Korat Steckbrief
Die Korat ist eine silbrig-blaue Schönheit, die bisher nur selten in Deutschland zu finden ist. Ihr Rassename leitet sich von der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima (kurz: Korat) ab, wo diese besonders häufig vorkommt. In ihrem Heimatland Thailand nennt man sie „Maeo Dok-Lao“ - übersetzt bedeutet dies in etwa: „Katze von der Farbe der Wolken vor einem Regenschauer“. Für die Thailänder gilt die Korat als ein lebendes Symbol für Glück und Wohlstand. Aus diesem Grund sind sie auch häufig - als Boten des Glücks - ein willkommenes Brautgeschenk.

Steckbrief Korat

Einzelheiten zur Korat
GrößeMittelgroß
Gewicht Katze/ Kater4,5-5,5kg / 5,5-6,5kg
Lebenserwartung12-15 Jahre
KörperbauDie perfekte Mitte, mittelgroß, mittelschwer, mittellang und muskulös
FellfarbenBlau
Besonderheiten im ErscheinungsbildHat strahlend grüne Augen
RassetypKurzhaar
HerkunftslandThailand
Anerkannte Katzenrasse vonTICA, WCF, GCCF, FIFE
Typische RassekrankheitenNicht bekannt

Die Korat – eine „Glückskatze“

Ursprung

Sie ist eine sehr alte Katzenrasse, die ihren Ursprung in Südostasien hat. Erste Bilder über die Korat finden man bereits in alten, illustrierten Katzengedichten, den sogenannten Tamra Maew, die etwa Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Thailand entstanden sind. Vergleicht man die alten illustrierten Bilder mit einer heutigen Korat, so kann man immer noch eine deutliche Ähnlichkeit feststellen. Das liegt vor allem daran, dass die Korat als Rasse kaum durch gezielte Zucht und Einkreuzungen anderer Rassen in ihrem Aussehen verfälscht wurde. Noch heute orientiert man sich in der Korat-Zucht an einem natürlichen Standard, welcher der historischen Korat aus den alten Manuskripten sehr nahe kommt.

Aussehen

Die Korat ist eine mittelgroße Katzenrasse mit einem kompakten aber athletischen Körperbau. Ihre, im Vergleich zu den Vorderläufen, langen Hinterbeine deuten auf eine große Sprungkraft und Laufschnelligkeit hin. Typisch für die Korat ist ihr blau-graues Kurzhaarfell, welches sich in der Bewegung scheitelt. Die Enden der einzelnen Haarspitzen sind Silber gefärbt (Tipping). Fast scheint es, als wäre sie von einem Silberschein umhüllt.
Ein weiteres Erkennungszeichen ist ihr herzförmiges Gesicht, welches mit einem kräftigen Kinn beginnt und von großen Ohren abgerundet wird. Stets besitzt sie einen interessierten und neugierigen Ausdruck. Die großen, weitauseinander gesetzten Augen der Korat, erstrahlen bei ausgewachsenen Tieren in einem leuchtenden Peridot-Grün. Generell entwickelt sich diese Rassekatze sehr langsam. Erst mit 5 Jahren erreicht sie ihre volle körperliche Entwicklung.

Wesen

Ausgiebige Erkundungstouren durch alle Zimmer des Hauses, Nachbars Garten oder durch Wiesen und Wälder liebt die Korat genauso, wie ausgiebige Streicheleinheiten. Sie ist ausgesprochen neugierig, aufmerksam und beteiligt sich liebend gern an allem was ihr menschlicher Rudelführer tut. Langeweile und Einsamkeit mag die gesellige Katze nicht. Einen tierischen Gefährten, mit dem sie spielen und raufen kann, schätzt sie sehr. Mit Kindern und Hunden verträgt sie sich, solange sie nicht ruppig behandelt wird. Im Vergleich zu vielen anderen Katzenrassen, lässt sich die Korat durchaus mit Wasserspielen begeistern. Einige besonders mutige Exemplare gehen sogar mit ihrem Besitzer in die Badewanne oder schwimmen eine Runde durch den Pool.

Gesundheit

Da die Korat als Rasse größtenteils von züchterischen Einflüssen verschont wurde und sie über einen großen, natürlichen Genpool verfügt, gilt sie als äußerst robust und immunstark. Dennoch haben alle Katzen, so wie allen Menschen, das Potential genetisch bedingte Gesundheitsprobleme zu entwickeln. Es gibt Berichte, dass einige Katzen dieser Rasse anfällig für Gangliosidose (GM) sind. Betroffene Katzen zeigen bereits im Alter von 3 – 6 Monaten fortschreitende Störungen der Nervenfunktionen. Deutlich wird dies durch zittern des Kopfes, Koordinationsprobleme der Hinterbeine oder Wachstumshemmungen. Da diese Krankheit schnell fortschreitet, erreichen erkrankte Katzen nur selten ihr erstes Lebensjahr.

Haltung

Die Korat ähnelt im Verhalten und in ihren Bedürfnissen stark unseren einheimischen Bauernhofkatzen (Europäisch Kurzhaar). Sie liebt die freie Natur und sollten daher als Freigänger-Katze in ländlichen Gebieten gehalten werden. Eine reine Wohnungshaltung kommt nur in Frage, wenn man als Halter ausreichend Zeit für diese anspruchsvolle Katze aufbringen kann. Sie will beschäftigt und umsorgt werden – und das nicht zu knapp.

Pflege

Das kurze und seidige Fell der Korat ist sehr pflegeleicht. Da sie keine Unterwolle besitzt, haart sie kaum – der tägliche Griff zum Staubsauger entfällt. Dennoch sollten lose Haare zweimal wöchentlich mit einem feinen Kamm entfernt werden. Zur Grundversorgung gehört die Krallen-, Ohr-und Zahnpflege, die nach Absprache mit dem Tierarzt durchgeführt werden sollte. Der jährliche Kontrollgang zum Tierarzt und die Auffrischung der notwendigen Impfungen verstehen sich von selbst.

Farben und Fellzeichnungen

Das Fell der Korat ist einheitlich silberblau, wobei die Haarspitzen Silber gefärbt sind – ein optischer Silberschein entsteht. Muster, Zeichnungen und Schattierungen sind nicht erlaubt. Besonders gefragt sind Tiere mit einem intensiven Silbertipping (Silbersein).

Bilder von Korat:

 


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