wenn er nur mich hat (er ist mir ständig hinterhergewackelt und hat gekräht). So kam vier Wochen später Nummer Zwei. Der durfte dann auch erst Mal allein die Wohnung erkunden. Nach kurzer Zeit am selben Tag danach habe ich sie dann zusammen gelassen. Eine halbe Stunde lang hat Nummer 1 Nummer 2 angefaucht (wobei ich nicht dazwischen gegangen bin), und seitdem ist Frieden, nun schon über vier Jahre lang. Sie putzen sich sogar gegenseitig, und in Babytagen haben sie immer Seite an Seite geschlafen. Ich lasse sie machen, was sie wollen, denn sie stellen keinen (resp. wenig) Unfug an, und ab und zu taucht einer tagsüber auf meinem Schreibtisch auf, um sich eine Schmuseeinheit abzuholen. Mein Fazit also: wenn es irgend geht, immer zwei Katzen resp. Kater! Die Kosten sind vergleichweise gering, der Nutzen für Tiere und Halter aber immens!
    Zur Kastration: auch bei Wohnungskatzen ein absolutes Muss. Einer meiner Kater hatte im Alter von 10 Monaten eine blutige Blasenentzündung, die zwar mit Antibiotika erfolgreich behandelt wurde, aber einige Zeit später wieder zurück kam. Mein Tierarzt wies mich dann auf die „idiopathische Zystits“ hin, das heisst im Klartext Blasenentzündung ja, aber Ursache unklar ( Schuld waren dann die Hormone) und er empfahl die Kastration. Wurde bei beiden Katern durchgeführt, und seitdem gibt es diesbezüglich keine Probleme mehr.
    Auch wenn ich nur der „Dosi“ bin, sind sie doch langmütig und freundlich, wenn es am Wochenende morgens etwas später wird. Sobald sie merken, dass ich wach bin, springen sie auf mein Bett, einer rechts, der andere links, damm wird kurz geschmust, und danach gibt es Frühstück (für die Kater natürlich zuerst).
    Ich möchte sie nicht mehr missen!
    Liebe Grüße von Lisa, Sanga und Jascha

    • Hallo Lisa,

      vielen Dank für Dein Lob!
      Ich freue mich immer, wenn ich auch mal solche Erfolgserlebnisse lesen kann (vom positiven Feedback ganz zu schweigen).
      Tatsächlich bin auch ich überzeugt, dass es mit zwei Katzen/Katern immer weniger Probleme gibt als mit einer. Vorausgesetzt, man lässt ihnen ihre Freiheiten und sie haben genügend Rückzugsmöglichkeiten. Ich glaube diese Ruhe ist für Katzen enorm wichtig, da sie ja grundsätzlich eher Einzelgänger sind.

      Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Freude an Deinen Fellnasen und danke Dir für diesen Erfahrungsbericht.
      Steffi

  33. Hallo Steffi,

    ich habe jetzt schon einige Einträge gelesen, aber trotzdem konnte ich mir meine Frage nicht ganz beantworten. Ich hoffe du kannst mir helfen.

    Zuerst möchte ich meine Situation erklären.
    Die Katze meiner Tante hat zwei Junge bekommen. Jetzt habe ich die Chance, einem der zwei ein neues Zuhause zu bieten, was ich auch liebend gerne tun würde 🙂
    Allerdings wohnen wir an einer recht stark befahrenen Straße, deswegen würde ich sie lieber nur ihm Haus halten. Das Haus ist aber ziemlich groß, ungefähr 180m² verteilt auf zwei Stockwerke. Momentan habe ich Schulferien und wenn die Kleine bereit zum Umziehen wäre, hätte ich wahrscheinlich noch eine-zwei Wochen frei und wäre den ganzen Tag Zuhause. Danach müsste ich aber wieder los und das Kätzchen wäre den gesamten Vormittag allein, da meine Eltern auch zur Arbeit müssen. Ich könnte zwar meine Oma fragen, ob sie gelegentlich nach der Kleinen schaut, aber sie kann auch nicht die ganze Zeit anwesend sein. Nachmittags/Abends wäre ich wieder da und würde meine Zeit und Aufmerksamkeit ausgiebig dem Kätzchen widmen. Leider ist es nicht möglich, das Andere auch mitzunehmen und jetzt habe ich etwas Angst, dass es dem Kleinen schlecht ergeht wenn es so lange alleine ist. Meinst du, das ist ein großes Problem?
    Ich möchte das Beste für das kleine Kätzchen und wenn das unter diesen Umständen nicht möglich ist, dann soll es in einer anderen Familie glücklich werden (auch wenn ich das natürlich sehr schade finden würde).

    Ich freue mich auf einen Rat von dir. 🙂
    Liebe Grüße, Kathi

    • Hallo Kathi,

      das ist eine tolle Einstellung, die Du hast! Nicht viele Menschen machen sich im Vorfeld so viele Gedanken um den neuen Mitbewohner.

      Darf ich fragen, warum es nicht möglich ist, beide Kätzchen zu Euch zu nehmen? Das würde die Situation erleichtern. Denn dann hätte das Kätzchen für die Zeit, in der es alleine im Haus ist, einen Artgenossen. Der tröstet, hilft gegen die Langeweile und zu zweit ist sowieso alles schöner 😉 Und zwei Katzen machen nur im ersten Moment mehr Arbeit als eines. Denn auf lange Sicht gesehen, sind zwei Kätzchen insgesamt gesünder und machen weniger Mist als eines 😀 Das nur als meine Gedanken zu einem Kätzchen, das alleine in der Wohnung gehalten wird.

      Nun aber zu Deiner eigentlichen Frage: 1-2 Wochen ist als Eingewöhnungszeit für ein kleines Kätzchen nicht sehr viel. Du musst bedenken, dass es im Grunde genommen noch wie ein Kleinkind ist. Und kleine Lebewesen, die sich langweilen oder alleine fühlen, kommen auf dumme Gedanken. Daher würde ich weniger annehmen, dass es ihm schlecht ergeht, als dass es sich eine Beschäftigung sucht, die Dir und Deinen Eltern vielleicht nicht passt.
      Aber Du schreibst auch, dass es nur vormittags alleine wäre. Um wie viele Stunden handelt es sich denn?
      Im Grunde genommen denke ich, dass es kein Problem ist, wenn ihr einige Dinge beachtet:
      – Räumt immer, bevor ihr das Haus verlasst und das Kätzchen alleine bleibt, alle Dinge weg, die kaputt gehen können oder um die es schade wären, wenn das Kätzchen sie in die Krallen bekommt.
      – Stellt gerade für den Anfang mehr als ein Katzenklo auf und deckt Sofas und Betten mit alten Decken oder ähnlichem ab, so dass gar nicht erst ein Malheur passiert.
      – Füttert das Kätzchen, bevor ihr das Haus verlasst und versteckt ihm vielleicht auch ein bisschen Futter, das es in der Zeit, die es alleine ist suchen kann. Dann ist zum einen die Zeit bis zum nächsten Futter nicht so lang und es ist beschäftigt. Ein Futterautomat kann hierbei auch helfen.

      Ich denke, wenn Du Dich, sobald Du wieder zu Hause bist, wirklich intensiv um das Kätzchen kümmerst, so dass es gar nicht erst viel Langeweile entwickeln kann, dann wird es schon klappen. Die erste Zeit könnte vielleicht ein bisschen holprig werden, aber wenn Du und Deine Eltern sich darauf einstellen und nicht sauer werden, wenn doch mal etwas angestellt wurde, dann werdet ihr euren Familienzuwachs auch genießen können.

      Wenn Du noch Fragen hast, dann stell sie gerne!
      Liebe Grüße von Steffi

  34. Hallo zusammen,

    Vor einigen Wochen mussten wir (meine Mama und ich) unsere ca. 8 jährige Katze einschläfern lassen. Wir haben sie damals mit ca. 2 Jahren aus dem Tierheim geholt.
    Es war eine sehr angenehme, ruhige Katze. Sie lag sehr viel rum und war am schlafen. An Spielzeug war sie auch nicht interessiert bzw hat sie schnell die Lust dran verloren, aber wenn sie mal raus wollte haben wir sie raus gelassen.
    Nachdem wir sie nun einschläfern mussten haben wir uns eigentlich beide dazu entschieden das wir keine neue mehr möchten, aber wie das Schicksal nun mal so will hat ein Freund von mir ungeplant, trotz Katzenpille (da es vom Tierarzt hieß die Katze sei zu zierlich für eine Sterilisation) Babykatzen bekommen. Sie sind inzwischen 12 Wochen alt, wurden geimpft und haben die Wurmkur bekommen. Ab heute wären sie also bereit in ein neues Zuhause zu kommen. Gestern hat er mich bereits mit meiner Favoritin besucht damit ich sie mir mal anschauen kann. Sie war sehr zutraulich und hat sich offensichtlich wohl gefühlt, da sie nach einer Stunde spielen auf meinem Bauch geschlafen hat.

    Nun zu meinen eigentlich Fragen.
    Meine Mama und ich gehen beide arbeiten. Somit wäre die Katze ca. 8 Stunden am Tag alleine. Ich hätte aber auch die Möglichkeit in meiner Mittagspause für 20 Minuten nach Hause zu fahren und mich um sie zu kümmern.
    Das Kätzchen hat es mir wirklich angetan, aber meine Mama hat mich auch nochmal zurück auf die Tatsachen geholt.
    Ich hätte sie wirklich total gerne aber wie ist das sie solange alleine zu lassen? Was ist wirklich angebracht bei so einer jungen Katze, wie oft, wie lange und wie intensiv wollte man sich um ein Kitten kümmern? Wenn wir sie nehmen soll sie auch sobald es möglich ist nach draußen können. Wir wohnen in einer Gegend mit sehr vielen Katzen hier passt jeder immer auf.

    Ich hoffe und denke ich finde hier die antworten die mir bei meiner Entscheidung helfen.

    LG Alina

    • Hallo Alina,

      mein herzliches Beileid zum Verlust eurer Katze. Ich weiß, wie schwer dieser Schritt ist.
      Und ich kann verstehen, dass es Dir das kleine Kätzchen angetan hat. Es sind ja auch zuckersüße Geschöpfe.
      Die Frage, die sich mir stellt: Haben Du oder Deine Mama die Gelegenheit mindestens eine besser noch zwei oder mehr Wochen Urlaub zu nehmen, wenn die Kleine bei Euch einzieht? Denn auch wenn sie sehr zutraulich gewesen ist, ist es doch eine große Umstellung für sie, wenn sie dauerhaft bei Euch einzieht und damit aus ihrer gewohnten Umgebung mit Mama und den Geschwistern gerissen wird. Wenn sie dann von Anfang an auf einmal 8 h am Tag alleine ist, dann sind Probleme vorprogrammiert. Schließlich sind 8 h eine wirklich lange Zeit, in der einem als Kätzchen sehr langweilig werden und einem viel Unsinn in den Kopf kommen kann. Und man viel Zeit hat ängstlich zu werden. Besser wäre es immer 2 Katzen aufzunehmen. Diese können sich in den ersten 6 Wochen, die sie ihr neues Zuhause kennen lernen sollten bevor sie nach draußen dürfen, gegenseitig beschäftigen.
      Eine 12 Wochen alte Katze ist mit einem Kleinkind von 3-4 Jahren zu vergleichen. Würdest Du das 8 h alleine in einer fremden Umgebung lassen? Kitten brauchen regelmäßige, immer wieder kehrende kurze Ansprachen. Also eine Spieleinheit, fressen, dann schlafen. Und nach 2, 3, 4 h geht das Ganze wieder von vorne los.

      Um also Deine Fragen konkret zu beantworten: Wenn Du oder Deine Mama nicht in den ersten zwei Wochen wirklich die ganze Zeit für das Kätzchen da sein könnt oder sogar ein zweites aufnehmen könnt, dann würde ich Dir eher von einem Kitten abraten. Denn nur weil in eurer Nachbarschaft die Leute auf Katzen aufpassen, heißt das nicht, dass sich euer Kitten nach kürzester Zeit eingewöhnt hat und sich nicht verläuft oder Ähnliches. Und das ist weder für Euch noch für Euer Kitten erstrebenswert.

      Ich hoffe, ihr findet eine Lösung!
      Steffi

  35. Hallo Steffi,

    Vielen dank für die schnelle Antwort. Alle Bedenken die du hier ansprichst, habe ich ebend auch.
    Die Möglichkeit sich Urlaub zu nehmen besteht leider nicht, da ich grade erst von meinem Urlaub zurück bin.
    Über die andere Möglichkeit, direkt zwei Kitten mitzunehmen habe ich auch schon überlegt. Jedoch denke ich das ich meine Mutter damit nicht ganz überzeugen kann, unsere Wohnung ist auch recht klein. Aber sollte das doch eine Option sein, wäre es dann „in Ordnung“ die beiden 8h alleine zu lassen? So wie du sagst würden wir ja theoretisch zwei 3-4 jährige Kinder alleine zu Hause lassen. Ist das wirklich besser?

    Ich möchte so gerne irgendwie versuchen eine Möglichkeit zu finden das ich die Katze nehmen kann. Aber ich möchte noch mehr das sie auch glücklich ist in ihrem neuen Zuhause und wenn ich ihr das leider nicht bieten kann ist das sehr traurig aber dann geht es nicht anders.

    Wirklich eine tolle Seite hier!

    LG Alina

    • Hallo Alina,

      ich finde es wirklich gut, dass Du Dir so viele Gedanken im Vorfeld machst und nicht unüberlegt ein Kätzchen aufnimmst und es dann wieder abgibst, weil es Probleme bereitet.
      Selbstverständlich können auch zwei kleine Kitten Unfug veranstalten. Und etwas zerbrechliches herumstehen- oder liegen lassen, würde ich auch dann tunlichst vermeiden. Aber wenn die beiden zu zweit sind, einen schönen Kratzbaum und vielleicht etwas Spielzeug haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich miteinander beschäftigen wesentlich größer. Klar kann beim Toben auch dann etwas kaputt gehen, aber es wird auch in 8h ohne Dich und Deine Mutter keine Langeweile aufkommen. Sie haben ja sich zum Kuscheln, Spielen, Toben. Wenn ihr dann darauf achtet, dass ihr wirklich ausreichend Katzenklos aufstellt (am Anfang bei jungen Katzen lieber eins mehr) und euch, wenn ihr zu Hause seid, um die zwei kümmert, dann sollte das funktionieren. Und zu zweit sind die beiden sicherlich auch mutiger und haben sich schneller eingewöhnt, so dass ihr sie (vermutlich) auch schneller nach draußen lassen könnt.

      Danke für Dein Lob und weiterhin viel Erfolg bei der Lösungsfindung 😉
      Steffi

  36. Hey,
    Also meine Freundin hat bald Geburtstag und ich überlege ihr eine Babykatze zu kaufen aber habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich das am Besten angehe. Zuhause haben sie 4 ausgewachsene Katzen und einen Hund.
    Ich hoffe du kannst mir weiter helfen.

    Mit freundlichem Gruß

    Salih

    • Hallo Salih,

      das ist zwar eine schöne Idee, aber ein Tier sollte niemals ohne Absprache und genaue Planung ein Geschenk sein! Weil auch wenn Deine Freundin sich sicherlich über so ein süßes Kitten freuen würde, werden die Kleinen irgendwann groß und bedeuten eine Menge Verantwortung. Gerade wenn schon 4 Katzen und ein Hund im Haushalt vorhanden sind, kann ein zusätzliches, überraschendes Tier für ganz schöne Unruhe und Probleme sorgen.
      Daher würde ich Dir dringend empfehlen, Deiner Freundin zum Geburtstag eine Plüschkatze zu schenken und erst mit ihr über Deine Idee zu sprechen!
      Wenn sie dann immer noch ein Kitten möchte und das mit den anderen Tieren keine Probleme macht, dann kannst Du Dich gerne wieder melden.
      Liebe Grüße
      Steffi

  37. Hallo Steffi,
    ich überlege mir eine Katze aus dem Tierheim zu holen. Allerdings habe ich nur eine ca. 50 qm große Wohnung. Die Katze würde aufgrund der Gefahren eine reine Wohnungskatze werden und im Urlaub immer mitfahren bzw. bei einer befreundeten Tierpension untergebracht werden.Ich arbeite halbtags und den Rest des Tages von zu Hause aus.
    Aber ich habe auch viele Bedenken, da ich noch nie selbst eine Katze hatte. Ich bin mir unsicher, ob ich der Katze damit auch wirklich etwas gutes tun würde. Denn ich möchte ja eine glückliche Katze haben.
    LG Julia

    • Hallo Julia,

      zuallererst einmal hast Du schon die besten Voraussetzungen für eine glückliche Katze: Du machst Dir schon im Vorfeld Gedanken über ihr Wohl. Das ist enorm viel wert!
      50qm sind für eine Katze sicherlich nicht wahnsinnig viel. Aber Du könntest mit einigen Tricks für mehr Platz sorgen, indem Du der Katze ermöglichst auf Schränke, Regale und Kratzbäume sozusagen weitere Ebenen zu erobern. Eine weitere gute Voraussetzung ist die Tatsache, dass Du nur einen halben Tag aus dem Haus bist. Das heißt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Deiner Katze langweilig wird, nicht sehr hoch ist.
      Wenn Du einige Tipps beachtest, dann solltest Du eine Katze sehr glücklich machen:

      • Sprich mit den Tierheimmitarbeitern offen darüber, dass es eine reine Wohnungskatze werden soll. Damit vermeidest Du, dass Du einen Freigänger „einsperrst“.
      • Entscheide Dich möglichst für eine ältere Katze. Das hat gleich mehrere Vorteile: Sie ist ruhiger und gelassener als eine junge Katze, die noch wesentlich mehr Bewegungsdrang hat. Und Du tust etwas Gutes, denn ältere Katzen sind meistens nicht mehr so gut zu vermitteln und sitzen daher lange im Tierheim.
      • Fange, sobald Deine Katze sich bei Dir eingewöhnt hat, mit Klickertraining an. Damit beschäftigst Du Dich und Deine Katze und es kann gar keine Langeweile aufkommen.

      Wenn Du diese Tipps beachtest, dann spricht eigentlich nichts gegen einen tierischen Mitbewohner.
      Bei Fragen kannst Du Dich gerne wieder melden.
      Liebe Grüße von Steffi

  38. Hallo Steffi,

    ich bin 14 Jahre alt und wünsche mir schon seit ich klein bin eine Katze, doch dieser Wunsch konnte mir bisher noch nicht erfüllt werden, da ich mit meiner Mutter in einer Wohnung gelebt habe, wo man keine Katzen halten dürfen. Jetzt sind wir aber umgezogen und wir könnten ein Kätzchen aufnehmen. Wir haben uns auch schon erkundigt und es gibt da einen Bauernhof bei dem es zurzeit Babykatzen zu vergeben gibt. Wir würden das Kätzchen zu mir holen wenn ich wieder Schulferien habe, damit es sich bei uns eingewöhnen kann. Ich weiss aber nicht ob es eine reine Wohnungskatze werden soll oder ein Freigänger, ich tendiere dabei zu Freigänger. Wir wohnen in einer Wohnung im 2. Stock mit Balkon, haben aber einen relativ großen Garten der an einer mittelmäßigbefahrenen Straße grenzt. In der untersten Wohnung gab es schon mal eine Katze und es gibt auch sehr viele freilaufende Katzen in unserem Viertel. Trotzdem mache ich mir Sorgen das die Katze sich irgendwie verletzen könnte wenn wir nicht da sind, denn meine Mutter und ich sindvormittags an Wochentagen nicht da, sodass das Kätzchen für mindestens ca. 5 Stunden alleine wäre. Ist das zuviel? Und was kann ich tun damit sie nicht versehentlich aus dem Balkon fällt? Außerdem stellt sich mir noch die Frage welches Geschlecht das Kätzchen haben sollte, denn meine Mutter und ich haben keinerlei Katzenerfahrung und sind uns unsicher. Dann würde ich noch gerne wissen ob man unseren 4 Wellensittichen die Katze zumuten kann, wenn das nicht möglich wäre (was ich glaube) dann würden wir unsere Vögel auch bei meiner Oma unterkriegen.

    Danke schon mal im Vorraus. (Tipps sind willkommen!)

    Mit freundlichen Grüßen,
    Natalia 🙂

    • Hallo Natalia,

      bei einer einzelnen Katze und der Möglichkeit, würde ich auch zu einem Freigänger tendieren. Natürlich ist die Verletzungsgefahr für einen Freigänger potentiell höher als für eine reine Wohnungskatze. Dafür ist die Lebensqualität für eine einzelne Katze mit Freigang besser als für eine einzeln lebende Wohnungskatze, die so viel alleine ist, wie es eure wäre.
      Um es ihr noch komfortabler zu machen, würde ich an eurer Stelle auf eurem Balkon eine Katzenleiter anbringen, so dass sie über die Leiter in den Garten kann. Dann braucht ihr keine Angst haben, dass sie mal vom Balkon fällt – was sie vermutlich relativ unbeschadet überstehen würde, wenn sie auf ebenen Boden aufkommt. Wenn ihr dann noch auf eurem Balkon eine wetterfeste Kiste aufstellt, dann kann eure Katze dort getrost auch mal etwas länger auf euer Nach-Hause-Kommen warten.

      Ob eure Vögel die Katze tolerieren, müsst ihr ausprobieren. Es liegt daran, wie stark der Jagdtrieb eurer Katze ist. Und wie stark die Nerven eurer Vögel 😉 Es gibt durchaus Beispiele, wo Katzen und Vögel friedlich miteinander leben. Dabei ist es unerheblich, ob ihr eine Katze oder einen Kater zu euch nehmt. Kastrieren lassen solltet ihr dringend beide Geschlechter und danach sind sie ähnlich ruhig. Es kommt immer auf den Charakter der Katze an. Es gibt genauso wilde oder sanfte Katzen wie Kater.

      Ich hoffe die Tipps helfen Dir weiter.
      Steffi

  39. Hallo ihr lieben, wir haben uns entschlossen ein Kätzchen aufzunehmen, ein kleines Mädchen. Da sie eine reine WohnungsKatze wird und wir auch den halben Tag weg sind würde ich gerne wissen ob es dann nicht besser ist noch ein Geschwisterchen mitzunehmen. Was meint ihr und wäre dann eine Katze oder ein Kater besser.
    Liebe grüße Sabrina

    • Hallo Sabrina,

      so lange genügend Platz zur Verfügung steht und nicht irgendetwas anderes dagegen spricht, würde ich immer für zwei Katzen plädieren. Umso besser, wenn es gleich von Anfang an Geschwister sind, die sich kennen und gemeinsam aufgewachsen sind. Es ist ja immer schöner, wenn man einen Artgenossen dabei hat. Sowieso und ganz besonders, wenn so wie bei euch die Katze auch eine Weile alleine wäre.
      Wenn es Geschwister sind, dann ist es im Grunde genommen egal, ob zu dem Kätzchen ein anderes Kätzchen oder ein Katerchen kommt. Man sagt Katzen nach, dass sie zickiger sind als Kater. Ich denke, dass das sehr auf den Charakter ankommt. Und kastrierte Tiere sind in der Regel eh etwas ruhiger und verschmuster. Aber wie bei allem gibt es auch dort Ausnahmen. Das macht es ja so spannend mit den Stubentigern 🙂
      Viel Spaß mit den neuen tierischen Familienmitgliedern.
      Steffi

  40. Hallöchen,

    mein Freund und ich wollen uns eine Katze, besser gesagt einen Kater, anschaffen 🙂
    Da wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen, muss es eine Wohnungskatze werden und leider können wir nur eine Katze aufnehmen.. Ich selber arbeite zwar 8 Stunden pro Tag aber mein Freund hat Schichtarbeit.. Das bedeutet, der Kater würde 2 Mal alle 10 Tage 8 Stunden alleine sein, 2 Mal alle 10 Tage für ca 4 Stunden alleine sein und sich sonst immer rund um die Uhr mit mir oder meinem freund beschäftigen.
    Ist das okay für einen Kater und kann er sich daran gewöhnen?
    Da wir ja kein Kitten nehmen können, da wir es ihm unfair gegenüber fänden, würden wir auf jeden Fall aus dem Tierheim oder privat eine Katze nehmen die schon als Wohnungskatze und als Einzelgänger aufgewachsen ist.
    Wenn das für den Kater okay ist, freuen wir uns jetzt schon riesig, bald ein neues Mitglied zu haben 🙂

    • Hallo Katharina,

      bitte entschuldige meine späte Antwort. Im Moment sind es eine Menge Anfragen, die uns erreichen.
      Ich finde es gut, dass ihr eine Katze aus dem Tierheim aufnehmen wollt. Dort findet ihr auch sicherlich einen Kater, der als Einzelgänger aufgewachsen ist und den ihr zwischen durch alleine lassen könnt.
      Alle 10 Tage 2x 8 Stunden alleine lassen ist viel weniger als viele andere Katzen alleine gelassen werden. Wenn ihr euch auch sonst darum kümmert, dass dem Katertier nicht langweilig wird, wenn er als einzige Katze bei euch lebt, dann spricht sicherlich nichts dagegen.

      Ich wünsche Euch viel Spaß miteinander!
      Steffi

  41. Hallo Steffi, auch bin begeistert von deinen ganzen ausführlichen Antworten hier ;-)!
    Wir haben seit 4 Wochen eine Katze, mittlerweile ist sie ca. 14 Wochen alt. Momentan noch drinnen, wir waren mit ihr schon an der Leine im Garten spazieren.Täglich mittlerweile ;-)…sie soll also eine Freigängerin werden, aber eh das soweit ist, vergehen ja noch ein paar Monate, Kastration wohl im Januar rum – ist es wirklich so schlimm, wie man häufig liest, weil sie alleine bei uns ist, also ohne Artgenossen? Maximal alleine am Tag ist sie 6,7 h, oft weniger, denn dann kommt der Große (12J) aus der schule und kümmert sich liebevoll:-). Aber Katzenkumpel hat sie eben nicht, und ich hab Angst, das sie Probleme mit andern Katzen kriegt, wenn sie dann mit etwa 6 Monaten richtig frei raus darf – was meinst du? Lg Katta

    • Hallo Katta,

      vielen Dank für das Lob! Und entschuldige die späte Antwort. Im Moment bekommen wir so viele neue Kommentare und Anfragen, dass die Beantwortung länger dauert als die üblichen paar Tage.

      Nun aber zu Deiner Frage:
      Auch wenn man Katzen nachsagt, dass sie Einzelgänger sind, brauchen sie doch den Kontakt zu ihren Artgenossen. Stell Dir einfach mal vor, dass Du ganz alleine in einem völlig fremden Land gestrandet bist, wo Du weder die Sprache noch die Gebräuche und Sitten kennst. Da würdest Du Dir auch wenigstens einen Menschen wünschen, der Dich versteht, ohne dass Du Dich bei der Kommunikation fürchterlich anstrengen musst. Oder? So ähnlich kann man sich die Situation einer allein gehaltenen reinen Wohnungskatze vorstellen. Allerdings gibt es (sowohl unter den Menschen als auch den Katzen) natürlich stärkere Einzelgänger und stärker sozial veranlagte Lebewesen. Insofern hängt das „Leiden“ sehr stark vom Einzelnen ab.
      In Eurer Situation ist es noch ein bisschen anders, weil Eure Katze bei ihrem Freigang Kontakt mit anderen Katzen kaum vermeiden kann. Sie kann dort also „kätzisch“ sein. Ich glaube auch tatsächlich nicht, dass sie innerhalb von 6 Monaten ihr gesamtes Katzenverhalten abgelegt hat.
      Insofern möchte ich Dich beruhigen.
      Ja, es ist nicht ideal, eine Katze alleine aufwachsen zu lassen – weil nun mal auch Kinder beim Spielen keine andere Katze ersetzen können – aber es ist immer noch besser, als sie ihr ganzes Leben lang alleine zu halten.

      Ich hoffe, dass ich Dir Deine Angst nehmen konnte. Wenn noch Fragen sind, melde Dich gerne wieder.
      Ich wünsche Euch ganz viel Spaß miteinander – insbesondere an Eurem ersten Weihnachtsfest mit Eurem tierischen Familienmitglied.
      Liebe Grüße von Steffi

  42. Hallo!
    Ich bin Katzenneuling, mein Partner hatte aber immer Katzen und wollte gern wieder eine haben, wenn er mal ein Haus mit Garten hat. Dieser Wunsch ging letztes Jahr in Erfüllung und jetzt überlege ich, ob er zu seinem runden Geburtstag im November den anderen Wunsch erfüllt bekommt.
    Deshalb schaue ich die Tage nach Katzenbabys, denn wir haben eine zweijährige Tochter und darum möchte ich das neue Familienmitglied lieber von klein auf integrieren. Es soll keine Rassekatze werden, nur ein Charakter – und das ist meine eigentliche Frage – ich bin erstaunt, was die Leute tw. für Preise verlangen. Haben Sie eine Empfehlung, wieviel „Schutzgebühr“ man für ein Kätzchen nehmen kann? Manchmal sind sie schon geimpft, meistens entwurmt, aber natürlich noch nicht kastriert und dennoch variieren die Kaufpreise von 60-200 Euro.
    Leider (oder zum Glück) ist unser Haus ein altes und wird zur Zeit von uns renoviert. Das frisst eine Menge hart verdientem Geld und deshalb will ich keine großen Sprünge machen. Ich verstehe aber, wenn die Katzenbesitzer nicht auf Unkosten sitzen bleiben wollen.
    Würde mich freuen, wenn Sie mir hier eine Hilfestellung geben könnten.

    Viele Grüße
    Miriam

    • Hallo Miriam,

      bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Momentan erreichen uns so viele Anfragen und Kommentare, dass es ein wenig dauert, bis diese beantwortet werden können.

      Nun zu Ihrem Anliegen:
      Ich würde immer dazu raten, sich an ein Katzen- oder Tierheim zu wenden, wenn es um die Anschaffung einer neuen Katze geht und es keine bestimmte Rasse sein soll. Denn leider ist es so, dass es sehr viele schwarze Schafe gibt, die mit Katzenbabys Geld verdienen wollen und sich wenig darum kümmern, ob und wie diese vermittelbar sind. Dieses Verhalten sollte man nicht auch noch unterstützen.
      In den meisten Tierheimen gibt es mehr als genug junge und alte Katzen. Dort müssen Sie (i.d.R.) auch keine Sorgen haben, dass die Schutzgebühr erhoben wird, um sich zu bereichern. Gute Tierheime schaffen es, dass Sie die geeignete Katze erhalten, die entwurmt und geimpft und nach Möglichkeit bereits kastriert ist. Es muss in Ihrem Fall meiner Meinung nach nicht zwangsläufig ein Kitten sein. Eine Katze, die Kinder gewohnt ist, würde sich auch hervorragen eignen.
      Daher wäre mein aufrichtiger Tipp: Gehen Sie zu einem Tierheim. Davon gibt es mehr als genug. Und Sie tun nicht nur Ihrem Partner einen Gefallen mit einer neuen Katze, sondern auch der Katze, die aus dem Tierheim heraus darf und dem Tierheim, das Platz für ein neues herrenloses Tier hat.

      Viel Spaß mit dem neuen tierischen Familienmitglied
      Steffi

  43. Hallo Steffi,

    meine Tochter (7) und ich hätten gerne eine Katze. Zu unserer Wohnsituation:
    Wir zwei wohnen in einer 4 Zimmerwohnung 1. Etage mit Balkon. Der darunter liegenden Garten gehört meinen Eltern und ich könnte der Katze eine Möglichkeit schaffen runter zu „klettern“ da ich schon gerne einen Freigänger hätte. Die Frage stellt sich mir, da ich keine Katzenklappe einbauen kann, kann ich die Katze daran gewöhnen zu meinen Bedingungen / oder ihren Bedürfnissen rein und raus zu gehen? Macht man das zu festen Uhrzeiten oder so wie man (wer auch immer von uns dreien ) möchte? Ich arbeite 4 Tage von zu Hause aus und ein tag im Büro für ca. 7 Stunden, ich hoffe noch ca. 3 Jahre lang. Danach muss ich wieder in Vollzeit ins Büro und bin dann fast 9 Stunden Abwesend.
    Wir hätten gerne ein Katzenbaby , ab wann gewöhnt man sie denn ans raus gehen? Und schafft sie es Nachdem wir sie ca zwei Wochen haben (da wollte ich Urlaub nehmen ) den einen tag wo ich ins Büro muss schon alleine zu bleiben? Ich möchte gerne alles richtig bei unseren ersten Katze machen.

    Danke schonmal im Vorraus

    Viele Grüße
    Anja

    • Hallo Anja,

      bitte entschuldige die späte Antwort. Uns erreichen momentan so viele Anfragen und Kommentare, dass es leider ein bisschen länger dauert, bis diese beantwortet werden können. Und leider schlüpfen uns dann auch mal Kommentare durch die Lappen. So wie Deiner. Entschuldige noch einmal!
      Nun aber zu Deinen Fragen:
      Ja, Du kannst Deine Katze daran gewöhnen zu festen Zeiten nach draußen zu gehen und wieder hinein zu kommen. Das ist sogar sehr sinnvoll, es so zu machen und die Zeiten mit den Futterzeiten zu verbinden, damit Du sie beispielsweise bei Bedarf im Haus hast (Tierarztbesuch etc.). Zusätzlich kannst Du auf Eurem Balkon ein Katzenhaus/ eine Kiste aufstellen, in die sie sich verkriechen kann, falls es mal länger dauert oder regnet oder ähnliches. Eine Katzenleiter aus dem 1. Stock in den Garten stellt für Katzen auch keine großen Probleme dar.
      Für die Eingewöhnung rechnet man mit mindestens 6 Wochen. Ich würde allerdings jede Katze erst hinaus lassen, wenn sie kastriert worden ist. Von daher hängt der Zeitpunkt ein wenig von dem Kitten und Eurem Tierarzt ab. Wenn ihr ein nicht allzu kleines Kitten aufnehmt (also mindestens 16 und keine 12 Wochen oder jünger), dann sollte es den einen Büro-Tag ohne größere Probleme überstehen. Du solltest nur im Vorfeld sicher stellen, dass alles zerbrechliche vorsichtshalber weggeräumt wird. Letztendlich lässt Du ja quasi ein Kleinkind allein zu Hause 🙂
      Die Gewöhnung an den Freigang und die Katzentreppe würde ich langsam und Schritt für Schritt angehen. Also wenn sie sich nach 6 Wochen in Eurer Wohnung vollkommen sicher und angstfrei bewegt, dann könnt ihr mir ihr zusammen auf den Balkon gehen und die Zeiten dann verlängern. Ihr solltet dort dann von Anfang an ihr Katzenhaus stehen haben, so dass sie sich gleich daran gewöhnen kann. Wenn sie dann kastriert ist und sich auch auf dem Balkon sicher bewegt, könnt ihr ihr die Katzentreppe und den Garten zeigen. Immer Schritt für Schritt und nicht zu viel auf einmal. Schließlich wollt ihr ja, dass sie eure Wohnung als Zuhause sieht und immer wieder zurück kommt.

      Ich hoffe, das hat Dir geholfen.
      Wenn nicht, melde Dich gerne noch einmal.
      Liebe Grüße
      Steffi

  44. Liebe Steffi, vielen Dank für deine Mühe und tollen Antworten, großartige Arbeit!

    Ich möchte ebenfalls kurz deine Meinung, da ich Angst habe, dass unsere kleine Katze unglücklich werden könnte.

    Wir haben seit einer Woche einen 15 Wochen alten Kater. Er ist großartig, lieb, toll zu den Kindern (4 und 8 Jahre) anhänglich, verspielt und absolut geliebt. Wir haben ihn bei seinen Geschwistern und Mutter öfter besucht und eigentlich hat er sich uns ausgesucht. Er wohnt natürlich erstmal bis zur Kastration Anfang 2016 im Haus (160qm). Ich bin 3x die Woche für 3,5 Stunden aus dem Haus arbeiten und vielleicht noch zwischendurch kurz für Besorgungen, ansonsten ist hier viel los im Haus. Nachts schläft er beim großen Sohn, da er nicht ins Schlafzimmer darf, da mein Mann Allergiker ist. So klappt es gut und mein Mann reagiert kaum und so soll es bleiben. Später wird der Kater ja sicher viel draußen sein und dies hatte mit einem zugelaufenen Kater vor einigen Jahren auch gut geklappt.

    Ich hoffe es sind gute Voraussetzungen, da eine zweite Katze nicht geht, da ich Angst hab, dass mein Mann doch leidet.

    Oder müssen wir es doch in Betracht ziehen, nicht dass unser Süßer unglücklich wird…

    Viele Grüße
    Ninja

    • Liebe Ninja,

      bitte entschuldige erst einmal die späte Antwort. Uns erreichen momentan so viele Anfragen und Kommentare, dass es momentan nicht ganz so schnell geht, diese zu beantworten.
      Dann habe vielen Dank für Dein Lob. Ich freue mich tatsächlich jedes Mal, wenn ich lese, dass ich Leuten helfen kann.
      Ich finde es toll, dass Du Dir so viele Gedanken um Euer tierisches Familienmitglied machst! Ich bin überzeugt, dass Katzen von so mitfühlenden und mitdenkenden Menschen gar nicht unglücklich sein können.
      Und das glaube ich bei Eurem Kater auch wirklich nicht. Gerade weil Du so viel zu Hause bist, er in Deinen Kindern Spielkameraden hat, die ihm die Zeit bis zu seinem Freigang verkürzen können und er dann ja Freigang bekommen soll, bin ich überzeugt, dass er ein sehr glücklicher Kater ist und bleiben wird.

      Ich wünsche Euch ganz viel Spaß miteinander!
      Sollte sich noch eine Frage auftun, dann melde Dich gerne wieder.
      Ganz herzliche und dankbare Grüße von Steffi,
      die sich immer wieder über so tierliebe Leser freut 🙂

  45. Liebe Steffi

    vielen dank für deine mühe und tollen tipps!

    darf ich trotzdem lästig sein und dich um rat bitten?
    in meinem freundeskreis suchen 2 zuckersüße 1 1/2 jährige katzenmädis ein neues zu hause und ich bin am überlegen sie bei mir aufzunehmen
    ich mag katzen und hätte selbst auch gerne welche, es ist halt einfach keine „zwischen tür und angel“-entscheidung und ich möchte es richtig machen und will dass sie glücklich sind und sich wohl fühlen
    wie mach ich den beiden diesen „umzug“ leichter?
    lg yvonne

    • Hallo Yvonne,

      vielen Dank für Dein Lob.
      Und keine Sorge: Kommentare sind mir nicht lästig und ich freue mich um jede Bitte um Rat. Denn das zeigt mir, dass da noch mehr Menschen sind, die sich Gedanken um unsere tierischen Mitbewohner machen.

      Für Katzen ist ein Umzug in ein neues Zuhause nie leicht. Was ihnen dabei hilft, sind bekannte Gerüche. Also falls es nicht am besten gestern schon passiert sein muss, besuche sie regelmäßig und bringe immer mal benutze Handtücher oder einen alten getragenen Pullover o. Ä. von Dir mit, den Du ihnen in ihren Körbchen lässt, so dass sie sich an Deinen Geruch gewöhnen können.
      Wenn Du sie dann zu Dir holst, ist es wichtig, dass sie zum einen Ruhe haben, um sich langsam an Deine Wohnung zu gewöhnen. Und zum anderen ist es auch hier von Vorteil, wenn bekannte Gerüche vorhanden sind. Ich weiß ja nicht, warum sie abgegeben werden, aber gut wäre, wenn sie möglichst viel „Zubehör“ dabei haben. Also wenn Du ihre Körbchen mitnehmen könntest, vielleicht sogar ihre Katzenklos und / oder Kratzbäume. Halt alles, was sie sich wohl und zu Hause fühlen lässt.
      Für den Anfang solltest Du auch keine weiteren Veränderungen einführen. Benutz das Katzenstreu, das sie gewöhnt sind, füttere das Futter, das sie mögen aus Näpfen, die sie kennen.

      Wenn Du das beachtest, dann sollten sich die Zwei bei Dir schnell wohl fühlen und glücklich werden.

      Falls Du noch Fragen hast, melde Dich gerne wieder.
      Liebe Grüße
      Steffi

  46. Hallo Steffi
    Danke für deinen tollen Artikel er hat mir so viele Fragen beantwortet. Nun möchte ich gerne zwei Kitten kaufen, da sie leider öfter mal alleine sein werden und ich sie in der Wohnung halten möchte. Der Platz ist kein Problem da die Wohnung gross genug ist. Ich habe aber keine Kittengeschwister gfunden sondern zwei einzelne von unterschiedlichen Haltern. Würde das gehen und wenn ja wie stelle ich dies am besten an dass sie sich anfreunden und verstehen?
    Danke vielmals für deine Antwort.
    Liebe Grüsse Selina

    • Hallo Selina,

      vielen Dank für das Lob! Ich freue mich immer sehr, wenn meine Artikel hilfreich sind.
      Ich finde es gut, dass Du gleich zwei Kitten bei Dir aufnehmen willst.
      Vermutlich wird es bei kleinen Kätzchen auch noch keine großen Probleme geben, sie aneinander zu gewöhnen. Es gibt nur natürlich auch unter Katzen solche, die sich nicht riechen können und sich nie verstehen werden. Daher ist es immer ein bisschen einfacher, wenn man zwei Katzen aufnimmt, bei denen man schon weiß, dass sie sich mögen.
      Sollen es denn unbedingt Kitten sein? Und willst Du sie sofort aufnehmen? Denn spätestens im Mai werden die Tierheime wieder voll sein mit zahlreichen Kitten, die ein Zuhause suchen. Da ist Deine Chance auf Geschwister natürlich deutlich größer.
      Oder falls Du nicht mehr so lange warten willst, kannst Du auch jetzt im Tierheim nach etwas älteren Geschwistern schauen.

      Wenn es aber unbedingt die beiden Kitten sein sollen, dann hilft am Anfang vor allem Geduld. Und Du solltest darauf achten, dass die beiden die Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen, bis sie sich aneinander gewöhnt haben. Und das nicht nur beim Schlafen, sondern auch beim Fressen und dem Geschäft im Katzenklo. Also verwende zwei Näpfe, die nicht zu nah nebeneinander stehen und stelle mindestens drei Katzentoiletten auf, damit sie immer eine saubere zur Verfügung haben.

      Ich wünsche Dir ganz viel Spaß mit Deinen neuen tierischen Familienmitgliedern.
      Wenn noch Fragen sind, dann stell sie gerne.

      Liebe Grüße
      Steffi

      • Hallo ich hätte mal eine frage wir haben unseren Kater jetzt schon seit etwas über einem Jahr und am Anfang War er stubenrein aber zwischendurch später fing er an immermal irgendwohin zu pinkeln und zum Schluss jetzt auch zu kacken. Das Problem ist aber das wir echt schon total viel probiert haben wir haben probiert saß streu zu wechseln und haben ihn auch öfter ins katzenklo gesetzt uns wurde auch empfohlen die Katze in das gepieselte zu dutschen und ihn ins Klo zu setzen aber das brachte auch nichts… mittlerweile sind wir echt verzweifelt und wissen nicht weiter auch wenn wir unseren Kater lieb haben haben wir schon darüber nachgedacht ihn weg zu geben …

        • Hallo Saleha,

          zu aller erst einmal: Bitte dutsche Deinen Kater NIEMALS WIEDER in sein Gepieseltes! Ich weiß nicht, wer Dir diesen Tipp gegeben hat, aber von Katzen hat derjenige keine Ahnung! Denn Katzen empfinden das einfach nur als Bestrafung und können das auf gar keinen Fall mit der Unsauberkeit in Verbindung bringen. Es kann sein, dass Du damit die Unsauberkeit verstärkt hast. Denn gerade wenn Du nur eine Katze oder Kater hast, dann bist Du seine einzige Bezugsperson. Und wenn er unsauber ist, dann hat das einen Grund. Eine Katze ist niemals aus Trotz oder bösem Willen unsauber, sondern immer aus einer Not heraus. Und wenn Du Dir jetzt vorstellst, dass Dein Kater in Not ist und Du ihn dann auch noch bestrafst, dann ist sicherlich nachvollziehbar, dass ihn das noch mehr verstört!

          Was kannst Du also tun?

          • Geh mit Deinem Kater zum Tierarzt und kläre ab, ob er krank ist!
          • Schau kritisch auf Eure Katzentoiletten-Situation
          • Beobachte, wann der Kater unsauber ist. Was ist dem voraus gegangen? So kannst Du herausfinden, was ihn verstört.

          Es ist immer Detektivarbeit, da uns unsere Stubentiger leider nicht sagen können, was sie stört.
          Ich kann Dir dazu auch mein Buch „(un)saubere Katzen“ ans Herz legen. Dort findest Du eine Menge mehr Tipps und Tricks rund um das Thema Unsauberkeit bei Katzen. Ebenso wie in unseren Ratgeberartikeln 10 Tipps gegen unsaubere Katzen und Pinkeln oder Markieren .

          Wenn Du danach noch Fragen hast, dann melde Dich gerne wieder.
          Liebe Grüße Steffi

  47. Hallo Steffi,
    Ich habe folgendes Problem:
    Ich würde mir herzendsgerne eine Katze holen aber leider hat meine Mutter eine Abneigung gegen Katzen. Ist es irgendwie möglich sie davon zu überzeugen?
    Evt. mit einer kurzen Testphase oder deresgleichen?
    Lg Leon

    • Hallo Leon,
      Menschen, die eine Abneigung gegen Katzen (oder Hunde) haben, vom Gegenteil zu überzeugen, ist schwierig. Eine Testphase ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen. Denn das ist für die Katze purer Stress. Und was machst Du, wenn sich Deine Mutter nicht überzeugen lässt?
      Ich würde damit anfangen, nachzufragen, wogegen genau die Abneigung besteht. Vielleicht ist es Unwissenheit, Angst oder gelerntes Verhalten. Vielleicht gab es mal unangenehme Ereignisse? Wenn Du weißt, was genau Deine Mama stört, dann kannst Du dort ansetzen, um sie vielleicht doch noch zu überzeugen.
      Liebe Grüße von Steffi

  48. Hallo,
    ich habe auch zwei Angelegenheiten, bei denen ich etwas besorgt bin. Ich habe vor drei Tagen zwei Wohnungskater aufgenommen, die aufgrund einer Allergie abgegeben werden mussten. Sie sind 3 und 4 Jahre alt und kastriert. Der ältere der Beiden ist sehr sensibel und leidet sehr unter seinem Umzug. Bisher hat er jede Nacht ein großes Maunzkonzert gegeben, ist um unser Bett geschlichen und hat alles angeköpfelt was er finden konnte. Außerdem verweigert er jetzt schon seit 2 Tagen Futter. Zumindest hat er nichts in meinem Beisein gegessen. Ich bin jetzt total unschlüssig was ich machen soll. Wenn eine Katze so lange nicht frisst, kann das ja auch gefährlich sein.

    Außerdem finde ich es sehr seltsam, dass sich die beiden jetzt fast jedes mal, wenn sie sich begegnen anfauchen, obwohl sie sich vorher ganz gut verstanden haben (meine Vorgängerin meinte sie kuscheln, ignorieren sich und fauchen sich auch an). Müssen die beiden jetzt erstmal auspokern wer der Boss ist? Renkt sich dieses Verhalten wieder ein? Und wie große Sorgen muss ich mir wegen des Essens-Verweigerung machen?

    • Hallo Hanna,
      da hast Du Recht: Wenn Katzen nichts essen, dann kann das schon nach einer relativ kurzen Zeit gefährlich werden. Denn der Katzenkörper ist für lange Hungerphasen nicht ausgelegt. Allerdings ist es auch relativ normal, dass nach so einem traumatischen Erlebnis wie einem Umzug das Essen etwas zu kurz kommt. Ich vermute ganz stark, dass der Kater „heimlich“ frisst, wenn es ganz ruhig ist und er sich unbeobachtet fühlt. Denn um in Ruhe in Deiner Gegenwart zu fressen, braucht er Vertrauen. Und woher soll er das jetzt schon nehmen? Für ihn bzw. für beide Kater ist es gerade eine Ausnahmesituation. Daher sicherlich auch die Faucherei, die mit großer Wahrscheinlichkeit eher ein Schimpfen über die Situation im Allgemeinen ist als ein „Ich kann Dich nicht leiden“.
      Ich würde mir an Deiner Stelle noch nicht so viele Gedanken machen. Du kannst versuchen, ihn mit Leckerlies zu überreden, etwas zu fressen. Das stärkt zudem auch eure Beziehung. Ansonsten brauchst Du einfach ein bisschen Geduld. Anfangs kann es auch helfen an mehreren Orten in der Wohnung kleinere Snacks aufzustellen. Bevorzugt an ruhigen Orten, an die man sich als Katze gerne zurückziehen möchte.

      Ich hoffe, dass ihr euch schnell aneinander gewöhnt und eine wundervolle Zeit haben werdet!
      Liebe Grüße Steffi

      • Danke für deine Antwort, Steffi.

        Und ich kann wirklich bestätigen dass sich vieles gebessert hat. Der schüchterne Nero hat sich zwat immer noch nicht ganz an alles gewöhnt und versteckt sich viel aber er frisst (auch wenn man da schon ziemlich hinterher sein muss). Tagsüber kommt er kaum aus seinen Verstecken raus, nur Nachts fühlt er sich sicher und inspiziert alles (auch uns) und kommt ans Bett und fängt heftig an zu maunzen. Dabei ist es auch gar nicht so leicht ihn zu beruhigen. Können wir etwas tun, damit er Nachts nicht so nervös ist? Leider will er noch nicht so richtig mit uns spielen, sonst könnten wir ihn so etwas ‚auspowern’…

        Der andere sehr kontaktfreudie Kater, schläft schon bei uns im Bett… Bei ihm ist es so, dass er seit dem Umzug (vor 1,5 Wochen) einen Schnupfen hat und jetzt sind wir uns nicht sicher ob es doch einmal zum Tierarzt gehen müsste… Er hat aber nur eine laufende Nase und niest häufig. Kein gelber Schleim, keine dicken Augen. Die Impfung gegen Katzenschnupfen wäre genau jetzt fällig, andererseits wollen wir auch nicht schon wieder so einen Stress anzetteln. Nicht so leicht. Was sagt die Expertin? 😉

  49. Hallo,

    Mein Schatz hat mir zum Geburtstag ein tolles Geschenk gemacht: ich darf mir eine kleine Katze aussuchen :-))) ich habe nun viel gegoogled und habe nun noch mehr Fragen als vorher :-/ da diese Seite die besten Tipps hat wende ich mich damit einfach mal hier an euch:

    1. ich hatte noch nie eine Katze und habe jetzt gelesen Vorallem kleine Katze sollten nicht zu lange allein sein :-O da er definitiv gesagt hat ich darf mir eine Katze und nicht mehrere aussuchen habe ich nun folgendes Problem wir sind beide berufstätig arbeiten aber beide zu etwas unterschiedlichen Uhrzeiten so dass die Katze maximal an wenigen Tage 6 Stunden (wirklich eher selten) allein wäre wir haben aber dafür sowohl vormittags als auch abends dann immer einer von uns Zeit um uns mit ihr zu beschäftigen zu spielen zu schmusen etc
    Wäre das schon zu lang um sie allein zu lassen?

    2. ich hab keine Ahnung wie und wo ich an einen vertrauenswürdigen Züchter oder Vermittler zu kommen und online ist das Angebot einfach zu groß an wen wende ich mich am besten?

    3. unsere Wohnung ist Ca 75 qm groß sind da wirklich zwei Katzenklos nötig ? Ich hatte gedacht eines im Bad würde reichen ?! Wir würden ihr einen kratzbaum im Schlafzimmer und kletter/Kratz Möglichkeiten im Wohnzimmer bieten außerdem eben sowohl im sz als auch wz jeweils eine schlaf/kuschelmoglichkeit

    3. wir haben ein garten dennoch da wir in Stadt wohnen denke ich dass eine Hauskittel wohl besser wäre oder beschränke ich dadurch meine Katze ?

    Ich hoffe auf tolle Tipps schon mal danke 🙂
    Aline

    • Hallo Aline,
      vielen Dank für das Lob! Ich freue mich immer, wenn unsere Seiten hilfreich sind.
      Eine Katze ist wirklich ein schönes Geschenk und dass Du Dir schon im Vorfeld so viele Gedanken machst, ist es auch ein wohlüberlegtes Geschenk.
      Nun zu Deinen Fragen:

      1. Es ist richtig, dass gerade Kitten nicht zu lange alleine zu Hause bleiben sollten. Zum einen weil sie sich alleine fühlen und zum anderen weil sie dann auf dumme Gedanken kommen könnten. Gerade wenn sie noch sehr jung sind, sind sie vergleichbar mit Kleinkindern. Die würde man ja auch nicht alleine zu Hause lassen. Daher wären meine Tipps: entweder keine ganz junge Katze zu sich nehmen oder am Anfang für die Eingewöhnungsphase Urlaub nehmen, so dass erst einmal jemand da ist und ihr die Kleine langsam an die neue Umgebung und das Allein sein gewöhnen könnt.
      2. Meine Empfehlung für eine Katze ist immer das nächste (oder übernächste) Tierheim. Sicherlich gibt es auch da bessere und weniger kompetente, aber in der Regel schaut man sich diese ja vorher an. Und dabei kannst Du dann gleich auch Fragen stellen zu dem Ablauf, den Katzen und auch alle Deine Fragen los werden. Wenn die Mitarbeiter sich Zeit nehmen und Du das Gefühl hast gut aufgehoben zu sein, dann spricht nichts dagegen von dort eine Katze zu holen. Dabei ist die Gefahr geringer an jemanden zu geraten, der seine Katzen nur des Geldes wegen vermehrt.
      3. Die Anzahl der Katzenklos hängt leider nicht von der Größe der Wohnung ab, sondern von der Anzahl der Katzen. Sicherlich kann es auch reichen nur ein Katzenklo zu haben, wenn dieses mehr als 1x am Tag gereinigt wird. Aber das Katzenklo ist eine der Hauptursachen für Unsauberkeit bei Katzen. Das sollte man als Katzenbesitzer immer im Hinterkopf haben.
      4. Die Frage nach Freigang oder nicht ist immer am schwersten zu beantworten. Es ist auf jeden Fall Fakt, dass Du eine reine Wohnungskatze fordern musst, damit sie keine Verhaltensauffälligkeiten entwickelt. Insbesondere gilt das, wenn die Katze alleine ist. Das bedeutet, dass nur kuscheln und ab und an spielen nicht ausreichend ist. Eine einzelne Wohnungskatze braucht mehr als das. Was eine schöne Möglichkeit ist die Katze zu fordern, ist Clickertraining. Das hat den großen Vorteil, dass Du damit Deiner Katze beibringen kannst an der Leine zu gehen. SO könnte sie unter Deiner Aufsicht nach draußen in euren Garten. Denn den ganz ungenutzt zu lassen, ist für die Katze auch schade.

      Ich hoffe, dass ich Dir einige Deiner Fragen beantworten und Dir ein bisschen Unsicherheit nehmen konnte.
      Wenn noch weitere Fragen sind, dann melde Dich gerne wieder.
      Liebe Grüße
      Steffi

  50. Hi,

    Danke für die Tipps wir werden uns mal an ein Tierheim wenden und da uns genau informieren ☺️ Wenn wir dann seinen Spatz da haben gebe ich Rückmeldung wie es gelaufen ist ☺️

  51. Hallo
    Ich bin 13 Jahre alt und meine Eltern und ich sind uns sicher das wir uns zwei Kitten holen wollen .Wir haben uns sehr genau mit dem Thema beschäftigt . Meine Eltern sind berufstätigt und ich muss in die Schule.
    Die Katzen könnten auch nicht aus der Wohnung da wir an einer sehr befahrenen Straße wohnen .Währe es den ok die Katzen 4-5 Stunden unter der Woche allein zu lassen ?
    Die Katzen würden in der Zeit wo wir nicht da wären dei Bekanten bleiben. Allerdings könnten sie dort wiederum aus dem Haus gelassen werden.
    Was meinst du dazu?
    Gruß Sophia

    • Hallo Sophia,
      ich bin nicht ganz sicher, ob ich Deine Frage richtig verstanden habe: Du möchtest wissen, ob ihr eure Kitten unter der Woche, wenn Deine Eltern arbeiten und Du in der Schule bist, zu Bekannten geben sollt?
      Die Frage kann ich ganz einfach mit „Nein“ beantworten. Ihr wollt zwei Kitten aufnehmen, das heißt sie wären nicht ganz allein. Und für die 4-5 h am Tag, an denen ihr nicht da seid, würde es viel mehr Stress verursachen, die Kitten in eine andere Umgebung zu geben. Deswegen räumt lieber alles weg, was sie kaputt machen könnten und schaut, dass ihr Euch sonst ganz viel mit ihnen beschäftigt. Dann bekommen sie die paar Stunden ohne Euch schon hin!
      Einen entspannten Jahreswechsel wünscht Steffi

  52. Huhu Steffi
    Ich überlege mir seit längerer zeit ein kleines Kätzchen in meine Wohnung zu holen. Meine Wohnung ist ca. 110qm groß und bietet viel Platz. Allerdings möchte ich die kleine wahrscheinlich als Hauskatze halten. Ich wohne zwar im Erdgeschoss und die Möglichkeit das Kätzchen raus zu lassen gib es, doch ich habe Angst, dass ihr dann was passiert!?! In der Nachbarschaft wohnen viele Katzen, die alle das eigene Revier verteidigen und dazu kommt, dass ich in der „Stadt“ wohne! Ich wohne allerdings mit meiner Schwester in einem Zweifamilienhaus (Eigentum)… Sie wohnt oben mit ihrer Familie (Papa, Mama,Kind ) und ich unten…und sie hat seit einpaar Jahren auch einen Kater, den sie aus dem Tierheim geholt hat und wohl mit dem Umgang anderer Katzen vertraut ist… Trotzdem macht es mir sorgen, da der kleine kami von oben auch öfters mal in meine Wohnung huscht! Er ist zwar sehr lieb und umgänglich, trotzdem habe ich Angst, dass er sich dann mit meinem Kätzchen nicht verstehen könnte und sein Revier verteidigt!
    Zu all dem kommt noch, dass ich Vollzeit arbeite und ca. 8-9 Stunden von Zuhause weg bin.
    Allerdings ist meine Schwester öfters im Hause, da sie Mami ist und „nur“ einpaar Stunden arbeitet. Doch wäre es gut, wenn sie sich in der zeit meiner Abwesenheit einwenig mit dem Kätzchen beschäftigt??
    Ich weiß nicht so recht was ich tuen soll und was das beste ist!?!
    Ich wäre um einen fachlichen Rat sehr bankbar!!!!
    LG Miri

    • Hallo Miri,
      bitte entschuldige erst einmal die späte Antwort. Der Jahreswechsel hat bei uns alles ein wenig durcheinander gewirbelt, so dass viele Anfragen liegen geblieben sind.
      Nun zu Deiner Frage:
      Ich kann verstehen, dass Du Dein Kätzchen als Wohnungskatze halten möchtest. Es gibt tatsächlich draußen eine Menge Gefahren für frei laufende Katzen. Und wenn Du Dir im Klaren bist, dass die Katze dann eine adäquate Beschäftigung braucht, damit ihr nicht langweilig wird, dann spricht wenig dagegen. Sicherlich kann es am Anfang ein wenig schwierig sein die beiden Katzen miteinander zu vergesellschaften (wie bei allen Vergesellschaftungen). In meinen Augen spricht aber nichts dagegen. Denn sein Revier ist die Wohnung Deiner Schwester und das Revier Deiner Katze Deine Wohnung. Dass es gelegentlich zu sozusagen Besuchen im anderen Revier kommt, ist ja auch in der Natur so und wird toleriert. Deine Schwester und Du sollten nur darauf achten, dass beide Katzen in ihrem eigenen Revier gefüttert werden und dabei auch ihre Ruhe haben. Und wenn ihr von Anfang an auf einige Dinge achtet und sich die Katzen so daran gewöhnen in beiden Wohnungen zu sein, habt ihr es auch viel leichter, wenn einer von Euch mal im Urlaub ist o.ä.
      Ich hoffe, das konnte Dir helfen. Wenn nicht, dann melde Dich gerne wieder!
      Steffi

  53. Hallo Steffi,
    Ich bin 15 Jahre alt und seit kurzem und seit kurzem setzen sich mein Bruder und ich uns dafür ein uns eine Katze anzuschaffen. Wir wohnen in einem 180 Quadratmeter großem Haus mit Garten. In nächster Nähe gibt es bei uns einen großen Wald und viele Felder. Das Problem an der Sache ist folgendes: meine Mutter hat eine starke Katzenallergie. Sobald sie auch nur in die Nähe einer Katze kommt bekommt sie Atemprobleme und ihre Augen schwellen zu. Ich habe mich daraufhin viel informiert und bin auf Katzenrassen für Allergiker gestoßen. Dort heißt es dass eine solche Allergie durch das Protein Fel d 1 ensteht. Auf einer Plattform, die zum Austausch von Katzenhaltern dient habe ich gelesen das die Produktion dieses Proteins von Katze zu Katze unterschiedlich ist und meine Mutter demnach mit mehreren Katzen probekuscheln müsse um herauszufinden ob eine dabei wäre auf die sie nicht allergisch reagiert.
    Ich würde nun gerne von dir wissen, wie du dazu stehst und ob du uns davon abraten würdest uns eine Katze anzuschaffen, obwohl wir doch so gerne eine haben wollen ;(
    LG Leandra

    • Hallo Leandra,
      vermutlich möchtest Du gerne eine andere Antwort bekommen, aber ja, ich würde Euch von einer Katze abraten!
      Denn es stimmt, dass es Katzen gibt, auf die Allergiker mehr oder weniger reagieren. Aber wie stark jemand allergisch reagiert hängt auch von dessen Tagesform und der Dauer der Einwirkung des Allergens ab. Das heißt, dass es möglich sein kann, dass Deine Mutter auf eine Katze beim „Probekuscheln“ kaum reagiert, aber, wenn ihr sie dann zu Euch nach Hause holt, die Allergie immer stärker wird. Und stell Dir mal vor wie schrecklich es für Euch, Eure Mutter und die Katze wäre, wenn ihr die Katze dann nach ein paar Wochen oder Monaten wieder abgeben müsst!
      Insofern würde ich Dir und Deinem Bruder raten, zu warten, bis ihr eure eigene Wohnung habt, bevor ihr eine Katze zu Euch nehmt. In der Zwischenzeit könnt ihr Euch bei Euch ja einmal umhören, ob es nicht ein Tierheim, eine Tierpension oder ähnliches gibt, bei dem ihr mithelfen könnt die Katzen zu betreuen. Das ist zwar nicht genau so wie eine Katze zu Hause zu haben, aber vielleicht ein guter Kompromiss.
      Es tut mir leid, dass ich Dir nicht zu einer Katze raten kann.
      Ich hoffe Du verstehst das.
      Liebe Grüße von Steffi

  54. Hallo mit einander, ich will mir auch demnächst eine Katze halten, und zwar einen Jungen Kater. Da wollte ich mal fragen was das Impfen kostet und wie lange bist zur nächsten Impfung dauert. Danke im Voraus.

    • Hallo,
      die Antwort ist: Das kommt darauf an 😉
      Und zwar kommt es darauf an, wie jung der Kater ist, den Du zu Dir holen willst und ob er ein reiner Wohnungskater oder ein Freigänger wird.
      Die Grundimmunisierung besteht aus 2 Impfungen in den ersten drei Lebensmonaten, bei Freigängern kommen dann noch 2 Impfungen um ca. den 4. und 5. Monat dazu. Danach sind die Auffrischungsimpfungen jährlich zu geben. Dazu kommen die Wurmkuren. Bei Hauskatzen sollten diese halbjährlich bei Freigängern sogar alle drei Monate gegeben werden.
      Die Impfungen kosten pro Tierarztbesuch um die 30 Euro für Katzenschnupfen/Katzenseuche und noch einmal ca. 30-40 € für Tollwut und FIP.
      Den tatsächlichen Preis kann Dir aber nur der Tierarzt sagen, zu dem Du dann gehen möchtest.
      Liebe Grüße von Steffi

  55. Hallo, habe mal ne frage, wir mein mann und ich haben einen Kater ,kastriert, ca 4 Jahre alt ,der ist seid zwei Wochen verschwunden,ist freigaänger, wenn er sonst mal weg War kam er aber auch nach 3 Tagen wieder,kam ich Hoffnung haben dass er wieder kommt ? danke ( vermisse ihn )

    • Hallo Claudia,

      ich hoffe sehr, dass Euer Kater mittlerweile wieder aufgetaucht ist!
      Manchmal finden Katzen auch nach langer Zeit wieder nach Hause zurück.
      Ich drücke die Daumen, dass das auch bei Euch der Fall ist!
      Steffi

  56. Hallo
    Ich will mir ne kleine Katze kaufen hatte aber noch keine efahrung MIT einer Katze. Ich wollte frsgen Ob es sebr aufwendig Ist um so einer Katze sich zu kümmern und stubentiger sind doch nur zujause oder?

    • Hallo,

      wie schon in dem Artikel beschrieben, ist es nicht damit getan, eine Katze zu sich zu holen. Insbesondere, wenn sie eine reine Wohnungskatze ist, möchte sie regelmäßig beschäftigt werden! Besser ist es da immer gleich zwei Katzen aufzunehmen, damit diese sich gegenseitig beschäftigen können.

      Du solltest Dir im Vorfeld genau Gedanken machen, ob Du genügend Zeit und Lust hast, Dich um die kleinen Stubentiger zu kümmern.
      Liebe Grüße Steffi

  57. Hallo Steffi, hätte mal ne Frage. Mein Mann und ich wollen uns eine Katze anschaffen. Wir haben keine Kinder, sind jedoch voll berufstätig. Die Katze wäre fünf Tage in der Woche mindestens acht Stunden alleine. Eigentlich wollen wir nur eine Katze. Was würdest du uns raten? Haben ein Haus mit Garten. LG TINA

    • Hallo Tina,

      nun im Grund genommen sind zwei Katzen, die sich miteinander vertragen, immer einer möglicherweise einsamen Katze vorzuziehen. Du möchtest ja auch in einem fremden Land, dessen Sprache Du nicht sprichst und dessen Kultur für Dich völlig fremd ist, lieber jemanden dabei haben, den Du und der Dich versteht. Oder?
      Insofern würde ich immer zu zwei Katzen raten. Der scheinbare Mehraufwand wird spätestens dann wieder relativiert, wenn die ersten „Zerstörungen“ durch Langeweile aufgetreten sind. Das muss natürlich nicht zwangsläufig so sein, die Wahrscheinlichkeit steigt bei einer allein gehaltenen Katze allerdings.

      Wenn ihr allerdings nur eine Katze ins Haus holen wollt, dann würde ich Euch raten, in einem Tierheim nach einer älteren allein gehaltenen Katze zu suchen. Es gibt dort einige Katzen, die dadurch, dass sie schon so lange alleine gehalten wurden, einfach nicht mehr mit anderen Katzen zusammen gehalten werden können. Damit bietet ihr einer älteren Katze, die in der Regel schwerer vermittelbar sind, einen schönen Lebensabend.
      Alternativ könnt ihr Eure einzelne Katze auch daran gewöhnen, dass sie den Tag über, während ihr arbeitet, draußen verbringt. Dort kann sie ebenfalls Ablenkung und den Kontakt zu anderen Katzen finden.

      Ich hoffe, diese Tipps helfen Euch.
      Ich wünsche Euch viel Freude mit Eurem neuen tierischen Familienmitglied.
      Steffi

  58. Hallo,

    wie verhalte ich mich am besten, wenn wir schon einen Stubentieger haben und uns noch ein Kätzchen dazuholen? Der Kater (4 Jahre) lebt erst seit November 2015 bei uns in der Wohnung. Was muss ich für den Neuankömling beachten?

    LG Julia

    • Hallo Julia,

      zuallererst einmal ist es wichtig, ein Kätzchen dazu zu holen, das vom Charakter zum Kater passt. Wenn der eher ruhig ist, dann sollte es auch das Kätzchen sein. Wenn er wild herumtobt und viel spielt, dann braucht ihr auch ein lebhaftes Kätzchen. Bei Kitten ist das manchmal noch nicht ganz einfach abzusehen. Aber vielleicht gibt es ja in Eurem Tierheim jüngere Katzen, die zu Eurem Kater passen.

      Wenn die zweite Katze dann dazu kommt, ist es wichtig, dass beide am Anfang ihre eigenen Rückzugsmöglichkeiten haben. Der Neuankömmling sollte mindestens sein eigenes Katzenklo und Körbchen haben, so dass es nicht zu Ressourcenstreitigkeiten kommt. Idealerweise werden die beiden langsam aneinander gewöhnt, also erst nur hören und riechen, dann sehen und dann erst direkter Kontakt.
      Wichtig ist es beide Tiere jeweils nicht zu vernachlässigen, so dass es keine Eifersüchteleien gibt.

      Wenn Du noch andere Fragen hast, dann melde Dich gerne wieder.
      Ansonsten viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied.
      Steffi

  59. Hallo,wir haben einen 10 Jahre alten Kater der seit ein paar Tagen leider alleine ist, er war vorher nie alleine, wir spielen mit dem Gedanken uns ne junge bkh fold anzuschaffen eventuell würden wir auch ein geschwisterpäärchen nehmen was ist ratsam.Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen grüßen Familie Schmidt

    • Hallo Familie Schmidt,

      da einen wirklich guten Ratschlag zu geben ist nahezu unmöglich. Denn ich kenne weder den Kater noch seine Lebensumstände.
      Ist er verträglich mit anderen Katzen oder hat lieber nur seine Ruhe?
      Hat er die Möglichkeit sich zurück zu ziehen oder wäre er dem Trubel junger Kitten ausgesetzt?

      Das sind nur zwei Fragen, die mir spontan einfallen und die wichtig wären in die Entscheidung mit einzubeziehen.

      So oder so viel Spaß mit den tierischen Familienmitglieder wünscht Steffi

  60. Hallo Steffi,
    mein Mann und ich haben auch eine frage an Dich,
    Wir haben eigentlich zwei Katzen unsere Lotti und unseren Willi ( 8 Jahre ).leider ist uns vor ca. 3 Wochen unsere Lotti mit 5 Jahren gestorben.
    Nun trauern wir alle und vor allem unser Willi. Wir sind jetzt schon bereit, ein neues Kätzchen für Willi zu holen das wir jedoch erst in 2 Monaten bekommen. Wir brauchen alle unsere zeit zum Trauern.
    Jetzt die Frage ist es besser gleich zwei kleine zu nehmen.
    1. für Willi da er dann zwei Weiber hätte und wegen Altersunterschied.
    2. für das neue Familienmitglied da es dann mit einer Schwester kommen würde ( aus gleichem Wurf ).
    uns wäre es gegal ob 2 oder 3 Katzen.
    Und wenn Ja gleich zwei dann die Frage beides Mädchen oder gemischt.
    Vielen Dank im Voraus für eine Antwort
    Petra und Peter

    • Hallo ihr beiden!

      Zu erst einmal mein tief empfundenes Beileid zu Eurem Verlust. Ich kann nachempfinden, dass ihr eine Weile braucht, um Eure Trauer zu verarbeiten und finde das auch richtig so. Nur so könnt ihr den neuen Familienmitgliedern gerecht werden.

      Da Euer Willi schon 8 Jahre alt ist, könnte es tatsächlich sinnvoll sein gleich zwei Kätzchen zu Euch zu nehmen. Denn Kitten haben noch ein ganz anderes Spielbedürfnis. Wenn sie zu zweit sind, können sie das miteinander ausleben und Willi kann sich beteiligen, wenn er möchte, hat aber auch die Chance auf etwas Ruhe, wenn er sie braucht.
      Ich würde tatsächlich zu zwei Katzen raten. Denn kommt noch ein Kater zu Eurem Kater, dann könnte es trotz Kastration im Laufe der Zeit zu Konflikten kommen. Die sind zwischen Kater und Katzen seltener zu beobachten. Es kann natürlich trotzdem immer mal Streit geben, schließlich sind es ja Lebewesen. Aber das Konfliktpotential ist geringer. So würde ich an Eurer Stelle auf jeden Fall vorgehen.

      Ich hoffe, ich habe Eure Fragen damit beantwortet und wünsche Euch viel Kraft für Eure Trauer und danach viel Spaß mit den neuen Familienmitgliedern.
      Steffi

  61. Hallo Steffi,
    seit ca. einem halben Jahr beschäftige ich mich intensiv damit, was man alles bedenken muss bei der Anschaffung einer Katze. Dabei bin ich auch auf Deine tollen und sehr informativen Seiten gestoßen.
    Anfang Juni ist es nun so weit, Kitten Finn wird bei uns einziehen. Ich habe aber noch ein paar Fragen zur Praxis beim Einzug.
    Wir haben überlegt, ihn am Do oder Fr zu holen, weil wir dann viel Zeit für ihn haben und er erst am Di Morgen 4 h allein wäre. Finn muss noch geimpft und entwurmt werden. Ist es sinnvoll, das direkt auf dem Weg zu erledigen und dann erst zu uns zu fahren? Oder könnte das zB auch erst am Mo Vormittag sein? Es ist mir vor allem wichtig wegen unserer beiden Kinder (7 und 3) wegen der Entwurmung.
    Oder am Do holen und Fr zum Tierarzt? Oder bedeutet das zuviel Stress wenn er gerade erst am Tag vorher bei uns angekommen ist und dann schon wieder los muss? Zur Ankunft hätte ich auch noch eine andere Frage: sollten wir die Kinder für den Ankunftstag ausquartieren? Die finden das natürlich super aufregend und wollen das Kitten herzen und bespielen. Natürlich habe ich ihnen erklärt was der Umzug und die Trennung von Mama und Geschwistern für Finn bedeutet, andererseits darf Finn ja auch von Anfang an wissen, dass es bei uns lebhaft zugeht, oder?
    Dann bei uns daheim: Toilette und Fressen soll er im Keller bekommen (natürlich räumlich getrennt), wir haben ein offenes Treppenhaus. Schafft so ein Kitten das gleich mit der offenen Treppe und der Toilette? Oder sollten wir lieber zunächst noch ein (provisorisches) Klo im EG aufstellen? Oder „sein“ Klo zunächst nach oben? Ist es dann kein Problem, dieses später umzustellen in den Keller? Es ist eine Toilette mit Haube und Klappe, kann man einem Kitten das gleich so anbieten oder ängstigt es der geschlossene Raum? Wann sollte das Klo dann seine endgültige Position bekommen? Nach einer Woche? Es gibt ja auch unterschiedliche Ansichten ob man das Kitten zunächst nur in einen Raum lassen sollte oder ihm gleich das ganze Revier zeigen darf. Das wäre dann bei uns das Wohnzimmer, wo auch der Kratzbaum steht, sollten wir dann hier zunächst Fressen, Klo, Schlafkorb hinstellen? Für eine Woche? Es soll ja auch Kitten geben, die sich erstmal 3 Tage unter dem Sofa verstecken…
    Dann habe ich noch eine andere Frage: Finn soll ein Freigänger werden, sollte ich ihm während seiner Eingewöhnungs-Drinnen-Zeit eine Anti-hairball-Paste geben? Katzengras möchte ich nicht, damit er dann nicht in Verwechslung alle Zimmerpflanzen anknabbert. Wie lange empfiehlst Du die reine Drinnen-Zeit? 4 Wochen? Und dann zunächst gemeinsam mit ihm raus?
    Ich freu mich auf eine Antwort und sag schonmal Danke!
    LG Tanja

    • Hallo Tanja,

      Glückwunsch zum tierischen Nachwuchs 😉 Ich bin sicher, ihr werdet zusammen eine Menge Spaß haben!
      Das sind ja noch eine Menge Fragen (ich werden den Artikel gleich mal darum erweitern). Hier die Antworten:
      Wie alt ist denn Euer Kätzchen? Denn üblicherweise sollten die Kitten wenn sie abgegeben werden schon entwurmt und geimpft sein. Denn beides ist ja auch wichtig für sie und ihre Entwicklung! Unter diesem Link (Klick) findest Du einen Entwurmungs- und Impfplan einer Tierarztpraxis. Wenn es aber doch notwendig sein sollte, mit ihm zum Tierarzt zu fahren und das nicht noch 1-2 Wochen warten kann, dann würde ich das direkt auf dem Weg machen also bevor er zu Euch kommt. Denn je nachdem wie Finn drauf ist, kann es enormen zusätzlichen Stress für ihn bedeuten, wenn er am nächsten oder nach wenigen Tagen schon wieder zum Tierarzt muss.
      Es kann natürlich auch sein, dass ihm das alles nichts ausmacht, aber da ihr das nicht wisst, würde ich auf Nummer sicher gehen.
      Das betrifft auch Deine Kinder und die Eingewöhnung. Ich kenne weder Finn noch Deine Kinder und weiß daher nicht, wie sie reagieren werden. Ich würde an Eurer Stelle auch hier auf Nummer sicher gehen: Also erst das Wohnzimmer zeigen und dort auch ein Klo und eine Rückzugsmöglichkeit hinstellen. Dann merkt ihr ja, wie neugierig oder verängstigt Finn ist. Ist er sehr verängstigt, sollten die Kinder ihn möglichst in Ruhe lassen und ihr solltet ihn im Wohnzimmer füttern. Und das so lange, bis er sich dort ohne Angst (Kriechen, Ducken, Zusammenzucken) bewegt. Erst dann kommt der nächste Raum dazu bis er sich auch dort angstfrei bewegt und so weiter und so fort. Ist er ein ängstlicher Zeitgenosse, dann kann es schon ein paar Wochen dauern, bis er sich eine Treppe herunter traut (gerade offene Treppen und Treppen nach unten steigen ist für viele Tiere am Anfang ein Problem).
      Ist er ein neugieriges Katertierchen, dann kannst Du ihm auch schon nach wenigen Stunden Eingewöhnung den Rest der Wohnung und die Kinder zeigen.
      Ich würde aber in jedem Fall am Anfang im Wohnzimmer ohne die Kinder beginnen. Und in der ersten zeit (je nach Katze Wochen oder Monate) lieber ein Katzenklo zu viel als zu wenig aufstellen. Es gibt ja auch solche Einmaltoiletten (Klick), die ihr für den Anfang benutzen könnt. Denn auch später kann in der Aufregung eines Spiels der Weg eine ganze Etage nach unten zu weit sein. Insofern würde ich tatsächlich am Anfang „überall“ Katzentoiletten aufstellen und sobald er den Kellerraum kennen lernt dort die „Haupttoilette“ aufstellen. Nach und nach kannst Du die provistorischen Toiletten dann reduzieren, bis Du merkst, dass er immer sicher sein Katzenklo im Keller benutzt.

      Was das Eingewöhnen an sein Freigängersein angeht, so gilt auch hier, dass es auf die Katzennatur ankommt. In der Regel sagt man, dass man nach 6-8 Wochen langsam anfangen sollte mit ihm nach draußen zu gehen. Ist er sehr selbstsicher, kann das auch schon früher passieren. Aber am Anfang solltest Du ihn immer begleiten. Er muss sich schließlich erst mal an sein neues Revier gewöhnen. Und das geht leichter, wenn eine vertraute Person dabei ist (so würden es die Katzenmütter ja auch machen 😉
      Was die Anti-Hairball-Paste angeht, so glaube ich nicht, dass diese für die kurze Zeit wirklich notwendig ist. Wenn Du sie doch geben willst, dann achte bitte darauf, ob sie auch für Kitten geeignet ist. Denn diese haben noch einen empfindlicheren Magen und könnten mit Durchfall reagieren.

      Ich hoffe, ich habe alle Deine Fragen beantwortet. Wenn nicht, dann melde Dich gerne wieder!
      Ansonsten viel Spaß mit dem tierischen Familienmitglied!
      Steffi

  62. Wir haben uns vor 4 wochen einen 8 wochen alten main coon kater gekauft und er war ständig alleine wegen unserer arbeit. Jetzt haben wir uns noch einen 7 wochen alten main coon kater dazu gekauft und der größtere beißt den kleinen immer sehr dolle. Ich habe die beiden im Haus erst mal jeden ein zimmer gegeben was soll ich tun?

    • Hallo,

      Katzen zu vergesellschaften kann manchmal ein ziemlich langwieriger Akt sein und braucht Zeit und Geduld.
      Wenn Deine beiden Kater tatsächlich schon mit 7 und 8 WOCHEN zu Dir gekommen sind, dann ist das leider viel zu früh gewesen. Da kann es schon sein, dass die Katzen nicht gelernt haben, wie stark sie zubeißen könne, ohne sich zu verletzen.
      Im Grunde genommen kannst Du nur versuchen, sie langsam aneinander zu gewöhnen. Erst in verschiedenen Zimmern, dass sie sich hören könne. Dann möglichst nur ein Netz o. Ä. dazwischen, so dass sie sich auch sehen und riechen können. Oft hilft es auch gelegentlich die Decken zu tauschen, so dass sie sich noch mehr an den Geruch gewöhnen können.
      Ich hoffe, ihr lebt bald alle in Harmonie zusammen.
      Liebe Grüße von Steffi

  63. Hallo Steffi!
    Ich möchte mir gerne endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und zwei Kitten (zwei Schwesterchen) anschaffen, um mehr Leben in meinen Single-Haushalt zu bringen. Nun habe ich die Qual der Wahl zwischen all den tollen Rassen und erhoffe mir von Dir einen Tipp… Es läuft wohl auf Rassekatzen hinaus, da ich so einige Ansprüche habe… So lange ich noch in meiner jetzigen Wohnung wohne, kann ich die Katzen aufgrund der Verkehrssituation schlecht draussen herumlaufen lassen. Sie sollten wegen der Wohnungshaltung also eher keinen allzu starken Bewegungsdrang haben. Da ich zu unterschiedlichen Zeiten arbeite, werde ich natürlich für ausreichend Beschäftigung sorgen müssen, wenn die Katzen alleine zu Hause sind. Hinzu kommt, dass ich eigentlich eine Katzenallergie habe. Ich merke aber bei Freunden, die Katzen halten, dass ich auf gewisse Tiere extrem stark reagiere und auf andere wiederum überhaupt nicht oder nur schwach und erst nach langen Streicheleinheiten. Tendenziell wäre also eine hypoallergene Rasse von Vorteil. Kann ich aber, wenn ich die Kitten kennenlerne, überhaupt merken ob das geht, oder nicht? Wie gross ist die Gefahr, dass sie später mehr Allergene entwickeln? Um meine Liste mit Ansprüchen noch kurz zu vervollständigen: Die Katzen sollten nicht permanent miauen. Mir gefallen etwa Sibirische oder Somali-Katzen ausgesprochen gut. Eventuell wären aber auch Britische Kurzhaar oder irgendwelche Rex-Arten etwas für mich? Ach, wie gesagt: Die Qual der Wahl… Was meinst Du? Und noch eine letzte Frage: Ist es unproblematisch, zwei Katzen ohne Kater zu halten?
    Liebe Grüsse
    Aleksandra

    • Hallo Aleksandra,
      zuerst einmal die Antwort auf die einfachste Deiner Fragen: ja, Du kannst ohne Probleme zwei Katzen ohne Kater halten. Gerade wenn es Schwestern sind und sie sich nicht erst neu aneinander gewöhnen müssen, sollte das sehr unproblematisch sein.
      Nun zu Deiner anderen Frage: eine Sicherheit, ob die Kitten, die Du Dir aussuchst dann auch im Laufe ihres Lebens keine Allergene entwickeln, gibt es nicht. Vielleicht kann Dir der Kontakt zu den Eltern zeigen, ob Du diese Katzen verträgst oder stark reagierst. Aber wie gesagt, eine Garantie kann Dir da keiner geben!
      Du solltest Dich auf jeden Fall sehr intensiv damit auseinander setzen, was Du tun kannst, damit Deine Allergie nicht zu stark wird bzw. was Du machst, wenn sie Dich zu sehr belastet. Weil es sowohl für Dich als auch für Deine tierischen Mitbewohner eine traumatische Erfahrung sein wird, wenn Du sie wieder abgeben musst.

      Ich hoffe, ich konnte Dir bei Deiner Entscheidung ein wenig helfen.
      Liebe Grüße Steffi

  64. Hallo Steffi,
    Ich möchte mir 2 kleine Kätzchen anschaffen. 2 deswegen weil es wahrscheinlich reine wohnungskatzen werden. Außer ich schaffe es, sie an eine leine zu gewöhnen. Ich arbeite im 24h Dienst, mal mehr mal weniger als 24h nicht in der Wohnung, dafür dann aber 1, 2 – 3 Tage hintereinander zu Hause. Wenn mein Vater Zeit hat, würde er wenn ich Nicht da bin vorbei schauen am anfang, wie es den kleinen geht, fressen geben spielen und schmusen. Kann auch sein das ich 5 Tage hintereinander nur 8h arbeite. Jenachdem wie mein Dienst ist. Ich denke die Katzen gewöhnen sich daran wenn ich mal einen Tag Nich da bin. Was sagen sie dazu? Es wird wahrscheinlich eine normale Hauskatze weiblich und ein ragdoll Kater werden.

    • Hallo Conni,

      da Katzen nicht das gleiche Zeitgefühl haben wie wir Menschen, kann es gut sein, dass sie sich daran gewöhnen auch mal 24 h allein zu sein. Ich würde aber ganz dringend raten am Anfang eine genügend lange Eingewöhnungsphase einzuplanen, damit die Katzen Zeit haben, sich an alles zu gewöhnen, bevor sie so lange allein gelassen werden.

      Liebe Grüße
      Steffi

  65. Seit diesem Wochenende habe ich ein 11 Wochen junges Kätzchen zu Hause. (weiblich)
    Ich habe sie von einem Bauern übernommen, der sie nicht mehr bei sich haben wollte. (kleine Rettungsaktion)
    Ich besitze bereits einen 6 jährigen Kater, der hauptsächlich zum Schlafen, Kuscheln und Fressen in die Wohnung kommt. Sonst hält er sich meiste Zeit draussen auf.
    Die kleine Katze hat den grossen Kater mächtig angeknurrt (totale Diva) und hängt ganz schön den „Chef“ raus. Mein erwachsener Kater geht ihr einfach sehr aus dem Weg, zeigt jedoch keinerlei Aggression. Sie beobachtet den grossen mächtig und verhält sich in seiner Anwesenheit mehrheitlich ruhig.
    Da ich die kleine Katze eigentlich sehr spontan bei mir aufgenommen habe, konnte ich kurzfristig keine Ferien nehmen. Sie ist jetzt also sicher 8-9 Stunden am Tag alleine zu Hause. Da ich die beiden Katzen noch nicht unbeaufsichtigt lassen möchte, ist sie wirklich alleine. Ich habe ihr jedoch diverse Beschäftigungen angeschafft; Kugelbahn, Katzenbaum, diverse Mäuse, Bälle etc etc….. Die Toilete benutzt sie wunderbar und fressen & spielen tut sie auch.
    Kann ich ihr die Zeit wo sie alleine ist noch etwas besser „verkürzen“? Ich weiss dass dies sicherlich zu lange ist, jedoch wollte ich sie vom Bauern nicht töten lassen. Sie muss höchstens bis sie 6 Monate alt und kastriert ist in der Wohnung bleiben. Danach hat sie super Freigang.

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung.

    • Hallo Sandra,

      das kann ich verstehen, dass Du das Kätzchen lieber längere Zeit alleine zu Hause lässt als dass sie getötet wird. Und sie sieht das sicherlich auch so!
      Was immer gut hilft um Katzen zu beschäftigen sind Futtersuchspiele. Entweder in Form von Intelligenzspielzeug, das es zu kaufen gibt, oder selbst gebaut: Dafür kannst Du Trockenfutter oder Leckerlies beispielsweise in einer zusammengelegten Decke verstecken oder in einem Karton, in den Du entweder irgendwelches Papier als Verpackungs- und Versteckmaterial hinein tust oder aber den Karton verschließt und Löcher zum Angeln hineinschneidest.

      Ich wünsche Euch ganz viel Freude miteinander und dass die Zeit bis zum Freigang im Fluge vergeht 😉
      Steffi

  66. Liebe Steffi

    Vielen lieben Dank für deine tollen Ratschläge. Meine Wohnung ist mittlerweile eineriiiiesen Katzen-Parcour *grins*

    Den Trick mit dem Futter habe ich versucht. Leider ist sie überhaupt nicht „verfressen“… Ich werde ihr jetzt etwas weniger Futter geben und die Portionen in der Wohnung verteilen. Den Karton hat sie ebenfalls bekommen, interessiert sich zwar nicht sonderlich dafür. Naja, ich gebe nicht auf 🙂 habe überall irgendwelche Mäuse aufgehängt… Die findet sie für ca 10 Minuten super 😀 ich tausche ihre vielen Spielsachen nun alle paar Tage aus damit diese wieder interessant wirken. Leider hat sie bereits jetzt schon von der grossen Katze abgeschaut, dass man durch die Tür raus kann.
    Vor 2 Tagen war ich beim Tierarzt für die Leukose und Katzenschnupfen/seuche Impfung. Er meinte, ich könne sie nach der 2. Impfung ende September raus lassen. (Da der Drang einfach sehr stark ist). Was meinst du dazu? Sie ist am 5.6.16 grboren und somit ja knapp 4 Monat jung.
    Und noch eine andere Frage.
    Mein älterer Kater ist seeeehr gemütlich. Die kleine hat angefangen ihm zu folgen (und er ist sichtlich genervt & gestresst). Als sie dann anfieng hektisch um ihn herum zu springen, hat er sie dann mit der Pfote sehr fest „gehauen“ und wollte sie dann am boden auch Schütteln (beissen)… Leider ist es jetzt ein 2. mal vorgekommen. Sie wollte spielen und er hat ihr dann sehr fest eine gehauen. Sie ist zu Boden geflogen und haut vor lauter Schreck gefaucht. Seit da hat sie ihn nicht mehr so hektisch zum spielen aufgefordert. Ich denke das ist ein normales Verhalten?
    Bitte entschuldige die vielen Fragen. Jedoch möchte ich einfach dass beide glücklich sind. Der ältere Kater hält nich auch jetzt nach 2 Wochen die meiste Zwit draussen auf. Sie fressen aber nebeneinander und begrüssen sich mit kurzem aneinander Reiben wenn er von Draussen rein kommt. Ein gutes Zeichen oder? 🙂
    Mein grosser Kater wurde mit 4 Monaten brutal misshandelt von einem Bauern. Habe ihn dann übernommen, handzahm gemacht und möchte nur das Beste für ihn. Ich hoffe diese 2 werden bald Freunde, wenn die Kleine nicht mehr ganz so wild ist 🙂

    Besten Dank för Deine Antwort.
    Sandra

  67. Hallo Steffi,
    mein geliebter Kater Jacky (7 Jahre) wurde leider im August von einem Auto überfahren.
    Nun sind wir am Überlegen wann die beste Zeit wäre um wieder einen Stubentiger zu uns zu holen.
    Ich bin derzeit im 6. Monat Schwanger und bin am Überlegen ob ich ein Kätzchen im November (Beginn Mutterschutz) hole damit es sich in einer noch ruhigen Umgebung eingewöhnen kann und ich auch ganz viel Zeit für das Kätzchen habe.
    Es soll auf jeden Fall dann nächstes Jahr auch raus dürfen obwohl ich dabei etwas Bauchweh habe da meinem Jacky die Straße zum Verhängnis wurde, aber wir möchte keine reine Wohnungskatze und wir wohnen in einem Dorf.
    Oder doch lieber erst nächstes Jahr wenn das Kind da ist?
    Durch eine Bekannte könnten wir auch zwei ältere Katzen (3 Jahre) demnächst zu uns holen da der jetzige Besitzer wohl leider kein Interesse mehr an den beiden hat.
    Jedoch haben wir die beiden Katzen noch nicht kennengelernt und mein Mann möchte eigentlich auch nur ein kleines Kätzchen holen, obwohl ich von 2 Katzen oder auch Kitten nicht abgeneigt wäre da sie falls ich Anfang nächsten Jahres nicht so viel Zeit habe immer noch sich zum Spielen und kuscheln haben.
    Ich möchte natürlich das es für alle Beteiligten passt und wollte mal deine Einschätzung hören.

    Viele Grüße
    Simone

    • Hallo Simone,

      das tut mir sehr leid zu lesen. Ich weiß, wie schwer es ist, ein tierisches Familienmitglied zu verlieren. Und ich kann gut nachvollziehen, dass ein Haushalt ohne vierbeinige Freunde zu leer und still ist.

      Deine Überlegungen zum neuen Mitbewohner sind sehr durchdacht. Letztendlich kommt der richtige Zeitpunkt aber natürlich auch ein bisschen auf die Katzenpersönlichkeiten an.
      Wenn ihr ein Kätzchen holt, sobald Du in den Mutterschutz gehst, dann kann das ein super Zeitpunkt sein, weil Du Zeit hast und es sich in Ruhe eingewöhnen kann. Für ein junges Tier sollte dann die Veränderung, die mit einem Baby einhergehen zu verkraften sein. Wenn ihr allerdings eine eher vorsichtige und/oder ängstliche Katze erwischt, dann kann ihr das zu viel Veränderung sein und sie könnte mit Problemen reagieren. Da wäre es dann besser zu warten, bis das Baby geboren wurde und dann ein neues Familienmitglied zu integrieren.

      Zwei Katzen haben immer den Vorteil, dass sie nicht alleine sind, wenn ihr mal keine Zeit für sie habt. Auch bei Freigängern ist das natürlich ein Vorteil. Denn gerade im Winter sind sie ja vielleicht doch mehr im Haus. Ich tendiere ja auch immer zu zwei Katzen, weil ich es einfach für jedes Lebewesen schöner finde, wenn es einen Artgenossen hat. Bei Freigängern kann das aber auch der Nachbarskater sein.

      Habt ihr mittlerweile die beiden älteren Katzen kennen gelernt? Wenn sie nicht zu ängstlich sind, dann wäre auch das eine schöne Möglichkeit. Sie könnten sich bis das Kind da ist an die neue Umgebung gewöhnen. Dann verkraften sie eine neuerliche Veränderung sicherlich gut.

      Du siehst aber, dass es tatsächlich von den Katzenpersönlichkeiten abhängt. Alle Überlegungen sind richtig. Wenn Du jetzt aufmerksam bist, wenn Du die Katzen kennen lernst, triffst Du sicher die richtige Entscheidung.

      Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne wieder.
      Steffi

  68. Hallo Steffi,

    erstmal finde ich deinen Artikel echt toll. Nun habe ich mal eine Frage vielleicht kannst du mir weiterhelfen.
    Wir haben einen 3 jährigen BKH-Kater daheim (Freigänger). Leider ist er nicht so ein schmuser (zum Fressen und mal fünf Minuten ansonsten liegt er auf seinem Kratzbaum). Wenn wir abends ins Bett gehen, geht er mit hoch in den 2. Stock und schläft bei uns im Bad oder vorwiegend bei meiner Tochter.

    Jetzt wünsche ich mir noch eine 2. Katze/Kater. Es würde definitv wieder ein BKH werden. Leider bin ich mir recht unsicher welches Geschlecht wir nehmen sollen und wie unser Kater damit umgeht. Ich möchte nicht, dass er dann nicht mehr kommt oder nur noch zum fressen kommt. Wir haben ihn als Kitten in der 12 oder 13. Woche bekommen.

    Als Freigänger legt er sich draußen auch mal mit den Kätzinnen (haben eine echt Rabiatte in der Nachbarschaft und auch Katern) an. Was ich auch schon beobachtet habe, dass er sich zurückzieht (ängstlich) wenn die Rabiatte Katze bei uns im Hof ist.

    Was meinst du, tu ich ihm einen gefallen oder soll ich es lieber lassen?

    Vielleicht kannst du mir einen Rat geben.

    Viele Grüße
    Sonja

    • Hallo Sonja,

      vielen Dank für das Lob 🙂

      Das ist eine schwierige Frage, ob Du Deinem Kater einen Gefallen tust oder nicht, wenn Du noch einen 2. Kater/Katze dazu holst. Wenn er ihn oder sie mag und damit sozusagen einen Katzenkumpel hat, der ihm gegen die anderen Katzen der Nachbarschaft den Rücken stärkt, kann sich das sehr positiv auswirken. Wenn nicht, dann eben nicht… Leider weiß man aber ja vorher nicht, ob sich die Katzen mögen oder nicht.(Wir mögen ja auch nicht jeden sofort.)

      Ihr solltet Euch also auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass es auch schief gehen kann. Das heißt egal wo ihr Euch den BKH holt, sprecht diese Problematik offen an, damit der Neuzugang notfalls wieder zurück kann! Dann würde ich sehr kleinschrittig vorgehen und die beiden sehr langsam aneinander gewöhnen, so dass Euer Freigänger niemals das Gefühl hat, dass er ersetzt oder verdrängt wird.

      Wenn ihr das beachtet und dann eine Katze/Kater findet, die Euer Kater mag, dann steht einem Mehrkatzenhaushalt nichts im Wege.

      Ganz viel Glück und Erfolg dabei!
      Steffi

  69. Hallo Steffi

    Mein Freund und ich sind in eine Parterrwohnung gezogen und möchten uns gerne ein Kitten anschaffen und sind uns jezt ein bisschen am informieren. Nun wissen wir nicht, wie viele Tage man zu Hause sein sollte, bevor man es alleine in der Wohnung lässt. Das Ziel ist es, die Katze auch noch draussen zu lassen.

    Könntest du mir diesbezüglich einen Rat geben?

    Besten Dank und Gruss
    Myriam

    • Hallo Myriam,

      das kommt ein kleines Bisschen auf das Kätzchen an. Es gibt sehr ängstliche Katzenkinder, die man demzufolge nicht zu schnell alleine lassen sollte, es gibt aber auch sehr mutige, bei denen es kein Problem ist.
      Ich würde auf jeden Fall immer versuchen so viel Zeit wie möglich einzuplanen, bevor das Kätzchen den ganzen Tag alleine ist. 2-3 Wochen sollten es schon sein. Bevor ihr es dann nach draußen lasst, sollte es sich komplett wohl in eurer Wohnung fühlen. Meistens dauert das 2-3 Monate. Wenn ihr merkt, dass das Kätzchen sicherer wird, könnt ihr am Anfang mit ihm zusammen nach draußen gehen und einen Moment dort schnuppern. Mit der Zeit baut ihr die Zeit dann aus. Es kann sehr hilfreich sein, dem Kätzchen von Anfang an beizubringen, auf seinen Namen hin zu Euch zurück zu kommen. Dann könnt ihr es besser ins Haus bekommen, wenn das mal notwendig sein sollte.

      Ich hoffe, das hilft Euch und wünsche Euch ganz viel Spaß mit Eurem tierischen Familienmitglied.
      Steffi

  70. Hallo Steffi,
    ich habe auch mehrere Fragen. Ich bin 14 Jahre alt und hätte auch gerne ein (oder vllt auch zwei) Katzen, genau wie mein Bruder. Jedoch sind meine Eltern noch nicht so ganz überzeugt davon. Mein Vater arbeitet Vollzeit, meine Mutter sucht eine Teilzeitstelle, die aber auch unter ungünstigen Bedingungen eine Vollzeitstelle werden könnte. Wir Kinder sind natürlich in der Schule (normalerweise bis halb zwei). Die Katze(n) würden auf jedenfall Freigänger werden, aber nun weiß ich nicht so genau: jung oder eher ausgewachsen?, Eingewöhnungszeit? vor allem wenn wir oft nicht da und in der Schule sind, kann die neue Katze(n) in der Zeit alleine bleiben und sich „alleine eingewöhnen“?, Wo am besten Schlafgelegenheiten, Kratzbäume und Katzenklo aufstellen? Wir haben einige Katzen in der Nachbarschaft, aber unsere direkten Nachbarn sind nicht so begeistert davon, da eine immer in den Gärten ihr Geschäft verrichtet. Kann man daran etwas der eigenen Katze beibringen? Außerdem besteht in unserem Haus kaum eine Möglichkeit auf eine Katzenklappe, sodass die Katze aufjedenfall imer durch die Tür hinausgelassen werden müsste… Ist das möglich? Oder das sie eben von morgens bis Schulende durchgehend draußen bleibt? Dann müsste Futter und Wasser (und evtl Katzenklo) ja auch draußen stehen, oder? Und, wir sind oft übers Wochenende weg, da unsere Großeltern weiter weg wohnen, außerdem im Sommer und Winter mehr als ein paar Tage weg. Macht es da überhaupt Sinn sich eine Katze anzuschaffen? Sie würde während der Zeit versorgt werden, außerdem ja rauskommen, aber vermissen denn Katzen auch ihre „Dosenöffner“? Und dann natürlich die wichtigste Frage, eine oder zwei Katzen?
    GlG und vielen Dank im voraus,
    Sarah
    P.S. Wie ist das mit Katzensteuer oder Versicherung?

    • Hallo Sarah,

      ich kann gut verstehen, dass Dein Bruder und Du von eigenen Stubentigern träumen. Aber Du schreibst ja selbst, dass es bei Euch einige Stolpersteine gibt, angefangen bei Euren Eltern. Es sind Lebewesen, für die man die Verantwortung übernimmt und denen man ein Leben vorgibt, dass sie sich nicht ausgesucht haben.

      Was ich damit sagen will: Es gibt sicherlich Katzen, die nur auf ihr Katzenklo gehen und nicht in die Gärten der Nachbarn machen. Es gibt auch sicherlich Freigänger, die ihre „Dosenöffner“ nicht so sehr vermissen und denen es reicht, wenn ihnen Futter hingestellt wird. Und ja, es gibt eine Menge Katzen, die morgens nach draußen und abends wieder ins Haus gelassen werden und damit glücklich und zufrieden sind. Aber das weißt Du im Vorfeld nicht.
      Das bedeutet, Du musst Dich darauf vorbereiten, dass es vielleicht nicht so ist. Was macht ihr also, wenn ihr Euch eine Katze anschafft, die sich nicht alleine eingewöhnen kann? Die vor Angst/Unsicherheit in Euer Haus pinkelt? Die nach ihrem ersten Freigang nicht wieder nach Hause kommt? Die sich das Beet des Nachbarn als Katzenklo aussucht? Die fürchterlich leidet, wenn ihr weg seid?

      Sicherlich ist alles machbar und Du findest hier im Haustiermagazin auch noch ganz viele Tipps rund um das harmonische Zusammenleben mit Katzen (unter anderem auch diesen Artikel zu wichtigen Versicherungen). Aber wenn ich ehrlich bin und so leid es mir tut, kann ich Euch nicht guten Gewissens zu Katzen raten, wenn ihr nicht für all diese Unwägbarkeiten eine Antwort findet.

      Vielleicht finden Dein Bruder und Du aber ja ein Tierheim in der Nähe, die Hilfe bei der Katzen- oder Hundebetreuung brauchen. Das ist zwar nicht genauso wie eine eigene Katze zu haben, aber ihr könntet damit mehreren Tieren helfen.

      Liebe Grüße
      Steffi

  71. Hallo,

    der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht bekomme ich ja doch eine Antwort 🙂
    Wir möchten uns ein Kätzchen zulegen. Da das Kleine Freigang haben wird und ich nur halbtgas arbeite, haben wir uns für nur eine entschieden. Nun haben wir jemanden gefunden, der seine zwei kleinen abgeben möchte. Unser Nachbar würde die zweite nehmen, so sehen sich die Geschwister auch recht häufig.
    Das Problem bzw. die Frage ist folgende: Wir fahren jetzt noch einmal zwei Wochen in den Urlaub und wollten das Kleine erst dann zu uns holen. Das geht leider nicht, da die jetzigen Besitzer auch noch in den Urlaub fahren. Die Überlegung wäre jetzt, dass unser Nachbar erst einmal beide nimmt und wir unsere dann holen sobald wir da sind. Aber ist das nicht evtl. zu viel Stress für die Kleine wenn sie sich zweimal umgewöhnen muss?
    Bin hin-und her gerissen…

    LG

    Maria

    • Hallo Maria,

      ja, manchmal brauchen meine Antworten ein kleines bisschen Zeit, aber eine Antwort bekommt jeder 🙂

      Hm, letztendlich hängt das ja ein kleines bisschen vom Kätzchen ab und davon, wieviel Stress sie jetzt schon haben.
      Was ich auf jeden Fall machen würde, wäre schon ein Körbchen/Decken/Katzenklo etc., das Du dann hinterher nutzt, beim Nachbarn hinzustellen, so dass das Kätzchen, wenn es dann zu Euch zieht, schon bekannte Gerüche hat. Außerdem könntet ihr ja die Umstellung vom Nachbarn zu Euch langsam gestalten, falls das Kätzchen eher ein Sensibelchen ist: also Du nimmst es beispielsweise erst mal einen Nachmittag mit zu Dir und schaust, wie es reagiert und bringst es notfalls erst einmal wieder zurück, wenn es zu aufgeregt ist, um zu schlafen. Vielleicht findet es das ja auch spannend bei Euch und fühlt sich direkt wohl.

      Also ich würde es mit Eurem Nachbarn so besprechen und dann schauen, wie das Kätzchen reagiert.
      Ich wünsche Dir viel Spaß mit Eurem neuen Familienmitglied.
      Steffi

  72. Hallo Steffi,
    meine Mutter arbeitet in einem Tierheim und dort wurde letztes Wochenende ein 6 Wochen altes Kätzchen abgegeben. Ich bin vor kurzem in eine eigene Wohnung gezogen und hatte mich schon längst entschieden ein Kätzchen aus dem Tierheim zu adoptieren. Also direkt Urlaub genommen und dieses kleine Fellknäuel mit nach Hause genommen. (Es hätte sonst im Tierheim noch einige Wochen in „Einzelhaft“ im Käfig sitzen müssen) Sie ist nun seit 5 Tagen bei mir zuhause und scheint sich absolut wohl zu fühlen. Sie frisst gut, benutzt das Katzenklo und ist sehr verschmust und zutraulich. Es ist aber ja nunmal trotzdem so dass 6 Wochen einfach viel zu früh für so ein kleines Wesen sind um von der Mama getrennt zu werden. Wie kann ich meiner kleinen helfen, dieses „traumatische“ Erlebnis einfacher zu machen? Und wie kann ich Problemen vorbeugen die möglicherweise mit so einer frühen Entwöhnung einhergehen? Vielen Dank schon mal für deinen Rat!

    • Hallo zurück,

      ich hoffe dem kleinen Würmchen geht es gut und es wächst und gedeiht prächtig?
      Wichtig bei so einer frühen Trennung ist eine gute tierärztliche Betreuung, um eben etwaigen Problemen der frühen Entwöhnung möglichst schnell entgegen zu wirken. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verdauungstrakt und das Immunsystem Schwachpunkte sein könnten. Allerdings habe ich mit so jungen Kätzchen ohne Mutter keine Erfahrung um da wirklich helfen zu können. Vielleicht kennt ja Deine Mutter einen guten Tierarzt, der da weiterhelfen kann?

      Ich wünsche Euch viele tolle Jahre miteinander.
      Steffi

  73. Hallihallo 🙂

    Mein Freund wünscht sich eine Katze, ich habe vom ganzen leider gaaar keine Ahnung. Wir wohnen in einer 60qm großen Wohnung. Reicht der Platz aus? Ich studiere und bin daher etwas häufiger zu Hause. Wären zwei Katzen trotzdem besser oder ist die Wohnung für zwei Katzen zu klein?

    LG Johanna

    • Hallo Johanna,

      natürlich ist eine große Wohnung und Freigang in einer sicheren Umgebung die Idealvorstellung von Katzenhaltung. Aber man kann ja durch geschicktes Anbringen von Regalen und Röhren an den Wänden auch eine kleine Wohnung für Katzen vergrößern und Katzen durch Spiele oder Training auslasten. Der große Vorteil der Stubentiger ist ja, dass sie gerne klettern und irgendwo oben drauf sitzen um alles überblicken zu können. Insofern würde ich schon sagen, dass eure Wohnung groß genug auch für zwei Katzen ist. Die sollten nur wirklich perfekt harmonieren, da auf 60qm nicht viel Platz ist, sich aus dem Weg zu gehen.
      Und ihr solltet explizit nach gemütlicheren Wohnungskatzen schauen und euch mit adäquater Katzenbeschäftigung auseinandersetzen, damit es ihnen nicht langweilig wird und sie dann eure Wohnung auseinander nehmen.

      Wir wünschen Euch ganz viel Spaß mit den tierischen Familienmitgliedern.
      Steffi

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*