Die drei möglichen Farben der Labrador Retriever

Der Labrador zählt zu den beliebtesten Hunderassen. Seinen Beinamen „Retriever“ bekam er im England des 19. Jahrhunderts, als seine Apportierfähigkeiten erkannt wurden. Alles über diese edle britische Rasse erfahrt ihr auf dieser Seite.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Labrador Retriever

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Labrador Retriever sind sehr arbeitsfreudige, kluge und aktive Hunde. Durch ihr hohes Maß an Intelligenz und Geduld sind sie sehr gelehrig, weshalb sie oft als Rettungs-, Blinden- oder Therapiehunde eingesetzt werden. Als Wachhund kann der Labrador geeignet sein. Oft steht dem aber sein freundliches Wesen im Weg. Er ist sehr menschenbezogen und kann auch ohne weiteres in einer Familie mit Kindern leben. Kälte macht dem Labrador nichts aus, in zu heißen Gegenden hingegen sollte man den Labrador nicht halten. Der robuste Hund benötigt nicht viel Pflege, möchte aber dennoch gerne im Haus schlafen, da er ein sehr familiärer Hund und die Nähe zum Menschen sucht. Der Labrador ist zudem ein außerordentlich aktiver Hund und braucht viel Bewegung, die er sich auch gerne beim Spielen mit anderen Hunden holt. Durch seinen Bewegungsdrang ist er für eine kleine Wohnung kaum geeignet. Ein Garten und umliegende Wald- oder Wiesengebiete sind die ideale Umgebung für den Labrador. Im Sommer ist ein Ausflug an den See eine willkommene Abkühlung für den wasserverrückten Hund.

Steckbrief Labrador Retriever

Einzelheiten zum Labrador Retriever
Größe (Widerristhöhe)54-57 cm
Gewicht25-34 kg
Alterbis 14 Jahre
Fellfarbengelb, cremefarben, gelbbraun, schwarz
HerkunftslandGroßbritannien
FCI Nummer122
FCI Gruppe8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
FCI Sektion1: Apportierhunde
AufgabenBegleithund, Jagdhund, Diensthund; der Jagdinstinkt ist stark ausgeprägt; allerdings kann dieser durch seine Gelehrigkeit und die ursprüngliche Zuchtintension auf ein reines Apportieren trainiert werden
Geeignet füraktive Hundehalter, gerne auch Familien; Labrador Retriever können bei Unterforderung anfangen, sich selbst zu beschäftigen, indem sie die Wohnung auseinander nehmen oder sich die Bewegung nehmen, die sie benötigen
Typische KrankheitenGelenkbeschwerden (z. B. Ellenbogen- oder Hüftdysplasie), Augenerkrankungen (z. B. Progressive Retinaatrophie, Linsentrübung, Retinadysplasie), Muskelerkrankungen (z. B. Labrador-Myopathie, Exercise Induced Collapse)

Geschichte des Labrador Retriever

Woher der Labrador ursprünglich kommt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Es gilt jedoch als sehr wahrscheinlich, dass der Labrador Retriever aus der im Norden Kanadas liegenden Insel Neufundland stammt. Bei dem Namen „Neufundland“ müssen viele Hundefreunde an die riesigen, wuscheligen Neufundländer denken. Und tatsächlich stammt der Labrador vermutlich genau von diesen ab. Zwar ist er deutlich zierlicher und dass Fell nicht ansatzweise so lang, jedoch sieht man in den Körperproportionen und dem breiten Kopf bis heute gewisse Ähnlichkeiten zwischen den beiden Rassen.

Im Nordosten Kanadas wurde die zierlichere Variante des Neufundländers dazu eingesetzt, um den Fischern bei ihrer Arbeit zu helfen. Damals nannte man diese kleinen Neufundländer St. John’s Dog, die vermutlich die Urväter des heutigen Labradors sind. Durch sein gerade zu wasserverrücktes Wesen bestanden seine Aufgaben daraus, Netze aus dem Wasser zu holen oder Fische und Vögel zu apportieren. Auch als Helfer bei der Jagd wurde der St. John’s Dog eingesetzt. Durch sein weiches Maul konnte er das gefallene Wild unversehrt zum Jäger bringen.

Nachdem einige Labradors nach Großbritannien überführt wurden, fanden sie besonders bei den Adligen großen Anklang. Die Briten fingen an, die Labradors ihren Wünschen entsprechend zu züchten und so wurde aus dem wasserliebenden Fischer ein gehorsamer Jagdhund.

Die Bezeichnung Labrador Retriever wurde erstmals 1870 verwendet. Wobei „retrieve“ aus dem Englischen kommt und apportieren bedeutet. Der zweite Teil des Namens, Labrador, ist auf die gleichnamige Insel in Kanada zurückzuführen. Seit 1903 ist der Labrador Retriever als eigenständige Hunderasse anerkannt.

Heute ist der Labrador ein beliebtes Familienmitglied. Doch nicht nur Kinder lieben den aktiven Hund: Durch sein freundliches und intelligentes Wesen wird er auch oft als Blinden-, Therapie- und Rettungshund eingesetzt. Es kommen die Farben Schwarz, Schokoladenbraun und Gelb vor, wobei die gelbe Färbung zwischen beinahe weiß und nahezu goldfarben liegen kann.

Bilder vom Labrador Retriever

Interessantes und Wissenswertes

Labrador Retriever in Film und Fernsehen

Der beliebte Familienhund ist auch in der Medienwelt viel vertreten. Neben zahlreichen Filmrollen haben auch viele Prominente in dem freundlichen Labrador einen treuen Begleiter gefunden, so zum Beispiel Fußballer Mats Hummels, Schauspielerin Gwyneth Paltrow und Kevin Spacy. Auch unter den Politikern findet der freundliche Labrador Anhang. Bill Clinton hatte zu seiner Amtszeit gleich zwei Labrador Retriever an seiner Seite: Buddy und Seamus. Vladimir Putins Labrador Konni steht im bis heute treu zur Seite und auch Prinz William besitzt einen schwarzen Labrador namens Widgeon.
In der Filmwelt ist der Labrador besonders durch die Rolle des Marley in Marley und Ich aufgefallen. Die Familienkomödie dreht sich um das Paar Jenny (Jennifer Aniston) und John (Owen Wilson), die sich gemeinsam den Labrador Retriever-Welpen Marley zulegen. Der Film beschäftigt sich mit dem gesamten Lebensabschnitt, in dem das Paar von dem chaotischen Marley begleitet wird. Da der Film ein gesamtes Hundeleben darstellt, wurde Marley von insgesamt 22 Hunden verkörpert. Als Vorlage des Films diente das gleichnamige Buch.
Ein Hund rettet Weihnachten ist eine Komödie für die ganze Familie: In der Nachbarschaft der Bannisters wird mehrfach eingebrochen. Entgegen dem Willen seiner Frau holt Familienvater George den ehemaligen Polizeihund Zeus aus dem Tierheim. Doch der Labrador-Rüde entpuppt sich als anhänglicher Kuschelfreund und nicht als der erhoffte Wachhund. Dennoch lassen die Bannisters den Labrador über die Feiertage das Haus bewachen. Zum Glück: Zeus rettet Weihnachten, als er den Plan der beiden Einbrecher durchkreuzt. Inzwischen gibt es fünf Fortsetzungen der Familienkomödie.
Auch in der Erfolgsserie Lost spielt ein Labrador eine Rolle. Nach einem Flugzeugabsturz retten sich einige Passagiere auf eine einsame Insel, unter Ihnen der Labrador-Rüde Vincent und sein Besitzer Walt. Gemeinsam versuchen sie, von der Insel zu kommen. Vincent wurde von Labrador-Hündin Madison verkörpert, die als beliebteste Arbeitskollegin am Set galt.
Eine nicht ganz so lebhafte Rolle hatte Rowdy in der Serie Scrubs. Der ausgestopfte Labrador „lebte“ mit den Hauptcharakteren J.D. und Turk in ihrer WG und wurde von den beiden wie ein richtiges Haustier behandelt.
In der Comic-Welt ist der Labrador ebenfalls nicht unbekannt. Brian Griffin, der sprechende Hund aus der Serie Family Guy, ist ein weißer Labrador.

Züchterverzeichnis Labrador Retriever:

Unsere Steckbriefe werden im Laufe der Zeit noch um ein eigenes Züchterverzeichnis erweitert. Bis dahin kannst du auf den Internetseiten des Deutschen Retriever Club e.V. (DRC), des Labrador Club Deutschland e.V. oder dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) einen Züchter in deiner Nähe suchen:

 

Literaturtipps

Schöne Beispiele für Ratgeber rund um den Labrador Retriever findest du in den folgenden Literaturtipps:

Deutscher Schäferhund: Auswahl, Haltung, Erziehung,...
Deutscher Schäferhund: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)
14,99 EUR
 
 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 23. April 2018 10:45
Welpen-Erziehung: Der 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen....
Welpen-Erziehung: Der 8-Wochen-Trainingsplan für Welpen. Plus Junghund-Training vom 5. bis 12. Monat (GU Tier Spezial)
16,99 EUR
 
 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 23. April 2018 10:45

 

Hinweise zur Haltung von Labrador Retrievern

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Labrador Retriever immer nur gutmütig und gelehrig.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund also immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben. Ausschlaggebend für den Charakter ist aber insbesondere auch die Welpenzeit und hierbei insbesondere die so wichtige Sozialisierungsphase und was dort mit deinem Hund geschieht.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Trotzdem es sich bei einem Labrador Retriever in der Regel um sehr gutmütige und gelehrige Hunde handelt, brauchen auch sie für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewisse Erziehung und Auslastung. Schon alleine damit aus dem gutmütigen Labbi nicht ein unausgeglichener Hund wird, der regelmäßig deine Einrichtung zerlegt.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, der Labrador zählt zu den gutmütigsten Hunderassen der Welt. Doch auch er kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen (die in vielen Bundesländern auch Pflicht ist!). Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

 

Ist der Labrador Retriever ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland vielfach diskussionswürdige Inhalte bieten, wird doch niemand einen Labrador Retriever als gefährlich ansehen oder seine Gefährlichkeit vermuten. In der Regel begrüßt ein Labbi einen Einbrecher eher und fordert ihn zum Spielen auf, als dass er ihn verbellt oder angreift. Dennoch ist es kein kleiner Hund. Und auch wenn keine Bedrohung der Sicherheit der Bevölkerung durch Angriffe seitens eines Labrador Retrievers besteht, sollte bedacht werden, dass er kräftig zubeißen könnte.

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