Ein klassischer falbfarbener Mops mit schwarzer Maske

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Der Mops stammt ursprünglich aus dem chinesischen Kaiserreich und war lange Zeit den Herrschern des Reiches vorbehalten. Heute ist er ein international geschätzter Begleit- und Gesellschaftshund, der leider oft mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Mops

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Heutzutage kann man kaum noch aus dem Haus gehen, ohne einem Mops über den Weg zu laufen, denn die kleinen Hunde sind ein richtiger Trend geworden. Kein Wunder, durch ihr unkompliziertes und eher gemütliches Wesen eignen sie sich auch bestens für eine Wohnung ohne Garten und sind echte Kuschelfreunde. Für eine Haltung im Freien sind sie hingegen nicht geeignet: Besonders mit großer Hitze oder Kälte können die kleinen Vierbeiner nur schlecht umgehen. Zudem möchte der Mops wegen seines liebevollen und menschenbezogenen Wesens lieber nahe beim Menschen sein und nicht außerhalb des Rudels leben. Möpse sind sehr freundliche Hunde, die allgemein unkompliziert sind und auch mit anderen Hunden gehalten werden können. Sie eignen sich ebenfalls als Familienhund und kommen auch mit kleineren Kindern bestens aus. Dabei sind die gutmütigen Zwerge auch alles andere dumm: Sie lernen schnell, sind sehr intelligent und sind für jeden Spaß zuhaben – sofern man sie körperlich nicht überfordert. Denn Sportskanonen werden die kleinen Hunde wohl nie werden, draußen spielen tun sie aber dennoch gerne.

Steckbrief Mops

Einzelheiten zum Mops
Größe (Widerristhöhe) 25 bis 30 cm
Gewicht 6 bis 8 kg
Alter 12 bis 15 Jahre
Fellfarben Hellfalbfarben mit schwarzer Maske, Silber, Schwarz, Apricot mit schwarzer Maske
Herkunftsland Großbritannien (Ursprung: China)
FCI Nummer 253
FCI Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
FCI Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde
Aufgaben Begleit- und Gesellschaftshund; Jagdtrieb ist kaum vorhanden
Geeignet für Interessierte und aufmerksame Hundeanfänger, gerne auch mit Familie. Wenn er unterfordert wird, kann der Mops aggressiv oder hyperaktiv reagieren. Bei körperlicher Unterforderung neigt er schnell zu Übergewicht.
Typische Krankheiten Patella Luxation, Hüftdysplasie, Demodikose, Spondylose, Augenerkrankungen. Das Brachycephale Syndrom ist eine Erkrankung, die auf der Zucht einer platten Nase beruht und mit starken Einschränkungen der Lebensqualität einhergeht. Zudem neigen Möpse zu Übergewicht.

Geschichte des Mops

Die Geschichte des Mopses beginnt vermutlich vor knapp 2.000 Jahren in China, wo er aus doggenartigen Hunden gezüchtet wurde. Optisch hatte er damals noch eine deutlich längere Schnauze, als seine modernen Artgenossen. Er galt als Schoßhund des Kaisers und wurde nur selten und dann sehr teuer ans Volk verkauft – wer einen Mops haben wollte, musste über viel Reichtum verfügen.

Im 16. Jahrhundert wurden einige Möpse auf Handelsschiffen in die Niederlande gebracht und fand besonders unter den wohlhabenden Damen Europas schnell Anklang. Erst die Industrialisierung ließ die anhänglichen Hunde schnell in Vergessenheit geraten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts bekamen die Möpse wieder mehr Aufmerksamkeit, als sie um 1918 erneut zum Mode-Hund wurden.

Auch in Gemälden tauchte der kurzschnäuzige Hund mehrfach auf, sowie in dem „Bildnis der Marquesa de Pontejos“ von Francisco de Goya. Auch der Maler William Hogarth verewigte seinen Mops Trump mit ihm auf einem Selbstporträt.

Heute ist der Mops wieder im Trend: Seit einigen Jahren ist der gemütliche Schoßhund wieder vermehrt zu beobachten und findet immer mehr Anhänger. Leider zieht das auch mehr und mehr Qualzüchtungen mit sich, die durch die übertriebene Züchtung einiger Merkmale des Mopses dazu führen, dass die Tiere ernsthafte gesundheitliche Schäden mit sich tragen. Man darf nicht vergessen, dass ein Mops ein Lebewesen ist und nicht nur ein modisches Accessoire.

Seinen Namen hat der Mops übrigens von dem niederländischen Wort „mopperen“, was soviel wie brummen bedeutet und ist eine Anspielung auf die lauten Atemgeräusche der Möpse.

Bilder vom Mops

 

Interessantes und Wissenswertes

Der Mops in Film und Fernsehen

Einer der bekanntesten Filmmöpse ist wohl Frank the Pug aus der Man in Black- Filmreihe. Als sprechender Alien in Mops-Form hilft er Agent J (gespielt von Will Smith) und steht ihm im zweiten Teil auch als Partner zur Seite. Bekannt ist Frank the Pug vor allem für seine frechen bis unfreundlichen, aber auch schlauen Kommentare. In den ersten zwei Filmen wurde Frank von dem Mops Mushu gespielt. Als dieser verstarb, wurde er im dritten Teil von einem anderen Mops ersetzt.

Auch im Agentenfilm Kingsman: The Secret Service spielt ein Mops eine Rolle: jeder der auszubildenden Agenten bekommt einen Schützling, um den er sich kümmern muss. Hauptperson Eggsy (gespielt von Taron Egerton) sucht sich mehr oder weniger bewusst einen Mops-Welpen aus. Später steht er vor der schweren Entscheidung, seinen kleinen Freund zu erschießen oder nicht.

In dem Disney-Klassiker Pocahontas hat man das Vergnügen, einen Mops zu sehen: Percy, der Mops des Governor Ratcliffe, ist ein arroganter und verwöhnter Hund, der sich über den Film hinweg aber mit Pocahontas und Waschbär Meeko anfreundet. Der kleine Hund sorgt für einige Lacher und ist besonders beim kleinen Publikum beliebt.

Der Kinderfilm Miez und Mops – Zwei tierische Freunde handelt von einer ungleichen Freundschaft zwischen einer Katze und einem Mops. Das tierische Paar erlebt gemeinsam ihre Kindheit und als Miez plötzlich in einer Holzkiste davonschwimmt, unternimmt Mops alles, um die Katze wiederzufinden.

Da Möpse sehr beliebte Hunde sind, kann man sie noch in zahlreichen weiteren Filmen über den Bildschirm huschen sehen: In der Erfolgsserie Friends bekommt Pheobe einen Mops- Welpen geschenkt, von dem sie sich kurz darauf wieder trennen muss, um zu verstehen, was es bedeuten würde, ihr Kind wegzugeben. Auch in Der Hobbit: Smaugs Einöde kann man kurz zwei Möpse durchs Bild laufen sehen. Weitere Auftritte hatten Möpse unter anderem in Breakin’ All The Rules, Pets, Das große Rennen rund um die Welt und Der Wüstenplanet.

So beliebt wie Möpse sind, ist es wenig verwunderlich, dass auch so manch ein Promi unter den Fans der kurzschnäuzigen Hunde ist. Und die Zahl ist nicht klein: Unter andrem besitzen Hugh Laurie (Mops-Name unbekannt), Gerard Butler (Lolita), Paris Hilton (Mugsy) und Jessica Alba (Sid) einen Mops. Auch Loriot war ein bekennender Mops-Liebhaber.

Ein historisch bekannter Mops ist Fortuné. Er gilt als der bekannteste Mops Frankreichs und gehörte Joséphine de Beauharnais, der Ehefrau Napoleons. Legenden zufolge soll Fortuné Napoleon in seiner Hochzeitsnacht ins Bein gebissen haben. Eine weiteren Legende zufolge habe er das Paar durch sein Bellen vor einem Attentat bewahrt.

Züchterverzeichnis Mops

Unsere Rasseportraits werden im Laufe der Zeit noch um ein Züchterverzeichnis erweitert. Bis dahin findest du eine Liste der Züchter bei folgenden Vereinen:

Literaturtipps

Es gibt eine Menge interessanter und spannender Literatur rund um diese beliebte Hunderasse. Ein paar findet ihr hier:

Mops: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung...
Mops: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)
14,99 EUR
 
 
4,6 von 5 Sternen
Stand der Daten: 14. Dezember 2018 9:41
Mops ist Kult
Mops ist Kult
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4,0 von 5 Sternen
Stand der Daten: 14. Dezember 2018 11:57
Die Mops Monologe: 30 lustige Kolumnen mit Eddie, dem Mops
Die Mops Monologe: 30 lustige Kolumnen mit Eddie, dem Mops
9,90 EUR
 
 
4,8 von 5 Sternen
Stand der Daten: 14. Dezember 2018 9:41

 

Hinweise zur Haltung vom Mops

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Mops ein geruhsamer Zeitgenosse..
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Trotzdem es sich bei einem Mops um eine kleine Hunderasse handelt, braucht auch ein Gesellschafts- und Begleithund für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewisse Erziehung. Schon alleine damit aus dem Mops ein ausgeglichener Hund werden kann und kein nervöser Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, der Mops ist ein kleiner Gesellschafts- und Begleithund. Doch auch er kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

 

Ist der Mops ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland  vielfach diskussionswürdige Inhalte bieten, wird doch niemand einen Mops als gefährlich ansehen oder seine Gefährlichkeit vermuten. Schon allein auf Grund seiner geringen Größe geht kaum eine Bedrohung der Sicherheit der Bevölkerung durch Angriffe seitens der Möpse aus. Dennoch denk dran, dass es sich dabei um ein Lebewesen handelt, das schlechte Erfahrungen gemacht haben kann.

Weiterführende Informationen und Quellen:

 

Fragen, Anregungen oder Anmerkungen?

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Bildcredit: (c) Utekhina Anna - Shutterstock.com

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