Appaloosa Steckbrief

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Die amerikanische Pferderasse mit der charakteristischen Schabrackzeichnung ist vor allem im Westernsport bekannt. Dabei wissen die nervenstarken und menschenbezogenen Pferde nicht nur Westernfans zu überzeugen. Was du über die außergewöhnlichen Appaloosas wissen musst, erfährst du hier [Artikel lesen]

Steckbrief Appaloosa

Einzelheiten zur Pferderasse Appaloosa
Stockmaß Zwischen 142 und 165 Zentimeter
Gewicht Zwischen 430 und 570 Kilogramm
Fellfarben und -zeichnungen Eigentlich alle, nur Plattenschecken sind ausgenommen.
Aussehen Quadratischer und kräftiger Körperbau, kleiner Kopf, große Augen, schräg abfallende und kräftige Kruppe, gestreifte Hufe
Charakter und Wesen Leistungsbereit, freundlich und gelassen
geeignet für Reit- und Fahrpferd, beliebte Westernpferde 
Typ/ Art Warmblut
Herkunftsland Nordamerika

Wesen und Aufgaben

Appaloosa sind beliebte Westernpferde: Ihr quadratischer Körperbau und die gut bemuskelte Hinterhand lassen schnelle Beschleunigungen und wendige Bewegungen zu und machen sie so zu idealen Pferden für den Westernsport. Doch nicht nur ihre körperlichen Merkmale begeistern Westernreiter, auch ihr Wesen hat sich an die Bedürfnisse des westlichen Sports angepasst. Denn Appaloosa sind leistungsbereit, ausgesprochen menschenbezogen und gleichzeitig sehr ruhig und gelassen – auch von einer Herde Kühe lassen sich die charakterstarken Pferde nicht verunsichern. Dabei sind sie stets freundlich und zeigen ein großes Maß an Ausdauer.

Diese Wesensmerkmale sind nicht nur im Westernsport gefragt: Appaloosa sind auch als Freizeit- und Familienpferde beliebt und auch junge und unerfahrene Reiter fühlen sich auf den umgänglichen und gelassenen Pferden in der Regel ausgesprochen wohl. Mit starken Nerven und einem hohen Maß an Verlässlichkeit machen sie sowohl unter erfahrenen Turnierreitern, wie auch unter Anfängern eine gute Figur. 

Dabei überzeugen Appaloosa nicht nur im Westernsport: Auch beim Spring- und Dressurreiten wissen die robusten, belastbaren und athletischen Pferde sich durchzusetzen.

Optisch fallen Appaloosa vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen Fellzeichnung auf, die in oftmals das Muster einer Tigerzeichnung zeigt. Zu den Zeichnungen gehören Schabracktiger, Schneeflocken, Roan, Frost, Leopard bzw. Volltiger, Near Leopard, Few Spot, Weißgeborene und Snowcap. Neben ihrem Fell ist auch die Haut der Appaloosa gefleckt, wodurch es zum Beispiel zu bunten Hufen kommen kann. Diese gefleckte Haut kann man an weniger behaarten Stellen – etwa an den Nüstern oder den Augen – erkennen. 

Aufgrund verschiedener Einkreuzungen können bei den amerikanischen Pferden genetische Krankheiten vorkommen. Zu ihnen zählen die Muskelerkrankungen Hyperkaliämische Periodische Paralyse und Polysaccharid-Speicher-Myopathie. Gentests können helfen, diese frühzeitig zu erkennen.

Geschichte des Appaloosas

Appaloosa stammen ursprünglich von spanischen Pferden ab und wurden vermutlich von spanischen Eroberern im 15. Jahrhundert auf den amerikanischen Kontinent gebracht. Hier verwilderten einige der spanischen Pferde und mischten sich unter die wilden Pferde Amerikas, die unter anderem von den Indianern eingefangen wurden.

Der in Idaho heimische Indianerstamm Nez Percé züchtete die Pferde mit der ungewöhnlichen Fellzeichnung. Jedoch musste der Stamm sich den weißen Männern beugen und verlor nahezu all seinen Besitz. Bei der Flucht der Nez Percé ließ auch ein großer Teil der Pferde ihr Leben.

Die wenigen Pferde, die überlebten, wurden ab 1938 zur Zucht eingesetzt, sodass die Zahl der Appaloosa bis zum Ende des 20. Jahrhunderts auf 500.000 anstieg. Nach Deutschland kamen die bunten Pferde erstmals 1975, erfreuten sich aber auch hier schnell großer Beliebtheit: Schon 1978 wurde in Deutschland der Verein „Appaloosa-Pferdestammbuch Deutschland e. V.“ gegründet.

Heute werden die amerikanischen Pferde weltweit gezüchtet und vielfältig eingesetzt.

Bilder Appaloosa

Interessantes und Wissenswertes

Bekannte Appaloosa

Appaloosa kannst du vor allem in Westernfilmen erblicken. So reitet zum Beispiel John Wayne in dem Westernklassiker El Dorado aus dem Jahr 1966 einen Appaloosa namens Cochise.

Ein weiterer Westernfilm aus dem Jahr 1966, in dem man Appaloosa beobachten kann, ist Südwest nach Sonora. In dem Film möchte Mett Fletcher gespielt von Marlon Brando ein neues Leben beginnen, indem er mit seinem Appaloosa-Hengst Cojo Rojo der Nähe der mexikanischen Grenzstadt Ojo Prieto eine Zucht aufbaut. Jedoch kommt es zu Konflikten und Fletchers Hengst wird geklaut. Im klassischen Westernstil versucht Fletcher sein Pferd zurückzuholen.

Auch in dem viel gelobten Westernfilm True Grit aus dem Jahr 2010 spielt ein Appaloosa mit: Bei dem Pferd Cowboy von LeBoeuf – gespielt von Matt Damon – handelt es sich um einen Appaloosa. In dem Film geht es um ein 14-jähriges Mädchen, das den Tod ihres Vaters rächen will. Neben Matt Damon spielen auch Hollywoodgrößen wie Jeff Bridges, Josh Brolin und Domhnall Gleeson in True Grit mit. Regie führten die beliebten und vielfach ausgezeichneten Coen Brüder.

Des Weiteren ist ein Appaloosa das Maskottchen des Sportteams der Florida State Seminoles von der Universität Florida State University, wobei es sich hierbei um den Indianer Osceola und sein Pferd Renegade handelt. 

Literaturtipps

Traumpferde der Welt, Appaloosa
Traumpferde der Welt, Appaloosa
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4,4 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 9. Dezember 2019 19:06
Westernpferde: Quarter Horses /Paint Horses /Appaloosas
Westernpferde: Quarter Horses /Paint Horses /Appaloosas
-
 
 
5,0 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 9. Dezember 2019 19:06
Appaloosa
Appaloosa
107,00 EUR
 
 
-
Stand der Daten: 9. Dezember 2019 19:06

 

Züchterverzeichnis Appaloosa

Wenn du dich für die freundlichen Pferde aus den USA interessierst, findest du beim Appaloosa Horse Club e. V. seriöse Züchter in Deutschland.

Quellen:

 

Hinweise zur Haltung von Appaloosa

Jedes Pferd ist einzigartig, egal, welcher Rasse es angehört. Und egal wie lang oder kurz der Stammbaum ist, hat jedes Pferd ähnliche Bedürfnisse. Die gilt es, zu befriedigen, um ein glückliches Pferdeleben zu ermöglichen.

Daher findest du im folgenden Abschnitt ein paar allgemeine Hinweise zur Haltung von Pferden.

Pferdehaltung

Wie eingangs erwähnt, ist zwar jedes Pferd eines mit ähnlichen Bedürfnissen wie denen nach Nahrung, Bewegung und Sozialkontakten. Doch je nachdem für welche Aufgabe die Pferderasse anfangs gezüchtet worden ist gibt es doch viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind als Sportpferde gezüchtet und brauchen mehr Bewegung als andere und manche sind eher geruhsame Arbeitstiere. Denk nur daran, dass die Einteilung in Kaltblüter, Warmblüter und Vollblüter vor allem nach dem Temperament getroffen wird.
Es kommt also auch bei unseren Pferden immer auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle Shire Horse sind nervenstarke Riesen und nicht jeder Araber ist ein ausdauernder Renner.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, dann solltest du diesen Ratgeber lesen:

 

Wenn du dich dann für ein Pferd entschieden hast, helfen dir sicherlich diese Ratgeber zur Pferdehaltung und Ausstattung weiter und beantwortet deine Fragen:

Pflege und Ernährung

Egal ob du einen großen Kaltblüter oder ein kleines Pony dein Eigen nennst: jedes Pferd braucht eine gewissen Pflege, um gesund zu bleiben. Insbesondere die Hufe bedürfen deiner besonderen Aufmerksamkeit. Was du beachten solltest, kannst du hier in den Tipps zur richtigen Pferdepflege nachlesen.

Außerdem stärkst du auch mit einer regelmäßigen Fellpflege deine Bindung zu deinem Vierbeiner. Schließlich ist das gegenseitige Beknabbern des Fells eine oft gesehene soziale Interaktion zwischen Pferden.

Neben der Fell- und Hufpflege ist auch die artgerechte und ausgewogene Ernährung wichtig für ein kraftvolles Immunsystem und ein langes und zufriedenes Pferdeleben. In unseren Ernährungsratgebern findest du hilfreiche Tipps:

 

Pferdeversicherungen

Bei Hund, Katze, Maus mag der eine oder andere Besitzer sich noch Gedanken über den Sinn und Unsinn einer Krankenversicherung machen. Schließlich sagt man Katzen nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Und die Kosten für den Tierarztbesuch mit einem Meerschweinchen mögen in einem erschwinglichen Rahmen bleiben. Doch schon bei einer Hundehaftpflicht sieht die Sache anders aus. Und erst Recht wenn es um ein großes Tier wie ein Pferd geht.

Solltest du dir also Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Vierbeiner machen oder dich fragen, was es eigentlich alles für Versicherungen rund um dein Pferd gibt, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 

Bildcredit: HM

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