Maine Coon Steckbrief
Die Maine Coon ist eine der beliebtesten Rassekatzen. Das mag genauso an ihrer majestätischen Erscheinung wie ihrem umgänglichen und freundlichen Wesen liegen.

Steckbrief Maine Coon

Einzelheiten zur Maine Coon
Größegroß
Gewicht Katze/ Kater4,0 - 6,5 kg / 5,5 - 9,0 kg
Lebenserwartung12-15 Jahre
Körperbaumuskulös, groß und sehr robust, der Körper ist nicht gedrungen, sondern länglich
FellfarbenNahezu alle Farben sind erlaubt, lediglich die Farben Chocolate, Lilac, Cinnamon und Fawn dürfen nicht in Kombination mit anderen Farben oder als Abzeichen vorkommen
Besonderheiten im ErscheinungsbildDie Maine Coon fällt besonders durch ihre Größte und ihre majestätische Behaarung auf
RassetypHalblanghaar
HerkunftslandVereinigte Staaten von Amerika
Anerkannte Katzenrasse vonCFA, TICA, GCCF, FIFE, WCF
Typische RassekrankheitenHypertrophe Kardiomyopathie, Gelenkprobleme (Hüftgelenkdysplasie, Ellenbogendysplasie, Muskelatrophie, Patellaluxation), Spinale Nierenerkrankungen

Das Wesen der Maine Coon

Die Maine-Coon-Katze wird auch Amerikanische Waldkatze genannt. Sie hat ein sehr freundliches und verspieltes Wesen, wodurch sie sich bestens auch für Kinder und Familien eignet. Sie neigt zudem dazu, sehr anhänglich und verschmust zu sein und wird daher auch als der „Hund unter den Katzen“ bezeichnet. Trotz ihrer Nähe zum Menschen ist die Maine Coon eigenständig und braucht Freigang, um sich auszutoben und ihren Jagdtrieb und ihre Neugierde zu befriedigen. Als reine Wohnungskatze ist sie ungeeignet. Dafür ist sie ideal, wenn man Hunde und Katzen gemeinsam halten möchte, da sie sich mit den meisten bellenden Vierbeinern bestens versteht.

Allgemein kann man die Maine Coon wohl als sehr unkompliziert bezeichnen. Die Fellpflege benötigt, trotz der Länge, nicht viel Zeit und durch ihr ruhiges, freundliches und selbstständiges Wesen ist sie auch im Umgang eine sehr angenehme Katze. Zusammengefasst kann man die Maine Coon wohl als sanften, intelligenten und verspielten Riesen bezeichnen, der ebenso gerne mit seiner Familie schmust, wie auch eigenständig den umliegenden Wald erkundet.

Bilder von Maine Coons

 

Geschichte und Herkunft

Die Maine Coon ist eine der ältesten wilden Katzenrassen Nordamerikas, wodurch bis heute ungeklärt ist, wo sie ihren Ursprung hat. Es ranken sich jedoch viele unterhaltsame und teils absurde Mythen um die Herkunft der amerikanischen Waldkatze.

Einer der etwas verrückteren Mythen besagt, dass die Maine Coon aus einer Verpaarung zwischen einem Waschbären und einer Katze entstand. Zwar ist dies biologisch nicht möglich, doch aufgrund des längeren Fells und des buschigen Schwanzes der Maine Coon hat sich der Mythos etabliert. Auch ihren Namen hat sie möglicherweise der optischen Ähnlichkeit zum Waschbären zu verdanken: Coon ist nämlich die Abkürzung von Racoon, was Waschbär auf Englisch bedeutet.

Andere glaubten, dass die Maine Coon durch eine Kreuzung mit den langhaarigen Katzen Marie Antoinettes entstanden ist. Die französische Königin soll eine Vorliebe für flauschige Tiere gehabt und möglicherweise langhaarige Katzen in die USA gebracht haben, die sich mit den wilden Katzen Amerikas paarten. Heraus kam die Maine Coon-Katze, zumindest besagt das der Mythos.

Da die Maine Coon der Norwegischen Waldkatze ähnelt, entstand zudem die Theorie, dass die ersten Vorfahren der Maine Coon vor über 1000 Jahren mit den Wikingern übers Meer kamen. Die Norwegische Waldkatze soll sich dann in den USA mit anderen Katzen verpaart haben und über Jahrhunderte entstand so die wilde Maine Coon-Katze wie wir sie heute kennen.

Wieder eine andere Vermutung besagt, dass wilde Katzen sich über Jahrhunderte an die kalten Winter und das raue Wetter Neuenglands angepasst haben. Katzen mit dünnerem Fell hätten nicht überlebt und so hätte sich über die Zeit ganz natürlich die Maine Coon-Katze evolutionär entwickelt.

Welche Theorie nun tatsächlich stimmt, ist nicht geklärt. Jedoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Maine Coon von mehreren europäischen Katzen abstammt. Die Einwanderer haben früher quasi auf jedem Schiff Katzen mit sich gebracht, die teilweise auch in den USA blieben und sich mit den einheimischen Katzen fortpflanzten.

Erst ab 1960 fing man an, die Wald- und Hofkatze Maine Coon gezielt zu züchten um 1980 herum wurden sie bei allen Dachverbänden anerkannt, wie zum Beispiel im Jahr 1982 bei Fédération Internationale Féline.

Interessantes und Wissenswertes

Eine besondere Eigenart der großen Waldkatzen ist, dass sie Wasser lieben. Ihr Fell ist wasserabweisend und entgegen der meisten Katzen geht sie auch gerne mal eine Runde schwimmen.

Noch eine besondere Eigenschaft ist, dass Maine Coons gar nicht so selten mit sechs Zehen zur Welt kommen. Früher sollten bis zu 40% der Maine Coons polydaktyl (also vielzehig) gewesen sein. Heutzutage dürfen die sechszehigen Tiere zwar zur Zucht verwendet werden, zu Ausstellungen sind sie jedoch nicht zugelassen.

Züchterverzeichnis Maine Coon

Die Maine Coon ist eine sehr beliebte Katzenrasse, wodurch es auch im deutschen Raum viele Züchter gibt. Hier sind einige der deutschen Züchter aufgeführt:

Literaturtipps für Maine Coon-Liebhaber

Da die Maine Coon sehr beliebt sind, gibt es rund um sie verschiedenste Literatur. Schöne Bücher sind beispielsweise diese:

Maine Coon - Das grosse Wissensbuch: Interessantes und...
Maine Coon - Das grosse Wissensbuch: Interessantes und Wissenswertes für alle Coonie-Liebhaber
19,53 EUR
 
 
4,5 von 5 Sternen
Stand der Daten: 12. Dezember 2017 19:27
Das Maine Coon Kompendium: ein Handbuch zu Rasse, Zucht...
Das Maine Coon Kompendium: ein Handbuch zu Rasse, Zucht und Genetik für den Zuchtanfänger
39,90 EUR
 
 
4,2 von 5 Sternen
Stand der Daten: 12. Dezember 2017 19:27

 

Die Maine Coon bekannt aus Film und Fernsehen

Die meisten von uns haben eine Maine Coon auch schon auf der großen Leinwand gesehen: Die Rolle der Mrs. Norris in den Harry Potter-Verfilmungen wurde nämlich von mehreren Maine Coon Katzen übernommen. Mrs. Norris ist die Katze des seltsamen Hausmeisters Argus Filch, der Harry Potter und seinen Freund oftmals im Wege steht. Mrs. Norris gilt als besonders intelligente und loyale Katze, die von Harry und seinen Freunden aber nicht gemocht wird, da sie für Filch spioniert. Eine der Maine Coon Katzen, die Mrs. Norris verkörperten, war Pebbles: Pebbles Talent war es zwar nicht unbedingt, Tricks zu lernen, dafür wusste sie aber immer genau, wo sie zu stehen und entlangzugehen hat. Wenn ihr Mrs. Norris also über die Gänge Hogwarts huschen habt sehen, war das vermutlich Pebbles. Andere Maine Conns, die Mrs. Norris in den Harry Potter-Filmen verkörperten, waren Maximus, Cornilus, Alanis and Tommy.

Zwar nicht aus Film und Fernsehen bekannt, dafür aber als Politiker: Hank the Cat kandidierte im Jahr 2012 tatsächlich bei der Wahl zum Senat der Vereinigen Staaten im Bundestaat Virginia. Knapp am Sieg vorbei, erreichte der Maine Coon-Kater Hank den dritten Platz.

Hinweise zur Haltung der Maine Coon

Manch einer würde vielleicht glauben, Katze wäre gleich Katze und das Zusammenleben mit diesen selbständigen Raubtieren leicht, solange sie genügend zu fressen und ein paar Streicheleinheiten und Freigang bekommen. Doch auch bei den Katzenrassen gibt es viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind freiheitsliebender als andere und brauchen unbedingt Freigang, manche sind eher gemütliche Einzelgänger.
Dennoch kommt es auch bei unseren Stubentigern auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle rotgetigerten Katzen sind wilde freiheitsliebende Rabauken und nicht jede Maine Coon ist freundlich und verspielt.
Damit es harmonisch zugeht und Probleme wie die einer Unsauberkeit gar nicht erst entstehen, solltest du vor der Anschaffung einer Katze diesen Ratgeber lesen:

Außerdem haben wir in der Rubrik „Zusammenleben mit Katzen“ viele verschiedene Artikel und Ratgeber gesammelt, die dir bei verschiedenen Fragestellungen helfen können.

Versicherungen

Katzen sagt man nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Es mag auch stimmen, dass der Großteil unserer Stubentiger sehr robust ist. Dennoch kommen auch auf Katzenbesitzer regelmäßige Kosten für Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern zu. Und auch wenn Knochenbrüche vielleicht seltener zu behandeln sind als bei einem Hund, können Katzen krank werden. Ob sich eine Krankenversicherung für deine Fellnase lohnt, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Solltest du dir doch Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Liebling machen, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 


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