Hunde machen glücklich!

Der beste Freund des Menschen benötigt einen regelmäßigen Check up beim Tierarzt
Hunde machen glücklich!

Vor acht Jahren – als ich noch in einer Dachgeschosswohnung inmitten einer Großstadt mit meinen drei Katern gelebt habe – sagte ich zu meiner Freundin und Nachbarin, die als Hundesitterin arbeitete, ich sei ein Katzenmensch. Denn Katzen sind wahre Superhelden, ihr Schnurren wirkt beruhigend und senkt den Blutdruck und überhaupt können sich 13,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten 2017 ja nicht irren. Oder?

Der Trend zum Hund

Schaust du dir mal die aktuellen Haustierstatistiken an, dann siehst du, dass es mittlerweile mehr als 9,2 Millionen Hunde in deutschen Haushalten gibt. Jedes Jahr ziehen immer mehr Vierbeiner in heimische Wohnzimmer. Der Boom der Hundeschulen und Märkte für Haustierbedarf ist ungebrochen. Fressnapf-Märkte gibt es mittlerweile in XXL und alleine mit Hundetrockenfutter wurde 2017 ein Umsatz von 426 Millionen Euro erwirtschaftet.

Wer Chihuahuas als reine Schosshunde ansieht tut ihnen Unrecht
1, 2, 3, 4, viele – der Trend geht zur Mehrhundehaltung.

Da wundert es kaum, dass ständig neue Hundefuttermarken das Licht der Welt erblicken. Sei es das von Tierärzten entwickelte Hundefutter aus eigener Schlachterei, das vegane oder auf Insekten basierende Hundefutter oder auch das fertige BARF-Futter  – es ist für jedes Hundebesitzerherz das richtige Hundefutter dabei. Schließlich möchte der moderne Hundebesitzer von heute seinem Hund nur das Beste servieren. Und da nicht jeder die Zeit oder Muße findet, selber zu kochen, freuen Herrchen und Frauchen sich, wenn sie gesundes wie selbstgekochtes Hundefutter kaufen können. Dem Hund soll es ja an nichts fehlen! Mit dem steigenden Bewusstsein für die eigene Ernährung, erhöht sich auch der Wunsch seinen vierbeinigen Liebling artgerecht zu ernähren.

Diese allumfassende Fürsorge zeigt sich nicht nur beim Hundefutter, sondern auch bei den zahlreichen Marken, die sich um den Hundebedarf kümmern. Längst sind es nicht mehr nur eine Leine und ein Halsband, die ein moderner Hund sein eigen nennt. Mittlerweile gibt es nahezu für jeden Hund und jede Gelegenheit das richtige Geschirr, es gibt lange und kurze Leinen, Schleppleine, Rollleinen Hundeschuhe und -mäntel. Und wem es wichtig ist, der findet alles farblich aufeinander und auf das modebewusste Frauchen abgestimmt.

Französische Bulldogge mit gelbem Regenhut, rotem Regenschirm im Maul und gelben Gummistiefeln sitzt rechts neben Frauenbeinen in gelben Gummistiefeln und einer hängenden Leine vor weißem Hintergrund
Man kann es natürlich übertreiben, aber grundsätzlich spricht nichts gegen Partnerlook 😉

Aber warum geben wir immer mehr Geld für die immer größere Anzahl an Hunden aus?

Der Hunde – das tierische Familienmitglied

Weil unsere Hunde so viel mehr sind als einfach nur Haustiere. Jeder, der als Kind mit einem Hund aufgewachsen ist, ihn liebevoll umsorgt und mit ihm im Garten herumgetobt ist, weiß: Hunde sind die besten Freunde des Menschen.

Wer einmal in den Dackelaugen eines Hundes Trost gefunden hat, der möchte diese Erfahrung auch im Erwachsenenalter wiederfinden. Nicht nur deshalb werden viele Hunde zu so viel mehr als nur einfach einem Haustier. Sie sind Therapeuten, Seelenverwandte, die besten Freunde – kurzum, sie sind tierische Familienmitglieder. Sie haben einen Terminkalender, der voller ist als der mancher Manager. Sie gehen nicht mehr nur einfach in die Hundeschule sondern zum Agility, Dog-Dancing, Longieren oder zum Bike-Jöring. Denn wie auch beim Thema Ernährung möchten Herrchen und Frauchen auch bei der Auslastung und Beschäftigung alles richtig machen. Manchmal führt ein solcher Übereifer zu Hunden, die erst wieder lernen müssen, zur Ruhe zu kommen.

Aber keine Frage:

Hunde machen glücklich

Denn du bist nie mehr alleine. Zuhause wartet immer jemand auf dich und bringt seine Freude mehr oder weniger überschwänglich zum Ausdruck. Da immer öfter Unternehmen Bürohunde erlauben, ist es auch dein vierbeiniger Freund nicht mehr zwangsläufig einsam, wenn du Geld verdienen gehst.

Ein Hund hat seinen Kopf auf einem Tisch abgelegt neben einem grünen Laptopkissen mit aufgeklapptem Laptop
Deinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann Stress reduzieren – oder dich vom Arbeiten abhalten 😉

Hunde sind außerdem wahre Fitnesstrainer! Schließlich fragen sie nicht danach, wie das Wetter draußen ist. Sie müssen durchschnittlich drei Mal am Tag nach draußen. Und du musst mit ihnen. Mit 5 min im Garten geben sich die wenigsten zufrieden. Das heißt, du hast regelmäßig Bewegung an der frischen Luft. Das hält nicht nur den Wuffel sondern auch dich fit und gesund.

Und dabei fungieren die Vierbeiner auch noch als „Kuppler“. Denn welcher Hundebesitzer läuft allein mit seinem Hund durch die Natur? Viel eher ist es so, dass du – wenn du und dein Hund das möchten – auf jedem Gassiweg einen anderen Hundebesitzer oder Spaziergänger kennenlernen kannst. So wie Eltern auf einem Kinderspielplatz kommen auch Hundebesitzer schnell in Kontakt. Denn ihr habt ja ein gemeinsames Thema: den Hund!

Daneben lehrt dich dein Hund ganz nebenbei den Moment zu genießen. Dich an deinem Leben zu erfreuen. Das glaubst du nicht? Dann hast du noch nie Hunde ausgelassen miteinander herumtoben sehen. Oder erlebt mit welcher Inbrunst ein Hund am Wegesrand schnüffeln und buddeln kann.

Zusätzlich senkt so ein Vierbeiner dein Stresslevel. Denn wie beim Berühren eines Menschen wird auch beim Streicheln eines Hundes Oxytocin ausgeschüttet, das unter Anderem den Blutdruck senkt. Kuscheleinheiten sind also nicht nur entspannend sondern fördern auch noch eure Gesundheit.

Auch wenn er eigentlich ein Wachhund ist, freut sich ein Schäferhund über Schmuseeinheiten.
Das regelmäßige Kuscheln mit deinem Hund kann deinen Blutdruck senken. Wenn er es mag auch den von deinem Hund 😉

Ich bin ein glücklicher Hundemensch

Mittlerweile sind meine Kater verstorben und ich lebe in eher ländlichen Gegenden. Und bei uns lebt Chief, ein portugiesischer Herdenschutzhund. Meine Freundin und nun ehemalige Nachbarin hat sich als Hundetrainerin und -betreuerin selbständig gemacht hat und lacht mich wegen meiner früheren Aussage aus. Sie hat Recht. Ich bin kein Katzenmensch. Im Moment bin ich ein Hundemensch und genieße alle die Dinge, die einen Hundebesitzer glücklich machen: leuchtende Hundeaugen, erdverkrustete Nasen und schlammbedeckte Pfoten. Ich kaufe Leinen und Leckerlies und probiere verschiedene Hundefuttersorten auf der Suche nach dem idealen Futter für unseren Gourmet.

Und manch Mal verzweifle ich auch an eben diesen Dingen. Denn das Leben ist nicht immer sonnig. Gerade bei ausgeprägten Regenphasen erkenne ich die Nachteile an so einem Hund. Genau wie alle die anderen Millionen Hundebesitzer. Aber auch wenn ein nasser Hund eine eindeutig unangenehmere olfaktorische Erfahrung ist, ein Hund, der sich mit Begeisterung abtrocknen lässt und sich in seinem Handtuch herumwälzt macht das wieder wett.

Ein nasser Hund liegt in ein rotes und ein schwarzes Handtuch gewickelt in einem Hundekörbchen und schaut in die Kamera
Hunde machen glücklich! Auch wenn sie manchmal etwas müffeln…

Und Du? Bist Du ein Hunde- oder Katzenmensch?

Oder ist es Dir egal Hauptsache tierisch?

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Bildcredit: (c) gekaskr - Fotolia.com


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Über Steffi 123 Artikel
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

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