Hybridrassen – Tiger für’s Wohnzimmer

Hybridrassen - Tiger für's Wohnzimmer
Hybridrassen - Tiger für's Wohnzimmer

Hybridkatzen sind die Nachkommen aus einer Kreuzung zwischen einer domestizierenden Hauskatze und einer Wildkatze. Zu einer der bekanntesten Hybridrasse zählt die Bengalkatze, die aus der wilden Bengalkatze (Prionailurus bengalensis) und der Amerikanisch Kurzhaar gekreuzt wurde. Auch die Savannahkatze oder die Chausie gehören zu den Kleinkatzenhybriden.

Ursprung der Katzenhybriden

Die Entstehungsgeschichte der Hybridrassen beginnt im 19. Jahrhundert. Zur damaligen Zeit erlebte der Zirkus eine regelrechte Hochkonjunktur. Zahlreiche Wanderausstellungen stellten seltene Raritäten und riesige Wildkatzen zur Schau. Das allein war den Direktoren jedoch nicht genug. Um die Zuschauer zu faszinieren erschufen sie völlig neue Arten, die vorher noch kein anderer Zirkus zeigte. Einer der neuen Tiere war der sogenannte „Liger“ – eine Kreuzung aus Löwe und Tiger. Mit den Jahren verlor die (unsinnige) Zucht von Großkatzenhybriden an Bedeutung – im Gegensatz zu der Kleinkatzenhybriden-Zucht, die sich gegenwärtig zunehmender Beliebtheit erfreut.

Zucht von Kleinkatzenhybriden

Der Wunsch vieler Tierfreunde, nach einem Stück „Wildnis im Wohnzimmer“, lässt vor allem amerikanische Züchter aktiv werden. Dabei erschaffen sie ein Tier mit dem Aussehen einer Wildkatze und dem sanften Charakter einer Hauskatze, das ohne den menschlichen Eingriff nie hätte entstehen können. Die Züchtung von Hybriden ist alles andere als ein Kinderspiel, da die wilde Basis dementsprechend kompliziert zu halten und zu pflegen ist.

Am Beispiel der Savannah-Zucht wird die Problematik deutlich. Eine Savannahkatze ist ein Mix aus einer afrikanischen Wildkatze(Serval) und einer Hauskatze (Bengal). Die mittelgroße Servalkatze ist bestens an das Leben in freier Wildbahn angepasst. Das Jagen kleinerer Beutetiere in einem Revier von bis zu 11 Quadratkilometer ist für diese Art nicht ungewöhnlich. Katzen die für die Zucht geplant sind, müssen ihr Dasein in viel zu kleinen Gebieten oder gar Käfigen fristen. Viele Tierschützer äußern daher ethische Bedenken und kritisieren diese Zuchtmethoden zunehmend. Um die Tiere annähernd artgerecht zu halten, ist unter anderem die Rohfütterung (z.B. Eintagsküken) unumgänglich.

Die neue Generation bekommt die wilden Instinkte zur Hälfte weitervererbt. Auch sie stellen große Ansprüche an ihre Haltung und Pflege. Um die wilden Wurzel eindeutig zu klassifizieren, gliedert man die Nachkommen in sogenannte Filialgenerationen ein.

Filialgenerationen

In der klassischen Genetik wird eine Folgegeneration zweier Individuen als Filialgeneration (F-Generation) bezeichnet. Die ersten Nachkömmlinge einer entstehenden Linie bilden die F1-Generation. Die folgenden dementsprechend F2, F3, F4… .

Der Begriff Filialgenerationen ist allgemeingültig, wird aber vorwiegend bei der Züchtung von Kleinkatzenhybriden verwendet. Hier lässt sich der eingekreuzte Wildblutanteil eindeutig anhand der Generationen definieren. Ein Tier der ersten Generation (F1), dessen Eltern die Linie begründen, ist zur Hälfte Wildkatze. Dahingegen liegt der wilde Anteil bei der zweiten Generation (F2) bei nur noch 25%.

Jen nach Filialgeneration stellen die Tiere unterschiedliche Ansprüche an die Haltung. Hybridkatzen der ersten oder zweiten Generation brauchen für eine artgerechte Haltung zwingend ein Freigehege. Die Anschaffung einer solchen Katze ist nur mit der Einhaltung spezifischer Auflagen möglich. Bei fortgeschrittenen Generationen ist der Einfluss der domestizierten Vorfahren stärker ausgeprägt. Katzen der F3, F4 oder F5-Generation können durchaus als Wohnungskatzen gehalten werden.


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Bildcredit: (c) Lukytoky - Fotolia.com

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