Hundefutter nach Alter: Warum bekommen Welpen Welpenfutter?

Es sind viele Faktoren beim Hundefutter zu beachten. Manche Fehler können sogar gesundheitliche Schäden für deinen Vierbeiner hervorrufen. Lies in diesem Artikel, warum du Hundefutter nach dem Alter deines Lieblings aussuchen solltest. Also Welpenfutter für deinen Welpen und Sneiorenfutter für deinen Hundesenior.

Welpenfutter: Wie lange und worauf achten

Welpen, erwachsene Hunde und Hundesenioren unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich des Wachstums. Mit acht Wochen ist der Magen-Darm-Trakt des Welpen schon an feste Futterportionen angepasst. Er ist allerdings noch deutlich kleiner. Und auch sonst sollte bei Welpenfutter auf ein paar Sachen geachtet werden. Denn Hundefutter unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung je nach Alter des Hundes.

Mit diesen 5 Dos and Don'ts ist es ganz einfach Welpen richtig zu füttern.
Der kleine Magen und Darm eines Welpen sollte mit vielen kleinen Mahzeiten gefüttert werden.

Es ist sicher, dass sich Welpenfutter günstig auf den Magen deines Welpen auswirkt. Obwohl Magen und Darm mittlerweile festes Welpenfutter aufnehmen können, ist dein Welpe noch nicht auf große Futtermengen eingestellt. Füttere ihn erst einmal mit vielen kleinen Portionen.

Gleichzeitig benötigt ein Welpe aber aufgrund seines Wachstums und der vergleichsweise hohen Aktivität mehr Energie als ein erwachsener Hund. Schließlich besteht sein Tag neben Schlafen und Fressen aus Verspieltheit und Herumtollen. Zu Beginn wird eine Häufigkeit von mindestens vier Mahlzeiten Welpenfutter pro Tag empfohlen. Nach ungefähr sechs Monaten kannst du auf drei pro Tag reduzieren. Ab einem Jahr – bzw. wenn die Hunderasse ausgewachsen ist – reichen eine oder zwei Mahlzeiten täglich. 

Unterschiedliche Futterarten

Von den Futterinhaltsstoffen her gibt es Unterschiede. Auf die Bedürfnisse von Welpen angepasstes Futter wird Welpenfutter, Puppyfutter oder auch Juniorfutter genannt. Welpenfutter gibt es zum einen als Alleinfutter und zum anderen als Ergänzungsfutter. Beim Alleinfutter werden keine ergänzenden Nährstoffe für deinen Hund benötigt. Gibst du dennoch Ergänzungen zum Welpenfutter hinzu, kann es schnell gefährlich werden. Gibst du beispielsweise bestimmte Mineralstoffe (Calcium, Phosphor) hinzu, kann dies die Knochenentwicklung beeinflussen und schwer schädigen. Die auffälligsten Besonderheiten von Welpenfutter sind der hohe Energiegehalt, hochwertige und leicht verdauliche Eiweiße und die für Welpen bedarfsgerechte Mineralstoffmenge. 

Oft wird von den Hersteller:innen zwischen Junior- und Welpenfutter im ersten Lebensjahr unterschieden. Dies ist auch eine sehr gute Herangehensweise, da es in Bezug auf den Bedarf des Welpenfutters starke Unterschiede beispielsweise zwischen einem acht Wochen alten und einem sechs Monate alten Welpen gibt.

In Gemeinschaft lernt es sich gleich viel einfacher.
Große Hunderassen wie Schäferhunde brauchen mehr Zeit, um erwachsen zu werden.

Zudem ist es sinnvoll, die Hunderasse als Faktor beim Welpenfutter miteinzurechnen. Es gibt starke Unterschiede im Wachstumsverhalten von Hunderasse zu Hunderasse und somit unter anderem Unterschiede zwischen Welpenfutter für kleine Rassen und Welpenfutter für große Rassen. Beispielsweise kann ein Dackel das 25-Fache seines Gewichts bei der Geburt während seines Wachstums zunehmen. Eine Dogge andererseits kann das Hundertfache zunehmen und länger als ein Jahr wachsen. 

Welpenfutter: nass oder trocken

Bei Welpen ist trockenes Welpenfutter oft praktischer als feuchtes. Dieses kannst du gerade in den ersten Lebensmonaten einfach stehen lassen, sodass dein Welpe fressen kann, was er will, wann er will. Denn wie auch beim Menschen ist schnelles Fressen bei Hunden eher unvorteilhaft für die Verdauung. Welpen müssen in ihren jungen Monaten erst erlernen, langsam zu fressen. Außerdem müssen sie Trockenfutter mehr kauen, was sich ebenfalls vorteilhaft auf die Geschwindigkeit des Fressens auswirkt. 

Futterumstellung: so machst du es richtig

Holst du deinen Welpen frisch aus dem Tierheim oder vom Hundezüchter, solltest du die Futtergewohnheiten fürs Erste beibehalten. Frage nach, zu welchen Zeiten die Fütterung erfolgt ist und wie oft gefüttert wurde. Dadurch beugst du Magen-Darm-Problemen aufgrund einer Futterumstellung vor. Des Weiteren konnte festgestellt werden, dass bei Hunden die Produktion von Verdauungssäften vor gewohnter Futterzeit ansteigt. Daraus kann gefolgert werden, dass dein Hund mit dieser Methode schlicht die Nahrung besser verdauen kann.

Seniorenfutter

Im Alter können Hunde ihre Ernährungsgewohnheiten ändern und ihre Verdauung wird langsamer. Auch hier ist es sinnvoll – ähnlich wie bei einem Welpen – das Futter den Bedürfnissen deines Lieblings anzupassen.

Doch ab wann gilt mein Hund als Senior?

Es ist schwierig, das Seniorenalter zu pauschalisieren. Die Hunderasse und die Lebenserwartung deines Hundes spielen hier eine wichtige Rolle. Im Durchschnitt haben Hunde eine Lebenserwartung von 10 bis 16 Jahren. Grundsätzlich gilt, dass kleine Hunde eine längere Lebenserwartung haben als große Hunde.

Oft kannst du jedoch an verschiedenen Merkmalen und Anzeichen erkennen, ob dein Hund in die Jahre gekommen ist. Dein Hund bekommt langsam graue Haare und die Hundenase wird trüb.

Dein Hund wird gemütlicher. Statt hektischer, aufregender, langer Spaziergänge wird eine Kuscheleinheit auf dem Sofa bevorzugt. Das Temperament deines Hundes wird ruhiger. Außerdem nehmen die Aktivität von Darm und Magen sowie die Produktion von Magensäure ab, und Gebiss, Niere und Leber sind nicht mehr stark belastbar. 

Was ist bei Seniorenfutter empfehlenswert?

Gebiss und Speichelfluss beeinflussen das Kauen des Hundes. Da beides im Alter nicht mehr so gut funktioniert, sollte das Futter für ältere Hunde zerkleinert und in mehrere Mahlzeiten aufgeteilt werden.

Bei Senioren solltest du auf die Wasserzufuhr achten, da die Hunde zu wenig trinken könnten. Wenn dein Vierbeiner zu wenig trinkt, kannst du auf Nassfutter umsteigen oder eventuell das Trockenfutter einweichen. So bekommt dein Hund genügend Flüssigkeit und kann zudem das Futter besser verdauen.

Portrait einer schwarzen Hundeseniorin mit ergrautem Gesicht.
Portrait einer schwarzen Hundeseniorin mit ergrautem Gesicht.

Ähnlich dem Welpenfutter sollte hier auf den Eiweißgehalt geachtet werden. Zum einen sollte nicht zu viel Eiweiß aufgrund der eingeschränkten Leber- und Nierenfunktion verfüttert werden. Zum anderen sollte genug Eiweiß im Futter enthalten sein. Dies wirkt dem Muskelabbau entgegen.

Empfohlen wird ein Rohproteingehalt von 18 bis 22 %. Optimal wäre hier leicht verträgliches und hochwertiges Eiweiß. Hochwertiges Eiweiß ist hauptsächlich in Muskelfleisch zu finden.

Achte bei deinen Kausnacks darauf, dass sie nicht reich an Bindegewebe sind. Nimm statt des klassischen Kauziemers und der Schweineohren lieber Kauwurzeln und Kaugeweihe. Gefüllte Kausnacks und Snacks mit Trockenfleisch kannst du auch verfüttern – Trockenfleisch allerdings nur in Maßen, da dieses oft viel Eiweiß enthält.

Fazit

Du siehst also: Von Kausnacks über Welpenfutter gibt es allerlei Dinge zu achten. Wäge deine Entscheidung für ein Hundefutter gut ab und behalte dabei die Gesundheit deines Hundes im Blick. Falls du dir unsicher bist, solltest du im Zweifel immer eine Ernährungsberater:in oder deinen Tierarzt/deine Tierärztin fragen. 

Wie ist das bei Dir und Deinem Liebling?

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