Kaufratgeber: Fellpflege beim Hund – Bürsten, Kämme, Striegel & Co

Ein Hund lässt sich vom Frauchen kämmen
Regelmäßige Fellpflege beim Hund ist wichtig. 

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Fellpflege beim Hund ist ein wichtiges Thema. Denn ein gepflegtes Fell sorgt nicht nur dafür, dass dein Hund hübsch und gepflegt aussieht, sondern es ist auch wichtig für die Gesundheit deines Vierbeiners. Wissenswertes rund um das Thema Fellpflege und Tipps, worauf du beim Kauf einer Bürste achten solltest, findest du hier. 

Das Wichtigste vorab

  • Ein Hund sollte regelmäßig gebürstete werden, damit sein Fell nicht verfilzt und in einem guten Zustand ist.
  • Wie das Fell genau gepflegt werden sollte und welche Bürste du brauchst, hängt stark von der Fellstruktur deines Hundes ab.
  • Je nach Fellstruktur eignen sich verschiedene Kämme oder Bürsten besonders gut.
  • Es ist außerdem wichtig, dass du deinen Hund möglichst frühzeitig an die Fellpflege gewöhnst.

Diese Bürsten, Kämme, Striegel & Co habe ich verglichen:

BELISY Katzenbürste & Hundebürste - für Verfilzungen, Knoten & Unterfell - Kurzhaar & Langhaar
PetPäl Hunde, Katzen, Pferde Striegel mit Massage-Effekt für Mittel- & Kurzhaar - Premium Fell Bürste mit Gummi Noppen zum Ausbürsten von Losem Haar, Staub & Schmutz - Für Gesundes, Glänzendes Fell
Bamboom 1236-BGSLPW Slicker Zupfbürste mit Edelstahlstiften
Furminator deShedding Hunde-Pflegewerkzeug zur Fellpflege -€“ Hundebürste in Größe L zur gründlichen Entfernung von Unterwolle und losen Haaren - für kurzhaarige Hunde
Pecute Hundebürste Katzenbürste Schönheit Massage Badebürste für Hunde Katzen Langhaar Kurzhaar
Art
Bürste mit feinen Zinken und Borsten
Gummistriegel
Zupfbürste
Striegel
Bürste/Striegel mit Naturborsten und Gummizinken
Felltyp
Für Kurzhaar und Langhaar
Für Mittel- & Kurzhaar
Für längeres Fell und viel Unterwolle
Verschiedene Versionen für Kurzhaar und Langhaar
Für Mittel- & Kurzhaar
Besonderheiten / Extras
Zwei funktionale Bürstenseiten. Kurze Borsten für lockiges, krauses und kurzes Fell und abgerundete Drahtstifte für langes Fell.
Schonende Anwendung für empfindliche Hunde, entfernt Staub und loose Haare, mit Massage-Effekt.
Entfernt sanft hartnäckige Knoten, Verfilzungen und lose Unterwolle.
Besonders für den Fellwechsel geeignet, entfernt lose Haare und Unterwolle ohne das Deckhaar zu schädigen, mit ergonomischem Griff.
Mit Wildschweinborsten, sanfte Anwendung, entfernt lose Haare und Dreck, mit Massage-Effekt.
15,97 EUR
12,97 EUR
12,49 EUR
21,99 EUR
15,99 EUR
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Warum ist Fellpflege beim Hund so wichtig? 

Das Fell ist wie eine Art Schutzpanzer für deinen Hund. Es schützt vor Kälte und dient zur Abwehr von Parasiten. Außerdem schützt das Fellkleid die Haut vor Verletzungen. Allerdings kann das Fell des Hundes ihn nur dann ideal vor Hitze und vor Kälte schützen, wenn es frei von Knoten und Filz ist. 

Denn Verfilzungen halten die Luft von der Haut ab und können durchaus schwerwiegende Folgen für deinen Hund haben: Es können Hautinfektionen, Ekzeme oder sogar Pilzinfektionen entstehen. Auch Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben fühlen sich in Verfilzungen besonders wohl.
Eine regelmäßige Fellpflege ist deshalb wichtig, damit das Fell deines Vierbeiners in einem guten Zustand ist. Besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn für viele Hunde der Fellwechsel ansteht, solltest du alte, abgestorbene Haare regelmäßig entfernen, damit die Haut des Hundes frei atmen kann.

Welche Kämme und Bürsten für Hunde gibt es?

Für Hunde gibt es inzwischen eine große Auswahl an Fellpflegeprodukten. Die gängigsten sind Striegel und Borstenbürsten (zur normalen Fellpflege), Zupfbürsten (um lose Haare oder kleinere Schmutzpartikel zu entfernen oder verfilztes Fell wieder glatt zu bekommen), Gummistriegel (zur Hautmassage und zur Gewöhnung von Welpen) und Undercoat- und feinzinkinge Bürsten (ähnlich wie ein Flohkamm, zur Entfernung von Unterwolle).

Außerdem gibt es sie in verschiedenen Zinkenlängen und Härtegraden. Welche die richtige Bürste für euch ist, hängt stark von der Fellbeschaffenheit deines Vierbeiners ab.

Darauf solltest du beim Kauf einer Bürste achten

Beim Kauf einer Hundebürste solltest du bei der Auswahl einige Kriterien beachten.

Die Eignung / der richtige Bürstentyp

Bevor du eine Bürste kaufst, solltest du unbedingt darauf achten, dass diese zur Fellstruktur deines Hundes passt. Denn nicht jede Hundebürste eignet sich für jeden Hund:

  • Für langhaarige Hunde eigenen sich vor allem Kämme und Bürsten mit langen und abgerundeten Zinken, da diese bis in die Unterwolle vordringen. 
  • Für Hunde mit kurzem Fell sind solche Bürsten wenig angenehm, denn sie ziepen und reißen Fell aus. Hier eigenen sich eher Bürsten mit kurzen Zinken oder Striegel.
  • Für rauhaarige und drahthaarige Hunde sind gezahnte und kurze Bürsten und Kämme sinnvolle.
  • Für Hunde mit einer dicken Unterwolle benötigst du eine Zupfbürste, welche einen groben Aufsatz besitzt.

Achte darauf, dass die Bürste nicht kratzt oder die Haut beschädigt und keine noch festgewachsenen Haare herausreißt. 

Die Zinken

Das Material und auch die Länge der Zinken der Bürste ist ebenfalls wichtig. Denn je nach Beschaffenheit der Zinken kann das Bürsten unangenehm für deinen Hund werden. Es gibt Bürsten mit harten und groben Zinken, welche aus Metall sind und beim Bürsten auf der Haut kratzen können. Für sensible Hunde sind solche Bürste eher nicht geeignet.

Die Beschaffenheit

Achte auf die Beschaffenheit der Bürste. Viele Produkte sind ergonomisch geformt und liegen deshalb optimal in deiner Hand. Manche Bürsten besitzen sogar eine rutschfeste Beschichtung.

Je nach Felltyp kann die Fellpflege bei deinem Hund eine Weile dauern. Deshalb ist es wichtig eine Bürste auszuwählen, die gut in deiner Hand liegt.

Die Stabilität

Die Bürste sollte außerdem stabil und robust sein. Der Griff oder Halteriemen sollte reißfest sein und die Borsten nicht abknicken oder während des Bürstens herauslassen.

Die Reinigung

Du solltest auch berücksichtigen, wie aufwändig die Reinigung der Hundebürste ist. Es gibt Bürsten, die man nur schlecht sauber bekommt, da sich die Hundehaare stark darin verfangen. 

Die Fellstruktur- einschichtig oder mehrschichtig?

Neben Kurzhaar oder Langhaar gibt es beim Fell des Hundes noch einen weiteren Faktor, der wichtig für die Fellpflege ist: Die Ein-, Zwei- oder Mehrschichtigkeit des Fells.  

  • Einschichtiges Hundefell besteht ausschließlich aus Deckhaar (Deckschicht). Rassen mit einschichtigem Fell sind z.B. Ridgebacks, Whippets, Greyhound und ähnliche Sprinter, Pudel und viele Jagdhunde.
    Hundefriseure (sog. Groomer) warnen davor, Hunde mit einschichtigem Fell zu scheren, da die Haut darunter sehr empfindlich ist und im Sommer Sonnenbrand und im Winter Unterkühlung drohen, wenn das Fell zu kurz geschoren wird. Besser ist es, das Fell regelmäßig auszukämmen oder etwas zu trimmen.
  • Zweischichtiges Fell besteht aus Deckhaar und Unterfell (Unterwollschicht). Rassen mit zweischichtigem Fell sind z.B. Leonberger, Möpse, Golden Retriever oder Labradore. Diese Hunde sollten vor allem im Fellwechsel, wenn der Hund sein Unterkleid „abwirft“, täglich gebürstet werden.
    Achtung: Es sollten keine Trimmer und Schermaschine verwendet werden, die neben den abgestorbenen Haaren und dichtem Fell auch gesunde, nachgewachsene Deckhaare abschneiden. Denn dadurch wird das Haarkleid brüchig, stumpf und empfindlich.
  • Mehrschichtiges Fell kann aus bis zu drei Schichten bestehen, wenn sich neben Unterwolle und Deckhaar noch ein Zwischenfell entwickelt. Diese Art von Fell kommt vor allem bei allen nordischen Rassen, aber auch bei Wasserhunden und vielen Herdenschutzhunden vor. Auch diese Hunde sollten im Fellwechsel täglich gebürstet werden.

Welche Pflege & Bürsten bei Kurzhaar-Hunden?

Auch bei kurzhaarigen Hunden ist hin und wieder etwas Fellpflege nötig. Bei manchen Kurzhaarhunden reicht wöchentliches Bürsten, andere müssen getrimmt werden.

Viele Rassen mit kurzem, glattem Fell haben eine empfindliche Hautflora, die sich nach dem Baden nur mühsam erholt. Bei diesen Hunden sollte ein Schaumbad daher die Ausnahme sein.

Bei Kurzhaar-Hunden eignen sich besonders gut Bürste mit Naturborsten, ein Gummistriegel oder im Fellwechsel auch feinzinkige Kämme wie der Furminator, um loses Fell zu lösen. Hier musst du allerdings vorsichtig vorgehen, um die Haut nicht zu zerkratzen.

Welche Pflege & Bürsten bei Langhaar-Hunden?

Langhaarige Hunderassen benötigen je nach Felldichte und -struktur eine spezielle und intensivere Körperpflege. Auch hier gilt: Baden solltest du deinen Langhaar-Hund so selten wie möglich und nur mit sanftem, rückfettendem Hundeshampoo. 

Hat dein Hund einschichtiges Langhaarfell, solltest du ihn mehrmals pro Woche gründlich bürsten und kämmen. 

Hunde mit Zwei- oder mehrschichtigem Langhaarfell sollten sogar täglich mit Kamm und Bürste bearbeitet werden, da sonst die kritischen Stellen an Kopf, Fang, unter den Achseln, rund um die Genitalien und Pfoten schnell verfilzen.

Ein feinzinkiger Fellkamm und eine Bürste mit Naturborsten oder ummantelte Drahtborsten sind bei langhaarigen Hunden ein Must-have.

Am besten bürstest du deinen Langhaar-Hund zuerst kräftig mit einer Natur- oder Drahtbürste, um loses Haar und Deck oder Verfilzungen zu entfernen. Dann kannst du dich von vorn nach hinten mit einem etwas feinzinkigeren Kamm durch das Fell arbeiten, um die Haare zu glätten.  

Welche Bürsten, um Unterwolle auszubürsten?

Wenn dein Hund eine dichte Unterwolle besitzt, sollten diese regelmäßig mit einer groben Hundebürste oder einem sogenannten Rollkamm behandelt werden.

Für dicke, störrische Unterwolle sind Entfilzungsharken und Unterwollbürsten zu empfehlen. Das sind grob gezahnte Kämme, die auch die untersten Fellschichten erreicht, wie z.B. der Furminator oder ein Kamm von activet. 

Wie oft bürsten?

Wie oft du das Fell deines Hundes bürsten solltest, hängt vor allem von der Fellbeschaffenheit und der Jahreszeit ab. Langhaarige Hunde musst du natürlich öfter bürsten und auch im Fellwechsel schadet es nicht, den Hund täglich abzubürsten.

Auch der Felltyp spielt eine Rolle. Hier findest du einen groben Überblick:

  • Lockiges Fell und eher nicht haarend: ca. 2-3x pro Woche
  • Seidiges längeres Fell: am besten täglich
  • Drahthaariges / rauhaariges Fell: ca. 1x pro Woche
  • Langhaariges Fell und viel Unterwolle: ca. 1x pro Woche
  • Glattes eher kurzes Fell: ca. 1x pro Woche

Wie bürste ich meinen Hund richtig?

Nicht alle Hunde mögen die Fellpflege, da es beim Kämmen auch mal Ziehen und Ziepen kann. Es ist daher besonders wichtig, dass du immer gut aufpasst, damit dein Hund möglichst keine schlechten Erfahrungen dabei macht. 

Fast alle Hunde kannst du außerdem mit Geduld und Leckerlis vom Bürsten überzeugen. Beginne die Fellpflege immer mit etwas Schönem: Streichel deinen Hund an der Stelle, wo er es besonders gerne mag und versuche dann, diese Bewegung mit einer angenehm weichen Bürste zu wiederholen. Anschließend bekommt dein Hund eine leckere Belohnung und du beendest das Bürsten. Mache am Anfang nicht zu viel auf einmal. 

Es kann außerdem helfen, wenn die Bürste zu einem selbstverständlichen Gegenstand wird, den dein Hund täglich sieht. Lass die Bürste zwischen seinen Spielsachen liegen oder lege sie ab und an in sein Hundebettchen. 

Wie den Hund an die Fellpflege gewöhnen?

Am besten ist es, wenn du die Fellpflege bereits mit deinem Welpen übst. Verwende dazu eine besonders weiche Naturbürste und verbinde das Bürsten mit etwas Tollem, z.B. einem leckeren Kauartikel oder einem spannenden Spiel, in dem die Bürste zum Spielzeug wird. 

Noch mehr Tipps, wie du deinen Hund am besten an die Fellpflege gewöhnst, findest du in diesem Beitrag: So gewöhnst du deinen Hund an die Körperpflege.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Ein Hund sollte regelmäßig gebürstete werden, damit sein Fell nicht verfilzt und in einem guten Zustand ist.
  • Wie das Fell des Hundes genau gepflegt werden sollte und welche Bürste du brauchst, hängt stark von der Fellstruktur deines Hundes ab.
  • Langhaarige Hunde brauchen oft etwas mehr Pflege als Kurzhaar-Hunde.
  • Je nach Fellstruktur eignen sich verschiedene Kämme oder Bürsten besonders gut.
  • Achte beim Kauf darauf, dass die Bürste stabil ist und auch für deinen Hund angenehm ist.
  • Es ist außerdem wichtig, dass du deinen Hund möglichst frühzeitig an die Fellpflege gewöhnst.

 

Wie oft bürstest du deinen Hund?
Ist er eher pflegeleicht oder hat er ein pflegeintensives Fell?
Wir freuen uns über Erfahrungsberichte oder Anmerkungen und über jeden Kommentar. 

Letzte Aktualisierung am 20.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Bildcredit: (c) olgamarc - depositphotos.com


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Über Alica 139 Artikel
Ich bin Alica, Online-Redakteurin, Tierschützerin aus tiefstem Herzen, Frauchen einer zauberhaften rumänischen Hündin. Ich war bereits in Tierheimen im Ausland vor Ort, um mitanzupacken, aber auch lokaler Tierschutz ist mir sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass jeder in seinem Alltag etwas zum Wohl der Tiere beitragen kann. Denn durch viele kleine Dinge kann Großes entstehen.

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