Futter-Intelligenzbox für Katzen selber bauen

Intelligenzspiel für Katzen selber bauen

Intelligenzspielzeug für Katze – Nur eine Modeerscheinung?

Die Zeiten, als Trockenfutter oder Leckerlies ausschließlich über den Napf oder die Hand gefüttert wurden, sind schon längst vergangen. Immer häufiger nutzen Katzenliebhaber zum Kopf-Training ihrer Lieblinge Intelligenzspielzeuge. Da stellt sich die Frage – funktioniert diese Methode tatsächlich und lernt die Katze aus ihren Handlungen oder handelt es sich bei den trendigen Intelligenzspielzeugen nur um eine weitere Modeerscheinung?

Das Prinzip von intelligenten Spielsachen ist denkbar einfach aber genial: Erledigt die Katze eine erwünschte Handlung bekommt sie eine Belohnung. Katzen die mit einem Intelligenzspielzeug unterhalten werden, müssen zum einen eine Strategie entwickeln, das heißt ihr Köpfchen anstrengen um an ihre Beute zu gelangen, zum anderen werden sie abwechslungsreich Beschäftigt, langweil sich weniger und sind insgesamt ausgeglichener.

Fazit: Intelligenzspielzeuge für Katzen sind durchaus empfehlenswert –besonders für Wohnungskatzen oder Einzelgänger.

 

So wird’s gemacht – Bauanleitung

Damit ein Intelligenzspielzeug für Katzen tatsächlich Freude bereitet und den Spieltrieb der Katze aktiviert, sollte die zu erfüllende Aufgabe weder zu schwer noch zu leicht sein. In unserer Bauanleitung stellen wir ein Spielzeug vor, mit welchem sich die Katze – vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg – selbstständig beschäftigen kann.

 

Intelligenzspielzeug Katzen selber bauen
Mit dem richtigen Leckerlie kannst Du sicherlich auch Deine Katze von der Futterbox überzeugen

 

Die Idee und Funktion der Futter-Intelligenzbox

In einer Box liegen mehrere Walzen, unter diesen befindet sich ein Hohlraum, in welchen Leckerlis gelegt werden. Um an die leckere Beute zu gelangen, muss die Katze die Rollen verschieben. Reagiert sie zu hektisch verschwindet die Beute wieder unter den Rollen. Das klingt für uns Menschen vielleicht simpel und problemlos – doch für eine Katze sind die Walzen wahre Hindernis, die es zu überlisten gilt.

 

Schritt 1: Das passende Bau- und Bastelmaterial besorgen  

Bevor man in den Baumarkt fährt, sollte man schon eine genaue Vorstellung von den Maßen der Box im Kopf haben. Denn entsprechend der gewünschten Größe, müssen mehr oder weniger Hölzer gekauft werden. Unser Beispiel einer intelligenten Futterbox dürfte mit einem Grundplattenmaß von 200 x 400 mm, weder zu klein noch zu groß sein.

Benötigt wird eine Leimholzplatte für den Boden, zwei Rechteckleisten in entsprechender Länge für den Rahmen, mehrere Rundhölzer, eine Quadratleiste und noch eine weitere kleinere Rechteckleiste, die später auf den oberen Rahmen zur Fixierung der Rundhölzer geklebt wird.

Wer möchte, kann sich – gegen einen kleinen Aufpreis – die einzelnen Hölzer direkt im Baumarkt zuschneiden lassen. So erspart man sich nicht nur Zeit, sondern auch Dreck.

Tipp: Mit Hilfe von Magneten, welche auf die Innenseite eines Rahmenteils und der anliegenden Bodenplattenseite angebracht werden, kann das Rahmenteil später abgenommen und die Rundhölzer problemlos herausgenommen werden. Zu empfehlen sind auch Anschlagpuffer aus Gummi, Filz oder Kunststoff, die unten auf die Grundplatte geklebt werden. Kratzer im Laminat werden somit vermieden.

 

Schritt 2: Holzvorarbeiten – Sägen, Bohren und Schleifen

Wenn nicht bereits passiert, dann müssen nun alle Hölzer zugeschnitten werden. Zuerst wird die Grundplatte zugeschnitten (200 x 400 mm / Stärke: 10 mm). Entsprechend diesem Maß werden anschließend alle Rahmenleisten passen zugesägt. Diese werden später um die Grundplatte herum angeordnet und verleimt.

Damit alle Kanten passgenau aufeinandertreffen, müssen zwei – sich gegenüberliegende Rahmenleisten- jeweils um ihre zweifache Stärke verlängert und dann abgeschnitten werden. (In unserem Beispiel, bei einer Grundplattenlänge von 400 mm und einer Rahmenstärke von 10 mm, sind die beiden langen Rahmenleisten also  42 cm lang, die zwei kurzen Leisten entsprechen dem Seitenmaß der Grundplatte von 200 mm).

Anschließend werden die Rundhölzer auf Maß geschnitten. Damit diese später problemlos hin und her rollen und keinesfalls am Rahmen schleifen, sollten sie etwas kürzer (ca. 2 mm) zugeschnitten werden. (In unserem Beispiel beträgt die Länge der Rundhölzer: 198 mm.)

Nun müssen noch die Quadratleisten, auf welchen die Rundhölzer später gleiten, gesägt werden. Ihre Länge entspricht dem Maß der Grundplatte (400 mm). Damit die Walzen später beim Spielen nicht herausgeschleudert werden, ist ein weiterer Rahmen angedacht. Nachdem alle Hölzer zugeschnitten sind, sollten sie vorab gründlich abgeschliffen werden. Wer sich, wie wir, für die Magnetöffnung entscheidet, der kann jetzt auch die „Magnet -Löcher“ bohren (Vorsicht: nicht zu tief und exakt gegenüberliegend).

Tipp: Die Anzahl der Rundhölzer ist ausschlaggebend für die Funktion der Intelligenzbox. Nimmt man zu wenig Walzen, rutschen diese mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Führungsleiste ab. Damit dies nicht passiert, müssen sich stets so viel Walzen in der Box befinden, dass sie sich gegenseitig am Abrutschen hindern (Wir haben 13 Walzen verwendet).

 

Schritt 3: Lackieren, Zusammenkleben und wieder Lackieren

Nachdem alle Einzelteile abgeschliffen und von Staub befreit sind, können sie lackiert werden. Zuallererst werden alle Flächen bestrichen, die später nach innen zeigen. Anschließend beginnt man die Rahmenleisten mit der Grundplatte – am besten mit Holzleim – zu verkleben. Leim der aus den Fugen quillt, kann mit einem Tuch abgestrichen werden. Die Magnete werden in die vorgebohrten Löscher geklebt und mit der Rahmenleiste verbunden. Sind alle Hölzer miteinander verklebt, können nun auch die Außenflächen der Intelligenzbox lackiert werden. Natürlich sollen auch die einzelnen Walzen einen Anstrich bekommen.

 

Katzenkind mit Lust auf Action
Auch die Kleinsten können schon mit der Futterbox spielen

 

Muss ich das Futter-Intelligenzspielzeug für Katzen lackieren?

Prinzipiell müssen Sie Ihr Intelligenzspielzeug nicht lackieren. Ein großer Vorteil von lackiertem Holz ist jedoch, dass es bedeutend leichter zu reinigen ist. Unbehandeltes Holz kann beim Kontakt mit Wasser aufquellen und spröde werden. Mit Lack bestrichenes Holz ist langlebiger und sieht zudem edler aus. Nicht zuletzt können Sie beim lackieren ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Je nach Vorliebe und Geschmack können Sie Ihre Intelligenzbox  mit verschiedenen Farben oder sogar mit Motiven verzieren.

 

Schritt 4: Nun ist die Katze an der Reihe – Lernen macht den Meister

Prima, die Futter Intelligenzbox ist fertig! Nur noch die Walzen einlegen und schon kann es losgehen. Am besten stellen Sie die Box an einem ruhigen Platz auf, der gut von allen Seiten begehbar ist. Locken Sie ihre Katze mit ein paar Leckerlies und machen Sie sie mit dem neuen Spielzeug vertraut. Warten Sie, bis Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Katze erhalten und legen Sie die Leckerlis in die Box. Schnell werden Sie sehen was Ihre Katze schon alles kann oder eben, was sie noch alles lernen kann.

Anfangs wird Ihre Katze die Rollen wohlmöglich durch Zufall verschieben, doch mit jeder weiteren Übung werden Sie feststellen, dass sich Ihre Katze immer schlauer anstellt. Sie entwickelt eine Strategie und erkennt, dass die Walzen einfach zu verschieben sind und mit einem sanften Pfotenhieb weggerollt werden können.

 

Einkaufszettel:

– Leimholzplatte Buche (200 x 800 mm) 3,35 EUR
– 3x  Rundhölzer (25 x 1000 mm
, Ø 25 mm) 14,70 EUR

– 2x Rechteckholzleisten (60 x 1000 mm) 9,20 EUR

– 1 x Rechteckholzleiste (20 x 1000 mm) 2,30 EUR

– 1 x Quadratleiste (10 x 1000 mm) 2,30 EUR

– Klarlack („Sabberlack“)  4,25 EUR

36,10 EUR

 

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Bildcredit: (c)mariellame - Fotolia.com

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