Ein Yorkshire Terrier mit typischer Fellfarbe.

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Der Yorkshire Terrier wurde ursprünglich gezüchtet um die nordenglischen Industriestädte frei von Mäsuen und Ratten zu halten. Er ist trotz seiner geringen Größe ein mutiger und wachsamer Hund, in dem viel mehr als ein Schoßhund steckt. Mehr über die kleinen/großen "Yorkshire Terrier" erfährst Du in diesem Rasseportrait.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Yorkshire Terrier

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Yorkshire Terrier sollte man nicht unterschätzen: Trotz ihrer geringen Größe benötigen die lebhaften Hunde viel Bewegung und müssen auch im Kopf gefördert werden. Durch ihr gelehriges Wesen ist die Erziehung recht unkompliziert, solange man den Hund konsequent erzieht. Denn die kleinen Hunde können bei nachgiebiger Erziehung ganz schön dickköpfig werden. Im Freien sollte man Yorkshire Terrier nicht halten, da ihr zierlicher Körper besonders auf Kälte sehr empfindlich reagiert. Zudem brauchen sie eine direkte Bindung zur Familie und wollen am Alltag teilhaben. Für Kinder sind die kleinen Hunde nur bedingt geeignet: Durch ihre zierliche Erscheinung werden sie von kleinere Kindern oft als Kuscheltier wahrgenommen, was dem Yorkshire Terrier meist ganz und gar nicht passt. Und das zeigt er dann auch. Der Yorkshire Terrier kann auch in einer Stadtwohnung gehalten werden, solange man dennoch für ausreichend Bewegung sorgt. Diese Wohnung bewachen die kleinen Hunde dann auch mit Leib und Seele. Das Fell der Hunde ist sehr pflegebedürftig und muss oft gekämmt und geschnitten werden. Gerade die Augenpartie benötigt viel Pflege.

Steckbrief Yorkshire Terrier

Einzelheiten zum Yorkshire Terrier
Größe (Widerristhöhe) bis 25 cm
Gewicht bis 3 kg
Alter 12-15 Jahre
Fellfarben Dunkles stahlblau am Rücken, Tan (an den Spitzen heller werdend) an der Brust
Herkunftsland England
FCI Nummer 86
FCI Gruppe 3: Terrier
FCI Sektion 4: Zwerg-Terrier
Aufgaben ursprünglich Ratten- und Mäusejäger - mittlerweile Gesellschafts-, Begleit- und Wachhund, der Jagdtrieb ist ausgeprägt
Geeignet für aktive Menschen mit etwas Hundeerfahrung: Chihuahua brauchen regelmäßige Bewegung und eine führende Hand, damit sie nicht zu Kläffern werden. Bei Unterforderung kann der Yorkshire Terrier frustriert werden und mit Dauerbellen und aggressivem Verhalten reagieren.
Typische Krankheiten Augenerkrankungen, Progressive Retinaatrophie, Luxation der Kniescheibe, Cushing- Syndrom, Nierenerkrankungen

Geschichte des Yorkshire Terriers

Die Vorfahren der heutigen Yorkshire Terrier stammen ursprünglich aus Schottland. Die kleinen Hunde lebten bei der ärmeren Bevölkerungsschicht und sorgten dafür, die Ratten und Mäuse den Häusern fernzuhalten. Sie galten als gute Rattenfänger und waren dadurch bei den Bewohnern sehr beliebt.

Als die Industrielisierung begann, reisten viele schottische Arbeitskräfte nach England, um ihrem Schicksal auf die Sprünge zu helfen und in eine neue Zukunft zu starten. Im Gepäck: Die kleine rattenfangenden Hunde. Viele dieser Arbeiter zogen in die englische Grafschaft Yorkshire, der die Yorkshire Terrier auch ihren Namen zu verdanken haben.

Mitte des 19. Jahrhunderts soll es die ersten Aufzeichnungen über eine gezielte Zucht der Yorkshire Terrier geben. Den Dokumenten zur Folge sollen verschiedene Terrier, wie der Scotch Terrier, der Waterside Terrier oder der Skye Terrier mit in die Zucht eingeflossen sein. Auch der Malteser soll mit in die Züchtung gekreuzt worden sein – von ihm habe der Yorkshire Terrier das lange Fell.

Später entwickelte sich der Yorkshire Terrier als beliebter Schoßhund in Großbritannien. 1912 gab es erste Aufzeichnungen der kleinen Hunde in Deutschland, wirklich bekannt wurden sie jedoch erst deutlich später. In den 70ern boomte der Yorkshire-Terrier-Markt. Sowohl in Europa, wie auch in Japan und den USA fand der Zwerghund viele Fans.

Bilder vom Yorkshire Terrier

 

Interessantes und wissenswertes

Yorkshire Terrier in Film und Fernsehen

Einer der bekanntesten Yorkshire Terrier in Deutschland war wohl Daisy, die Hündin des Modedesigners Rudolph Moshammers. Man erblickte ihn nur selten ohne seine Zwerghündin Daisy. Die Hundedame verstarb 2006 im Alter von 13 Jahren. Nicht nur der Modemogul begeisterte sich für die kleinen Hunde, unter anderem auch Bruce Willis, Natalie Portman und Miley Cyrus haben einen Yorkshire Terrier als besten Freund.

Neben ihren bekannten Besitzern findet man die zierliche Hunderasse auch hin und wieder in Film und Fernsehen: In der Filmkomödie Ein Fisch namens Wanda versucht Tierliebhaber Ken Pile die ältere Dame Mrs Coady, die drei Yorkshire Terrier besitzt, umzubringen. Die drei Versuche, der Dame das Leben zu nehmen, scheitern. Anstelle dessen tötet er bei jedem Versuch einen ihrer Hunde. Ein Schock für den tiervernarrten Ken.

Ein anderer bekannter Yorkshire Terrier ist der Hund Cinnamon von Rajesh aus der Erfolgs- Fernsehserie The Big Bang Theorie, den er vergöttert. Und auch in der Komödie Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich spielt ein Yorkshire Terrier-Mix eine Rolle: Moses, der Hund der Fockers, legt sich mit der Katze der Schwiegereltern an und sorgt für so manche absurden Momente.

Züchterverzeichnis Yorkshire Terrier

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Hinweise zur Haltung von Yorkshire Terriern

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Yorkshire Terrier ein kläffendes Nervenbündel.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Trotzdem es sich bei einem Yorkshire Terrier um eine kleine Hunderasse handelt, die vielfach als „Handtaschenhund“ gehalten wird, braucht auch ein kleines Hundewesen für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewissen Erziehung. Schon alleine damit aus dem Yorkshire Terrier ein ausgeglichener Hund werden kann und kein ständig kläffender Terrier.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, der Yorkshire Terrier zählt zu den kleine Hunderassen. Doch auch er kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen (in manchen Bundesländern ist diese sowieso vorgeschrieben). Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

 

Ist der Yorkshire Terrier ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland  vielfach diskussionswürdige Inhalte bieten, wird doch niemand einen Yorkshire Terrier als gefährlich ansehen oder seine Gefährlichkeit vermuten. Vielleicht wird manches unerzogenes und hyperreaktives Exemplar von der Umwelt als nervig empfunden, aber eine Bedrohung für die Sicherheit der Bevölkerung geht wohl kaum durch Angriffe seitens eines Yorkshire Terrier aus.

Weiterführende Informationen und Quellen:

 

Fragen, Anregungen oder Anmerkungen?

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Bildcredit: (c) Leonikonst - Fotolia.com

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