American Bulldog Steckbrief

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Menschen gegenüber ist der American Bulldog sehr freundlich und aufgeschlossen, besonders der Bullytyp genießt den Kontakt zu Menschen. Erfahre in diesem Beitrag alles über die Geschichte, das Wesen und viele weitere interessante Facts rund um diese amerikanische Hunderasse

Wesenszüge und Charaktereigenschaften American Bulldog

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Menschen gegenüber ist der American Bulldog sehr freundlich und aufgeschlossen, besonders der Bullytyp genießt den Kontakt zu Menschen. Bei der Erziehung sollte darauf geachtet werden, dass der Hund viel Kontakt zu seinen Artgenossen und auch zu anderen Tieren erhält, damit ein gutes Sozialverhalten gewährleistet wird. Sein Wesen ist sehr sensibel, allerdings kann der American Bulldog auch sehr dickköpfig sein, es ist kein Hund für Anfänger und genauso besitzt er eine große Körperkraft, die der Besitzer bewältigen muss. Mit viel Einfühlsamkeit und Leckerlis kann diese Rasse jedoch gut erzogen werden. Die ersten 18 Monate in der Erziehung sind entscheidend für das spätere Verhalten, dabei sollte großer Wert auf die Bindung, einen guten Gehorsam und die Sozialisation gelegt werden. Damit wird der Grundstock für ein glückliches Zusammenleben gelegt. Wird der American Bulldog gut erzogen, eignet er sich durchaus als Familienhund und bereichert den Alltag durch sein freundliches und überaus verschmustes Wesen. Da der American Bulldog sehr anhänglich ist, sollte man ihn nicht im Garten halten, sondern als vollwertiges Familienmitglied am Alltag teilhaben lassen. Obwohl der American Bulldog als gesunder Hund gilt, der nur wenige Krankheiten aufweist, können vor allem die weißen Exemplare des Öfteren an Schwerhörigkeit leiden. Die robuste Gesundheit ist darauf zurückzuführen, dass bei der Zucht stets die Funktion des Hundes im Vordergrund stand und nicht bestimmte Merkmale, die zu züchterischen Übertreibungen ausarteten. Schon die Aufzucht gelingt nicht immer ganz leicht, denn wenn die Welpen dieser Rasse zu viel an Gewicht zulegen, kommt es schnell zu Problemen der Knochen. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass die untere Gewichtsgrenze so wenig wie möglich überschritten wird. Es sollte unbedingt auf eine gesunde Fütterung geachtet werden.

Steckbrief American Bulldog

Einzelheiten zum American Bulldog
Größe (Widerristhöhe) Rüde: ca. 56 – 69 cm | Hündin: ca. 51 – 64 cm
Gewicht 30 – 58 kg
Alter 10 – 12 Jahre
Fellfarben Weiß, auch mit rötlichen oder braunen Abzeichen. Auch gestromtes Fell kommt vor.
Herkunftsland Vereinigte Staaten von Amerika
FCI Nummer 0
FCI Gruppe 000
FCI Sektion 000
Aufgaben Familien- und Begleithund, selten auch die Jagd von Wildschweinen, der Jagdtrieb ist in der Regel mittelmäßig ausgeprägt
Geeignet für Erfahrene und einfühlsame Besitzer, der sich gerne ausgiebig mit seinem Hund beschäftigt. Bei Unterforderung kann der Hund unverträglich mit anderen Hunden oder Situationen werden.
Typische Krankheiten Schwerhörigkeit, Allergien, Übergewicht

Die Geschichte des American Bulldog

Die Herkunft des American Bulldog ist nicht klar zu bestimmen, es wird davon ausgegangen, dass die Rasse größtenteils vom Englisch Bulldog abstammt. Damit diese Rasse entstehen konnte, sollen noch Pointer, Dogo Argentinos und Boxer mit eingekreuzt worden sein. Ebenso wird die Rasse als typischer Emigrantenhund bezeichnet, der von englischen Einwanderern, im 19. Jahrhundert mit nach Amerika gebracht wurde. Diese brachten ihre Bulldoggen mit nach Amerika, die sie als Farmhunde hielten.

Während des Zweiten Weltkriegs stand die Hunderasse kurz vor dem Aussterben, doch zwei Liebhaber hielten an den Hunden fest: John D. Johnson und Alan Scott führten die Zucht jeweils auf ihre eigene Art weiter, sodass es zu zwei verschiedenen Typen der Rasse kam:

  1. Der SCOTT-Standard-Type, der zur leichteren Arbeitslinie zählt. In der Regel weisen die SCOTT-Linien einen längeren Fang auf, was darauf zurückzuführen ist, dass sie zur Jagd auf Wildschweine eingesetzt wurden. Der Körperbau bei diesen Typen ist oft etwas schlanker.
  2. Sowie der JOHNSON-Bully/Classic-Type, welcher der schwerere Ausstellungstyp ist.

Außerdem gibt es noch den Hybrid-Typ, der eine gelungene Mischform aus Bully und Standard ist.

Bilder des American Bulldog

 

Interessantes und Wissenswertes

Der American Bulldog in Film und Fernsehen

Als eine Hauptrolle ist ein American Bulldog in dem Disney-Film Zurück nach Hause – Die unglaubliche Reise aus dem Jahr 1993 zu sehen: Die beiden Hunde Chance und Shadow und Katze Sassy verbringen ihr Leben gemeinsam bei einer Familie, als diese ihre Haustiere vorübergehend an Bekannten abgibt, da ein möglicher Umzug bevorsteht. Die Tiere – in dem Glauben, ihre Besitzer hätten sie für immer zurückgelassen – nehme Reißaus und versuchen gemeinsam zu ihrem Zuhause zurückzukehren. Doch der Weg ist weiter, und vor allem steiniger, als erwartet. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Hundes Chance, der von einer Amerikanischen Bulldogge verkörpert wird, erzählt. Gesprochen wurde Chance von Michael J. Fox. Auch in der Fortsetzung spielt die Bulldogge wieder die Hauptrolle. Der Film basiert auf dem Roman The Incredible Journey von Sheila Burnford.

Die Familienkomödie Im Dutzend billiger erzählt von dem turbulenten Leben der Familie Baker – das Ehepaar Tom (Steve Martin) und Kate (Bonnie Hunt) haben 12 Kinder in die Welt gesetzt und demnach keinen Alltag wie jedermann. Als Kate beruflich reisen muss, ist Tom erstmals allein mit seinen 12 Kindern: Eine chaotische Reise beginnt. Neben den 12 Kindern gibt es natürlich auch einen Hund in der ebenso chaotischen, wie auch liebenswerten Familie: Ein American Bulldog begleitet das Leben der Bakers im ersten und zweiten Film.

Zudem gibt es so manch einen Film, in dem ein American Bulldog eine kleine Rolle hat: Unter anderem in Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft, Bingo – Kuck mal, wer da bellt!, Elche, Eis und Erbschaftsärger, Joe und Beverly Hills Chihuahua hat die freundliche Hunderasse kleine Auftritte. Und auch in der Neuverfilmung der Familienkomödie Die kleinen Strolche aus dem Jahr 1994 übernimmt ein American Bulldog die Rolle des Hundes Pete.

Züchterverzeichnis American Bulldog

Auch wenn der American Bulldog vom FCI und AKC nicht anerkannt ist, gibt es in Deutschland einige Züchter:

Weitere Züchter findest du bei folgenden Vereinen :

Literaturtipps

Da es sich bei dem American Bulldog um eine amerikanische Hunderasse handelt (wie der Name auch schon sagt), gibt es nur wenig deutschsprachige Literatur. Zwei empfehlenswerte Bücher sind die folgenden:

Bulldogs in Geschichte und Gegenwart (Das besondere...
Bulldogs in Geschichte und Gegenwart (Das besondere Hundebuch)
39,95 EUR
 
 
5,0 von 5 Sternen
Stand der Daten: 14. Dezember 2018 19:48
American Bulldog
American Bulldog
99,00 EUR
 
 
4,1 von 5 Sternen
-
Stand der Daten: 14. Dezember 2018 19:48

 

Hinweise zur Haltung von American Bulldogs

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder American Bulldog ein wildschweinjagender Kraftprotz.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund also immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Ursprünglich ist der American Bulldog ein Arbeitshund, weshalb er angemessene Beschäftigung und Bewegung braucht: Lange Spaziergänge, Aufgaben und Spiele sollten dem Besitzer dieser Rasse ebenso viel Spaß bereiten, wie seinem Hund. Nur selten ist beim Bullytyp eine Neigung zum Jagen oder Streunen vorhanden, anders sieht es beim Standardtyp aus, der athletisch und triebhaft sein kann. Heute wird der American Bulldog in der Regel als Begleit- und Familienhund eingesetzt, in den USA aber auch noch zur Wildschweinjagd. Sein Erscheinungsbild ist sehr imposant, weshalb er genauso als Wachhund eingesetzt wird, der allerdings kaum Aggressionen zeigt.

Du siehst also, dass der Amercian Bulldog ein Hund ist, der eine gewisse Erziehung benötigt, um ein sorgenfreies Miteinander zu ermöglichen. Dennoch musst du nicht mit Härte arbeiten, sondern kannst wie bei anderen Hunderassen auch auf positive Verstärkung setzen. Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Auch wenn du den besterzogensten, nervenstärksten American Bulldog als tierisches Familienmitglied bei dir hältst: auch er kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. (In einigen Bundesländern in Deutschland ist diese verpflichtend.) Ob und wie weit du zusätzlich noch eine Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurück legen.

 

Ist der American Bulldog ein Listenhund?

Der American Bulldog wird vom FCI nicht anerkannt, es ist eine Hunderasse aus den USA. Als alternativer Name ist die Rasse auch unter Old Country Bulldog bekannt. In Deutschland wird die Rasse in einigen Bundesländern als einer der Listenhunde geführt, die im Volksmund als sogenannte Kampfhunde bezeichnet werden. Die Haltung dieser Rasse unterliegt bestimmten Auflagen, wie beispielsweise einem Wesenstest oder einer Leinen- und Maulkorbpflicht. Bei einem Wesenstest wird geprüft, ob ein geschlechtsreifer Hund kein aggressives Verhalten aufweist und ob er gut sozialisiert wurde. Welche Auflagen für dich zutreffen und was genau unter einem Listenhund verstanden wird, findest du in diesem Artikel beantwortet: Was sind eigentlich Listenhunde?

Also ja. Die amerikanische Bulldogge gehört zu den sogenannten Listenhunden. Egal, was du über Sinn und Unsinn dieser Rasselisten zu sagen hast, in Deutschland und vielen anderen Ländern sind sie nun einmal Realität.

Bildcredit: (c) Lilu1331 - Depositphotos

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