Autsch! Der Zahnwechsel bei Welpen

Welpe mit spitzen Zähnen.
Der Zahnwechsel läuft in der Regel problemlos ab. Trotzdem kannst du einiges tun, um deinen Welpen dabei zu unterstützen.

Genau wie Menschenkinder haben auch Welpen Milchzähne, die nach einer gewissen Zeit ausfallen und dem richtigen Gebiss Platz machen. Gerade während der Zahnwechsel werden Welpe dann oft zu kleinen Piranhas und knabbern alles an, was nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht wird. Wie der Zahnwechsel genau abläuft und wie du deinem Welpen in dieser Zeit helfen kannst, kannst du hier nachlesen.

Die Milchzähne beim Welpen

Ein Hundewelpe kommt ohne Gebiss zur Welt. Im Alter von zwei bis vier Wochen brechen dann langsam die ersten Milchzähne durch. Dies geschieht etwa zur selben Zeit, wie sich auch die Augen und Ohren der Welpen öffnen.

Bis zum Alter von fünf bis sechs Wochen sollten dann alle Milchzähne durchgebrochen sein. Das Milchzahngebiss des Welpen besteht, wenn es fertig ausgebildet ist, aus 28 Zähnen. Im Ober- und Unterkiefer je 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne und 6 Backenzähne.

Eine Sache an den Milchzähnen bemerkst du spätestens dann, sobald dich dein Hundekind beim Herumtollen das erste Mal spielerisch beißt: Die Milchzähne sind wesentlich spitzer als die Zähne des späteren bleibenden Hundegebisses.

Das fertige Hundegebiss

Während des Zahnwechsels fallen die Milchzähne aus und werden durch die Zähne des endgültigen Gebisses ersetzt. Das bleibende Hundegebiss hat mit 42 Zähnen mehr Zähnen als das Milchzahngebiss.

Wenn die Äuglein sich öffnen, brechen auch die ersten Milchzähne durch.

Wann beginnt der Zahnwechsel?

Der Zahnwechsel findet bei Hunden zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat statt, er beginnt also ab der 16. Lebenswoche und kann bis zu drei Monate dauern. Während dieser Zeit fallen die Milchzähne dann nach und nach aus, um dem bleibenden Gebiss Platz zu machen.

Bei größeren Hunderassen erfolgt der Zahnwechsel in der Regel früher als bei kleineren Hunden.

Wie du merkst, dass dein Welpe im Zahnwechsel ist

Wenn dein Welpe ab circa dem dritten Lebensmonat auf einmal anfängt, an Dingen zu knabbern oder Dinge zu zerkauen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Zahnwechsel beginnt und dadurch sein Zahnfleisch juckt.

Während des Zahnwechsels wirst du vermutlich auch Milchzähne oder Teile davon in deiner Wohnung finden. Welpen lecken während des Zahnwechsels außerdem häufig an ihrem Gebiss herum und versuchen so, die Zähne zu lockern und sie loszuwerden.

Es kann aber auch sein, dass du vom Zahnwechsel gar nicht so viel mit bekommst, weil viele Welpen die Zähne auch verschlucken. Keine Sorge, das ist im Normalfall ungefährlich.

Ein süßer Malamute-Welpe kaut auf einem Turnschuh herum
Wenn dein Hundekind anfängt, auf Dingen herumzukauen, ist es wahrscheinlich im Zahnwechsel.

Mögliche Probleme beim Zahnwechsel

In den meisten Fällen verläuft der Zahnwechsel beim Welpen völlig problemlos und kann nicht mit dem Zahnen bei Babys verglichen werden.

Trotzdem kann dein Welpe auch mal Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl haben. Häufig schläft der Welpe dann schlecht schläft ist sehr unruhig oder möchte kein Trockenfutter fressen. Weitere mögliche Beschwerden während des Zahnwechsels können sein:

  • erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Lustlosigkeit oder Unruhe
  • Speicheln

Es kann außerdem manchmal passieren, dass nicht alle Milchzähne ausfallen, aber die bleibenden Zähne trotzdem schon durchbrechen. Da diese dann keinen Platz im Kiefer haben, kann es zu Fehlstellungen des Gebisses kommen.

Während der Zahnwechsel bei großen Hunderassen meist eher problemlos verläuft, haben kleinere Hunderassen öfter Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Zahnwechsel. So neigen z.B. Chihuahuas häufiger zu bleibenden Milchzähnen, die nicht einfach ausfallen.

Wenn dein Welpe also Anzeichen von Unwohlsein oder Schmerzen zeigt oder sich komisch verhält, solltest du das Gebiss sicherheitshalber beim Tierarzt kontrollieren lassen, um sicherzugehen, dass der Kleine keine Entzündung im Maul hat oder ein Zahn vielleicht nicht richtig durchbricht.

Ein Welpe frisst sein Futter neben dem Napf
Dein Welpe mag sein Trockenfutter nicht fressen oder spielt nur damit herum? Dann hat er vielleicht Probleme beim Zahnwechsel.

So kannst du deinem Hund den Zahnwechsel erleichtern

Generell musst du beim Zahnwechsel kaum eingreifen. Dein Welpe schafft das im Grunde ganz gut alleine. Trotzdem kannst du deinem Hundekind zu Seite stehen. Es gibt einiges, was du tun kannst, um ihm diese Zeit erleichtern:

  • Vermeide Zerr- und Apportierspiele während des Zahnwechsels, denn das kann zu Schmerzen führen oder dazu, dass Zähne gewaltsam abgebrochen werden.
  • Biete deinem Welpen stattdessen viele Kauartikel an, am besten aus weichem Baumwollstoff oder Naturkautschuk. Diese kannst du auch leicht selber machen. Wie, das kannst du hier nachlesen: DIY: Zergel aus Stoffresten – Zerrspielzeug für deinen Hund einfach selber machen.
  • Du kannst ihm auch natürliche, fressbare Kauartikel wie Pansen oder Trockenprodukte geben. Dabei solltest du allerdings unbedingt den Nährstoffbedarf deines Welpen beachten, sonst kann es schnell zu Übergewicht kommen.
  • Kauartikel aus Naturkautschuk, wie z.B. einen Kong, kannst du auch mit Joghurt o.ä. füllen und in den Kühlschrank oder das Eisfach legen, bevor du sie deinem Welpen gibst. Durch die Kühle werden Schmerzen und Juckreiz im Maul gelindert.
  • Wenn dein Welpe Trockenfutter frisst, solltest du dieses mit Wasser einweichen, damit es nicht ganz so hart ist.
  • Achte darauf, dass dein Hundekind ausreichend mit Kalzium versorgt ist, denn dieses ist wichtig für die Zahngesundheit. Davon ist in einem hochwertigen Welpenfutter allerdings in der Regel ausreichend enthalten.
Jack Russell Terrier Welpe kaut an seinem Spielzeug
Biete deinem Welpen unbedingt weiche Kauartikel an.

Hast du schon mal den Zahnwechsel bei einem Welpen miterlebt?
Ging er bei deinem Hundekind problemlos über die Bühne?
Wir freuen uns über Erfahrungsberichte, Tipps und über jeden Kommentar!

 


Bildcredit: © cynoclub – depositphotos.com


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Über Alica 145 Artikel
Ich bin Alica, Online-Redakteurin, Tierschützerin aus tiefstem Herzen, Frauchen einer zauberhaften rumänischen Hündin. Ich war bereits in Tierheimen im Ausland vor Ort, um mitanzupacken, aber auch lokaler Tierschutz ist mir sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass jeder in seinem Alltag etwas zum Wohl der Tiere beitragen kann. Denn durch viele kleine Dinge kann Großes entstehen.

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