Steckbrief Ardenner

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Sie ist eine der ältesten Pferderassen Frankreichs, extrem stark und überaus freundlich: Der Ardenner. Vom beliebten Streitross über das schwere Zugpferd bis hin zum Schlachtpferd hat die Kaltblutrasse über die Jahrhunderte viele verschiedene Schicksale erlebt. Alles was du über den Ardenner wissen musst, findest du hier:

Steckbrief Ardenner

Einzelheiten zur Pferderasse Ardenner
Stockmaß 155-162 cm
Gewicht bis zu einer Tonne
Fellfarben und -zeichnungen Schimmel, Braune, Rotbraune und gestichelte Füchse
Aussehen breiter, gedrungener und sehr muskulöser Körper, kräftige Gliedmaßen, leichter Ramskopf
Charakter und Wesen freundlich, arbeitswillig und agil
geeignet für Schlacht-, Zug- und Freizeitpferd
Typ/ Art Kaltblüter
Herkunftsland Belgien, Frankreich

Wesen und Aufgaben

Der Ardenner bringt trotz seiner geringen Größe von durchschnittlich 160 cm ein stolzes Gewicht von bis zu einer Tonne auf die Wage. Doch das hält die kräftigen Pferde keinesfalls davon ab, auch sportlich unterwegs zu sein: Denn der Ardenner ist ein äußerst lebhaftes und arbeitswilliges Pferd.

Die Körpermasse macht den Ardenner vor allem zu einem sehr starken Pferd, weshalb er früher als Schlachtross und auf dem Feld sehr beliebt war.

Ein weiterer Vorzug der schweren Kaltblüter ist ihr robustes Wesen. Der Ardenner ist sehr pflegeleicht, freundlich und widerstandsfähig. Weder Wind und Wetter, noch Krankheiten können dem gutmütigen Tier etwas anhaben und auch sein Wesen ist äußerst entspannt und freundlich.

Heute wird der Ardenner vor allem als Schlachtpferd verwendet, aber auch als Zugtier ist er noch ab und an im Einsatz. Da Maschinen die Arbeitsbereiche der schweren Kaltblüter mit der Zeit eingenommen haben, begegnet man Pferden in der Landwirtschaft nur noch in Ausnahmefällen. Bei der Forstwirtschaft wird der starke Ardenner aber bis heute verwendet, um schwere Bäume aus dem Wald zu transportieren. Auf Veranstaltungen und Events, wie Rittershows oder Umzügen, kann man die Kraft der Ardenner ebenfalls noch immer bewundern.

Neben ihrer Aufgaben in der Mast- und Forstwirtschaft, werden Ardenner auch als Freizeitpferde genutzt. Denn die freundlichen Riesen sind zwar aktiv und bewegen sich gerne, sind dabei aber nicht zu temperamentvoll, weshalb sie sich besonders für Anfänger und ängstliche Reiter eignen. Der zuverlässige und gutmütige Charakter macht den Ardenner zu einem einmaligen Begleiter, der seinen Reiter auch in brenzligen Situationen nicht im Stich lässt.

Bilder der Pferderasse Ardenner

Geschichte des Ardenners

Die Geschichte der Ardenner beginnt in Frankreich, der Ursprung der Rasse liegt aber deutlich weiter zurück: Denn der Ardenner ist ein Nachfahre des Solutre-Pferdes, einer Pferderasse, die Europa um 20.000 vor Christi bewohnte.

Schon die römischen Legionen haben die Vorteile der schweren Pferde erkannt und nutzen sie für die Angriffe. Sogar Julius Cäsar soll eine große Begeisterung für die üppigen Schlachtrösser gehabt haben.

Auch im Mittelalter wurden die kräftigen Pferde für den Krieg eingesetzt. Nicht nur wirkten sie durch ihre Masse bedrohlich, die starken Pferde konnten die Ritter und ihre Rüstung auch ohne Probleme tragen und waren dennoch agil und bewegungsfreudig. Während der Kreuzzüge kreuzte man Araber und andere orientalische Pferderassen mit den Ardenner- Pferden, um die kräftigen Pferde etwas leichter werden zu lassen. Auch Napoleon erkannte die Vorzüge der Rasse und verwendete die schweren Tiere als Artilleriepferde.

Später, im 19. Jahrhundert, wollte man Ardenner wieder vermehrt auf dem Feld und als Zugpferd einsetzten, weshalb man die schweren Brabanter mit in die Zucht einfließen ließ. So wurde die starke Seite der arbeitswilligen Ardenner wieder hervorheben.

Heute wird der Ardenner vor allem als Schlacht- und Zugpferd eingesetzt.

Woher der Ardenner seinen Namen hat? Von dem Gebirgsteil Ardennen, der sowohl einen belgischen, wie auch einen französischen und niederländischen Teil hat. Hier war die schwere Pferderasse beheimatet und wurde auch traditionell gezüchtet.

Der Ardenner ist zudem der Ursprung einiger Pferderassen: Die des Auxios, des Pfalz- Ardenners, des Schweden-Ardenners und des Trait du Nord.

Interessantes und Wissenswertes

Literaturtipps

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Quellen:

Der Ardenner in Film und Fernsehen

In der Verfilmung des Bestsellers Der Medicus ist es ein Ardenner, der die schwere mittelalterliche Kutsche des fahrenden Baders zieht. Im England des 11. Jahrhunderts entdeckt der junge Rob Cole (Tom Payne), dass er die Gabe besitzt, die Krankheiten und den bevorstehenden Tod anderer Personen zu fühlen. Als seine Mutter verstirbt, lässt sie den jungen Rob als Waisen zurück, worauf der Bader (Stellan Skarsgård) ihn bei sich aufnimmt. Durch sein Schicksal angetrieben beschließt der Rob später, den großen Mediziner und Gelehrten Ibn Sina (Ben Kingsley) in Persien aufzusuchen, um bei ihm zu lernen.

Züchterverzeichnis Ardenner

Hinweise zur Haltung von Friesen

Jedes Pferd ist einzigartig, egal, welcher Rasse es angehört. Und egal wie lang oder kurz der Stammbaum ist, hat jedes Pferd ähnliche Bedürfnisse. Die gilt es, zu befriedigen, um ein glückliches Pferdeleben zu ermöglichen.

Daher findest du im folgenden Abschnitt ein paar allgemeine Hinweise zur Haltung von Pferden.

Pferdehaltung

Wie eingangs erwähnt, ist zwar jedes Pferd eines mit ähnlichen Bedürfnissen wie denen nach Nahrung, Bewegung und Sozialkontakten. Doch je nachdem für welche Aufgabe die Pferderasse anfangs gezüchtet worden ist gibt es doch viele verschiedene Charaktereigenschaften: manche sind als Sportpferde gezüchtet und brauchen mehr Bewegung als andere und manche sind eher geruhsame Arbeitstiere. Denk nur daran, dass die Einteilung in Kaltblüter, Warmblüter und Vollblüter vor allem nach dem Temperament getroffen wird.
Es kommt also auch bei unseren Pferden immer auf das einzelne Lebewesen an. Denn nicht alle Shire Horse sind nervenstarke Riesen und nicht jeder Araber ist ein ausdauernder Renner.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, dann solltest du diesen Ratgeber lesen:

 

Wenn du dich dann für ein Pferd entschieden hast, helfen dir sicherlich diese Ratgeber zur Pferdehaltung und Ausstattung weiter und beantwortet deine Fragen:

Pflege und Ernährung

Egal ob du einen großen Kaltblüter oder ein kleines Pony dein Eigen nennst: jedes Pferd braucht eine gewissen Pflege, um gesund zu bleiben. Insbesondere die Hufe bedürfen deiner besonderen Aufmerksamkeit. Was du beachten solltest, kannst du hier in den Tipps zur richtigen Pferdepflege nachlesen.

Außerdem stärkst du auch mit einer regelmäßigen Fellpflege deine Bindung zu deinem Vierbeiner. Schließlich ist das gegenseitige Beknabbern des Fells eine oft gesehene soziale Interaktion zwischen Pferden.

Neben der Fell- und Hufpflege ist auch die artgerechte und ausgewogene Ernährung wichtig für ein kraftvolles Immunsystem und ein langes und zufriedenes Pferdeleben. In unseren Ernährungsratgebern findest du hilfreiche Tipps:

 

Pferdeversicherungen

Bei Hund, Katze, Maus mag der eine oder andere Besitzer sich noch Gedanken über den Sinn und Unsinn einer Krankenversicherung machen. Schließlich sagt man Katzen nach, sie hätten neun Leben und würden immer auf ihre Füße fallen. Und die Kosten für den Tierarztbesuch mit einem Meerschweinchen mögen in einem erschwinglichen Rahmen bleiben. Doch schon bei einer Hundehaftpflicht sieht die Sache anders aus. Und erst Recht wenn es um ein großes Tier wie ein Pferd geht.

Solltest du dir also Gedanken über eine Kranken- oder OP-Versicherung für deinen Vierbeiner machen oder dich fragen, was es eigentlich alles für Versicherungen rund um dein Pferd gibt, dann findest du in diesem Ratgeber hilfreiche Informationen:

 

Bildcredit: (c)Bildagentur Zoonar GmbH - Shutterstock.com

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