Beagle Steckbrief

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Der Beagle ist ein toller Familienhund für große und kleine Hundefreunde. Mehr über die handliche, aktive Hunderasse mit der teils traurigen Geschichte, findest du hier: [Artikel lesen]

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Beagle

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Der Beagle ist als freundlicher und lebhafter Familienhund bekannt und macht diesem Ruf auch alle Ehre: Der kleine Jagdhund ist stets fröhlich, aufgeweckt und verspielt und begeistert damit vor allem Kinder. Neben Kindern sind auch andere Hunde für den freundlichen Beagle kein Problem, denn als Meutehund hat er lieber zu viele als zu wenige Artgenossen um sich herum. Dabei ist der britische Hund auch sehr aktiv und möchte beschäftigt werden. Neben ausgiebigen Spaziergängen lässt der Beagle sich für Hundesport oder verschiedenen Suchspielen begeistern. Denn neben körperlicher Betätigung möchte er auch mental ausgelastet werden. Aggressives Verhalten sucht man beim Beagle hingegen vergebens, weshalb er sich auch nur bedingt als Wachhund eignet – dazu ist sein Wesen einfach zu freundlich. Dabei lebt er gerne nah beim Rudel und bevorzugt es, ein aktiver Teil der Familie zu sein. Ein Beagle sollte idealerweise in einer ländlichen Gegend leben, wobei ein aktiver Mensch ihn auch in einer Wohnung halten kann, wenn er für genügend Natur, Abwechslung und Beschäftigung sorgt. Erziehen lässt sich der intelligente Hund dabei recht einfach, da er nicht nur schlau, sondern auch wenig dominant ist und daher weniger austestet als andere Hunde. Einzig den Jagdtrieb bekommt man nicht so einfach aberzogen. Mit Wind und Wetter kommt der Hund aus Großbritannien dabei gut zurecht, lediglich bei extremeren Temperaturen solltest du deinen Beagle – ebenso wie jeden anderen Hund – schonen. Der Pflegeaufwand ist beim Beagle relativ gering: Sein kurzes Fell ist recht unkompliziert und leicht sauber zu halten. Achte bei der Haltung darauf, deinem Beagle nicht zu viel zu füttern, denn die Hunde gelten als sehr verfressen und neigen zu Übergewicht. 

Steckbrief Beagle

Einzelheiten zum Beagle
Größe (Widerristhöhe) zwischen 33 und 40 Zentimeter
Gewicht Bis zu 18 Kg
Alter 13-15 Jahre
Fellfarben Zweifarbig oder dreifarbig, wobei weiß als Grundfarbe das Fell zeichnet. Weitere Farben sind braun, rot, zitronengelb und schwarz
Herkunftsland Vereinigtes Königreich
FCI Nummer 161
FCI Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI Sektion 1:Laufhunde
Aufgaben Früher Jagdhund, heute vor allem Familien- oder Versuchshund; der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt
Geeignet für Aktive Familien und Einzelpersonen, die einen fröhlichen und unkomplizierten Begleiter suchen; Bei Unterforderung kann der Beagle auch mal ungehorsam werden und sich mit Jagen und anderen Aktivitäten selbst beschäftigen
Typische Krankheiten Hound-Ataxie, Meningitis-Arteriitis, Übergewicht, Lafora-Krankheit

Die Geschichte des Beagles

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Zwar ist der Beagle erst seit 1890 eine eigenständige Hunderasse, seine Wurzeln reichen aber deutlich weiter zurück. Denn die eigentlich britischen Hunde haben tatsächlich französische Vorfahren. Diese Vorfahren – die Northern Hounds – wurden vermutlich von Wilhelm dem Großen um 1066 von Frankreich mit nach England gebracht. 

Rund 400 Jahre später fanden die Briten an weiteren Jagdhunden aus Frankreich Gefallen: Den Southern Hounds. Während des hundertjährigen Krieges entdeckten die Briten die Hunde und waren von ihrem Gespür und Jagdverhalten begeistert, weshalb sie auch diese Hunde mit nach Großbritannien nahmen.

Über die Jahre entwickelte sich der Beagle in Großbritannien vermutlich aus den Northern und den Southern Hounds, sodass die beiden ursprünglich französischen Rassen maßgeblich zur Entwicklung des freundlichen Hundes beitrugen.

Früher wurde der Beagle dabei als Meutehund verwendet, der über lange Strecken Treibjagden auf Feldhasen und Wildkaninchen machte. Hierfür qualifizierte ihn vor allem sein guter Geruchssinn, der leicht Fährten aufnehmen kann.

Heute sind Beagle vor allem als Familienhunde bekannt, obwohl sie in unserer Gesellschaft auch eine weitaus traurigere Rolle übernehmen: Bei Tierexperimenten sind Beagle die beliebteste Hunderasse.

Bilder des Beagles

Interessantes und Wissenswertes

Beagle in Film und Fernsehen 

Als freundlicher Familienhund hat der Beagle zahlreiche Auftritte in Familienfilmen und übernimmt in einigen dieser Filme sogar die Hauptrolle. Einer dieser Filme ist die Familienkomödie Cats & Dogs – Wie Hund und Katz, in der die Katzen versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen, während die Hunde alles Erdenkliche dagegen unternehmen – und das alles ohne, dass die Menschen etwas davon mitbekommen. Als ein gewisser Professor Brody (gespielt von Jeff Goldblum) kurz davor ist, ein Mittel gegen Hundehaarallergien zu entwickeln, wird es ernst und die Hunde versuchen einen der besten Agenten bei ihm einzuschmuggeln. Die Mission scheitert jedoch und der Beagle-Welpe Lou kommt stattdessen in die Familie und muss das Mittel vor den Katzen schützen.

Auch in dem Familienfilm Shiloh – Vier Pfoten auf der Flucht übernimmt ein Beagle die Hauptrolle des Hundes Shiloh, der von seinem Besitzer misshandelt wird und daraufhin ausbricht. Auf der Flucht trifft er den kleinen Jungen Marty, mit dem er sich sofort anfreundet. Martys Vater findet jedoch, dass Shiloh zu seinem alten Besitzer gehört und gibt ihm diesem zurück. Marty aber verteidigt seinen neuen Freund und kämpft dafür, dass Shiloh bei ihm bleiben kann. Der Film hat zwei Fortsetzungen.

Letzte Aktualisierung am 30.07.2021 / Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

In der Realverfilmung der Kinderserie Inspector Gadget wird der Hund Brain von einem Beagle verkörpert. In dem Film geht es um den nach einem Unfall mit zahlreichen Gadgets ausgestatteten John Brown, der versucht, ein Verbrechen aufzuklären, um die Tochter seines Chefs zu beeindrucken – da die Gadgets aber alle nicht immer so funktionieren, wie sie sollten, ist dies leichter gesagt als getan.

Zwar keine große dafür aber eine umso wichtigere Rolle spielt ein Beaglewelpe in dem Actionfilm John Wick aus dem Jahr 2014. Der pensionierte Auftragskiller John Wick (gespielt von Keanu Reeves) musste seine Frau beerdigen, die ihm einen kleinen Welpen hinterließ, damit dieser ihn nach ihrem Tod aufheitern kann. Durch die Verkettung einiger unglücklicher Umstände brechen eines Nachts die falschen Leute bei John Wick ein, um ihm einen Denkzettel zu verpassen – dabei töten sie seinen Beagle, woraufhin John Wick einen Rachefeldzug gegen eben diese Menschen startet.

Auch in Filmen wie Beverly Hills Chihuahua, Rusty – Der tapfere Held, Im Dutzend billiger, Spooky Buddies – Der Fluch des Hallowuff Hunds, Jr. Detective Agency, Meine Stiefmutter ist ein Alien, Die Royal Tenenbaums und Year of the Dog kannst du Beagles in kleineren Rollen sehen.

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Last, but not least: Der bekannteste Beagle, bei dem viele gar nicht wissen, dass es sich um einen Beagle handelt, ist wohl Snoopy – der Zeichentrickhund von Charlie Brown ist tatsächlich ein Beagle.

 

Züchterverzeichnis Beagle

In Deutschland gib es zahlreiche Züchter, die sich der freundlichen Beagle angenommen haben. Eine kleine Auswahl:

Weitere Beagle-Züchter nach Region sortiert findest du zum Beispiel beim Beagle Club Deutschland e. V.

Zudem kannst du Beagles aus Versuchslaboren adoptieren. Möchtest du einen solchen Beagle bei dir aufnehmen, so können dir Vereine wie die Initiative Hilfe für  Labortiere Berlin e. V. oder Laborbeaglehilfe e. V. weiterhelfen.

Literaturtipps

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Hinweise zur Haltung vom Beagle

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Beagle ein lebhafter Jagdhund.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Egal ob groß oder klein, jedes Hundewesen braucht für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewisse Erziehung bzw. zumindest die Kenntnis über die geltenden Regeln im Zusammenleben mit seinen Menschen. Schon alleine damit aus dem Beagle ein ausgeglichener Hund werden kann und kein nervöser Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, manche Hunde wie der Beagle sind so klein, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass sie etwas Schlimmes anstellen. Doch auch der kleinste oder liebste Hund der Welt kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. (Übrigens ist die in vielen Bundesländern sowieso Pflicht!)
Ob und wie weit du zusätzlich noch eine OP- oder Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurücklegen. Wenn du dich belesen willst, schau einfach in unseren Versicherungsratgebern nach:

Ist der Beagle ein Listenhund?

Ein sogenannter Listenhund gehört zu einer Hunderasse, bei der davon ausgegangen wird, dass diese grundsätzlich eine Gefährdung für Menschen und andere Tiere darstellt. Ihre Haltung ist mit bestimmten Auflagen verbunden oder sogar verboten. Um welche Rassen es sich dabei handelt welche Auflagen es gibt, findest du in diesem Artikel beantwortet: Was sind eigentlich Listenhunde?
Nun zur Beantwortung der Frage: Ist der Beagle ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland und anderen Ländern grundsätzlich sehr umstritten sind, wird momentan ein Beagle weder als gefährlich angesehen noch seine Gefährlichkeit vermutet. Es wird davon ausgegangen, dass keine allgemeine Bedrohung der Sicherheit der Bevölkerung durch Angriffe seitens des Beagles besteht. Du solltest dir allerdings immer bewusst sein, dass ein Hund ein Lebewesen und keine Maschine ist und seine Waffen immer dabei hat. Das heißt auch ein Beagle kann beißen, wenn er sich bedroht oder bedrängt fühlt. Ein achtsamer Umgang mit deinem vierbeinigen Liebling ist daher unabdingbar für ein entspanntes Miteinander.

Quellen:

Bildcredit: (c) CaptureLight / Depositphotos.com

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