Ernährung für Hunde

Ernährung Hund
Ernährung Hund

Der beste Freund des Menschen soll so lange wie möglich gesund und lebensfroh bleiben. Neben einem gesunden Umfeld und liebevollen Herrchen oder Frauchen ist die Ernährung der wohl entscheidendste Faktor. Nicht nur Menschen, die sich einen Hund anschaffen möchten, sollten sich mit der Ernährung des Hundes beschäftigen. Auch langjährige Hundebesitzer sollten hin und wieder überprüfen, ob sie beim Füttern auch alles richtig machen, oder ob der Vierbeiner, obwohl er kerngesund wirkt, in ein paar Jahren vor einem Problem stehen kann.

Grundsätzliches zur Hundeernährung

Bekanntermaßen stammt der Hund vom Wolf ab und gilt als Fleischfresser. Einige Definitionen sprechen zwar von Allesfressern, da Hunde auch pflanzliche Nährstoffe aufnehmen, die Hauptnahrungsquelle ist und bleibt aber Fleisch.

Hunde gehören zu den Tieren, die auf Vorrat fressen, was bedeutet, dass sie mit ein oder zwei Mahlzeiten am Tag auskommen. Da sie dann meist relativ viel auf einmal fressen, empfiehlt es sich, dem Hund nach der Mahlzeit eine Ruhephase zu gönnen. Das ist insbesondere bei jungen Tieren wichtig, da zu wildes Herumtoben mit vollem Bauch zu einer lebensgefährlichen Magendrehung führen kann.

Wichtig ist es auch zu wissen, dass das Sättigungsgefühl bei Hunden anders funktioniert als beispielsweise beim Menschen. Ein Hundekörper signalisiert erst, dass er satt ist, wenn genügend Nährstoffe aufgenommen wurden. Das bedeutet, dass der Magen voll sein kann, der Hund aber immer noch Hunger hat. Insofern ist es wichtig, hochwertiges Futter zu geben, das schnell und gut verwertet werden kann. (Beispiele für hochwertiges Futter findest du in unseren Testberichten oder in unserem Beitrag „Was ist gutes Hundefutter?“.) Gesunde Ernährung ist für den Hund elementar, denn die falsche Ernährung kann sehr schnell zu Krankheiten führen, wie zum Beispiel Diabetes, Übergewicht, Knochenschwund oder Krebs.

Futtermenge für Hunde

Die zu fütternde Menge lässt sich nur für jeden Hund individuell bestimmen. Eine Faustregel besagt, dass ein Hund zwischen 2 und 4 % seines Körpergewichtes fressen sollte. Natürlich unterscheidet sich die Menge je nach Art der verfütterten Nahrungsmittel. Grundlegend kann man in etwa davon ausgehen, dass ein gesunder erwachsener Hund pro Kilogramm Körpergewicht ca. 57 kcal. Futter am Tag benötigt. Mit diesem Wert kann man zunächst nicht viel falsch machen. Ein fauler Hund braucht etwas weniger Futter, ein sehr aktives Exemplar entsprechend etwas mehr. Kleine Hunderassen verputzen auch etwas mehr als der Durchschnitt, alte Hunde dagegen weniger. Besonders Welpen brauchen in der Wachstumsphase viel Energie. Hier liegt der Wert zwischen 100 und 170 kcal.

Die wichtigsten Nährstoffe

Die richtige Ernährung hängt von Größe und Akitivitätsgrad des Hundes ab
Die richtige Ernährung hängt von Größe und Akitivitätsgrad des Hundes ab

Gutes Hundefutter muss bestimmte Inhaltsstoffe enthalten. Spurenelemente, Kohlenhydrate, Vitamine und insbesondere Eiweiß und Fett sind die allerwichtigsten Bestandteile und werden für lebensnotwendige Vitalfunktionen benötigt. Eiweiß enthält wichtige Aminosäuren und ist für den Aufbau und die Stärkung des Körpergewebes verantwortlich. Eine sehr gute Quelle für Eiweiße sind Fleisch und Fisch.

Fette, Fettsäuren und die Vitamine A, D, K und E sind, ebenso wie Linolsäure, elementar für den Hund, liefern ihm Energie und stärken das Immunsystem. Auch Fette, sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs, sind äußerst wichtig.

Kohlenhydrate sind aus Zuckermolekülen aufgebaut und in der Regel pflanzlichen Ursprungs. Dabei werden kurzkettige und einfache Kohlenhydrate von komplexen und langkettigen Kohlenhydraten, den sogenannten Ballaststoffen unterschieden. Letztere sind in einem gewissen Maße wichtig für eine geregelte Darmmotorik. Der Hund braucht nur eine sehr geringe Menge Kohlenhydrate. Enthalten sind Kohlenhydrate als Getreide oder Reis in der Regel in jedem handelsüblichen Futter. Einen Mangel an Kohlenhydraten zu bekommen, ist für einen Hund nahezu unmöglich. Entscheidest du dich für eine reine Fleischfütterung, solltest du allerdings darauf achten, zusätzlich Kohlenhydrate zu füttern. Dabei ist es so, dass Hunde die meisten Kohlenhydrate nicht einfach so verdauen können. Das heißt, dass sie vorher aufgespalten werden müssen, damit sie überhaupt verdaut werden können. Getreide sollte man vor Fütterung mehrere Stunden einweichen und anschließend noch einmal kurz aufkochen.

Man muss verstehen, dass es vielerlei Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Nährstoffen gibt. Bereitet man das Essen für den Hund selbst zu, anstatt auf Fertigfutter zu setzen, sollte man unbedingt darauf achten, dass durchschnittlich alle Nährstoffe in den richtigen Mengen enthalten sind. Dabei kommt es nicht auf jede Futterportion an, aber im Verlaufe von 1-2 Wochen sollten alle Nährstoffe verfüttert worden sein. Verabreicht man nur das Minimum oder lässt bestimmte über einen längeren Zeitraum Sachen weg, kann es zu Mangelerscheinungen und unerwünschten gesundheitlichen Nebenwirkungen beim Vierbeiner kommen.

Trockenfutter oder Nassfutter?

Hundeleckerli
Hundeleckerli

Was die reine Versorgung mit Nährstoffen angeht, ist es eigentlich egal, ob Trocken- oder Nassfutter gefüttert wird. Jedes zugelassene Hundefutter enthält ausreichende Mengen der wichtigsten Nährstoffe, so dass man damit kaum etwas falsch machen kann. Der markante Unterschied liegt in der Menge des enthaltenen Wassers und in der Qualität der verwendeten Inhaltsstoffe. Trockenfutter hat einen Wasseranteil von unter 10 Prozent, wohingegen Nassfutter im Schnitt etwa 80 Prozent Wasseranteil aufweisen kann.

Die logische Konsequenz daraus ist, dass Hunde, die mit Trockenfutter ernährt werden, zwangsweise immer eine sehr gute Wasserversorgung haben müssen. Wenn dein vierbeiniger Freund nicht von alleine trinkt, solltest du das Trockenfutter vor dem Füttern in etwas Wasser einweichen.

Trockenfutter ist leichter und preiswerter als Nassfutter, benötigt aber mehr Vorsicht bei der Dosierung. Trockenfutter ist sehr kompakt; bei gleichem Volumen weist es im Vergleich zu Nassfutter fünfmal so viele Nährstoffe auf. Durch die hohe Konzentration der Inhaltsstoffe besteht schnell die Gefahr der Überversorgung, da das Tier in kurzer Zeit eine gewaltige Menge an Nährstoffen aufnimmt. Wer also nicht aufpasst, kann mit Trockenfutter seinen Hund regelrecht fett füttern.

Dabei gilt auch bei der Ernährung für Hunde nicht, dass teures Futter automatisch das bessere Futter sein muss. Es gibt auch qualitativ hochwertiges Futter für kleines Geld wie die Stiftung Warentest zeigt. Bedenke allerdings, dass die Testberichte dir nicht unbedingt etwas darüber sagen, ob das Hundefutter auch gesund für deinen Vierbeiner ist. Es geht lediglich darum, ob das, was auf der Packung steht auch im Futter enthalten ist.

Was eigentlich gutes Hundefutter ausmacht, findest du in unserem Beitrag „Was ist gutes Hundefutter?“ und nach und nach in unseren Testberichten, bei denen wir verschiedene Futtermittelmarken probieren.

Sowohl beim Trocken- als auch beim Nassfutter gibt es Futtersorten, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Tierrassen zugeschnitten sind. Es gibt dabei Hundefutter für große, kleine und sehr kleine Hunderassen. Dabei liegt der Unterschied beim Trockenfutter insbesondere in der Größe der einzelnen Stücke:

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Welpen oder erkrankte Hunde brauchen dabei extra auf sie zugeschnittenes Hundefutter. Dabei ist bei Welpen- oder Juniorfutter der Nährstoffgehalt extra auf die heranwachsenden Tiere zugeschnitten. Bei erkrankten Tieren gibt es je nachdem woran der vierbeinige Freund erkrankt ist verschiedene Diätfutter.

Vergessen darf man dabei auch nicht, dass die Leckerchen, die man seinem Tier so nebenbei als Belohnung oder während der Erziehung gibt, ebenfalls nährstoffreich sind. Gerade bei nicht so aktiven Hunden sollte man diese dann mit in die Futtermenge einbeziehen oder auf Leckerlies achten, die kalorienarm sind.

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Allgemein gilt, dass Hunde abwechslungsreiche Kost bevorzugen, denn sonst wird das Fressen schnell langweilig. Der Hund bekommt zwar alle Nährstoffe in ausreichender Menge, aber ebenso wie Menschen essen die meisten Vierbeiner ungern jeden Tag das Gleiche. Daher darf ein bisschen Abwechslung nicht fehlen. Damit der Vierbeiner immer gerne frisst, kannst du mal Trocken- und mal Nassfutter geben.Doch beachte die berühmte Ausnahme von dieser Regel! Du solltest dabei immer vorsichtig vorgehen und beachten, was dein Hund verträgt. Mancher Wuffel reagiert auf Futterwechsel sehr sensibel mit Verdauungsproblemen. Dann solltest du lieber bei gewohntem Futter bleiben und Trocken- und Nassfutter nicht mischen, da diese sehr unterschiedlich verdaut werden.

Allerdings freut sich jede Fellnase auch mal über ein richtiges Stück Fleisch. In der Natur ernähren Hunde sich schließlich auch davon. Ein ordentliches Stück Fleisch, am besten noch mit Knochen, ist ein Highlight für jeden Hund, denn es schmeckt sehr gut und beschäftigt das Tier auch noch. So kann er beim Fressen seinen natürlichen Trieben nachgehen. Du solltest allerdings beachten niemals gekochte Knochen zu füttern, da diese splittern und den Verdauungstrakt verletzen können. Ebenso sind rohes Schweinefleisch und Geflügel tabu. In beiden können Krankheitserreger vorhanden sein und gerade Hühnerknochen sind ebenfalls sehr klein und können zu Verletzungen führen. Auch hier gilt es, deinen Hund genau zu beobachten. Denn nicht jeder Hund verträgt so ein gut gemeintes Schmeckerchen.

Die richtige Futtermenge

Wie bereits erwähnt, benötigt ein durchschnittlicher erwachsener Hund 57 kcal. pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Da das jedoch nur ein grober Richtwert ist, kommt man ums Ausprobieren nicht herum. Der Hund wird einem schon mitteilen, ob die Nahrung ausreichend und ausgewogen ist, denn man kann ihm schnell ansehen, ob ihm das Futter so gut tut, wie es gemeint ist.

Die richtige Menge erkennt man natürlich daran, ob das Tier sein Gewicht hält, ab- oder zunimmt. Zur Bestimmung des Normalgewichts greift man dem Hund an die Rippen. Kann man sie von außen durch die Haut nicht sehen und mit der Hand ohne viel Druck ertasten, sollte der Hund sein Idealgewicht haben. Untergewicht fällt durch das Ertasten sofort auf, drohendes Übergewicht dagegen weniger. Daher ist regelmäßiges Wiegen des Hundes wichtig. Dein Tierarzt wird das beim jährlichen Impftermin durchführen. Du kannst aber zwischendurch beispielsweise auch zu Fressnapf gehen und dort auf die Waage steigen.

Die Ausgewogenheit des Futters sieht man seinem Liebling direkt von außen an. Er sollte allgemein lebhaft wirken und ein glänzendes, glattes Fell haben. Die Nase soll feucht, sauber und glatt sein, die Augen nicht trüb, sondern klar und ebenfalls glänzend. Auch die Zähne sollten regelmäßig kontrolliert werden, denn kräftige Zähne und gesundes Zahnfleisch zeugen von einer guten Ernährung. Der Atem sollte dabei nicht zu stark riechen; starker Mundgeruch ist ein klares Zeichen falscher Ernährung.

Woran man gutes Futter erkennt

Bietet man dem Hund Abwechslung und für ihn passende Portionen, steht einem glücklichen Hundeleben nichts mehr im Wege. Allerdings ist nicht jedes Futter gleich gut. Ein Blick auf das Etikett und die Inhaltsstoffe kann einem ziemlich schnell verraten, ob das Futter nur gut schmeckt und aussieht oder ob es auch wirklich gute Nahrung ist. Viele Hersteller mischen künstliche Zusatzstoffe zu, die nicht unbedingt gesund sind oder verklausulieren die Angaben so, dass die versprochene Abwechslung in Wahrheit gar nicht vorhanden ist.

Ein Beispiel ist die Angabe „mit Rind“ oder „mit Huhn“. Mit solchen Angaben suggerieren die Hersteller Abwechslung; der Kunde geht davon aus, dass er eine Packung mit Rind oder Huhn erwirbt. Oftmals verrät einem der Blick auf die Inhaltsstofftabelle, dass in beiden Produkten Huhn und Rind enthalten sind. Der einzige Unterschied mag dann an der relativen Menge der jeweiligen Fleischsorten liegen. Besteht das Fertigfutter nur aus einer einzigen Sorte Fleisch, ist das ein Alleinstellungsmerkmal des Produkts und wird für gewöhnlich markant auf der Packung angepriesen.

Entscheidend ist im Endeffekt die Qualität der Inhaltsstoffe. Ob Muskelfleisch oder billige Bindegewebsreste verwendet wurden, sieht man dem Futter nicht sofort an. Hier hilft es, sich im Internet zu informieren und nach Testberichten zu suchen. Hin und wieder testet auch die Stiftung Warentest Trocken- und Nassfutter für Hunde. Dabei muss nur auch darauf geachtet werden, was getestet wird. Denn oftmals wird nur überprüft, ob das, was deklariert wurde auch enthalten ist. Aber nicht wie hochwertig und ausgewogen die Inhaltsstoffe sind. Ein Hinweis auf qualitativ minderwertiges Futter kann die Verwendung von „tierischen Nebenerzeugnissen“ geben.

Man kann sich aber auch direkt beim Hersteller über die Qualität des angebotenen Futters informieren. Natürlich wird jeder Produzent sein Futter als das Beste darstellen, aber man kann von ihm auch die Vorlage einer kompletten Futtermittelanalyse anfordern. Der Hersteller ist nicht verpflichtet eine Nährstoffanalyse durchzuführen, jedoch ist es kein Zeichen von Qualität, wenn er nicht kontrolliert, was im Endeffekt in der Nahrung wirklich enthalten ist und noch weniger, wenn er sich weigert, dem Hundehalter diese Werte mitzuteilen. Besonders hochwertiges Futter in Lebensmittelqualität findest du beispielsweise bei Terra Canis oder PETS DELI.

Auch wenn es keine Vorschrift gibt, nach der ein Hersteller komplette Analysedaten herausgeben muss, ist in der EG-Verordnung EG 767/2009 festgeschrieben, dass auf jeder Packung Hundefutter eine Kontaktmöglichkeit aufgeführt sein muss, unter der der Kunde ausführliche Informationen bezüglich der Futterzusammensetzung erhalten kann.

Auf künstliche Zusatzstoffe sollte möglichst verzichtet werden. Zwar gibt es sehr strenge Zulassungsregeln bezüglich Zusatzstoffen in Tierfutter, so dass davon auszugehen ist, dass nichts wirklich Schädliches enthalten ist. Jedoch sind einige Stoffe schlicht unnötig. Den Hund interessiert es nicht, ob das Futter für den Menschen gut riecht oder aussieht. Geschmacksverstärker und Farbstoffe sind komplett unnötig. Ebenso Konservierungsstoffe. Trocken- und Dosenfutter ist allein schon aufgrund des Herstellungsprozesses konserviert und muss nicht haltbar gemacht werden. Lediglich halbfeuchtes Futter benötigt haltbar machende Zusätze. Solche Produkte sind zum Beispiel Kaustangen, die nicht wirklich fest oder flüssig sind.

Hundefutter selber machen

Nicht nur das BARFEN, also die Fütterung mit rohem Fleisch, ist eine Möglichkeit Hundefutter selber zu machen. Neben vielen Möglichkeiten dem Vierbeiner ein schmackhaftes Futter zu bereiten, gibt es auch viele Möglichkeiten Hundekekse und -leckerlies selber zu backen. Nicht nur in der Vorweihnachtszeit, in der du sowieso schon in Backstimmung bist, eine gesunde Alternative zu den fertigen Leckereien. Auch wenn es am Anfang vielleicht etwas merkwürdig erscheint statt Zimt und Zucker Leberwurst im Keksteig zu verwenden!

Eine Schüssel mit Mehl, Eiern und leberwurst
In selbst gebackenen Hundekeksen ist oft Leberwurst enthalten.

Wenn du noch nicht sicher bist, was dein Hund mag und insbesondere was in seinen Keksen enthalten sein darf, dann gibt es verschiedene Bücher zu dem Thema wie beispielsweise das E-Book „Hundekekse selber backen„. Damit kannst du schrittweise anfangen und deinem Wuffel etwas Gutes tun. Oder du schaust mal in unserem Beitrag „Kochen für Hunde“ vorbei, in dem wir dir ein paar Tipps und Tricks zusammen gestellt haben.

Was Hunde nicht fressen sollten

Hunde sind von Natur aus neugierig. Besonders Welpen erkunden die Welt gerne auch mit der Schnauze. Und gerade wenn du angefangen hast deine Hundekekse selber zu backen, ist Vorsicht geboten bei dem, was dein Hund zwischendurch mal frisst. Substanzen, die Übelkeit oder Erbrechen verursachen, sind da noch die harmlose Variante.

Generell ist es kein Problem, wenn Hunde Essensreste fressen, egal ob sie bei der Zubereitung angefallen oder von der Mahlzeit über geblieben sind. Schließlich ist es das, was während der Domestikation vom Wolf zum Haushund passiert ist. Nämlich (vereinfacht gesagt), dass der Wolf angefangen hat, Essensreste vom Mensch zu erbeuten und sich so immer enger an ihn angeschlossen hat. Aber das frühere Essen war sicherlich nicht so stark gewürzt wie das heutige. Hier kommt es vor allem auf die Menge an. Man sollte dabei darauf achten, dass das Tier nicht zu viele gewürzte Speisen frisst. Pfeffer bekommt ihm nicht besonders und zu viel Salz schädigt im Laufe der Zeit Herz und Nieren.

Hunde fressen gerne Fleisch vom Knochen, aber du solltest dabei ein paar Ratschläge beachten. Geflügelknochen sollten nicht gefressen werden. Diese splittern ziemlich leicht und werden wie alle Knochen noch weicher und zerbrechlicher, wenn sie gekocht werden. Bei gekochten Knochen besteht die Gefahr, dass der Hund Knochensplitter verschluckt und dadurch Verletzungen in Darm, Magen oder Hals erleidet.

Dass es kein Hundefutter mit Schweinefleisch gibt, hat einen guten Grund. Es besteht die Gefahr, dass das Fleisch Viren enthält, die eine für den Hund tödliche Krankheit auslösen können. Rohes Schweinefleisch sollte daher niemals verfüttert werden und auch wenn es richtig durchgegart ist, sollte man das Restrisiko nicht unterschätzen.

Allgemeines zum Futterverhalten

Ein und und eine Katze kochen sich selber ihr Futter
Die richtige Ernährung für Hund und Katze

Manche Hunde sind neuem Futter gegenüber stets aufgeschlossen, andere dagegen weigern sich so lange es geht, etwas zu fressen, was sie nicht kennen. Das kann man akzeptieren, stellt aber spätestens dann ein Problem dar, wenn aus irgendeinem Grund eine Ernährungsumstellung notwendig wird.

Allgemein gilt, dass Umstellung von Ernährungsgewohnheiten Schritt für Schritt erfolgen sollte. Misch einfach nach und nach steigende Mengen von dem neuen Futter unter das alte. Dann gewöhnt sich der Hund langsam an den neuen Geschmack und Geruch. Zusätzlich schont es den Körper des Tieres, denn der gesamte Organismus ist auf die bisherige Ernährung eingestellt. Bekommt der Verdauungstrakt nun etwas, das er gar nicht kennt, kann das zu Überreaktionen wie Bauchschmerzen oder Durchfall führen.

Verweigert ein Hund ein Mal sein Futter, ist das noch kein Grund zu einem Tierarzt zu gehen. Auch unsere vierbeinigen Freunde können mal einen schlechten Tag haben. Allerdings solltest du deinen Liebling genau beobachten. Hält die Appetitlosigkeit länger an oder kommt noch Apathie dazu, kann es doch auf eine Erkrankung hinweisen.

Es kann auch vorkommen, dass Hunde ihren eigenen oder den Kot anderer Tiere fressen. Generell ist die gelegentliche Aufnahme nicht schädlich. Unsere Wuffel versuchen dadurch ganz besonders schmackhafte Gerüche noch besser aufzunehmen. Manche Vierbeiner entwickeln allerdings eine regelrechte Sucht danach. Das kann auf Langeweile hindeuten, wenn alles gefressen wird, was einem in die Fänge kommt. Es kann aber auch anerzogen sein, wenn das Abtrainieren von Kot fressen in „Oh das muss etwas ganz besonders leckeres sein, wenn ich das nicht fressen soll“ umgeschlagen ist. Oder es kann eine Mangelernährung besonders bezüglich Vitamin B1 zur Ursache haben.

Wie immer kommt es stark auf das individuelle Tier an. Du kennst deinen eigenen Vierbeiner am Besten und weißt, waser verträgt und was nicht.

Quellen und weiterführende Links:


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Bildcredit: (c) chalabala - Fotolia.com

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Über Steffi 92 Artikel

Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

3 Kommentare

  1. Vielen dank für die tollen Informationen. Da wir uns sehr gesund ernähren bekommen meine Hunde natürlich auch was ab 🙂 Natürlich alles ungesalzen und ungewürtzt.

    Gruß Anna

    • Das hängt ein kleines bisschen davon ab, wie sensibel Dein Hund ist. Bei manchen Hunden ist eine abrupte Umstellung problemlos möglich (also einfach nicht mehr barfen und Trockenfutter geben).
      Bei vielen Hunden ist es aber eher wichtig die Umstellung langsam anzugehen. Beim Umstellen von BARF auf Trockenfutter solltest Du allerdings nicht beides in einer Mahlzeit mischen, wie es oft bei Futterumstellungen gemacht wird. D.h. Du gibst am Anfang drei Mahlzeiten BARF, dann ersetzt Du eine Mahlzeit durch Trockenfutter, dann eine zweite und dann alle drei und kannst dann wieder auf zwei Mahlzeiten reduzieren.

      Ich hoffe, das klappt reibungslos.
      Liebe Grüße
      Steffi

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