CBD-Öl für Hunde

CBD steht für Cannabidiol, ein Naturextrakt, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Seit einigen Jahren setzen bereits viele Menschen auf CBD-Öl, um Schmerzen zu lindern und Entspannung zu finden. Doch kann der natürliche Pflanzenstoff auch Hunden helfen?

Was ist CBD?

CBD ist ein Cannabinoid, das aus der weiblichen Nutzhanfpflanze extrahiert wird. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol), dem rauschauslösenden Bestandteil der Hanfpflanze, wirkt CBD nicht psychoaktiv. Produkte, die CBD enthalten, sind also völlig legal und fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.

Im Handel erhältlich ist hauptsächlich CBD-Öl, das THC-frei ist oder dessen Anteil an THC unter 0,2 % beträgt. Nur dann handelt es sich um EU-zertifiziertes CBD-Öl, das gemäß der Gesetzeslage frei verkauft und gekauft werden kann.

CBD-Öl ist übrigens nicht zu verwechseln mit Hanföl. Beide Öle werden zwar aus Hanfpflanze gewonnen; Hanföl jedoch aus den Samen und CBD aus den Blüten und Blättern des Nutzhanfs. Hanföl wird wegen der wertvollen essenziellen Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6 vorzugsweise zum Verfeinern kalter Speisen verwendet und kommt außerdem als Bestandteil von Kosmetika zum Einsatz. Grund sind die entzündungshemmenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften von Hanföl, das besonders bei Neurodermitis und trockener Haut zu empfehlen ist.

Eine Hanfpflanze. Beschriftung lautet: Sowohl CBD-Öl als auch Hanföl werden aus der Hanfpflanze hergestellt.
Sowohl CBD-Öl als auch Hanföl werden aus der Hanfpflanze hergestellt.

Wie wirkt CBD?

Menschen, Katzen, Hunde und andere Säugetiere, aber auch Vögel und Fische verfügen über ein körpereigenes Endocannabinoid-System (ECS). Dieses besitzt verschie­dene Rezep­toren, die durch CBD aktiviert werden können.

Da diese Rezeptoren in fast allen Organen – insbesondere aber im Gehirn – zu finden sind, ist CBD in der Lage, zahlreiche Funktionen zu beeinflussen. Dazu gehören:

  • Schmerzempfinden
  • Gedächtnis
  • Emotionen
  • Schlafrhythmus
  • Muskulatur
  • Immunsystem
  • Verdauung

Das Interessante: Das Endocannabinoid-System besitzt die Fähigkeit, die sogenan­nten Cannabinoide selbst herzustellen. Zu diesen zählt auch CBD. Ist das Gleichgewicht innerhalb dieses Systems jedoch gestört, findet keine ausreichende Produktion der körpereigenen Cannabinoide statt. Die Folge können Angstzustände, Depressionen und Schmerzen sein.

Um das empfindliche Gleich­gewicht aufrechterhalten, greifen viele Menschen zu CBD-Öl. Immer mehr Anwender vertrauen darauf, dass CBD auch unseren Vierbeinern bei Beschwerden helfen kann. So berichten viele Besitzer davon, wie positiv sich CBD-Öl für Hunde auf die körperliche Gesundheit, die Psyche und das Fell ihrer Fellnase auswirkt.

CBD-Öl und die Wirkung bei Hunden

CBD-Öl ist kein Medikament, sondern wird als Nahrungs- oder Futterergänzungsmittel verkauft. Dabei gibt es verschiedene Öle als Träger für das CBD zur Auswahl. Heilversprechen können und dürfen wir nicht machen; dennoch scheint Studien zufolge die Wirkung von CBD bei Hunden ähnlich effektiv wie die beim Menschen zu sein.

Verabreichst du deinem Hund CBD-Öl, so kann das sein Gemüt beruhigen und den Vierbeiner insgesamt in einen entspannteren Zustand befördern. Viele Anwender stellen zudem fest, dass Hunde mit chronischen Schmerzen deutliche Linderung erfahren. In der Folge verbesserte sich die Mobilität des Hundes, dessen Körper wieder Freude an Bewegung und Aktivitäten hat.

Älterer schwarzer Hund mit graußer Schnauze läuft auf einer grünen Wiese auf den Fotografen zu. Beschriftung lautet: Ältere Hunde können von den Wirkungen des CBD-Öl profitieren.
Ältere Hunde können von den Wirkungen des CBD-Öl profitieren.

Berichten zufolge werden außerdem die Verdauung und das Immunsystem positiv beeinflusst. Viele Vierbeiner profitieren überdies von einer schnelleren Wundheilung und einer geringeren Anfälligkeit gegen Infektionen und Entzündungen. Nicht zuletzt hilft CBD-Öl Hunden, um Stress abzubauen und Ängste zu reduzieren. Selbst Vierbeiner mit psychischen Auffälligkeiten konnten gemäß den Erfahrungen vieler Hundehalter erfolgreich mit CBD-Öl behandelt werden.

CBD-Öl und die richtige Dosis bei Hunden

Grundsätzlich solltest du, bevor du deinem Hund das erste Mal CBD-Öl gibst, mit deinem Tierarzt darüber sprechen. Noch ist die Gabe von CBD bei Tieren nicht allzu weit verbreitet, sodass die Meinung eines Experten dir bei der Entscheidungsfindung behilflich sein wird. Wichtig ist jedoch immer, dass du nur ein hochwertiges Produkt seriöser Hersteller benutzt, deren CBD-Gehalt und Wirkstoffe auf der Verpackung eindeutig deklariert sind.

Auch die Forschung zur Wirkung von CBD-Öl bei Hunden steckt noch in den Kinderschuhen. Dennoch sind erste Studien der Hersteller und zahlreiche Erfahrungen von Tierärzten verfügbar. Diese besagen, dass CBD Schmerzen und Entzündungen lindert und besonders Hunden mit Arthritis zugutekommt.

Während die Hersteller noch vor einiger Zeit kaum Dosierempfehlungen für CBD-Öl bei Hunden gaben, hat sich das mittlerweile geändert. Abhängig vom Gewicht deines Vierbeiners und der Konzentration an Cannabidiol, verabreichst du 2 bis 8 Tropfen täglich. Generell solltest du jedoch mit einer eher geringen Dosis starten, um die Reaktion deines Hundes sowie dessen Körper und Psyche auf das CBD-Öl zu beobachten.

Nach der Startdosis, die du etwa 1 Woche gibst, kannst du die Dosierung anpassen. Sollten positive Effekte ausgeblieben sein, erhöhst du die Menge. Sind jedoch die gewünschten Wirkungen bei deinem Hund eingetreten, setzt du die Anwendung des CBD-Öls in der bisherigen Dosierung fort. Stellst du negative Begleiterscheinungen bei deinem Vierbeiner fest, ist es ratsam, das CBD-Öl abzusetzen, in jedem Fall aber die Anzahl der Tropfen zu reduzieren.

Der richtige CBD-Gehalt speziell für Hunde

Das Angebot an CBD-Öl ist riesig. Allerdings sind nicht alle Produkte auch für Hunde geeignet. Du solltest in keinem Fall zu einem CBD-Öl für Menschen greifen, da diese in der Konzentration auf den Körper von uns Zweibeinern zugeschnitten sind. Sie sind für alle Vierbeiner unbrauchbar oder sogar ungesund.

  • Gut geeignet für alle Hunderassen hingegen sind CBD-Öle mit maximal 10 % CBD-Gehalt.
  • Für kleine Hunde mit einem Körpergewicht bis 12 kg, greifst du am besten zu einem Öl mit 3 % Cannabidiol.
  • Bei mittelgroßen Hunden bis 26 kg liegst du mit einem Öl mit 3 % CBD-Gehalt richtig,
  • Bei einem großen, schweren Hund bis 26 kg eignet sich ein Öl mit 10 % Cannabidiol.
  • Alternativ kannst du natürlich ein CBD-Öl mit 10 % Cannabidiol an einen mittelgroßen Vierbeiner verabreichen, solltest dann aber die tägliche Dosierung der jeweiligen Marke herabsetzen.

CBD-Öl für Hunde: Das ist noch wichtig

Neben dem CBD-Gehalt gibt es weitere Produkteigenschaften, auf die du unbedingt achten musst. Das CBD Hanföl für Hunde sollte kein THC enthalten. THC ist giftig für Tiere. Schon geringe Mengen an THC können zu Erbrechen, Atemnot und anderen Vergiftungserscheinungen führen. CBD-Öl für Hunde muss also THC-frei sein.

Wichtig ist zudem ein hochwertiges Trägeröl. Hier punktet – neben kaltgepresstem Hanfsamenöl – vorrangig Lachsöl mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind von großer Bedeutung für den Stoffwechsel, stärken die Immunabwehr und sind Entzündungshemmer. Dinge, die nicht nur für Menschen gut sind, sondern auch für unsere geliebten Fellnasen. Speziell für Hunde gibt es auch Öle, die neben dem CBD mit Geschmack versetzt sind.

Hundekopf frisst Leckerchen in Cannabis-Form aus einer Frauenhand. Beschriftung lautet: Achte darauf, dass im CBD-Öl für deinen Hund kein THC enthalten ist.
Achte darauf, dass im CBD-Öl für deinen Hund kein THC enthalten ist.

Unerlässlich ist es außerdem, dass das CBD-Öl für Hunde frei von Pestiziden, Schwermetallen sowie jeglichen mikrobiologische Verunreinigungen wie Pilze und Bakterien ist.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen

Hinsichtlich der Nebenwirkungen von CBD-Öl für Hunde musst du keine Angst haben. CBD gilt als nebenwirkungsarm und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als absolut unbedenklich eingestuft.

Dennoch kann die Einnahme eines Naturextraktes auch immer zu unerwünschte Begleiterscheinungen haben. Gerade bei Hunden kann die Einnahme von CBD zu Appetitlosigkeit führen. Die kann für Vierbeiner, die nicht gern fressen, problematisch werden.

Andere Erfahrungen der Hundebesitzer berichten von Müdigkeit oder Durchfall. All diese Nebenwirkungen sind jedoch meist von kurzfristiger Natur und halten nur so lange an, wie das CBD im Körper der Tiere ist. Sollte dein Hund dennoch mit diesen Begleiterscheinungen zu kämpfen haben, ist eine Reduzierung der Dosis bzw. eine Absetzung des Öls anzuraten.

Vorsicht solltest du überdies bei trächtigen Vierbeinern walten lassen. Hier ist CBD-Öl für Hunde nicht geeignet! Denn aktuell wird davon ausgegangen, dass durch CBD die Funktion der Plazenta beeinträchtigt wird.

Sofern dein Hund Medikamente einnimmt, solltest du zudem unbedingt mit dem Tierarzt Rücksprache halten, um Wechselwirkungen mit dem Produkt auszuschließen.

Alaskan Malamute spielt mit kleinem Hundefreund
CBD-Öl kann deinem Vierbeiner zu einem besseren Leben verhelfen.

Zusammenfassung: Die Verwendung von CBD-Öl für Hunde

CBD-Öl wird erfolgreich sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin eingesetzt. Die Tropfen bringen ersten Studien zufolge auch beim Hund zahlreiche Vorteile. Dazu gehören:

  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Stärkung des Immunsystems
  • Steigerung der Vitalität, Beweglichkeit und Ausdauer
  • Unterstützung der Stoffwechselaktivitäten
  • Abbau von Angst und Stress
  • Linderung von Schmerzen

Wenn du CBD-Öl für Hunde verabreichst, sind überdies folgende Produkteigenschaften relevant:

  • THC-frei
  • hochwertiges Trägeröl (bspw. Lachsöl oder Hanföl)
  • frei von Giftstoffen und Verunreinigungen
  • geeignet in der Anwendung für alle Hunderassen

Achte außerdem auf die richtige Dosierung, die sich nach dem Körpergewicht deines Hundes und dem CBD-Gehalt der Tropfen richtet.

Welche Wirkung CBD-Öl auf Hunde wirklich hat, ist abschließend noch nicht geklärt. Dafür fehlen Studien und Ergebnisse.

Dennoch lassen die vielen positiven Erfahrungen der Hundebesitzer die Folgerung zu, dass das Öl unseren Fellnasen bei der Anwendung in vielerlei Hinsicht helfen kann. Wie auch bei Menschen können Haustiere wie unsere Hunde an Beschwerden wie Stress und Angst leiden, die oftmals in Zusammenhang mit körperlichen Schmerzen und Entzündungen stehen. Die Erfolg versprechende Wirkung von CBD kann ein echter Glücksfall für ein Hundeleben sein!

Wie ist das bei Dir und Deinem Liebling?

Habt ihr schon eigene Erfahrungen mit diesem Thema oder Produkt gemacht?

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