Hundeversicherungen im Vergleich

Hund mit Themometer im Maul und blauem Kühlbeutel auf dem Kopf
Ist dein Hund krank, hilft dir eine Tierversicherung Kosten zu sparen!

Es heißt „Über Geld spricht man nicht.“ Aber genauso wenig wie über Geld sprechen wir Menschen gerne über Krankheit. Das ist auch nicht notwendig, so lange du gesund bist. Und da in Deutschland für Menschen eine Krankenversicherungspflicht herrscht, brauchen du und ich keinen Gedanken daran verschwenden, ob wir  uns krankenversichern oder nicht. Wir können uns nur unter bestimmten Umständen zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung entscheiden. Das ist aber auch gut so, denn so brauchst du dir um den finanziellen Aspekt einer Krankheit keine Gedanken machen. Du musst nicht entscheiden, ob du dir eine Behandlung, Medikamente oder die notwendige OP leisten kannst oder nicht.

Hier kommst du direkt zu den Vergleichsrechnern:

Ein Golden Retriever mit einem Coolpack auf dem Kopf und einem Erste-Hilfe-Kasten neben den Pfoten
Eine Krankenversicherung für den Hund hilft im Fall der Fälle Kosten zu vermeiden

Bei Tieren sieht die Sache da etwas anders aus. Ob Hund, Katze oder Maus, es gibt keinen Zwang unsere Haustiere mit einer Versicherung zu versorgen. Die einzige Ausnahme bilden unter bestimmten Umständen die Hundehaftpflichtversicherung, doch dazu später mehr. Allerdings besagt ein kluger Spruch: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Denn auch, wenn es dir wahrscheinlich so geht wie mir und du dir gar nicht vorstellen magst, dass dein vierbeiniger Freund etwas anderes als jung und gesund ist, so ist die Realität leider eine andere. Daher solltest du dir als Hundehalter einen Moment Zeit nehmen und dich auf dieser Seite informieren, welche Hundeversicherung es für deinen Hund überhaupt gibt und welche davon du abschließen solltest.

Welche Versicherungen gibt es für Hunde?

Wie eingangs erwähnt, kann auch der beste Freund des Menschen krank werden oder einen Unfall haben oder verursachen. Im Unterschied zu den Katzenversicherungen gibt es bei Hunden neben der reinen OP-Versicherung und der Hundekrankenversicherung auch noch die Hundehaftpflichtversicherung, zu der du hier direkt mehr erfährst.
Jede Hundeversicherung deckt verschiedene Schadensfälle ab, d.h. es kommen in unterschiedlichen Situationen andere Versicherungen für die daraus entstehenden Kosten auf. Diese Kosten können zum Teil erheblich sein. Wenn du schon einmal mehr als die übliche Impfung beim Tierarzt bezahlen musstest, dann weißt du, was ich meine. Neben den Kosten für die Behandlungen beim Tierarzt oder den Operationskosten solltest du auch nicht aus den Augen verlieren, dass dein Hund etwas kaputt machen oder jemanden verletzen könnte. Das muss er gar nicht mit Absicht machen. Aber wie schnell ist in einem unbedachten Moment die teure Vase mit der vor Freude wedelnden Rute vom Tisch gefegt oder auf der Jagd nach dem Ball der Fahrradfahrer übersehen worden? Für solche Unfälle kommt dann eine Hundehaftpflichtversicherung auf.

OP-Versicherung für Hunde

Ein Hund in einem OP-Saal auf einer Liege
Eine OP kann für dich enorme Kosten bedeuten. Dagegen hilft eine Hunde OP-Versicherung.

Bei den Kosten, die bei einem Tierarztbesuch auf dich zu kommen, kannst du grob zwischen Routine- oder Bagatellverletzungen und ernsthaften Erkrankungen unterscheiden.
Zu den Routinebesuchen beim Tierarzt, die eine Operation notwendig machen, gehören Routineeingriffe wie eine Kastration oder Sterilisation. Hier sind wie bei kleineren Verletzungen oder Krankheiten die Kosten für den Tierarztbesuch und die Medikamente überschaubar und werden sich meistens im unteren dreistelligen Bereich bewegen. Außerdem sind diese Operationen planbar. Du weißt also im Voraus, was es kostet und kannst notfalls darauf hin sparen.
Doch wenn es bei deinem vierbeinigen Freund zu einer ernsthafteren Erkrankung kommt, die eine Operation nach sich zieht, werden die Rechnungen auch schnell mal vierstellig. Und in den wenigsten Fällen kannst du damit warten, den gebrochenen Lauf oder das gerissene Kreuzband operieren zu lassen. Und auch ein Nieren- oder Blasenstein, der nicht von alleine abgeht oder ein Geschwür, das entfernt werden muss, kann nur eine kurze Weile aufgeschoben werden.

Was ist eine OP-Hundeversicherung und was wird bezahlt?

Eine OP-Versicherung für deinen Hund übernimmt wie der Name schon sagt die Kosten für eine durch Unfall oder Krankheit notwendig gewordene Operation. Das heißt, du bezahlst wie bei deiner eigenen Krankenversicherung einen monatlichen Beitrag und wenn deinem Liebling etwas zustößt, was eine Operation notwendig macht, dann übernimmt die Versicherung die Kosten für diese Operation. Je nach Versicherung und Vertrag gibt es dabei erhebliche Unterschiede im Leistungsumfang. Bei einigen Versicherungen wie der Uelzener werden auch die Kosten für die Untersuchungen vor der Operation und die Verbandskosten übernommen. Es gibt Versicherungen wie die Helvetia, die dir nur anteilig die Kosten für die Operationen bezahlen (80%), andere wie die Agila übernehmen die vollen 100% der Kosten. In vielen Fällen gibt es eine Deckungsgrenze, d.h. es wird pro Jahr nur eine begrenzte Summe an Kosten (beispielsweise bei der Allianz bis maximal 4000€ im Jahr) übernommen. Bei anderen Fällen kannst du als Hundehalter selbst wählen, wie hoch die Leistungsgrenze gesetzt wird. Allgemein ist der monatliche Beitrag bei den Versicherungen mit unbegrenzter Leistungsgrenze (das heißt, es werden wirklich sämtliche Operationskosten übernommen) höher als bei denen mit einer begrenzten Deckungssumme.  Bei der Uelzener wird in der OP-Versicherung für Hunde sogar ein Zuschuss für eine Kastration gezahlt.
Du siehst, es lohnt sich auf jeden Fall die verschiedenen Versicherungsanbieter zu vergleichen:

 

Wer braucht eine OP-Versicherung?

Das ist eine gute Frage, die im Grunde genommen ganz leicht zu beantworten ist: Jeder Hundebesitzer, dessen Tier operiert werden muss!

Hund mit Themometer im Maul und blauem Kühlbeutel auf dem Kopf
Ist dein Hund krank, hilft dir eine Hundeversicherung Kosten zu sparen!

So weit so gut. Nur leider weißt du ja nicht im Voraus was im Laufe des Hundelebens deines Lieblinges passieren wird. Und du hoffst wahrscheinlich wie jeder Hundehalter, das schon keine Operation notwendig werden wird. Grundsätzlich kannst du dir aber überlegen, wie hoch das Risiko für deinen Liebling ist, sich zu verletzen. Wenn du einen aktiven Hund hast, mit dem du regelmäßig Agility machen und stundenlang mit dem Fahrrad in der wilden Natur unterwegs sein willst, dann ist dort das potentielle Unfallrisiko höher, als wenn du einen Schoßhund hast, mit dem du mehr in der Wohnung schmust als dass du in der freien Natur unterwegs bist.
Letztendlich musst du selbst entscheiden, ob du dir die monatlichen Kosten leisten willst (und kannst) um für den Fall der Fälle abgesichert zu sein.

Wer bietet sie an und was kostet sie?

Es gibt im Moment (Stand August 2014) fünf verschiedene Anbieter reiner Hunde OP-Versicherungen:

  1. die Agila Haustierversicherung AG
  2. Tiergarten Versicherungsdienst GmbH (Petplan)
  3. Uelzener Allgemeine Versicherungsgesellschaft AG
  4. Allianz Group
  5. Helvetia Swiss Insurance Company Ltd

Dabei reichen die monatlichen Beiträge von  9,90€ bis 19,90€ bei wie oben erwähnt unterschiedlichem Leistungsangebot.

Vergleichsrechner Hunde OP-Versicherungen

Hundekrankenversicherung

Neben den reinen Hunde OP-Versicherungen gibt es auch Hundekrankenversicherungen. Meistens sind diese gemeint, wenn du ganz allgemein von Hundeversicherung sprichst. Im Grund genommen gelten auch hier die Überlegungen wie bei der reinen Hunde OP-Versicherung: kleinere Erkrankungen wie ein aufgerissener Ballen oder die jährlichen Impfungen und Entwurmungen sind gut zu kalkulierende und überschaubare Kosten im oftmals nur zweistelligen bis niedrig dreistelligen Bereich. Doch wie auch beim Menschen, ist dein Liebling leider nicht vor Erkrankungen gefeit. Das können Infektionen sein, die sich dein Hund bei anderen Hunden holt oder angeborene Herzerkrankungen oder die im Alter gar nicht so seltenen Nieren- oder Lebererkrankungen.

Braucht mein Hund eine Krankenversicherung und was bezahlt sie?

Ein Hund liegt auf einem Tisch und wird von einem Tierarzt behandelt
Eine Hundekrankenversicherung übernimmt sämtliche Tierarztkosten

Diese Frage ist genau wie die nach einer Hunde OP-Versicherung schwer zu beantworten. Natürlich hoffst du, dass dein vierbeiniger Freund niemals krank wird. Aber vielleicht wird er es doch und du kannst dir die hohen Behandlungskosten nicht leisten. Was machst du dann?
Hundekrankenversicherungen funktionieren wie unsere Krankenversicherung auch: du bezahlst einen monatlichen Beitrag und sollte dein Hund krank werden, übernimmt die Hundeversicherung die Kosten für die Behandlung beim Tierarzt.
Im Gegensatz zu der reinen Hunde OP-Versicherung werden also neben den Operationskosten auch Leistungen wie Blutabnahmen und Laborwerte, Röntgen- oder MRT-Untersuchungen, Ultraschall und EKG, Untersuchungen der Ohren und Augen erstattet. Bei einigen Versicherungen wie der Agila sind auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen, Wurmkuren und Zecken- bzw. Flohprophylaxe im Leistungsumfang enthalten. Bei der Uelzener ist in dem Leistungsumfang der Hundekrankenversicherung auch eine Hunde-Rechtsschutz mit eingebunden, die sich um Streitigkeiten bei Unfällen kümmert. Ebenso werden homöopathische Behandlungen und Akupunktur von einigen Versicherungen wie der Petplan übernommen.
Auch hier lohnt es sich wieder zu vergleichen.

 

Einige Versicherungsgesellschaften bieten für einen geringeren monatlichen Beitrag Selbstbeteiligungen an und begrenzen die Leistungssumme, andere tun dies nicht. Bei der Agila sind ab dem fünften Lebensjahr des Tieres bis zu 20% pro Versicherungsfall Selbstbeteiligungskosten zu bezahlen, bei Petplan 40€ pro Rechnung. Die Uelzener bietet Versicherungen mit 150€ Selbstbeteiligung oder ganz ohne an. Dabei erhöht sich bei der Hundekrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung der monatliche Preis. Allianz und Helvetia haben eine Obergrenze der jährlich gezahlten Summe von 3000-4000€.

Hund mit mehreren Verbänden.
Dem kleinen Hund geht es bald wieder besser.

Wie ist das mit der Gebührenordnung?

Die Gebührenordnung beim Tierarzt ist festgelegt. Das bedeutet, dass für jeden Tierarzt festgelegt ist, was er für eine bestimmte Leistung verlangen kann. Doch kann jeder Tierarzt nach Behandlungsaufwand entscheiden, ob er den einfachen, zweifachen oder dreifachen Gebührensatz berechnet. Das bedeutet, dass beispielsweise eine normale Kastration ohne Komplikationen während der Sprechzeiten den einfachen Satz kostet während für eine komplizierte Operation eines Unterschenkelbruches an Feiertagen der dreifache Satz der Gebührenordnung berechnet wird. Dieses Prinzip ist im Übrigen auch bei den Ärzten für uns Menschen nicht anders. Nur bekommst du deine Rechnungen selten zu sehen, wenn du nicht Privatpatient bist.
Du hast als Hundebesitzer keinen Einfluss auf die Gebührenordnung deines Tierarztes. Aber du solltest bei der Wahl deiner Hundekrankenversicherung beachten, dass manchmal nur bis zum zweifachen Satz der Gebührenordnung bezahlt wird, also nicht der dreifache. Bei Petplan beispielsweise kannst du zwischen dem zweifachen und dreifachen Satz der Gebührenordnung wählen. Bei dem zweifachen Satz sind deine monatlichen Versicherungskosten niedriger.

Wer bietet eine Hundekrankenversicherung an und was kostet sie?

Alle fünf Anbieter von Hunde OP-Versicherungen bieten auch Hundekrankenversicherungen an.

  1. die Agila Haustierversicherung AG
  2. Tiergarten Versicherungsdienst GmbH (Petplan)
  3. Uelzener Allgemeine Versicherungsgesellschaft AG
  4. Allianz Group
  5. Helvetia Swiss Insurance Company Ltd

Da in der Hundekrankenversicherung die Hunde OP-Versicherung enthalten ist, sind die monatlichen Kosten höher.  Die Höhe der monatlich zu zahlenden Versicherungssumme unterscheidet sich nicht nur nach dem Eintrittsalter des Hundes sondern auch nach der Rasse bzw. nach dem Gewicht. Dabei beginnen die monatlichen Beiträge zwischen 18€ und 36€. Also lohnt es sich, wenn du dir gerade erst einen jungen Hund gekauft hast sofort eine Hundekrankenversicherung abzuschließen und nicht erst zu warten, bis dein Liebling zum ersten Mal zum Tierarzt muss.

Vergleichsrechner Hundekrankenversicherung

Die Haftpflichtversicherung für den Hund

Nun hast du dich schon mit der Frage Hunde OP-Versicherung oder Hundekrankenversicherung geplagt und dann kommt der dicke Hund noch. Im Gegensatz zu den Versicherungsmöglichkeiten für Katzen oder andere Kleintiere, gibt es bei Hunden als dritte und wichtigste Hundeversicherung noch die Hundehaftpflichversicherung oder auch Hundehalterhaftpflicht. Dabei geht es nicht um die Gesundheit deines Hundes, sondern um die eventuell durch ihn verursachten Schäden an Personen oder Sachen für die du als Hundehalter haftbar zu machen bist.

Was bezahlt eine Haftpflicht?

Ein Cartoon mit einem Hund, der ein Auto fährt und einen Menschen überfahren hat
Ein von deinem Hund verursachter Unfall kann schlimme Folgen haben – auch für dich als Halter

Stell dir vor, dein Hund erschrickt sich ganz fürchterlich, reißt sich von der Leine los und rennt auf die Straße. Der dort fahrende Radfahrer weicht ihm aus, stürzt und rutscht unter ein Auto, das gerade noch ausweichen kann, dabei aber gegen einen Laternenmast fährt. Die Hundehaftpflicht oder Tierhalterhaftpflicht bezahlt dabei die Schäden am Fahrrad, am Auto sowie die Behandlungskosten und den Verdienstausfall des Fahrrad- und Autofahrers. Das Szenario muss auch gar nicht so schlimm sein. Dein Hund kann auch einfach nur bei der freudigen Begrüßung der Nachbarin deren teure Jacke ruinieren. Oder die alte Vase von Tante Frieda mit der Rute vom Tisch wedeln. Was auch immer du dir vorstellen kannst, was passieren könnte, mit einer Hundehaftpflichtversicherung musst du es nicht aus der eigenen Tasche bezahlen.

Sie funktioniert im Grunde genommen genau so wie deine normale Privathaftpflicht: du zahlst einen monatlichen Versicherungsbeitrag und wenn dein Hund bei jemandem anderes etwas kaputt macht, dann springt deine Versicherung ein und bezahlt die entstandenen Kosten. Dabei werden sowohl Personen- als auch Sachschäden oft in Millionenhöhe erstattet. Manchmal sind ebenfalls Mietschäden, die durch deinen Hund entstanden sind, abgedeckt oder die Vertretung vor Gericht im Falle eines Rechtsstreites. Bei den meisten Versicherungen gibt es eine Selbstbeteiligung von 150€ pro Schadensfall, bei der Agila sind es nur 80€. Aber bei Schäden, die leicht in den vier- fünf- oder sogar sechsstelligen Bereich gehen können, verschmerzt du das bestimmt gerne.

Dieser Hund hat wenigstens nur Sachschaden verursacht.
Dieser Hund hat wenigstens nur Sachschaden verursacht.

Wie bei jeder anderen Versicherung, lohnt es sich auch hier die Leistungen zu vergleichen. Informationen hierzu findest du auf Webseiten wie beispielsweise hundehaftpflicht-vergleich.org.

Nicht nur die Deckungssumme variiert von 3 Millionen € bis 15 Millionen €. Auch das, was versichert ist, variiert. Denn bei der Helvetia sind bestimmte Hunderassen wie Bullterrier und Mastiffs nichts versicherbar. Bei der Hanse Merkur hingegen gibt es weder Rassebeschränkungen noch einen Leinen- oder Maulkorbzwang. Beachten solltest du auch, ob deine Hundeversicherung auch einspringt, wenn ein anderer auf deinen Hund aufpasst. Das ist die so genannte „Leistung bei Fremdhütung“. Wenn du viel mit deinem Hund unterwegs bist, kann es von Vorteil sein, wenn wie bei der Uelzener auch Bergungs- und Rettungskosten übernommen werden. Manche Versicherungen schränken die Teilnahme an Veranstaltungen wie Hunderennens oder Hundeschauen aus. Möchtest du diese mit deinem Liebling besuchen, dann solltest du dir eine Versicherung wie die Hanse Merkur oder Uelzener suchen.
Ist dein Hund nicht kastriert, solltest du darauf achten, dass auch der ungewollte Deckakt mit versichert ist. Denn auch dort können hohe Kosten geltend gemacht werden.

Wer bietet eine an und was kommen an Kosten auf mich zu?

Es gibt einen Haufen Anbieter für Hundehaftpflichtversicherungen. Fast jede Versicherungsgesellschaft, die auch Haftpflichtversicherungen für Menschen anbietet, bietet auch welche für Hunde an, wie z.B. die Hanse Merkur, die Gothaer, die HUK. Oftmals gibt es auch Erweiterungen für die Privathaftpflicht für Hundebesitzer, so dass neben den von dir selbst verursachten Schäden auch die deines Hundes mit abgedeckt sind.
Die Tarife variieren je nach Versicherung und nach gewähltem Umfang. Sie liegen aber nahezu alle bei unter 10€ im Monat. Bei der agila beispielsweise bekommst du diese zwischen 6 und 9,92€ im Monat. Dabei ist in allen Tarifen eine Selbstbeteiligung von 80€, ein Auslandsschutz und die volle Leistungserbringung bei Fremdhütung enthalten. Allerdings muss man die verschiedenen Tarife genauestens vergleichen, denn diese unterscheiden sich nicht nur in der Deckungssumme für Personen – und Sachschäden sondern auch im Bereich der Mietsachschäden. Bei der Hanse Merkur beginnt die Tierhalterhaftpflichtversicherung bei 4,31€ im Monat für 5 Millionen€ Deckungssumme bei 200€ Selbstbeteiligung.
Einige Versicherungen wie die Agila, Helvetia oder Uelzener bieten sowohl Haftpflicht als auch Krankenversicherungen für deinen Hund an. Wenn du dort beide Versicherungen abschließt, bekommst du einen Rabatt angeboten. Das gleiche Prinzip gilt bei der Versicherung von mehr als einem Hund. Dabei musst du für den zweiten (dritten, vierten, …) Hund meist deutlich weniger bezahlen als für den ersten.

Vergleichsrechner Hundehaftpflicht

Brauche ich eine Haftpflichtversicherung für meinen Hund?

Diese Frage ist eindeutiger zu beantworten als die Frage nach der Hundekranken- oder OP-Versicherung. Je nach dem Bundesland, in dem du wohnst, gibt es (mehr oder weniger) eindeutige Regelungen, ob du eine Hundehaftpflicht brauchst oder nicht. Die Bestimmungen und weitere Informationen kannst du hier nachlesen.

Bei Kosten unter 10€ monatlich und der auf der anderen Seite ziemlich hohen Kosten, die auf dich zukommen können, würde ich jedoch jedem Hundehalter zu einer Hundehalterhaftpflicht raten!

Cartoon mit einer Frau, die von einem Hund in den Hintern gebissen wird
Für den Fall der Fälle bist du mit einer Hundehaftpflichtversicherung abgesichert

Sonstige Versicherungen für meinen Hund

Es gibt neben der Hunde OP-Versicherung, der Hundekrankenversicherung und der Hundehaftpflicht noch andere Versicherungen, die für den Hund angeboten werden. Dabei ist insbesondere die Hunderechtsschutz zu nennen, die für Streitfälle aufkommt, die infolge eines durch deinen Hund verursachten Unfalles entstehen. In manchen Fällen wie bei der Uelzener sind diese in der Hundekrankenversicherung mit integriert. Des Weiteren bieten manche Versicherungen in der Krankenversicherung oder extra ein Krankenhaustagegeld an. Das bedeutet nicht, dass du Geld bekommst, wenn dein Hund in der Tierklinik bleiben muss, sondern, dass dir ein bestimmter Betrag gezahlt wird für den Fall, das du selbst ins Krankenhaus musst. Dieser Betrag ist dafür gedacht dich bei der Unterbringung deines Hundes in einer Pension zu unterstützen.

Die Qual der Wahl

Außer wenn du in den Bundesländern lebst, in denen eine Hundehalterhaftpflicht rechtlich vorgeschrieben ist, kannst du frei entscheiden ob und wie du deinen Hund versichern möchtest. Letztendlich kann dir diese Entscheidung auch niemand abnehmen. Vielleicht lebt dein vierbeiniger Freund ein unfall- und krankheitsfreies Leben und du ärgerst dich, dass du jeden Monat so viel Geld bezahlt hast. Vielleicht passiert aber auch ein dummer Unfall oder du hast das Pech und dein Liebling wird ernsthaft krank und du stehst vor einem großen Haufen Schulden. Es ist wie bei jeder Versicherung, sie spielt mit deinen Ängsten und dem „Was wäre wenn“.

Da sich die Kosten aber in überschaubaren Grenzen halten, würde ich jedem Hundebesitzer sowohl zu einer Hundehaftpflicht als auch mindestens zu einer Hunde OP-Versicherung raten. Besser man hat als man hätte!


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Bildcredit: (c) javier brosch - Fotolia.com

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Über Steffi 86 Artikel
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

2 Kommentare

  1. Hundehaftpflicht ist ein „Muss“, auch wenn -bzw. wo- sie nicht vorgeschrieben
    ist. Zur Hundekrankenversicherung gibt es aber Alternativen, z.B. Geld auf einem extra Sparbuch ansparen.Unser letzter Hund war bis zum 10.Lebensjahr nicht krank. Es fielen nur Kosten für Impfungen an. Im 11.Jahr erlitt er eine
    Hornhautverletzung,die Behandlung kostete über 1.500 Euro. Etwa 3 Monate später rutschte er aus und schonte danach hinten links.Die Behandlung mit Schmerz-Mitteln und dann mit Kortison half nicht, er lahmte auf beiden Hinterläufen.
    Er wurde 2mal geröngt (Verdacht auf Bandscheibenvorfall. Nochmaliges Röntgen
    sowie CT und MRT bestätigten die Diagnose. Durch Verschiebung der Wirbel waren
    Nerven irreparabel beschädigt. Der Hund wurde in der Narkose eingeschläfert.
    Die Kosten beliefen sich auf ca. 2.000 Euro. Das bedeutete Tierarztkosten von
    ca. 3.500 Euro innerhalb von gut 4 Monaten. Eine Krankenversicherung mit mtl.
    50 Euro hätte jedoch bis zum 10.Lebensjahr immerhin 6.000 Euro gekostet und das
    wäre kaum mehr als eine Basisversicherung mit Obergrenzen, SB usw. Man weiß
    eben nie, wann oder ob solche Kosten überhaupt entstehen. Für den neuen Hund
    werden ich mich daher wohl für die Sparbuch-Variante entscheiden. Wenn dem Hund
    frühzeitig etwas passiert, was richtig teuer wird, dann war die Entscheidung
    falsch.

    • Ja das ist halt das schwierige bei allen Versicherungen. Wenn gleich am Anfang kurz nach dem Abschluss etwas passiert, lohnen sie sich richtig. Wenn erst am Ende etwas passiert, rechnen sie sich oftmals nicht. Es ist halt das verminderte Risiko, was man dort mit bezahlt. Und ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, weiß man leider immer erst hinterher…

      Aber es stimmt, dass eine Hundehaftpflicht für jeden Hundehalter ein Muss sein sollte! Denn die dort entstehenden Kosten können ungleich viel höher werden als die Tierarztkosten.

      Wir wünschen ganz viele gesunde Jahre und viel Spaß mit dem neuen Hund!

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