Hunderasse

Terrier

Terrier

Steckbrief

Größe
sehr verschieden; je nach Rasse von 25 cm bis 60 cm
Gewicht
je nach Rasse von 3 bis 30 kg
Lebenserwartung
um die 12 Jahre
Farben
alle Farben möglich
Herkunftsland
unterschiedlich, viele ursprünglich aus Schottland/England
Aufgabe
Jagdhunde, die ursprünglich Füchse, Dachse, Kaninchen aus ihrem Bau getrieben haben
Typische Krankheiten
je nach Rasse unterschiedlich
Charakter und Wesen
Alle Terrier gelten als stur und eigensinnig, weshalb sie nicht unbedingt für Hundeanfänger geeignet sind. Schließlich erforderte ihre ursprüngliche Aufgabe von ihnen eigenständige Entscheidungen zu treffen. Diese Charaktereigenschaft ist bis heute erhalten geblieben. Genau wie ein mehr oder weniger ausgeprägter Hang zum Kläffen.
Geeignet für
erfahrene und bestimmende Hundebesitzer; Terrier sind Draufgänger, die sich nicht blind unterordnen
FCI-Nummer
3
FCI-Gruppe
3: Terrier
FCI-Sektion
Sektionen 1-4 vorhanden (siehe Tabellen unten)
Icon: Bewegung
Ja
Icon: Hütte
Ja
Icon: Kälte
Ja
Icon: Wärme
Ja
Icon: Kinder
Nein
Icon: Klug
Nein
Icon: Stadt
Ja
Icon: Paarhaltung
Ja
Icon: Pflege
Nein
Icon: Wachhund
Ja
Bildcredits
(c) R.Bitzer Photographie - fotolia.com

Geschichte der Terrier

Der Begriff Terrier stammt vom französischen Wort „terre“ für „Erde“ und deutet bereits auf die geschichtliche Bedeutung dieser Hunderassen hin. Diese mittelgroßen bis kleinen Vierbeiner wurden hauptsächlich zur Jagd gezüchtet. Wie der Dackel auch, wurden sie dazu eingesetzt, Fuchshöhlen, Dachsbauten und Kaninchenkessel aufzustöbern und die tierischen Bewohner aus ihren Verstecken zu treiben. Dabei brauchten sie insbesondere in direkter Konfrontation mit Füchsen und Dachsen eine gehörige Portion Mut und einen draufgängerischen Willen. Diese Charaktereigenschaften haben die meisten Terrier noch immer. Sie brauchen einen Hundebesitzer, der diesen klugen und gelehrigen Hunden viel Bewegung und eine durchsetzungsfähige Hand bietet. Sonst machen Terrier schnell was sie wollen. Auch als Wachhund für den eigenen Garten oder Vorgarten werden sie oft eingesetzt, da sie ihr Terrain lautstark verteidigen und auch nicht davor zurückscheuen, ihre Zähne einzusetzen.

Bilder von Terriern

Einteilung der Terrier-Rassen

Rund 30 Terrier-Rassen sind bei der FCI offiziell gelistet. Die meisten der Terrier kommen, so wie der Yorkshire Terrier, aus Großbritannien, einige auch aus Irland und den USA. Sie sind nach ihrem Herkunftsland oder ihrem Aussehen (z.B. Foxterrier) benannt. Terrier sind in die FCI-Gruppe 3 (Terrier) eingeordnet, die wiederum in 4 Sektionen untergliedert wird:

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[caption id="attachment_1988" align="aligncenter" width="300"] Sektion 1: Hochläufige Terrier (hier Airedale Terrier)[/caption]

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[caption id="attachment_1759" align="aligncenter" width="300"] Sektion 2: Niederläufige Terrier (hier Jack Russell Terrier)[/caption]

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[caption id="attachment_1514" align="aligncenter" width="300"] Sektion 3: Bullartige Terrier (hier American Staffordshire Terrier)[/caption]

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[caption id="attachment_294" align="aligncenter" width="300"] Sektion 4: Zwerg-Terrier (hier Yorkshire Terrier)[/caption]

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Zu den Hochläufigen Terriern zählt zum Beispiel der Airedale Terrier aus Großbritannien, zu den Niederläufigen der Jack Russell Terrier. Vier Rassen von Bullartigen Terriern und drei Zwerg-Terrier-Rassen komplettieren die FCI-Gruppe 3. In der Sektion der Niederläufigen Terrier sind zudem die einzigen Terrier-Rasse aus Japan (Nihon Teria) und aus der Tschechischen Republik (Ceský Teriér) angesiedelt.

Übersicht FCI Terrier
Übersicht über die 34 FCI Terrier Klassen

Eine komplette Übersicht über die FCI-Klasse 3 findest du in den nachfolgenden Tabellen.

Sektion 1: Hochläufige Terrier

Sektion 2: Niederläufige Terrier

Sektion 3: Bullartige Terrier

Sektion 4: Zwerg-Terrier

Hinweise zur Haltung von Terriern

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Terrier ein selbstbewusster Jäger. Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

Hund kaufen, was beachten?

Hundeerziehung

Bei den Terriern handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe von Hunderassen. Sowohl von der Größe als auch ihrem Einsatzgebiet her sind sie sehr unterschiedlich. Trotzdem ist ihnen allen gemeinsam, dass sie zu selbstbewussten Hunden gezüchtet worden sind. Daher brauchen alle Terrier eine liebevolle und konsequente Erziehung für ein glückliches und zufriedenes Leben. Schon alleine damit aus den Terriern ausgeglichene Hunde werden und keine nervösen Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Wie alle Hunderassen können auch Terrier erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

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Sind Terrier Listenhunde?

Das kommt ganz auf die Terrierrasse an. Einige wie der Bullterrier gehört zu den sogenannten Listenhunden. Andere wie der Yorkshire Terrier würden doch von niemandem als gefährlich angesehen werden.

Auch wenn die Rasselisten in Deutschland  vielfach diskussionswürdige Inhalte bieten, in Deutschland und vielen anderen Ländern sind sie nun einmal da. Mit ihnen sind je nach Land und Bundesland unterschiedliche Auflagen zur Haltung verbunden. Welche das sind und was genau unter einem Listenhund verstanden wird, findest du in diesem Artikel beantwortet: Was sind eigentlich Listenhunde?

Welcher Terrier zu den sogenannten Listenhunden zählt, kannst du den einzelnen Rassesteckbriefen entnehmen.

Fragen, Anregungen oder Anmerkungen?

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