Aquarium einrichten

Aquarium einrichten
Aquarium einrichten - ein Ratgeber

Das Einrichten eines Aquariums braucht Zeit. Manche Prozesse benötigen einige Wochen, um optimal eingestellt zu werden. Erzwingen kannst du da nichts. Dennoch gibt es einige Tipps, die hilfreich sind und bei der Einrichtung eines Aquariums beachtet werden sollten.

Form und Standort des Aquariums

Es gibt ganz unterschiedliche Größen und Formen eines Aquariums. Bei der Form empfiehlt sich die rechteckige Form. Denn dadurch werden die Schallwellen nicht gleichzeitig reflektiert und eine Ortung von Gegenständen wird somit erleichtert. Aquarien können Interessenten schon als Einsteiger-Set erwerben. Diese Sets beinhalten meistens schon folgende Gegenstände:

  • Beleuchtung
  • Deckel
  • Heizstab
  • Innenfilter
  • Außenfilter

Das Wichtigste ist jedoch die Größe eines Aquariums. Je größer das Aquarium ist, desto leichter ist es, die Wasserwerte stabil zu halten. Kleine Aquarien ab zehn Liter Inhalt sind unter der Bezeichnung Nano-Aquarien bekannt. Sie eignen sich für Schnecken, Garnelen oder Zwergkrebse. Sollen dagegen Unterwasser-Wirbeltiere gehalten und gepflegt werden, muss die Mindestgröße des Aquariums mindestens 60 cm x 30 cm x 30 cm betragen. Der Wasserinhalt muss mindestens 54 Liter beinhalten.

Riesiges rundes Aquarium in der Mitte eines Wohnzimmers
Aquarium und Designobjekt … optisch wunderschön, aber eigentlich fühlen sich deine Fische in eckigen Becken, mit samt einer beklebten Rückwand, deutlich sicherer.

Die Größe des Aquariums sollte sich nach der Wachstumsendgröße der ausgesuchten Fische richten. Dabei muss der Standort des Aquariums gut ausgewählt werden. Vermieden werden sollten:

  • direktes Sonnenlicht
  • Standort in Tür-Nähe
  • direkte Nähe zu Lautsprechern oder  HiFi-Anlagen

Sehr gut eignen sich Standorte, die gut vom Sofa aus beobachtet werden können. Als Unterschrank muss ein stabiles Möbelstück ausgewählt werden, das dem Gewicht standhalten kann. Unebenheiten müssen unbedingt mit Schaumstoffmatten ausgeglichen werden, damit keine Risse im Aquarium-Glas entstehen können.
Es gibt auch Aquarien mit Unterschränken zu kaufen. Bei diesen Aquarienkombinationen muss nur noch darauf geachtet werden, dass der Stand gerade ist.

Technik im Aquarium

Ein ausgewogenes Ökosystem ist lebenswichtig für die Tiere und Pflanzen. Dazu gehört auch eine hervorragende Wasserqualität. All diese wichtigen Voraussetzungen können mit der richtigen Technik im Aquarium erreicht werden. Zur Technik-Ausstattung eines Aquariums gehören:

  • der Filter
  • die Beleuchtung
  • der Heizstab
  • die Inneneinrichtung (Bodengrund, Pflanzen, Pflanzendünger, Dekoration, Rückwand, Wurzeln, Steine, Wasserzusätze, Wasserpflege, Teilwasserwechsel, Wassertests, Wasseraufbereiter, Filterbakterien, Reinigungs-Zubehör)

Wasserfilter

Beim Aquarium einrichten kommt dem Filter eine sehr wichtige Bedeutung zu. Er wälzt das Wasser um und reduziert das Algenwachstum. Zudem werden die giftigen Ausscheidungen durch reinigende Bakterien abgebaut.

Innenfilter sind für Aquarien bis 120 Liter absolut empfehlenswert. Für größere Aquarien sind Außenfilter geeigneter. Innenfilter müssen monatlich gereinigt werden. Bei Außenfiltern reicht eine Reinigung im viertel Jahr.

Kleiner Goldfisch schwimmt im Aquarium auf die Pumpe zu.
Wenn Du ein Aquarium einrichtest, solltest Du unbedingt darauf achten das Pumpen und Filter zur Beckengröße passen.

Beleuchtung

Die Beleuchtung ist ebenfalls eine notwendige und wichtige Komponente bei der Einrichtung eines Aquariums. Sie simuliert das Sonnenlicht. Colorleuchten sind ideale Beleuchtungsmittel in einem Aquarium. Eine rote und blaue Beleuchtung wirkt besonders intensiv. Um das Wachstum der Pflanzen zu stärken, empfiehlt sich der Einbau zusätzlicher Reflektoren.
Insgesamt sollte die Beleuchtungszeit 10 bis 12 Stunden betragen. Mittels einer Zeitschaltuhr lässt sich so der Tag-Nacht-Rhythmus simulieren. Geringe Energiekosten können mit LED-Leuchtmittel geschaffen werden.

Heizstab

Auch der Heizstab ist ein wichtiges Technik-Equipment eines Aquariums. Er ist für eine konstante Temperatur verantwortlich. 24 bis 26 Grad sind empfehlenswert.

Inneneinrichtung eines Aquariums

Die Inneneinrichtung muss gut ausgesucht werden. Der Bodengrund besteht aus einem Drittel Nährstoffboden (Dünger). Er versorgt die Wurzeln der Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Darauf kommt eine Kiesschicht, die Halt für die Pflanzenwurzeln bietet. Die Kanten der Kies-Körner sollten abgerundet sein, wenn sich viele Bodenfische im Aquarium befinden. Feiner Sand eignet sich nur für bestimmte Aquarien mit speziellen Fisch-Sorten, unter anderem

  • Rochen
  • Buntbarsche
  • Diskusfische

Die Dekoration in einem Aquarium ist äußerst wichtig als Versteckmöglichkeit und Begrenzung der Revierzone. Besonderer Wert muss auf natürliche Materialien gelegt werden. Am besten eignen sich Materialien wie

  • Mangrovenwurzeln
  • Lavagesteine
  • rote Moorwurzeln
  • Schieferplatten

Sehr dekorativ wirken Strukturrückwände, die passend geschnitten und mit Silikon an die hintere Scheibe geklebt werden. Die Fische fühlen sich mit einer Rückwand wohler, da sie sich besser orientieren können.

Viele verschiedene Wasserpflanzen mit grünen und rötlichen Blättern.
Verschiedene Wasserpflanzen und Gräser sind nicht nur dekorativ, sie sorgen auch für eine gute Wasserqualität

Die Pflanzen in einem Aquarium sind für eine gute Wasserqualität verantwortlich. Mit Hilfe einer Pflanzen-Pipette lassen sich die einzelnen Stängel der Pflanzen in den Kies stecken. Zwei bis drei Pflanzen je 10 Liter Wasser müssen sich im Aquarium befinden. Am besten eignet sich der Besatz mit schnellwachsenden Pflanzen, wie beispielsweise:

  • Vallisneria
  • Cabomba
  • Wasserpest

Dabei benötigen die Pflanzen einmal pro Woche Eisen- und Volldünger. Befinden sich die Pflanzen im Aquarium, kann langsam lauwarmes Wasser mittels eines Schlauches oder mit einem Eimer eingefüllt werden. Hierbei muss aber darauf geachtet werden, dass der Bodengrund vom Wasser nicht aufgewirbelt wird. Dies lässt sich erreichen, wenn eine Hand unter dem Wasserstrahl gehalten wird.

Das Wasser muss mit Zusätzen versehen werden und immer eine gute Qualität besitzen. Deshalb sind Wasseraufbereiter, Pflanzendünger und Filterbakterien unverzichtbar. Regelmäßige Wassertests bieten eine Kontrolle des Ökosystems. Durch Teststreifen oder Tropfentests können die wichtigsten Wasserwerte schnell ermittelt werden. Dennoch ist es notwendig, einen Teil des Aquarium-Wassers regelmäßig auszuwechseln. Das trägt unter anderem zu folgenden Verbesserungen bei:

  • Gewährleistung des Austrages an Schmutzstoffen
  • Eintrag frischer Mineralien aus dem Leitungswasser
  • Wohlbefinden der Tiere und Pflanzen wird gefördert
  • Pflege des Aquariums wird erleichtert
  • Verhinderung von Folgeproblemen (mangelnde Aktivität der Fische, Nachlassen der Farbenpracht)

Auch das Reinigen des Aquariums von Schmutz, Algenbelägen und Futterresten an den Scheiben gehört zur Pflege dazu. Hierfür eignen sich ein Bodensauger zur Entfernung abgestorbener Pflanzenteile und Futterrückstände sowie ein Scheibenmagnet zur Beseitigung des Schmutzes an den Glasinnenseiten.

Ein Schwarm kleiner Goldfische vor einem kleinen Demo Wrack im Aquarium
„Deko“ wie dieses Wrack im Hintergrund macht Dein Aquarium nicht nur deutlich interessanter, sie dient Deinen Fischen und weiteren Bewohnern auch als Versteck.

Die Bewohner des Aquariums

Nach etwa einer Woche nach Einrichten des Aquariums ist es dann soweit – die ersten Tiere können ins Aquarium eingesetzt werden. Dafür eignen sich besonders gut robuste Tiere, wie zum Beispiel Panzerwelse oder kleine Saugwelse.

Ist die Wasserqualität stabil genug, fühlen sich diese Tiere sehr wohl. Dann können auch weniger robuste Fische eingesetzt werden. Dieses Einsetzen sollte in Etappen erfolgen und mindestens einen Monat andauern. Hier ist Geduld gefragt, bis der endgültige Besatz erreicht ist.

Wichtig ist die Herkunft der Tiere. Kommen sie aus verschiedenen Teilen der Erde, dürfen sie nicht vermischt werden. Ebenfalls wichtig ist das Füttern der Fische. Es sollte nur wenig, aber oft gefüttert werden. Im Wechsel kann die folgende Nahrung verfüttert werden:

  • Lebendfutter
  • Trockenfutter
  • Frostfutter

Mehrmals in der Woche empfiehlt sich das Aufträufeln von Vitaminkonzentraten auf das Futter. Dies verhindert Krankheiten, die durch Stress verursacht werden können.

Wartebereich einer Zahnarztpraxis mit Aquarium
Mittlerweile sieht man in vielen Arztpraxen Aquarien, schließlich sind sie abwechslungsreich und wirken auf viele Menschen beruhigend.

Fazit, ein Aquarium einrichten ist nicht schwer

Ein Aquarium kann und sollte so viel mehr sein, als ein steriler Lebensraum für Fische. Bei der technischen Einrichtung deines Aquariums musst du zwar auf einige grundsätzliche Dinge achten, kannst dich dann aber kreativ austoben. Mit ein bisschen Unterstützung und den passenden Fischen, können auch Kinder ihre eigene kleine Unterwasserwelt aufbauen und pflegen. Und mit diesem Artikel, kannst du dann gleich auch die Frage beantworten, ob Fische trinken müssen.

Davon abgesehen wirken Aquarien auf viele Menschen entspannend und beruhigend… es ist also kein Zufall, dass in so vielen Arztpraxen Aquarien stehen. 🙂

Wir hoffen, dass wir Dir einige Tipps geben konnten, wie man ein Aquarium einrichtet.

Wenn Du noch Fragen hast oder uns von Deinem Aquarium erzählen möchtest, dann freuen wir uns über Deinen Kommentar. 

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Bildcredit: (c)phellippe asseray - Fotolia.com


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Über Sebastian 20 Artikel
Ich bin der IT-Fuzzi im Team. Ich kümmere mich um die Technik und dass die Webseite läuft. Ich hatte selber schon immer Haustiere. Ob Vögel, Katzen oder aktuell einen Hund, den wir in Portugal adoptiert haben. Ich beschäftige mich derzeit intensiv mit der Hundeerziehung.

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