Kratzbaum – alles rund um der Katze liebstes Möbelstück

Großer blauer Kratzbaum mit einer schlafenden Katze
Ein Kratzbaum ist das wichtigste Katzenmöbel überhaupt.

Neben Schlafen und Jagen ist Kratzen eine der liebsten Beschäftigungen unserer Stubentiger. Warum ist das so? Und was gibt es zu beachten, damit der vierbeinige Freund auch tatsächlich nur den Kratzbaum und nicht die Möbel oder Tapete benutzt? Auf dieser Seite verraten wir dir alles, was es zum Thema Kratzbaum für Katzen zu wissen gibt.

Hier kommst du direkt zu den zwölf Tipps, was du tun kannst, wenn deine Katze nicht an ihrem Kratzbaum kratzt.

Ein Kater liegt in einer Mulde und kratzt gleichzeitig am Stamm seines Kratzbaumes
Ein Kratzbaum ist für mehr als nur zum Wetzen der Krallen da. Er ist ein Platz zum Entspannen und Rumlümmeln.

Was ist ein Kratzbaum? Und wer hat ihn erfunden?

Ein Katzenkratzbaum ist ein Möbel, dessen Stämme aus Hartpappe oder Plastik meistens mit Sisal bespannt sind, um den Samtpfoten die Möglichkeit zum Wetzen ihrer Krallen zu geben. Mittlerweile gibt es auch Stämme aus Banana-Leaf oder Holz, die dem natürlichen Kratzbaum für Katzen, dem Baum, noch näher sind.

Großer blauer Kratzbaum mit einer schlafenden Katze
Ein Kratzbaum ist das wichtigste Katzenmöbel überhaupt.

Wer ihn genau erfunden hat, ist mir nicht bekannt. Aber es gibt ihn seit Jahrzehnten und wenn es am Anfang noch einfache Stämme gewesen sind, so sind sie im Laufe der Zeit immer ausgefallener und stylischer geworden. Wenn du es nicht möchtest, dann brauchst du keinen Kratzbaum mehr zu haben, der wie ein solcher aussieht und machst deinen Stubentiger (und damit dich selbst) trotzdem glücklich.

Warum Katzen am Kratzbaum kratzen

Katzen sind Raubtiere und brauchen scharfe Krallen . In freier Wildbahn sind diese unabdingbar um den Halt beim Klettern und Jagen nicht zu verlieren. Außerdem brauchen alle Katzentiere scharfe Krallen um die erlegte Beute an der Flucht zu hindern und um das Beutetier nach erfolgreicher Jagd festhalten zu können.
Die Krallen einer Katze bestehen aus verschiedenen Hornschichten. Durch Kratzen an festen Gegenständen werden die alten und stumpfen Hornschichten entfernt und die darunter liegende scharfe Kralle kommt zum Vorschein. Wenn du schon einmal eine alte Kralle gefunden hast, dann weißt du, wie stabil diese noch sind. Du kannst dir also vorstellen, dass es etwas Kraft benötigt, diese abzustreifen.

Ist dafür kein adäquater Kratzbaum vorhanden, werden andere sich nach Baumstamm anfühlende Dinge benutzt wie z.B. die Raufasertapete. Oder auch das Sofa. Dieses ist umso attraktiver, wenn die Katze daneben schläft. Das erste was Katzen nämlich gerne nach dem Aufstehen tun ist sich strecken und kratzen. Und vom Boden aus haben Sofas für unsere Stubentiger genau die richtige Höhe um sich lang zu strecken und dabei zu kratzen. Dieses ist Frühsport und Bereitmachen für die Ansprüche des Alltags aus Jagen und Klettern in einem. Der Instinkt ist auch in unseren Stubentigern vorhanden, die ihre Beute nicht mehr selbst erlegen müssen.

Eine einzelne Katzenkralle auf einem Stück Stoff
Katzenkrallen bestehen aus mehreren Hornschichten, die regelmäßig erneuert und abgestreift werden müssen, damit die Kralle scharf bleibt.

Ab wann brauche ich einen Kratzbaum?

Ab gestern! Im Grunde genommen brauchst du schon einen Kratzbaum, bevor du überhaupt dem ersten Stubentiger ein neues Zuhause bietest. Er gehört unbedingt zur Erstausstattung für Katzen dazu.

Warum? Weil es für die Samtpfote einfacher ist, diesen anzunehmen, wenn er schon so riecht wie der Rest der Wohnung. Du musst dir immer bewusst machen, dass Katzen Gewohnheitstiere sind und sich oftmals mit Veränderungen schwer tun. Wenn sie also nun die große Veränderung eines neuen Zuhauses verarbeiten muss und du ihr dann nach einer Woche auch noch einen neuen Kratzbaum mit wieder einem neuen Geruch vor die Nase stellst, dann wird der oftmals nicht so leicht angenommen. Steht dieser aber schon, wird er mit der Wohnung in Besitz genommen.

Eine Katze liegt auf einer Kommode
Katzen liegen zwar auch an anderen Orten als auf einem Kratzbaum, dennoch ist dieser durch nichts zu ersetzen.

Auch wenn du dir ein Kätzchen als neuen vierbeinigen Freund aussuchst, solltest du ihm bereits von Anfang an einen Kratzbaum zur Verfügung stellen. Wie alle jungen Lebewesen spielen Kätzchen für ihr Leben gern und lernen so spielerisch von Anfang an den Kratzbaum zu nutzen.

Was du beim Kauf eines Katzenkratzbaum beachten solltest

Wahrscheinlich wirst du den perfekten Kratzbaum nicht sofort finden, sondern musst ein wenig ausprobieren. Denn es hängt von verschiedenen Dingen ab, was den richtigen Katzenbaum ausmacht. Nachfolgend habe ich ein paar allgemeine Überlegungen aufgeführt:

  • Hast du einen Freigänger? Diese brauchen oft nur einen kleinen Rückzugsplatz und eine Kratzmöglichkeit neben dem Schlafplatz, weil sie lieber draußen an echtem Holz ihre Krallen schärfen. Aber wie oben schon erwähnt, kratzen alle Samtpfoten gerne direkt nach dem Aufstehen. Wenn dein Liebling also draußen jagt und drinnen schläft, dann solltest du eine Kratzmöglichkeit neben seinem Bettchen haben, damit er sich nicht eine sucht, die dir vielleicht nicht so gefällt.
  • Hast du eine reine Wohnungskatze? Dann brauchst du definitiv einen größeren Kratzbaum oder sogar mehrere! Schließlich hat dein Stubentiger nicht die Möglichkeit sich draußen auszutoben, sondern muss seine Energie in deiner Wohnung loswerden. Und dafür braucht er mehr als Boden, Tisch und Stuhl.
  • Mit wie vielen Katzen teilst du dein Leben? Ist es mehr als eine Samtpfote, dann solltest du unbedingt darauf achten, dass der Kratzbaum genügend groß ist, so dass auch alle gleichzeitig dort Platz finden. Sowohl zum Spielen als auch zum Schlafen. Vielleicht schlafen sie nicht oft alle zur gleichen Zeit auf dem Kratzbaum, aber sie werden sich ihre ganz persönlichen Höhlen und Mulden aussuchen und wollen dort niemanden anders schlafen lassen. Du solltest also für jeden Stubentiger einen Schlafplatz auf dem Kratzbaum anbieten.
Heller Kratzbaum mit drei Katzen auf verschiedenen Ebenen
Wenn du mehreren Stubentigern ein Zuhause bietest, dann sollte dein Kratzbaum entsprechend groß sein.
  • Wie alt sind deine Schmusetiger? Bei Kitten sollte dein Kratzbaum nicht zu hoch sein, denn ihr Spiel kann sehr wild werden und im Eifer des Gefechtes ist schon öfter mal ein Kätzchen vom Kratzbaum gepurzelt. Auf der anderen Seite wachsen die Kleinen sehr schnell. Idealerweise kann der Kratzbaum also erweitert werden und mitwachsen. Oder du nutzt den kleinen Anfangs-Kratzbaum als Zweitbaum, wenn aus deinem Kätzchen ein ausgewachsener Stubentiger geworden ist. Hast du hingegen Katzensenioren bei dir wohnen, solltest du darauf achten, dass der Kratzbaum leicht zu erklimmen ist. Denn wie auch bei uns Menschen, fällt es auch den Samtpfoten im Alter immer schwerer zu klettern und zu springen. Du hilfst ihnen dann indem du einen Kratzbaum mit kurzen Abständen und niedrigen Stämmen aussuchst oder Zwischenbretter anbringst.
  • Wie groß sind deine Katzen? Es gibt auch bei den normalen Hauskatzen große und kleine Vertreter. Gerade für die hochbeinigen Exemplare oder auch die Maine Cool und Norwegischen Waldkatzen sind normale Kratzbäume zu klein. Sie passen einfach nicht auf die Bretter und Ebenen ganz zu schweigen von den Röhren und Höhlen. Zählst du so einen Tiger dein eigen, solltest du darauf achten, einen großen Kratzbaum zu wählen. Oftmals haben diese dann auch stärkere Stämme und sind allgemein etwas stabiler gebaut.

Die perfekte Größe eines Kratzbaumes – insbesondere für große Katzen

Wie oben schon erwähnt, sind die einfachen und gängigen Kratzbäume für große Katzen oftmals zu klein.

Eine Katze schläft gequetscht auf einem kleinen Kratzbaum
Auf dem Kratzbaum sollte genügend Platz für deinen Liebling sein, damit er sich nicht zu sehr quetschen muss.

Insbesondere bei den von Natur aus hoch gewachsenen Arten wie Maine Cool und Norwegischer Waldkatze aber auch dem einen oder anderen größeren Britisch Kurzhaar sollte zu einem extra großen Kratzbaum gegriffen werden oder die Bretter individuell an der Wand befestigt werden, damit genügend Platz ist um von Brett zu Brett zu springen.

Dabei sollten nicht nur die Bretter größer sein, sondern du solltest auch darauf achten, dass die Stämme dicker sind (11 statt 9 cm Durchmesser) um eine größtmögliche Stabilität zu erzielen. Schließlich sind die großen Katzen auch die schwereren und entwickeln mit ihrem Körper eine enorme Kraft, wenn sie aus vollem Lauf auf den Kratzbaum hechten. Das kann schon einmal alles zum Wackeln und bei mangelnder Stabilität zum Umstürzen bringen.

Bei den dickeren Stämmen wird außerdem häufig auch dickeres Sisalseil verwendet, so dass auch eine längere Haltbarkeit gewährleistet ist. Denn größere Katzen haben auch gewaltigere Pfoten und längere Krallen und entwickeln so mehr Kraft bei ihrem Kratzen. Das halten kleine 9 cm-Durchmesser-Stämme mit 4-mm-Durchmesser-Sisal nicht lange aus. Daher solltest du lieber gleich die größere und stabilere Form wählen. Um nicht innerhalb eines kurzen Zeitraumes zweimal zu kaufen.

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Ansonsten hängt die perfekte Größe deines Kratzbaumes auch von den Gewohnheiten deines Stubentigers ab: Gehört er eher zu den ruhigeren oder wilderen Vertretern? Kratzt er lieber waagerecht oder senkrecht?

Du solltest deinen Kratzbaum auf jeden Fall nicht zu klein auswählen. Denn dann wird er schnell langweilig und nicht mehr genutzt werden. Stell dir einfach vor, was dir gefallen würde, wenn du deine Katze wärst.

Hoch, höher, am höchsten? Oder welche Höhe muss mein Kratzbaum haben?

Du kannst die Ausdehnung deines Kratzbaumes vermindern, indem du ihn in die Höhe baust. Auch hier gilt, dass die ideale Höhe eines Kratzbaumes von verschiedenen Faktoren abhängt. Kratzbäume mit Deckenspanner bieten etwas mehr Stabilität, sind aber meistens nur für normal hohe Decken (240cm) zu bekommen. Das heißt in einer Wohnung mit höherer Decke, wie es beispielsweise in Altbauwohnungen der Fall ist, hilft dir ein Deckenspanner wenig. Hier musst du den Kratzbaum also unbedingt irgendwie an der Wand befestigen, wenn er ohne nicht stabil steht.

Dann hängt die Höhe natürlich auch von deiner Samtpfote ab. Es gibt Katzen, denen kann es gar nicht hoch genug hinauf gehen. Sie liegen mit Vorliebe auf den allerhöchsten Punkten der Wohnung, damit sie in aller Ruhe auf ihr Reich und den persönlichen Dosenöffner herunterschauen können. Diesen Katzen kannst du auch mit Winkeln Kratzbretter oder Teile des Kratzbaumes hoch an der Wand unter der Decke befestigen und ihnen so zusätzlichen Raum bieten.

Katze thront unter der Decke auf einem Kratzbaum
Manchen Katzen kann es gar nicht hoch genug hinausgehen, damit sie den absoluten Überblick haben.

Dann gibt es auch Katzen, die lieber waagerecht kratzen und sich gar nicht so hoch hinauf trauen. Für diese reicht ein kleinerer oder flacher Kratzbaum und vielleicht ein Kratzbrett auf dem Boden. Es gibt auch andere Kratzmöbel, die für solche Samtpfoten geeigneter sind. Du solltest bei den Kratzbrettern unbedingt darauf achten, dass sie nicht weg rutschen.

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Wie oben schon erwähnt, solltest du bei sehr jungen Kätzchen nicht gleich mit einem deckenhohen Kratzbaum beginnen. Allerdings solltest du auch beachten, dass aus deinem Kätzchen ziemlich schnell ein ausgewachsener Stubentiger wird. Entweder benutzt du direkt einen Kratzbaum, den du erweitern kannst oder du machst aus dem ersten kleinen Kratzbaum den Zweitbaum in Schlafzimmer oder Küche.

Was gehört alles an meinen Kratzbaum?

Es gibt unzählig verschiedene Arten von Kratzbäumen und zusätzlich einen Haufen Zubehör. Gerade große Kratzbäume kannst du auf verschiedene Arten zusammenbauen. Aus was ein Katzenkratzbaum mindestens besteht und was du beim Kauf beachten solltest, verrate ich dir im folgenden Abschnitt.

Bodenplatte

Die Bodenplatte deines Kratzbaumes ist quasi dessen Fuß und für einen Großteil der Stabilität verantwortlich. Daher sollte sie groß und schwer sein. Du solltest darauf achten, dass sie nicht zu schmal ist, damit der Kratzbaum nicht in eine Richtung umfallen kann. Die Bodenplatten der gängigen Kratzbäume sind aus Hartpappe oder Spanplatten. Sind sie groß genug, sind sie auch hinreichend schwer und stabil. Es gibt mittlerweile aber auch Bodenplatten aus Vollholz.

Katzenkratzbaum mit großer Bodenplatte
Ein Kratzbaum braucht für einen stabilen Stand eine große Bodenplatte.

Stämme und Sisal

Neben der Bodenplatte sind die Stämme das Wichtigste an einem Kratzbaum. Bei den gängigen Kratzbäumen sind diese aus Hartpappe, die mit Sisal umwickelt wurden. Die kratzige Struktur dieses Naturseiles erinnert an die raue Borke von Bäumen, den natürlichen Kratzbäumen unserer Katzen und animiert sie so zum Wetzen ihrer Krallen.

Sowohl die Stämme als auch das Sisal gibt es in unterschiedlichen Dicken. Gängig sind Stämme zwischen 9 und 11 cm Durchmesser und Sisalseil im Durchmesser von 4-12 mm. Dünnere Varianten sind günstiger, halten aber besonders wilden Katzen nicht lange stand. Wenn du schon im Vorfeld weißt, dass dein Stubentiger ein Kratzweltmeister ist, dann solltest du dir auf jeden Fall die stabilere Variante zulegen.

Mittlerweile gibt es auch Stämme aus Holz oder Metall, die mit Sisal bespannt sind. Gerade Vollholz ist besonders stabil und schwer. So hast du den Vorteil, dass du deinen Kratzbaum nicht so schnell austauschen musst, weil das Sisal durchgekratzt ist oder die Plastikabdeckung mit dem Gewinde herausgebrochen ist.

Welche Art du dir aussuchst ist allerdings nicht nur eine Stabilitäts- sondern auch eine Kostenfrage. Gerade Stämme aus Vollholz sind wesentlich teurer als solche aus Hartpappe und Sisal.

Liege- und Kletterbretter

Die Liegebretter sind im Allgemeinen zwischen den Sisalstämmen angebracht und oft mit Plüsch bespannt. Auf ihnen kann dein Schmusetiger sitzen, schlafen, spielen. Dabei ist das gängige Plüsch zwar sehr flauschig, aber oftmals nicht sehr strapazierfähig. Dein Schmusetiger wird dort sehr gerne liegen, es aber gerade bei wilder Spielerei schnell zerreissen.

Mittlerweile gibt es daher auch Bretter, die mit Teppich bespannt sind oder die aus Banana Leaf oder Wasserhyazinthe gefertigt werden. Wie auch bei den vorher genannten Komponenten ist es sowohl eine Geschmacksache als auch eine Kostenfrage für welche Art du dich entscheidest.

Großer Kratzbaum mit weißer schlafender Katze
Ein Kratzbaum besteht aus der Bodenplatte, den Stämmen, Brettern und vielen anderen Möglichkeiten zum Liegen und Schlafen.

Doch egal für welche Bauart du dich entscheidest, du solltest beim Anbringen deiner Bretter darauf achten, dass sie versetzt angebracht werden. Das ermöglicht deinem Schmusetiger bequem nach oben und nach unten zu hüpfen. Katzen klettern zwar gerne senkrecht nach oben, aber gerade älteren Tieren fällt dies zunehmend schwer. Und je schwerer es ihnen fällt, desto weniger wird der Kratzbaum angenommen. Dem kannst du entgegen wirken, indem du dir Bretter gleich versetzt anbringst.

Mulden, Höhlen, Röhren

Ein Kratzbaum ist nicht nur dafür da, dass dein Schmusetiger seine Krallen schärft, sondern ist auch ein Schlaf- und Entspannungsplatz. Neben den Brettern auf denen diese liegen könne, gibt es auch verschiedenste Höhlen, Röhren oder Mulden zum Liegen, Kuscheln und Flätzen. Da Katzen gerne den Überblick haben, solltest du diese Schlafplätze weiter oben an dem Kratzbaum befestigen. So haben sie alles im Blick und können in Ruhe schlafen oder ruhen oder sich putzen oder wonach auch immer ihnen ist.

Bei den Mulden oder Hängematten solltest du darauf achten, dass nach unten genügend Platz ist, so dass dein Liebling nicht irgendwo aufliegt. Du möchtest in einer Hängematte ja auch lieber frei schwingen als auf dem Boden zu schleifen, oder? Wenn du hinsichtlich der Größe der Schlafmulde überlegst, dann wähle im Zweifel immer die kleinere. Klingt paradox? Aber hast du schon einmal das Phänomen beobachtet, dass sich Katzen in die kleinsten Kisten quetschen? Siehst du! Bei Mulden oder Hängematten ist das Phänomen das gleiche. Dort wollen Katzen sich nicht ausbreiten können, sondern sich bequem hineinquetschen. Warum auch immer. Zum Ausstrecken gehen sie dann schon woanders hin.

Eine Katze linst aus einer Mulde, die an einem Kratzbaum hängt
Mulden und Hängematten gehören zu den liebsten Schlafplätzen auf einem Kratzbaum.
Ein Kater liegt zusammengerollt in einer Kratzbaummulde, die auf dem Boden liegt
Manchmal ist es kaum zu glauben, aber Katzen mögen sich gerne eng zusammenrollen.

Höhlen und Röhren unterscheiden sich meistens in der Anzahl der Eingänge. Achte darauf, dass diese auch leicht zu erreichen sind. Und im Gegensatz zu den Mulden darf es hier ruhig auch ein wenig größer sein. Dein Schmusetiger sollte sich in der Höhle umdrehen können und bequem durch die Röhre passen. Sonst wird beides eher weniger benutzt werden.

Leitern oder schräge Bretter

Diese sind für junge Katzen eher zierendes Beiwerk. Sie werden höchstwahrscheinlich die Stämme senkrecht nach oben klettern oder direkt auf das höchste Brett springen. Doch gerade für altere Katzen können diese Hilfsmittel sinnvoll sein. Und auch Katzen, die es gewohnt sind eine Katzentreppe nach oben oder unten zu klettern, werden diese annehmen.

Eine Katze sitzt in einer Mulde auf einem kratzbaum und schaut zur Seite
Vielleicht wird eine Leiter von manchen Katzen nie benutzt. Andere sind froh, dass sie eine solche im Alter benutzen können.

Du solltest darauf achten, dass sie nicht zu steil angebracht sind. Denn hoch geht dann zwar noch, aber hinunter wird schwieriger. Außerdem sollten schräge Bretter rutschfest sein. Auf Plüsch kann es dann schnell eine Rutschpartie geben.

Seile, Mäuse und anderes Spielzeug

Zusätzlich zu den Kletter- und Schlafmöglichkeiten hängen an vielen Kratzbäumen Spielzeuge. Dieses sind Seile zum Kratzen oder Hackeln, Gummiseile mit Mäusen oder Federn am Ende zum Spielen oder ähnliches. Du solltest sie nicht ganz nach oben an den Kratzbaum deiner Katze hängen. Auf der einen Seite würde die Verletzungsgefahr steigen, wenn deine Katze im Eifer des Gefechtes beim Spielen vom obersten Brett fällt. Zum anderen kommst du nicht mehr an das Spielzeug um mitzuspielen.

Wenn möglich, sollte das Spielzeug austauschbar gewählt werden. So kann es ersetzt werden, wenn es kaputt gegangen oder uninteressant geworden ist.

Kosten

Wie du schon in den vorhergehenden Abschnitten lesen konntest, sind die Kosten für einen Kratzbaum sehr unterschiedlich. Sie fangen bei unter 20 € für einen kleinen, sehr einfachen Kratzbaum an und sind nach oben beliebig erweiterbar.

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Die gängigen Kratzbäume sind je nach Größe und Ausstattung meistens für unter hundert bis hin zu wenigen hundert Euro erhältlich. Bei Designer-Kratzbäumen, die nicht mehr nach solchen aussehen und aus Holz gebaut werden, geht es dann auch gerne in den vierstelligen Bereich.

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Dabei solltest du aber nicht den Sinn und Zweck des Kratzmöbels aus den Augen verlieren. Denn es hilft weder dir noch deinem Stubentiger, wenn der Kratzbaum zwar deinem Sinn für Ästhetik entspricht, von deiner Samtpfote aber nicht mehr als solcher erkannt wird. Schließlich ist der ideale Kratzbaum für deine Katze ein Wald.

Es bietet sich gerade für Katzenanfänger an, erst einmal ein günstiges Modell zu kaufen und dann zu schauen, was der Stubentiger gerne mag. Dementsprechend kann dann der nächste Kratzbaum ausgesucht oder der erste Kratzbaum erweitert werden.

Kratzbaum aufstellen

Du hast nun all die Entscheidungen getroffen und deiner Samtpfote einen Kratzbaum gekauft, der sowohl deinen als auch ihren Bedürfnissen gerecht wird. Doch es ist nicht damit getan den Kratzbaum zu kaufen, er möchte auch aufgestellt werden. Wenn du möchtest, dass Dein Stubentiger den Kratzbaum akzeptiert und deine Möbel verschont, dann solltest du auch beim Aufbauen das eine oder andere beachten.

Der allerwichtigste Faktor ist dabei Stabilität! Denn wenn du schon mal gesehen hast, wie die kleinen Fellnasen auf den Kratzbäumen herumtoben und welche Energie sie beim Kratzen aufbringen, dann verstehst du, warum so ein kleiner Kratzbaum dabei umstürzen kann! Daher gilt: Befestige den Kratzbaum für deine Katze mit mindestens einem Winkel an der Wand! Nur so vermeidest du Unfälle und Verletzungen bei deinem Schmusetiger.

Ein Wohnzimmer mit Kratzbaum und Katzenkiste
Der falsche Standort ist einer der Hauptgründe, warum Katzen einen Kratzbaum nicht annehmen.

Der geeignete Standort

Der richtige Standort ist der zweitwichtigste Faktor, den es beim Aufstellen zu beachten gilt. Stell dir dabei die Frage: wenn du deine Katze währst, wo möchtest du kratzen und liegen? Im dunklen Flur weit weg vom Familienleben? Oder mittendrin, so dass du nie deine Ruhe hast?

Richtig du solltest den goldenen Mittelweg wählen! Dein Katertierchen möchte dabei sein und sich nicht ausgegrenzt oder abgeschoben fühlen. Aber gleichzeitig ist der Kratzbaum sein ganz persönliches Reich. Wenn er sich dort nicht auch ein wenig zurück ziehen kann, dann fühlt er sich nicht wohl. Hohe bis deckenhohe Kratzbäume haben dabei den Vorteil, dass unsere Fellnasen sich nach ganz oben verziehen können. Dort kommen wir Menschen nicht an sie heran und sie haben ihre Ruhe aber gleichzeitig ihr Reich im Blick.

Das Wohnzimmer ist dafür ein gern genommener Ort. Vielleicht hinter oder neben dem Sofa. Allerdings nicht genau neben der Tür, die ständig auf und zu geht und vielleicht auch noch gegen den Kratzbaum schlägt. Vielleicht aber so, dass der Kratzbaum als Aufstieg für die Regale oder Schränke dient. Da sitzt der Schmusetiger dann noch unerreichbarer und kann über allem thronen.

Oder neben oder vor dem Fenster, so dass mit dem Ausguck nach draußen gleich auch noch ein Sonnenplatz mit Unterhaltungsprogramm geboten wird. Dort solltest du allerdings darauf achten, dass es nicht zieht, damit dein Liebling sich keine Bindehautentzündung oder ähnliches holt. Und du musst darauf achten, dass das Fenster gerade beim Kippen gesichert ist. Es gibt schwerwiegende bis tödliche Verletzungen, wenn Katzen in einem gekippten Fenster hängen bleiben!

Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass der Kratzbaum auf keinen Fall neben dem Katzenklo steht. Oder möchtest du neben der Toilette schlafen? Und auch Essen und Schlafen möchten sowohl wir als auch Frau Katze getrennt haben. Das schließt allerdings den kleineren Zweikratzbaum in der Küche für mehr Überblick auf die Essenzubereitung nicht aus.

Eine weiße Katze schläft auf einem Kratzbaum
Der richtige Standort mit Überblick aber trotzdem Ruhe, lässt Katzenherzen beruhigt schlafen.

Reinigung des Kratzbaum

Je nachdem was für einen Kratzbaum du hast und aus welchem Material die Schlafplätze sind, solltest du deinen Kratzbaum unterschiedlich reinigen. Bei den Brettern genügt es oftmals diese mit dem Staubsauger und einer Möbelbürste abzusaugen. Sollte Dein Liebling auf dem Kratzbaum doch mal erbrochen haben, reichen oftmals sanfte Reiniger und ein Schwamm. Alternativ kannst du auch einen Dampfreiniger verwenden.

Vermeiden solltest du Chemikalien oder aggressiven Reiniger. Sie sind nicht nur für viele Materialien nicht geeignet, sondern können auch gesundheitsschädlich für deine Katze sein. Zusätzlich wird durch den unangenehmen Geruch der Kratzbaum oft gemieden.

Kratzbaumwechsel

Wann du deinen alten Kratzbaum gegen einen neuen austauscht, ist dir selbst überlassen. Spätestens wenn er kaputt gegangen ist, solltest du dir einen neuen besorgen. Hierbei ist es oftmals hilfreich, schon einen neuen Kratzbaum aufzubauen, wenn der alte noch steht. Das erhöht gerade bei sensiblen Katzen die Akzeptanz. Denn wie du dich erinnerst, sind Katzen Gewohnheitstiere. Und ihren kompletten Kratzbaum auf einmal gegen einen neuen auszutauschen ist eine große Veränderung, die zu Verstörung auf Seiten deiner Katze führen kann. Vielleicht kannst du ja auch einen Teil des alten Kratzbaumes noch gebrauchen und in den neuen integrieren. Oder du lässt ihn als Zweitbaum an einem anderen Ort in der Wohnung stehen.

Entsorgung des alten Kratzbaum

Um deinen Kratzbaum zu entsorgen, musst du ihn wieder auseinander schrauben. Danach kannst du die Einzelteile beim Wertstoffhof abgeben. Oder du lässt ihn in größeren Teilen zusammen und bestellst den Sperrmüll. Dein Vorgehen sollte davon abhängen, wie es mit der Verschrottung von Möbelstücken in deiner Region gehandhabt wird.

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest ist die Entsorgung im Hausmüll. Dort ist zum einen nicht genug Platz und zum anderen gehört ein Kratzbaum dort nicht hinein.

Kratzbaum selber bauen

Es kann verschiedene Gründe geben einen Kratzbaum selber zu bauen:

  • Du hast Spaß an handwerklichem Arbeiten
  • Du willst Kosten sparen
  • Du möchtest hochwertige Materialien verwenden
  • Du brauchst einen einen individuellen Kratzbaum, der genau deinen eigenen Vorstellungen entspricht und zu deiner Einrichtung passt
  • – …

Dabei gibt es so viele Möglichkeiten wie einem die Kreativität erlaubt. Auf einigen Heimwerker-Seiten findest du tolle Bauanleitungen für Kratzbäume (und verschiedenen anderen Heimwerkarbeiten rund um die Katze). Allerdings solltest du dir bewusst machen, dass die sehr hochwertigen und kunstvoll gestalteten Kratzbäume selten tatsächlich kostengünstiger als die fertig gekauften sind.

Dafür gibt es aber auch einfachere und durchaus schmuckvolle Varianten, die auch die handwerklich eher ungeschickteren Dosenöffner durchaus vollbringen können.

Wie baue ich meinen Kratzbaum selber?

Wenn du handwerklich sehr geschickt bist, dann kannst du selbstverständlich aus den oben angegebenen Bastelanleitungen einen großen, tollen Kratzbaum mit allen Holzarbeiten selber machen.

Für die handwerklich nicht so versierten Katzenbesitzer gibt es aber auch Variationen, die einfacher zu realisieren sind:

  • Vorgefertigte einzelne Teile vom Kratzbaum verwenden und nur individuell zusammensetzen
  • Vorgefertigte Regale aus unbehandeltem Holz wie das System Ivar von IKEA benutzen, an denen starke, junge Katzen durchaus kratzen können. Dabei solltest du nur beachten, das Regal wirklich fest und sicher in der Wand zu befestigen
  • Andere Regale wie beispielsweise Lack von IKEA benutzen und mit Sisalteppich bekleben, so wie es bei dieser Katzenwand beschrieben ist.
  • Völlig selbstständig kreativ werden und aus einfachen Alltagsgegenständen Kratzbäume bauen (Ein Beispiel dazu findest du hier.

Und wenn du dich doch ein wenig ans Handwerken wagst, dann findest du hier eine Anleitung zum Bau einer Kratztonne.

Katze sitzt auf Kratztonne
Eine Kratztonne ist eine Alternative zu den klassischen Kratzbäumen und relativ einfach selbst zu bauen.

Materialien

Wenn du deinen Kratzbaum selber baust, dann solltest du auf jeden Fall Wert auf hochwertige Materialien legen. Wir haben dir aufgeführt, was du dabei beachten solltest:

Holz

Verwende nur unbehandeltes Holz. Eine Lasur oder Lack führt zum einen dazu, dass deine Katze vom Brett abrutscht und zum anderen ist die Lasur unter Umständen giftig für deinen Stubentiger.
Je nachdem welche Holzart du verwendest ist das Holz mehr oder weniger hart. Das heißt, dass es mehr oder weniger zum Kratzen geeignet ist. Solltest du das Holz tatsächlich zum Wetzen der Krallen gebrauchen wollen, solltest du darauf achten, dass es nicht zu leicht splittert. Du kannst dich dazu im Baumarkt auch beraten lassen.
Richtige Baumstämme sind für einen Kratzbaum natürlich noch schöner an zu sehen. Bedenke dabei aber, dass der ursprüngliche Kratz-Baum deiner Katze in den meisten Fällen Rinde trägt und es die Rinde ist, an der die Tiger ihre Krallen wetzen. Nur holst du dir bei einem Baumstamm mit Rinde mit großer Wahrscheinlichkeit auch das eine oder andere Krabbeltierchen ins Haus. Kennst du einen Förster? Prima, dann lass dich von ihm beraten 🙂

Kleine weiße Katze kratzt an einem Baum im Garten
Bäume sind die natürlichen Kratzbäume unserer Stubentiger.

Seil

Für Katzenkratzbäume wird Sisalseil verwendet. Die dünnsten Seile mit 4mm gehen ziemlich schnell kaputt. Besser sind 8-12mm dicke Seile. Wenn du selbst einen Stamm oder ähnliches mit Sisalseil umwickeln willst, solltest du darauf achten, dass es weder zu fest noch zu locker gewickelt ist. Denn entweder kann deine Katze dann nicht richtig daran kratzen oder aber das Sisal löst sich direkt wieder.
Alternativ kannst du schon fertige Sisalstämme kaufen und dabei auf deren Qualität achten oder mit Sisalteppich arbeiten, den du kleben kannst.

Stoff

Im Grunde genommen sind dir beim Stoff keine Grenzen gesetzt. Du solltest nur darauf achten, dass das Gewebe nicht zu empfindlich ist, denn sonst haben die Krallen deiner Schmusekatzen ihm bald den Garaus gemacht. Bewährt haben sich im Falle eines Katzenbaumes Teppichreste. Die sind im Allgemeinen nicht sehr teuer und schön robust. Und der eine oder andere Teppich lädt nicht nur zum Kuscheln sondern auch zum Kratzen ein!

Was du sonst noch beachten solltest

Befestigung ist bei jedem Kratzbaum das A und O! Bedenke, dass deine Fellknäule durchaus regelmäßig ihre wilden 5-Minuten bekommen und der Kratzbaum dann einem Ansturm aus vollem Lauf stand halten muss. Und nichts verleidet einer Katze ihren Kratzbaum mehr, als würde er gleich umfallen. Also befestige deine Kratzgelegenheit gut und sicher mit den richtigen Dübeln und Schrauben in der Wand und die einzelnen Teile aneinander. Lass dich bei Fragen lieber einmal mehr als einmal zu wenig beraten. (Und doch, es gibt auch nette Mitarbeiter in den Baumärkten!)

Und was, wenn die Katze nicht am Kratzbaum kratzt?

Katze kratzt an einer Wand
Wenn deine Katze an der Wand anstatt am Kratzbaum kratzt, hat das einen Grund, den es zu finden gilt.

Kratzen ist neben Fressen und Schlafen eine der Hauptbeschäftigungen unserer kleinen Stubentiger. Wie schon oben beschrieben, schärfen alle Raubtiere ihre Krallen. In der freien Natur haben sie dazu Bäume mit schön fester Rinde. Im heimischen Wohnzimmer sind solche Objekte eher selten. Daher müssen die kleinen Raubtiere andere Möglichkeiten finden, die ihnen zusagen. Wenn dabei der Kratzbaum außer Acht gelassen wird, solltest du dir überlegen, woran das liegt.

  • Steht der Kratzbaum stabil und wackelt nicht, wenn deine Katze ihn benutzt?
  • Hast du den richtigen Standort gewählt? Ist es nicht zu weit ab vom Trubel, aber auch ruhig genug? Zieht es nicht oder riecht komisch?
  • Ist der Kratzbaum für deine Katze als solcher erkennbar? Oder ist er zwar stylisch, aber es fehlen die Kratz-, Schlaf- und Spielmöglichkeiten?
  • Hast du den Kratzbaum oder die Möbel darum herum kürzlich gereinigt und den falschen Reiniger benutzt? Oder ist ein anderer Geruch an dieser Stelle dazu gekommen?

All diese Fragen können dich zu dem Punkt führen, der deinen Stubentiger davon abhält den Kratzbaum zu benutzen. Manchmal sind es offensichtliche Dinge, über die du dir vorher vielleicht nur nie Gedanken gemacht hast, manchmal sind es Kleinigkeiten.

Wie bringe ich meine Katze dazu den Kratzbaum und nicht die Möbel zu benutzen?

Wenn dein Liebling die Möbel anstelle des Kratzbaumes benutzt, dann ist das ärgerlich. Du solltest aber immer bedenken: deine Katze macht das nicht um dich zu ärgern! Es ist ein Instinkt. Und diesen musst du nur ausnutzen und in die richtige Gewohnheit lenken.

  1. Laut und deutlich „Nein“ sagen, wenn sie am Sofa oder einer anderen unerwünschten Stelle kratzt.
  2. Nimm deine Katze und setze sie auf den Kratzbaum, sobald sie wo anders kratzt. Dort kannst du ihr zeigen, wozu dieser gut ist beziehungsweise, dass sie keine Angst davor zu haben braucht.
  3. Du kannst auch behutsam eine Wasserspritze einsetzen. Diese erschreckt nur, schadet deiner Katze aber nicht so lange du vorsichtig vorgehst. Schließlich soll sich dein Stubentiger noch sicher bei dir fühlen und nicht ständig Angst haben.
  4. Beim Kratzen an der Wand solltest du an diese Stelle ein Kratzbrett stellen oder hängen oder auch einen kleinen Kratzbaum aufbauen.
  5. Kratzt dein Liebling am Sofa, so kann der Tipp von oben mit dem Kratzbrett funktionieren. Oder aber du versuchst etwas klapperndes an dieser Stelle zu installieren, so dass sie sich beim nächsten Kratzen erschreckt. Manchmal hilft auch glatte Folie oder eine Decke, so dass nichts mehr da ist, in das die Krallen geschlagen werden können.
  6. Versuche das Katzenkörbchen an eine andere Position zu stellen. Katzen kratzen direkt nach dem Aufwachen. Idealerweise sollte also der Schlafplatz neben einer Kratzmöglichkeit stehen.
  7. Schaffe genügend Abwechslung und spiele regelmäßig mit deiner Katze. Gerade viele reine Wohnungskatzen kratzen nicht nur um ihre Krallen zu schärfen, sondern aus purer Langeweile. Was du alles tun kannst, um deine Katze zu beschäftigen, liest du in unserem Ratgeber zu Katzenspielzeug.

Wie mache ich meiner Katze den Kratzbaum schmackhaft?

Katzen sind Gewohnheitstiere. Ein neuer Kratzbaum kann da schon ein gewaltiger Störfaktor sein. Mit den folgenden Tricks kannst du deinem Stubentiger die neue Kratzmöglichkeit aber schmackhaft machen.

  1. Gib deinem Liebling Leckereien auf dem Kratzbaum. Entweder lockst du ihn auf den Kratzbaum und fütterst ihn aus der Hand oder aber du verteilst seine Lieblingsleckerlies auf den verschiedenen Ebenen. Dann verbindet er ihn direkt mit etwas Positivem und wird auch in Zukunft mal hinaufspringen und schauen, ob nicht irgendwo etwas ist.
  2. Spiel mit deiner Katze auf dem Kratzbaum. Verlegt eure tägliche Spielstunde auf das neue Kratzmöbel. Dort kannst du viel schöner über die Ebenen toben und vielleicht bleibt dein Stubentiger nach dem Spielen gleich liegen.
  3. Du kannst auch Schmusestunden auf dem Kratzbaum abhalten und ihn somit in den Alltag integrieren.
  4. Wenn du weißt, dass dein Liebling das mag, dann versprühe oder verstreue Katzenminze auf dem Kratzbaum. Die meisten Katzen mögen das und reiben und wälzen sich darin. Dadurch verteilen sie gleich auch ihren Geruch am Kratzbaum und nutzen ihn dann auch ohne Katzenminze. Du solltest dir aber vorher absolut sicher sein, dass dein Liebling diesen Geruch mag und du solltest vorsichtig mit der Dosierung sein. Der Geruch bleibt eine Weile haften und ist nicht so leicht wieder zu entfernen.
  5. Baldrian hat eine ähnliche nahezu berauschende Wirkung auf viele Katzen. Auch hier gilt, dass du vorsichtig dosierst und sicher bist, dass deine Katze den Geruch mag. Am besten probierst du es vorher mit einem kleinen Spielzeug oder ähnlichem aus, das du notfalls wegwerfen kannst. Denn es gibt auch Katzen, die den Geruch nicht mögen und versuchen ihn mit Pinkeln zu überdecken
Eine Katze lümmelt in einer Mulde auf einem Kratzbaum
Wenn du alle Tipps beachtest, sollte einem entspannten Kratzbaumerlebnis nichts mehr im Wege stehen.

Mit diesem umfangreichen Ratgeber sollte es dir gelingen, den perfekten Kratzbaum für dich und deinen Stubentiger zu finden. Die Tipps und Tricks tragen hoffentlich dazu bei, dass wieder ein großes Stück Harmonie in euer gemeinsames Leben einzieht.

 

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Bildcredit: (c) Stefanie Vogt

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Über Steffi 86 Artikel
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

4 Kommentare

  1. Sehr schöner und umfangreicher Artikel den du da geschrieben hast 🙂 Sind im Prinzip alle Punkte die man beachten sollte ^^

    Besitzt du denn selbst auch einen oder mehrere plüschige Mitbewohner ?

  2. Hallo Steffi,
    toller und ausführlicher Beitrag zum Thema Kratzbäume. Hierbei sind alle Punkte beachtet die man bedenken sollte oder die einem im Laufe eines Zusammenlebens mit einer Katze so aufkommen.
    Ich habe selber 2 Katzen, beide Freigänger aber einen Kratzbaum sowie eine Kratzmöglichkeit in der Wohnung haben wir trotzdem.
    Viele Grüße,
    Heike

    • Hallo Heike,

      danke für das Lob.
      Ich denke auch, dass Freigänger ebenfalls ausreichend Kratzmöglichkeiten brauchen. Das schont auf jeden Fall die Möbel 😉

      Liebe Grüße
      Steffi

  3. Hallo,

    ich habe derzeit nur eine Katze, der ich selbstverständlich den Freigang zu Felder, Wälder und Co., nicht verweigern möchte.
    Anfangs hatte ich keinen Kratzbaum, da meiner sich zunächst einmal draußen vergnügte.
    Da er aber bei schlechtem Wetter ungerne nach draußen geht, hat sich dies leider schon mehrfach an meinen Möbeln bemerkbar gemacht.
    Seit dem ich meinem Kater einen Kratzbaum angeschafft habe, hat er nun auch eine kleine Indoor Beschäftigung auch bei schlechtem Wetter 🙂

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  1. Dieses Katzen Zubehör gehört in dein Katzen Starter-Set – Deine Katzen Grundausstattung | katzenkram.

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