Warum will mein Welpe nicht Gassi gehen?

Neugieriger Appenzeller Sennenhund-Welpe
Viele Welpen gehen nicht gerne Gassi und treten dann in den Liege-Streik.

Wer sich einen Hund ins Haus holt, macht dies unter anderem, um mit ihm schöne Spaziergänge zu unternehmen. Ob eine kleine Runde um den Häuserblock oder eine ausgiebige Runde in der Natur, gemeinsam mit einem Vierbeiner macht dies direkt mehr Spaß. Bei einem Welpen kann es dir allerdings passieren, dass dieser nicht Gassi gehen möchten. Hier erfährst du, was die Gründe dafür sein können, dass dein Welpe sein Zuhause nicht gerne verlässt. 

Warum will mein Welpe nicht Gassi gehen?

Vielleicht hast du bei deinem Welpen auch schon beobachtet, dass er sich einfach hinsetzt und keinen Schritt weitergehen möchte, wenn du mit ihm Spazieren gehen willst. Manche wollen gar nicht erst das Haus verlassen, andere bleiben nach ein paar Metern stehen und möchten gerne zurück. Dabei willst du deinem Hundekind doch die Welt zeigen und ihm die Möglichkeit geben, sein Geschäft zu erledigen.

Doch woran liegt es, dass dein Welpe nicht Gassi gehen möchte? Hierfür kommen mehrere Gründe infrage.

Bedürfnis nach Sicherheit

Ein kleiner Welpe wäre in der freien Natur noch ziemlich schutzlos, wenn er einfach so draußen herumlaufen würde. Es entspricht somit seinem natürlichen Verhalten, sich in der Nähe seines vertrauten Zuhauses aufzuhalten. Dort fühlt er sich sicher, während die große weite Welt für ihn noch eine vermeintliche oder auch tatsächliche Gefahr darstellt.

Sind sie nicht süß?
Zuhause ist es sicher und kuschelig.

Reizüberforderung

Ein weiterer Grund kann eine eine eventuelle Reizüberflutung sein. Die vielen neuen Eindrücke können deinen Welpen stressen oder ihm Angst machen. Zu viele Reize gibt es nicht nur in einer vollen Fußgängerzone oder einer lauten Hauptverkehrsstraße. Auch eine ruhige Seitenstraße oder ein Wald- oder Feldweg steckt voller Informationen, wie zum Beispiel zahlreiche neue Gerüche.

Zwar ist es sinnvoll, deinen Welpen von kleinauf an die unterschiedlichsten Dinge heranzuführen, allerdings sollte das in kleinen Schritten passieren. Viele Welpenbesitzer schießen meilenweit über das Ziel hinaus und machen direkt lange Spaziergänge. Lange können dabei – je nach Alter des Welpen – bereits 10 Minuten sein. Ein Babyhund braucht noch keine ausgiebigen Gassirunden. Er braucht vor allem Zeit, um neue Dinge in Ruhe kennenzulernen. Deshalb gilt für Spaziergänge mit Welpen unbedingt das Motto „weniger ist mehr“.

Anstatt viel zu laufen, könntest du dich mit deinem Welpen auch irgendwo hinsetzen und ihn die Umgebung in Ruhe anschauen und verarbeiten lassen. Dabei kannst du ihn auch auf den Schoß nehmen und ihm so Sicherheit bieten. Setzt euch doch mal 10 Minuten an eine Bushaltestelle oder auf eine Bank an einer Schaf- oder Pferdeweide. So kann sich dein Welpe neue Reize und Eindrücke  ganz in Ruhe anschauen und diese besser verarbeiten als im Gehen.

Hier findest du Tipps, wie du das passende Geschirr für dein Hundekind findest

Hitze oder Kälte

Auch die Temperaturen können das Verhalten deines Welpen beeinflussen. Bei großer Hitze möchte er wahrscheinlich lieber in der Kühle des Hauses oder der Wohnung bleiben. Kälte kann ihm ebenfalls zu schaffen machen, da er noch kein ausreichend wärmendes Fell hat und möglicherweise friert. Bei Hitze solltest du die Gassigänge auf die kühlen Morgen- oder Abendstunden legen. Bei Kälte kann es sinnvoll sein, deinen Welpen mit einen speziellen Hundemantel zu schützen.

In allen Fällen gilt, dass du Geduld mit deinem tierischen Nachwuchs haben solltest. Er macht dies nicht, um dich zu ärgern. Gib ihm Zeit, sich an die vielen Eindrücke zu gewöhnen und steigere in ganz kleinen Schritten die Dauer eurer Gassigänge.

Du möchtest mehr erfahren?

Hier haben wir für dich weiterführende Informationen zusammengestellt:

Geht dein Hundekind gerne Gassi oder bleibt es auch lieber Zuhause?
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Bildcredit: © SandraFotodesign – depositphotos.com


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Über Nima 266 Artikel
Ich bin Nima und lebe zusammen mit zwei liebenswerten Hunde-Mädels. Als ausgebildete Hundetrainerin liegt mir ein respektvoller Umgang mit unseren Vierbeinern sehr am Herzen.

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