Aufzucht von Katzenbabies ohne Mutter – Flaschenaufzucht von Katzenwaisen

Aufzucht Katzenbabies - Handaufzucht von Katzenwelpen
Satt, geborgen und zufrieden - so gelingt die Handaufzucht von Katzenwelpen.

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In diesem Artikel möchte ich dir beschreiben, wie die Handaufzucht von Katzenwelpen gelingen kann, wenn das Muttertier nicht mehr verfügbar ist.

Leider kommt es hin und wieder vor, dass Katzenwelpen mutterlos aufgefunden werden oder eine Katze nicht in der Lage ist, die Kitten zu versorgen. Ich habe einige Jahre lang eng mit zwei Tierschutzvereinen zusammengearbeitet und mehrere Würfe Katzenwelpen aufziehen können. Das macht viel Freude, ist aber auch nahezu ein Fulltimejob und nicht ganz einfach. Du erfährst hier, was dabei zu beachten ist, damit die Kleinen sich bestmöglich entwickeln.

Welpenaufzucht – welche Möglichkeiten gibt es?

Auch wenn es im Volksmund heißt, Katzen sind zäh, sind die Katzenwelpen doch zarte Tierchen und dehydrieren und unterzuckern relativ schnell. Meine erste Handaufzucht war ein Viererwurf Kätzchen, die etwa zweieinhalb Wochen alt waren. Sie waren Montagmorgens von Arbeitern beim Entpacken einer Palette in einem Hohlraum entdeckt worden. Die Palette war am Wochenende zuvor auf einem LKW aus Italien gekommen, ein Muttertier war weit und breit nicht zu sehen. Wie lange die Kleinen unversorgt waren, war nicht zu klären, aber sie wirkten recht fit und nach kleineren Anlaufschwierigkeiten haben alle es geschafft.

Grundsätzlich gilt – die Mama macht immer den besten Job und alles andere kann bloß eine Notlösung darstellen. Es kommt aber – wenn auch selten – vor, dass ein Muttertier ihre Babies nicht annimmt, durch die Geburt sehr geschwächt ist oder gar nicht mehr aufzufinden ist. Welche Möglichkeiten gibt es dann, damit die Kleinen eine Überlebenschance haben?

Unterstützung eines geschwächten Muttertieres

Geschwächte Mutterkatze nach der OP
Nach einer stressigen Geburt/Operation ist das Muttertier manchmal nicht in der Lage, sich um die Welpen zu kümmern.

Manchmal ist ein Muttertier durch die Geburt oder äußere Umstände so geschwächt oder gestresst, dass sie nicht – wie eigentlich von der Natur gedacht – ihre Welpen wie selbstverständlich versorgt. In einem solchen Falle muss unbedingt versucht werden, das Muttertier zu entlasten, eine ruhige, stressfreie Umgebung zu schaffen, etwaige Schmerzen (beispielsweise nach Kaiserschnitt) zu minimieren und vielleicht in der ersten Zeit die Mutterkatze bei der Aufzucht ihrer Babies zu unterstützen. Manchmal braucht es, wenn die Rahmenbedingungen dann stimmen, einfach etwas Geduld, damit alles in seine natürlichen Bahnen gerät. Vielleicht müssen die Kleinen (unter steter Beobachtung) bei ihrer Mutter mehrfach angelegt werden, vielleicht muss auch am Anfang etwas zugefüttert oder bei der Bauchmassage unterstützt werden. Tierbabies haben immer die besten Chancen, wenn die eigene Mutter sie versorgt. Ganz wichtig dabei ist auch die Kolostralmilch (auch Kolostrum, Vormilch, Erstmilch, Biestmilch genannt), die in den ersten vier Tagen nach der Geburt mit einer Extraladung Antikörpern Darm und Immunsystem der Kitten stärkt und genau auf sie abgestimmt ist.

Aufzucht durch eine Ersatzmutter

Hund übernimmt Rolle der Katzenmama
Die alte Kaukasenhündin Aris, schwerverletzt von Griechenlands Straßen gerettet, übernahm gutmütig die Rolle der Oma.

 

Besteht keinerlei Chance, die Katzenwelpen von ihrer eigenen Mutter großziehen zu lassen, ist die nächstbeste Lösung eine Amme. Dies kann eine sanftmütige Katze sein, auch mit eigenem Wurf, der optimalerweise in einem ähnlichen Alter ist. Natürlich muss gut überwacht werden, ob die Mutterkatze gestresst oder gar aggressiv auf den fremden Nachwuchs reagiert. Ist dies der Fall, muss eine andere Lösung gesucht werden. Die Anzahl der zu versorgenden Welpen ist zudem zu beachten. Es bringt nichts, wenn das Muttertier überfordert wird. Auch auf reichhaltige Ernährung der Mutterkatze muss dann besonderes Augenmerk gelegt werden.

Ammenaufzucht kann aber auch mit artfremden Mamas gelingen, beispielsweise einer Ammenhündin. Mitunter werden fremde Welpen sogar gesäugt. Doch selbst wenn die Kitten vielleicht mit der Flasche gefüttert werden müssen, ist der enge Körperkontakt zu einem (Ersatz-)Muttertier wertvoll und trägt zum Gelingen der Aufzucht bei.

Bei mir hat beispielsweise die Bauchmassage der Kleinen gerne meine Hündin Rica übernommen, die zu ungestüm und groß war, als dass ich ihr die winzigen Babies komplett anvertraut hätte. Aber wenn ich ihr nach der Fläschchenfütterung eins nach dem nächsten Kätzchen hinhielt, putzte sie ihnen ausgiebig und liebevoll das Bäuchlein und half so wirkungsvoll bei sämtlichen Verdauungs- und Entleerungsvorgängen.

Hündin übernimmt Pflege von Kitten
Hündin Rica kümmert sich leidenschaftlich und ausgiebig um die Bauchmassage.

Handaufzucht

Die allerletzte Lösung erst ist die Handaufzucht von mutterlosen Katzenwelpen durch den Menschen. Es ist einfach so, dass wir ein Muttertier niemals adäquat ersetzen können. Aber mit etwas Fingerspitzengefühl und viel Zeiteinsatz können auch wir für verwaiste Tierbabies eine Chance sein. Allerdings ist das – wie schon oben erwähnt – ein Fulltimejob, besonders bei noch sehr jungen Kätzchen. Diese müssen nämlich – besonders zu Beginn bei Gewöhnung an die Aufzuchtmilch – in winzigen Mengen und engen Fütterungsintervallen (stündlich am Anfang bis zweistündlich, auch nachts!) gefüttert werden und anschließend ihre Bauchmassage bekommen. Das kann sich bis zu einem Alter von vier Wochen hinziehen. Diese Anstrengungen lohnen sich aber natürlich, wenn es gelingt, wenn die Kleinen wachsen und gedeihen und du ihre Entwicklung hautnah miterleben kannst.  Denn es gibt ja kaum etwas Niedlicheres als Katzenbabies, oder?

Was ist bei einer Handaufzucht zu beachten?

Es gibt einige Dinge zu beachten, damit du mutterlose Katzenwelpen erfolgreich aufziehen kannst. Aus Erfahrung weiß ich: Es ist auch von Vorteil, einen Tierarzt für Notfälle zur Seite zu haben. Die Kleinen müssen enorme Umstellungsleistungen vollbringen, wenn sie nicht bei ihrer Mutter großwerden und reagieren auf die veränderten Bedingungen mitunter sehr empfindlich. Zudem weiß man bei mutterlos aufgefundenen Welpen nicht, wie ihre Vorgeschichte war und was dadurch gesundheitlich noch mit hineinspielen könnte.

Nun aber zu den Bedingungen, die du schaffen solltest, damit deinen Zöglingen der Start ins Leben gut gelingen kann.

Wärme!

Katzenwelpen haben in den ersten drei Lebenstagen eine Körpertemperatur von 37,0 -38,2°C, ab dem vierten Tag steigt sie auf bis zu 39,2°C. Sie können diese aber zunächst nicht selbst regulieren, es muss also Wärme von außen zugeführt werden. Ein molliges Nest aus weichen Decken in einem Karton oder Körbchen, mit einer Wärmeflasche, Wärmematte oder einem Körnerkissen versehen, eignet sich dafür wunderbar. Infrarotlampen sollten nur im Notfall und kurzzeitig verwendet werden, da sie leicht eine austrocknende Wirkung haben können. Alle Wärmequellen dürfen die Kätzchen nicht überhitzen und müssen regelmäßig kontrolliert werden.

Hündin schenkt Katzenbabys Wärme und Pflege
Eine weich ausgepolsterte Kiste mit einer Wärmequelle schützt die Welpen vor Auskühlung. Bei sehr jungen Würfen kann man die Kleinen mit einem leichten Tuch zusätzlich zudecken.

Besonderes Augenmerk ist dann vonnöten, wenn ein einzelner Welpe aufgezogen werden muss, denn hier droht schneller eine Auskühlung. Ich kenne menschliche Ersatzmamas, die daher einzelne Säugetierbabies (Kätzchen oder auch Eichhörnchen) in der ersten Zeit in einem selbst angefertigen Beutel nah am eigenen Körper tragen. So stimmt die Temperatur und der Zustand der Kleinen kann jederzeit kontrolliert werden.

Ich selber habe gern unter dem Nest das „Snuggle Safe“ verwendet, da es Wärme recht lange hält.

 

Am Anfang musste ich ein bisschen experimentieren, um es auf die richtige Temperatur zu bringen.

Als ideale Umgebungstemperatur gilt:

  • in der 1. Woche 30°C
  • in der 2. Woche 28°C
  • in der 3. Woche 26 °C
  • ab der 4. Woche: Raumtemperatur

Geeignete Aufzuchtmilch/Verabreichung/Gewichtszunahme

Es ist wichtig, möglichst von Anfang an eine geeignete Aufzuchtmilch zu verwenden, die du im Fachhandel bekommst. Für kurzzeitige Energiezuführung – solltest du keine Aufzuchtmilch für Kitten im Haus haben – eignet sich körperwarmer Fencheltee mit etwas Traubenzucker versetzt. Füttere auf keinen Fall Kuhmilch, die zu Durchfällen führen kann. Auch die „Katzenmilch“ für erwachsene Tiere ist ungeeignet. Du bekommst Milchersatzpulver für Katzenwelpen und Zubehör zum Füttern im örtlichen Fachhandel oder im Internet. Es wird nach Packungsanleitung mit warmem Wasser gut verrührt oder verschüttelt und die fertige Milch dann körperwarm innerhalb einer Stunde verfüttert. Die zu verfütternden Mengen je nach Alter sind auf den Packungen normalerweise angegeben. 

Ansonsten gilt die Faustregel: in den ersten drei Wochen 15 ml Aufzuchtmilch / 100 g Körpergewicht, danach 20 ml Aufzuchtmilch / 100 g Körpergewicht.

Es ist für die Kleinen eine große Umstellung von Muttermilch auf künstliche Aufzuchtmilch. Zu Beginn wehren sie sich häufig gegen die ungewohnte Futteraufnahme. Hier benötigst du viel Geduld.

Tipp: Etwas Traubenzucker zur Ersatznahrung hinzugefügt, verbessert manchmal die Akzeptanz.

Häufig kommt es während der Umstellungsphase zu Blähungen, die schmerzhaft sein können.

Tipp: Ein Tierarzt hat mir empfohlen, „Lefax“ in Minimaldosierung mit ins Fläschchen zu mischen.

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Auch milden Fencheltee (für Menschenbabies) statt Wasser für das Anrühren des Pulvers zu verwenden, kann für die kleinen Bäuchlein hilfreich sein. Allerdings erschwert es mitunter die Akzeptanz der neuen Nahrung, da musst du einfach ausprobieren, was geht.

Ich habe verschiedene Sorten Aufzuchtmilch ausprobiert und war mit der Milch von „Petbalance“ sehr zufrieden. Das „Starterpack von Royal Canin“, das mir zu Beginn empfohlen wurde, hat den Vorteil, ein Fläschchen mit Saugaufsätzen zu beinhalten. Allerdings kämpften alle Kitten, die ich mit dieser Milch fütterte, mit Verstopfung. Dieser war zum Teil wirklich schwer beizukommen und sie kann gefährlich werden, wenn sie zu Darmverschluss führt.

Tipp: Hier habe ich unter Anleitung des Tierarztes auch mit Paraffinöl und Miniklistieren gearbeitet, aber viel besser ist, so etwas ist gar nicht nötig.

Die Saugaufsätze der Fläschchen sind optimalerweise bereits mit einem Loch versehen. Denn musst du dieses selbst stechen, darf es keinesfalls zu groß sein. Das kann Verschlucken auslösen, was zu lebensgefährlichen Komplikationen führen kann. Manche Aufpäppler kommen mit Einwegspritzen (ohne Kanüle!) plus Saugaufsatz gut klar, dabei muss aber ganz besonders auf das langsame Verabreichen der Milch geachtet werden. Dieses muss an die Saug- und Schluckgeschwindigkeit der Katzenwelpen angepasst sein. Ich selbst bevorzuge die „Flaschenfütterung“.

 

Die richtige Lagerung des Kätzchens beim Trinken ist ebenfalls wichtig – am besten ist eine halb aufgerichtete Haltung, bei der es mit deiner Hand von unten etwas gestützt wird. Füttere es niemals in Rückenlage, auch dabei verschlucken sich die Welpen leicht.

Ersatzmilch zur Handaufzucht von Katzen
Die richtige Haltung beim Trinken beugt Verschlucken vor.

Bei geschwächten Welpen sollte stündlich gefüttert werden, dann kleine Mengen. (Achtung: zu große Futtermengen zu Beginn können einen Kollaps des Stoffwechsels auslösen!) Sind sie stabil, reichen zweistündliche Fütterungsintervalle aus. Ab der dritten Woche kann die Zeit auf drei, ab der vierten Woche auf vier Stunden verlängert werden. Diese Intervalle sind aber individuell abhängig vom Bedarf und der Entwicklung der Kleinen und gelten auch nachts!

Zur Dokumentation empfehle ich von Anfang an eine Gewichtskontrolle der Katzenwelpen. Eine Küchenwaage mit einem Schälchen tut da gute Dienste. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 75 und 100 g, am Anfang wird es vielleicht durch die Futterumstellung noch etwas absinken, aber dann sollte es konstant langsam ansteigen (etwa 10 % am Tag).

Junges Katzenkind benötigt Zuneigung
Das Geburtsgewicht von Katzenwelpen liegt bei 75 bis 100g. Nach 10 bis 14 Tagen öffnen sich ihre Augen.

Umstieg auf Katzenfutter

Ab dem Alter von 3,5 bis 4 Wochen kann mit der Zufütterung von speziellem, sehr weichem Katzenwelpenfutter begonnen werden. Ich habe es nur in den ersten Tagen zur Eingewöhnung in zunächst kleiner Menge der Aufzuchtmilch hinzugefügt und alles püriert mit Fläschchen verfüttert (das Loch im Sauger vorsichtig größer schneiden). Sobald die Kätzchen selbständig aus einem Napf fressen, kann Aufzuchtmilch weiterhin in einem Schälchen angeboten werden, bis die Umstellung auf Katzenfutter nach der 8. Woche abgeschlossen ist.

Tipp: Bereits ab dem ersten Tag kann pro Kätzchen eine erbsengroße Menge einer „Vitaminpaste“ zum Schlecken angeboten werden.

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Bauchmassage/Verdauungsprobleme

Die Massage des Bauches von Katzenkindern ist extrem wichtig
So effektiv wie das Putzen einer (Ersatz-)Mama kann die Bauchmassage durch Menschenhand nicht sein. Sie ist aber überlebenswichtig!

Die gründliche Bauchmassage, die in den ersten 20 Lebenstagen nach jeder Fütterung erfolgen sollte, simuliert das stundenlange Putzen der Welpen durch das Muttertier. Deshalb gilt hier der Grundsatz: Je länger, desto besser. Mit einem warmfeuchten Tuch wird das Bäuchlein und die Analgegend unter sanftem Druck massiert. Dies regt die Verdauung an, löst Harn- und Kotabsatz aus und ist überlebenswichtig für die Kitten.

Verstopfung ist – gerade in den ersten Tagen der Futterumstellung – ein häufiges Problem des Verdauungstraktes. Milchgefütterte Katzenwelpen sollten ein- bis dreimal täglich Kot absetzen. Funktioniert das trotz ausgiebiger Massage nicht, muss unbedingt ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, da ein lebensbedrohlicher Darmverschluss droht.

Auch Durchfall kommt vor und kann gefährlich werden, wenn die Kitten dehydrieren. Der Tierarzt gibt in solchen Fällen Elektrolytlösung wie Ringer-Laktat. Traubenzucker kann ebenfalls hilfreich sein. Diesen kannst du der Aufzuchtmilch beifügen, wobei du evtl. etwas mehr Wasser als sonst verwendest.

Tipp: Um Durchfälle zu beseitigen, habe ich gern reines Frühkarottenpüree (aus Babygläschen) der Milch untergemischt und mit dem Fläschchen verfüttert. Die Kätzchen nehmen das meist relativ gut an, und es wirkt stopfend. Sobald sich die Konsistenz des Kots wieder normalisiert hat, kannst du den Frühkarottenbrei weglassen.

Tipp: Die Gabe eines Probiotikums kann sinnvoll sein, besonders, wenn du Kätzchen aufziehst, die ihre Mutter sehr früh verloren haben. Sprich deinen Tierarzt darauf an.

Parasiten/Infektionen

Je nachdem, woher sie kommen, kann es sein, dass deine Ziehkinder Parasiten haben. Flöhe und Zecken erkennst du recht schnell und diese sollten umgehend entfernt werden. (Die Nestmaterialien der Welpen danach unbedingt im Kochwaschgang waschen oder entsorgen.) Da sehr junge Kätzchen noch keine Chemiekeulen vertragen, solltest du dir die Arbeit machen, die störenden Blutsauger akribisch mit der Hand/Pinzette abzusammeln und auszukämmen.

Dein Tierarzt wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es um die Beseitigung eventueller innerer Parasiten geht und eine Entwurmung ansteht.

Auch bei der Bekämpfung von Infektionen ist dein Tierarzt der richtige Ansprechpartner. Da mutterlose Katzenwelpen vermehrt Stress ausgesetzt sind und u. U. nicht die volle Ladung mütterlicher Antikörper mitbekommen haben, ist damit zu rechnen, dass sie anfälliger für Erkrankungen sind.

Tipp: Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig. Gerade bei empfindlichen Welpen, solltest du im Zweifel lieber den Fachmann zu Rate ziehen.

Weitere Bilder von unseren Katzenkindern:

 

Fazit: Handaufzucht ist möglich, aber nicht leicht!

Einfach ist die Handaufzucht mutterloser Katzenwelpen nicht und erfordert eine Menge Zeit und Hingabe. Jeder, der damit konfrontiert wird, sollte sich überlegen, ob er es überhaupt leisten kann. Katzenhilfe, Tierheime und Tierschutzvereine, notfalls auch der Tierarzt sind ansonsten die Ansprechpartner der Wahl, um die Kleinen in gute Hände unterzubringen.

(Solche Stellen sind übrigens auch immer wieder dankbar für Pflegestellen, die verantwortungsvoll die Rolle der „Tierbabymama auf Zeit“ übernehmen möchten. Wenn du Lust dazu hast, nimm doch Kontakt auf zu den Tierschutzvereinen deiner Region.)

Wenn du dich dafür entscheidest, die Aufzucht zu übernehmen, entscheidest du dich für ein paar Wochen Schlafmangel, aber auch für richtig viel Spaß und Freude mit den Minis.

Bist du erfahrene Ersatzkatzenmutter und kannst unseren Lesern weitere Tipps geben?

Dann hinterlasse gerne einen Kommentar und verhilf so den Zwergen zu einem guten Start in ein Leben auf Samtpfoten.


Bildcredit: (c) Anja Möbes für alle Bilder in diesem Beitrag


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Über Anja 89 Artikel
Ich bin Anja, ausgebildete Hundephysiotherapeutin und lebe seit vielen Jahren mit den verschiedensten Tieren/Tierarten zusammen. Aktuell mit zwei Hunden, einer Katze und zwei griechischen Landschildkröten. Außerdem habe ich mehrere Jahre für den Tierschutz Wildtierbabies, insbesondere Vögel und einige Würfe verwaister Katzenbabies aufgezogen.

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