Tierfreundliche Schädlingsbekämpfung – so hilft Essig gegen Mäuse

Eine Maus nagt an einem großen Stück Käse
Mäuse werden durch Lebensmittel angezogen.

Mäuse können nicht nur sehr niedliche Haustiere sein. Als Wildtiere können sie große Schäden anrichten und darüber hinaus auch Krankheiten übertragen. Doch es auf gar keinen Fall sinnvoll mit der Giftkeule gegen die kleinen Nager vorzugehen, wenn im Haushalt kleine Kinder oder Haustiere leben. Doch was hilft dann?

Gift kommt nicht infrage

Tierhalter, die ein Problem mit Mäusen als Schädlinge haben, greifen in den seltensten Fällen zu Gift, um die Plagegeister loszuwerden. Viel zu groß ist die Gefahr, dass Hund oder Katze das Gift oder ein vergiftetes Tier fressen könnten. Nicht auszudenken, was mit der Fellnase passiert, wenn sie das Gift so versehentlich verschluckt. Für den Fall einer Vergiftung solltest du genau wissen, was zu tun ist und Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. Die Telefonnummer deines Tierarztes solltest du ebenfalls parat haben.

Eine Maus betritt durch ein Loch in der Fußbodenleiste einen Raum
Mäuse passen durch die kleinsten Ritzen.

Mäuse finden die kleinsten Ritzen

Mäuse finden die kleinsten Ritzen und Löcher, um sich einen Weg in dein Haus zu bahnen. Eine gute Maßnahme, um sie zu vertreiben, ist das Verschließen der Eingänge. Es ist nicht immer ganz einfach, die Zugangswege zu finden. Die beliebtesten sind:

  • Spalten an Türen und Türrahmen
  • Versorgungsleitungen
  • Kabelkanäle
  • Fugen und undichte Fenster
  • ständige geöffnete Kellerfenster.

Wenn du Spuren von Mäusen oder sogar eine lebendige Maus bei dir entdeckt hast, solltest du als Erstes sehen, wo sie hereinkommen könnten. Die Schwachstellen solltest du vorsorglich mit Mörtel, Silikon oder Gips verschließen. Achte dabei darauf, dass sich die Nager nicht gerade in der Wand oder Decke befinden. Sonst verhungern sie qualvoll und die tote Maus fängt an zu stinken. Mehr Tipps findest du hier.

Starke Gerüche vertreiben Mäuse

Mäuse haben einen extrem guten Riecher. Er führt sie zu Nahrungsquellen.

Mäuse haben sehr feine Näschen.

Dabei gibt es auch ein paar Gerüche, die Mäuse nicht leiden können.

  • Pfefferminzöl: Wenn dir Pfefferminzöl in die Nase steigt, macht das sofort die Atemwege frei. Mäuse können den Geruch nicht ertragen. Wenn du etwas Pfefferminzöl auf einen Lappen träufelst und diese dann in die Löcher der Mäuse steckst oder auf ihre bevorzugten Wege legst, vergrault das die kleinen Nager.
  • Essig: Essig ist besonders effektiv gegen Mäuse. Um sie zu vertreiben, putzt du einfach den Boden der gesamten Wohnung mit Essigwasser. Bei der Mischung sollte der Essiggeruch noch deutlich wahrnehmbar sein. Wichtig sind auch die schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise unter Schränken oder unter dem Bett. Dann legst du noch ein paar Stofflappen, die du mit purem Essig tränkst, direkt auf die bevorzugten Wege der Mäuse und auch vor die Mauselöcher. Kleiner Hinweis: Achte nur darauf, dass dies deine Katze nicht zu Unsauberkeit anstiftet.
  • Katzenstreu: Katzen sind die natürlichen Feinde der Mäuse. Ihr Geruch versetzt sie in Alarmbereitschaft. Mäuse meiden normalerweise das Territorium einer Katze. Du musst dir dafür nicht gleich eine Katze anschaffen. Oft genügt schon der Geruch, damit die Nager sich ein neues Zuhause suchen. Das kannst du dir zunutze machen. Fülle etwas benutztes Katzenstreu in kleine Stoffbeutel und lege diese in die Nähe der Laufwege oder Löcher der Mäuse. Die Nager werden das Weite suchen, weil sie nicht als Beutetier enden wollen.

Vorbeugende Maßnahmen

Damit Mäuse gar nicht erst dein Zuhause aufsuchen, kannst du ein paar vorbeugende Maßnahmen treffen. Der Hauptgrund, warum sie in die Häuser kommen, ist die Nahrungssuche. Wenn keine Krümel oder Speisereste herumliegen, kein schmutziges Geschirr da ist und die Vorräte gut verpackt sind, finden Mäuse keine Nahrung. Deshalb ist Sauberkeit der beste Schutz. Halte die Wohnung sauber, mach die Abfalleimer regelmäßig leer und bringe den Müll immer direkt zur Tonne.

Die meisten Mäuse kommen zur Nahrungssuche in unsere Häuser.

Bei der Lagerung von Lebensmitteln ist ebenfalls Wachsamkeit angesagt. Eine Maus knabbert sich leicht durch die Verpackung von Nudeln, Gewürzen oder Mehl. In luftdichten Behältern sind diese Lebensmittel besser aufgehoben.

Fazit

Wer Mäuse im Haus hat, hat zahlreiche Möglichkeiten, die Plagegeister wieder loszuwerden, ohne die Tiere zu töten. Zum einen ist es wichtig, dass du vorbeugend etwas tust, damit die kleinen Nager gar nicht erst zu dir kommen. Ist es dann doch passiert, musst du direkt Maßnahmen ergreifen, um sie wieder loszuwerden. Ein kleines Mäusepärchen wächst schnell zu einer ganzen Kolonie heran, wenn du nichts dagegen tust.

Hast Du schon einmal ein Mäuseproblem gehabt?

Wenn ja: was war Deine giftfreie Bekämpfungsmethode?

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Bildcredit: (c) JanPietruszka / Depositphotos.com


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Unsere Gastautoren sind ebenfalls begeisterte Haustierbesitzer. Als solche setzen sie ihre Expertise dazu ein, unseren Lesern hilfreiche Tipps im Umgang mit ihren tierischen Familienmitgliedern an die Hand zu geben.

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