Australian Shepherd sind bei ausreichender Sozialisation tolle Familienhunde.

Entgegen dem, was man bei seinem Namen vermuten würde, stammt der Australian Shepherd nicht aus Australien, sonder aus den USA. Es handelt sich bei dieser Rasse um einen äußerst lebhaften und aktiven Hund, der sehr viel Auslauf und Beschäftigung braucht. Mehr über das Wesen und die richtige Haltung eines Australien Shepherd‘s erfährst Du in unserem Rasseportrait. *Beitrag enthält Affiliate-Links*

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Australian Shepherd

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Der lebensfrohe Australian Shepherd, kurz auch Aussi genannt, ist der ideale Begleiter für aktive Menschen. Denn er liebt es, zu rennen, zu spielen und durch Hundesport und verschiedene Aufgaben auch im Kopf aktiv zu bleiben. Eben wegen seines ausgeprägten Bewegungstriebs ist der Hütehund auch nicht für das Leben in der Stadt geeignet. Kälte und Regen können dem Aussi, der eine dichte Unterwolle besitzt, nichts anhaben. Zu viel Hitze bekommt dem Australian Shepherd dagegen weniger. Trotz seiner Kälteunempfindlichkeit möchte der Aussie dennoch nicht gerne draußen schlafen – als treuer Begleiter ist ihm die Nähe zu seinem Rudel sehr wichtig. Denn der Australian Shepherd ist ein sehr sozialer und verträglicher Hund. Auch mit anderen Hunden kommt er sich in der Regel bestens aus. Der intelligente Aussie ist recht gut erziehbar und sehr gelehrig. Er braucht es, physisch und psychisch gefördert zu werden. Für Kinder ist der Australian Shepherd bedingt geeignet. Bei älteren und aktiven Kindern ist ein ausgeglichener und gut erzogener Aussie eine echte Bereicherung. Auch für die Tätigkeit als Wachhund bringt der pflegeleichte Hütehund gute Voraussetzungen mit.

Steckbrief Australian Shepherd

Einzelheiten zum Australian Shepherd
Größe (Widerristhöhe)bis 58cm (je nach Geschlecht)
Gewicht6 bis 8 kg
Alter12 bis 15 Jahre
FellfarbenSchwarz, Rot, marmoriertes Schwarz mit grauer Grundfarbe (blue-merle); marmoriertes Rot oder Braun mit beiger oder hellroter Grundfarbe. Auf der Basis dieser Grundfarben ergeben sich 16 mögliche Farbvarianten.
HerkunftslandNordamerika/ USA
FCI Nummer342
FCI Gruppe1: Hütehunde und Treibhunde
FCI Sektion1: Schäferhunde
Aufgabenursprünglich Hütehunde; heute Fährten- und Spürhund; als Familienhund bei artgerechter Auslastung (sehr viel Bewegung und Hundesport) geeignet. Jagdtrieb ist in mittleren Maße vorhanden
Geeignet fürBewegungs- und sportbegeisterte Menschen (ein Australian Shepherd braucht deutlich mehr psychische und physische Herausforderung als Spazieren gehen): bei Unterforderung sucht er sich eigene Aufgaben und Unterhaltungsmöglichkeiten oder wird überaktiv und bellt wegen Kleinigkeiten!
Typische KrankheitenHüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Medikamentenüberempfindlichkeit, Grauer Star, Merle-Faktor, Schilddrüsen- und Herzprobleme

Geschichte Australian Shepherd

Entgegen seines Namens kommt der Australian Shepherd nicht aus Australien, sondern dem Norden Amerikas. Im 19. Jahrhundert wanderten australische Schäfer nach Amerika aus und brachte ihre Merinoschafe, die „australian Sheeps“, mit sich, woher der Australian Shepherd vermutlich seinen Namen hat. Durch die Assoziation mit den Merinoschafen wurde er quasi „ Der Hüter der australischen Schafe“, der Australian Shepherd.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Australian Shepherd innerhalb kürzester Zeit sehr beliebt. Da er auch zu Pferd ein idealer Begleithund war, erlebte er mit dem Western-Boom eine Welle der Beliebtheit. Sein intelligentes und arbeitsfreudiges Wesen machten ihn auch auf den Farmen zu einem beliebten Arbeits- und Familienhund.

In Europa wurde der Aussie aber erst in den 70ern bekannt, erfreut sich seit dem aber einer immer größer werdenden Beliebtheit und ist auch von vielen europäischen Liebhabern kaum noch wegzudenken. Heute ist der treue Hütehund eher als aktiver Freizeitpartner beliebt und besonders für sportlichen Menschen ein enger Begleiter.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Rassemerkmale erstmals in dem Zuchtbuch des Australian Shepherd Club of America (ASCA) und der International Australian Shepherd Association (IASA) festgehalten. Seit 1977 gelten die vom ASCA festgesetzten Rassestandards. Die beiden Clubs ASCA und IASA schlossen sich 1980 zusammen.
Auch der American Kennel Club (AKC) führt seit Anfang der 90er ein Zuchtbuch und hat eigene Rassestandards für den Australian Shepherd festgesetzt. Laut der Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist der Aussie erst seit 1996 eine anerkannte Hunderasse.

Fotos vom Australian Shepherd

Interessantes und Wissenswertes

Australian Shepherd in Film und Fernsehen

In den deutschen Verfilmungen der Fünf Freunde-Abenteuer (vier Filme seit 2012) wird der Hund Timmy von einem Australian Shepherd verkörpert. Gemeinsam mit George, Julian, Dick und Anne werden die Fünf in spannende Abenteuer verstrickt und müssen immer wieder Rätsel lösen und Bösewichte überwältigen. In den ersten beiden Filmen wurde Timmy von dem Filmhund Coffey verkörpert, in dem dritten und vierten Teil wurde die Rolle von dem Australian Shepherd Bobby übernommen.
Napoli Dogs – Ein Hundeleben in Neapel ist eine fiktionale Dokumentation über ein Rudel Straßenhunde in Neapel. Der Straßenhunde Bartolo wird von einem Australian Shepherd gespielt.
In dem norwegischen Kinderfilm SOS – Petter ohne Netz zieht das Stadtkind Petter mit seinen Eltern aufs Land. Dort fühlt er sich erst gar nicht wohl, bis er den verletzten Australian Shepherd Leo findet, der von seinem Besitzer schlecht behandelt wurde – der Beginn einer großen Freundschaft. Als der Bösewicht aber wiederkehrt, um seinen Hund zurückzuholen beginnt für die beiden ein Abenteuer: Der Kampf um ihre Freundschaft.
Zudem tauchen Australian Shepherds, wenn auch nur kurz, in zahlreichen Filmen auf. Unter anderem in Brokeback Mountain, Darling Companion – Ein Hund fürs Leben, Fluke und Familiar stranger rennt der schlaue Hütehund in so manch einer Szene über den Bildschirm.
Noch in den Zeiten des schwarz-weiß Films zählten zwei Australian Shepherds zu den Stars in Hollywood: Bunk spielte in zahlreichen Filmen in den 20ern mit und Filmhund Tuffy eroberte das Kino in den 30ern. Beide begeisterten das Publikum ihrer Zeit.
Zu den prominenten Aussie-Fans gehören Hilary Duff (Luca) und Amanda Seyfried (Finn).

Züchterverzeichnis Australian Shepherd:

Professionelle Züchter kann man beim Club für Australien Shepherd Deutschland e.V. finde.

Literaturtipps

Zu den quirligen Aussies gibt es eine Menge Literatur. Ein paar schöne Bücher findest du hier:

Australian Shepherd: Schön, charmant und vielseitig
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Stand der Daten: 23. April 2018 15:43
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Hinweise zur Haltung von Australian Shepherd

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Trotzdem es sich bei einem Australian Shepherd um einen Arbeitshund handelt, dem nachgesagt wird, das er seinem Besitzer gefallen will, braucht auch dieses Hundewesen eine gewissen Erziehung. Schon alleine damit aus dem Aussie ein ausgeglichener Hund werden kann und kein aufgeregter, unausgeglichener Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, der Australian Shepherd ist ein Bild von einem Hund und zählt zu den arbeitswilligsten Hunderassen der Welt. Doch auch er kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

 

Ist der Australian Shepherd ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland  vielfach diskussionswürdige Inhalte bieten, wird doch niemand einen Australian Shepherd als gefährlich ansehen oder seine Gefährlichkeit vermuten. Dennoch solltest du bedenken, dass es durchaus auch traumatisierte Aussies mit schlechten Erfahrungen gibt, die durchaus eine gewisse Bedrohung darstellen können. Schließlich haben sie wie jeder Hund ihre Waffen (Gebiss) immer mit dabei!

 

Weiterführende Informationen und Quellen:

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Bildcredit: (c) DOGS - Fotolia.com

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