Schneller als du dich versiehst, ist es passiert: aus deinem süßen, verspielten Welpen ist ein Hundesenior geworden. Die Schnauze ist grau, das Treppensteigen fällt schwer, die Spaziergänge werden langsamer und kürzer. Kurzum: Dein Hund ist alt geworden. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass ihr keinen Spaß mehr zusammen haben könnt!
Mit den Tipps aus diesem Artikel schaffst du dir einen altersgerechten Alltag mit deinem Hundesenioren.
Hilfsmittel, die den Alltag eines Hundesenioren erleichtern
Neben den grauen Schnauzen sind altersbedingte Schwierigkeiten oft als Erstes in der Bewegung zu erkennen. Da ziept es hier und zwickt da, die Bewegungen sind einfach nicht mehr so flüssig und das Treppensteigen oder Hinein- und Hinausspringen ins Auto wird zunehmend schwieriger. Wo kleine Hunde noch eben getragen oder gehoben werden können, sind für große Hunde Hilfsmittel wie Rampen eine große Erleichterung für den Alltag.

Auch beim Spazierengehen ist nun mehr Schnüffeln angesagt als Herumtoben mit Hundefreunden. Aus den Rennrunden von früher werden geruhsame Trödelspaziergänge. Und manch einem älteren Hund sind lange Ausflüge zu Fuß einfach nicht mehr zuzumuten. Aber musst du deshalb auf die lieb gewonnenen Ausflüge zum nächsten See verzichten oder die Sommertage zu Hause verbringen? Mitnichten. Je nachdem wie groß dein Hund ist, kann er entspannt im Hundefahrradkorb mitfahren oder sicher mit einem Hundeanhänger transportiert werden.
Für kleineere Hunde eignet sich besonders gut ein passender Hunderucksack, von dem aus sie die Welt betrachten können.
Ernährung für alte Hunde
Wie bei alten Menschen wird auch bei Hundesenioren der gesamte Stoffwechsel langsamer. Wunden verheilen schlechter und große oder fettige Mahlzeiten werden nicht mehr so gut vertragen. Vielleicht kommen auch noch Probleme mit den Zähnen dazu. Deshalb ist oft eine besondere Achtsamkeit für die Ernährung deines Hundeseniors erforderlich.
Neben dem Augenmerk auf eine altersgerechte, leicht verdauliche Zusammensetzung des Futters, ist es hilfreich, die Portionen aufzuteilen. Wenn du merkst, dass dein alter Hund mit einer großen Mahlzeit am Tag nicht mehr zurechtkommt, dann teil sie auf zwei oder sogar drei kleinere Mahlzeiten auf. Ist er sein ganzes Leben Trockenfutter gewöhnt, dann kannst du es nun vor dem Füttern einweichen. So erleichterst du es deinem Liebling, dieses zu fressen und verhinderst, dass er sich im Alter noch an neues Futter gewöhnen muss. Denn das fällt nicht allen Hunden leicht.

Übrigens: Genauso wenig wie alte Hunde dick werden sollten, weil das die Gelenke zusätzlich belastet, sollten sie zu dünn werden. Denn wenn sie dann doch einmal krank werden, haben sie keine Reserven mehr, von denen sie zehren könnten.
Ausreichende ärztliche Versorgung
Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, ist doch oftmals kein ganz einfaches Thema. Denn ja, einem alten Hund tut sicherlich öfter einmal etwas weh als einem jungen. Und das eine oder andere altersbedingte Wehwehchen lässt sich nun mal nicht mehr komplett auskurieren. Das wissen viele Hundebesitzer und sind dadurch vielleicht etwas weniger schnell beim Tierarzt als mit ihrem jüngeren Hund. Doch sollte das Alter keine Entschuldigung dafür sein, einen Hundesenioren nicht regelmäßig tierärztlich untersuchen zu lassen. Schließlich gibt es genügend altersbedingte Erkrankungen, die sehr wohl gut therapiert werden können, wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion. Und wohldosierte Schmerzmittel oder Alternativen wie die regelmäßige orale Einnahme von Hyaluronsäure lassen auch Hunde mit Arthrose wieder Spaß an Spaziergängen haben.
Da unsere Hunde leider nicht mit uns reden können, ist es unsere Aufgabe, umsichtig zu handeln, regelmäßig zum Tierarzt zu gehen und ihnen keine unnötigen Schmerzen zuzumuten!
Physiotherapie hilft gegen altersbedingte Wehwehchen
Ein Sprichwort besagt
Wer rastet, der rostet!
Und das gilt auch für unsere Hundesenioren. Hundephysiotherapeuten können dir helfen, schwieriger werdende Alltagssituationen wie Treppen steigen oder den Ein- und Ausstieg aus dem Auto altersgerecht zu meistern.
Nicht nur bei altersbedingten "Verschleißerscheinungen" können sie die Beweglichkeit deines Hundeseniors erhalten oder verbessern. Anleitungen für ein paar einfache Übungen findest du in unserem Artikel zur Physiotherapie bei alten Hunden. Sie helfen, deinem Hund Lebensqualität zurückzugeben oder gar nicht erst zu verlieren.

Auch Hundesenioren möchten ausgelastet werden
Und was, wenn Gelenkbeschwerden, Hüftleiden oder sonstige altersbedingte Wehwehchen längere Ausflüge verhindern? Nun dann gibt es natürlich auch für alte Hunde Möglichkeiten sie auszulasten. Mit Schnüffelteppichen, Denkaufgaben, dem Erlernen einfacher Tricks, kleinen Fährtenspielen oder was auch immer deinem Hund und dir Spaß macht. Das Schöne an einem alten Hund ist ja, dass du ihn und seine Vorlieben schon so gut kennengelernt hast, dass es dir nicht schwerfallen sollte, eine geeignete Beschäftigungsmöglichkeit zu finden.
Fazit: Alt, aber oho!
Ja, sicherlich ist das Zusammenleben mit einem Hundesenior nicht mehr so aktiv und actiongeladen wie mit einem Junghund. Dafür ist aber eure Bindung auch eine ganz andere.

Das Alter deines Hundes muss dich auch auf keinen Fall am Reisen hindern, wie unsere Autorin Nima auf ihrer Webseite sehr schön beschreibt. Mit ein bisschen Umdenken und Anpassen der sonst üblichen Gewohnheiten könnt ihr euch einen wunderbaren altersgerechten Alltag einrichten und die letzten Jahre in vollen Zügen genießen.
Wie ist das mit Dir und Deinem Hund?
Wie alt ist er? Wie lange ist er schon bei Dir?
Wir freuen uns wie immer über jeden Kommentar!




1 Kommentare
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