Hundefutter – Wo liegt der Unterschied?


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Nassfutter, Trockennahrung, BARF und getreidefrei: Es gibt viele verschiedene Sorten an Hundefutter. Doch was macht die einzelnen Futterarten aus, was ist besonders gut fĂŒr die HundeernĂ€hrung und wo liegen die QualitĂ€tsunterschiede? Antworten auf diese Fragen kannst du hier nachlesen.

Hundenahrung: Die Arten

Es gibt eine Reihe an verschiedenen von Hundefutter – mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Gerade fĂŒr Neulinge ist es schwierig, aus der großen Auswahl an Hundefutter auszuwĂ€hlen. Welches Futter ist gesund? Ist Nassfutter besser als Trockenfutter? Kann ich meinen Hund vegetarisch ernĂ€hren? EnthĂ€lt veganes Hundefutter alle notwendigen NĂ€hrstoffe? Gibt es spezielles Hundefutter fĂŒr Welpen oder Senioren? Und was ist eigentlich BARF?

Zwei HundenĂ€pfe stehen auf einer Wiese, ein blauer mit verschiedenem Trockenfutter unterschiedlicher Farbe und GrĂ¶ĂŸe gefĂŒllt, rechts daneben ein roter mit Nassfutter gefĂŒllt.
Das richtige Futter fĂŒr deinen Hund zu finden, ist gar nicht so schwer, wenn du einige Tipps beachtest.

Um dir einen ersten Überblick ĂŒber die verschiedenen Hundenahrungen zu geben, stellen wir dir die unterschiedlichen Arten an Hundefutter vor. Und gehen danach auch noch darauf ein, was du bei der QualitĂ€t deines Hundefutters beachten solltest.

Nassfutter

Nassfutter zeichnet sich durch den höchsten Feuchtigkeitsanteil (etwa 75 Prozent) aller Futterarten aus. Du kannst Nassfutter zumeist in Weichblechdosen, Alu-Kartons (auch „Vaschette“ genannt) oder auch in Pellen aus Kunststoff kaufen.

Die Bestandteile des Nassfutters werden bei der Herstellung zerkleinert und roh in die Dose gefĂŒllt. Daraufhin wird das Hundefutter-Nassfutter unter Druck erhitzt, wobei die Zutaten gegart und haltbar gemacht werden. Der Vorteil: Konservierungsstoffen mĂŒssen nicht zugesetzt werden.

Wenn du Nassfutter in Dosen kaufst, wirst du wissen, dass diese relativ schwer sind und einiges an Platz einnehmen. Leichter sind die Vaschetten aus Aluminium oder das Futter in der Pelle. Nachteilig ist jedoch immer, dass recht viel VerpackungsmĂŒll anfĂ€llt, der zudem aufwendig recycelt werden muss.

Allerdings wird Nassfutter von den meisten Hunden wegen des hohen FlĂŒssigkeitsanteils gut akzeptiert. Achte nur darauf, dass es sowohl vollwertige Komplettmahlzeiten in Dosen gibt als auch Reinfleischdosen, bei denen du andere notwendige Nahrungsbestandteile fĂŒr deinen Hund ergĂ€nzen musst.

Bei Nassfutter werden die meisten Hunde ihren Napf blitzeblank schlecken.
Bei Nassfutter werden die meisten Hunde ihren Napf blitzeblank schlecken.

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Trockenfutter

Hunde-Trockenfutter ist enorm praktisch, da es sich einfach transportieren, lagern und leicht fĂŒttern lĂ€sst. Die lange Haltbarkeit und das geringe Gewicht liegen daran, dass dem Trockenfutter bei der Herstellung das Wasser entzogen wurde. Je nach Sorte verfĂŒgt Trockenfutter ĂŒber einen Feuchtigkeitsanteil von bis 10 Prozent, was zu einer hohen Energiedichte bei gleichzeitig geringerem Volumen fĂŒhrt.

Entscheidest du dich fĂŒr Trockenfutter fĂŒr Hunde, so musst du auf zweierlei ganz besonders achten:

  1. Achte darauf, dass durch das Futter der gesamte NĂ€hrstoffbedarf deines Tieres gedeckt wird. Das heißt: Das Trockenalleinfutter fĂŒr Hunde muss alle wichtigen Mineralien, Ballaststoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten, die dein Hund fĂŒr eine gesunde ErnĂ€hrung benötigt.
  2. Sorge dafĂŒr, dass dein Hund ausreichend trinkt!

Manche Hunde lieben Trockenfutter, von anderen wird es nicht sofort akzeptiert. Sollte dein Hund das Trockenfutter wegen der fehlenden Feuchtigkeit verweigern, kannst du einfach Wasser dazugeben. Die Erfahrung zeigt, dass Trockenfutter in lauwarmen Wasser bei vielen Tieren beliebt ist.

Trockenfutter wird fĂŒr Hunde in den verschiedenen Lebensphasen (Welpen, Junior, Adult, Senior) angeboten. Zudem gibt es Trockenfutter fĂŒr spezielle Hunderassen, bei denen die Inhaltsstoffe des Trockenfutters auf die BedĂŒrfnisse der jeweiligen Rasse abgestimmt sind.

Überdies findest du im Handel Trockenfutter, das sich durch unterschiedliche Herstellungsverfahren und deutliche QualitĂ€tsunterschiede auszeichnet. Auf diese Merkmale gehen wir weiter unten genauer ein.

BARF (biologisch artgerechtes Rohfutter)

Das sogenannte Barfen gilt als die natĂŒrlichste ErnĂ€hrung fĂŒr den Hund, da hierbei Fleisch, Innereien und Knochen roh verfĂŒttert werden. Damit dein Hund optimal mit Vitaminen, Kohlenhydraten und Mineralstoffen versorgt ist, wird das BARF mit GemĂŒse, Obst und verschiedenen ZusĂ€tzen wie Omega-3-FettsĂ€uren oder KrĂ€utern ergĂ€nzt.

Kleiner Jack Russen Terrier leckt an einem frischen, blutigen Knochen
BARF gilt als natĂŒrlichste Form der HundeernĂ€hrung.

Das Futter zeichnet sich durch eine hohe Akzeptanz beim Hund aus und wird frisch oder gefrostet angeboten. Genau hier liegen jedoch auch die Nachteile von BARF: Du benötigst einerseits einen Gefrierschrank. Andererseits besteht die Gefahr von Salmonellen- oder Bakterieninfektionen, wenn die KĂŒhlkette unterbrochen oder bei der Produktion nicht hygienisch einwandfrei gearbeitet wird. Setzt du dem BARF zudem nicht ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate zu, kann dies außerdem zu einer MangelernĂ€hrung deines Hundes fĂŒhren.

Veganes und vegetarisches Hundefutter

Immer mehr Menschen ernĂ€hren sich aus guten GrĂŒnden fleischlos. Doch ist eine vegetarische oder gar vegane ErnĂ€hrung auch fĂŒr Hunde möglich? TatsĂ€chlich kannst du deinen ausgewachsenen (!) und gesunden (!) Vierbeiner auch fleischlos ernĂ€hren. Entscheidend ist jedoch, dass das Futter alle wichtigen Nahrungsbestandteile enthĂ€lt, angefangen bei den Proteinen ĂŒber die Kohlenhydrate bis zu Fetten und Ölen.

Ein gesunder und erwachsener Hund verfĂŒgt ĂŒber reinen recht flexiblen Stoffwechsel, sodass er wirklich in der Lage ist, seinen NĂ€hrstoffbedarf mit pflanzlichen Inhaltsstoffen aus vegetarischen Nass- und Trockenfutter zu decken.

Insektenfutter

Mit Insektenfutter fĂŒr Hunde gibt es eine weitere Alternative fĂŒr Vierbeiner, die mit Margen-Darm-Beschwerden oder Allergien bei herkömmlichem Futter zu kĂ€mpfen haben.

Bei diesem Hundefutter werden Insekten wie MehlwĂŒrmer oder Larven der schwarzen Soldatenfliege als Hauptproteinquelle verwendet, wobei du gleich zwei Fliegen (sic!) mit einer Klappe schlĂ€gst: Insekten sind reich an Proteinen und anderen NĂ€hrstoffen und deren Zucht ist deutlich weniger Ressourcen-intensiv als herkömmliche Tierhaltung.

Getreidefreies Hundefutter

Beim Hundefutter mit oder ohne Getreide streiten sich die Experten und Hundebesitzer. Die einen Vierbeiner vertragen Getreide ganz hervorragend, andere Fellnasen liegt das Getreide schwer im Magen.

Hast du einen ernĂ€hrungssensiblen Hund oder einen Vierbeiner mit nachgewiesenen Glutenallergie, darfst du kein Hundefutter mit Getreidesorten, die Gluten enthalten, verfĂŒttern. Da dein Hund aber dennoch einen Kohlenhydrat-Lieferanten fĂŒr seine Energie benötigt, kannst du hier auf Hundefutter ohne Getreide mit Alternativen wie Amaranth zurĂŒckgreifen.

Was du deinem Hund fĂŒtterst, bestimmt auch sein Geschmack.
Was du deinem Hund fĂŒtterst, bestimmt auch sein Geschmack.

Hundefutter: QualitÀtsunterschiede

Angesichts unzĂ€hliger Futtersorten und Marken ist es manchmal nicht leicht den Überblick zu bewahren. Doch was macht eigentlich gutes Hundefutter aus?

Generell sollten bei Hundefutter ausschließlich qualitativ hochwertige Zutaten verwendet werden, die sich durch eine gute VertrĂ€glichkeit und durch ihre gesundheitsfördernde Zusammensetzung auszeichnen. Nicht zu vernachlĂ€ssigen ist eine eindeutige Deklaration der Hundefutter-Zusammensetzung auf der Umverpackung.

Hunde sind von Natur aus omnivore Tiere, die sowohl Fleisch als auch Pflanzen fressen. Folglich benötigen sie neben Fleisch auch andere Bestandteile im Futter.

Dazu gehört zuallererst ein GemĂŒseanteil mit mindestens 30 Prozent, sodass deine Fellnase ausreichend mit Vitaminen, Kohlenhydrate und MikronĂ€hrstoffen versorgt ist. Nicht verzichten darfst du bei der HundeernĂ€hrung auf wertvolle Fette, wie du sie beispielsweise in Lachsöl oder Leinöl findest. Alle wichtigen MikronĂ€hrstoffe, also Spurenelemente, Mineralien, Vitamine, FettsĂ€uren und Ballaststoffe, erhĂ€lt dein Hund, wenn im Hundefutter KrĂ€uter oder Superfoods enthalten sind.

Ebenso wichtig, wie die Inhaltsstoffe, die enthalten sein sollten, sind die Zutaten, die im Hundefutter nicht enthalten sein sollten. Dazu zÀhlen:

  • kĂŒnstliche Geschmacksstoffe
  • kĂŒnstliche Farbstoffe sowie
  • kĂŒnstliche Konservierungsstoffe
  • Industriezucker
  • Gluten

Viele Getreidesorten enthalten Gluten, was einige Hunde nicht richtig verdauen können. Die Folge sind bei Tieren mit sensiblen MĂ€gen Verdauungsprobleme, Erbrechen, Durchfall und Allergien. Auch kĂŒnstliche Zusatzstoffe sind oftmals die Ursache fĂŒr allergische Reaktionen und Krankheiten.

Industriezucker im Hundefutter ist ebenfalls schĂ€dlich, da es Übergewicht und ZahnschĂ€digungen verursacht. Wie auch beim Menschen ist Industriezucker zudem belastend fĂŒr BauchspeicheldrĂŒse, kann zu Diabetes mellitus, Arthrose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fĂŒhren.

Welches Hundefutter solltest du fĂŒttern?

Egal, fĂŒr welches Hundefutter du dich entscheidest: Achte immer auf eine bedarfsgerechte Zusammensetzung, sodass sowohl der Energie- als auch der NĂ€hrstoffbedarf deines Hundes gedeckt ist, um eine MangelernĂ€hrung und damit gesundheitliche Folgen zu vermeiden.

Leidet deine Fellnase an UnvertrÀglichkeiten oder Allergien, musst du bei der Wahl des Hundefutters besondere Aufmerksamkeit an den Tag legen. Hier kommen getreidefreies Futter oder vegane, vegetarische und Insekten-basierte Alternativen infrage.

Ob Neuling oder erfahrener Hundebesitzer: ZusĂ€tzlich raten wir immer dazu, dass du dir alle notwendigen Informationen beim Tierarzt oder ErnĂ€hrungsberater deines Vertrauens einholst, der dir professionelle ErnĂ€hrungstipps fĂŒr deinen Hund geben kann. So gut beraten, kannst du sogar das Hundefutter selbst kochen, was es dir ermöglicht, die Mahlzeiten individuell an die BedĂŒrfnisse deines Hundes anzupassen.

Hat dein Vierbeiner keinerlei UnvertrĂ€glichkeiten und keine Futtermittelallergien, kannst du auch auf ein sogenanntes Alleinfutter zurĂŒckgreifen. Bei Trockenalleinfutter sowie Feuchtalleinfutter werden die Tiere mit allen notwendigen NĂ€hrstoffen versorgt, sodass eine ZufĂŒtterung nicht notwendig ist.

Wie fĂŒtterst du deinen Hund?
Hast du dich fĂŒr eine vegetarische ErnĂ€hrung bei deinem Vierbeiner entschieden und warum?
Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen, Berichte und Tipps!

Bild:

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Autor dieses Beitrags: Gastautor

Unsere Gastautoren sind ebenfalls begeisterte Haustierbesitzer. Als solche setzen sie ihre Expertise dazu ein, unseren Lesern hilfreiche Tipps im Umgang mit ihren tierischen Familienmitgliedern an die Hand zu geben.

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