Deutsche Schäferhunde gibt es in vielen Farben.

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Der Deutsche Schäferhund gilt international als eine der bekanntesten und beliebtesten deutschen Hunderassen. Er ist ein loyaler, kluger, gelehriger Hund, der mit der entsprechenden sportlichen Auslastung und konsequenten Erziehung durchaus als Familienhund geeignet ist.

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Deutscher Schäferhund

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Der Deutsche Schäferhund ist vor allem als Wach- und Polizeihund bekannt. Und diesen Ruf hat er zu Recht: Sein intelligentes, ausgeglichenes und belastbares Wesen macht in zu einem idealen Wach- und Arbeitshund.Dabei ist der agile Schäferhund durch seine treue und menschenbezogene Persönlichkeit auch bestens als Familienhund geeignet und kommt sehr gut mit Kindern aus. Vorausgesetzt er wird konsequent und gut erzogen. Vernachlässigt man einen Schäferhund oder unterfordert man das Tier, kann das durchaus problematisch werden: Extremes Wachverhalten, plötzlich ausgeprägter Jagdtrieb oder im schlimmsten Fall aggressives Verhalten können die Konsequenz sein.Mit anderen Hunden kommt der Schäferhund in der Regel gut klar und kann auch mit anderen Artgenossen zusammen leben. Dabei ist der Deutsche Schäferhund sehr robust. Sowohl die Fellpflege wie auch die Haltung machen wenig Aufwand. Wind und Wetter können dieser Hunderasse nichts anhaben und der Schäferhund ist auch bestens für die Haltung im Garten oder im Hof geeignet, solange man ihn dennoch in den Familienalltag integriert und ihn physisch wie psychisch fördert.Für die Haltung in einer Stadtwohnung ist der Schäferhund hingegen weniger geeignet: Durch seine Größe und seinen Bewegungsdrang braucht er viel Auslauf und Abwechslung, weshalb ihm die Haltung in einer Stadt selten gerecht wird.

Steckbrief Deutscher Schäferhund

Einzelheiten zum Deutscher Schäferhund
Größe (Widerristhöhe)bis zu 60 cm
Gewicht22 bis 40 kg je nach Geschlecht
Alter11 bis 15 Jahre
Fellfarbengelb oder braun mit schwarzem Sattel, schwarz, schwarz mit gelben, braunen oder weißen Abzeichen, grau-schwarz
HerkunftslandDeutschland
FCI Nummer166
FCI Gruppe1: Hütehunde und Treibhunde
FCI Sektion1: Schäferhunde
AufgabenUrsprünglich als Hütehund eingesetzt, übernimmt er jetzt vielfältige Aufgaben als Blinden- und Therapiehund, Diensthund bei der Polizei, Rettungs- und Lawinensuchhund; der Jagdtrieb ist ausgeprägt, kann aber durch gute Erziehung leicht unter Kontrolle gebracht werden.
Geeignet für...erfahrene Hundehalter oder solche, die eine Aufgabe zu vergeben haben. Bei Unterforderung sucht sich der Schäferhund eigene Aufgaben, was sich in ausgeprägtem Wachverhalten, Jagdtrieb oder aggressivem Verhalten äußern kann.
Typische KrankheitenHüftdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS) als Ursachen für Lahmheiten, Kongenitales Vestibularsyndrom (vererbte Innenohrerkrankung mit Schwindel und Taubheit), Pankreasinsuffizienz, degenerative Myelopathie (neurologische Erkrankung desRückenmarkes), Schäferhundpyodermie und -keratitis (Entzündliche Haut- bzw. Hornhauterkrankung)

Geschichte des Deutschen Schäferhund

Die Geschichte des Deutschen Schäferhundes kann bis auf das 7. Jahrhundert zurück geführt werden. Schon damals wurden dessen Vorfahren als Hüte- und Wachhunde eingesetzt. Je nach Region und Verwendung entwickelten sich daraus verschiedene Rassen. In Süddeutschland, genauer in Württemberg und Thüringen der Deutsche Schäferhund wie du ihn heute noch kennst. Dabei wurde die Funktion dieser Rasse von einem Allroundtalent als Hüte-, Treib- und Wachhund hin zu einem reinen Arbeitshund verfeinert.

Als sein Begründer gilt Max von Stephanitz, der einen leistungsstarke, ausdauernde und gehorsame Rasse züchten wollte und dabei weniger Augenmerk auf das Aussehen richtete. In seinen 1891 herausgebrachten Rassestandards zum Deutschen Schäferhund gibt es daher auch verschiedene Fell- und Farbtypen:

  • langhaarige,
  • glatthaarige
  • oder rauhaarige

Hunde mit einer durchschnittlichen Größe von 50-55 cm, einer langgestreckten Schnauze, spitzen Stehohren, einem buschigen, abwärts getragenen Schwanz und den folgenden Fellfarben

  • einheitlich schwarz, rotgelb, grau oder weiß
  • oder diese Farben mit Abzeichen

Der weiße Schäferhund wurde 1933 aus dem Rassestandard des Deutschen Schäferhund gestrichen und erst 2011 als eigenständige Rasse (Berger Blanc Suisse) wieder anerkannt. Mittlerweile werden als Felltypen Stockhaarige und Langstockhaarige Deutsche Schäferhunde gezüchtet.

Schäfer mit Hütehund und Herde
Ursprünglich war es nicht nur die Aufgabe eines Hütehundes die Herde zu hüten und zu treiben, sondern auch das Hab und Gut des Schäfers zu schützen.

Max von Stephanitz begründete mit seinem Rüden „Horand von Grafrath“ 1898 das erste Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Dieser Rüde gilt mit seinem Bruder „Luchs von Sparwasser“ als Stammvater der Rasse Deutscher Schäferhund. Dabei galt lange Zeit als Ziel der Zucht ein robuster und intelligenter Gebrauchshund. Dafür wurde der Hütehund aus dieser Hunderasse herausgezüchtet und es gab keine Schönheitszucht. Dies änderte sich erst nach der Teilung Deutschlands in den westlichen Bundesländern, wo eine Zeitlang ein Hund mit Schönheitsideal herangezüchtet wurde, das zu charakteristischen Erkrankungen (Hüftgelenksdysplasie) der Rasse Deutscher Schäferhund führt. Seit 1998 wird sich bemüht, diese Erkrankung zu verhindern. In den Rassestandards des Deutschen Schäferhundes (nachzulesen beim Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V., Sitz Augsburg, im Verband für das Deutsche Hundewesen -VDH) wird mittlerweile das Ziel formuliert,

einen zu hohen Leistungen veranlagten Gebrauchshund zu schaffen.

Dabei wird von seinem Wesensbild verlangt, dass es

ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksam und führig

sein muss.  Diese Zuchtziele begründen den großen Erfolg des Deutschen Schäferhundes als Dienst-, Rettungs- und Begleithund.

Im Ausland ist der Deutsche Schäferhund übrigens auch als Alsatian (benannt nach seiner Heimatregion Elsass) bekannt. Dies resultiert aus seiner Beliebtheit beim Militär, wo im Ersten und Zweiten Weltkrieg sowohl von den Deutschen als auch den Alliierten Truppen zu Zehntausenden Hunde der Rasse Deutscher Schäferhund an der Front eingesetzt worden und gestorben sind. Danach war eine Zeitlang alles „Deutsche“ verpönt.

Bilder vom Deutschen Schäferhund

 

Interessantes und Wissenswertes

Kennst du eigentlich die berühmtesten Deutschen Schäferhunde aus Film und Fernsehen? Oder möchtest du dir einen Züchter suchen? Alle diese Informationen findest du hier:

Deutscher Schäferhund in Film und Fernsehen

Rin Tin Tin

Der berühmteste Film-Schäferhund aller Zeiten ist wohl Rin Tin Tin. Er eroberte in den 1920er-Jahren mit insgesamt 26 Filmen die weltweiten Leinwände. Dabei war sein Leben fast so bewegend wie seine Filme. Er wurde von einem amerikanischen Soldaten gegen Ende des Ersten Weltkrieges in Frankreich gerettet und nach Los Angeles gebracht. Dort wurde er dann von Warner Brothers entdeckt und zum vielleicht ersten tierischen Filmstar überhaupt gemacht. Sein Stern ist auf dem Hollywood Walk of Fame bei der Adresse 1625 Vine Street zu finden.

Der eigentliche Rin Tin Tin verstarb 1932 in Los Angeles. Alle danach gedrehten Rin Tin Tin-Filme wurden mit anderen Deutschen Schäferhunden gedreht, denen damit genau so viel Ehre gebührt wie dem ursprünglichen Rin Tin Tin. Dessen Leben wurde unter dem Titel „Rin Tin Tin – Ein Held auf Pfoten“ 2007 verfilmt.

Kommissar Rex

Für die deutschen Fernsehliebhaber ist ein anderer Vierbeiner der wohl berühmteste Deutsche Schäferhund: Kommissar Rex. Dieser ist der tierische Star in der gleichnamigen österreichischen Kriminalserie, die 1994 erstmals ausgestrahlt wurde und es bis jetzt auf 17 Staffeln bringt, die in 47 verschiedenen Ländern ausgestrahlt wurden und werden.

Die Rolle des Wurstsemmel-liebenden Hundes, der mit seinem Herrchen Kriminalfälle löst und für Recht und Ordnung im Einsatz ist, wurde mittlerweile von drei verschiedenen Deutschen Schäferhunden gespielt: von 1994 bis 2000 von dem namensgebenden Hund Rex, der mit vollem Namen Reginald von Ravenhorst hieß und 2003 verstorben ist. Danach kam in weiteren vier Staffeln von 2000-2004 ein Schäferhund namens Rhett Butler zum Einsatz. Und nach der dreijährigen Drehpause und dem Wechsel der Produktion von Österreich nach Italien  wird der tierische Held seit 2008 von Henry verkörpert. Allen drei tierischen Hauptdarstellern ist gemein, dass sie von der gleichen Hundetrainerin, der Amerikanerin Teresa Ann Miller ausgebildet und betreut wurden beziehungsweise werden.

Jerry Lee

Unter dem Namen ist er vielleicht nur eingefleischten Fans bekannt. Doch werden zahllose Tierliebhaber den Film „Mein Partner mit der kalten Schnauze“ von 1989 sowie seine beiden Fortsetzungen (1999, 2002) kennen oder gesehen haben. Die tierische Hauptrolle wird dabei von dem Deutschen Schäferhund Jerry Lee verkörpert,der sich mit seinem Partner Mike Dooley, gespielt von James Belushi, erst zusammenraufen muss, bevor sie ein Traumpaar werden.

Gespielt wird der eigensinnige Vierbeiner in jedem Film von einem anderen Hund: im ersten Teil ist es ein Schäferhund namens Rando, im zweiten Teil Mac und im dritten Teil kommt der Deutsche Schäferhund King zum Einsatz.

Weitere berühmte Schäferhunde

Der Deutsche Schäferhund Strongheart wurde als Tierdarsteller in Hollywood bekannt und bekam sogar einen eigen Stern auf dem Walk of Fame. Zwischen 1921 und 1929 spielte er in sechs Filmen mit und begeisterte das Publikum in Filmen wie „North Star“ und „White Fang“. Aufgrund schwerer Verbrennungen, die er bei einem Filmdreh erlitt, verstarb Strongheart im Jahr 1929 mit ca. 12 Jahren.

Übrigens ist auch Rantanplan, der tollpatschige Begleiter von Lucky Luke ein Deutscher Schäferhund und der Patenonkel von Harry Potter, Sirius Black, verwandelt sich als Animagus in einen großen schwarzen Schäferhund namens „Tatze„.
Auch in dem Film I am Legend spielt eine deutsche Schäferhündin eine wichtige Rolle: Robert Neville (gespielt von Will Smith) ist scheinbar der einzige Überlebende nach einer Virusinfektion, die Menschen in Zombie-ähnliche Wesen verwandelt. In seiner Einsamkeit steht ihm Schäferhündin Samantha, kurz Sam, zur Seite und sie versuchen gemeinsam das Übel zu bekämpfen.

Nicht aus Film und Fernsehen bekannt, aber dennoch kennt sie jeder: Schäferhündin Blondi. Die Deutsche Schäferhündin lebte von 1934 bis 1945 und war die treue Begleiterin Adolf Hitlers, der angeblich ein großer Hundefreund war. Am 30.04.1945 gab Adolf Hitler der Hündin eine Giftampulle kurz bevor er sich selbst das Leben nahm.

Züchterverzeichnis Deutscher Schäferhund

Unsere Steckbriefe werden im Laufe der Zeit noch um ein eigenes Züchterverzeichnis erweitert. Bis dahin kannst du auf den Internetseiten des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. oder dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) einen Züchter in deiner Nähe suchen.

 

Literaturtipps

Bei einem so beliebten Hund wie dem Deutschen Schäferhund gibt es auch eine Menge Beispiele für tolle Ratgeber. Einige haben wir dir hier exemplarisch aufgeführt:

Deutscher Schäferhund
Deutscher Schäferhund
19,90 EUR
 
 
5,0 von 5 Sternen
Stand der Daten: 13. Oktober 2018 10:53
Deutscher Schäferhund: Auswahl, Haltung, Erziehung,...
Deutscher Schäferhund: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)
14,99 EUR
 
 
4,7 von 5 Sternen
Stand der Daten: 13. Oktober 2018 10:53
Dakota: ein altdeutscher Schäferhund
Dakota: ein altdeutscher Schäferhund
-
 
 
4,7 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 13. Oktober 2018 10:53

 

Hinweise zur Haltung von Deutschen Schäferhunden

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Deutsche Schäferhund ein Arbeitstier.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund also immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.
Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Ein Deutscher Schäferhund ist kein kleiner und einfacher Hund. Damit du viel Spaß mit ihm hast und dich an einem Knuddelbär an deiner Seite erfreuen kannst, solltest du ihn gründlich erziehen. Allerdings ist dazu keine Gewalt notwendig.
Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Es muss nicht gleich eine Beißerei sein, in die dein Liebling gerät, damit es für dich teuer wird. Auch der am Besten ausgebildete Schäferhund kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen. Allerdings ist gerade bei einer Hunderasse mit einem hohen Hüftdysplasie-Risiko die Überlegung mit einer Versicherung sinnvoll.

 

Ist der Deutsche Schäferhund ein Listenhund?

Nein. Auf den Rasselisten in Deutschland stehen Hunderassen, die als gefährlich angesehen oder deren Gefährlichkeit vermutet wird. Das ist beim Deutschen Schäferhund nicht der Fall. Auch wenn er sicherlich mit dem falschen Training in den falschen Händen ein gefährlicher Hund ist und die Beißstatistiken gegen ihn sprechen.
Daher ist es in manchen Bundesländern in Deutschland so geregelt, dass jeder verhaltensauffällige Hund als gefährlich eingestuft wird. Der Deutsche Schäferhund gehört dann wie jede andere Hunderasse auch dazu. Den gut erzogenen, lammfrommen Vertretern drohen hier allerdings keine Gefahren.

Weiterführende Informationen und Quellen:

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Bildcredit: (c) Rita Kochmarjova - Fotolia.com

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